[0001] Die Erfindung betrifft ein Endlosformular, insbesondere für EDV-Druckwerke, mit einem
ersten Blatt, bei dem an beiden Rändern eine Transportlochung angebracht ist, und
das in bestimmten Abständen eine Querperforation zum Falten und Abtrennen aufweist,
und an dem Durchschläge befestigt sind.
[0002] Es sind Endlos-Formularsätze bekannt, die sich zur Verwendung in Beschriftungsgeräten,
insbesondere in solchen von EDV-Anlagen, eignen. Diese Formularsätze besitzen an beiden
Rändern je eine Transportlochung, in die die Transportstacheln des Beschriftungsgerätes
eingreifen können. In der Regel sind derartige Endlos-Formularsätze im Abstand von
12" mit einer Querperforation versehen, durch die nach dem Bedrucken ein zickzack-förmiges
Aufeinanderlegen und ein anschließendes Abreißen möglich ist. Bei derartigen Formularsätzen
haben die Durchschläge das gleiche Format wie das erste Blatt und verfügen ebenso
am linken und rechten Rand über Transportlochungen. Solche Formularsätze haben den
Nachteil, daß sie kein DIN-Format haben und bei mehreren Durchschlägen schwer abreißbar
und auseinandernehmbar sind. Ein weiterer Nachteil dieser Endlosformulare tritt bei
Ausführungen mit vielen Durchschlägen dadurch auf, daß insbesondere bei Beschriftungsgeräten
kleiner EDV-Anlagen bzw. sogenannter Bürocomputer deren Transportstacheln die bei
starken Formularsätzen notwendigerweise auch dicken Außenkanten, die die Transportlochungen
enthalten, nicht mehr, zumindest nicht fehlerfrei transportieren. Des weiteren führen
Sätze mit vielen Durchschlägen bei diesem herkömmlichen Endlosformularsatz in den
engen Umschlingungen der kleinen Geräte zu Stau und Verschiebungen, die sich schnell
aufbauen und den ordnungsgemäßen Betrieb des Gerätes verhindern.
[0003] Es ist deshalb auch schon bekannt, sogenannte Trägerbandsätze zu verwenden, bei denen
Einzelsätze, vorzugsweise im DIN-Format, vorgefertigt und auf ein darunterliegendes
Endlos-Trägerband mit Transportlochung geklebt werden. Um zu vermeiden, daß derartige
Trägerbandsätze an ihrer Trennleiste im Beschriftungsgerät hängenbleiben, ist vorgesehen,
die Einzelsätze so auf ein Trägerband aufzubringen, daß sie sich überlappen. Dies
bedingt, daß das Trägerband in der Hälfte seines Formats eine Querperforation aufweist
und dort umgeknickt wird. Das Trägerband ist dabei für den Druckvorgang nicht verwertbar
und muß anschließend weggeworfen werden. Ein weiterer Nachteil des Trägerbandsatzes
besteht darin, daß der aufliegende Einzelsatz seitlich nicht befestigt oder gehalten
werden kann und dadurch von einer Anzahl häufig verwendeter Beschriftungsgeräte-Typen
verschoben wird, sobald der untere Teil des Satzes beschriftet werden muß, so daß
die Nutzung der Vorteile des Trägerbandsatzes in weiten Bereichen nicht möglich ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der beiden vorgenannten Formulartypen
zu vermeiden.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Durchschläge schmäler als das
erste Blatt sind und mit einer querverlaufenden Trennleiste am ersten Blatt befestigt
sind. Dabei können die Durchschläge an jeweils jedem aufeinanderfolgenden ersten Blatt
angeordnet sein.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Perforation der Trennleiste
mit einer Zusatzperforation des ersten Blattes deckungsgleich verlaufen. Weiterhin
können die Durchschläge am unteren Ende wenig vor der Querperforation des folgenden
ersten Blattes enden. Das erste Blatt hat eine das Endmaß des Formulars überschreitende
Länge und die Zusatzperforation ist in solchem Abstand von seinem oberen Rand angeordnet,
daß nach Abriß das gewünschte Format, insbesondere ein DIN-Format, verbleibt. Das
erste Blatt kann an beiden Seiten eine Längsperforation aufweisen, durch die die Transportlochung
abgetrennt und das Blatt auf DIN-Format gebracht werden kann.
