(19)
(11) EP 0 011 200 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.05.1980  Patentblatt  1980/11

(21) Anmeldenummer: 79104272.4

(22) Anmeldetag:  02.11.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E01F 9/01
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 11.11.1978 DE 7833639 U

(71) Anmelder: Silbernagel, Hermann
D-68169 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Silbernagel, Hermann
    D-68169 Mannheim (DE)

(74) Vertreter: Ratzel, Gerhard, Dr. 
Seckenheimer Strasse 36a
68165 Mannheim
68165 Mannheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schilderständer


    (57) Ein Schilderständer wird von einer Grundplatte (1) gebildet, an deren Oberseite Griffe (3) und ein Sockel (4) angeordnet sind. An der Unterseite der Grundplatte (1) sind Beine (2) engeordnet; diese Beine (2) sind von der Grundplatte (1) vorzugsweise um mehr als 90° abgewinkelt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schilderständer, der es erlaubt, Schilder auf Leitplanken-rasch und leicht aufzustellen bzw. wieder abzumontieren; dabei wird von einer Leiplanke ausgegangen, die die Form eines länglichen oben abgeplatteten Höckers besitzt, wie sie häufig aus Beton auf dem Mittelstreifen oder an den Fahrbahnrändern einer Autobahnbrücke aufgestellt sind.

    [0002] Der Zweck der Erfindung besteht darin, einen Schilderständer zur Verfügung zu stellen, der eine rasche und leichte Ausschilderung erlaubt, ohne daß erst Fundamente für die Halterung der Schilder gelegt werden müssen, Dabei mach sich die Erfindung eine bestimmte Form der Leitplanken zunutze, wie sie insbesondere häufig auf Autobahnbrücken verwendet wird; die Leitplanke besteht in diesem Fall aus einem durchgehenden Betonhöcker. Man nennt diese Art von Leitplanken auch kurz starre Leitplanken. Gerade wenn nur vorübergehende Ausschilderungen notwendig sind, stellt sich die Aufgabe, Schilder so aufzustellen ohne erst Fundamente zu legen; letzteres ist insbesondere auf Autobahnbrücken, die häufig nur aus Beton und Stahl bestehen, sehr aufwendig. Dennoch soll ein Schilderständer die sichere Aufstellung des Schildes gewährleisten, d.h. daß das Schild von Windstößen oder anderen Erschütterungen nicht ohne weiteres umgeworfen oder verdreht werden kann.

    [0003] Bekannt sind bislang Gestelle, in die schwere Klötze gelegt werden, um ihnen eine sichere Standfestigkeit zu verleihen ; in diese Gestelle werden dann die Schilder eingesetzt. Eine andere, jedoch sehr aufwendige Methode, Schilder insbesondere auf Autobahnbrücken aufzustellen, besteht bislang darin, Halterungen mit Hilfe von tiefen Bohrlöchern in Beton- oder Stahlteile der Autobahn einzubringen. Dadurch wird eine absolut sichere Aufstellung eines Verkehrsschildes erreicht.

    [0004] Während Gestelle, in die schwere Halteklötze gelegt werden müssen, sperrig sind und eine Gefahr für den Verkehr bilden, ist die Befestigung in Bohrungen in Beton oder Stahl der Autobahn sehr aufwendig und umständlich ; gerade wenn es darum geht, gefährliche Fahrbahnverengungen rasch auszuschildern, ist weder die eine noch die andere Methode geeignet. Denn bei der ersten Methode wird für den Verkehr ein zusätzliches Hindernis geschaffen, während die zweite Methode erhebliche Umstände und Vorbereitungszeit verursacht.

