(19)
(11) EP 0 009 814 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.10.1981  Patentblatt  1981/43

(21) Anmeldenummer: 79103795.5

(22) Anmeldetag:  04.10.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B25H 1/00, F16F 9/06

(54)

Ausziehbare Gewichtsausgleichseinrichtung für ein Werkzeug, insbesondere Montagewerkzeug

Extensible weight balancing device for a tool, particularly an assembling tool

Dispositif extensible d'équilibrage d'un outil, en particulier d'un outil d'assemblage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 06.10.1978 DE 2843727

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.04.1980  Patentblatt  1980/08

(71) Anmelder:
  • Otto, Günter
    81600 Miesbach (DE)
  • Willy Traub GmbH & Co.
    D-7320 Göppingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Otto, Günter
    D-7306 Denkendorf (DE)

(74) Vertreter: Liedl, Gerhard, Dipl.-Phys. et al
Patentanwalt Herterichstrasse 18
81479 München
81479 München (DE)

   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung befasst sich mit einer ausziehbaren Gewichtsausgleichseinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Eine derartige ausziehbare Gewichtsausgleichseinrichtung ist aus der DE-C-728 400 bekannt. Bei der bekannten ausziehbaren Gewichtsausgleichseinrichtung ist es zwar möglich, Reaktionsdrehmomente bei bestimmter Lage der Werkzeugdrehachse aufzufangen, jedoch lässt sich eine konstante Höheneinstellung beim Betrieb des Werkzeugs nicht erzielen, da die Teile der Aufhängung auch während des Werkzeugbetriebs teleskopartig zueinander verschiebbar bleiben.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, die bekannte Gewichtsausgleichseinrichtung bezüglich ihrer Höheneinstellung im Betrieb dahingehend zu verbessern, dass das Werkzeug in einer beliebig wählbaren Höhe feststellbar ist.

[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.

[0005] Bei der Erfindung wird ferner in vorteilhafter Weise die Tatsache ausgenützt, dass die Federeigenschaften einer hydropneumatischen Kolbenzylinderanordnung praktisch über den gesamten Hubweg des Kolbens konstant gehalten werden können. Man gewinnt auf diese Weise trotz eines langen Auszugswegs des Gewichtsausgleichers über die gesamte Auszugsstrecke hin einen gleichbleibenden Gewichtsausgleich. Ferner lassen sich durch die kraftschlüssig mit dem Aussenzylinder der Kolbenzylinderanordnung verbundenen starren Abstützung vom Werkzeug ausgehende Kräfte, welche beispielsweise in Form von Drehmomenten wirksam werden, einwandfrei auffangen, so dass die Handhabung des Werkzeugs, abgesehen vom Gewichtsausgleich, für die Bedienungsperson noch wesentlich verbessert wird. Es ist zwar bekannt, auf dem Gebiet der Schrauber durch Verwendung von Schlagschraubern beim Anziehen von Schrauben das Anzugsmoment zu verringern, jedoch erzeugen diese Schlagschrauber erhebliche Geräusche, welche die Arbeitsbedingungen erheblich beeinträchtigen.

[0006] Bei der Erfindung ist ausserdem dafür Sorge getragen, dass die Stelle, welche beim Auffangen von Kräften, die vom Werkzeug ausgehen, am ehesten brechen könnte, nämlich die Befestigungsstelle der Kolbenstange am Werkzeug oder an der Anlenk- oder Befestigungsvorrichtung nicht belastet wird. Dies wird durch die starre Abstützung erzielt, welche diesen Teil der Gewichtsausgleichseinrichtung überbrückt.

[0007] In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.

[0008] Durch die Ausgestaltung des Anspruchs 4 gewinnt man eine Kolbenzylinderanordnung, bei der die Kolbenstange auswechselbar ist. Es lassen sich auf diese Weise in gleichbleibenden Kolbenzylinderanordnungen Kolbenstangen mit unterschiedlichem Durchmesser einsetzen. Auf diese Weise lässt sich das Verhältnis von Zylinderinnendurchmesser zu Kolbendurchmesser und damit die Tragkraft des Gewichtsausgleichers mit einfachen Mitteln einstellen. Zudem wird eine einfache Wartung auf diese Weise gewährleistet. Aus der US-PS 33 26 546 ist zwar eine ähnliche hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung mit Innenzylinder und Aussenzylinder bekannt, jedoch ist bei der bekannten Anordnung die Auswechselbarkeit der Kolbenstange und damit die Einstellmöglichkeit der Tragkraft des Gewichtsausgleichers nicht vorhanden. Durch die Ausgestaltungen der Unteransprüche 5 bis 7 wird die Einstellmöglichkeit noch unterstützt.

[0009] Durch die Ausgestaltung des Anspruchs 9 gewinnt man eine kompakte Anordnung der einzelnen Bauteile des Gewichtsausgleichers.

[0010] Durch die Ausgestaltung des Anspruchs 14 und der darauf zurückbezogenen Ansprüche gewinnt man eine universelle Einsatzmöglichkeit des Werkzeugs. Das Werkzeug ist dann nicht mehr an eine Schienenführung an der Decke gebunden, sondern kann an jeden beliebigen Ort in einer Montage- bzw. Fertigungshalle gebracht werden.

[0011] Durch die Ausgestaltung des Anspruchs 21 erzielt man eine Steuerung der Inbetriebsetzung des Werkzeugs derart, dass erst dann, wenn alle zum Auffangen der vom Werkzeug ausgehenden Kräfte notwendigen Betriebsbedingungen geschaffen sind, das Werkzeug selbst in Betrieb gesetzt wird.

[0012] Der Gewichtsausgleicher nach der Erfindung lässt sich praktisch überall dort, wo handbetätigte Werkzeuge zum Einsatz kommen, zur Anwendung bringen. Durch die Erfindung werden körperliche Anstrengungen, welche durch das Bedienungspersonal bei herkömmlichen Einrichtungen aufgewendet werden müssen, weitgehendstvermieden.

