[0001] Die ErfindunG betrifft eine Schwimmbrettanordnung für ein Windsurfgeät nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, sowie eine zur Verwendung mit einer solchen Schwimmbrettanordnung
besonders geeignete Brückeneinheit.
[0002] Es ist seit langes bekannt, sog. Wellenreiten auf Wellenbrettern zu betreiben, mit
welchen das Gefälle an der Vorderseite entsprechend großer Wellen ausgenutzt wird,
um vom offenen Meer in Richtung auf den Strand an der Vorderseite der Welle zu "reiten".
Derartige Wellenbretter bieten eine obere Standfläche und sind flach und strömungsgünstig
ausgeführt, um mit möglichst geringem Strömungswiderstand an der Wasseroberfläche
gleiten zu können.
[0003] Seit mehr als 10 Jahren ist man dazu übergegangen, derartige Schwimmbretter mit einem
beweglich angelenkten Segel zu versehen, um auch auf ruhigen Gewässern aus Windbewegungen
Antriebskraft für ein Gleiten der Schwimmbretter auf der Wasseroberfläche zu erhalten.
Bei diesem sog. Windsurfen ist der Segelmast an seinem unteren Ende mit einem Gelenk
versehen und über entsprechende Haltemittel an der Oberseite des Schwimmbrettes lagegesichert,
so daß der auf dem Schwimmbrett stehende Benutzer den Mast nach allen Richtungen schwenken
kann. Das Segel ist als Dreiecksegel ausgebildet und mit seiner äußeren Ecke gegen
den Mast durch eine Griffstange auf Abstand gehalten, an der der Benutzer die insgesamt
als Rigg bezeichnete Segelanordnung ergreifen und in jeder gewünschten Winkellage
sowohl zum Wind als auch zum Schwimmbrett oder Bord ausrichten kann. Zur Stabilisierung
können die Schwimmbretter mit einer Finne oder einem Schwert versehen sein, welches
in einem Schwertkasten gelagert ist.
[0004] Ganz im Unterschied zu Segelbooten ist jedoch in keinem Falle ein Ruder zur Bestimmung
der Fahrtrichtung vorgesehen. Während bei Segelbooten die Windkräfte von: Segel über
einen starr angebrachten Mast unmittelbar auf den Bootskörper übertragen werden, dessen
Richtung durch ein Ruder, also durch Einstellung der Angriffsrichtung des Wasserwiderstandes
bestimmt werden kann, wird bei einem Surfgerät die Richtungseinstellung durch entsprechende
Neigung des Mastes bewirkt, derart, daß die Resultierende der am Segel angreifenden
Windkräfte im sog. Flächenschwerpunkt des Segels und die Resultierende der am Schwimmbrett
angreifenden Wasserkräfte nicht vertikal übereinanderliegen, sondern in ihrer Projektion
auf die Wasseroberfläche ein Kräftepaar mit Hebelarm bilden, deren Drehmoment für
gewünschte Richtungsänderungen zur Verfügung steht.
[0005] Bekannte Surfgeräte dieser Art erreichen schon bei mäßigen Windgeschwindigkeiten
relativ hohe Fahrt und lassen sich von einem-geübten Benutzer durch einfache Änderungen
der Lage des Riggs steuern. Gegenüber Segelbooten besitzen sie den großen Vorteil,
daß das einfach vom Schwimmbrett abnehmbare Rigg ebenso wie das Schwimmbrett selbst
ohne eigenen Anhänger mit üblichen Kraftfahrzeugen transportiert werden kann, wobei
das nur etwa 70 cm breite Schwimmbrett mit einem Gesamtvolumen von 200 Litern oder
wenig mehr auf einem Dachträger des Autos befestigt werden kann; diese bequeme Transportmöglichkeit
hat sehr wesentlich zur weiten Verbreitung des Windsurfens beigetragen, da das Surfgerät
so ohne großen Aufwand an jedes beliebige Gewässer transportiert und anschließend
wieder mitgenommen werden kann.
