(19)
(11) EP 0 012 100 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.06.1980  Patentblatt  1980/12

(21) Anmeldenummer: 79730001.9

(22) Anmeldetag:  01.11.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01B 7/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
FR GB IT

(30) Priorität: 29.11.1978 DE 2852070

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Reissenweber, Wilfried
    D-8633 Rödenthal (DE)
  • Schilling, Werner
    D-8632 Wildenheid (DE)
  • Schneider, Reiner
    D-8624 Ebersdorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vieladrige Flachleitung mit Rundleitern


    (57) Bei einer vieladrigen Flachleitung sind die Rundleiter (2), deren einheitlicher Leiterquerschnitt höchstens 0,25 mm2 beträgt, in einer einzigen Ebene mit gleichem Abstand zueinander angeordnet und mit einer gemeinsamen extrudierten Isolierung (3) umgeben. Die Isolierung bildet zwischen jeweils zwei Leitern einen Steg (4). Wengstens einige der Stege sind jeweils in deren Mitte ein- oder beidseitig über die ganze Länge der Flachleitung mit einer Kerbe (6) versehen. An beiden Seiten der Flachleitung bildet die Isolierung jeweils einen Halbsteg (5).
    Durch diese Ausgestaltung der Flachleitung ist gewährleistet, daß die Flachleitung mit hoher Präzision in mehrere Adergruppen unterteilt werden kann und daß in jeder abgeteilten Adergruppe die Abstände der Leitermitten der einzelnen Adern zur äußersten Begrenzung der Adergruppe einem vorgegebenen Raster entsprechen. Damit ist die Flachleitung, die insbesondere für die Verdrahtungszwecke in Geräten und Anlagen der Elektronik-Industrie vorgesehen ist, insbesondere für eine einfache Steckermontage geeignet. (Fig. 2)




    Beschreibung

    1. Anwendungsgebiet der Erfindung



    [0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der vieladrigen Flachleitungen, wie sie in den Geräten und Anlagen der Elektronik-Industrie für Verdrahtungszwecke eingesetzt werden, und behandelt die konstruktive Ausgestaltung einer solchen Flachleitung im Hinblick auf eine einfache Steckermontage.

    2. Stand der Technik



    [0002] Bei den für Verdrahtungszwecke entwickelten Flachleitungen ist eine Vielzahl von Rund- oder Flachleitern in einer Ebene nebeneinander angeordnet und von einer gemeinsamen Isolierung umgeben. Diese kann beispielsweise aus zwei miteinander verschweißten Folien bestehen, zwischen denen die Leiter mittels entsprechender Walzen eingebettet werden, oder sie ist mittels eines Extruders aufgebracht (Zeitschrift "Electronic Design, Heft 9, spril 1977, Seite 60 ff., DE-AS 19 42 784). Flachleitun-' gen mit Rundleitern und gemeinsamer extrudierter Isolierung werden dabei mitunter als Stegleitungen ausgebildet, d. h. die Verbindungsstelle der Isolierung zwischen zwei benachbarten Adern hat die Form eines schmalen Steges (DE-AS 10 75 695). Dies gilt insbesondere für Flachleitungen mit geringem Leiterquerschnitt, um bei der Steckermontage die einzelnen Adern voneinander trennen zu können (DE-08 22 43 001). Hinsichtlich der Montage derartiger Flachleitungen wird dabei gefordert, vieladrige Flachleitungen mit beispielsweise 60 Adern am Leitungsende in mehrere Adergruppen aufteilen und die einzelnen Adergruppen jeweils mit einem Stecker versehen zu können. Für eine einfache Steckermontage ist dabei wesentlich, daß die Präzision der Leitungsabmessungen, insbesondere der Leitermittenabstände bzw. das Rastermaß, auch in den Teilstücken erhalten bleibt.

    [0003] Zur Stromversorgung von Häusern aus Freileitungsnetzen ist bereits eine sogenannte Stegleitung bekannt, die vom Dachständer zu dem im Haus befindlichen Sicherungskasten verläuft und deren nebeneinander angeordnete Adern (isolierte Leiter) von einem gemeinsamen Isoliermantel umgeben sind. Dieser Isoliermantel bildet zwischen den Adern Stege, die in der Mitte beidseitig mit

    sind; dadurch läßt sich der Isolier-

    zwischen zwei Adern leicht einreißen.

    sind an den beiden Sciten der Stegleitung ab-

    Ansätze vorgesehen, mit denen die Stegleitung innerhalb eines Rohres auf Abstand zum Rohr gehalten

    3. Darstellung der Erfindung


    a) Technische Aufgabe



    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vieladrige Flachleitung, deren Leiter einen einheitlichen Leiterquerschnitt von höchstens 0,25 mm2 haben, so auszugestalten, daß die Leitungsenden zum Zwecke der Steckermontage leicht in mehrere Adergruppen unterteilt werden können, und zwar derart, daß in jeder abgetrennten Adergruppe die Präzision der Leitungsabmessungen, insbesondere der sogenannte Randabstand, erhalten bleibt.

    b) Lösung der technischen Aufgabe



    [0005] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer vieladrigen Flachleitung mit Rundleitern aus, bei der die Leiter in einer einzigen Ebene mit gleichem Abstand zueinander angeordnet und mit einer gemeinsamen, extrudierten Isolierung umgeben sind und bei der die Isolierung zwischen jeweils zwei Leitern einen Steg bildet. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die Flachleitung über ihre ganze Länge mit einer oder mehreren Kerben versehen ist, die sich ein- oder beidseitig in wenigstens einem der Stege jeweils in dessen Mitte befinden, und daß die Isolierung an beiden Seiten der Flachleitung jeweils einen Halbsteg bildet.

    c) Vorteile



    [0006] Durch eine derartige Ausgestaltung der Flachleitung ist gewährleistet, daß in jeder abgeteilten Adergruppe die Abstände der Leitermitten der einzelnen Adern zur äußeren Begrenzung der Adergruppe einem vorgegebenen Raster entsprechen; da die äußere Degrenzung der Flachleitung



    sichere Kontaktgabe gewährleistet. Dies wird die Halbstege an den Seiten der Flachleitung gewährleistet, andererseits durch die Kerben in der Mitte eines Steges. Die Kerben gewährleisten dabei eine leichte und exakte Trennung zweier benachbarter Adern, wobei die entstehenden Adergruppen an beiden Seitenkanten ebenfalls einen Halbsteg aufweisen.

    [0007] Wenn die Art der späteren Aufteilung einer Flachleitung bereits bei der Herstellung der Flachleitung bekannt ist, brauchen die Kerben nur in bestimmten Stegen der Flachleitung vorgesehen zu sein. Für das Montagepersonal entfällt dann die Notwendigkeit des Abzählens bzw. Identifizierens der Teilgruppen bei der Montage, da die Flachleitung vorzugsweise an den Einkerbungen auftrennt, wenn die von Hand ausgeübten Trennkräfte nur näherungsweise im Bereich der Einkerbungen aufgebracht werden. Wenn die spätere Aufteilung der Flachleitung dagegen nicht bekannt ist,- ist es sinnvoll, die Kerben in allen Stegen der Flachleitung vorzusehen. In jedem Fall empfiehlt es sich, mit Hilfe der Kerben den Querschnitt eines Steges um 30 bis 70 % zu schwächen. Dies wird zweckmäßig durch eine beidseitige Kerbung der Stege erreicht.

    d) Ausführungsbeispiel



    [0008] Ein Ausführungsbeispiel der neuen Flachleitung ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt.

    [0009] Die Flachleitung 1 enthält 20 Rundleiter 2, deren Leiterquerschnitt etwa 0,2 mm2 beträgt und die nebeneinander mit gleichem Abstand in einer Ebene angeordnet sind. Die Rundleiter 2 sind von einer gemeinsamen, extrudierten Isolierung 3 umgeben, wobei diese zwischen den einzelnen Leitern Stege 4 bildet. An jeder Seitenkante der Flachleitung ist ein Halbsteg 5 vorgesehen.

    [0010] Bei den Rundleitern 2 handelt es sich um mehrdrähtige Leiter. Der Leitermittenabstand t beträgt beispielsweise 2,54 mm. Der Randabstand des ersten Leiters beträgt t/2, der des zweiten Leiters 3/2 t usw. Die Stege 4 zwischen jeweils zwei Leitern sind genau in der Mitte mit beidseitig angeordneten Kerben 6 versehen, die den Stegquerschnitt um etwa 50 % schwächen. An diesen Kerben lassen sich die einzelnen Adern der Flachleitung bzw. einzelne Adergruppen leicht voneinander trennen. Dadurch ist gewährleistet, daß der Randabstand des nächstliegenden Leiters zu einer Trennstelle stets ebenfalls dem Wert t/2 entspricht.


    Ansprüche

    Vieladrige Flachleitung mit Rundleitern, deren einheitlicher Leiterquerschnitt höchstens 0,25 mm beträgt, bei der die Leiter in einer einzigen Ebene mit gleichem Abstand zueinander angeordnet und mit einer gemeinsamen, extrudierten Isolierung umgeben sind und bei. der die Isolierung zwischen jeweils zwei Leitern einen Steg bildet, dadurch gekennzeichnet , daß die Flachleiturg (1) über ihre ganze Länge mit einer oder mehreren Kerben (6) versehen ist, die sich ein- oder beidseitig in wenigstens einem der Stege (4) jeweils in dessen Mitte befinden, und daß die Isolierung (3) an beiden Seiten der Flachleitung jeweils einen Halbsteg (5) bildet.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht