[0001] Die Erfindung betrifft neue Lichtschutzmittel für organische Materialien, die durch
UV-Licht geschädigt werden, insbesondere für organische Polymere. Diese Lichtschutzmittel
stellen molekulare Kombinationen von Benztriazolen oder 2-Hydroxybenzophenonen und
Polyalkylpiperidinderivaten dar.
[0002] Es ist bekannt, dass 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazole und 2-Hydroxybenzophenone
wertvolle Lichtschutzmittel für organische Materialien sind. Sie wirken als UV-Absorber,
das heisst, sie wandeln Lichtquanten hoher Energie (UV-Licht) in Wärme um, die für
das zu schützende organische Material ohne nachteilige Wirkung ist.
[0003] Es. ist weiterhin bekannt, dass Polyalkylpiperidine ebenfalls wertvolle Lichtschutzmittel
sind, die jedoch nicht als UV-Absorber wirken, da sie im kurzwelligen Licht nicht
absorbieren. Der Wirkungsmechanismus konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden,
siehe z.B: H.J. Heller und H.R. Blattmann, Pure and Applied Chemistry, 36 (1973),
141-161.
[0004] Ueberraschend wurde gefunden, dass molekulare Kombinationen von Benztriazolen oder
Hydroxybenzophenonen einerseits und Polyalkylpiperidinen andererseits eine Lichtschutzwirkung
besitzen, die weit höher ist, als sich aus der Summe der beiden Komponenten erwarten
lässt. Ein solcher Synergismus war nicht vorherzusehen.
[0005] Gegenstand der Erfindung sind daher Verbindungen, die in ihrem Molekül sowohl mindestens
eine 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazoi-
[0006] Gruppe oder eine 2-Hydroxybenzophenon-Gruppe als auch mindestens eine Polyalkylpiperidingruppe
enthalten, insbesondere Verbindungen, die eine oder zwei Gruppen der Formel AI oder
AII

und eine oder zwei der Gruppen B I bis B XIII enthalten,

worin
R Wasserstoff oder eine freie Valenz,
R Wasserstoff, Chlor, C1-C4 Alkyl, OH oder C1-C4 Alkoxy,
R2 und R3 unabhängig voneinander H, Cl, C1-C12 Alkyl, C5-C8 Cyclo- alkyl, Phenyl, C7-C9 Phenylalkyl, OH oder C1-C12 Alkoxy,
R4 und R5 unabhängig voneinander H, Cl, OH, C1-C12 Alkoxy oder C1-C12 Alkyl,
R6 H oder CH3,
R7 H, 0, C1-C12 Alkyl, C3-C8 Alkenyl, Benzyl, Acetyl oder eine Gruppe -CH2-CH(OH)-R13,
R8 C1-C12 Alkyl, C3-C8 Alkenyl oder C7-C9 Phenylalkyl,
R9 eine Gruppe -CH2CH=CHCH2-,

oder

R10 und R11 Wasserstoff, C1-C12 Alkyl, Phenyl oder Benzyl, oder
R10 und R11 zusammen C4-C19 Alkylen,
R12 H oder eine freie Valenz,
R13 H, CH3, C2H5 oder Phenyl,
X eine Gruppe

oder

und
Y eine C2-C8 Alkylengruppe bedeuten,
wobei die Gruppen A mit den Gruppen B durch eine direkte Bindung oder durch ein
zweiwertiges Zwischenglied -Z- verbunden sind und -Z- eine der folgenden Gruppen sein
kann:
-(CH2)m-CO-O-, -(CH2)m-CO-O-R14-, -O-(CH2)n-CO-O-R14-,
-CH2-CH(OH)-CH2-O-CO-(CH2)m-, -O-CH2-CH(OH)-CH2-O-CO-(CH2)m-,
-CH2-CH(OH)-CH2-, -CH2-CH(OH)-CH2-0-, -CH2-CH(OH)-CH2-N(R15)-(CH2)m-,
-0-CH2-CH(OH)-CH2-N(R15)-(CH2)m-,-N(R15)-CH2-CH(OH)-CH2-N(R16)-(CH2)m-,
-CH2-CH(R13)-0-CH2-CH(OH)-CH2-N(R15)-(CH2)m-,
-CH2-CH(R13)-O-CH2-CH(OH)-CH2-O-CO-(CH2)m-, -(CH2)m-N(R15)-CO-,
-(CH2)m-N(R15)-CO-(CH2)n-, -O-(CH2)3-N(R15)-CO-(CH2)m-,
-CH2-NH-CO-CH2-O-, -CH2-NH-CO-CH2-O-CH(R13)-CH2-,
-CH2-NH-CO-CH2-N(R15)-(CH2)m-, -CH2-NH-CO-CH2CH2-N(R15)-(CH2)m-
oder

worin m 0,1 oder 2 ist, n 1 oder 2 ist, R
14 -CH
2- oder -CH(R
13)-CH
2- bedeutet, R
15 und R
16 H, C
1-C
12-Alkyl, Cyclohexyl oder Benzyl bedeuten, R
17 -0- oder -NR
15- darstellt und R
18 C
1-C
12-Alkoxy, Phenoxy oder eine Aminogruppe