[0006] Allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten derartiger Surfgeräte beschränkt, da sie
ausschließlich dem schnellen Gleiten auf dem Wasser dienen und auch nur von recht
geübten Benutzern einwandfrei gefahren und gesteuert werden können. Eine Benutzung
durch ungeübtere, ältere oder körperlich nicht voll leistungsfähige Menschen ist so
gut wie ausgeschlossen, da jede kleinste Fehlbewegung des Riggs das Gerät außer Gleichgewicht
bringt, so daß der Benutzer ins Wasser fällt und der Mast umkippt, da dieser ja nur
gelenkig auf der Oberseite des Schwimmbrettes angeordnet ist. Ebenso müssen bereits
geringfügige Schwerpunktsverlagerungen des Benutzers sehr vorsichtig erfolgen, da
sonst das relativ schmale Schwimmbrett kippt, das Gerät so wiederum außer Kontrolle
gerät und der Benutzer ins Wasser fällt. Insbesondere wegen der starken Kippbewegungen
des Schwimmbrettes kann praktisch kein Transport irgendwelcher Lasten oder Mitführen
irgendwelcher Gegenstände erfolgen. Ebenso ist ein Verweilen an einer bestimmten Stelle
des Wassers nicht in bequemer Stellung möglich, da der Benutzer, wenner nicht im Wasser
schwimmt, etwa mit
beidseitig ins Wasser hängenden Beinen auf dem Surfbrett sitzt. In Anbetracht der
Fertigkeiten, die zum einwandfreien Führen eines solchen Surfgerätes auf dem Wasser
notwendig sind, fällt um so schwerer ins Gewicht, daß ein Surflehrer, sofern kein
Tandem-Surf-
[0007] gerät verwendet wird, auf dem Schwimmbrett nicht mitfahren kann. Schließlich ist
das Surfgerät ausschließlich auf Windantrieb angewiesen, da die Anbringung eines Motors
einerseits konstruktiv kaum möglich ist, andererseits das Fahrverhalten gänzlich unberechenbar
machen würde und schließlich die am Segel angreifende Kraft des Windes erforderlich
ist, um dem Benutzer Halt in seiner aufrechten Stellung zu geben. Bei einsetzender
Windstille besteht daher keine andere Möglichkeit für den Benutzer, als mit oder ohne
Surfgerät ans Ufer zu schwimmen, sofern nicht der Segelmast als Paddel eingesetzt
werden soll. Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Nutzungsbereich
eines solchen bekannten Surfgerätes ganz wesentlich in dem Sinne zu erweitern, daß
Nutzungsmöglichkeiten ähnlich wie bei einem Segelboot erschlossen werden.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1.
[0009] Dadurch, daß zwei Schwimmbretter mit einer Brücke verbunden werden, um so eine in
sich starre Schwimmbrettanordnung zu bilden, erhöht sich die für den Benutzer zur
Verfügung stehende Standfläche um ein Vielfaches, so daß ein sichererer Stand gewährleistet
ist. Darüber hinaus ist die vergrößerte Standfläche praktisch kippsicher und insgesamt
lagestabil, so daß die Betätigung und Einstellung des Rigg fast wie von einer Standfläche
am Ufer aus erfolgen kann. Damit ist nur noch auf die Bewegungen des Rigg unter Einfluß
der Windkräfte zu achten, und fällt gegenüber üblichen, einbordigen Surfbrettern die
Notwendigkeit weg, zugleich auch die Standfläche im Gleichgewicht zu halten. Dadurch
wird die Ausübung dieses Sportes wesentlich einfacher und können auch ältere und körperlich
weniger leistungsfähige Menschen diesen Sport betreiben, und ergibt sich auch für
geübte Surfer der Vorteil, daß durch verminderte Kraftanstrengung erheblich längere
Verweilzeiten auf dem Wasser erzielbar sind. Nicht zuletzt kommt körperlich weniger
leistungsfähigen oder ungeschickteren Menschen zugute, daß ein Lehrer auf der erheblich
vergrößerten Standfläche der Brücke mitfahren und so unmittelbar die Technik vermitteln
kann, so daß die Schulungszeiten in Surfschulen erheblich verringert und der Schulungserfolg
sicherer wird. Ebenso wie ein Lehrer können selbstverständlich auch Gegenstände mitgenommen
werden, nicht nur im Bereich der Brücke befestigbare Paddel, mit denen im Falle von
Windstille ohne Wasserberührung des Benutzers eine Fortbewegung möglich ist, sondern
auch sonstige Gegenstände, sei es, um sie zu transportieren, oder sei es, um sie zur
Benutzung mit sich zu führen. So kann beispielsweise Angelzeug mitgenommen werden,
und kann an jeder beliebigen Stelle der Wasseroberfläche das Rigg abgeschlagen und
die Schwimmbrettanordnung praktisch als Floß benutzt werden. Wenn an der Brücke Lagermittel
für einen Sitz vorgesehen sind, so kann ein surfender Angler sich an einer beliebigen
Stelle des Wassers im Sitzen dem Angelsport hingeben. Schließlich bietet die Brücke
eine ideale Abstützung für ein entsprechend groß dimensioniertes Schwert, welches
beispielsweise am hinteren Rand der Brücke über diese aus ragend befestigt werden
kann. Ebenso kann die Brücke als Abstützung für eine übliche, als Spiegel bezeichnete
Stütze eines Motors dienen, so daß die Einsatzfähigkeit der Schwimmbrettanordnung
auch bei völliger Windstille oder ohne Zuhilfenahme des Segels gewährleistet ist.
[0010] Bei Segelbooten ist es zwar schon bekannt, statt eines einzelnen Bootskörpers zwei
zueinander parallel liegende, gleiche Bootskörper vorzusehen, so daß sich ein sog.
Katamaran ergibt. Ein derartiger Katamaran ist aber ein reines Segelboot mit Rudersteuerung
und insoferne nicht mit einem Surfgerät vergleichbar. Die Doppelboot-Ausbildung dient
dazu, das Boot bei entsprechend starkem Wind so hart am Wind zu fahren, daß einer
der Bootskörper möglichst ganz aus dem Wasser ausgehoben wird, wodurch einerseits
die Reibungsfläche im Wasser verringert und andererseits ein zusätzliches, gegen die
Windkraft wirkendes Rückstellmoment erzeugt wird, so daß der Katamaran härter am Wind
gesegelt werden kann als andere Segelboote und deshalb schneller ist. Natürlich setzt
eine solche Fahrweise den für Segelboote typischen festen Mast voraus und wäre bei
einem Surfgerät mit gelenkig gelagertem und vom Benutzer aufrecht gehaltenem Mast
undenkbar; hier dient insoweit die übereinstimmende Maßnahme einer Doppelanordnung
der Schwimmkörper im Gegenteil dazu, eine Neigungslage der Schwimmkörper zu vermeiden
sowie die erläuterten weiteren Vorteile zu erzielen, welche Nutzungsmöglichkeiten
wie bei üblichen Segelbooten mit einem Rumpf erst ergeben.
[0011] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Zeichnung.
[0012] Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Surfgerätes mit einer erfindungsgemäßen
Schwimmbrettanordnung im Einsatz,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schwimmbrettanordnung des Surfgerätes gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß Linie IV-IV in Fig. 2 und
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung einen Teilschnitt gemäß Linie V-V in Fig. 2.
[0013] Das in Fig. 1 insgesamt veranschaulichte Surfgerät weist ein übliches Rigg 1 und
eine erfindungsgemäße Schwimmbrettanordnung
2 auf, auf der in der veranschaulichten Weise der mit 3 bezeichnete Benutzer steht
und das Rigg an einer Führungsstange 4 ergreift, die das freie Ende 5 eines dreieckförmigen
Segels 6 des Riggs 1 vom Mast 7 abspreizt. Der Mast 7 ist an seiner Unterseite in
an sich bekannter Weise mit einem Universalgelenk 8 versehen, dessen fester Teil durch
ein geeignetes Haltemittel an der Schwimmbrettanordnung 2 gelagert ist.
[0014] Aus Fig. 2 sind zwei Haltemittel 9 ersichtlich, die in der üblichen Form als Löcher
ausgebildet sind, in die je nach Luv- oder Leegierigkeit der Befestigungszapfen des
Universalgelenkes g einsteckbar ist, so daß das Rigg 1 in Fahrtrichtung gemäß Pfeil
10 um den Abstand der lochförmigen Haltemittel 9 gegeneinander versetzt angeordnet
werden kann. Im Unterschied zu üblichen Schwimmbrettanordnungen 2 sind jedoch die
Haltemittel 9 nicht auf der Oberseite eines einzelnen Schwimmbrettes angeordnet, sondern
auf einer Brücke 11, welche zwei parallel zueinander angeordnete Schwimmbretter 12
starr miteinander verbindet. Die Brücke 11 besitzt in der in Fig. 2 angedeuteten Weise
ein Rohrskelett 13, welches im Beispielsfalle aus vier Querträgern 14, einem mittleren
Längsgurt 15 und zwei seitlichen Längsgurten 16 besteht, die auf der Oberseite der
beiden Schwimmbretter 12 anliegen und zusammen mit den äußeren Querträgern 14 den
umlaufenden Rand der in Draufsicht etwa rechteck- oder quadratförmigen Brücke 11 bilden.
