1. Anwendungsgebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der vieladrigen Flachleitungen, wie sie in den
Geräten und Anlagen der Elektronik-Industrie für Verdrahtungszwecke eingesetzt werden,
und behandelt die konstruktive Ausgestaltung einer solchen Flachleitung im Hinblick
auf eine einfache Steckermontage.
2. Stand der Technik
[0002] Bei den für Verdrahtungszwecke entwickelten Flachleitungen ist eine Vielzahl von
Rund- oder Flachleitern in einer Ebene nebeneinander angeordnet und von einer gemeinsamen
Isolierung umgeben. Diese kann beispielsweise aus zwei miteinander verschweißten Folien
bestehen, zwischen denen die Leiter mittels entsprechender Walzen eingebettet werden,
oder sie ist mittels eines Extruders aufgebracht (Zeitschrift "Electronic Design,
Heft 9, spril 1977, Seite 60 ff., DE-AS 19 42 784). Flachleitun-' gen mit Rundleitern
und gemeinsamer extrudierter Isolierung werden dabei mitunter als Stegleitungen ausgebildet,
d. h. die Verbindungsstelle der Isolierung zwischen zwei benachbarten Adern hat die
Form eines schmalen Steges (DE-AS 10 75 695). Dies gilt insbesondere für Flachleitungen
mit geringem Leiterquerschnitt, um bei der Steckermontage die einzelnen Adern voneinander
trennen zu können (DE-08 22 43 001). Hinsichtlich der Montage derartiger Flachleitungen
wird dabei gefordert, vieladrige Flachleitungen mit beispielsweise 60 Adern am Leitungsende
in mehrere Adergruppen aufteilen und die einzelnen Adergruppen jeweils mit einem Stecker
versehen zu können. Für eine einfache Steckermontage ist dabei wesentlich, daß die
Präzision der Leitungsabmessungen, insbesondere der Leitermittenabstände bzw. das
Rastermaß, auch in den Teilstücken erhalten bleibt.
[0003] Zur Stromversorgung von Häusern aus Freileitungsnetzen ist bereits eine sogenannte
Stegleitung bekannt, die vom Dachständer zu dem im Haus befindlichen Sicherungskasten
verläuft und deren nebeneinander angeordnete Adern (isolierte Leiter) von einem gemeinsamen
Isoliermantel umgeben sind. Dieser Isoliermantel bildet zwischen den Adern Stege,
die in der Mitte beidseitig mit

sind; dadurch läßt sich der Isolier-

zwischen zwei Adern leicht einreißen.

sind an den beiden Sciten der Stegleitung ab-

Ansätze vorgesehen, mit denen die Stegleitung innerhalb eines Rohres auf Abstand zum
Rohr gehalten
3. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vieladrige Flachleitung, deren Leiter
einen einheitlichen Leiterquerschnitt von höchstens 0,25 mm
2 haben, so auszugestalten, daß die Leitungsenden zum Zwecke der Steckermontage leicht
in mehrere Adergruppen unterteilt werden können, und zwar derart, daß in jeder abgetrennten
Adergruppe die Präzision der Leitungsabmessungen, insbesondere der sogenannte Randabstand,
erhalten bleibt.
b) Lösung der technischen Aufgabe
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer vieladrigen Flachleitung mit
Rundleitern aus, bei der die Leiter in einer einzigen Ebene mit gleichem Abstand zueinander
angeordnet und mit einer gemeinsamen, extrudierten Isolierung umgeben sind und bei
der die Isolierung zwischen jeweils zwei Leitern einen Steg bildet. Gemäß der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Flachleitung über ihre ganze Länge mit einer oder mehreren
Kerben versehen ist, die sich ein- oder beidseitig in wenigstens einem der Stege jeweils
in dessen Mitte befinden, und daß die Isolierung an beiden Seiten der Flachleitung
jeweils einen Halbsteg bildet.
c) Vorteile
[0006] Durch eine derartige Ausgestaltung der Flachleitung ist gewährleistet, daß in jeder
abgeteilten Adergruppe die Abstände der Leitermitten der einzelnen Adern zur äußeren
Begrenzung der Adergruppe einem vorgegebenen Raster entsprechen; da die äußere Degrenzung
der Flachleitung


sichere Kontaktgabe gewährleistet. Dies wird die Halbstege an den Seiten der Flachleitung
gewährleistet, andererseits durch die Kerben in der Mitte eines Steges. Die Kerben
gewährleisten dabei eine leichte und exakte Trennung zweier benachbarter Adern, wobei
die entstehenden Adergruppen an beiden Seitenkanten ebenfalls einen Halbsteg aufweisen.
[0007] Wenn die Art der späteren Aufteilung einer Flachleitung bereits bei der Herstellung
der Flachleitung bekannt ist, brauchen die Kerben nur in bestimmten Stegen der Flachleitung
vorgesehen zu sein. Für das Montagepersonal entfällt dann die Notwendigkeit des Abzählens
bzw. Identifizierens der Teilgruppen bei der Montage, da die Flachleitung vorzugsweise
an den Einkerbungen auftrennt, wenn die von Hand ausgeübten Trennkräfte nur näherungsweise
im Bereich der Einkerbungen aufgebracht werden. Wenn die spätere Aufteilung der Flachleitung
dagegen nicht bekannt ist,- ist es sinnvoll, die Kerben in allen Stegen der Flachleitung
vorzusehen. In jedem Fall empfiehlt es sich, mit Hilfe der Kerben den Querschnitt
eines Steges um 30 bis 70 % zu schwächen. Dies wird zweckmäßig durch eine beidseitige
Kerbung der Stege erreicht.
d) Ausführungsbeispiel
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der neuen Flachleitung ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
[0009] Die Flachleitung 1 enthält 20 Rundleiter 2, deren Leiterquerschnitt etwa 0,2 mm
2 beträgt und die nebeneinander mit gleichem Abstand in einer Ebene angeordnet sind.
Die Rundleiter 2 sind von einer gemeinsamen, extrudierten Isolierung 3 umgeben, wobei
diese zwischen den einzelnen Leitern Stege 4 bildet. An jeder Seitenkante der Flachleitung
ist ein Halbsteg 5 vorgesehen.
[0010] Bei den Rundleitern 2 handelt es sich um mehrdrähtige Leiter. Der Leitermittenabstand
t beträgt beispielsweise 2,54 mm. Der Randabstand des ersten Leiters beträgt t/2,
der des zweiten Leiters 3/2 t usw. Die Stege 4 zwischen jeweils zwei Leitern sind
genau in der Mitte mit beidseitig angeordneten Kerben 6 versehen, die den Stegquerschnitt
um etwa 50 % schwächen. An diesen Kerben lassen sich die einzelnen Adern der Flachleitung
bzw. einzelne Adergruppen leicht voneinander trennen. Dadurch ist gewährleistet, daß
der Randabstand des nächstliegenden Leiters zu einer Trennstelle stets ebenfalls dem
Wert t/2 entspricht.
Vieladrige Flachleitung mit Rundleitern, deren einheitlicher Leiterquerschnitt höchstens
0,25 mm beträgt, bei der die Leiter in einer einzigen Ebene mit gleichem Abstand zueinander
angeordnet und mit einer gemeinsamen, extrudierten Isolierung umgeben sind und bei.
der die Isolierung zwischen jeweils zwei Leitern einen Steg bildet, dadurch gekennzeichnet
, daß die Flachleiturg (1) über ihre ganze Länge mit einer oder mehreren Kerben (6)
versehen ist, die sich ein- oder beidseitig in wenigstens einem der Stege (4) jeweils
in dessen Mitte befinden, und daß die Isolierung (3) an beiden Seiten der Flachleitung
jeweils einen Halbsteg (5) bildet.