[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitz- und Liegemöbel, insbesondere Krankenbett, mit einer
in Kopf-, Mittel- und Fußteil aufgeteilten Liegefläche und einem sich wenigstens über
die Länge des Mittel-teils erstreckenden ortsfesten Rahmen, an dem Kopf- und Fußteil
um waagerechten Achsen schwenkbar gelagert und durch Körpergewichtverlagerung des
Benutzers in waagerechte und geneigte Lagen einstellbar und mittels Feststelleinrichtungen
arretierbar sind.
[0002] Bekannte Konstruktionen dieser Art besitzen eine nicht in allen Fällen befriedigende
Funktion, insbesondere dann nicht, wenn sie bei Krankenbetten eingesetzt werden und
es dem Patienten schwerfällt, die zur Verstellung erforderlichen, verhältnismäßig
großen Gewichtsverlagerungen vorzunehmen.
[0003] Ziel der Erfindung ist ein verbessertes Sitz- und Liegemöbel, bei dem das Kopfteil
bezüglich seiner Einstellbarkeit leichter auf Gewichtsverlagerungen reagiert und dabei
die Einstellbarkeit vom Gewicht des Benutzers weitgehend unabhängig bleibt.
[0004] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Feststelleinrichtung,
die sich durch einfache Bauteile und einen platzsparenden Aufbau auszeichnet und in
der Lage ist, bei einem verstellbaren Bettrost oder einer verstellbaren Liege die
erforderlichen Verriegelungskräfte aufzunehmen und auf den Rahmen zu übertragen.
[0005] Erfindungsgemäß ist ein Sitz- und Liegemöbel der eingangs angegebenen Art dadurch
gekennzeichnet, daß das Kopf teil mittels einer am ortsfesten Rahmen abgestützten
Drehfeder (Torsionsachse) um seine Schwenkachse drehbar ist und die Längselemente
des Mittelteils aufhn einer unteren Verlängerung des Kopf teils angeordneten Stiftteilen
längsverschiebbar geführt sind.
[0006] Aufgrund des Gewichtsausgleiches hebt sich das Kopfteil aus seiner waagerechten Lage
nach dem Lösen der Feststelleinrichtung schon durch sehr geringe Gewichtsverlagerung
des Benutzers in eine aufrecht geneigte Lage, so daß sich für körperlich behinderte
Benutzer der meist mühevolle Aufrichtvorgang erleichtert wird.
[0007] Die Rückstellung in die waagerechte Lage ist ohnehin einfach. Die Einstellbarkeit
des Kopfteils wird dadurch erleichtert, daß das Mittelteil insgesamt nicht verschoben
zu werden braucht. Vielmehr liegen die tragenden Längselemente des Mittelteils auf
den an der unteren Verlängerung des Kopfteils angeordneten Stützen längsverschieblich
auf, so daß die Verstellung des Kopf teils über die Längselemente des Mittelteils
zusätzlich beeinflußt werden kann. Da die an der Verlängerung des Kopfteils angeordneten
Stützteile zur Schwenkachse des Kopfteils in einem Hebelverhältnis stehen, läßt sich
durch Gewichtsverlagerung des Benutzers auf sein im Knick zwischen Kopf teil und Mittelteil
befindliches Becken die Steilheit der Neigung bis zur vollständig aufrechten Sitzposition
beliebig erhöhen. Das Mittelteil gelangt dabei automatisch in eine leicht rückwärts
geneigte günstige Sitzposition.
[0008] Die Stützteile können in Form waagerechter Bolzen an der unteren Verlängerung des
Kopf teils im wesentlichen in der Kopfteilebene angeordnet sein. Dies führt zu einem
einfachen Aufbau des Kopfteils und gleichzeitig ergeben sich bequeme Anschlußmöglichkeiten
für das Mittelteil bei der Montage z.B. der Serienfertigung eines Bettrostes. Die
waagerechten Bolzen sorgen dafür, daß die auf den Längselementen aufliegenden Matratzenbereiche
mit denen des Kopfteils in dessen waagerechter Lage im wesentlichen auf gleicher Höhe
liegen.