    [0005] Durch die Erfindung werden die vorgenannten Nachteile überwunden; mit Hilfe des erfindungsgemäßen Schilderständers läßt sich ein Verkehrsschild in einfacher Weise allein durch Handarbeit auf einer Leitplanke oder aber auch auf ebenem Boden aufstellen. Wird der Schilderständer auf ebenen Boden gestellt, so wirkt er alldings nur ähnlich einem vorbekannten Haltegestell, in das Beschwerungsklötze eingelegt werden müssen. Ist jedoch eine Leitplanke vorhanden, dann läßt sich der Schilderständer einfach und sicher montieren. Er besteht einfach aus einem reiterartigen Gestell, welcher durch eine Grundplatte gebildet wird, an die mehrere Beine geschweißt sind. Die Grundplatte wird wie ein Reiter auf die Leitplanke aufgesetzt; die Leitplanke wirkt nun bezüglich dieses Schilderständers wie ein Sattel. Die Grundplatte des erfindungsgemäßen Schilderständers schließt mit dem Oberteil der Leitplanke ab; die Beine des erfindungsgemäßen Schilderständers liegen an der Seite der Leitplanke an und verhindern so, daß der Schilderständer kippt. Das Schild selbst wird mit seinem Pfosten in einen Sockel eingesetzt, der auf dem Oberteil der Grundplatte aufgeschweißt ist. Zur Sicherung des Schildes in dem Sockel sind in letzterem Bohrungen eingebracht, durch die durch der Schildpfosten hindurch ein Sicherungssplint geschoben werden kann. Der Sockel selbst kann durch seitliche Winkel noch zusätzlich mit der Grundplatte verschweift sein. Damit der Schilderständer auf ebener. Boden mit Beschwerungsklötzen gesichert werden kann, sind seine Beine an ihren Enden nach außen U-förmig hochgebogen. In diese Beine können dann von außen schwere Platter oder dergleichen eingehängt werde.

    [0006] Es können auch Betonklötze oder sonstige Gewichte zur Schwerpunktsverlagerung bzw. Drehpunktsverlagerung nach unter eingehängt sein.

    [0007] Wird der Schilderständer hingegen auf eine Leitplanke aufgesetzt, so lassen sich die hochgebogenen Beinenden hilfsweise als Kabelwannen oder als Halterung für Reserveschilder verwenden. Dadurch, daß an der Oberseite der Grundplatte Griffe angeschweißt sind, läßt sich der Schilderständer von einem oder zwei Arbeitern mit der Hand bequem auf die Leitplanke aufsetzen. Irgendwelche Werkzeuge sind nit notwendig. Ebenso läßt sich das Schild mit dem Pfosten ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen in dem Sockel des erfindungsgemäßen Schilderständers einsetzer.

    [0008] Zur zusätzlichen Sicherung des Schilderständers auf der Betonplanke sind an den Beinen Laschen mit Gewindebohrungen angebracht; durch diese Gewindebohrungen lassen sich Klemmschrauben gegen die Seiten der Leitplanke festdrehen, so daß der Schilderständer dadurch mit der Leitplanke verkrallt wird. Auf der Grundplatte ist vorteilhafterweise noch eine Batteriehalterung aufgesetzt. Diese Batteriehalterung dient der Aufnahme und Sicherung einer Batterie, die gewöhnlich die Versorgung einer Beleuchtungslampfe für das Schild übernimmt.

    [0009] Der erfindungsgemäße Schilderständer kann also nicht nur wie ein vorbekannter Ständer, der durch Beschwerungsklötze gesichert werden muß, eingesetzt werden, sondern auch als reiterähnlicher Fuß eines Schildes auf üblichen Leitplanken aufgesetzt werden. In beiden Fällen gewährleistet der Schilderständer einen sicheren Halt des Schildes; der Schilderständer kann jeweils von Hand durch einen, höchstens aber zwei Arbeiter aufgestellt werden. Da Bohrungen nicht notwendig sind, kann der erfindungsgemäße Schilderständer jederzeit eingesetzt werden. Der Schilderständer selbst ist von dem Schild, welches aufgestellt werden soll, getrennt. Daher läßt sich der erfindungsgemäße Schilderständer für beliebig viele verschiedene Schilder benutzen.