bedeutet, oder die Gruppen A und B durch einen dreiwertigen Rest der Formel

verbunden sind oder eine Gruppe AII mit einer Gruppe B über einen Rest -O-(CH
2)
n-CO-O- verbunden ist.
[0007] Wenn die Gruppen A mit den Gruppen B über zweiwertige Zwischenglieder Z verbunden
sind, so sind die folgenden Strukturen möglich: A-Z-B, B-Z-A-Z
-B, A-Z-B-Z-A.
[0008] Analoge Strukturen sind möglich, wenn A und B durch direkte Bindungen verbunden sind.
Wenn A mit B über einen dreiwertigen Triazinrest T verbunden sind, so sind die folgenden
Strukturen möglich:

[0009] R
1 als Alkyl kann hierbei z.B. Methyl, Aethyl, Isopropyl oder tert.Butyl sein. R , R
3, R
4, R
7, R
8, R
10, R
11, R und R als Alkyl können darüber hinaus auch z.B. n-Hexyl, 2-Aethylhexyl, Isononyl,
n-Decyl oder n-Dodecyl sein.
[0010] R2 und R
3 als Cycloalkyl können beispielsweise Cyclopentyl, Cyclohexyl, Dimethylcyclohexyl
oder Cyclooctyl sein.
[0011] R
7 und R
8 als C
3-C
8 Alkenyl können z.B. Allyl, Methallyl, 2-Hexenyl oder 2-Octenyl sein.
[0012] R
2, R
3 und R
8 als C
7-C
9 Aralkyl können z.B. Benzyl, Phenyl- äthyl oder Phenylpropyl sein.
[0013] R
1 als C
1-C
4 Alkoxy kann beispielsweise Methoxy, Aethoxy, Isopropoxy oder tert.Butoxy sein. R
2, R
3, R
4, R
5 und R
18 als C
1-C
12 Alkoxy können darüber hinaus auch z.B. Hexyloxy, Octyloxy, Nonyloxy oder Dodecyloxy
sein.
[0014] Y als C
2-C
8 Alkylen kann beispielsweise 1,2-Aethylen, 1,2-Propylen, 1,3-Propylen, 1,2-Butylen,
2,3-Butylen, 2,2-Dimethyl-1,3-propylen, 2-Aethyl-1,3-propylen oder 1,2-Octylen sein.
In den Gruppen der Formel B VIII bildet Y zusammen mit den beiden Sauerstoffatomen
und dem tertiären C-Atom einen 5- oder 6-gliedrigen Ring.
[0015] Wenn Rund R zusammen C
4-C
19-Alkylen sind, so bilden sie zusammen mit dem tertiären C-Atom, an das sie gebunden
sind, einen C
5-C
20-Cycloalkan-Ring, beispielsweise einen Cyclopentan-, Cyclohexan-, Methylcyclohexan-,
Cyclooctan, Cyclododecan oder Cycloeikosan-Ring.
[0016] Bevorzugt ist R Wasserstoff oder Chlor. Bevorzugt sind unter den B-Gruppen die Gruppen
B I bis B VI und darin solche Gruppen, in denen R
6 Wasserstoff, R Wasserstoff, C
1-C
8 Alkyl, Allyl oder Benzyl und R
8 C
1-C
12 Alkyl, C
3-C
5 Alkenyl oder Benzyl ist.
[0017] Unter den Bindegliedern Z sind bevorzugt die Gruppen -O-(CH
2)-CO-O-R
14-, -(CH
2)
m-N(R
15)-CO-(CH
2) -CH
2-NH-CO-CH
2-O- und -CH
2-NH-CO-CH
2-N(R
15)-(CH
2)
m-.
[0018] Unter den Triazin-Bindegliedern sind solche bevorzugt worin R
17 eine Gruppe -NR
15- ist. eine Gruppe -NR
15- ist.
[0020] Zur Herstellung der erfindungsgemässen Verbindungen geht man von einer Verbindung
der Formel AI oder AII aus, in der mindestens ein R eine funktionelle Gruppe ist,
die mit einem funktionellen Polyalkylpiperidin-Derivat reagieren kann.
[0021] Ist die Gruppe R beispielsweise eine Carbonsäuregruppe -COOH, -CH
2CH
2COOH oder -OCH
2COOH oder deren Niederalkylester oder deren Säurechlorid, so lässt sich eine solche
Verbindung AI oder AII mit einer Polyalkylpiperidinverbindung umsetzen, die eine funktionelle
Hydroxy- oder Aminogruppe trägt, z.B. -OH, -CH
2CH
2OH, -NH
2, -CH
2NH
2 oder -CH
2CH
2NH
2.
[0022] Ist die Gruppe R eine Aminogruppe, z.B. -NH , -CH
2NH
2 oder -CH
2CH
2NH
2, so lässt sich eine solche Verbindung AI oder AII mit einer Polyalkylpiperidinverbindung
umsetzen, die eine Carboxylgruppe trägt oder ein Derivat davon wie z.B. eine Alkoxycarbonyl-oder
Chlorcarbonylgruppe. In beiden Fällen entstehen Ester oder Amide und es wird nach
den üblichen Methoden der Veresterung oder Amidierung gearbeitet.
[0023] Trägt eine der beiden Komponenten eine Epoxyalkylgruppe und die andere Komponente
eine OH- oder NH-Gruppe, so entstehen Zwischenglieder mit Aether- oder Amingruppen.
[0024] Solche Verbindungen, in denen das Zwischenglied ein Triazinrest ist, werden durch
stufenweise Reaktion eines Dichlortriazins oder von Cyanursäurechlorid mit
a) einem OH- oder NH-Derivat von AI oder AII und
b) einem OH- oder NH-Derivat eines Polyalkylpiperidins hergestellt.
[0025] Bei der Reaktion von Cyanursäurechlorid kann man dieses entweder mit 2 Aequivalenten
A-Derivat und 1 Aequivalent B-Derivat oder 1 Aequivalent A-Derivat und 2 Aequivalenten
B-Derivat umsetzen. Man kann Cyanursäurechlorid aber auch mit je 1 Aequivalent eines
A-Derivates und eines B-Derivates umsetzen und setzt das verbleibende Chlor mit einem
Amin, Alkohol oder Phenol um.
[0026] Die für diese Umsetzung benötigten funktionellen Derivate vom A-Typ und B-Typ sind
bekannte Verbindungen.
[0027] So sind z.B. Carboxylderivate von AI im US-Patent 3,766,205 beschrieben, Aminoderivate
von AI im US-Patent 3,159,646 beschrieben. Carboxyl- oder Aminoderivate von AII sind
in den US-Patenten 2,983,708, 3,208,865 oder 3,380,961 beschrieben.
[0028] Hydioxylderivate von Polyalkylpiperidinen sind beispielsweise in den DE-OS 2 352
658, 2,353,538 und 2 402 636 beschrieben, entsprechende Aminoderivate beispielsweise
in den DE-OS 2 040 975 und 2 352 379. Carboxylderivate vom B-Typ sind beispielsweise
in den DE-OS 2 337 865 und 2 719 133 beschrieben.
[0029] Verbindungen in denen die Gruppe A mit Gruppe B durch eine direkte Bindung verknüpft
ist, werden durch spezielle Methoden hergestellt. So erhält man beispielsweise durch
Kupplung von 4-(4'-Hydroxyphenyl)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin mit einer o-Nitrophenyldiazoniumverbindung
die entsprechende o-Nitroazoverbindung, welche nach bekannten Reduktionsmethoden in
das entsprechende Benztriazol übergeführt werden kann. Die hierfür benötigten Hydroxyphenylpiperidine
sind in der DE-OS 2 258 086 beschrieben.
[0030] Weitere Einzelheiten zur Herstellung der erfindungsgemässen Verbindungen sind in
den später folgenden Beispielen angegeben.
[0031] Die neuen Verbindungen sind hervorragende Lichtschutzmittel für organische Materialien,
die gegen Lichteinwirkung empfindlich sind, insbesondere für organische Polymere.
Vor allem zeichnen sich die Verbindungen durch hohe Schutzwirkung gegen kurzwelliges
Licht (UV-Licht) aus.
[0032] Polymere, die durch Zusatz der erfindungsgemässen Verbindungen stabilisiert werden
können, sind z.B. die folgenden:
1. Polymere von Mono- und Diolefinen, beispielsweise Polyäthylen (das gegebenenfalls
vernetzt sein kann), Polypropylen, Polyisobutylen, Polymethylbuten-1, Polymethylpenten-1,
Polyisopren oder Polybutadien.
2. Mischungen der unter 1) genannten Polymeren, z.B. Mischungen von Polypropylen mit
Polyäthylen oder mit Polyisobutylen. Oder z.B. Mischungen von zwei Polyäthylenen von
unterschiedlicher Dichte oder von unterschiedlichem Schmelzindex.
3. Copolymere von Mono- und Diolefinen, wie z.B. Aethylen-Propylen-Copolymere, Propylen-Buten-1-Copolymere,
Propyen-Isobutylen-Copolymere, Aethylen-Buten-1-Copolymere sowie Terpolymere von Aethylen
mit Propylen und einem Dien, wie Hexadien, Dicyclopentadien oder Aethylidennorbornen.
4. Polystyrol.
5. Copolymere von Styrol oder a-Methylstyrol mit Dienen oder Acrylderivaten,wie z.B.
Styrol-Butadien, Styrol-Acrylnitril, Styrol-Acrylnitril-Methylacrylat, Mischungen
von hoher Schlagfähigkeit aus Styrol-Copolymeren und einem anderen Polymer wie z.B.
einem Polyacrylat, einem Dien-Polymeren oder einem Aethylen-Propylen-Dien-Terpolymeren;
sowie Block-Copolymere des Styrols, wie z.B. Styrol-Butadien-Styrol, Styrol-Isopren-Styrol
oder Styrol-Aethylen/Butylen-Styrol.
6. Graft- oder Pfropfcopolymere von Styrol, wie z.B. Styrol auf Polybutadien, Styrol
und Acrylnitril auf Polybutadien sowie deren Mischungen mit den unter 5) genannten
Copolymeren, wie sie als sogenannte ABS-Polymere bekannt sind.
7. Halogenhaltige Polymere, wie z.B. Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylfluorid,
Polychloropren, Chlorkautschuke und Copolymere wie Vinylchlorid-Vinylidenchlorid,
Vinylchlorid-Vinylacetat oder Vinylidenchlorid-Vinylacetat.
8. Polymere, die sich von α,β-ungesättigten Säuren und deren Derivaten ableiten, wie
Polyacrylate und Polymethacrylate, Polyacrylamide und Polyacrylnitril.
9. Polymere, die sich von ungesättigten Alkoholen und Aminen qzw, deren Acylderivaten
oder Acetalen ableiten, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat-, -stearat, -benzoat,
-maleat, Polyvinylbutyrat, Polyallylphthalat, Polyallylmelamin und deren Copclymere
mit anderen Vinylverbindungen, wie Aethylen/Vinylacetat-Copolymere.
10. Homo- und Copolymere von Epoxyden, wie Polyäthylenoxyd, Polypropylenoxyd oder
deren Copolymere mit Bisglycidyläthern.
11. Polyacetale, wie Polyoxymethylen, sowie solche Polyoxymethylene, die als Comonomeres
Aethylenoxyd-enthalten.
12. Polyphenylenoxyde.
13. Polyurethane und Polyharnstoffe.
14. Polycarbonate.
15. Polysulfone.
16. Polyamide und Copolyamide, die sich von Diaminen und Dicarbonsäuren und/oder von
Aminocarbonsäuren oder den entsprechenden Lactamen ableiten, wie Polyamid 6, Polyamid
6/6, Polyamid 6/10, Polyamid 11, Polyamid 12.
17. Polyester, die sich von Dicarbonsäuren und Dialkoholen und/oder von Hydroxycarbonsäuren
oder den entsprechenden Lactonen ableiten, wie Polyäthylenterephthalat, Polybutylenterephthalat,
Poly-1,4-dimethylol-cyclohexanterephthalat und Copolyäther-ester.
18. Vernetzte Polymerisate, die sich von Aldehyden einerseits und Phenolen, Harnstoffen
und Melaminen andererseits ableiten, wie Phenol-Formaldehyd-, Harnstoff-Formaldehyd-
und Melamin-Formaldebydharze.
19. Alkydharze, wie Glycerin-Phthalsäure-Harze und deren Gemische mit Melamin-Formaldehydharzen.
20. Ungesättigte Polyesterharze, die sich von Copolyestern gesättigter und ungesättigter
Dicarbonsäuren mit mehrwertigen Alkoholen, sowie Vinylverbindungen als Vernetzungsmitteln
ableiten, wie auch deren halogenhaltige, schwerbrennbare Modifikationen.
21. Vernetzte Epoxidharze, die sich von Polyepoxiden ableiten, z.B. von Bis-glycidyläthern
oder von cycloaliphatischen Diepoxiden.
22. Natürliche Polymere, wie Cellulose, Gummi, Proteine, sowie deren polymerhomolog
chemisch abgewandelte Derivate, wie Celluloseacetate, -propionate und -butyrate, bzw.
die Celluloseäther, wie Methylcellulose.
[0033] Von disen Polymeren sind diejenigen von besonderem Interesse, die als Bindemittel
für Lacke, insbesondere für Einbrennlacke verwendet werden, wie z.B. diejenigen der
Gruppen 18, 19, 20 und 21 der obigen Aufzählung. Es hat sich gezeigt, dass in Lacken
eine Kombination von Piperidin-Lichtschutzmitteln mit UV-Absorbern sehr wertvoll ist.
Bei Einbrennlacken stellt hierbei die Flüchtigkeit der üblichen niedermolekularen
Lichtschutzmittel auf Basis von Benztriazolen, Benzophenonen und Polyalkylpiperidinen
ein ernstliches technisches Problem dar. Durch die chemische Kombination der verschiedenen
