[0001] Die Erfindung geht von einer Hochspannungsdurchführung mit mindestens einem konusförmigen
Teil aus, die aus einer gewickelten Isolierstoffbahn besteht.
[0002] Bei einer bekannten Hochspannungsdurchführung dieser Art ("CIGRE"-Bericht 15-02,
1972, Seiten 6 und 7) ist zur Herstellung der Durchführung eine Kunststoffolie als
Isolierstoffbahn verwendet. Die Kunststoffolie ist dabei ohne Anwendung zusätzlicher
Maßnahmen, wenn man von dem Einbringen leitender Beläge zur kapazitiven Steuerung
absieht, gewickelt, wobei sie aufgrund abnehmender Breite eine Hochspannungsdurchführung
bildet, die zwei konusförmige Teile aufweist.
[0003] Anlaß zu Verbesserungen gibt eine solche Hochspannungsdurchführung hinsichtlich ihrer
mechanischen Festigkeit, die meist nicht sehr groß ist. Der Erfindung liegt daher
die AufgabB zugrunde, eine Hochspannungsdurchführung vorzuschlagen, die sich durch
eine hohe mechanische Festigkeit auszeichnet, wobei die hohe mechanische Festigkeit
mit vergleichsweise geringem Fertigungsaufwand erreichbar sein soll.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe befinden sich bei einer Hoch-' spannungsdurchführung der
eingangs angegebenen Art erfindungsgemäß außen auf dem konusförmigen Teil oder in
seinem äußeren Bereich Ringe oder kurze Schläuche aus Schrumpf-Material.
[0005] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Hochspannungsdurchführung besteht
darin, daß sie durch Aufbringen der Ringe oder kurzen Schläuche aus Schrumpf-Material
auf ihren konusförmigen Teil eine relativ hohe mechanische Festigkeit erhält, die
vorteilhafterweise auch zu einer Erhöhung der elektrischen Festigkeit führt. Dabei
ist die hohe mechanische Festigkeit in fertigungstechnisch günstiger Weise nur dadurch
erreicht, daß Ringe oder Schläuche aus Schrumpf-Material aufgebracht werden, die durch
eine lokale Wärmebehandlung schrumpfen und dadurch einen die relativ hohe mechanische
Festigkeit hervorrufenden Druck auf die Windungen aus der Isolierstoffbahn ausüben.
[0006] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Hochspannungsdurchführung dann, wenn
sie mit eingebetteten leitenden Einlagen versehen ist; befinden sich nämlich in diesem
Fall in vorteilhafter Weise die Ringe oder Schläuche jeweils an den Stellen der leitenden
Einlagen auf diesen oder auf dem konusförmigen Teil, dann wird durch den infolge Wärmebehandlung
erzeugten Schrumpfdruck der Ringe oder .Schläuche auf den Wickel aus der Isolierstoffbahn
gerade an den Stellen der eingebrachten Einlagen ein hoher Druck ausgeübt, der die
Einlagen in der vorbestimmten Lage fixiert, so daß sich auch während des Transportes
die Einlagen innerhalb der Hochspannungsdurchführung nicht verschieben können und
somit eine einwandfreie kapazitive Steuerung erhalten bleibt. Dies gilt vor allem
dann, wenn als Isolierstoffbahn eine Kunststoffolie verwendet wird, die in der Regel
eine verhältnismäßig glatte Oberfläche aufweist; ohne die erfindungsgemäß vorgesehene
Maßnahme ließen sich die Einlagen nicht mit Sicherheit an den vorgegebenen Stellen
im Wickel halten. Durch die Anbringung der Ringe oder Schläuche ist außerdem sichergestellt,
daß die außenliegenden Ränder der Metallfolien mechanisch geschützt sind.