[0007] Das erfindungsgemäß ausgebildete Endlosformular weist die Vorteile sowohl der bekannten
Endlosformularsätze wie auch der Trägerbandsätze auf, vermeidet jedoch deren Nachteile.
Mit seiner Hilfe können aus jedem für Beschriftungsgeräte, wie EDV-Drucker, automatische
Schreibmaschinen und dgl., geeigneten Endlos-Papierformat DIN-Formate hergestellt
werden. Es ist kein zusätzliches Trägerband erforderlich. Die Sätze sind nach der
Beschriftung leicht trennbar und es tritt kein Verschieben der Durchschläge oder ein
Verklemmen im Beschriftungsgerät auf. Die Gefahr von Materialstau bei Sätzen mit vielen
Durchschlägen ist vermieden, weil die Durchschläge am Ende des Formulars jeweils freigegeben
werden. Die Transportstacheln können fehlerfrei arbeiten, weil nur mitteTs des ersten
Blattes des Endlosformularstransportiert wird. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäß
ausgebildeten Endlosformulars besteht darin, daß keine zusätzlichen, verteuernden
Hefttechniken aufgewendet werden müssen, wie beim konventionellen Endlosformularsatz
unumgänglich, sobald die Notwendigkeit besteht, daß für die weitere Verwendung des
beschrifteten Formularsatzes alle oder einige Blätter zunächst noch beieinanderbleiben
müssen.
[0008] Gemäß einer Ausbildung der Erfindung hat zur Herstellung von
DIN-A4-Sätzen im Hochformat das erste Blatt eine Breite von etwa 240 mm und weist jeweils
Querperforationen im Abstand von etwa 12 /2"auf und die Zusatzperforation ist im Abstand
von etwa 18 mm von der Querperforation angeordnet. Zur Herstellung von DIN-A4-Sätzen
im Querformat hat das erste Blatt eine Breite von mindestens etwa 330 mm und weist
jeweils Querperforationen im Abstand von etwa 9" auf und die Zusatzperforation ist
im Abstand von etwa 18 mm von der Querperforation angeordnet. In entsprechender Weise
lassen sich beliebige andere Formate, insbesondere DIN-A5-Hochformat aus 175 bis 180
mm Breite, oder sogenanntes Sechstel-DIN (DIN A4 verkürzt) aus etwa 240 mm Breite
herstellen.
[0009] Das erfindungsgemäße Endlosformular wird in der Weise in das Beschriftungsgerät eingelegt,
daß die Durchschläge mit den Kohlepapieren (falls vorhanden) zwischen das erste Blatt
und die Schreibauflage im Beschriftungsgerät zu liegen kommen. Hierdurch werden die
Durchschläge gegen die Schreibauflage gedrückt und können daher weder aufspringen
noch sich verschieben; auch ein Verklemmen im Gerät wird dadurch verhindert.
[0010] Bei der EDV-Beschriftung von Endlosformularen tritt sehr häufig die Notwendigkeit
des sogenannten "direkten Eingriffs" auf, d.h., es ist erforderlich, ein beschriftetes
Formular nach seiner Fertigstellung,sofort dem EDV-Drucker entnehmen zu können. Beispielsweise
ist dies bei Lieferscheinen, Rechnungen von Reparaturwerkstätten, Krankenhausformularen
und dgl. der Fall. Dem stehen jedoch konstruktive Eigenheiten vieler marktgängiger
EDV-Beschriftungsgeräte entgegen, bei denen die Transportvorrichtung (Traktor) sich
so weit vor dem Druckwerk befindet, daß dazwischen ein ganzes Formular als Überbrückung
gebraucht wird. Dies bringt mit sich, daß ein ganzer Satz des Formulars, bestehend
aus dem ersten Blatt und Durchschlägen, weggeworfen werden müßte, was einen unnötigen
und kostspieligen Verbrauch an Formularpapier bedeutet.