[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal können die Stützteile seitlich an der unteren Verlängerung
des Kopf teils befestigt und in Längsschlitzen der Längselemente geführt sein. Dadurch
sind die Längselemente und die Stützteile zueinander relativ so beweglich, daß alle
Neigungsänderungen des Kopfteils in den Längsschlitzen der Längselemente aufgenommen
werden und das Mittelteil, abgesehen von geringfügigen Keigungsverstellungen, keine
Längsbewegungen ausführt.
[0010] Die sich quer über die Breite des Kopfteils oder eines Abschnitt des Kopfteils erstreckende
Drehfeder kann an beiden Enden bezüglich des ortsfesten Rahmens unverdrehbar festgelegt
und mit ihrem mittleren Bereich mit dem Kopfteil fest verbunden sein.Andererseits
kann die Drehfeder an beiden Enden mit dem Kopfteil und mit der im ortsfesten Rahmen
befestigten Schwenkachse unverdrehbar verbunden sein. Um unabhängig von der Bemessung
der Drehfeder nachträgliche Anpassungen an bestimmte Belastungen oder Vorzugsneigungen
vornehmen zu können, ist die Drehfeder bezüglich ihrer auf das Kopfteil wirkenden
Vorspannung einstellbar befestigt. Die Drehfeder kann aus einem Torsionsstab, der
z.B. mittig geteilt ist, oder auch aus anderen Federmitteln bestehen, z.B. gewundenen
Biegefedern, die einenends am ortsfesten Rahmen und anderenends am Kopfteil eingespannt
sind.
[0011] Die Feststelleinrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß aus durch beidseitig am Kopfteil
befestigte Segmente mit bogenförmigen Führungsschlitzen, durch die sich eine im Umfassungsrahmen
parallel zur Schwenkachse gehalterte Querachse erstreckt, ferner durch auf der Querachse
verschiebbare, jeweils den Segmenten gegenüberliegende, Bremsscheiben enthaltende
Bremsscheibenpaare, deren Verschiebeweg nach außen begrenzt ist und wobei zwischen
den beiden inneren Bremsscheiben ein Abstandshalter angeordnet ist, und durch mindestens
eine auf einer Seite des Umfassungsrahmens zwischen diesem und dem Kopfteil angeordnete
Betätigungseinrichtung, bestehend aus zwei senkrecht zur Querachse auf dieser relativ
zueinander verschiebbaren Teilstücken, von denen das eine als äußere Bremsscheibe
ausgebildet ist und das andere an einer auf der Querachse axial festgelegten Platte
anliegt. Somit läßt sich der Kopfteil in jeder Neigungsstellung wirksam verriegeln,
da die Betätigung beider Bremsscheibenpaare automatisch gleichzeitig erfolgt. Durch
die auf beiden Seiten des Kopfteils erfolgende Verriegelung werden die Verriegelungskräfte
verteilt, so daß die Segmente und die Bremsscheiben verhältnismäßig klein bleiben
und sich platzsparend unterbringen lassen.
[0012] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer als Bettrost dienenden Ausführungsform,
Fig. 2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht einer Einzelheit der Verbindung zwischen
Mittelteil und Kopf teil,
Fig. 3 ein vergrößertes Detail aus dem Anschlußbereich zwischen Mittelteil und Fußteil,
Fig. 4 eine abgebrochene Seitenansicht eines Bettrostes nach der Erfindung,
Fig. 5 ein Schema zur Erläuterung der Beziehung zwischen den Anschlußbolzen des Kopfteils
und einem gekrümrten Führungsschlitz des Mittelteils,
Fig. 6 eine schematische teilweise geschnittene Draufsicht auf den Kopfteil innerhalb
eines Umfassungsrahmens im Bereich der Feststelleinrichtung und
Fig. 7 eine schematische Seitenansicht der FEststelleinrichtung nach Fig. 6.
[0013] Der als Ausführungsbeispiel gewählte Bettrost entsprecherd Fig. 1 besteht aus einem
auf einem nicht gezeigten Untertau aufgesetzten Umfassungsrahmen 10, der senkrechte
Seitenwangen aufweist. Der Rahmen ist durch eine querverlaufende Schwenkachse 14 versteift,
auf der ein Kopf teil 16 schwenkbar gelagert ist. Das Kopfteil besteht aus einem Rahmen
und daran befestigten Querlatten 18 und besitzt eine über die Schwenkachse 14 hinausgehende
Verlängerung 20, an der Stützteile, z.B. Bolzen 22 befestigt sind.
