[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit basischer
Ausmauerungen von Konvertern beim Frischen von Roheisen zu Stahl unter Verwendung
von Mg0 oder MgO enthaltenden Stoffen sowie Kalk als Zuschlägen, wobei Zuschläge dieser
Art in den Brennfleckbereich eingeblasen werden.
[0002] Die basischen Ausmauerungen von Konvertern bestehen gewöhnlich aus getemperten, seltener
aus grünen teer- oder pechgebundenen Dolomitsteinen, Magnesitsteinen oder Dolomit/Magnesit-Mischsteinen.
Diese Ausmauerungen unterliegen während des Frischens des Roheisens einem starken
Verschleiß, der physikalische und chemische Ursachen hat. Die physikalischen Ursachen
sind beispielsweise durch Erosion, durch Zuschlagen von Schrott und durch thermische
Spannungen aufgrund wechselnder Temperaturen im Konverter gegeben. Die chemischen
Einflüsse als Hauptverschleißursache sind im wesentlichen durch den Schlackenangriff
auf Bestandteile der Konverterzustellung gegeben.
[0003] Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, den chemischen Verschleiß zu vermindern und
dadurch die Haltbarkeit der basischen Ausmauerungen zu erhöhen, und zwar durch eine
gezielte metallurgische Führung des Frischprozesses. Naturgemäß hängt der chemische
Verschleiß sehr stark von der Zusammensetzung der Schlacke während des Frischens ab.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse, zum Beispiel Arch. Eisenhüttenwes.
44,451 (1973), soll der Eisenoxidgehalt der Schlacke dabei eine Rolle spielen, da
eine Reaktion zwischen dem Eisenoxid und dem Kohlenstoff des Bindemittels der Zustellung
stattfindet, so daß in der ersten Verschleißphase eine Entkohlung der Zustellung stattfindet.
[0004] Weiterhin werden nach Betriebsbeobachtungen Verschleißerscheinungen von der Zusammensetzung
der Endschlacken abgeleitet. Beim Frischen bildet sich, bedingt durch den Siliciumgehalt
des Roheisens und durch das entsprechende Eisenoxid, eine saure Schlacke, die man
durch basische Zuschläge, z. B. durch CaO, zu neutralisieren trachtet. Selbst die
basische Schlacke hat ein erhebliches Lösungsvermögen für MgO, welches die Schlacke
der Ausmauerung entnimmt. Diese MgO-Löslichkeit der Schlacke ist zu Beginn des Frischens
am größten und sinkt bei Blasende ab. Daraus folgt, daß der Schlackenangriff auf die
Konverterausmauerung zu Beginn des Frischens am größten ist und daß man die Zusammensetzung
der Endschlacken nicht als Maßstab zur Beurteilung des Futterverschleißes heranziehen
kann.
[0005] Es wurden denn auch bereits Überlegungen angestellt, nur soviel MgO zusammen mit
Kalk in den Konverter einzubringen, daß die Endschlacke an MgO gesättigt ist. Das
bedeutet jedoch, daß die Anfangsschlacke zu wenig MgO enthält.
[0006] Eine Sättigung der Anfangsschlacke mit MgO, z. B. durch Anwendung eines großen Überschusses,
ist deswegen nicht möglich, weil sich das eingebrachte MgO schlecht löst. Die Löslichkeit
für MgO verbessert sich jedoch während des Frischprozesses, so daß die Endschlacke
an MgO übersättigt wird, was zur Folge hat, daß die Endschlacke sehr viskos ist und
die Entphosphorisierung sowie die Entschwefelung stark behindert wird.
[0007] Zum Erkenntnisstand gehört auch, daß der ideale Schutz gegen einen Schlackenangriff
auf die Konverterausmauerung dann gegeben wäre, wenn es gelänge, die Magnesiumoxid-Konzentration
der Schlacke in jeder Phase des Frischprozesses an der Sättigungsgrenze zu halten,
also auch zu Beginn des Frischens.
[0008] Ferner wird in der FR-A- 1 536 457 ein Verfahren zur Verringerung des Verschleißes
basischer feuerfester Futter von Konvertern beschrieben, bei welchem mit Magnesiumoxid
gesättigte Schlacke eingesetzt wird und kontinuierlich während des gesamten Frischprozesses
Magnesiumoxid in granulierter Form zugeführt wird. Hierzu kann auch eine Mischung
von Kalk mit Magnesiumoxid durch die Sauerstofflanze eingeblasen werden.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Futterhaltbarkeit basischer
Konverter zu verlängern, und zwar durch Erhöhung der Auflösungsgeschwindigkeit von
eingesetztem MgO als Zuschlagstoff, insbesondere zu Beginn des Frischprozesses, unter
Vermeidung von Flußmittelzusätzen, ferner die Einhaltung der MgO-Sättigung der Schlacke
während des gesamten Frischprozesses, so daß keine Behinderung der Entphosphorung
und Entschwefelung durch eine zu viskose Endschlacke eintritt und schließlich weiterhin
Vermeidung von Überschüssen an basischen Zuschlägen.
[0010] Überraschenderweise wurde gefunden, daß diese Aufgabe lösbar ist, wenn man das MgO
oder die MgO enthaltenden Stoffe in Gegenwart von CaO oder CaO enthaltenden basischen
Stoffe in das flüssige Roheisen einbläst mit der Maßgabe, daß dies mit dem Frischen
beginnt und nach 15% bis 35% der Frischzeit beendet ist, wobei diese Zuschläge eine
Korngröße von weniger als 2 mm aufweisen und die Mengen an MgO und CaO so zu bemessen