[0011] Aus diesem Grunde ist gemäß einer besonderen Ausbildung der Erfindung vorgesehen,
daß die Durchschläge nicht an jedem ersten Blatt angeordnet sind, sondern daß sich
dazwischen als Brücke ein freies erstes Blatt befindet, das nicht mit Durchschlägen
versehen ist. Dieses freie erste Blatt kann unbeschriftet sein oder gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung ebenfalls eine Funktion ausüben. Eine derartige Funktion
ist, das freie erste Blatt mit Werbeaussagen zu versehen. Zweckmäßigerweise wird dann
die Perforation zwischen dem vorausgehenden ersten Blatt mit Durchschlägen und dem
freien ersten Blatt so ausgebildet, daß lediglich ein Falten, nicht aber ein einfaches
Abreißen möglich ist.
[0012] Das freie erste Blatt kann jedoch auch ganz oder teilweise eine Beschriftung tragen,
die für Eintragungen vorgesehen ist, die von Hand vorzunehmen sind. Durch eine Querperforation
ist eine Unterteilung in eine Werbefläche und eine oder mehrere Formularflächen möglich.
Durch die Querperforation können dabei auch eine oder mehrere Karteikarten gebildet
werden, wie sie beispielsweise im Zusammenhang mit Krankenhausformularen gebraucht
werden. Das Format dieser Karteikarten läßt sich durch zusätzliche Längsperforationen
beliebig wählen.
[0013] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung können den in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen entnommen werden.
[0014] Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
[0015] In Fig. 1 besteht das erfindungsgemäße Endlosformular aus Formularsätzen I, II, III,
... mit jeweils einem ersten Blatt 1, das an beiden Seiten mit je einer Längsperforation
2 versehen ist. Hierdurch wird je ein Randstreifen 3 gebildet, in dem die für den
Transport in Beschriftungsgeräten übliche Lochung 4 vorgesehen ist, in die die Transportstacheln
dieser Geräte eingreifen können. Mittels der Perforation 2 können diese Randstreifen
nach dem Bedrucken abgetrennt werden. Die Perforationen 2 werden dabei so angebracht,
daß nach der Abtrennung der Randstreifen 3 das in dieser Richtung gewünschte Maß,
beispielsweise das eines DIN-Formats, verbleibt.
[0016] Auf dem ersten Blatt 1 sind mittels eines Heftrandes 5 eine Reihe von Durchschlägen
6 sowie die erforderlichen Kohlepapiere 7 angeordnet. Die Kohlepapiere 7 können entfallen,
wenn selbstdurchschreibende Papiere 6 verwendet werden. Die Durchschläge 6 und gegebenenfalls
die Kohlepapiere 7 sind in dem Heftrand 5 miteinander verbunden, vorzugsweise miteinander
verklebt, und der Heftrand 5 ist seinerseits auf dem ersten Blatt 1 befestigt, vorzugsweise
punktuell aufgeklebt. Der Heftrand 5 ist durch eine Perforation 8 begrenzt, die durch
alle Durchschläge durchgeht. Die Kohlepapiere 7 weisen in der Regel keine Perforation
auf, so daß sie beim Abreißen des Heftrandes 5 an diesem verbleiben. Die Kohlepapiere
7 sind am unteren Ende daher meist auch kürzer als die Durchschläge 6, so daß sie
auch dann mit dem Heftrand 5 herausgezogen werden können, wenn die Durchschläge 6
am unteren (in der Zeichnung linken) Ende festgehalten werden. Das erste Blatt 1 ist
nahe seinem oberen (in der Zeichnung rechten) Ende erfindungsgemäß mit einer Zusatzperforation
9 versehen, die mit der Perforation 8 der Durchschläge 6 fluchtet. Nach Abriß des
durch diese Zusatzperforation 9 gebildeten Randes hat das erste Blatt 1 das gewünschte
Format, vorzugsweise DIN-Format.
[0017] Die auf das erste Blatt 1 mittels des Heftrandes 5 aufgeklebten Durchschläge 6 enden
an ihrem unteren Ende wenige Millimeter vor der Querperforation 10 des ersten Blattes.
Durch diese Querperforation 10 sind die aufeinanderfolgenden Sätze I, II, III, ...
voneinander abtrennbar. Außerdem werden die Sätze um diese Perforation geknickt und
hierdurch in bekannter Weise zickzack-förmig so aufgestapelt, daß jeweils gleichartige
Seiten, also jeweils die ersten Seiten und jeweils die letzten Durchschläge aufeinanderfolgender
Sätze aufeinanderliegen.