[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der beiliegenden Figuren nachstehend noch näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Spannrohr mit kreisrundem Mantel zur Anwendung kommt;

Fig.2 ein Ausführungsbeispiel, das am Boden mit Hilfe eines Wagens fahrbar und mit Hilfe einer Hubvorrichtung am Boden abstützbar ist;

Fig.3 eine hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung, welche bei den Ausführungsbeispielen zurAnwendung kommen kann;

Fig.4 ein Ausführungsbeispiel, bei dem Einzelheiten zur Erzielung des Kraftschlusses zwischen dem Aussenzylinder der Kolbenzylinderanordnung und dem Spannrohr dargestellt sind, und

Fig.5A-C sowie 6A-C eine Ventilsteuerung für die pneumatisch zu betätigenden Bauteile des Gewichtsausgleichers.



[0014] Die Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem als starre Abstützung ein Spannrohr 1 mit kreisrundem Querschnitt verwendet wird, das mit Hilfe einer Spannzange 3 mit einem Aussenzylinder 4 einer Kolbenzylinderanordnung kraftschlüssig in Verbindung gebracht werden kann. Das Spannrohr 1 ist an einer als Rollwagen 5a ausgebildeten Haltevorrichtung, beispielsweise durch Verschrauben, befestigt, die ihrerseits in Form von Klemmbacken 6 eine Feststelleinrichtung aufweist, mit der der Rollwagen 5a an einer Schiene 7 an der Decke verfahrbar ist. Am unteren Ende des ausziehbaren Aussenzylinders 4 der Kolbenzylinderanordnung befindet sich ein Füllkopf 5, dessen Einzelteile im Zusammenhang mit den Fig. 4 und 5 noch erläutert werden. Übere eine Befestigungsstange 8 ist das Werkzeug 9 mit Hilfe einer festen Verbindung 10 am Aussenzylinder 4 der Kolbenzylinderanordnung starr befestigt.

[0015] Um das Werkzeug, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Bohrer, insbesondere ein pneumatisch betätigter Bohrer ist, in seine Arbeitsstellung zu bringen, wird der Aussenzylinder 4 der im Spannrohr 1 angeordneten Kolbenzylinderanordnung nach unten gezogen oder nach oben angehoben. Die dabei wirksamen Tragkräfte bzw. Federkräfte bleiben über die gesamte Auszugslänge bzw. Hubhöhe hin im wesentlichen konstant.

[0016] Vor Inbetriebnahme des Werkzeugs 9, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein pneumatisch angetriebenes Werkzeug ist, wird die Spannzange 3 durch entsprechende Betätigung eines Ventils 11, das über einen Anschluss P an eine Druckquelle angeschlossen ist, angezogen, so dass das Spannrohr 1 starr mit dem Aussenzylinder 4 verbunden wird. Die Höheneinstellung des Werkzeugs 9 ist somit festgelegt. Das Druckmedium wird dabei über das Ventil 11, das ausserdem den Druckmediumsauslass A aufweist, in die Spannzange über eine Druckleitung 12 eingebracht. Durch die Druckleitung 12 wird ausserdem Druckmedium zur pneumatisch betätigten Feststelleinrichtung 6 des Rollwagens 5 gefördert, so dass die Klemmbacken an die Schiene 7 angelegt werden und der Rollwagen 5 blockiert ist. Nach Betätigung der Spannzange 3 und der Feststelleinrichtung 6 wird durch weitere Betätigung des Ventils 11 in der gleichen Richtung anschliessend das Werkzeug 9 in Betrieb gesetzt.

[0017] Zur Bedienung des Ventils 11 dient ein Handhebel 13, durch welchen ein Ventilkolben 14, der im einzelnen noch im Zusammenhang mit den Figuren 6 und 7 erläutert wird, zur Betätigung der Spannzange 3 und der Klemmvorrichtung 6 sowie des Werkzeugs 9 in das Ventil eingeschoben. Die genannten Vorrichtungen werden dann in der vorstehend beschriebenen Reihenfolge betätigt.

[0018] In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel beschrieben, bei welchem die Gewichtsausgleichseinrichtung an einem am Boden verfahrbaren Wagen 30 angeordnet ist. Diese ist über das Spannrohr 1" derart gelagert, dass sie um 360° verschwenkt werden kann.

[0019] Als Lagerung dient eine blockierbare Zylinderanordnung 22, durch welche der Gewichtsausgleicher zusammen mit dem Werkzeug in die entsprechende Betriebslage verschwenkt werden kann.

[0020] Mit Hilfe von Führungswellen 23, die an einer Kreuzplatte befestigt sind und Führungswellen 24, auf denen die Kreuzplatte 25 geführt wird, lässt sich eine vertikale und eine horizontale Verschiebung des Gewichtsausgleichs zusammen mit dem Werkzeug erzielen.

[0021] Die Führungswellen 23 sind an der Kreuzplatte 25 befestigt, während die Führungswellen 24 am Wagen, beispielsweise am Rahmen 27, befestigt sind. Die Kreuzplatte 25 ist an den Führungswellen 24 in vertikaler Richtung verschiebbar geführt. An der Kreuzplatte 25 sind ausserdem die Führungswellen 23 befestigt, die zur horizontalen Führung des Gewichtsausgleiches mit dem Werkzeug 9 dienen. An den Führungswellen 24 ist über eine Trägerplatte 26 das Spannrohr 1 abgestützt. Im Spannrohr 1 ist die hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung angeordnet. Das Spannrohr 1 und die darin angeordnete hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung können die gleiche Ausführungsform besitzen wie das Ausführungsbeispiel in der Fig. 1. Dies gilt auch für das Spannrohr l' und die darin angeordnete Kolbenzylinderanordnung, welche zur horizontalen Führung des Befestigungsblockes 31 und damit des Gewichtsausgleichers und des Werkzeugs 9 dienen. Der Lagerblock 31 kann dabei über einen starren Verbindungsstab 32 mit dem Aussenzylinder der Kolbenzylinderanordnung, die im Spannrohr l' angeordnet ist, starr verbunden sein. Um einen Kraftschluss zwischen dem Spannrohr 1 bzw. 1' und dem Aussenzylinder der Kolbenzylinderanordnung im Spannrohr herzustellen, ist eine Spannzange 3 bzw. 3' vorgesehen.