[0007] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die Hochspannungsdurchführung -wie
an sich bekannt (vgl. z. B. DE-AS 23 30 665) - an ihrem konusförmigen Teil treppenförmige
Absätze aufweist und wenn die Ringe oder Schläuche auf die treppenförmigen Absätze
aufgebracht sind. Bei der Schrumpfung der Ringe oder Schläuche infolge Wärmebehandlung
wird dann der Schrumpfdruck voll auf den Wickel aus der Isolierstoffbahn übertragen,
und es kann kein seitliches Abgleiten der Ringe oder Schläuche auf dem konusförmigen
Teil der Hochspannungsdurchführung und kein Verschieben der Windungen aus der Isolierstoffbahn
eintreten.
[0008] Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Figur im Schnitt ein konusförmiger Teil
eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Hochspannungsdurchführung gezeigt.
[0009] Die Hochspannungsdurchführung 1 enthält ein Rohr 2, bei dem es sich zweckmäßigerweise
um ein Metallrohr handelt. Auf dieses Metallrohr ist die Isolierstoffbahn 3, die vorzugsweise
eine Kunststoffolie ist, aufgewickelt. Zur Erzielung eines konusförmigen Teils 4 nimmt
die Isolierstoffbahn 3 mit radial anwachsender Hochspannungsdurchführung 1 in ihrer
Breite entsprechend ab. Dabei ist durch entsprechende Bemessung der Isolierstoffbahn
3 dafür gesorgt, daß der konusförmige Teil 4 treppenförmige Absätze 5, 6, 7 und 8
aufweist.
[0010] Beim Wickeln der Hochspannungsdurchführung 1 sind zur Erzielung einer kapazitiven
Steuerung leitende Einlagen 9, 10, 11 und 12 miteingewickelt. Die Einlagen 9 bis 11
können aus Metallfolien bestehen.
[0011] Auf die treppenförmige Absätze 5 bis 8 sind Schläuche 13,14, 15 und 16 aus Schrumpf-Material
aufgebracht. Die Schläuche 13 bis 16 sind nach ihrer Aufbringung einer Wärmebehandlung
unterzogen und schrumpfen dadurch. Dabei üben sie einen Druck in radialer Richtung
aus, wodurch die Hochspannungsdurchführung 1 bzw. ihr konusförmiger Teil 4 gerade
an den Stellen der eingewickelten Metallfolien 9 bis 12 stark zusammengedrückt wird;
aufgrund der hohen Flächenpressung werden die Einlagen 9 bis 12 fest in ihrer Lage
gehalten. Gleichzeitig wird die mechanische Festigkeit der gesamten Hochspannungsdurchführung
1 erhöht und außerdem ein Schutz für die Ränder 17 der Einlagen 9 bis 12 bewirkt.
[0012] In Abweichung von dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die Ringe oder Schläuche
aus Schrumpf-Material direkt auf den leitenden Einlagen aufliegen und ganz oder teilweise
durch die Isolierstoffbahn abgedeckt sein.
[0013] Mit der Erfindung wird eine Hochspannungsdurchführung vorgeschlagen, die sich durch
eine relativ hohe Festigkeit auszeichnet und im Falle eingebetteter leitender Einlagen
eine Fixierung dieser Einlagen in ihrer vorbestimmten Lage gewährleistet.
1. Hochspannungsdurchführung mit mindestens einem konusförmigen Teil, die aus einer
gewickelten Isolierstoffbahn besteht, dadurch gekennzeichnet , daß sich außen auf
dem konusförmigen Teil (4) oder in seinem äußeren Bereich Ringe oder kurze Schläuche
(13 bis 16) aus Schrumpf-Material befinden.
2. Hochspannungsdurchführung nach Anspruch 1 mit eingebetteten leitenden Einlagen,
dadurch gekennzeichnet , daß sich die Ringe oder Schläuche (13 bis 16) jeweils an
den Stellen der leitenden Einlagen (9 bis 12) auf diesen oder außen auf dem konusförmigen
Teil (4) befinden.
3. Hochspannungsdurchführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der
konusförmige Teil (4) treppenförmige Absätze (5 bis 8) aufweist und daß die Ringe
oder Schläuche (13 bis 16) auf die treppenförmigen Absätze aufgebracht sind.