[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Tastenschalter, insbesondere für Tastaturen in Schreibmaschinen
und ähnlichen Einrichtungen, beispielsweise Fernschreibmaschinen und Datenstationen,
mit einem Tastenstößel, der bei der Tastenbetätigung gegen die Federkraft einer zwischen
dem Tastengehäuse und einer Auflagefläche des Tastenstößels angebrachten schraubenförmigen
Feder aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung bewegbar ist, wobei die Feder das
bewegliche Kontaktstück bildet, das bei der Kontaktgabe mit einem ortsfesten Gegenkontakt
in Verbindung gebracht wird, und dessen Tastenstößel von der Kontaktgabe noch weiter
bewegbar ist.
[0002] Es ist bereits ein Drucktastenschalter mit einem in einem Schaltkörper angebrachten
Druckknopf bekannt, der zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung betätigbar
angeordnet ist, sowie mit einer Druckfeder, durch welche der Druckknopf von der Arbeitsstellung
in die Ruhestellung zurückgestellt wird (DE-OS 26 57 783). Bei diesem bekannten Drucktastenschalter
ist die Druckfeder mit enem lang gestreckten Fortsatz versehen, der bei der Betätigung
mit einem Gegenkontaktstück zur Zusammenwirkung gebracht wird. Der bekannte Drucktastenschalter
hat den Nachteil, daß bei der Kontaktgabe der lang gestreckte Fortsatz starr auf den
Gegenkontakt auftrifft, wodurch Kontaktprellungen entstehen können. Der Gegenkontakt
muß daher federnd ausgebildet sein. Der Drucktastenschalter ist in der Höhe durch
den langgestreckten Fortsatz begrenzt, so daß keine besonders niedrige Taste realisierbar
ist. Es ist eine größere Anzahl von Bauteilen erforderlich, so daß der Aufbau und
der Zusammenbau schwierig ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Tastenschalter aufzuzeigen und bereitzustellen,
der für die Bedienungsperson ergonomisch besonders günstig ist, aus wenigen Einzelteilen
besteht und mit geringem Fertigungsaufwand herstellbar ist.
[0004] Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß die schraubenförmige Feder zwei Abschnitte
aufweist, von denen der erste Abschnitt in an sich bekannter Weise als Druckfeder
für die Rückführung des Tastenstößels aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung
ausgebildet ist, daß der zweite Federabschnitt auf der vom ersten Federabschnitt abgewandten
Seite der Auflagefläche mit einer bestimmten Vorspannung aufliegt, und daß der Gegenkontakt
im Bewe-gungsbereich des über die Auflagefläche des Tastenstößels weitergeführten
schraubenförmigen zweiten Abschnittes der Feder angeordnet ist.
[0005] Der neue Tastenschalter ist in seinen räumlichen Abmessungen besonders klein, wobei
insbesondere die Tastenhöhe klein ist. Die geringe Höhe der Taste ist aus ergonomischen
Gründen besonders wichtig, weil dadurch bei der Tastenbetätigung eine die Bedienungsperson
geringer belastendeKörperhaltung erreicht wird. Dies macht sich besonders stark bemerkbar,
wenn von der Bedienungsperson Eingabetastaturen, die auf unterschiedlich hohen Bedienungsflächen
angebracht shd, betätigt werden. Die neue Taste ermöglicht eine Reduzierung der Höhe
auf über die Hälfte der bisher im praktischen Betrieb benutzten Tasten. Trotz der
geringen Höhe ist der Tastenschalter funktionssicher und kostengünstig herstellbar.
Der Tastenschalter besteht aus wenigen Einzelteilen, die auf einfache Weise zusammengefügt
werden. Die Herstellung und der Zusammenbau in einem Fertigungsautomaten ist möglich.
Die mechanische Kontaktgabe ist besonders sicher und es besteht ein geringer Übergangswiderstand
zwischen den geschlossenen Kontaktelementen. Durch die Verwendung der schraubenförmigen.Rückführfeder,
wird ein gleichmäßiges Druckverhalten bei der Betätigung der Taste erzielt.
[0006] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der neuen Drucktaste besteht darin, daß die beiden
Abschnitte der schraubenförmigen Feder unterschiedliche Windungsdurchmesser aufweisen.