[0014] Zwischen den Seitenwangen des Umfassungsrahmens 10 erstreckt sich eine zweite Querachse
24, auf der ein Fußteil 26 schwenkbar gelagert ist. Als Matratzenauflage dienen auch
hier Querlatten 18, die beispielsweise aus federndem Holz bestehen und in üblichen
Gummilagern abgestützt sind. Das den Bettrost bzw. das Sitz- und Liegemöbel vervollständigende
Mittelteil wird im wesentlichen durch zwei tragende Längselemente 28 gebildet, zwischen
denen ebenfalls Querlatten 18 verlaufen. Die Längselemente 28 sind an ihrem zum Kopfteil
16 weisenden Anschlußende entsprechend Fig. 2 mit Längsschlitze 30 enthaltenden Endabschnitten
29 versehen. Durch die Längsschlitze 30 erstrecken sich die bolzenförmigen Stützteile
22, die an den Seitenschenkeln 12 der Verlängerung 20 des Kopf teils 16 befestigt
sind.
[0015] Die entgegengesetzten Enden der Längselemente des Mittelteils sind entsprechend Fig.
1 und 3 mit Lagerteilen 23 an die Querachse 24 angeschlossen, auf der das Fußteil
26 mit Lagerschalen 27 schwenkbar gelagert ist. Die Längselemente 28 sind durch Flachfederabschnitte
32 verlängert, die sich über die Querachse 24 erstrecken und unterhalb einer Querstrebe
34 des Fußteils befestigt sind. Die Federabschnitte 32 entlasten das Fußteil und haben
das Bestreben, den Fußteil in angehobener Stellung zu halten, und zwar umso mehr als
das Mittelteil an seinem anderen Ende abwärts geneigt ist. Die schwenkbare Lagerung
des Fußteils ist im Rahmen der Erfindung nicht zwingend. Das Fußteil könnte auch in
einer etwa waagerechten Stellung festgehalten sein.
[0016] Während der Neigungsänderungen des Kopf teils 16 gleiten die Stützteile 22 in den
Längsschlitzen 30 der Längselemente 28. Fig. 2 zeigt, daß durch Gewichtsverlagerung
das Mittelteil mit dem Hebelarm entsprechend dem Abstand zwischen den Stützteilen
22 und der Schwenkachse 14 auf die Verlängerung 20 des Kopfteils wirkt und daher zusätzlich
zu dem bereits vorhandenen Gewichtsausgleich aufgrund der um die Schwenkachse 14 wirksamen
Federelemente zur Neigungsverstellung des Kopfteils mit eingesetzt werden kann. Der
gelenkige und längsverschiebbare Anschluß der Längselemente 28 an die Verlängerung
20 des Kopf teils gewährleistet eine nach hinten gerichtete Abwärtsneigung des Mittelteils,
die einer günstigen Sitzposition entspricht, wenn das Kopfteil nach oben geneigt wird.
[0017] Das Kopfteil 16 ist mit an seiner Unterseite angeschlossenen Lagerschalen 36 auf
der rohrförmigen Querachse 14 drehbar gelagert. Auf der Querachse 14 ist eine Drehfeder
38 in Form eines Torsionsstabes mit einem Anschlußteil 40 im Mittelbereich festgelegt,
während die Stabenden mittels Halteeinrichtungen 42 seitlich am Kopf teilrahmen befestigt
sind.
[0018] Um Kopf teil und Fußteil in der jeweils eingestellten Neigung zu arretieren, sind
getrennte FEststelleinrichtungen vorgesehen. Gemäß Fig. 1 besteht die FEststelleinrichtung
für das Kopfteil 16 aus einem konzentrisch zur Schwenkachse 14 angeordneten Bügel
46, dessen Enden an Querstreben des Kopfteils befestigt sind. Der Bügel 46 dient als
Bremsfläche, gegen die eine aus Kunststoff bestehende Exzenterrolle 48 angelegt wird.
Die Exzenterrolle sitzt auf einer Bremswelle, die mittels eines Handhebels verdrehbar
ist. Die Bremswelle ist in Laschen eines Hilfsrahmens 56 gelagert.
