[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Aufsatzteil für elektromagnetische Schaltgeräte,
das mit verrastbaren Haltearmen auf dem Schaltgerät befestigbar und mit dem beweglichen
Kontaktträger in Wirkverbindung bringbar ist.
[0002] Bei einem bekannten Schaltgerät der obengenannten Art (DE-OS 16 15 903) dient das
Aufsatzteil zur Aufnahme von Hilfskontakten, so daß die Wirkverbindung zwischen Aufsatzteil
und Kontaktträger zur Betätigung der Hilfskontakte notwendig ist. d.h. das Gehäuse
des Aufsatzteiles wird von dem Betätigungsorgan für die Hilfskontakte durchdrungen,
so daß von der Frontseite her aufgrund der Betätigung der Hilfskontakte sowohl eine
Anzeige vorhanden ist und auch eine Betätigung des Schaltgerätes von Hand durch mechanische
Betätigung des Kontaktträgers mög-. lich ist. Soll nun ein Aufsatzblock mit dem Schaltgerät
verbunden werden, so müßte entweder der Aufsatzblock miτ einer entsprechenden Ausnehmung
versehen werden, in die der Fortsatz des Kontaktbrückenträgers des Schaltgerätes hineiragen
kann, oder die Anzeige der.Stellung des Schaltgerätes und auch die mechanische Betätigung
in Fortfall kommen. Wird der Block unter dem elektromagnetischen Schaltgerät montiert,
ist das Anschließen des Blockes und auch das Auswechseln wesentlich erschwert. Durch
die Erfindung soll somit ein Aufsatzteil für elektromagnetische Schaltgeräte geschaffen
werden, das als mechanisch ruhendes Teil ausgebildet, d.h. in dem kein Kontaktträger,
der betätigt werden muß, vorhanden ist, bei dem jedoch die Anzeige des Betriebszustandes
des Schaltgerätes und auch die mechanische Betätigung von vorne weiterhin möglich
sein soll, ohne daß hierfür Sohwierigkeiten beim Anschließen des Aufsatzteiles entstehen.
Dies wird gemäß der Neuerung auf einfache Weise dadurch erreicht, daß das Aufsatzteil
zur Aufnahme eines Aufsatzblockes als Zwischenadapter ausgebildet ist, in dem ein
Anzeige- und Betätigungsteil für das elektromagnetischs Schaltgerät verschiebbar gelagert
um den Boden des Aufsatzblockes herumgeführt ist. Um die Anzeige möglichst weit an
die Frontseite des Gerätes und damit auch die Betätigung möglichst aus dem Gefahrenbereich
herauszuziehen, ist es vorteilhaft, wenn das Anzeige- und Betätigungsteil U-förmig
mit den Schenkeln des U den Aufsatzblock flankiert. Die Stellung des Betätigungsgliedes
kann hier von oben und von unten in bezug auf das Schaltgerät ohne Schwierigkeiten
kontrolliert werden. Das Anzeige-und Betätigungsteil mit einem stielförmigen Ansatz
am Steg dea U verschiebbar im Zwischenadapter zu führen, vereinfacht die Führung.
Der Zwischenadapter und das Anzeige-und Betätigungsteil können vorteilhafterweise
als Einheit ohne weiteren Aufwand zusammengefügt werden, wenn die Verschiebungsbegrenzung
auf der einen Seite entgegen der Kraf einer Rückstellfeder von Rastvorsprüngen übernommen
ist Die Breite des Einbauraumes für das Schaltgerät wird praktisch nicht beeinflußt,
wenn die Haltearme mit Rastnasen an den Stirnseiten von Trennwänden zwischen den einzelnen
Phasen verrastet sind. Das Einführen der Haltearme wird erleichtert, wenn die Trennwände
in Nuten der Haltearme einführbar sind. Um das Festklemmen des Anzeige-und Betätigungsteiles,
beispielsweise durch Verkeilen mittels eines Schraubenziehers od.dgl. von außen her
zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn der parallel zur Seitenwand des Aufsatzblockes
verlaufende Teil des Anzeige-und Betätigungsteiles zwischen Schutz- und Führungsrippen
am Aufsatzblock gleitet. Umrahmt der Zwischenadapter den Anschlußraum des Schaltgerätes
gitterartig, so ergibt sich die Möglichkeit, Klemmenbezeichnungen u.dgl. auf dem Zwischenadapter
vorzusehen, so daß ein Abdecken der am eigentlichen Schaltgerät vorhandenen Bezeichnungen
durch den Zwischenadapter nicht ins Gewicht fällt.
[0003] Um den Zwischenadapter auf handelsübliche Schütze, die Klemmenabdeckungen haben,
die in einer quer zur Aufsetzrichtung des Zwischenadapters verlaufenden Nut verrastet
sind, aufsetzen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Haltearme in diese quer zur
Aufsetzrichtung des Zwischenadapters verlaufende Nut an der Innenseite der Seitenwände
des Schaltgerätes einrasten. Um das Zurückdrücken der Haltearme aus ihrer Rastposition
zu erleichtern, ist es vorteilhaft, wenn der Zwischenadapter die den Haltearmen zugeordneten
Außenseiten des Schaltgerätes umgreift und mit Ansätzen derart überragt, daß diese
als Werkzeugabstützung beim Aushebeln der Haltearme dienen. Um die Verrastung auch
für robusten Einsatz zu ertüchtigen, ist es vorteilhaft, wenn die Haltearme aus Kunststoff
angeformt und von eingesetzten Blattfedern hinterlegt sind. Für einen eventuellen
Toleranzausgleich und auch einen Festsitz des Zwischenadapters ist es vorteilhaft,
wenn der Zwischenadapter mit balligen, elastisch nachgiebigen Flächen auf den Stirnseiten
der Seitenwände des Schaltgerätes unter Vorspannung aufliegt. Um auf einfache Weiac
eine elastisch nachgiebige, ballige Fläche zu erhalten, ist es vorteilhaft, wenn die
den Flächen zugeordneten Seitenwände des Zwischenadapters quer zur Vorspannungsrichtung
mit einem einen elastischen, nachgiebigen Steg bildenden Schlitz vorsehen sind. Um
die Federeigenschaften der Haltearme ohne Verwendung von zusätzlichen Blattfedern
den Erfordernissen besser anpassen zu können, ist es vorteilhaft, wenn im Zwischenadapter
in Verlängerung der Haltearme auf der dem Schaltgerät zugewandten Seite schlitzförmige
Ausnehmungen vorhanden sind.
[0004] Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1, 2 und 3 Vorder-, Seitenansicht und Draufsicht auf ein elektromagnetisches
Schaltgerät mit Zwischenadapter und Aufsatzblock, bei dem der Zwischenadapter auf
den Zwischenwänden des Schaltgerätes aufgeschnappt ist,
Fig. 4, 5 und 6 Vorderansicht, Draufsicht und Seitenansicht auf ein elektromagnetisches
Schaltgerät mit Zwischenadapter und Aufsatzblock, bei dem die Verrastung des Zwischenadapters
in einer quer zur Aufsatzrichtung verlaufenden Innennut der Seitenwände des Schaltgerätes
erfolgt,
Fig. 7, 8 und 9 eine Ausführungsform, bei der der Zwischenadapter mit Federbeinen
in Ausnehmungen der Seitenwände des Schaltgerätes eingerastet ist.
[0005] Das elektromagnetische Schaltgerät 1 besteht aus dem feststehenden Magnetteil 2 und
dem mit dem im vorliegenden Fall als Kontaktbrückenträger 3 ausgebildeten Kontaktträger
verbundenen beweglichen Magnetteil 4. In dem Kontaktbrückenträger 3 sind die Kontaktbrücken
5 in üblicher Weise gelagert, die mit den Festkontaktteilen 6 bzw. 7 zusammenarbeiten.
Die AnschluBschrauben für die Festkontaktteile 6 und 7 sind mit 8 bezeichnet und aus
der Fig. 3 zu ersehen. Die Fig. 3 zeigt weiterhin die Trennwände 9 zwischen den einzelnen
Kontaktanordnungen, auf denen der Zwischenadapter 10 in noch zu beschreibender Weise
befestigt ist. Der Zwischenadapter 10 ist haubenförmig ausgebildet, verbreitert jedoch
das Gerät nicht, wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen. Die Seitenwände der Haube werden
von Haltearmen 11 gebildet, in denen Ausnehmungen 12 vorhanden sind, in denen widerhakenförmige
Vorsprünge 13 der Stirnseiten 14 der Trennwände 9 liegen.