Typen von Lichtschutzmitteln gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Flüchtigkeit
stark herabgesetzt, sodass die neuen Verbindungen sich auch für die Stabilisierung
von Einbrennlacken eignen.
[0034] Die erfindungsgemässen Verbindungen werden den Polymeren in einer Menge von 0,05
bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.-% zugesetzt.
[0035] Der Zusatz der erfindungsgemässen Lichtschutzmittel zum Polymeren erfolgt vor dessen
Formgebung durch Vermischen mit dem pulverförmigen Polymeren oder mit der Schmelze
oder Lösung des Polymeren oder seiner Vorprodukte. Gleichzeitig können dem Polymeren
auch andere Zusätze einverleibt werden, wie sie in der Kunststofftechnologie bekannt
und üblich sind. Dies können z.B. Antioxydantien, Metalldesaktivatoren sonstige Stabilisatoren,
Weichmacher, Gleitmittel, Treibmittel, Pigmente, Füllstoffe oder sonstige Hilfsmittel
sein. Einzelne Beispiele solcher bekannter und üblicher Kunststoffzusätze sind in
der DE-OS 2 349 962, Seitem 25-32, aufegeführt.
[0036] Die so stabilisierten Polymeren können in verschiedenster Form verwendet werden,
z.B. als Folien, Fasern, Bändchen, Profile oder als Bindemittel für Lacke, Klebemittel
oder Kitte.
[0037] Die Herstellung und Verwendung der erfindungsgemässen Verbindungen wird in den folgenden
Beispielen beschrieben. Teile bedeuten darin Gewichtsteile und % Gewichtsprozente.
Die Temperaturen sind in °C angegeben.
[0038] Beispiel 1: 46,7 g 2-(2-Hydroxy-3-methyl-5-β-methoxyerboayl- äthyl-phenyl)-benztriazol
(hergestellt nach US-Patent 3,766,207 )werden mit 23,6 g 2,2,6,6-Tetramethyl-4-hydroxypiperidin
und 9 g Natriummethylat in 300 ml Xylol 20 Stunden unter schwachem Scickstoffstrom
auf 130-135° erhitzt. Dabei wird das entstehende Methanol fortlaufend abdestilliert.
Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur abgekühlt, mit Essigsäure angesäuert
und dieimal mit je 100 ml Wasser extrahiert. Die vereinigten wässrigen Extrakt werden
mit Ammoniak alkalisch gestellt, der entstandene Niederschlag abfiltriert, mit Wasser
gewaschen, getrocknet und aus Ligroin Kristallisiert. Man erhält das 2-(2-Hydroxy-3-methyl-5-[ß-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyloxycarbonyl)-äthyl]-phenyl}-benztriazol
(Verbindung 1) als fast farbloses Pulver vom Smp. 131°.
[0039] Verwendet man anstelle von 2,2,6,6-Tetramethyl-4-hydroxypiperidin eine äquivalente
Menge 1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-hydroxypiperidin bzw. l-Benzyl-2,2,6,6-tetramethyl-4-hydroxypiperidin
und verfährt man im übrigen wie oben beschrieben, so erhält man das 2-{2-Hydroxy-3-methyl-5-[β-(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidinyloxy-
carbonyl)äthyl]-phenyl)-benztriazol (Verbindung 2) vom Smp. 110-111° bzw. das 2-{2-Hydroxy-3-methyl-S-[β-{1-benzyl-2,2,6,5-tetramethyl-4-piperidinyloxycarbonyl)-äthyl]-phenyl}-benztriazol
(Verbindung 3) vom Smp. 127-128°.
[0040] Beispiel 2: 23,1 g 2-(2-Hydroxy-3,5-di-tert-butyl-phenyl)-benztriazol-5-carbonsäurechlorid
werden bei Raumtemperatur in 300 ml Toluol vorgelegt. Zu dieser Lösung tropft man
in ca 30 Minuten eine Lösung von 10,1 g 2,2,6,6-Tetramethyl-4-aminopiperidin in 100
ml Toluol und rührt anschliessend das Reaktionsgemisch während 15 Stunden bei Raumtemperatur.
Das ausgefallene Hydrochlorid wird abfiltriert und in 200 ml Aethanol und 200 ml Wasser
gelöst. Die Lösung wird mit Natriumcarbonat alkalisch gestellt, der entstandene Nieerlag
an filtriert, mit Wasser gewaschen, getrocknen und aus Toluol, prlsstal siert. Man
erhält das 2 (2-Hydroxy-3,5-di-