Dabei sind die Querträger 14 derart gewölbt ausgebildet, daß die Brücke in einer nach
oben gerichteten leichten Wölbung den Spaltbereich zwischen den Schwimmbrettern überspannt.
In der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise sind die Wölbung der Querträger 14, die im wesentlichen
einen Wellenschlag im Spaltbereich zwischen den Schwimmbrettern 12 bis zur Brücke
11 hinauf verhindern soll, und die Neigung der mit 17 bezeichneten Oberfläche der
Schwimmbretter 12 im Bereich der seitlich äußeren Längsgurte 16 so aufeinander abgestimmt,
daß die mit 18 bezeichnete Unterkante der Querträger 14 im Befestigungsbereich im
wesentlichen tangential zur Oberfläche 17 verläuft. Die Querträger 14 sowie die Längsgurte
15 und 16 sind in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise als Rechteckprofile ausgebildet
und beispielsweise zusammengeschweißt, so daß sich ein einstückiges tragendes Rohrskelett
13 ergibt. Das Rohrskelett 13 ist, wie ebenfalls insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich
ist, durch eine flächige Abdeckung 19 überspannt, welche die Zwischenräume zwischen
den Querträgern 14 und Längsgurten 15 und 16 überbrückt und beispielsweise aus einer
Sperrholzplatte oder Sperrholzschicht ausreichender Dicke, beispielsweise mit einer
Dicke von 6 mm, bestehen kann. Die Außenseite der Abdeckung 19 kann mit einer rutschfesten
Oberflächenschicht 20 versehen werden, beispielsweise einem rutschfesten Gummi, der
auf die Abdeckung 19 aufgeklebt ist. Hierdurch erhält die Brücke 1
1 eine störungsfreie und insbesondere rutschfeste Oberfläche.
[0015] Zur starren Befestigung der Brücke 11 im Bereich der Oberfläche 17 an den beiden
Schwimmbrettern 12, die beispielsweise aus glasfaserverstärktem Polyester oder einem
ähnlichen Kunststoff bestehen können, wie an sich bekannt, sind diese mit zwei parallel
zu den seitlichen Längsgurten 16 verlaufenden Ankerschienen 21 und 22 versehen. Die
Ankerschienen 21 und 22 können an die die Oberfläche 17 bildende Außenhaut jedes Schwimmbrettes
12 im Zuge von dessen Herstellung geklebt und sodann in der bei 23 strichpunktiert
angedeuteten Weise einlaminiert werden, so daß sie im oberen Bereich des Schwimmbrettes
12 sicher gehalten sind. Die Ankerschienen 21 und 22 dienen zur Verankerung von Schrauben
24 und 25, die den Boden der Längsgurte 16 sowie zusätzlicher Stützgurte 26 gegen
die Oberfläche 17 in geeigneten Abständen festspannen. Im Falle der koplanar an die
zugeordneten Querträger 14 angeschweißten Längsgurte 16 können die Profile in der
angedeuteten Weise mit Öffnungen 27 an ihrer Ober- und Unterseite versehen sein, wobei
die Öffnung 27 in der Oberseite des Profils den Durchtritt auch des Kopfes der Schrauben
24, diejenige an der Unterseite hingegen nur den Durchtritt des Schaftes der Schrauben
24 gestattet. Ebenso kann im Falle der Stützgurte 26 verfahren werden, die jedoch
an der Unterseite der Querträger 14 derart angeordnet sind, daß sie diese im Abstand
von den Längsgurten 16 gegen die Oberfläche 17 abstützen, und die auch als nach oben
offene U-Profile od. dgl. ausgebildet werden können, so daß ein Einbringen der dortigen
Schrauben 25 in den Zwischenräumen zwischen den Querträgern 14 problemlos möglich
ist.