sind, daß sich in der Schlacke ein prozentuales CaO/MgO und ein prozentuales CaO/Si0
2-Verhältnis ergibt, die gemäß Schaubild 1 funktionell zusammengehören und zwischen
den Kurven A und B liegen, während die erforderliche Restkalkmenge beginnend nach
15% bis 35% der Frischzeit zugeschlagen wird.
[0011] Es hat sich gezeigt, daß das Einblasen des MgO oder der MgO enthaltenden Stoffe in
den während des Frischens entstehenden sogenannten Brennfleck mit seiner hohen Temperatur
zu einer außerordentlich schnellen Auflösung des MgO in der sich bildenden Schlacke
bereits zu Beginn des Frischens führt, wenn Kalk oder Kalk enthaltende basische Stoffe
(Schlackenbildner) zugegen sind. Diesen Kalk kann man z. B. unmittelbar vor Blasbeginn
in stückiger Form zuschlagen oder vorteilhafterweise zusammen mit dem MgO-Zusatz in
feinkörniger Form einblasen. Die Zuschläge sind zweckmäßig weichgebrannt beziehungsweise
kalziniert. Als Rohstoffe kann man Magnesit, kalkhaltigen Magnesit, magnesitischen
Kalk oder Mischungen verwenden. Diese Stoffe können mit natürlich vorkommenden Begleitstoffen
bis zu einem gewissen Grade verunreinigt sein. Vorteilhaft ist es, Dolomit einzusetzen.
[0012] Um die Basizität der Anfangsschlacke zu erhöhen und damit gleichzeitig, die zur Sättigung
führenden MgO-Gehalte zu erniedrigen ist es weiter vorteilhaft, Stoffe mit hoher Basizität
und niedrigem Schmelzpunkt, z. B. LD-Schlacke, bei Blasbeginn und/oder vor Beginn
des Frischens einzusetzen. Beim Einsatz von LD-Schlacke ist ein Prozentsatz von 0,5
bis 2,0%, bezogen auf den erzeugten Stahl, von Vorteil. Hierdurch werden die Sättigungsgehalte
an MgO in der Anfangsperiode des Blasens schneller erreicht. Dadurch ist es möglich,
den erforderlichen MgO-Satz herabzusetzen.
[0013] Es ist ferner vorteilhaft, wenn das MgO oder die MgO enthaltenden Stoffe, gegebenenfalls
zusammen mit Kalk mit Sauerstoff als Trägergas eingeblasen werden. Auf diese Weise
werden die einzublasenden Stoffe direkt dem Brennfleck zugeführt. Sofern die beim
Frischen des Roheisens verwendete Blaslanze zur Zuführung von Feststoffen eingerichtet
ist, kann das Einblasen der Feststoffe mit dem zum Frischen erforderlichen Sauerstoff
erfolgen. Wenn dies nicht der Fall ist, wird erfindungsgemäß eine zweite Lanze eingesetzt,
welche lediglich zum Einblasen der Feststoffe dient. Sofern ein anderes Gas als Sauerstoff
die Trägergasfunktion übernimmt, sollte das Einblasen der Feststoffe im Bereich des
Brennflecks erfolgen, der beim Frischvorgang entsteht.
[0014] In entsprechender Anwendung dieser Vorschriften kann das erfindungsgemäße Verfahren
nicht nur bei der Durchführung des LD-Frischens erfolgen, sondern auch bei anderen
Verfahrensweisen, zum Beispiel bei dem sogenannten LDAC-, beim AOD- und auch beim
OBM-Verfahren. Diese Verfahren benutzen teilweise neben Sauerstoff andere Gase, die
auch als Trägergase dienen können, ebenso wie Gasgemische mit und ohne Sauerstoff.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf eine Auswahl der beschriebenen technischen
Maßnahmen beschränkt, sondern es ist auch möglich, diese Maßnahmen in technisch sinnvoller
Weise zu kombinieren, zum Beispiel dadurch, daß man vorgebildete Schlacke verwendet
und kalzinierten feinkörnigen Dolomit mit Hilfe einer gesonderten Lanze mit Sauerstoff
als Trägergas einbläst oder daß man vor Beginn des Frischens einen Kalkzuschlag einbringt,
sodann kalkhaltigen Magnesit mit Hilfe eines Inertgases über eine gesonderte Lanze
oder im Rahmen des OBM-Verfahrens beziehungsweise des AOD-Verfahrens zuschlägt. Diese
Variationen sollen lediglich als Beispiele für mögliche Varianten des erfindungsgemäßen
Verfahrens dienen.
[0016] Die erforderliche Restkalkmenge richtet sich nach dem meta!Iurgischen Gegebenheiten,
insbesondere nach dem Siliziumgehalt des Roheisens und den bereits zugeschlagenen
basischen Stoffen. Sie ist durch Rechnung leicht zu ermitteln und wird vorteilhaft
nach 25% der Frischzeit zugeschlagen.
[0017] Das Einblasen der Zuschläge soll mit Beginn des Frischens einsetzen, um von Anfang
an eine MgO gesättigte Schlacke zu erreichen. Das Ende des Einblasens soll zwischen
15% und 35% der Blaszeit beendet sein, vorzugsweise nach etwa 25% der Frischzeit,
so daß anschließend mit dem Zuschlag der Restkalkmenge, frühestens beginnend bei 15%,
spätestens bei 35% der Frischzeit, begonnen werden kann. Dabei können sich die Zeitpunkte
für die Zuschläge bei niedrigen Siliciumgehalten des Stahls überschneiden. Bei hohen
Siliciumgehalten dagegen sollte das MgO-Einblasen vor dem Zuschlag, der Restkalkmenge
beendet sein.
[0018] Erfindungsgemäß sind die Mengen an MgO und Kalk so bemessen, daß sich in der Schlacke
ein prozentuales CaO/MgO- und ein prozentuales CaO/Si0
2-Verhältnis ergibt, die gemäß Schaubild 1 funktionell zusammengehören und zwischen
den Kurven A und B liegen. Die Kurven lassen sich formelmäßig ausdrücken als