Dies hat den Vorteil, daß die Federkennlinien für die beiden Federabschnitte unterschiedlich
gewählt werden können.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der neuen Drucktaste besteht darin, daß der
erste Abschnitt einen kleineren und der zweite Abschnitt der Feder einen größeren
Windungsdurchmesser aufweist. Dies hat den Vorteil, daß durch den Federabschnitt mit
dem größeren Durchmesser ein besonders weiches Ansprechen des Kontaktes erreicht wird,
obwohl bei der Kontaktgabe der erforderliche Mindestkontaktdruck gegeben ist. Der
Federabschnitt mit dem größeren Durchmesser ist auch zur Dämpfung des Rückschlages
für den Tastenstößel bei der Rückkehr aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung
verwendbar.
[0008] Um bei der Verlötung der Taste mittels eines Lötbades die Taste selbst vor Einwirkungen
durch das Lötbad zu schützen, ist bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung um die zu schützende Stelle an der Taste ein Schutzkragen angeordnet,
der in Richtung zum Lötbad offen ist und über die zu schützende Stelle hinausragt.
[0009] Einzelheiten der Erfindung werden anhand von in den Figuren .dargestellten vorteilhaften
Ausführungsbeispielen erläutert.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 in einer Prinzipdarstellung den grundsätzlichen Aufbau und die Wirkungsweise
des neuen Tastenschalters anhand eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels
Fig. 2 und Fig. 3 ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des neuen Tastenschalters
und
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel des Tastenschalters mit einem Schutzkragen gegen Einwirkungen
des Lötbades .bei der Herstellung.
[0011] Anhand der Fig. 1 wird das neue Tastenprinzip erläutert. Der neue Tastenschalter
besteht aus einem Tastenstößel 1, der in einem Tastengehäuse 6 in einer Führung 7
bei der Betätigung der Taste bewegbar ist. Im oberen Bereich des Tastenstößels 1 ist
ein Bund 2 fest angebracht, der in der Ruhestellung der Taste die Bewegung des Stößels
1 nach oben begrenzt. Gleichzeitig wird die Auflagefläche 2a des Bundes 2 zum Abstützen
der Rückführfeder 4 verwendet. Die schraubenförmige Feder 4 besteht auszvei Abschnitten
4a und 4b, die unterschiedliche Windungsdurchmesser aufweisen. Der erste Federabschnitt
4a mit dem kleineren Windungsdurchmesser wird als Druckfeder verwendet, während der
zweite Abschnitt 4b mit dem größeren Windungsdurchmesser zur Kontaktgabe verwendet
wird. Der zweite Federabschnitt 4b, der aus mindestens einer Windung besteht, liegt
mit einer Vorspannung an der Mitnehmernase 5 auf, die fest mit dem Bund 2 des Tastenstößels
verbunden ist. Die Vorspannung wird so gewählt, daß der erforderliche Kontaktdruck
bei der Kontaktgabe auftritt. Mit Hilfe des Windungsdurchmessers kann die Charakteristik
der Feder eingestellt werden. Durch den gegenüber dem Abschnitt 4a gewählten größeren
Windungsdurchmesser wird eine weiche Federwirkung erreicht, so daß für die Bedienungsperson
kein harter Druckpunkt bei der Kontaktgabe entsteht. Die Feder 4 wird als bewegliches
Kontaktelement verwendet, wobei das Ende als Kontaktanschluß 9 ausgebildet ist. Der
Gegenkontakt 3 mit seinem Kontaktanschluß 8 ist im Gehäuse 6 ortsfest als starres
Kontaktelement im Bewegungsbereich des zweiten Federabschnittes 4b angeordnet. Der
Gegenkontakt 3 ist vorteilhaft als einfaches Blechplättchen ausgeführt. Das Tastengehäuse
6 und der Tastenstößel 1 mit dem fest angebrachten Bund 2 und der Auflagefläche 2a
sowie der Mitnehmernase 5, sind auf einfache Weise als Kunststoffteile herstellbar.
[0012] Die bei der Kontaktgabe des Tastenschalters aufeinanderliegenden Kontaktflächen des
Gegenkontaktes 3 und des Windungsteiles 10 des zweiten Federabschnittes 4b, werden
zur besseren Kontaktgabe mit einer die Leitfähigkeit erhöhenden Schicht, beispielsweise
Gold oder Palladium überzogen.