[0006] Die Haltearme 11 sind elastisch und durch die Zwischenstege 15 miteinander verbunden,
so daß mittels des Entriegelungshakens 16 die Ausnehmungen 12 außer Eingriff mit den
widerhakenförmigen Vorsprüngen gebracht werden können, indem in den Einschnitt 17
des Entriegelungshakens ein Schraubenzieher eingeführt und gegen den Grundkörper 18
des Zwischenadapters 10 gehebelt wird. In dem Grundkörper 18 ist weiterhin das Anzeige-
und Betätigungsteil 19 verschiebbar geführt. Es ist im wesentlichen U-förmig ausgebildet
und umgreift mit den Schenkeln 20 flankierend die Seitenteile des Aufsatzblockes 21,
der beispielsweise ein RC-Glied sein kann. Schutz- und Führungsrippen 22 flankieren
die Schenkel 20 des Anzeige-und Betätigungsteiles; um das Einführen eines Schraubenziehers
zu vermeiden, sind die Schutz- und Führungsrippen im oberen Bereich abgeschlossen,
wie die Fig. 1 und 2 zeigen. Am Steg des U ist ein stielförmiger Ansatz 23 vorhanden,
der die eigentliche Verschiebungsführung übernimmt und in dem die Rückdruckfeder 24
gehalten ist. Der stielförmige Ansatz 23 steht mit dem Kontaktbrückenträger 3 in Wirkvertindung,
was aus Fig. 1 zu ersehen ist. Rastvorsprünge 25 am Steg des Anzeige- und Betätigungsteiles
19 bzw. am Grundkörper 18 des Zwischenadapters dienen als Verschiebungsbegrenzung
für das Anzeige- und Betätigungsteil auf der einen Seite und auf der anderen Seite
ist ein Zwischensteg 26 vorhanden, der am Grundkörper 18 angeformt ist, um die Verschiebungsbegrenzung
des Anzeige- und Betätigungsteiles in der anderen Richtung zu bewirken. Die Befestigungsart
des Aufsatzblockes 21 am Zwischenadapter 10 ist in der Zeichnung nicht näher dargestellt.
Sie kann in der üblichen Weise über eine am Boden des Aufsatzblockes 21 vorgesehene
und mit dem Grundkörper 18 zusammenwirkende Schnappverbindung erfolgen. Durch das
Anordnen des Aufsatzblockes 21 auf der Vorderseite des Gerätes, ohne dabei auf das
Anzeige- und Betätigungsteil des elektromagnetischen Schaltgerätes 1 zu verzichten,
kann der Anschluß des Aufsatzblockes - die Anschlüsse sind in der Zeichnung nicht
dargestellt - bequem durchgeführt werden. Wird der Aufsatzblock 21 nach Art eines
Bajonettverschlusses durch seitliches Verschieben mit dem Zwischenadapter 10 verbunden,
so hat sich eine Ausführungsform des Anzeige- und Betätigungsteiles 19 als vorteilhaft
herausgestellt, wie sie aus der Fig. 4 zu ersehen ist. Der zweite Schenkel des U ist
hier weggelassen, so daß nur der eine Schenkel 20 in Schutz- und Führungsrippen 22
geführt ist. Würde der andere Schenkel des U vorhanden sein, so würde er im Abstand
zum Aufsatzblock 21 verlaufen, so daß durch Einschieben von Teilen ein Verklemmen
desselben am Block möglich wäre. Die Befestigung des Zwischenadapters 10 ist in den
Ausführungsbeispielen nach Fig. 4 und 5 in einer Nut 27 der Seitenwände 28 durchgeführt.
Die Haltearme 11 greifen hier mit Vorsprüngen 29 in die.Nut 27 ein. Zur Unterstützung
der Federkraft ist zusätzlich eine Blattfeder 30 eingeschoben. Der Zwischenadapter
20 umgreift die Außenseitenwände 28 mit Ansätzen 31, so daß durch Einführen eines
Schraubenziehers 32 - siehe Fig. 4 - zwischen die Ansätze 31 und Fortsätze 32 ein
Hersurheben der Halterame aus der Rastnut 27 möglich ist. Die Raatnut 27 ist ohnehin
bei bestimmten Schaltgeräten vorhanden; sie dient hier zur Einrastung einer Abdeckung
für die Klemmschrauben. Bei der Ausführung nach Fig. 7 und 8 ist der Zwischenadapter
mit langen Federbeinen 34 i
L Ausnehmungen 35 verrastet, die sich ebenfalls an der Seitenwänden 28 befinden, jedoch
nicht an der Innenseite, sondern an der Schmalseite der stegförmig ausgebildeten Seitenwinde.