Hierbei stellt F einen Faktor von 0,413 dar. Bei der Kurve A nimmt C den Wert von
0,5 ein, bei der Kurve B den Wert von 0,2. Der anzustrebende Mittelwert liegt bei
C=0,35. Der Gültigkeitsbereich der Kurven liegt zwischen

[0019] Die Menge der Einsatzstoffe läßt sich aus Bild 1, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme
von Diagrammen, wie in Bild 2 gezeigt ist, berechnen. Diese Berechnungen werden durch
zwei Beispiele im betrieblichen Maßstab weiter unten erläutert. Bei der Mengenberechnung
der Zuschlagstoffe ist deren Gehalt an MgO beziehungsweise CaO zu berücksichtigen,
selbstverständlich auch beim Einsatz von MgO enthaltenden Stoffen oder von vorgebildeter
Schlacke.
[0020] Anhand dieser Beispiele, die repräsentativ für zahlreiche Betriebsversuche sind,
wurde festgestellt, daß sich das eingeblasene MgO in der Schlacke schnell löst und
daß überraschenderweise spätestens nach 10% der Frischzeit eine MgO-gesättigte Schlacke
vorliegt. Es hat sich ferner gezeigt, daß bei der Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens auch der Kalk in der Schlacke außerordentlich schnell gelöst wird und daß
ein Zusatz von Flußmitteln nicht erforderlich ist. Die Frischreaktion wird nicht behindert,
und auch die Entphosphorung und Entschwefelung ergeben ausgezeichnete Ergebnisse.
[0021] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern und eine Anleitung für die
Berechnung der Zuschlagmengen geben. In beiden Beispielen wurde ein mit Magnesitsteinen
zugestellter 200-t-Konverter benutzt. Das eingesetzte Stahleisen hatte unterschiedliche
Siliciumgehalte.
Beispiel 1
[0022]

Berechnung des Dolomitsatzes
[0023] 185 t Stahleisen mit 0,80% Si bringen in den ersten 25% Blasezeit (0,80% Si-0,27%
Si) 2101 kg Si0
2 ein, bei einem Restsiliziumgehalt nach 25% Blasezeit von 0,27%.
[0024] Für eine MgO-Sättigung der Anfangsschlacke werden nach Bild 1 und Bild 2 bei Einsatz
von Dolomit (58% CaO, 37% MgO) folgende Verhältnisse für die Schlacke eingesetzt:

[0025] Diese Sättigungs-Verhältnisse werden durch folgende Einsatz-kg-Verhältnisse erreicht
(Bild 2):

[0026] Hieraus werden die Einsatzmengen an CaO und MgO errechnet:

[0027] Nach dem Zünden des Sauerstoffs werden 4,0 t Dolomit mit einer Zugabegeschwindigkeit
von 1,3 t/min in 3,15 min eingeblasen. Der Restkalksatz, 10,7 t, wird nach 25% Blasezeit
beginnend zugesetzt.
[0028] Nach 25% Blasezeit und bei Blasende hat die Schlackenanalyse folgende Werte:

Analyse der Stahlprobe bei Blasende:
[0029]

[0030] Anfangs- und Endschlacken haben eine MgO-Konzentration, die zur Sättigung der Schlacke
führt, wie die Prozentverhältnisse in Bild 1 zeigen. Es werden 7,4 kg MgO pro t eingesetzt.
Beispiel 2
[0031]

Berechnung des Dolomitsatzes
[0032] 185 t Stahleisen mit 0,40% Si bringen 1388 kg Si0
2 ein, bei einem Restsiliziumgehalt nach 25% Blasezeit von 0,05%. Die kg-Verhältnisse
und Prozent-Verhältnisse der Anfangsschlacken haben die gleichen Werte wie im Beispiel
1.
[0033]

[0034] Hieraus werden die Einsatzmengen an CaO und MgO errechnet:

[0035] Nach dem Zünden des Sauerstoffs werden 2,65 t Dolomit mit einer Zugabegeschwindigkeit.von
0,850 t/min in 3,1 min eingeblasen. Der Restkalksatz, 6,0 t, wird nach 25% Blasezeit
beginnend zugesetzt. Nach 25% Blasezeit und bei Blasende hat die Schlackenanalyse
folgende Werte:

[0036] Analyse der Stahlprobe bei Blasende:

[0037] Anfangs- und Endschlacken haben eine MgO-Konzentration, die zur Sättigung der Schlacke
führt, wie die Prozentverhältnisse in Bild 1 zeigen. Es werden 4,9 kg MgO pro t eingesetzt.
1. Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit basischer Ausmauerungen von.Konvertern beim
Frischen von Roheisen zu Stahl unter Verwendung von MgO oder MgO enthaltenden Stoffen
sowie Kalk als Zuschlägen, wobei Zuschläge dieser Art in den Brennfleckbereich eingeblasen
werden, dadurch gekennzeichnet, daß das MgO oder die MgO enthaltenden Stoffe in Gegenwart
von CaO oder CaO enthaltenden basischen Stoffen mit der Maßgabe in das flüssige Roheisen
eingeblasen werden, daß dies mit dem Frischen beginnt und nach 15% bis 35% der Frischzeit
beendet ist, wobei diese Zuschläge eine Korngröße von weniger als 2 mm aufweisen und
die Mengen an MgO und CaO so zu bemessen sind, daß sich in der Schlacke ein prozentuales
CaO/MgO und ein prozentuales CaO/Si02-Verhältnis ergibt, die gemäß Schaubild 1 funktionell
zusammengehören und zwischen den Kurven A und B liegen, während die erforderliche
Restkalkmenge beginnend nach 15% bis 35% der Frischzeit zugeschlagen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das MgO oder die MgO enthaltenden
Stoffe zusammen mit Kalk eingeblasen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vorgebildete Schlacken,
vorzugsweise in flüssiger Form verwendet werden und sodann das Einblasen von MgO oder
MgO enthaltenden Stoffen erfolgt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß als MgO enthaltender
Zuschlagstoff Dolomit eingesetzt wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einblasen
des MgO oder der MgO enthaltenden Stoffe mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltendem
Gasgemisch als Trägergas erfolgt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einblasen
des MgO oder der MgO enthaltenden Stoffe mit einem Sauerstoff-freien Gas oder Gasgemisch
als Trägergas erfolgt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Einblasen
des MgO oder der MgO enthaltenden Stoffe nach etwa 25% der Blaszeit beendet ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Restkalkmenge
beginnend nach etwa 25% der Frischzeit zugeschlagen wird.
1. A method of increasing the service life of basic linings of converters in the refining
of pig iron into steel using MgO or substances containing MgO and lime as additives,
additives of this type being injected into the focus region, characterised in that
the MgO or the substances containing MgO are injected into the liquid pig iron in
the presence of CaO or basic substances containing CaO with the proviso that injection
begins with the refining process and is terminated after 15 to 35% of the refining
time, the additives in question having a particle size of less than 2 mm and the quantities
of MgO and CaO having to be measured in such a way that a percentage CaO/MgO ratio
and a percentage CaO/Si02 ratio are obtained in the slag which, as shown in diagram 1, belong functionally
together and lie between curves A and B, whilst the remainder of the lime required
is added beginning after 15% to 35% of the refining time.
2. A method as claimed in Claim 1, characterised in that the MgO or the substances
containing MgO are injected together with lime.
3. A method as claimed in Claim 1, characterised in that preformed slags, preferably
in liquid form, are used and the MgO or substances containing MgO are then injected.
4. A method as claimed in Claims 1 and 2, characterised in that dolomite is used as
the additive containing MgO.
5. A method as claimed in Claims 1 to 4, characterised in that the MgO or the substances
containing MgO are injected with oxygen or an oxygen-containing gas mixture as carrier
gas.
6. A method as claimed in Claims 1 to 4, characterised in that the MgO or the substances
containing MgO are injected with an oxygen-free gas or gas mixture as carrier gas.
7. A method as claimed in Claims 1 to 6, characterised in that injection of the MgO
or the substances containing MgO is terminated after about 25% of the refining time.
8. A method as claimed in Claim 1, characterised in that the remainder of the lime
required is added beginning after about 25% of the refining time.
1. Procédé pour prolonger la tenue des garnissages basiques de convertisseurs lors
de l'affinage de la fonte en acier, avec emploi de MgO ou de matières contenant du
MgO, ainsi que de chaux, comme additifs, les additifs de ce type étant introduits
par soufflage dans la zone du foyer, procédé caractérisé en ce que l'on introduit
le MgO, ou la matière contenant le MgO par soufflage dans la fonte liquide, en présence
de CaO ou d'une matière basique contenant du CaO, de telle façon que cette introduction
commence avec l'affinage et se termine après que 15 à 35% de la durée d'affinage ne
soit écoulés, ces additifs présentant une grosseur de grains inférieure à 2 mm, et
les quantités de MgO et de CaO étant déterminées de telle sorte, que, dans la scorie,
on obtient des rapports en pourcents CaO/MgO et CaO/Si02, qui sont en relation fonctionnelle selon la figure 1 et se situent entre les courbes
A et B, pendant que la quantité de chaux restante nécessaire est introduite après
écoulement de 15 à 35% de la durée d'affinage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le MgO ou la matière contenant
le MgO sont introduits par soufflage en commun avec la chaux.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise de la scorie
formée préalablement, de préférence sous forme liquide, et qu'ensuite s'effectue l'introduction
par soufflage du MgO ou de la matière contenant le MgO.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que, comme matière
additionnelle contenant du MgO, on utilise de la dolomie.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
l'introduction par soufflage du MgO ou de la matière contenant le MgO s'effectue avec
l'oxygène, ou avec un mélange gazeux contenant de l'oxygène, comme gaz vecteur.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
l'introduction par soufflage du MgO ou de la matière contenant le MgO s'effectue avec
un gaz ou mélange gazeux exempts d'oxygène comme gaz vecteur.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
l'introduction par soufflage du MgO ou de la matière contenant le MgO est terminé
après écoulement d'environ 25% de la durée du soufflage.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la quantité restante nécessaire
de chaux est introduite après écoulement de 25% environ de la durée de l'affinage.