[0001] Die Erfindung betrifft einen Klemmverschluß'zum lösbaren Verbinden der Schließlasche
von Etuis, Schreibmappen oder dergleichen mit dem Hauptkörper derartiger Gebilde,
mit einem eine Feder aufweisenden Unterteil und einem Oberteil, welches beim Zusammendrücken
von Oberteil und Unterteil mit der Feder in lösbaren Rasteingriff kommt.
[0002] Die DE-OS 27 38 122 betrifft einen Klemmverschluß, bei dem die Basisplatte des Unterteils
mit vier auf einem Kreisumfang angeordneten, paarweise zwei einander gegenüberliegende
Stege einschließenden Durchbrechungen versehen ist. Weiterhin weist das Unterteil
beim Klemmverschluß nach der DE-PS 27 38 122 eine mit vier den Durchbrechungen der
Basisplatte entsprechenden An- satten versehene Kappe auf, die durch Einpressen der
Ansatte in Durchbrechungen mit der Basisplatte verbindbar ist. Die Kappe hat außerhalb
des Bereichs der Stege eine teilzylindrische Umfangswand mit geringerer Höhe als die
Ansätze, wobei die Umfangswand zwischen jeweils zwei benachbarten, eng nebeneinanderliegenden
Ansätzen bis zur Deckelfläche der Kappe hin durchbrochen ist. Durch diese Durchbrechungen
treten die Umfangsvorsprünge einer in die Kappe eingesetzten, geschlitzten Ringfeder
aus, so daß in den Stegbereichen nach dem Zusammenbau des Unterteils diese Umfangsvorsprünge
radial über den Außenumfang der Kappe federnd hervorstehen. Das Oberteil des Klemmverschlusses
weist eine Klemmplatte auf, die eine dem Durchmesser der Kappe im wesentlichen entsprechende
Kreisöffnung besitzt, wobei an der dem Unterteil zugewandten Öffnungskante ein Ringvorsprung
zum Eindrücken der Umfangsvorsprünge der Ringfeder zum Einrasten zwischen diesen und
der Basisplatte vorgesehen ist.
[0003] Der bekannte Klemmverschluß ist im praktischen Gebrauch äußerst bequem und zuverlässig
zu handhaben. Allerdings haben sich insofern Nachteile gezeigt, als die vier schmalen
Ansätze der Kappe unter extremen Beanspruchungen abbrechen können, so daß die Verbindung
zwischen Kappe und Basisplatte teilweise in unvorteilhafter Weise lösbar bzw. beschädigbar
ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Klemmverschluß
der eingangs genannten Art dahingehend we
' zubilden, daß eine zuverlässige Befestigung der Kappe auf dem Basisteil und damit
eine sichere Aufnahme der Feder des Klemmverschlusses gewährleistet ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Klemmverschluß zum lösbaren Verbinden
der Schließlasche von Etuis, Schreibmappen oder dergleichen dadurch gelöst, das das
Unterteil eine mit zwei auf einem Kreisumfang angeordnete, zwei einander gegenüberliegende
Stege einschließenden Nuten versehene Basisplatte, eine mit zwei den Nuten entsprechenden
Ansätzen versehene, durch Einpressen der Ansätze in die Nuten mit der Basisplatte
verbindbare, eine im Bereich der Stege geschlitzte und im übrigen teilzylindrische
Umfangswand besitzende Kappe sowie eine geschlitzte Ringfeder mit zwei einander gegenüberliegenden
Umfangsvorsprüngen aufweist, welche in den Stegbereichen nach dem Zusammenbau des
Unterteiles federnd über den Außenumfang der Kappe radial vorstehen; und daß das Oberteil
eine Klemmplatte mit einer dem Außendurchmesser der Kappe im wesentlichen entsprechenden
Kreisöffnung aufweist, wobei an der dem Unterteil zugewandten Öffnungskante ein Ringvorsprung
zum Eindrücken der Umfangsvorsprünge der Ringfeder und zum Einrasten zwischen diesen
und der Basisplatte vorgesehen ist.
[0006] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung zeichnen sich dadurch aus, daß die Ansätze
aer Kappe reibschlüssig in den Nuten der Basisplatte festgehalten sind und/ oder die
Kappe mittels der in den Nuten des Basisteils befestigten Ansätze mit dem Basisteil
verbunden ist, wobei letztere Ausgestaltung noch dadurch fortgebildet ist; daß die
Kappe mittels der Ansätze in den Nuten des Basisteils verschweißt ist oder daß die
Ansätze in den Nuten fest eingeklebt sind.
[0007] Erfindungsgemäß wird also der Verbindungsbereich zwischen Basisplatte und Kappe dadurch
verbessert, daß in der Basisplatte zwei fast halbkreisförmige Nuten vorgesehen sind,
in die zwei der Form dieser Nuten entsprechende, ebenfalls fast halbkreisförmige Ansätze
der Kappe einsteckbar sind, wobei die Umfangsvorsprünge der in der Kappe befindlichen
Ringfeder durch die einander gegenüberliegenden Durchbrechungen in der zylindrischen
Seitenwand der Kappe zwischen den beiden, fast halbkreisförmigen Ansätzen der Kappe
über den zwischen den fast halbkreisförmigen Nuten stehengelassenen Stegen der Basisplatte
aus der Kappe herausragen, wodurch der Klemmeingriff mit der Klemmplatte ermöglicht
wird. Insgesamt ergibt sich, daß die fast halbkreisförmigen Ansätze der Kappe äußerst
stabil und beim normalen Gebrauch nicht abzubrechen sind, so daß eine zuverlässige
und feste Verbindung zwischen Kappe und Basisteil erreicht wird.
[0008] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung
im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Basisplatte des Unterteils mit der der Klemmplatte
zugewandten Seite;
Fig. 2 die auf die Basisplatte aufzusetzende Kappe;
Fig. 3 die in die Kappe einzusetzende Ringfeder;
Fig. 4 das zusammengesetzte Unterteil; und
Fig. 5 die Klemmplatte.
[0009] Das in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der Basisplatte 22 ist als Unterteil
für Etuis für Schreibinstrumente vorgesehen, wobei das mit dem Unterteil versehene
Etui zwei Schreibgeräte aufnehmen kann. Die dargestellte Basisplatte 22 besitzt einen
Zentralteil 6 und einen den Zentralteil 6 bis auf eine Seite umfangsmäßig umgebenden,
schulterartig abgesetzten Umfangsrand 8. Die Basisplatte 22 ist mit zwei auf einem
Kreisumfang angeordneten, zwei einander gegenüberliegende Stege 10, 12 einschließenden,
fast halbkreisförmigen Nuten 14, 16 versehen, die jeweils einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt aufweisen.
[0010] In Figur 2 ist eine Kappe 34 dargestellt, die eine Umfangswand besitzt, von der sich
zwei den Nuten 14, 16 entsprechende, ebenso fast halbkreisförmige Ansätze 24, 26 senkrecht
zur Deckelfläche 33 der Kappe 34 erstrecken. Zwischen den fast halbkreisförmigen Ansätzen
24, 26 ist die Umfangswand 32 auf zwei genau gegenüberliegenden Seiten bis zur Kappenfläche
33 hin durchbrochen. Hier treten die Umfangsvorsprünge 38, 40 der in die Kappe 34
einzusetzenden, in Figur 3 dargestellten Ringfeder 36hindurch. Die Ringfeder 36 ist
dabei nicht als Vollring ausgebildet,sondern vielmehr an einer Stelle 37 des Umfangs
durchbrochen, damit sie bei auf die Umfangsvorsprünge 38, 40 wirkenden Kräften zusammendrückbar
ist, so daß sich die Umfangsvorsprünge 38, 40 nach einwärts zurückziehen können.