[0022] Die Steuerung zur Blockierung des Zylinders 22 zur Betätigung der Spannzangen 3 und 3' sowie von Hubeinrichtungen 28, mit denen der Wagen 30 über Stempel 29 am Boden abgestützt werden kann, erfolgt über das Ventil 11. Dieses Ventil 11 kann, wie beim Ausführungsbeispiel in der Fig. 1 dargestellt, betätigt werden. Auch beim in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel werden zunächst beim Einschieben des Ventilkolbens 14 in das Ventil die Zylinderlagerung 22 blockiert und die Spannzangen 3 und 3' angezogen. Ausserdem wird durch die Hubeinrichtungen 28 der Wagen 30 angehoben, so dass er über die Stempel 29 am Boden abgestützt ist. Durch weiteres Einschieben des Ventilkolbens 14 in das Ventilgehäuse wird dann das pneumatisch betriebene Werkzeug 9, welches ein Bohrer sein kann, in Betrieb gesetzt. Dadurch wird sichergestellt, dass von der in der Fig. 3 dargestellten Vorrichtung vom Werkzeug ausgehende Kräfte sicher in den Boden eingeleitet werden.

[0023] In der Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel für die hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung, welche bei der Erfindung zur Anwendung kommen kann, dargestellt. Diese hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung besitzt den Aussenzylinder 4 sowie einen Innenzylinder 33. Im Innenzylinder 33 ist ein Innenzylinderkolben 34 verschiebbar angeordnet. Mit dem Innenzylinderkolben 34 ist beispielsweise durch Verschrauben eine Kolbenstange 35 verbunden. Die Kolbenstange 35 wird in einer Kolbenstangenführung 36, die mit einer Dichtung 37 versehen ist, geführt. Die Kolbenstangenführung 36 ist in ein Verbindungsstück 38 mit dem Aussenzylinder 4 eingesetzt und beispielsweise verschraubt. Hierzu ist ein Gewinde 39 vorgesehen. Auf diese Weise lässt sich die Kolbenstange zusammen mit der Kolbenstangenführung aus dem Innenzylinder 33 entnehmen. Da die Kolbenstange mit dem Innenzylinderkolben 34 verschraubbar ist, kann der Kolben im Zylinder verbleiben. Es lassen sich auf diese Weise in Zylinderanordnungen, bei denen der Innenzylinder und der Aussenzylinder gleiche Abmessungen, insbesondere gleiche Durchmesser besitzen, Kolbenstangen mit unterschiedlichen Durchmessern einsetzen. Auf diese Weise lässt sich das Verhältnis zwischen Innendurchmesser des Innenzylinders 33 zum Durchmesser der Kolbenstange 35 variieren. Ausserdem befindet sich zwischen der Kolbenstangenführung 36 und dem oberen Ende des Innenzylinders 33 ein Anschlaghals 40, der zur Kolbenstange einen bestimmten Abstand aufweist. Der Zwischenraum zwischen dem Anschlaghals 40 und der Kolbenstange 35 bildet einen Überströmkanal, welcher den Innenraum oberhalb des Kolbens 34 im Innenzylinder mit dem Raum zwischen dem Innenzylinder 33 und dem Aussenzylinder 4 oberhalb eines Trenn- bzw. Ausgleichskolbens 41 verbindet. Der Überströmkanal 42 setzt sich zwischen der Dichtung 37 und dem oberen Teil des Anschlaghalses in waagrechter Richtung fort und besitzt zwischen dem Verbindungsstück 38 und dem Anschlaghals 40 einen weiteren sich vertikal erstreckenden Kanalteil, der in den Raum zwischen dem Innenzylinder 33 und dem Aussenzylinder 4 mündet. Der Raum oberhalb des Kolbens 34 im Innenzylinder 33 und der Zwischenraum oberhalb des Trennkolbens 41 zwischen dem Innenzylinder 33 und dem Aussenzylinder 4, welche durch den Überströmkanal 42 miteinander verbunden sind, sind mit einer Hydraulikflüssigkeit, beispielsweise ÖI, angefüllt.

[0024] Der Raum unterhalb des Ausgleichskolbens 41 zwischen dem Innenzylinder 33 und dem Aussenzylinder 4 ist mit Druckgas angefüllt. Dieses Druckgas kann über ein Ventil 45 eingefüllt werden.

[0025] Der Innenzylinder 33 ist gegen ein Bodenstück 44, das den Raum zwischen dem Innenzylinder 33 und dem Aussenzylinder 4 abdichtet, abgestützt. Auf diesem Bodenstück 44 befindet sich ein Hilfsring 43, der eine Bohrung aufweist, die etwa zur Hälfte als zylindrische Bohrung 46 und zur anderen Hälfte als konische Bohrung 47 ausgebildet ist. Hierdurch wird das Einsetzen des Innenzylinders 33 erleichtert.

[0026] Im Raum unterhalb des Innenzylinderkolbens 34 herrscht Atmosphärendruck. Hierzu ist eine Belüftungsbohrung 48 im Bodenstück 44 vorgesehen.

[0027] Am oberen Teil des Aussenzylinders ist ausserdem ein Anschlaghals 49 befestigt. Durch diesen wird die Hubstrecke des Aussenzylinders im Spannrohr 1 begrenzt.