triazol-5-carbonsäure-N-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl)-amid (Verbindung 4) vom
Smp. 267°.
[0041] Verwendet man anstelle von 2,2,6,6-Tetramethyl-4-aminopiperidin eine äquivalente
Menge 2,2,6,6-Tetramethyl-4-ß-aminoäthyl-piperidin und verfährt man in übrigen wie
oben beschrieben, so erhält man das 2-(2-Hydroxy-3,5-di-tert-butyl-phenyl)-benztriazol-5-carbonsäure-N-[ß-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl)-äthyl]-amid
(Verbindung 5) vom Smp. 228°.
[0042] Beispiel 3: 57,2 g 2-Hydroxy-4-methoxycarbonyl-methyloxy- benzophenon werden mit
36 g 1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-hydroxypiperidin und 15 g Natriummethylat 8 Stunden in
250 ml Xylol unter schwachem Stickstoffstrom auf 130-135° erhitzt. Das entstehende
Methanol wird während der Umesterung fortlaufend abdestilliert. Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch mit Essigsäure angesäuert und dann dreimal
mit je 100 ml Wasser extrahiert. Die vereinigten wässrigen Extrakte werden mit Ammoniak
alkalisch gestellt, der Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen, getrocknet
und aus Aethylenglykolmonomethyläther umkristallisiert. Man erhält das 2-Hydroxy-4-(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidinyloxy-
carbonylmethoxy-benzophenon (Verbindung 6) vom Smp. 79°.
[0043] Beispiel 4: 12,5 g o-Nitranilin werden nach bekannten Verfahren diazotiert und die
erhaltene Diazoniumsalzlösung zu einer Lösung von 16,3 g 2,2,6,6-Tetramethyl-4-(4'-hydroxyphenyl)-piperidin
in 100 ml Wasser und 4 g Natriumhydroxyd bei 0-5° und einem pH von 10-12 getropft.
Nach beendeter Kupplung stellt man das Reaktionsgemisch mit Essigsäure auf pH 7 und
filtriert den Azofarbstoff ab. Nach dem Trocknen bei 50° im Vakuum wird der Azofarbstoff
(19,1 g) in 50 ml Aethylenglykolmonomethyläther gelöst. Dazu gibt man eine Lösung
von 6 g Natriumhydroxyd in 20 ml Wasser und erwärmt auf 80°. Bei dieser Temperatur
tropft man in ca. 15 Minuten 2,5 g Hydrazinhydrat zu und rührt anschliessend 1 Stunde
bei 80° nach. Dabei tritt eine Farbänderung des Reaktionsgemisches von violett nach
traum ein. Man kühlt auf Raumtemperatur ab und gibt porsionenl-les 6,5 Zinkstaub in
ca. 30 Minuten hinzu. Danach wird das Reaktincgemisch auf 60° erwärmt, nochmals mit
6,5 g Zinkstaub und 25 ml 10 n Natronlauge versetzt und 1 Stunde nachgerührt. Das
hellgrüne Reaktionsgemisch wird vom Zinkschlamm filtriert und das Filtrat langsam
mit ca. 70 ml Eisessig versetzt (pH~6), die erhaltene Lösung geklärt und dann mit
Ammoniak alkalisch gestelic. Der erhalcahe Niederschlag wird abfiltriert, mit Wasser
gewaschen, getrocknet und aus Ligroin kristallisiert. Man erhält das 2-[2-Hydroxy-5-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-phenyl]-benztriazol
(Verbindung 7) vom Smp. 178-180°.
[0044] Verwendet man anstelle von 2,2,6,6-Tetramethyl-4-(4'-hydroxyphenyl)-piperidin eine
äquivalente Menge 2,2,6,6-Tetramethyl-4-(3'-methyl-4'-hydroxyphenyl)-piperidin bzw.
2,2,6,6-Tetramethyl-4-(3'-t-butyl-4'-hydroxyphenyl)-piperidin bzw. 2,2,6,6-Tetramethyl-4-(3'-cyclohexyl(4/-hydroxyphenyl)-piperidin
bzw. 2,2,6,6-Tetramethyl-4-(2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-piperidin und verfährt man
im übrigen wie oben beschrieben, so erhält man das 2-[2-Hydroxy-3-methyl-5-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-phenyl]-benztriazol
(Verbindung 8) vom Smp. 219-220° bzw. das 2-[2-Hydroxy-3-t-butyl-5-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-phenyl]-benztriazol
(Verbindung 9) vom Smp. 162-64° bzw. das 2-[2-Hydroxy-3-cyclohexyl-5(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-phenyl]-benztriazol
(Verbindung 10) vom Smp. 155-56° bzw. das 2-[2-Hydroxy-3-(2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-yl)-5-methyl-phenyl]-benztriazol
(Verbindung 11) vom Smp. 168-69°.
[0045] Beispiel 5: 20 g 2-[2-Hydroxy-3-methyl-5-(2,2,6,5-tetramethylpiperidin-4-yl)-phenyl]-benztriazol
(Verbindung 8) werden in 150 ml Ameisensanre (98%ig) gelöst. Darauf lässt man innerhalb
von ca. 1 Stande, bei Raumtemperatur., 87,4 ml einer 35%igen Formaldenydlösung aucropfed.
Die leicht bräunliche Lösung wird anschlliessend 20 Stunder am
[0046] Rückfluss erhitzt, auf Raumtemperatur abgekühlt und auf eine kalte, gesättigte Kaliumcarbonatlösung
getropft. Der weisse, kristalline Niederschlag wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen,
getrocknet und aus Ligroin umkristallisiert. Man erhält das 2-[2-Hydroxy-3-methyl-5-(1,2,2,6,6-pentamethylpiperidin-4-yl)-phenyl]-benztriazol
vom Smp. 206-207° (Verbindung 12).