[0013] In dem in Fig. 1 gezeichneten Zustand befindet sich der Tastenschalter in der Ruhestellung,
d.h. vor der Betätigung der Taste. Bei der Tastenbetätigung wird der Tastenstößel
1 mittels des angebrachten Tastenknopfes durch einen Fingerdruck der Bedienperson
in die Pfeilrichtung A bewegt. Der Tastenstößel gleitet in der Führung 7 im Gehäuse
6 ente lang. Dabei wird der Federabschnitt 4a zusammengedrückt. Mit dem Tastenstößel
1 bewegt sich der Bund 2 mit der fest angebrachten Mitnehmernase 5 in Richtung zum
Gegenkontakt 3. Die Mitnehmernase 5 wird an der Kontaktfläche des Gegenkontaktes vorbeibewegt
und der Windungsteil 10 des Federabschnittes 4b kommt mit der Kontaktfläche des Kontaktes
3 in Berührung. In diesem Zeitpunkt ist der Kontakt geschlossen und es besteht über
den Kontaktanschluß 9, die Federabschnitte 4a und 4b, den.Gegenkontakt 3 und den Kontaktanschluß
8 eine elektrisch leitende Verbindung. Aufgrund der Vorspannung des Federabschnittes
4b, liegt der Windungsteil 10 bei der Kontaktgabe mit dem erforderlichen Kontaktdruck
auf dem Gegenkontakt auf. Dadurch wird prellfrei der Kontakt des Tastenschalters geschlossen.
Der Tastenstößel 1 wird noch weiter bewegt, so daß die Mitnehmernase 5 unterhalb der
Kontaktfläche des Gegenkontaktes 3 zu liegen kommt. Dadurch liegt der Windungsteil
10 frei auf der Kontaktfläche des Gegenkontaktes auf. Dadurch werden Störungen bei
der Bedienung durch ungleichmäßiges Drücken, ein Nachlassen des Fingerdruckes oder
ein Zittern beim Betätigen der Taste vermieden. Der Tastenstößel hat dann seine Endstellung,
die Arbeitsstellung erreicht, wobei die Bewegung entweder durch die Bodenfläche der
Führung 7 oder durch den nicht mehr weiter zusammendrückbaren Federabschnitt 4a begrenzt
wird.
[0014] Beim Loslassen des Tastenknopfes durch die Bedienungsperson, kehrt der Tastenstößel
1 aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung zurück. Der zusammengedrückte Federabschnitt
4a, der einerseits durch das Gehäuse 6 und andererseits durch die Auflagefläche 2a
am Bund 2 begrenzt wird, drückt den Tastenstößel über den Bund 2 in die Pfeilrichtung
R. Die Kontaktgabe wird sicher unterbrochen, wenn die Mitnehmernase 5 an der Kontaktfläche
des Gegenkontaktes 3 sich vorbeibewegt. Der Federabschnitt 4b liegt dann wieder mit
der festgelegten Vorspannung an der Mitnehmernase 5 auf. Die Rückkehrbewegung des
Tastenstößels wird entweder durch den Federweg des Federabschnittes 4a oder durch
das Gehäuse, an dem der Bund 2 anstößt, begrenzt. Der Aufprall des Tastenstößels 1
am Gehäusedeckel bei der Rückkehrbewegung wird vorteilhaft durch den Federabschnitt
4b gedämpft.
[0015] Während in Fig. 1 der Aufbau unddie Wirkungsweise des Tastenschalters für einen Arbeitskontakt
dargestellt ist, zeigen die Figuren 2 und 3 ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
eines Tastenschalters als Umschaltkontakt, der zwischen einem Ruhekontakt und einem
Arbeitskontakt umschaltbar ist.
[0016] Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Tastenschalters im Schnitt. Die Fig. 3 zeigt
die Anordnung nach Fig. 2 im Schnitt in der Ansicht von oben.
[0017] Die Drucktaste besteht aus einem Tastenknopf 11, der am Tastenstößel 1 befestigt
ist. Der Tastenstößel 1 wird im Tastengehäuse 6 bewegt. Die für die Schaltfunktion
des Umschaltkontaktes erforderlichen Bauteile sind im Tastengehäuse 6 enthalten, das
durch den Tastendeckel 14 abgeschlossen ist. Der Tastendeckel 14 wird beim Aufsetzen
auf das Gehäuse 6 über die am Gehäuse angebrachten Rastnasen 14a und 14b durch Einrasten
formschlüssig verbunden. Das Gehäuse 6 ist in einer Ausnehmung einer Trägerplatte
13 über die Rastfedern 19 und 20 eingerastet, die die Montage- und Eintastkräfte aufnimmt.
An der Unterseite des Tastengehäuses 6 ist eine Leiterplatte 12 angeordnet, an der
die Kontaktanschlüsse 8 und 9 verlötet sind. Die durch das Tastengehäuse 6 und einen
Tastendeckel 14 gebildete Kammer schützt die Kontakte und die damit in Verbindung
stehenden beweglichen Teile vor Fremdeinwirkungen wie Staub oder Dämpfen, die beispielsweise
beim automatischen Lötvorgang der Leiterplatten entstehen.
[0018] Der Tastenstößel 1 wird bei der Betätigung in der Führung 7 im Gehäuse und einer
Führung 15 im Tastendeckel 14 geführt. Am Tastenstößel 1 ist fest ein Bund 2 angebracht.
An der Auflagefläche 2a an der Unterseite des Bundes 2, ist der erste Federabschnitt
4a abgestützt. Der zweite Federabschnitt 4b der schraubenförmigen Feder 4 weist einen
grösseren Durchmesser als der Federabschnitt 4a auf und ist über die Auflagefläche
2a hinaus weitergeführt. Das andere Ende des ersten Federabschnittes 4a stützt sich
an der Bodenfläche des Tastengehäuses 6 ab. Am Bund 2 sind die Mitnehmernasen 5 und
17 angebracht. Im Tastengehäuse 6 sind ortsfest die Kontakte 3 und 16 angeordnet,
deren Kontaktanschlüsse mit der Leiterplatte 12 verbunden sind.
[0019] Im Ruhezustand ist der Ruhekontakt geschlossen, so daß über den-Kontaktanschluß 9
und dε Federabschnitte 4a und 4b, eine elektrisch leitende Verbindung mit dem Kontakt
16 und dessen nicht dargestellten Kontaktanschluß an der Leiterplatte 12 besteht.
In diesem Zustand liegt die oberste Windung 18 des zweiten Federabschnittes 4b mit
dem erforderlichen Kontaktdruck an der Kontaktfläche des Gegenkontaktes 16 auf. Dazu
ist es erforderlich, daß die Kontaktfläche des Gegenkontaktes 16 unterhalb der Unterseite
der Mitnehmernase 17 zu liegen kommt, und die Federspannung so gewählt ist, daß die
oberste Windung mit dem für eine einwandfreie Kontaktgabe erforderlichen Kontaktdruck
an der Kontaktfläche aufliegt. Im Ruhezustand des Tastenschalters liegt die unterste
Windung 10 des zweiten Federabschnittes 4b an der Oberseite der Mitnehmernase 5 unter
Vorspannung auf. Die Vorspannung ist so gewählt, daß sie dem erforderlichen Kontaktdruck
bei der Kontaktgabe im Arbeitszustand entspricht.
[0020] Bei der Betätigung der Taste in der Pfeilrichtung A, wird der Tastenstößel 1 nach
unten bewegt, und dadurch der erste Federabschnitt 4a zusammengedrückt. Bei der Abwärtsbewegung
des Tastenstößels, wird der zweite Federabschnitt 4b mitbewegt. Dabei hebt die Mitnehmernase
17 die oberste Windung 18cbs zweiten Federabschnittes 4b von der Kontaktfläche des
Gegenkontaktes 16 ab. Die oberste Windung 18 liegt ab diesem Zeitpunkt mit einer dem
Kontaktdruck bei der Kontaktgabe entsprechenden Vorspannung an der Unterseite der
Mitnehmernase 17 an.
[0021] Beim Erreichen der Arbeitsstellung kommt die unterste Windung 10 des zweiten Federabschnittes
4b auf der Kontaktfläche des Gegenkontaktes 3 zu liegen. Der Kontaktdruck,-:- mit
dem die unterste Windung auf der Kontaktfläche aufliegt, entspricht dabei der Vorspannung,
mit der die unterste Windung 10 auf der Mitnehmernase 5 aufgelegen hat. Damit dies
erreicht wird, ist es jedoch erforderlich, daß die Oberseite der Mitnehmernase 5 in
der Arbeitsstellung der Drucktaste unterhalb der Kontaktfläche des Gegenkontaktes
3 zu liegen kommt. In der Arbeitsstellung ergibt sich zwischen den Kontaktanschlüssen
8 und 9 über den ersten Federabschnitt 4a, die unterste Windung 10 des zweiten Federabschnittes
4b und den Gegenkcntakt 3 eine elektrisch leitende Verbindung.
[0022] Beim Loslassen des Tastenknopfes 11, kehrt die Drucktaste durch die Federkraft des
ersten Federabschnittes 4a in die Ruhestellung zurück. Bei der Bewegung des Tastenstössels
in Pfeilrichtung R, hebt die Mitnehmernase 5 die unterste Windung 10 des Federabschnittes
4b von der Kontaktfläche des Gegenkontaktes 3 ab. Die unterste Windung 10 des Federabschnittes
4b, liegt dann mit einer dem Kontaktdruck bei der Kontaktgabe entsprechenden Vorspannung
auf der Mitnehmernase 5 auf. Beim Erreichen der Ruhestellung kommt die oberste Windung
18 des zweiten Federabschnittes 4b mit dem erforderlichen Kontaktdruck,der der Vorspannung
an der Mitnehmernase 17 entspricht, auf der Kontaktfläche des Gegenkontaktes 16 zu
liegen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Unterseite der Mitnehmernase 17 oberhalb
der Kontaktfläche des Gegenkontaktes 16 zu liegen kommt. Die Bewegung nach oben wird
durch die Oberseite des Bundes 2, die am Tastendeckel 14 anstößt, begrenzt. Im Ruhezustand
besteht die leitende Verbindung über die Kontaktelemente 16, 4b, 4a und 9. ,
[0023] Die Fig. 4 zeigt ein Schnittbild des Tastenschalters mit einem Schutzkragen gegen
Einwirkungen des Lötbades.
[0024] Um die Stößelführung 7`ist am Kunststoffgehäuse 6 der Taste ein zum Lötbad offener
Schutzkragen 19 angeformt. Mit Hilfe dieser als Schutzkragen 19 ausgebildeten Schutzeinrichtung,
wird verhindert, daß die Stößelführung 7 beim Eintauchen der Taste mit der Leiterplatte
12 in ein Schlepp-oder Tauchlötbad unter der Hitzeeinwirkung des Lots verformt wird,
und damit die Führungsfunktion beeinträchtigt wird.
[0025] Beim Eintauchen der Taste mit der Leiterplatte 12 in das Lötbad, wird in dem Hohlraum
zwischen der Stößelführung 7 und dem Schutzkragen 19 ein Luftpolster gebildet, das
das Eindringen des Lots in den durch den Schutzkragen 19 gebildeten Hohlraum verhindert
und als Wärmeisolator wirkt, der Hitzeschäden an der Stößelführung 7 verhindert. Um
zu verhindern, daß das Lot bis zur Stößelführung 7 vordringt, ist es dabei notwendig,
daß der Schutzkragen 19 über die Stößelführung 7 hinausragt. Beim Löten in einem Tauchlötbad
muß der Schutzkragen 19 nur geringfügig über die zu schützende Stelle, nämliche die
StöBelführung 7 hinausragen. Beim Löten in einem Schlepplötbad, beispielsweise einem
Schwallötbad, ist es dagegen erforderlich, daß der Schutzkragen 19 so weit über die
Stößelführung 7 hinausragt, daß die Ausbildung eines Luftpolsters sichergestellt ist.
Ein Verziehen oder eine Beschädigung des Schutzkragens 19 sind ohne Bedeutung, da
er auf die Funktion der Taste keinen Einfluß hat. Es ist auch denkbar, den Schutzkragen
19 nach dem Lötvorgang zu entfernen. Zum Erleichtern des Entfernens kann der Schutzkratgen
19 beispielsweise lösbar mit der Taste verbunden sein.
[0026] Der Schutzkragen 19 ist im einfachsten Fall ringförmig um die zu schützende Stelle,
nämlich die Stößelführung 7 angeordnet. Es ist auch denkbar, daß er die Form von anderen
geometrischen Figuren aufweist. Zweckmäßigerweise wird er aus demselben Material gebildet,
wie die Unterseite des Tastenschalters.