[0028] Die Kolbenstange 35 kann an ihrem oberen Ende über ein Kugelgelenk 50 mit einer stationären Anlenkstelle oder mit dem Rollwagen 5 verbunden werden. Kräfte, die vom Werkzeug ausgehen, werden jedoch nicht über dieses Kugelgelenk auf den Rollwagen 5a übertragen, sondern, wie im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen in den Fig. 1 bis 3 schon erläutert wurde, über das Spannrohr 1, welches dieses Kugelgelenk überbrückt. Es wirken insofern keinerlei Kräfte auf dieses Kugelgelenk während des Betriebes des Werkzeugs.

[0029] Aus der Fig. 4 ist zu ersehen, wie sich im einzelnen mit Hilfe der Spannzange 3 der Aussenzylinder 4 der Kolbenzylinderanordnung mit dem Spannrohr 1 kraftschlüssig verbinden lässt. Die Spannzange 3, welche am Spannrohr 1 befestigt ist, besitzt hierzu im wesentlichen einen Spannzangenkopf 51, der in radialer Richtung durch axiale Verschiebung eines pneumatisch betätigbaren Schiebers 52 verschoben werden kann. Der Spannzangenkopf und der Schieber besitzen zwei sich berührende Kegelflächen, die derart zueinander ausgerichtet sind, dass beim Einleiten eines Druckmediums durch die Druckleitung 12 der Schieber 52 in der Fig. 5 nach oben verschoben wird, so dass der Spannzangenkopf 51 gegen den Aussenzylinder 4 angedrückt wird. Auf diese Weise wird der Kraftschluss zwischen dem Aussenzylinder 4 und dem Spannrohr 1 hergestellt. Zur Führung des Schiebers 52 ist in der Spannzange noch ein Haltering 53 vorgesehen. Die verschiebbaren Teile sind gegeneinander durch entsprechende Dichtungen abgedichtet.

[0030] Der Füllkopf 5 ist beim Ausführungsbeispiel in der Fig. 4 anders ausgebildet als beim Ausführungsbeispiel in der Fig. 3, wobei jedoch ebenfalls über ein Einstellventil 45' Druckgas zwischen dem Aussenzylinder 4 und dem Innenzylinder 33 unterhalb des nicht näher dargestellten Trennkolbens in einstellbarer Menge eingeleitet werden kann. Ferner befindet sich im Bodenstück 44 die Belüftungsbohrung 48', durch die im Innenzylinder unterhalb des Innenzylinderkolbens 33 Atmosphärendruck eingestellt werden kann. Das Bodenstück 44 ist in einem Block 54 eingeschraubt, an welchem das Werkzeug 9 schwenkbar angelenkt ist. Die Schwenkachse liegt dabei horizontal.

[0031] Die Zufuhr der Druckluft in das Werkzeug 9 wird bei diesem Ausführungsbeispiel über einen Schalter 55 gesteuert, der durch das Ventil 11 betätigt werden kann, sobald der Ventilkolben 14 um eine bestimmte Strecke in das Ventil mit Hilfe des Handgriffs 13 eingeschoben worden ist; vorher sind jedoch die Feststelleinrichtung 6 für den Rollwagen 5 und die Spannzange 3 betätigt worden.

[0032] In den Fig. 5 und 6 ist im einzelnen das Ventil 11 dargestellt. In den Fig. 5A bis 5C ist das Ventil allein dargestellt, wobei in der Fig. 5A die Ruhestellung des Ventils gezeigt ist. Die Fig. 5B zeigt eine Ansicht des Ventils von oben, wobei die Fig. 5A eine schnittbildliche Darstellung entlang der Schnittlinie B-B zeigt. Die Fig. 5C zeigt eine schnittbildliche Darstellung entlang der Schnittlinie C-C. Das Ventil besitzt einen Kanal P, der an die Druckluftquelle angeschlossen ist. Am unteren Ende dieses Kanals ist ein Entwässerungsventil 56 für Kondenswasser vorgesehen. Im Ventil sind in axialer Richtung übereinander drei Ventilkammern 57, 58, 59 angeordnet. In diesen Ventilkammern ist der Ventilkolben 14 geführt. Der Ventilkolben weist Ventilwülste 60, 61, 62 auf. Zwischen den Ventilwülsten befinden sich Ventilnuten 63 und 64. Die Nutenbreite ist so bemessen, dass beim Einleiten der Druckluft keine Düsenwirkung auftritt, sondern ein glatter Durchtritt der Druckluft erfolgen kann. Das heisst, zwischen den Ventilnuten und den Ventilkammerwänden werden ausreichend breite Durchtrittsspalte gebildet.

[0033] Im Ventilkörper ist ausserdem ein Druckluftaustrittskanal P, vorgesehen. Dieser befindet sich diametral zum Drucklufteinlasskanal P in bezug auf die in der Mitte übereinander angeordneten Ventilkammern 57, 58, 59 bzw. den Kolben 14. Wie aus der Fig. 5C zu entnehmen ist, besitzt das Ventil noch einen Entlüftungskanal 65, der über eine Querverbindung mit einer Entlüftungsbohrung R verbunden ist. Ferner ist im Ventilkörper ein weiterer Druckgasaustrittskanal A vorgesehen. Dieser befindet sich bezüglich des Kolbens 14 diametral zum Entlüftungskanal.