130,7 g 2-(2-Hydroxy-3-methyl-5-ß-methoxycarbonyl-aethyl-phenyl)-benztriazol und 73,3
g 1,4-Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-hydroxypiperi- dinyl-1)-2-buten werden in 600 ml
Xylol nach Zugabe von 1,0 g Tetrabutylorthotitanat 24 Stunden unter schwachem Stickstoffstrom
auf 130-35° erhitzt. Dabei wird das entstehende Methanol fortlaufend abdestilliert.
Nach dieser Zeit wird 1,0 g Tetrabutylorthotitanat zugegeben und weitere 24 Stunden
bei 130-35° umgeestert. Nun wird das Xylol weitgehend abdestilliert und der Rückstand
zweimal aus Ligroin umkristallisiert. Man erhält den Diester von obiger Konstitution
(Verbindung 13) als fast farblose Kristalle vom Smp. 135°.

[0047] 30,0 g 2-Hydroxy-4-methoxycarbonyl-methyloxybenzopheno werden mit 10,0 g 1-Hydroxyaethyl-2,2,6,6-tetramethyi-4-hydroxypiperidin
und 0,5 g Tetrabutylorthotitanat 15 Stunden in 200 ml Xylol unter schwachen Stickstoffstrom
auf 130-35° erhitzt. Das entstehende Methanol wird während der Umesterung laufend
abdestilliert. Nach der Zugabe einer neuen Portion von 0,5 g Tetrabutylorthctitanat
wird weitere 15 Stunden umgeestert. Die Reaktionslösung wird geklärt und eingedampft
und der Rückstand aus Toluol/Hexan umkristallisiert. Man erhält den Diester mit der
oben angegebenen Konstitution (Verbindung 14) als gelbliche Kristalle vom Smp. 130°.
Beispiel 8:Lichtstabilisierung eines 2-Schicht-Metallic-Lackes.
l) Rezepturen
[0048]
a) Basislack (pigmentiert) 54,4 g Polyester L 1850 (Dynamit Nobel AG, Troisdorf, BRD)
5,5 g Melaminharz Maprenal MF 650 (Cassella-Hoechst AG, Wiesbaden, BRD) 3,7 g Toluol
2,8 g n-Butanol 3,7 g Butylacetat 20,7 g Alcoa 726 (Alcoa GmbH, Frankfurt/M, BRD)
40%ige Dispersion von Aluminium-Bronze in Xylol/Butylacetat 1:1 9,2 g Celluloseacetobutyrat
EAB 551-0.01 (Eastman Chem. Corp., Zug, Schweiz) 100 g Vor dem Auftrag wurde der Basislack
mit einem Xylo/Butylacetat-Gemisch 1:1 auf eine Viskosität von 15 Sekunden Auslaufzeit
im Ford-Becher, Typ 4, verdünnt.
b) Klarlack.(Decklack) 100 g Acrylharz auf Basis eines Hydroxyäthyl-acrylat-Copolymerisates
30 g Harz-Härter (Desmodur N, Bayer A.G., Leverkusen, BRD) 3 g Verlaufhilfsmittel
(Byketol Spezial, Byk-Mallinckrodt, Wesel, BRD) 53 g Lösungsmittelgemisch Aethylglykolacetat/Butylacetat/Xylol
30:30:40 186 g Der Härter wurde erst kurz vor dem Auftrag zugemischt. Hierbei wurden
auch die im Abschnitt 5 genannten Stabilisatoren zugegeben.
2) Bereitung der Proben.
[0049] Aluminiumbleche von 56 x 67 mm wurden mit einem Haftgrund (Füllprimer der Fa. Dr.
Herberts) beschichtet und 15 Minuten bei 175° eingebrannt.
[0050] Hierauf wurde der pigmenthaltige Basislack in einer Schichtdicke von ca. 15 um aufgesprüht
und nach kurzer Trocknung bei Raumtemperatur wurde der Klarlack in einer Schichtdicke
von ca. 35 µm aufgesprüht. Der 2-Schicht-Lack wurde bei 80°C 30 Minuten eingebrannt
und die Probe 4 Wochen im Normklima (23°C/50% RLF) gelagert-
3) Bewitterung
[0051]
a) Schnellbewitterung im QUV-Bewitterungsgerät der Fa. Q-Panel Corp., USA, gemäss
ASTM G 53-77. Hierbei wurden die Proben abwechselnd 4 Stunden trocken bei 60°C und
4 Stunden feucht bei 50°C bewittert. Insgesamt wurde 900 Stunden bewittert.
b) Florida-Bewitterung. Die Proben wurden 12 Monate in einer Blackbox mit 5° Neigung
gegen Süden im Freien bewittert.
4) Bewertung der Proben
[0052] Gemessen wurde a) die Glanz-Reflexion unter einem Winke von 20° gemäss DIN 67 530
bzw. ASTM D 523.
[0053] b) die Rissbildung gemäss TNO-Rissbildskala.
[0054] c) die Gesamt-Farbtondifferenz ΔE gemäss DIN 6174.
[0055] d) die Farbänderung mittels Grauskala gemäss ISO-Recom. R 105
/Tart 2.
5) Verwendete Lichtschutzmittel
[0057] (Handelsübliches Lichtschutzmittel auf Polyalkylpiperidinbasis)
6) Resultate
[0058] a) Schnellbewitterung