[0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 verlaufen die Schlitze 30 in den Längselementen
28 etwa in Fortsetzung der Richtung der Längselemente und sind in Richtung zum Kopfteil
leicht aufwärts gekrümmt. In len Schlitzen sind an der Verlängerung 20 des Kopf teils
befestigte waagerechte Bolzen 22 geführt, die evtl. mit in den Schlitzen aufgenommenen
Rollen versehen sind. Entsprechend Fig. 5 werden die Bolzen 22 bei halb oder steiler
geneigtem Kopfteil durch Gewichtsverlagerungen des Benutzers leichter nach hinten
und auch nach vorn bewegt, als wenn die Schlitze 30 in Fortsetzung des nach unten
geneigten Mittelteils geradlinig nach unten verlaufen würden. Beim Aufrichten des
Kopf teils müssen die Bolzen oder Rollen weniger Widerstand in den Längsschlitzen
30 überwinden, so daß bei nachlassender Federkraft und weitere Veränderung der Kopfteilneigung
hemmende Reibkräfte keinen Einfluß mehr ausüben können und die Gewichtsverlagerung
des Benutzers leichter zur Wirkung kommt.
[0020] Seitlich oder an der Unterseite des Kopfteils 16 sind entsprechend Fig. 4 in senkrechten
Ebenen verlaufende Blechsegmente 17 befestigt, die einen bogenförmig um die Schwenkachse
14 verlaufenden Führungsschlitz 63 enthalten. Durch den Führungsschlitz 63 erstreckt
sich eine im Umfassungsrahmen 10 ortsfest angeordnete Querachse 62 auf der eine Feststelleinrichtung
in Form von Bremsscheiben 76 quer verschiebbar ist, um die Segmente 17 und damit das
Kopfteil 16 in der eingestellten Neigung festzuhalten.
[0021] Zum Gewichtsausgleich des Kopf teils 16 bzw. um das Kopfteil in eine geneigte Stellung
vorzuspannen, sind an beiden Seiten des Umfassungsrahmens 10 Zugfedern 52 eingehängt,
die mit ihrem anderen Ende in eine Öffnung am Rand der Segmente 17 eingehängt sind.
Am Umfassungsrahmen sind die Zugfedern in Bolzen oder Haken 61 eingehängt, die von
einem am Umfassungsrahmen befestigten Beschlagteil 59 ausgehen.
[0022] Entsprechend Fig. 6 und 7 gehen von der Unterseite des Kopf teils 16 senkrecht nach
unten weisende, etwa einem Viertelbogen entsprechende Segmente 17 aus, die mit einer
Öffnung auf die Schwenkachse 14 des Kopfteils 16 aufgeschoben sein können. Die Schwenkachse
14 ist an den Innenseiter des Umfassungsrahmens 10 eines Bettrostes an dort befestigten
Beschlagteilen 53 abgestützt. Die Beschlagteile 53 enthalten Aufnahmeöffnungen 60
zur Halterung einer Querachse 62, die sich durch die bogenförmigen Schlitze 63 der
Segmente 7 erstreckt. Auf der Querachse 62 sind entsprechend Fig. 6 von links nach
rechts ein Begrenzungselement 64 (Quersplint . oder Sprengring), eine Endscheibe 65,
ein mit einem Längsschlitz auf die Querachse 62 aufgeschobenes äußeres Keil- stück
78, ein mit einer Bohrung auf die Querachse aufgeschobenes inneres Keilstück 76, das
mit seiner dem Segrient 17 gegenüberliegenden Fläche 66 als äußere Bremsscheibe wrkt,
eine innere Bremsscheibe 68, ein Distanzrohr 70, zu einem zweiten Bremsscheibenpaar
gehörende Bremsscheiben 72 und 74, wobei die Bremsscheibe 74 gleichzeitig das innere
Keilstück 76 bildet, ein äußeres Keilstück 78, eine Haltescheibe 80 sowie ein Begrenzungselement
64 angeordnet.
[0023] Die inneren Bremsscheiben 68, 72 bestehen bei der gezeigten Ausführungsform aus einfachen
Blechformteilen mit einen angeformten Ringbund 86, mit dem sie auf der Querachse 62
verschiebbar gelagert sind. Das Distanzrohr 70 ist über den Ringbund 86 der beiden
Bremsscheiben 68 und 72 geschoben.