[0016] Auf diese Weise wird sehr einfach eine gute und verwindungssteife Befestigung der
Brücke an den beiden Schwimmbrettem erzielt, wobei die Brücke 11 und die Schwimmbretter
12 als separate Bauteile problemlos vorgefertigt und dann herstellerseitig montiert
werden können. Grundsätzlich wäre natürlich auch eine abnehmbare Befestigung der Brücke
11 an den Schwimmbrettern 12 denkbar, jedoch erhöht sich hierfür der Aufwand zur Erzielung
einer ausreichenden Verwindungssteifigkeit und ergeben sich in der Regel Störungen
der ansonsten glatten Oberflächen. Eine solche, jederzeit demontierbare Ausbildung
ist auch nicht erforderlich, da die in Fig. 2 angedeutete Breite b der gesamten Schwimmbrettanordnung
2 bestehend aus den beiden Schwimmbrettern 12 und der Brücke 11 einen Wert von etwa
150 cm nicht zu überschreiten braucht und vorzugsweise bei etwa 135 cm liegt. Dabei
können entweder übliche, als Einzelborde konzipierte Schwimmbretter mit einer Breite
in der Größenordnung von 70 cm verwendet werden, die an ihrer breitesten Stelle ganz
oder fast aneinanderstoßen, wenn dies aus produktionstechnischen Gründen zweckmäßig
sein sollte. Vorteilhaft sind jedoch die beiden Schwimmbretter 12, wie aus den maßgerechten
Darstellungen in den Fig. 2 bis 4 ersichtlich ist, bei einer im wesentlichen unveränderten
Länge (vgl. Fig. 3) von knapp 4 m etwas schmäler gehalten als übliche Einzelborde,
da die Tragfähigkeit auch bei einem vermindertem Volumen von gegebenenfalls erheblich
unter 200 Litern bzw. einer Breite von nur etwa 50 cm durch die Doppelanordnung völlig
ausreicht. Trotz praktisch vollständiger Kippsicherheit läßt sich somit die Breite
der gesamten Schwimmbrettanordnung 2 auf einen Wert begrenzen, der einen Transport
auf Dachträgern von Autos gestattet, so daß auch diese Vorteile üblicher Surfbretter
voll erhalten bleiben. Sowohl unter dem Gesichtspunkt des einfacheren Transportes
als auch des Herstellungsaufwandes ist eine vergleichsweise geringe Länge der Brücke,
in Fahrtrichtung gemäß Pfeil 10 gemessen, anzustreben. Andererseits vergrößert eine
größere Länge der Brücke die zur Verfügung stehende Stand- oder Lagerfläche und ergibt
eine bessere Verwindungssteifheit. Es hat sich gezeigt, daß eine Länge der Brücke
etwa in der Größenordnung ihrer Breite, also im Bereich von etwa 1 m optimal ist,
wobei die in Fahrtrichtung gemäß Pfeil 10 gemessene Länge der Brücke weniger als ein
Drittel der Länge der Schwimmbretter 12 betragen soll. Dabei ist es selbstverständlich
nicht erforderlich, untereinander völlig identische Schwimmbretter 12 zu verwenden,
auch wenn dies aus herstellungstechnischen. Gründen zweckmäßig ist. Gute Fahrteigenschaften
ergeben sich jedenfalls dann, wenn die Schwimmbretter 12 zu ihrer gemeinsamen Mittellinie
in dem von der Brücke 11 überbrückten Spaltbereich wenigstens symmetrisch, also spiegelbildlich
ausgebildet sind, so daß sich einwandfreie Geradeaus fahrteigenschaften sowie ungestörte
Lenkungsmöglichkeiten ergeben.
[0017] Wie insbesondere die Fig. 1 und 2 veranschaulichen, bietet die Brücke 11 eine Fläche
für die verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten. So kann insbesondere, ebenso wie im
Falle der Haltemittel 9 für das Rigg 1 an dem entsprechend starken mittleren Längsgurt
15 angreifend ein Lagermittel 28 etwa auch in Form eines bis auf den Längsgurt 15
durchgehenden Loches für einen Sitz vorgesehen werden, so daß bei leichtem Wind gegebenenfalls
auch im Sitzen gefahren werden kann bzw. bei abgeschlagenem Rigg 11 jeder beliebigen
sitzenden Tätigkeit wie etwa Angeln nachgegangen werden kann, ohne daß der Benutzer
3 in Wasserberührung gelangt. Weiterhin können im Bereich der Brücke 11 nicht näher
dargestellte Haltemittel für Paddel od. dgl. vorgesehen sein, mit denen notfalls eine
Fortbewegung der Schwimmbrettanordnung 2 erfolgen kann.