[0059] b) Florida-Bewitterung
*) Die angegebene Menge Lichtschutzmittel ist auf den Vescscoffgen (Harz + Härter)
des Klarlackes berechnet.
**) Rissbild 0 bedeutet: keine sichtbare Rissbildung
1. Verbindungen, die eine oder zwei Gruppen der Formel A I oder

und eine oder zwei der Gruppen B I bis B XIII enthalten,

vorin
R Wasserstoff oder eine freie Valenz,
R1 Wasserstoff, Chlor, CI-C4 Alkyl, OH oder C1-C4 Alkoxy,
R2 und R3 unabhängig voneinander H, Cl, C1-C12 Alkyl, C5-C8 Cycloalkyl, Phenyl, C7-C9 Phenylalkyl, OH oder C1-C12 Alkoxy,
R4 und R5 unabhängig voneinander H, Cl, OH, C1-C12 Alkoxy oder C1-C12 Alkyl,
R6 H oder CH3,
R7 H, O, C1-C12 Alkyl, C3-C8 Alkenyl, Benzyl, Acetyl oder eine Gruppe -CH2-CH(OH)-R13,
R8 C1-C12 Alkyl, C3-C8 Alkenyl oder C7-C9 Phenylalkyl,
R9 eine Gruppe -CH2CH=CHCH2-,

oder

R10 und R11 Wasserstoff, C1-C12 Alkyl, Phenyl oder Benzyl, oder
R10 und R11 zusammen C4-C19 Alkylen,
R12 H oder eine freie Valenz,
R13 H, CH3, C2H5 oder Phenyl,
X eine Gruppe

und
Y eine C2-C8 Alkylengruppe bedeuten,
wobei die Gruppen A mit den Gruppen B durch eine direkte Bindung oder durch ein zweiwertiges
Zwischenglied -Z- verbunden sind und -Z- eine der folgenden Gruppen sein kann:
-(CH2)m-CO-O-, -(CH2)m-CO-O-R14-, -O-(CH2)n-CO-O-R14-,
-CH2-CH(OH)-CH2-O-CO-(CH2)m-, -O-CH2-CH(OH)-CH2-O-CO-(CH2)m-,
-CH2-CH(OH)-CH2-, -CH2-CH(OH)-CH2-O-, -CH2-CH(OH)-CH2-N(R15)-(CH2)m-,
-O-CH2-CH(OH)-CH2-N(R15)-(CH2)m-,-N(R15)-CH2-CH(OH)-CH2-N(R16)-(CH2)m-,
-CH2-CH(R13)-O-CH2-CH(CH)-CH2-N(R15)-(CH2)m-,
-CH2-CH(R13)-O-CH2-CH(OH)-CH2-C-CO-(CH2) -, -(CH2)m-N(R15)-CO-,
-(CH2)m-N(R15)-CO-(CH2)n-, -O-(CH2)3-N(R15)-CO-(CH2)m-,
-CH2-NH-CO-CH2-O-, -CH2-NH-CO-CH2-O-CH(R13)-CH2-,
-CH2-NE-CO-CH2-N(R15)-(CH2)m-, -CH2-NH-CO-CH2CH2-N(R15)-(CH2)m-oder

worin m 0,1 oder 2 ist, n 1 oder 2 ist, R
14-CH
2- oder -CH(R
13)-CH
2- bedeutet, R
15 und R
16 H, C
1-C
12-Alkyl, Cyclohexyl oder Benzyl bedeuten, R
17 -0- oder -NR
15- darstellt und R C
1-C
12-Alkoxy, Phenoxy oder eine Aminogruppe

bedeutet, oder die Gruppen A und B durch einen dreiwertigen Rest der Formel

verbunden sind oder eine Gruppe AII mit einer Gruppe B über einen Rest -O-(CH
2)-CO-O-verbunden ist.
2. Verbindungen gemäss Anspruch 1, die eine oder zwei der Gruppen B I bis B VI enthalten.
3. Verbindungen gemäss Anspruch 2, worin R6 Wasserstoff, R7 Wasserstoff, C1-C8 Alkyl, Allyl oder Benzyl und R8 C1-C12 Alkyl, C3-C5 Alkenyl oder Benzyl ist.
4. Verbindungen gemäss Anspruch 1, die eine Gruppe der Formel A I enthalten, worin
R Wasserstoff oder Chlor ist.
5. Verbindungen gemäss Anspruch 1, in denen die Gruppen A mit den Gruppen B durch
eine direkte Bindung oder eine der Gruppen
-(CH2)m-CO-O-, -(CH2)m-CO-O-R14-, -O-(CH2)n-CO-O-, -O-(CH2)n-CO-O-R14-,
-(CH2)m-N(R15)-CO-, -(CH2)m-N(R15)-CO-(CH2)n-, -CH2-NH-CO-CH2-O- oder
-CH2-NH-CO-CH2-N(R15)-(CH2)m verbunden sind.
6. Verbindungen gemäss Anspruch 1, in denen die Gruppen A mit den Gruppen B durch
einen Rest

verbunden sind, worin R
17 eine Gruppe NR
15 darstellt und R die in Anspruch 1 gegebene Bedeutung hat.
7. Verwendung von Verbindungen gemäss Anspruch 1 als Stabilisatoren für organische
Polymere gegen Schädigung durch Lichteinwirkung
8. Verwendung gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Polymer
ein Bindemittel für Lacke ist.
9. Gegen Lichtschädigung stabilisiertes organisches Polymer, dadurch gekennzeichnet,
dass es als Stabilisator 0,05 bis 5 Gew.-Z einer Verbindung des Anspruchs 1 enthält.
10. Stabilisiertes Polymer gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer
ein Bindemittel für Lacke ist.