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EP 0 009 820 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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16.04.1980 Patentblatt 1980/08 |
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Anmeldetag: 08.10.1979 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR GB LU NL SE |
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Priorität: |
10.10.1978 DE 2844075
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Anmelder: Huther & Co. |
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D-6521 Bechtheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Hartmann, Heinz-Leopold, Dipl.-Ing.
D-6521 Bechtheim (DE)
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Vertreter: Kodron, Rudolf S., Dipl.-Ing. |
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Adam-Karrillon-Strasse 30 55118 Mainz 55118 Mainz (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Kohlenschlammtrockner mit Heizflammentrocknung in einem Drehtrommel-Trockenofen |
(57) Kohlenschlammtrockner mit Heizflammentrocknung in einem Drehtrommel-Trockenofen (1)
mit in Ofenlängsachsrichtung starr angeordneten Heizflammgasrohren (2), denen aus
Energieeinsparungsgründen nur so viel Wärme zugeführt wird, daß die Heizgase am Ofenauslaufende
etwa Umgebungstemperatur haben. Es werden keine Staubpartikel mitgerissen, so daß eine Entstaubungsanlagefür die Heizgase
entfällt.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Kohlenschlammtrockner mit Heizflammentrocknung in einem
Drehtrommel-Trockenofen.
[0002] Die bekannten vergleichbaren -beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift
25 01 940 beschriebenen- Flammtrockenöfen für Kohlenschlamm haben den Nachteil, daß
verhältnismäßig heiße Heizflammengase mehr oder weniger unmittelbar mit dem Trockengut
in Berührung kommen und wegen der hohen Strömungsgeschwindigkeit der Heizflammengase
entsprechend viele kleine Partikel mitreißen, die anschließend aus Umweltschutzgründen
in einer Entstaubungsanlage herausgefiltert werden müssen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kohlenschlammtrockner vorzuschlagen,
der einer derartigen umfangreichen Entstaubungsanlage für die Reinigung der Heizflammgase
nicht bedarf und der gleichzeitig auch noch energiesprender arbeitet.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung bei einem Kohlenschlammtrockner der
eingangs erwähnten Art dadurch, daß in Längsachsrichtung des Drehtrommel-Trockenofens
eine Anzahl von Rohren starr angeordnet ist, durch welche Heizflammgase kontinuierlich
hindurchzirkulieren und in geschlossenem oder nahezu geschlossenem Umlauf geführt
sind, wogegen die aus dem Innenraum des Drehtrommel-Trockenofens stammenden, überwiegend
nur wasserdampfangereicherten Abgase ins Freie austreten.
[0005] Vorteilhaft wird den geschlossen umlaufenden Heizflammgasen durch ein entsprechendes
Klappensystem nur so viel zusätzliches Heizgas zugeführt, wie vom thermischen Prozeß
her notwendig ist.
[0006] Zweckmäßig weisen die Einbauten des Drehtrommel-Trockenofens etwa L-, F-, T-, C-
oder I-Querschnitte auf.
[0007] Zur Verhinderung des Explodierens und Brennens des Trockengutes kann in den Innenraum
des Drehtrommel-Trockenofens mit- teils eines Kleinstbrenners ein Inertgas -zweckmäßig
verbranntes Erdgas- eingeleitet werden.
[0008] Mit Rücksicht auf unterschiedliche Konsistenz und Art des Trockenguts sollte der
Antrieb des Drehtrommel-Trockenofens durch geeignete bekannte Maßnahmen (Hydraulik,
Gleichstromantrieb) variabel ausgelegt sein.
[0009] Nachfolgend wird anhand der Zeichnung eine Ausführungsform der Erfindung näher erläutert.
[0010] Es zeigen :
Figur 1 : den Kohlenschlammtrockner in Seitenansicht und
Figur 2 : einen Querschnitt.
[0011] Der getrocknete, etwa 30 bis 40 % Wasser enthaltende Kohlenschlamm betritt an einem
Ende des Drehtrommel-Trockenofens 1 durch eine Einlauföffnung den Innenraum des Trockenofens
und wird in diesem durch die verschiedengestaltig ausgebildeten, an der Innenwandung
des Trockenofens verteilt angeordneten Einbauten 3 derart mitgenommen, daß er fein
zerteilt frei herabfällt und dabei auch an zahlreichen, in Längsachsrichtung des Trockenofens
sich erstreckenden, starr angeordneten Rohren 2 h vorbeistreicht.
[0012] Durch diese Rohre 2 wird in einem geschlossenen Kreislauf ein Heizgas hindurchgeführt,
das somit nicht mehr in unmittelbare Berührung mit dem Trockengut geraten kann. Es
ist daher auch eine Verunreinigung des Heizgases unterbunden und es entfällt die bisher
hierfür erforderliche Entstaubung.
[0013] Lediglich die aus dem Innenraum des Drehtrommel-Trockenofens stammenden, sehr stark
wasserdampfangereicherten Gase treten ungefiltert ins Freie aus.
[0014] In energetischer Hinsicht ist bemerkenswert, daß dem innenseitigen Rohrbündel 2 nur
so viel Wärme zugeführt wird, wie durch Abstrahlung bzw. durch Trocknung des Kohlenschlamms
verlorengeht. Am Auslaufende des Drehtrommel-Trockenofens haben die Heizgase etwa
Umgebungstemperatur. Bezogen auf die Trocknungsleistung in Tonnen je Stunde tritt
hierbei ein spezifisch niedrigerer Wärmeverbrauch als bisher auf, da bei den bekannten
Systemen das Abgas mit Temperaturen zwischen 100 und 200
0 C nach dem Entstauben ins Freie austritt.
1. Kohlenschlammtrockner mit Heizflammentrocknung in einem Drehtrommel-Trockenofen,
dadurch gekennzeichnet, daß in Längsachsrichtung des Drehtrommel-Trockenofens (1)
eine Anzahl von Rohren (2) starr angeordnet ist, durch welche Heizflammengase kontinuierlich
hindurchzirkulieren und in geschlossenem oder nahezu geschlossenem Umlauf geführt
sind, wogegen die aus dem Innenraum des Drehtrommel-Trockenofens stammenden, überwiegend
nur wasserdampfangereicherten Abgase ins Freie austreten.
2. Kohlenschlammtrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den geschlossen
umlaufenden Heizflammgasen durch ein entsprechendes Klappensystem nur so viel zusätzliches
Heizgas zugeführt wird, wie vom thermischen Prozeß her notwendig ist.
3. Kohlenschlammtrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten
(3) des Drehtrommel-Trockenofens (1) etwa L-, F-, T-, C- oder I-Querschnitte aufweisen.
4. Kohlenschlammtrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Innenraum
des Drehtrommel-Trockenofens mittels eines Kleinstbrenners ein Inertgas -zweckmäßig
verbranntes Erdgas- eingeleitet wird.
5. Kohlenschlammtrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
des Drehtrommel-Trockenofens mit Rücksicht auf unterschiedliche Konsistenz und Art
des Trockenguts durch geeignete bekannte Maßnahmen (Hydraulik, Gleichstromantrieb)
variabel ausgelegt ist.