Um einen Festsitz des Zwischenadapters 10 zu erzielen, ist eine ballige Fläche 36
mit der Etirnkante 37 der Seitenwände 28 in Berührung gebracht. Durch Torsehen eines
Schlitzes 38 ergibt sich der federnde Steg 39, der die ballige Fläche 36 aufweist.
Wie insbesondere aus Fig. 7 zu ersehen ist, sind die Federbeine 34 durch Vorsehen
einer schlitzförmigen Ausnehmung 40 relativ lang ausgeführte so daß sich relativ gute
Federeigenschanen ergeben und die Federbeine 34 mit relativ großem Druck in die Ausnehmung
35 hineingedrückt werden. Zum Abnehmen des Zwischenadpters dienen auch hier Entriegelungshaken
16. Die Ausführungsform nach den Fig. 7 bis 9 hat sich insofern als vorteilhaft erwiesen,
als die Seitenwände 28 im allgemeinen massiver sind als die Trennwände.
1. Aufsatzteil für elektromagnetische Schaltgeräte, das mit verrastbaren Haltearmen
auf dem Schaltgerät befestigbar und mit dem beweglichen Kontaktträger in Wirkverbindung
bringbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß das Aufsatzteil zur Aufnahme eines Aufsatzblockes
(21) als Zwischenadapter (10) ausgebildet ist, in dem ein Anzeige- und Betätigungsteil
(19) für das elektromagnetische Schaltgerät (1) verschiebbar gelagert um den Boden
des Aufsatzblockes (21) herumgeführt ist.
2. Aufsatzteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Anzeige- und Betätigungsteil
(19) U-förmig mit den Schenkeln (20) des U den Aufsatzblock (21) flankiert.
3. Aufsatzteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Anzeige- und Betätigungsteil
(19) mit einem stielförmigen Ansatz (23) am Steg des U verschiebbar im Zwischenadapter
(10) geführt ist.
4. Aufsatzteil nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Verschiebungsbegrenzung
auf der einen Seite entgegen der Kraft einer Rückstellfeder (24) von Rastvorsprüngen
(25) übernommen ist.
5. Aufsatzteil nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme
(11) mit Rastnasen an den Stirnseiten von Trennwänden (9) zwischen den einzelnen Phasen
verrastet sind.
6. Aufsatzteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (9) in
Nuten der Haltearme (11) einfiibrbar sind.
7. Aufsatzteil nach Anspruch 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß der parallel
zur Seitenwand des Aufsatzblockes (21) verlaufende Teil (20) des Anzeige- und Betätigungsteiles
(19) zwischen Schutz- und Führungsrippen (22) am Aufsatzblock (21) gleitet.
8. Aufsatzteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß
der Zwischenadapter (10) Anschlußschrauben (8) des Schaltgerätes (1) gitterartig umrahmt.
9. Aufsatzteil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß die Haltearme (11) in eine quer zur Aufsetzrichtung des Zwischenadapters (10)
verlaufende Nut (27) an der Innenseite der Seitenwände (28) des Schaltgerätes (1)
einrasten.
10. Aufsatzteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß der Zwischenadapter
(10) die den Haltearmen (11) zugeordneten Außenseiten des Schaltgerätes (1) umgreift
und mit Ansätzen (31) derart überragt, daß diese als Werkzeugabstützung beim Aushebeln
der Haltearme (11) dienen.
11. Aufsatzteil nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Haltearme
(11) aus Kunststoff angeformt von eingesetzten Blattfedern (30) hinterlegt sind.
12. Aufsatz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß der Zwischenadapter (10) mit balligen, elastisch nachgiebigen Flächen (36) auf
den Stirnkanten (37) der Seitenwände des Schaltgerätes (1) unter Vorspannung aufliegt.
13..Aufsatzteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die den Flächen (36)
zugeordneten Seitenwände des Zwischenadapters (10) quer zur Vorspannungsrichtung mit
einem einen elastischen, nachgiebigen Steg (39) bildenden Schlitz (38) versehen sind.
14. Aufsatzteil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Aneprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß im Zwischenadapter (10) in Verlängerung der Haltearme (11) auf der dem Schaltgerät
(1),zugewandten Seite schlitzförmige Ausnehmungen (40) vorhanden sind.