    [0010] Die Erfindung ist in der Figur 1 dargestellt. In dieser Figur ist der Anschaulichkeit halber der erfindungsgemäß Schilderständer auf eine Leitplanke aufgesetzt; außerdem ist noch ein Schild an einem Pfosten in den Ständer hineingesteckt.

    [0011] Das Schild (9) selbst ist an einem Pfosten (8) in den Sockel (4) des erfindungsgemäßen Schilderständers hineingesteckt. Der Sockel (4) ist zusätzlich durch zwei Winkel (5) mit der Grundplatte (1) verschweißt. Zur Sicherung des Pfostens (8) in dem Sockel (4) be- sitzt der Sockel (4) seitliche Bohrungen (6); in der Figur ist nur die eine Bohrung (6) zu erkennen, die andere ist verdeckt. Die Grundplatte (1), die den Sockel (4) trägt, liegt auf dem abgeplatteten Oberteil der Leitplanke (7) auf. An den Seiten der Leitplanke liegen die Beine (2) an; diese Beine (2) sind nach außen U-förmig hochgebogen. In sie können Kabel oder aber auch Beschwerungsklötze eingehängt werden. Arbeiter, die den erfindungsgemäßen Schilderständer aufstellen sollen, können ihn einfach an den Griffen (3) packen und so aufsetzen. Selbstverständlich können auf der Grundplatte mehrere Sockel (4) oder andere Befestigungshilfen angebracht sein. So kann insbesondere noch ein zweiter Sockel (4) auf die Grundplatte (1) aufgeschweißt sein, der jedoch runden Querschnitt besitzt, um Schilder (9) festzuhalten, die an einem gewöhnlichen Rohr befestigt sind. Befestigungshilfen in einem solchen Sockel durch eine Klemmschraube oder dergleichen sind an sich bekannt. An die Beine (2) sind vorteilhafterweise seitliche Laschen (10) angeschweift; in diese Laschen sind Gewindebohrungen (11) eingebracht. Durch diese Gewindebohrungen (11) lassen sich Klemmschrauben gegen die Seiten der Leitplanke (7) drehen, so daß dadurch der Schilderständer mit der Leitplanke (7) fest verkrallt wird. Auf der Grundplatte (1) ist vorteilhafterweise als zusätzliche Ausrüstung ein Batteriehalter (12) aufgesetzt. Dieser Batteriehalter (12) dient der Aufnahme einer Batterie für die Stromversorgung einer Beleuchtungslampe des Schildes (9). Der Batteriehalter (12) kann als Kiste oder aber auch als offener oder verschließbarer Halterahmen ausgebildet sein.

    Zeichenerklärung



    [0012] 

    1) Grundplatte

    2) Bein

    3) Griff

    4) Sockel

    5) Winkel

    6) Bohrung

    7) Leitplanke

    8) Pfosten

    9) Schild

    10) Lasche

    11) Gewindebohrung

    12) Batteriehalter




    Ansprüche

    1. Schilderständer,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß er aus einer Grundplatte (1) an deren Oberseite Griffe (3) und Sockel (4) angebracht sind und an deren Unterseite Beine (2) befestigt sind, die mit der Grundplatte einen Winkel bilden, der vorzugsweise größer als 90° ist.
     
    2. Schilderständer nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Füße der Beine (2) zu einem U-Profil hochgebogen sind.
     
    3. Schilderständer nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Sockel (4) an der Oberseite der Grundplatte (1) durch Winkel (5) zusätzlich befestigt ist und in einander gegenüberliegenden Seiten Bohrungen (6) besitzt.
     
    4. Schilderständer,
    dadurch gekennzeichnet,
    das an den Beinen (2) Laschen (10) angeordnet sind, die eine Gewindebohrung (11) besitzen.
     
    5. Schilderständer nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß auf der Grundplatte (1) ein Batteriehalter (12) angeordnet ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht