[0001] Die Erfindung betrifft einen vierrädrigen Rollstuhl mit Handbetrieb für gehbehinderte
Personen, dessen Rahmen aus einem starren vorderen Rahmenteil und einem mit der Sitzplatte
verbundenen, starren hinteren Rahmenteil besteht, an denen die Räder gelagert sind
und die derart miteinander verbunden sind, daß sie zumindest in einem begrenzten Winkelbereich
gegeneinander um eine im wesentlichen längsgerichtete Achse schwenkbar sind.
[0002] Die beiden Rahmenteile sind deshalb in einem begrenzten Bereich gegeneinander verschwenkbar,
um ein Überfahren von Bodenunebenheiten, wie z.B. einer Türschwelle, ohne die Gefahr
des Kippens zu ermöglichen.
[0003] Ein in dieser Weise aufgebauter, jedoch motorbetriebener Rollstuhl ist beispielsweise
aus der schwedischen Auslegeschrift 343 533 bekannt. Dieser Rollstuhl weist steuerbare
vordere Laufräder und von einem Elektromotor angetriebene Hinterräder auf. Der vordere,
die Laufräder tragende Rahmenteil ist durch eine ein Drehgelenk aufweisende Achse
mit dem hinteren, den Sitz tragenden Rahmenteil derart verbunden, daß das Verschwenken
der Rahmenteile relativ zueinander in einem vorgegebenen, durch Anschläge begrenzten
Winkelbereich ermöglicht wird. Bei einer Verschwenkung der beiden Rahmenteile ist
die Stabilität dieses Rollstuhls etwa derjenigen vergleichbar, die ein dreirädriger
Rollstuhl aufweist. Da der Rollstuhl von einem Motor angetrieben wird, kann der Patient
im allgemeinen still in einer normalen Haltung sitzen, die trotz der Ausbildung des
Stuhls als Dreirad eine verhältnismäßig gute Stabilität gewährleistet. Außerdem ist
der motorbetriebene Rollstuhl verhältnismäßig schwer, was auch dazu beiträgt," daß
er eine zufriedenstellende Stabilität aufweist.
[0004] Der Vorteil der gegenseitigen Verschwenkbarkeit der beiden Rahmenteile besteht darin,
daß, wenn ein Rad auf eine Erhöhung oder in eine Vertiefung rollt, alle Räder und
insbesondere die Antriebsräder Bodenkontakt, diesen jedoch nur so lange behalten,
als die Unebenheit nicht größer ist, als es der begrenzten Verschwenkbarkeit der Rahmenteile
entspricht.
[0005] Bei von dem Patienten selbst mittels seiner Hände angetriebenen Rollstühlen liegen
jedoch insofern andere Verhältnisse vor, als der Patient beim Antreiben eines Rades
oder auch beider Räder meist seine Körperhaltung verändert. In diesem Fall kann nicht
mehr davon ausgegangen werden, daß die Sitzplatte dauernd im wesentlichen in ihrer
Mitte belastet wird, so daß bei Unebenheiten, die eine Verschwenkung der beiden Rahmenteile
außerhalb des begrenzten Winkelbereichs erfordern würden, die Gefahr des Kippens wie
bei einem dreirädrigen Stuhl besteht, sobald die Belastung sich einem Randbereich
der Sitzplatte nähert.
[0006] Ein vom Patienten selbst angetriebener Rollstuhl mit vorzugsweise begrenzter Verschwenkbarkeit
der beiden Rahmenteile ist in der schwedischen Auslegeschrift 76 080 71 beschrieben.
Bei diesem Stuhl ist der in sich biegesteife Sitz starr mit dem die Antriebsräder
aufweisenden Teil des Rahmens verbunden, so daß eine Verschwenkung des die Laufräder
tragenden Rahmenteils sich nicht auf den Sitz auswirkt. Die Laufräder sind als sogenannte
Schwenkräder ausgebildet, so daß sie sich jeweils in Fahrtrichtung einstellen. Die
Fahreigenschaften dieses Stuhls bezüglich des Überfahrens von Bodenunebenheiten entsprechen
innerhalb der möglichen Verschwenkung der beiden Rahmenteile denjenigen eines dreirädrigen
Stuhls. Gleichzeitig weist dieser Stuhl aber auch die Nachteile eines dreirädrigen
Stuhls auf, der in einer erhöhten Labilität bei Änderungen der Belastung der Sitzplatte
bestehen, so daß bei Verlagerung des Körpergewichts eines Patienten nach dem laufräderseitigen
Randbereich die Gefahr des Kippens besteht.
[0007] Bei Bodenunebenheiten, die durch die begrenzte Verschwenkung der beiden Rahmenteile
nicht mehr ausgeglichen werden können, verhält sich dieser Stuhl wie ein solcher mit
starr miteinander verbundenen Rahmenteilen. Ein solcher Stuhl weist jedoch den Nachteil
auf, wenn eines der vorderen Laufräder von einem Hindernis, wie z.B. einer Türschwelle,
über das durch die vorgegebene Verschwenkbarkeit begrenzte Maß hinaus angehoben wird,
auch eines der hinteren Antriebsräder angehoben wird und dieses so seinen Kontakt
mit dem Boden verliert. Der Antrieb erfolgt dann nur mittels eines einzigen Antriebsrades,
was nicht nur den Antrieb, sondern auch die Steuerung des Rollstuhls erschwert. In
einer solchen Lage ist die Stabilität der Rahmenteile in sich jedoch verbessert. Der
Erfindung liegt daher, ausgehend von einem Rollstuhl nach der schwedischen Auslegeschrift
76 080 71, die Aufgabe zugrunde, einen Rollstuhl so zu konstruieren, daß er die Vorteile
eines Rollstuhls mit begrenzt gegeneinander verschwenkbaren Rahmenteilen aufweist,
die Nachteile eines solchen Rollstuhls beim Überfahren größerer Unebenheiten jedoch
vermeidet.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Konstruktion gelöst, die die Merkmale
des Patentanspruchs 1 und vorteilhafterweise die Merkmale der Unteransprüche aufweist.
[0009] Beim Rollstuhl gemäß der Erfindung sind die beiden Rahmenteile auf die bekannte Art
schwenkbar miteinander verbunden. Zum Unterschied gegenüber dem Rollstuhl nach der
schwedischen Auslegeschrift 76 080 71 ist die Sitzplatte jedoch an ihren beiden Stirnseiten
sowohl an dem vorderen als auch an dem hinteren Rahmenteil befestigt. Die Sitzplatte
ist hierbei so ausgebildet, daß sie sich in sich verbiegen bzw. verwinden kann, so
daß, wenn eines der Räder angehoben oder gesenkt wird, der Bodenkontakt aller Räder
erhalten bleibt. Die Rahmenteile sind vorteilhafterweise als Bügel ausgebildet, deren
nach unten gerichtete Schenkel die Beine des Rollstuhls bilden, an denen die Räder
gelagert sind. Die Beine unterstützen die verwindungselastische Sitzplatte jeweils
an einem Eckbereich der Sitzplatte, so daß der Rollstuhl auch außermittige senkrechte
Belastungen ohne die Gefahr einer Instabilität aufnehmen kann. Wirkt eine Belastung
im wesentlichen auf einen der Eckbereiche des Stuhls, so wird diese Belastung von
dem jeweils benachbarten Bein und dessen Rad aufgenommen, ohne daß die Gefahr eines
Kippens besteht. Ein solcher Rollstuhl ist somit wesentlich stabiler als ein dreirädriger
Rollstuhl.
[0010] Das Konstruktionsprinzip des erfindungsgemäßen Rollstuhls und ein Ausführungsbeispiel
dieses Stuhls in schematischer Weise sind in der beiliegenden Zeichnung erläutert
bzw. dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 eine steife, von vier Beinen getragene Sitzplatte;
Fig. 3 und 4 eine steife, von drei Beinen getragene Sitzplatte;
Fig. 5 und 6 eine mit einem Beinpaar starr verbundene steife Sitzplatte, deren diesen
Beinen Zapfens gegenüberliegende Seite mittels eines/mit dem anderen Beinpaar verbunden
ist;
Fig. 7, einen nach dem Konstruktionsprinzip der Figuren 5 und 6 aufgebauten Rollstuhl
in perspektivischer Darstellung;
Fig. 8 eine von zwei je ein Rahmenteil bildenden Beinpaaren getragene und an diesen
befestigte biegeelastische Sitzplatte in perspektivischer Darstellung;
Fig. 9 bis 12 vier verschiedene Lagen der in Fig. 8 dargestellten Sitzplatte mit auf
einer ebenen Bodenfläche und einer eine Erhebung aufweisenden Bodenfläche stehenden
Beinen;
Fig. 13 die einzelnen Teile des Rahmens des erfindungsgemäßen, eine biegeelastische
Sitzplatte aufweisenden Rollstuhls in perspektivischer Darstellung;
Fig. 14 eine Seitenansicht des in Fig. 13 dargestellten Rollstuhls.
[0011] Bei der Darstellung einer steifen Sitzplatte 11,14,21,25 in den Figuren 1 bis 7 sind
die Räder zur Vereinfachung der Figuren als verhältnismäßig kleine, unter sich gleichgroße
Rollen 12,18,19,26,27 dargestellt. Der Pfeil 10 bzw. 10a zeigt die Belastung der Sitzplatte
in einem der Eckbereiche an, ein Fall, der dann eintritt, wenn der Patient sich nach
vorne neigt, um sich in diesem Eckbereich auf der Sitzplatte oder einer mit dieser
verbundenen Armlehne abzustützen. Wenn im Falle der Figuren 1 und 2 die Kraft 10 an
einem der Eckbereiche der steifen viereckigen Platte 11 angreift, verbleibt der Rollstuhl
stabil. Wenn eines der Beine jedoch auf eine nicht dargestellte Bodenerhebung aufrollt,
so verliert zwangsläufig ein anderes Bein den Kontakt mit dem Fußboden.
[0012] In den Figuren 3 und 4 sind die rückwärtigen Beine 12 der Figuren 1 und 2 durch ein
einzelnes Bein 13 ersetzt, so daß der Rollstuhl ein dreirädriges Fahrzeug bildet.
In diesem Fall haben die Beine auch beim Überfahren einer Unebenheit stets Kontakt
mit der Bodenfläche. Wenn bei einer solchen Sitzplatte die Kraft 10 innerhalb des
von den strichpunktierten Linien 15,16,17 begrenzten dreieckigen Bereichs angreift,
ist die Lage des Rollstuhls stabil. Wenn die Kraft, wie mit 10a angedeutet, jedoch
außerhalb dieses dreieckigen Bereichs angreift, besteht bei einer eine bestimmte Grenze
überschreitenden Belastung die Gefahr des Kippens.
[0013] Im,Falle der Figuren 5 und 6 ist das vordere Radpaar 18,19 an dem vorderen Rahmenteil
20 angeordnet, das mit der Sitzplatte 21 mittels einer ein Drehlager 22 aufweisenden
Achse verbunden ist. Innerhalb des durch dieses Gelenk vorgegebenen Schwenkbereichs
des vorderen Rahmenteils 20 verhält sich der Rollstuhl wie ein dreirädriges Fahrzeug.
Solange die Kraft innerhalb des vorgenannten, durch die Linien 15,16,17 begrenzten
Bereichs angreift, bleibt die Lage des Rollstuhls stabil. Sie wird jedoch instabil,
wenn die Kraft außerhalb dieses Bereichs angreift, beispielsweise in dem vorderen
rechten Eckbereich 23, wie in den Figuren 5 und 6 durch den Pfeil 10 angedeutet. Eine
solche Instabilität eines für Patienten bestimmten Rollstuhls stellt jedoch einen
schwerwiegenden Nachteil dar.
[0014] Bei nichtbegrenztem Schwenkbereich weist ein solcher Rollstuhl den Vorteil eines
ständigen Bodenkontaktes aller Räder auf, wie bei einem dreirädrigen Fahrzeug. Aus
Sicherheitsgründen ist die Schwenkbarkeit des vorderen Rahmenteils jedoch durch Anschläge
begrenzt. Wird dieser Schwenkbereich erreicht, so verhält sich der in den Figuren
5 und 6 dargestellte Rollstuhl wie der in Fig. 2 dargestellte, vier starr mit der
Sitzplatte verbundene Beine aufweisende Rollstuhl mit allen vorgenannten Vorteilen
und Nachteilen.
[0015] Der in Fig. 7 dargestellte, gemäß der schwedischen Auslegeschrift 76 080 71 konstruierte
Rollstuhl stimmt im Prinzip mit dem Rollstuhl nach den Figuren 5 und 6 überein: das
Lager 22a ist lediglich nach der Mitte der Grundplatte 24 verlagert. Mit dieser Grundplatte
24 ist eine Stütze 29 verbunden, die die steife, in ihren Abmessungen mit der Grundplatte
24 im wesentlichen übereinstimmende Sitzplatte 25 trägt. Die in vereinfachter Weise
als Rollen 26,27 gezeichneten hinteren Räder bilden die Antriebsräder, während die
ebenfalls in vereinfachter Weise als Rollen 18,19 gezeichneten Räder als Laufräder
dienen. Auch dieser Rollstuhl verhält sich innerhalb des vorgegebenen Schwenkbereichs
des vorderen Rahmenteils 20 wie ein dreirädriges Fahrzeug. In dem durch die strichpunktierten
Linien 15,16,17 begrenzten dreieckigen Bereich ruft eine Belastung durch eine vertikale
Kraft keine Instabilität hervor. Diesem Bereich entspricht auf der Sitzplatte 25 der
durch die strichpunktierten Linien 15a, 16a, 17a begrenzte Bereich. Wenn eine ausreichend
große vertikale Kraft 10 auf einen der vorderen Eckbereiche der Sitzplatte wirkt,
die außerhalb des dreieckigen Bereichs liegen, so kippt der Rollstuhl. Ein solcher
Belastungsfall kann eintreten, wenn sich der Patient beim Sichsetzen oder beim Aufstehen
mit nur einer Hand an einem der Eckbereiche der Sitzplatte oder einer Armlehne abstützt.
Eine solche einseitige Belastung kann sich auch dann ergeben, wenn der Patient sich
schräg nach vorne lehnt, um einen Gegenstand mit der Hand zu erfassen, oder wenn sich
der Patient beim Antreiben eines Rades über die eine Seite des Stuhls lehnt, um auf
dieses Rad eine größere Kraft ausüben zu können. In jedem dieser Fälle besteht die
Gefahr, daß der Stuhl kippt.
[0016] Diese bei Rollstühlen nach den Figuren 1 bis 7 bestehenden Nachteile werden bei einem
Rollstuhl der prinzipiellen, schematisch in den Figuren 8 bis 12 dargestellten Bauart
vermieden, ohne auf die Vorteile der Rollstühle nach den Figuren 1 bis 7 verzichten
zu müssen.
[0017] Der in Fig. 8 dargestellte Rollstuhl hat eine Sitzplatte 30, deren vordere Stirnseite
31 fest mit Bolzen 32 an einem bügelförmigen vorderen Rahmenteil 33 befestigt ist,
und dessen hintere Stirnseite 34 mittels Bolzen 35 an einem bügelförmigen hinteren
Rahmenteil 36 befestigt ist. Die Schenkel der beiden Bügel bilden die mit Rädern 41,42,43,44
versehenen Beine 37,38,39,40. Die Projektion der Sitzplatte 30 auf den Fußboden liegt
innerhalb der Punkte, an denen die Räder den Fußboden berühren. Die Sitzplatte ist
so ausgeführt, daß deren vordere Stirnseite 31 und deren hintere Stirnseite 34 gegeneinander
um eine in Längsrichtung sich erstreckende Achse geschwenkt werden können. Diese Verschwenkung
wird gemäß der Erfindung dadurch ermöglicht, daß die Platte 30 aus einem federnden.,
verwindungsfähigen Material besteht, das beispielsweise aus verhältnisr mäßig billigem
Sperrholz oder auch aus mehreren miteinander nicht starr verbundenen Lagen eines biegeelastischen
Werkstoffs bestehen kann. Infolge der Elastizität der Platte federt diese nach Wegfall
der einseitigen Belastung in ihre ebene Ausgangslage zurück. Die Beine 43,44 und 37,38
müssen derart miteinander verbunden sein, daß eine ausreichende Festigkeit des Rahmens
gewährleistet ist, um horizontal angreifenden Kräften entgegenzuwirken.
[0018] Eine perspektivische Darstellung des Rollstuhls nach Fig. 8 mit belasteter Sitzplatte
30 zeigen die Figuren 9 bis 12, Im Falle der Fig. 9 ruhen alle vier Räder auf einer
ebenen Fläche. Die Sitzplatte30 kann an beliebiger Stelle bis hinaus in die Eckbereiche
mit einer vertikalen Kraft belastet werden, ohne daß die Gefahr des Kippens besteht.
Im Falle der Figuren 10,11,12 ist eines der vorderen oder hinteren Räder auf eine
Erhöhung 45 von wenigen cm, z.B. auf eine Türschwelle aufgefahren, wie sie häufig
von Patienten überfahren werden muß. Wie in den Figuren 10 bis 12 dargestellt ist,
bewirkt das auf die Erhöhung 45 aufgefahrene Bein ein Anheben äesr betreffenden Eckbereichs
der Sitzplatte und damit eine Abbiegung bzw. Verwindung der Sitzplatte um eine in
Längsrichtung verlaufende Achse. Die übrigen drei Beine verbleiben in Berührung mit
dem Fußboden, einerlei welches Rad z.B. auf eine Türschwelle auffährt, so daß: beide
Antriebsräder in Kontakt mit dem Fußboden bleiben. Aus Fig. 10 bis 12 ist ersichtlich,
daß die Stabilität des Rollstuhls selbst dann erhalten bleibt, wenn auf die Sitzplatte
eine vertikale Kraft in einem äußersten Eckbereich wirkt. Eine solche vertikale, in
einem der Eckbereiche angreifende Kraft wird im wesentlichen von dem nächstbenachbarten
Bein aufgenommen und von diesem auf dessen Rad übertragen.
[0019] Der in den Figuren 13 und 14 dargestellte Rollstuhl weist die Grundmerkmale auf,
wie sie im Zusammenhang mit den Figuren 8 bis 12 beschrieben wurden. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind die vorderen Räder 46,47 als Schwenkräder und die hinteren Räder 48,49 als von
Hand zu betätigende Antriebsräder ausgebildet. In besonderen Fällen können die Antriebsräder
auch vorne und die Laufräder hinten angeordnet sein.
[0020] Die vorderen Räder 46,47 sind an den unteren Enden der beiden Beine 50,51 angeordnet,
die zusammen mit dem Querverbindungsteil 52 das U-förmige vordere Rahmenteil 53 bilden.
Die hinteren Räder 48,49 sind an den beiden Beinen 54,55 angeordnet, die mittels eines
Querholms 56 miteinander verbunden sind und das hintere Rahmenteil 57 bilden.
[0021] Die Sitzplatte 30a - in Fig. 13 mit strichpunktierten Linien angedeutet - ist federnd
um ihre Längsachse verwindungsfähig ausgebildet. Die vordere Stirnseite 30b der Sitzplatte
30a ist an dem Querverbindungsteil 52 des vorderen Rahmenteils 53 mittels zweier Bolzenschrauben
58,59 befestigt und liegt auf dem Querverbindungsteil 52 auf. Auf gleiche Weise ist
die hintere Stirnseite 30c der Sitzplatte an dem Querholm 56 des hinteren Rahmenteils
57, auf diesem aufliegend, mittels zweier Bolzen 60,61 angeschraubt.
[0022] Um die Beine 50,51 und 54,55 gegenüber horizontalen Kräften zu versteifen, ist das
vordere Rahmenteil 53 mit dem hinteren Rahmenteil 57 verbunden. Diese Verbindungen
bestehen aus einer Schiene 62 und einem U-förmigen Bügel 63. Die Schiene 62 ist an
dem Querholm 56 befestigt und weist an ihrem vorderen Ende einen Lagerzapfen 64 auf,
der an dem vorderen Querverbindungsteil 52 gelagert ist. Die Schiene 62 ist unmittelbar
unter der Sitzplatte 30a angeordnet und dient dieser als Unterstützung.
[0023] Die Schenkel 63a, 63b des Bügels 63 sind mit ihren vorderen Enden an den vorderen
Beinen 51,50 befestigt, während der rückwärtige Scheitel 63c des Bügels 63 einen Lagerzapfen
65 aufnimmt, der an dem hinteren Querholm 56 befestigt ist. Dadurch, daß die Verbindungsorgane
mittels der beiden Lagerzapfen 64,65 gelagert sind, wirken sie einer Verschwenkung
der beiden Rahmenteile 53,57 gegeneinander nicht entgegen. Nur die mit zunehmender
Verschwenkung ansteigende Federkraft der Sitzplatte 30a wirkt einer übermäßigen Verschwenkung
entgegen.
[0024] An den Seiten des Rollstuhls sind Armstützen 66 angeordnet und an dem Querholm 56
des hinteren Rahmenteils 57 ist eine Hülse 67 für eine Stütze 68 vorgesehen, die die
Rückenlehne 59 trägt. Ein Sitzkissen 70 ist in Fig. 14 in strichpunktierten Linien
angedeutet.
1. Vierrädriger Rollstuhl mit zwei gelenkig, um die Rollstuhllängsachse begrenzt schwenkbar
miteinander verbundenen Rahmenteilen, an dessen einem mit der Sitzplatte verbundenen
Teil die beiden von Hand zu betätigenden Antriebsräder und an dessen anderem Teil
die beiden Laufräder gelagert sind, dadurch gekennzeichnet , daß die mit beiden Rahmenteilen
(53,57) verbundene Sitzplatte (30a) aus einem biegeelastischen Material besteht und
in ihren Eckbereichen von je einem Bein (50,51,54,55) unterstützt wird, an dem je
ein Rad (46,47,48,49) gelagert ist.
2. Rollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rahmenteile (53,57)
durch Bügel gebildet werden, deren Schenkel die Beine des Rollstuhls bilden und deren
ein Querverbindungsteil (52) und einen Querholm (56) bildenden Stege die Sitzplatte
(30a) tragen.
3. Rollstuhl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen den beiden Stegen
der Rahmenteile (52,57) eine mit dem Querholm (56) starr verbundene und mittels eines
Lagerzapfens (64) mit dem Querverbindungsteil (52) schwenkbar verbundene Schiene (62)
und ein Bügel (63) angeordnet ist, dessen Schenkel (63a,63b) mit den beiden Beinen
(50,51) des vorderen Rahmenteils (53) und dessen Scheitel (63c) mittels eines Schwenklagerzapfens
(65) mit dem Querholm (56) des hinteren Rahmenteils (57) verbunden sind.