[0018] In der Fig. 1 schließt, durch die Querperforation 10 abtrennbar, das erste Blatt
1 des ersten Satzes I an das erste Blatt 1 des nächsten Satzes II an und an dieses
das erste Blatt des Satzes III an, usw.
[0019] Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt ein Endlosformular, bei dem
auf den ersten Satz I, bei dem das erste Blatt 1 mit Durchschlägen 6 versehen ist,
ein freies erstes Blatt 1' folgt, auf dem keine Durchschläge angeordnet sind. Bei
der dargestellten Ausführungsform ist dieses erste freie Blatt 1' mit einer Querperforation
11 versehen, durch die es in einen Teil 12 unterteilt wird, der zum Wegwerfen vorgesehen
ist, und einen Teil 13, der als Karteikarte Verwendung finden kann, indem er auf der
in der Zeichnung nach unten gerichteten Seite mit einem Aufdruck versehen wird. Durch
eine strichpunktiert angedeutete Längsperforation 14 können auch zwei Karteikarten
kleineren Formats hergestellt werden.
[0020] Das ganze freie erste Blatt 1' kann auch mit einem Werbeaufdruck versehen werden.
Statt der zum Abreißen geeigneten Perforation 10 kann dann eine lediglich das Falten,
nicht aber ein einfaches Abreißen ermöglichende Perforation an der Grenze zum vorhergehenden
ersten Blatt 1 vorgesehen sein. An das erste freie Blatt 1' schließt sich das erste
Blatt 1 des nächsten mit Durchschlägen 6 versehenen Satzes II an und an dieses wieder
ein freies erstes Blatt 1', usw.
1. Endlosformular, insbesondere für EDV-Druckwerke, mit einem ersten Blatt, bei dem
an beiden Rändern eine Transportlochung angebracht ist, und das in bestimmten Abständen
eine Querperforation zum Falten und Abtrennen aufweist, und an dem Durchschläge befestigt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchschläge (6) schmäler als das erste Blatt
(1) sind und mit einer querverlaufenden Trennleiste (5) am ersten Blatt (1) befestigt
sind.
2. Endlosformular nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchschläge an
jeweils jedem aufeinanderfolgenden ersten Blatt (1) angeordnet sind.
3. Endlosformular nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforation (8)
der Trennleiste (5) mit einer Zusatzperforation (9) des ersten Blattes (1) deckungsgleich
verläuft.
4. Endlosformular nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Durchschläge (6) am unteren Ende wenig vor der Querperforation (10) des folgenden
ersten Blattes (1) enden.
5. Endlosformular nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Blatt (1) eine das Endmaß des Formulars überschreitende Länge aufweist
und die Zusatzperforation (9) in solchem Abstand von seinem oberen Rand (10) angeordnet
ist, daß nach Abriß das gewünschte Format, insbesondere ein DIN-Format, verbleibt.
6. Endlosformular nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen jedem
mit Durchschlägen (6) versehenen ersten Blatt (1) ein freies erstes Blatt (1') angeordnet
ist.
7. Endlosformular nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das freie erste Blatt
(1') als Werbeträger vorgesehen ist.
8. Endlosformular nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß von dem freien ersten
Blatt (1) durch mindestens eine Querperforation (11) mindestens ein einfaches Datenblatt,
vorzugsweise eine Karteikarte (13), abtrennbar ist.
9. Endlosformular nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Blatt (1) an beiden Seiten eine Längsperforation (2) aufweist, durch
die die Transportlochung (4) abgetrennt und das Blatt auf DIN-Format gebracht werden
kann.
O. Endlosformular nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Herstellung von DIN-A4-Sätzen im Hochformat das erste Blatt (1) eine Breite
von etwa 240 mm hat und jeweils Querperforationen (10) im Abstand von etwa 12 2" aufweist
und daß die Zusatzperforation (9) im Abstand von etwa 18 mm von der Querperforation
(10) angeordnet ist.
11. Endlosformular nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Herstellung von DIN-A4-Sätzen im Querformat das erste Blatt (1) eine Breite
von mindestens etwa 330 mm hat und jeweils Querperforationen (10) im Abstand von etwa
9" aufweist und daß die Zusatzperforation (9) im Abstand von etwa 18 mm von der Querperforation
(10) angeordnet ist.