[0018] Ein entsprechend massiv ausgebildeter Längsgurt 15 kann auch zur Bildung eines am
in Fahrtrichtung gemäß Pfeil 10 hinteren Rand der Brücke 11 ausragenden Schwerthalters
29 verlängert werden, oder der Schwerthalter 29 wird an der hinteren Seite des benachbarten
Querträgers 14 befestigt, etwa angeschweißt. Der Schwerthalter 29 kann dabei ganz
einfach mit einem mittleren Durchtrittsschlitz für das mit 30 bezeichnete Schwert
und seinen Sockel 31 versehen werden, derart, daß ein Stützkopf 3
2, der breiter ist als der Schlitz im Schwerthalter 29, an den oberen Rändern des Schlitzes
aufliegt. Dabei kann eine Lagerung des Schwertes 30 im Schwerthalter 29 magnetisch
z.B. in der Weise erfolgen, daß Permanentmagnete 33 in den oberen Rändern des Schlitzes
im Schwerthalter 29 und/oder an der Unterseite des Stützkopfes 32 eingelassen sind,
wobei natürlich auch der nicht die Permanentmagnete 33 tragende Teil aus magnetisierbarem
Material bestehen kann. Auf diese Weise kann ein sehr langes Schwert 30 angeordnet
werden, welches hervorragende Fahreigenschaften ergibt, wobei das Schwert 30 beim
Auflaufen auf ein Hindernis am Grund des Gewässers unter Überwindung der magnetischen
Haltekräfte nach oben ausweichen kann und beim erneuten Herabfallen sofort wieder
sicher in die magnetische Halterung einrastet.
[0019] Die Brücke 11 eignet sich darüber hinaus auch dafür, einen in Fig. 3 gestrichelt
angedeuteten Außenbordmotor 34 üblicher Bauart zu lagern. Hierzu ist als Lagermittel
35 im Beispielsfalle am hinteren Ende des Schwerthalters 29 eine Öffnung in dem den
Schwerthalter 29 bildenden Stahlträger vorgesehen, in die ein üblicher sog. Spiegel
36 eingesteckt werden kann, an dem wiederum der handelsübliche Außenbordmotor 34 gelagert
werden kann. Es liegt auf der Hand, daß mit der Möglichkeit des motorischen Antriebs
die Einsatzmöglichkeiten des Surfgerätes noch weiter steigen.
1. Schwimmbrettanordnung für ein aus dieser und einem über Haltemittel daran beweglich
lagerbaren Rigg bestehenden Windsurfgerät, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel
zueinander und vorzugsweise im Abstand voneinander angeordnete Schwimmbretter (12)
durch eine mittige Brücke (11) verbunden sind, welche die Haltemittel (9) für das
Rigg (1) aufweist.
2. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Fahrtrichtung
(Pfeil 10) gemessene Länge der Brücke (11) erheblich geringer, insbesandere um wenigstens
zwei Drittel geringer ist als diejenige der zueinander spiegelbildlich oder untereinander
gleich ausgebildeten Schwimmbretter (12).
3. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (11)
zu beiden Seiten bleibend an den Schwimmbrettern (12) verankert ist.
4. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmbretter
(12) aus Kunststoff, insbesondere aus glasfaserverstärktem Polyester, bestehen, und
daß zur Befestigung der seitlichen Ränder der Brücke (11) wenigstens eine Ankerschiene
(21 bzw. 22) im Material jedes Schwimmbrettes (12) eingebettet, vorzugsweise einlaminiert
ist.
5. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (11)
im Spaltbereich zwischen den Schwimmbrettern (12) nach oben gewölbt verläuft.
6. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (11)
ein Rohrskelett (13) aufweist, welches von einer flächigen Abdeckung (19) mit vorzugsweise
rutschfester Oberflächenschicht (20) überspannt ist.
7. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (11)
Lagermittel (28) für einen Sitz aufweist.
8. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (11)
einen vorzugsweise über ihren hinteren Rand hinausragenden mittigen Schwerthalter
(29) trägt.
9. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Permanentmagnete
(33) zur Lagesicherung des Schwertes (30) im Schwerthalter (29) vorgesehen sind.
10. Schwimmbrettanordnung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Brücke (11), vorzugsweise am hinteren Ende des Schwerthalters (29), Lagermittel (35)
für einen üblichen Spiegel (36) zur Befestigung eines Außenbordmotors (34) vorgesehen
sind.
11. Bräekeneinheit für die Verbindung von zwei in Bewegungsrichtung nebeneinander
angeordneten Fahr-und/oder Gleitvorrichtunsen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine Aussparung (9,28) für die Aufnahme eines Haltenittels eines Riggs (1) und/oder
einer steckbaren Tragvorrichtunr vorgesehen ist.