[0024] An der Keilfläche der beispielsweise kreisförmig ausgeführten inneren Keilstücke
76 legen die äußeren Keilstücke 78 an, die gemäß Fig. 7 mit einem Langlochschlitz
88 auf die Querachse 62 aufgeschoben und auf dieser geführt sind. Die äußeren Keilstücke
78 sind außerdem auf von der Schwenkachse 14 ausgehenden Bolzen 96 geführt und durch
ausreichend stark bemessene Druckfedern 98 ständig in Klemmrichtung vorgespannt, so
daß die Feststelleinrichtung normalerweise betätigt ist. Die Federn 98 umgeben die
Bolzen 96 und sind an der Schwenkachse 14 abgestützt.
[0025] Die auf beiden Seiten des Kopf teils 16 vorhandenen Betätigungseinrichtungen sind
in der Lage, auf die am Kopfteil befestigten Segmente 17 ausreichend hohe Bremskräfte
zu übertragen. Aufgrund der beidseitigen Keilgruppen wird nicht nur eine sichere Arretierung
des Kopf teils, sondern auch dessen zusätzliche Versteifung in geklemmtem Zustand
erreicht. Die gezeigte Konstruktion bietet die Möglichkeit, einen Betätigungshebel
90 wahlweise auf der linken oder rechten Seite des Umfassungsrahmens 10 vorzusehen.
[0026] Entsprechend Fig. 6 ist ein auf der linken Seite des Umfassungsrahmens auf dessen
Oberseite an der Stelle 92 gelagerter Betätigungshebel 90 vorgesehen, der an seinem
Ende 91 einen nach unten abgewinkelten Schenkel 100 trägt. Der Schenkel 100 ist mit
einem nach unten offenen Langlochschlitz 102 über einen vom Keilstück 78 aus seitlich
wegstehenden Zapfen 94 geschoben, der ei
1 verbreitertes Ende 95 bestitzt. Entsprechend Fig. 7 ist der abgewinkelte Schenkel
100 auf einem Vierkant 104 des Betätigungshebels 90 formschlüssig und lösbar befestigt.
Um dem Betätigungshebel 90 entsprechend Fig. 6 auf der rechten Seite des Umfassungsrahmens
anzubringen, braucht lediglich der Schenkel 100 abgenommen und nach Drehung um 180°
wieder auf den Vierkant 104 aufgeschoben zu werden.
[0027] Will der Benutzer das Kopfteil 16 verschwenken, so hebt er den Betätigungshebel 90
aus der in Fig. 7 gezeigten waagerechten Stellung an. Dabei wird über den Schenkel
100 das äußere Keilstück 78 mitgenommen, das sich entgegen der Kraft der Feder 98
vom inneren Teilstück 76 entfernt. Das auf der anderen Seite angeordnete, weiterhin
unter der Kraft seiner Feder stehende Keilstück 78 kann die Bremsung allein nicht
aufrechterhalten, da das innere Ende des Längsschlitzes 88 bereits an der Querachse
62 anliegt. Die am Kopfteil befestigten Segmente 17 sind nunmehr zwischen den Bremsscheibenpaaren
beweglich. Zum Verriegeln wird der Betätigungshebel 90 losgelassen, womit er in die
waagerechte Stellung zurückkehrt, wenn durch die Kraft der Feder 98 das Teilstück
78 auf das Keilstück 76 einwirkt, um dessen Bremsfläche 66 gemäß'Fig. 6 nach rechts
zu bewegen. Durch gleichzeitiges Anlegen des Keilstückes 78 an die Haltescheibe 65
wird die Querachse 62 innerhalb der Öffnungen 60 nach links verschoben, sodaß die
am anderen Ende befindliche Halteplatte 65 das Keilstück 76 mit seiner Bremsfläche
74 gegen das rechte Segment 17 drückt. Die Annäherung der beiden äußeren Bremsflächen
66, 74 dauert an, bis die inneren Bremsscheiben 68, 72 an den Segmenten anliegen,
wobei ein Bewegungs- und Kraftausgleich über das Distanzrohr 70 erfolgt. Aufgrund
der Eigenelastizität des Distanzrohres werden nach erfolgter Verriegelung von dort
aus Rückstellkräfte wirksam, welche die Verriegelung zwangsläufig aufrechterhalten.
[0028] Entsprechend Fig. 6 besteht die Schwenkachse 14 aus zwei mit am Umfassungsrahmen
10 befestigten Beschlagteilen 53 fest verbundenen Achsstummeln 106. In den Achsstummeln
sind die Bolzen 96 zur Führung der äußeren Keilstücke 78 befestigt. Die Achsstummel
106 setzen sich in verjüngte Zapfenabschnitte 108 fort, die ein Vierkant oder ähnliches
Profil aufweisen. Auf den Zapfen 108 sind die Segmente 17 aufgeschoben. Beiderseits
der Segmente können Haltescheiben 110 angeordnet sein. Die Zapfenabschnitte 108 sind
durch einDistanzrohr 112 miteinander verbunden.
1. Sitz- und Liegemöbel, insbesondere Krankenbett, mit einer in Kopf-, Mittel- und
Fußteil aufgeteilten Liegefläche und mit einem sich wenigstens über die Länge des
Mittelteils erstreckenden ortsfesten Rahmen, an dem mindestens das Kopfteil um eine
waagerechte Achse schwenkbar gelagert und durch Körpergewichtsverlagerung des Benutzers
in waagerechte und geneigte Lagen einstellbar und mittels einer Feststelleinrichtung
arretierbar sind, und wobei das Kopfteil über seine Schwenkachse hinaus verlängert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil mittels einer um seine Schwenkachse
wirksamen und am Rahmen abgestützten Federeinrichtung in einem aufwärtsgeneigte Lagen
umfassenden Winkelbereich gewichtsmäßig ausgeglichen ist und die Längselemente des
Mittelteils auf an der unteren Verlängerung des Kopf teils angeordneten Stützteilen
(22) längsverschiebbar geführt sind.
2. Möbel nach Anspruch 1, bei dem die Stützteile als waagerechte Bolzen an der unteren
Verlängerung des Kopfteils im wesentlichen in der Kopfteilebene angeordnet sind.
3. Möbel nach Anspruch 2, bei dem die Stützteile seitlich an der unteren Verlängerung
des Kopf teils befestigtmd in Längsschlitzen der Längselemente geführt sind.
4. Möbel nach Anspruch 1, bei dem die sich über die Breite des Kopfteils erstreckende
Drehfeder an beiden Enden bezüglich des ortsfesten Rahmens unverdrehbar festgelegt
und in ihrem mittleren Bereich mit dem Kopfteil fest verbunden ist.
5. Möbel nach Anspruch 4, bei dem die Drehfeder an beiden Enden mit dem Kopf teil
und mit der im ortsfesten Rahmen befestigten Schwenkachse unverdrehbar verbunden ist.
6. Möbel nach Anspruch 4, bei dem die Drehfeder bezüglich ihrer auf das Kopf teil
wirkenden Vorspannung einstellbar befestigt ist.
7. Möbel nach Anspruch 1, bei dem die tragenden Längselemente des Mittelteils auf
einer im Rahmen befestigten Querachse, auf der auch das Fußteil 26 unterstützt ist,
drehbar gelagert sind.
8. Möbel nach Anspruch 6, bei dem die Längselemente durch Flachfedern 32 verlängert
sind, die auf der Querachse des Fußteils aufliegen und mit einem sich bis in den Fußteil
erstreckenden Bereich an der Unterseite einer Querstrebe 34 des Fußteils befestigt
sind.
9. Möbel nach Anspruch 1, bei dem der ortsfeste Rahmen als auf ein Untergestell aufsetzbarer
Umfassungsrahmen ausgeführt sind, der Kopf-, Mittel-und Fußteil in der waagerechten
Lage umschließt.
10. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung für den
Gewichtsausgleich des Kopfteils aus zwei jeweils mit ihrem einen Ende seitlich am
Rahmen gehaltenen Zugfedern besteht, deren andere Enden mit seitlich vom Kopf teil
nach unten über dessen Schwenkachse hinausragenden Ansätzen (17) verbunden sind, wobei
am Rahmen Beschlagteile mit unter Längsabständen zueinander angeordneten Vorsprüngen
zum Einhängen der Federenden und zur Einstellung der Federkraft vorgesehen sind (Fig.
4).
11. Möbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze an der Unterseite
des Kopfteils in senkrechten Ebenen verlatfende Blechsegmente (17) sind, die einen
um die Schwenkachse des Kopfteils bogenförmig verlaufenden Schlitz enthalten, in dem
eine am Rahmen abgestützte und eine Feststelleinrichtung tragende Querachse (62) geführt
ist.
12. Möbel nach Anspruch 1, bei dem die an der unteren Verlängerung des Kopfteils angeordneten
Bolzen (22) in Führungsschlitzen der Längselemente des Mittelteils geführt sind, die
in Richtung zum Kopf teil hin leicht aufwärts gekrümmt sind.
13. Möbel nach Anspruch 12, bei dem der rückwärtige Abschnitt der Führungsschlitze
aufwärts so geneigt ist, daß die Bolzen (22) bei relativ steil stehendem Kopf teil
von den Oberseiten der Führungsschlitze eine nach hinten zum Schlitzende gerichtete
Kraftkomponente erteilt erhalten.
14. Möbel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch beidseitig am Kopfteil befestigte
Segmente (17) mit bogenförmigen Führungsschlitzen, durch die sich eine im Umfassungsrahmen
abgestützte Querachse (62) erstreckt, ferner durch auf der Querachse verschiebbare,
jeweils die Segmente zwischen sich aufnehmende Bremsscheibenpaare, deren Verschiebeweg
nach außen begrenzt ist, wobei zwischen den beiden inneren Bremsscheiben ein Abstandshalter
(70) angeordnet ist,
und durch mindestens eine auf einer Seite des Rahmens zwischen dem Rahmen und dem
Kopfteil angeordnete Betätigungseinrichtung, bestehend aus zwei senkrecht zur Querachse
auf dieser relativ zueinander verschiebbaren Keilstücken, von denen das eine als äußere
BREMSSCHEIBE ausgebildet ist und das andere an einer auf der Querachse festgelegten
Platte (80) anliegt.
15. Möbel nach Anspruch 14, bei der die Querachse 62 in Öffnungen (60) an beiden Seiten
des Rahmens befestigten Beschlagteilen (64) verschiebbar unterstützt ist.
16. Möbel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (14) des
Kopf teils und die Querachse (62) in den gleichen Beschlagteilen (64) am Umfassungsrahmen
abgestützt sind.
17. Möbel nach Anspruch 14, bei dem beide äußere Bremsscheiben eine nach außen gerichtete
Keilfläche aufweisen and mit dem zugeordneten senkrecht zur Querachse verschiebbaren
Teilstück (78) die Betätigungseinrichtung bilden.
18. Möbel nach Anspruch 14, bei dem die als äußere Bremsscheiben wirkenden Keilstücke
(76) mit einer Bohrung und die äußeren Keilstücke (78) mit einem Längsschlitz auf
die Querachse (62) aufgeschoben sind, und wobei eines der äußeren Keilstücke durch
einen am Umfassungsrahmen (10) gelagerten Betätigungshebel (90) längsverschiebbar
ist.
19. Möbel nach Anspruch 18, bei dem die äußeren Keilstücke auf an der Querwelle befestigten
Bolzen (96) geführt und mit Hilfe von die Bolzen umgebenden Federn (98) in eine Bremsbetätigungsstellung
vorgespannt sind.
20. Möbel nach Anspruch.l9, bei dem die äußeren Keilstücke einen seitlich abstehenden
Zapfen (94) tragen, den ein abgewinkelter Schenkel (100) des Betätigungshebels mit
einem nach unten offenen Langlochschlitz (102) übergreift.
21. Möbel nach Anspruch 20, bei dem der Betätigungshebel wahlweise an der rechten
oder linken Seite des Umfassungsrahmens gelagert ist und der abgewinkelte Schenkel
(100) mittels eines Vierkants formschlüssig und lösbar am Hebel befestigt ist.
22. Möbel nach Anspruch 14, bei dem die Schwenkachse (14) des Kopfteils aus zwei am
Umfassungsrahmen befestigten Achsstummeln (106) besteht, in denen die Führungsbolzen
(96) für die äußeren Keilstücke befestigt sind, wobei die Achsstummel einen verjüngten
Vierkantzapfen (108) aufweisen und durch ein aufgepreßtes Distanzrohr miteinander
verbunden sind.