[0034] In der Fig. 5A ist die Ruhestellung des Ventils bzw. des Ventilkolbens 14 dargestellt. Der Ventilkolben ist dabei durch eine Druckfeder 66 in seine unterste Stellung geschoben. Die Druckluftzufuhr aus dem Druckluftkanal P ist gegenüber den beiden Druckluftauslasskanälen P, und A durch die entsprechende Stellung der Ventilwülste, insbesondere des Ventilwulstes 61, gesperrt. Wie aus der Fig. 5A zu ersehen ist, ist der Druckluftauslasskanal P, mit der unteren Ventilkammer 59 verbunden. Der Druckluftauslasskanal A ist mit der oberen Ventilkammer 57 verbunden. Der Drucklufteinlasskanal P ist mit der mittleren Ventilkammer 58 verbunden. Durch den Ventilwulst 61 wird die Druckluftzufuhr in die untere Kammer 59 gesperrt, während die Druckluftzufuhr in die obere Kammer 57 durch den Ventilwulst 60 gesperrt ist. Wenn der Ventilkolben 14 um einen bestimmten Betrag in den Ventilblock eingeschoben wird, wie das in der Fig. 5C dargestellt ist, ergibt sich über die Ventilnut 63 eine Verbindung zwischen der mittleren Ventilkammer 58 und der oberen Ventilkammer 57. Es kann dann Druckluft aus dem Druckluftkanal P, welcher an die Druckluftquelle angeschlossen ist, über die obere Ventilkammer 57 in den Druckluftauslasskanal A einströmen. Dieser Druckluftauslasskanal A ist, wie aus den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, mit der Feststellvorrichtung 6 des Rollwagens 5, der Spannzange 3 bzw. 3', dem blockierbaren Zylinder 22 und den Hubeinrichtungen 28 verbunden. In der Stellung des Ventils der Fig. 5C werden daher diese Einrichtungen betätigt.

[0035] Die zweite Betriebsstellung des Ventils ist in den Fig. 6A und 7C dargestellt. In diesen Stellungen ist der Ventilkolben 14 um ein weiteres Stück in den Ventilblock hinein verschoben, so dass über die Ventilnut 64 eine Verbindung auch zwischen der mittleren Ventilkammer 58 zur unteren Ventilkammer 59 hergestellt ist. Es kann dann die Druckluft über diese untere Ventilkammer 59 auch in den Druckluftauslasskanal P, einströmen, welcher, wie insbesondere aus der Fig. 6A zu ersehen ist, mit dem pneumatisch betätigbaren Werkzeug 9 verbunden ist. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass erst durch den Druckluftauslasskanal A die Druckluft in die Druckluftleitung 12 eingebracht wird und anschliessend die Druckluft, welche zum Werkzeug 9 geleitet wird, in den zweiten Druckluftauslasskanal P, eingebracht wird. Der Druckluftauslasskanal ist über eine in einer Halteplatte 67 vorgesehene Bohrung 68 mit einem entsprechenden Druckluftkanal im Werkzeug 9 verbunden.

[0036] Die Fig. 6A ist eine schnittbildliche Darstellung längs der Schnittlinie D-D in der Fig. 6B, welche eine Draufsicht des Ventils mit der Halteplatte 67 zeigt. Die Fig. 6C zeigt eine schnittbildliche Darstellung entlang der Schnittlinie E-E in der Fig. 6B.

[0037] Wie aus den Fig. 5 und 6 zu ersehen ist, befinden sich ausserhalb der Dichtungen 69 und 70 zur Abdichtung der Ventilräume 57 und 59 Ringräume 71 und 72, welche mit der Entlüftungsbohrung R in Verbindung stehen. Der Ringraum 72 steht über dem Entlüftungskanal 65, wie aus den Fig. 5C und 6C zu ersehen ist, mit der Entlüftungsbohrung R in Verbindung. Eine Beschädigung der Dichtungen kann sich insofern nicht nachteilig auswirken, da dann die Druckluft über diese Entlüftungskanäle und Bohrungen entweichen kann. Auf diese Weise ergibt sich eine zusätzliche Sicherung der pneumatischen Steuerung.


Ansprüche

1. Ausziehbare Gewichtsausgleichseinrichtung (Balancer) für ein Werkzeug (9), insbesondere Montagewerkzeug, bei der durch Federmittel der Gewichtsausgleich erzielt wird und die Federmittel an ihrem einen Ende an einer verfahrbaren Haltevorrichtung (5a) gelagert sind und am anderen ausziehbaren Ende der Federmittel das Werkzeug (9) vorgesehen ist, wobei während der Handhabung vom Werkzeug (9) ausgehende Kräfte über eine die Federmittel überbrückende Abstützung (1) aufgenommen und in die verfahrbare Haltevorrichtung (5a, 30) eingeleitet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die die Federmittel überbrückende Abstützung (1) eine steuerbare Spanneinrichtung (3) aufweist, die zwischen dem Werkzeug (9) und der während des Werkzeugbetriebs blockierten Haltevorrichtung (5a, 30) eine starre Verbindung herstellen kann.
 
2. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (9) am Aussenzylinder (4) einer Kolbenzylinderanordnung befestigt ist, deren Kolben (34) über die Kolbenstange (35) an der Haltevorrichtung (5a) gelagert ist, und dass bei durch die Spanneinrichtung (3) erzieltem Kraftschluss zwischen Werkzeug (9) und Aussenzylinder (4) die den Kolben (34) und die Kolbenstange (35) überbrückende Spanneinrichtung (3) kraftschlüssig an der verfahrbaren Haltevorrichtung (5a) gelagert ist.
 
3. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hydropneumatische Kolbenzylinderanordnung eine geradlinige Kennlinie aufweist.
 
4. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenzylinderanordnung einen Innenzylinder (33) aufweist, in welchem der Kolben (34) und die Kolbenstange (35) geführt sind, dass zwischen dem Innenzylinder (33) und dem Aussenzylinder (4) ein axial beweglicher Ausgleichskolben (41) angeordnet ist, der den Raum zwischen Innenzylinder (33) und Aussenzylinder (4) in zwei Aussenzylinderkammern unterteilt, von denen die eine Aussenzylinderkammer mit einer Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist und über einen Überströmkanal (42) mit einer ebenfalls mit Öl gefüllten, vom Innenzylinderkolben (34) begrenzten Zylinderkammer in Verbindung steht, dass die andere Aussenzylinderkammer mit einem Druckgas gefüllt ist und in der vom Innenzylinderkolben (34) begrenzten anderen Innenzylinderkammer jeweils Atmosphärendruck herrscht.
 
5. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (35) aus der Kolbenzylinderanordnung herausnehmbar ist.
 
6. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (35) zusammen mit einer Kolbenstangenführung (36) aus der Kolbenzylinderanordnung herausnehmbar ist.
 
7. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Durchmesser der Kolbenstange (35) zu Innendurchmesser des Innenzylinders (33) einstellbar ist.
 
8. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Aussenzylinder (4) ein Anschlag (49) zur Begrenzung des axialen Auszugs des Aussenzylinders befestigt ist.
 
9. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Abstützung als Spannrohr (1) ausgebildet ist, das den Aussenzylinder (4) der Kolbenzylinderanordnung umgibt, und dass der Aussenzylinder (4) innerhalb des Spannrohrs (1) in axialer Richtung verschiebbar ist.
 
10. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannrohr (1) einen kreisrunden Aussenmantel aufweist, der über eine Spannzange (3) mit dem Aussenmantel (4) der Kolbenzylinderanordnung in Kraftschluss bringbar ist.
 
11. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannzange (3) pneumatisch betätigbar ist.
 
12. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (5a) als an der Decke verfahrbarer Wagen mit pneumatisch betätigbarer Feststelleinrichtung (6) ausgebildet ist.
 
13. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung als am Boden verfahrbarer Wagen (30) und durch eine pneumatisch betätigte Hubvorrichtung (28) am Boden abstützbar ist.
 
14. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (9) am am Boden verfahrbaren Wagen (30) vertikal und horizontal verschiebbar und um 360° verschwenkbar ist.
 
15. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur vertikalen und horizontalen Führung des Werkzeugs (9) dieses an einer Kreuzplatte (25) befestigt ist, die an am Wagen (30) befestigten Führungswellen (23,24) geführt ist.
 
16. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur vertikalen und horizontalen Verschiebung des Werkzeugs (9) zwei jeweils in einem Spannrohr (1,1') angeordnete hydropneumatische Kolbenzylinderanordnungen vorgesehen sind, deren Aussenzylinder (4), an denen das Werkzeug (9) befestigt ist, jeweils mit dem zugeordneten Spannrohr (1 bzw. 1') pneumatisch gesteuert kraftschlüssig verbindbar sind.
 
17. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzplatte (25) an den Aussenzylindern (4) der Kolbenzylinderanordnungen befestigt ist.
 
18. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (9) in einem pneumatisch blockierbaren Zylinder (22) verschwenkbar ist.
 
19. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (9) pneumatisch betätigbar ist.
 
20. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (9) als pneumatisch betätigbarer Schrauber ausgebildet ist.
 
21. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannzange (3) und die Klemmbacken (6) des an der Decke verfahrbaren Wagens (5a) bzw. die Hubvorrichtung (28) des am Boden verfahrbaren und abstützbaren Wagens (30) durch eine pneumatische Steuervorrichtung (11, 13, 14) vor Betätigung des Werkzeugs (9) betätigt werden.
 
22. Gewichtsausgleichseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Steuereinrichtung (11, 13, 14) ein Ventil (11) mit einem Ventilkolben (14) umfasst, der Ventilwülste (60, 61, 62) und dazwischen angeordnete Ventilnuten (63, 64) aufweist und in axialer Richtung in drei Ventilkammern (57, 58, 59) verschiebbar ist, die sich in axialer Richtung des Ventilkolbens (11) aneinanderreihen, dass ein Druckmediumseinlass (P) und zwei Druckmediumsauslässe (P1, A), von denen der eine zum Werkzeug (9) und der andere zur Spannzange (3, 3') und der Feststell- bzw. Klemmeinrichtung (6) bzw. der Hubeinrichtung (28) führen, im Ventilblock angeordnet sind und dass der Druckmediumseinlass (P) in die mittlere Ventilkammer (58) und die Druckmediumsauslässe (P1, A) an je eine der beiden anderen Ventilkammern (57,59) angeschlossen sind.
 
23. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche, welche ausserhalb der Abdichtungen (69, 70) der beiden äusseren Ventilkammern (57, 59) liegen, an eine Entlüftungsöffnung (R) angeschlossen sind.
 
24. Gewichtsausgleichseinrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (14) von Hand betätigbar ist.
 


Claims

1. Extensible weight-balancing means (balancer) for a tool (9), in particular an assembly tool, in which weight balancing is achieved by spring means, said spring means being supported at one end thereof at a travelling supporting assembly (5a) and the tool (9) being disposed at the other, extensible end of said spring means, wherein forces originating at the tool (9) during manipulation are taken up through a support (1) bridging said spring means and are transmitted into the movable supporting assembly (5a, 30), characterised in that the support (1) bridging said spring means is provided with controllable clamping means (3) adapted to establish a rigid link between the tool (9) and the supporting assembly (5a, 30) said supporting assembly being locked during operation of the tool.
 
2. Weight-balancing means according to claim 1, characterised in that the tool (9) is secured to an outer cylinder (4) of a piston and cylinder assembly, the piston (34) thereof being supported through the piston-rod (35) by the supporting assembly (5a), and that during force-locked engagement, achieved by the clamping means (3), between the tool (9) and the outer cylinder (4), the clamping means (3) bridging the piston (34) and the piston-rod (35) are supported in force-locked relationship by the travelling supporting assembly (5a).
 
3. Weight-balancing means according to claim 1 or 2, characterised in that the hydropneumatic piston and cylinder assembly has a linear characteristic.
 
4. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 3, characterised in that the piston and cylinder assembly includes an inner cylinder (33) in which the piston (34) and the piston-rod (35) are guided, that a balancing piston (41) movable in axial direction, is disposed between the inner cylinder (34) and the outer cylinder (4), said balancing piston dividing the space between the inner cylinder (34) and the outer cylinder (4) into two outer cylinder chambers, one of said outer cylinder chambers being filled with a hydraulic fluid and communicating through an overflow channel (42) with a cylinder chamber also filled with oil and bounded by the inner cylinder piston (34), that the other outer cylinder chamber is filled with a pressurized gas and that atmospheric pressure prevails in the other inner cylinder chamber bounded by the inner cylinder piston (34).
 
5. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 4, characterised in that the piston-rod (35) is adapted to be removable from the piston and cylinder assembly.
 
6. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 5, characterised in that the piston-rod (35) is adapted to be removable together with a piston-rod guide (36) from the piston and cylinder assembly.
 
7. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 6, characterised in that the ratio of the diameter of the piston-rod (35) to the inner diameter of the inner cylinder (33) is adjustable.
 
8. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 7, characterised in that a stop (49) is fixed to the outer cylinder (4) to limitthe axial extensibility of the outer cylinder.
 
9. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 8, characterised in that the rigid support is designed to be a draw-in tube (1) surrounding the outer cylinder (4) of said piston and cylinder assembly, and in that the outer cylinder (4) is slideable in axial direction within the draw-in tube (1).
 
10. Weight-balancing means according to claim 9, characterised in that the draw-in tube (1) has a circular outer jacket adapted to be brought into force-locked engagement with the outer jacket (4) of the piston and cylinder assembly by means of a draw-in collet.
 
11. Weight-balancing means according to claim 10, characterised in that the draw-in collet (3) is pneumatically actuable.
 
12. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 11, characterised in that the supporting assembly (5a) is designed as a carriage adapted to travel along the ceiling and having pneumatically actuable locking means (6).
 
13. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 11, characterised in that the supporting assembly is designed as a carriage (30) adapted to travel along the ground and supportable on the ground by means of a pneumatically actuable jack (28).
 
14. Weight-balancing means according to claim 13, characterised in that the tool (9) of the carriage (30) adapted to travel along the ground is movable in vertical and horizontal direction and may be swivelled through 360°.
 
15. Weight-balancing means according to claim 13 or 14, characterised in that the tool (9) is mounted on a plate (25) adapted for cross-directional movement and guided along guide shafts (23, 24) attached to the carriage (30), to guide the tool in vertical and horizontal direction.
 
16. Weight-balancing means according to anyone of claims 13 to 15, characterised in that two hydropneumatic piston and cylinder assemblies, each disposed in a draw-in tube (1, 1') are provided for the vertical and horizontal movement of the tool (9), the outer cyliners (4) of said piston and cylinder assemblies to which the tool (9) is attached, being each adapted to be connected under pneumatic control in form-locked relationship with the associated draw-in tube (1 or 1').
 
17. Weight-balancing means according to claim 15 or 16, characterised in that the plate (25) adapted for cross-directional movement is attached to the outer cylinders (4) of said piston and cylinder assemblies.
 
18. Weight-balancing means according to anyone of claims 13 to 17, characterised in that the tool (9) is pivotably supported in a pneumatically lockable cylinder (22).
 
19. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 18, characterised in that the tool (9) is pneumatically actuable.
 
20. Weight-balancing means according to claim 19, characterised in that the tool (9) is designed to be a pneumatically actuable screwdriver.
 
21. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 20, characterised in that the draw-in in collet (3) and the clamping jaws (6) of the carriage (5a) adapted to travel along the ceiling or the jack (28) of the carriage (30) adapted to travel along and be supported on the ground are actuated by a pneumatic control device (11, 13, 14) before actuation of the tool (9).
 
22. Weight-balancing means according to anyone of claims 1 to 21, characterised in that the pneumatic control means (11, 13, 14) includes a valve (11) with a valve plunger (14), said valve plunger having bulb rings (60, 61, 62) and ring grooves (63, 64) disposed therebetween and being slide able in axial direction within three valves chambers (57,58,59) arranged in series along the axial direction of the valve plunger (11), that a pressure medium inlet (P) and two pressure medium outlets (PI, A) are disposed within the valve body, one of said pressure medium outlets leading to the tool (9) and the other to the draw-in collet (3, 3') and the locking or clamping means (6) or the jack (28), and that the pressure medium inlet (P) is connected into the middle valve chamber (58) and the pressure medium outlets (PI, A) are each connected to one of the two other valve chambers (57,59).
 
23. Weight-balancing means according to claim 21 or 22, characterised in that the zones located outside the seals (69, 70) of the two outer valve chambers (57, 59) are connected to a vent (R).
 
24. Weight-balancing means according to claim 22, characterised in that the valve plunger (14) is adapted to be actuated by hand.
 


Revendications

1. Dispositif d'équilibrage de poids extensible ou télescopique (balancier) pour un outil (9), notamment un outil de montage, dans lequel l'équilibrage de poids est obtenu par des moyens élastiques, ces moyens élastiques étant montés à l'une de leurs extrémités sur un dispositif de retenue (5a) déplaçable tandis que l'outil (9) est prévu à l'autre extrémité extensible des moyens élastiques, et dans lequel, pendant le maniement de l'outil (9), les forces qui en sont issues sont reçues par un élément d'appui (1) court-circuitant ou pontant les moyens élastiques et sont transmises au dispositif de retenue (5a, 30) déplaçable, caractérisé en ce que le dispositif d'appui (1) court-circuitant les moyens élastiques comporte un dispositif de serrage (3) commandable qui peut établir une liaison rigide entre l'outil (9) et le dispositif de retenue (5a, 30) bloqué pendant le fonctionnement de l'outil.
 
2. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'outil (9) est fixé au cylindre extérieur (4) d'un système de vérin dont le piston (34) est monté par l'intermédiaire de la tige de piston (35) sur le dispositif de retenue (5a) et en ce que, avec la liaison par action de force obtenue par le dispositif de serrage (3) entre l'outil (9) et le cylindre extérieur (4), le dispositif de serrage (3) court-circuitant le piston (34) et la tige de piston (35) est lié par action de force au dispositif de retenue déplaçable (5a).
 
3. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de vérin hydropneumatique présente une courbe caractéristique rectiligne.
 
4. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de vérin comporte un cylindre intérieur (33) dans lequel coulissent le piston (34) et la tige de piston (35), en ce que, entre le cylindre intérieur (33) et le cylindre extérieur (4), est disposé un piston d'équilibrage (41) mobile dans le sens axial, qui partage l'espace compris entre le cylindre intérieur (33) et le cylindre extérieur (4) en deux chambres de cylindre extérieur, et en ce que l'une des chambres de cylindre extérieur est remplie d'une liquide hydraulique et est en liaison par l'intermédiaire d'un canal de passage (42) avec une chambre de cylindre limitée par le piston de cylindre intérieur (34) et également remplie d'huile, tandis que l'autre chambre de cylindre extérieur est remplie de gaz comprimé, la pression qui règne dans la chambre de cylindre intérieur (34) limitée par le piston de cylindre intérieur (34) étant la pression atmosphérique.
 
5. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la tige de piston (35) peut être retirée hors du vérin.
 
6. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'ensemble formé par la tige de piston (35) et un élément de guidage de tige de piston (36) peut être sorti en bloc du vérin.
 
7. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le rapport entre le diamètre de la tige de piston (35) et le diamètre intérieur du cylindre intérieur (33) est réglable.
 
8. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu une butée (49) fixée au cylindre extérieur (4) ayant pour rôle de limiter la course de sortie dans le sens axial du cylindre extérieur.
 
9. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément d'appui rigide affecte la forme d'un tube de serrage (1) qui entoure le cylindre extérieur (4) du dispositif de vérin, et en ce que le cylindre extérieur (4) peut se déplacer dans le sens axial à l'intérieur du tube de serrage (1).
 
10. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 9, caractérisé en ce que le tube de serrage (1) possède une paroi extérieure de forme circulaire qui peut être amenée en liaison par action de force avec la paroi extérieure (4) du dispositif de vérin par l'intermédiaire d'une pince de serrage (3).
 
11. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 10, caractérisé en ce que la pince de serrage (3) est actionnée par commande pneumatique.
 
12. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (5a) se présente sous la forme d'un chariot suspendu au plafond doté d'un dispositif de blocage (6) à commande pneumatique.
 
13. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de retenue se présente sous la forme d'un chariot (30) se déplaçant au sol et peut prendre appui sur le sol à l'aide d'un dispositif de levage (28) à commande pneumatique.
 
14. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'outil (9) est monté sur le chariot (30) se déplaçant au sol de façon à pouvoir se déplacer en translation dans le sens vertical et dans le sens horizontal, et à pouvoir pivoter de 360°.
 
15. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que, pour assurer le guidage vertical et horizontal de l'outil (9), celui-ci est fixé à une plaque à mouvements croisés (25) qui coulisse le long d'arbres de guidage (23, 24) fixés au chariot (30).
 
16. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 13 à 16, caractérisé en ce que, pour provoquer le mouvement de translation verticale et horizontale de l'outil (9), il est prévu deux systèmes de vérin hydropneumatiques disposés chacun dans un tube de serrage (1, 1') dont chaque cylindre extérieur (4) auquel est fixé l'outil (9) peut être mis en liaison par action de force commandée par commande pneumatique avec le tube de serrage correspondant (1,1').
 
17. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que la plaque à mouvements croisés (25) est fixée aux cylindres extérieurs (4) des vérins.
 
18. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications 13 à 17, caractérisé en ce que l'outil (9) est monté pivotant dans un cylindre (22) pouvant être bloqué pneumatique- ment.
 
19. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'outil (9) est actionné par commande pneumatique.
 
20. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 19, caractérisé en ce que l'outil (9) est un outil de manoeuvre de vis et écrous actionné par commande pneumatique.
 
21. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pince de serrage (3) et les mâchoires de blocage (6) du chariot suspendu se déplaçent au plafond (5a) ainsi que le dispositif de levage (28) du chariot (30) se déplaçant au sol et pouvant prendre appui sur le sol sont actionnés par un dispositif de commande pneumatique (11,13,14) avant la mise en marche de l'outil (9).
 
22. Dispositif d'équilibrage de poids selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande pneumatique (11, 13, 14) comprend une soupape (11) possédant un piston de soupape (14) qui comporte des bourrelets de soupape (60, 61, 62) séparés les uns des autres par des gorges de soupape (63, 64) et qui peut coulisser dans le sens axial dans trois chambres de soupape (57, 58, 59) qui se succèdent dans le sens axial du piston de soupape (11); en ce qu'il est prévu, disposées dans le bloc de soupape, une entrée de fluide de pression (P) et deux sorties de fluide de pression (P1, A) dont l'une aboutit à l'outil (9) et l'autre à la pince de serrage (3, 3') et au dispositif de fixation et de blocage (6) et au dispositif de levage (28); et en ce que l'entrée de fluide de pression (P) est raccordée à la chambre de pression médiane (58) tandis que chacune des sorties de fluide de pression (P1, A) est raccordée à l'une des deux autres chambres de soupape (57, 59).
 
23. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que les parties de dispositif qui se trouvent à l'extérieur des joints d'étachéité (69, 70) des deux chambres de soupape extérieures (57, 59) sont raccordées à une ouverture de désaérage ou de purge d'air (R).
 
24. Dispositif d'équilibrage de poids selon la revendication 22, caractérisé en ce que le piston de soupape (14) peut être actionné à la main.
 




Zeichnung