1. Tastenschalter, insbesondere für Tastaturen in Schreibmaschinen und ähnlichen Einrichtungen,
beispielsweise Fernschreibmaschinen und Datenstationen, mit einem Tastenstössel, der
bei der Tastenbetätigung gegen die Federkraft einer zwischen dem Tastengehäuse und
einer Auflagefläche des Tastenstößels angebrachten schraubenförmigen Feder aus der
Ruhestellung in die Arbeitsstellung bewegbar ist, wobei die Feder das bewegliche Kontaktstück
bildet, das bei der Kontaktgabe mit einem ortsfesten Gegenkontakt in Verbindung gebracht
wird, und dessen Tastenstößel nach der Kontaktgabe noch weiter bewegbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die schraubenförmige Feder (4) zwei Abschnitte (4a,4b) aufweist,
von denen der erste Abschnitt (4a) in an sich bekannter Weise als Druckfeder für die
Rückführung des Tastenstößels (1) am der Arbeitsstellung in die Ruhestellung ausgebildet
ist, daß der zweite Federabschnitt (4b) auf der vom ersten Federabschnitt (4a) abgewandten
Seite der Auflagefläche (2a) mit einer bestimmten Vorspannung aufliegt, und daß der
Gegenkontakt (3) im Bewegungsbereich des über die Auflagefläche (2a) des Tastenstößels
(1) weitergeführten schraubenförmigen zweiten Abschnittes (4b) der Feder angeordnet
ist.
2. Tastenschalter nach Anspruch 1-,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Federabschnitte (4a,4b) der schraubenförmigen
Feder (4) unterschiedliche Windungsdurchmesser aufweisen.
3. Tastenschalter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Federabschnitt (4a) einen kleineren und der
zweite Federabschnitt (4b) einen größeren Windungsdurchmesser aufweist.
4. Tastenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Federabschnitt (4a) aus mindestens einer Windung
besteht.
5. Tastenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die unterste Windung (10) des zweiten Federabschnittes
(4a) auf einer am Tastenstößel (1) fest angebrachten Mitnehmernase (5) unter Vorspannung
aufliegt.
6. Tastenschalter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmernase (5) bei der Kontaktgabe den zweiten
Federabschnitt (4b) freigibt.
7. Tastenschalter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß am Tastenstößel (1) eine erste und eine zweite Mitnehmernase
(5,17) angebracht sind, zwischen denen der zweite Federabschnitt (4b) angeordnet ist,
daß im Ruhezustand die unterste Windung (10) des zweiten Federabschnittes (4b) an
der ersten Mitnehmernase (5) unter Vorspannung aufliegt, daß die oberste Windung (18)
unter Vorspannung am ersten Gegenkontakt (16) aufliegt und daß in der Arbeitsstellung
die oberste Windung (18) des zweiten Federabschnittes (4b) unter Vorspannung an der
zweiten Mitnehmernase (17) aufliegt und die unterste Windung (10) des zweiten Federabschnittes
unter Vorspannung am zweiten Gegenkontakt (3) aufliegt.
8. Tastenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche des zweiten Federabschnittes (4b) und
die Kontaktfläche des Gegenkontaktes (3) mit einer die Leitfähigkeit der Kontaktstellen
erhöhenden Schicht überzogen sind.
9. Tastenschalter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tastenstößel (1) nach der Kontaktgabe noch einen Nachlauf
aufweist.
10. Tastenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das von der Auflagefläche (2a) abgewendete Ende des zweiten
Federabschnittes (4b) den Anstoß des Tastenstößels bei der Rückkehrbewegung aus der
Arbeitsstellung in die Ruhestellung am Tastendeckel (14) dämpft.
11. Tastenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung dem erforlichen Kontaktdruck bei der Kontaktgabe
entspricht.
12. Tastenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Federabschnitte (4a,4b) der Gegenkontakt (3)
und der die Auflagefläche (2a) aufweisende Teil des Tastenstößels (1) in einer allseitig
geschlossenen Kammer (6,14) angeordnet sind.
13. Tastenschalter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer durch einen einrastbaren Tastendeckel (14)
abgeschlossen ist.
14. Tastenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, mit einer Schutzeinrichtung
um den durch die Leiterplatte durchragenden Teil vor Einwirkungen durch das Lötbad
zu schützen,
dadurch gekennzeichnet, daß um die zu schützende Stelle (7) am Tastenschalter ein
Schutzkragen (19) angeordnet ist, der in Richtung zum Lötbad offen ist und über die
zu schützende Stelle (7) hinausragt.
15. Tastenschalter nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daB der Schutzkragen (19) ringförmig um die zu schützende
Stelle (7) angeordnet ist.
16. Schutzeinrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzkragen
(19) aus Kunststoff besteht und an das Gehäuse (6) des Tastenschalters angeformt ist.