[0011] Zur Anpassung der zum Schließen bzw. Öffnen des Klemmverschlusses aufzuwendenden
Kräfte werden die Umfangsvorsprünge im dargestellten Ausführungsbeispiel einseitig
durch Abschrägung 39, 41 vom Rand der Ringfeder 36 her zu ihrem Ende hin abgeschrägt.
[0012] Die Darstellung der Figur 4 zeigt das aus Basisplatte, Kappe 34 und Ringfeder 36
zusammengesetzte Unterteil. Die sich aus der Kappe heraus erstreckenden Umfangsvorsprünge
38, 40 der Ringfeder 36 sind deutlich erkennbar. Zur Befestigung sind dabei die unteren
Enden 25, 27 der Ansätze 24, 26 in den Nuten 14, 16 fest verschweißt.
[0013] Eine Klemmplatte 42 des Oberteils des erfindungsgemäßen Klemmverschlusses ist in
Figur 5 dargestellt, wobei die Klemmplatte 42 eine im wesentlichen dem Durchmesser
der Kappe 34 entsprechende Kreisöffnung 44 aufweist, an deren dem Unterteil zugewandten
Öffnungskante sich ein Ringvorsprung 46 zum Eindrücken der Umfangsvorsprünge 38, 40
der Ringfeder 36 und zum Einrasten zwischen diesen und der Basisplatte 22 befindet.
Das in Figur 5 dargestellte Ausführungsbeispiel der Klemmplatte 42 ist im wesentlichen
halbkreisförmig ausgebildet und zum halbkreisförmigen Umfang hin leicht abgeflacht,
während sich am geraden Ende der Klemmplatte 42 sich ein Ansatz 48 mit geringerer
Dicke als die Klemmplatte 42 befindet, der, ebenso wie der Umfangsrand des Unterteils,mit
Nähösen 50 versehen ist, mittels derer jeweils Oberteil und Unterteil mit Etuimaterial,
beispielsweise Leder oder lederähnlichem Kunststoffmaterial,vernähbar sind. Zur praktischen
Verwendung wird das Unterteil und das Oberteil des erfindungsgemäßen Klemmverschlusses
mittels der Nähösen 50 in ein Etui derart eingenäht, daß zum Verschließen des Etuis
das mit einer Lasche des Etuis verbundene Oberteil auf das Unterteil fest aufdrückbar
ist, so daß die Umfangsvorsprünge 38, 40 der Ringfeder 36 den Ringvorsprung 46 der
Kreisöffnung 44 der Klemmplatte 42 des Oberteils hintergreifen. Bei entsprechend andersartig
ausgebildeten Unterteilen werden Oberteil und Unterteil in entsprechender Weise in
andere Gegenstände, wie Schreibmappen und dergleichen eingenäht, um derart ebenfalls
den erfindungsgemäßen Klemmverschluß zu verwenden. Derart kann der erfindungsgemäße
Klemmverschluß für Etuis mannigfacher Art benutzt werden, beispielsweise für Schreibetuis
für ein- oder mehrere Schreibgeräte, wozu das dargestellte Unterteil mit auf der dem
Oberteil zugewandten Seite vorgesehenen Einstecknuten 56, 58, die zur Aufnahme der
Klemmfeder der Schreibinstrumente dienen, deren verdicktes Ende ebenfalls in die dargestellten
Durchbrechungen 16, 62 eingreifen, vorgesehen sind; bei anderer Ausgestaltung des
Unterteils kann der erfindungsgemäße Klemmverschluß aber. auch für Kreditkartenetuis,
Münzetuis und Schlüsseletuis sowie Brieftaschen und Schreibmappen oder dergleichen
verwendet werden.
[0014] Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen
und insbesondere auch in Kombination mit einem oder mehreren der Ansprüche der DE-OS
27 38 122 für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
1. Klemmverschluß zum lösbaren Verbinden der Schließlasche von Etuis, Schreibmappen
oder dergleichen mit dem Hauptkörper derartiger Gebilde, mit einem eine Feder aufweisenden
Unterteil und einem Oberteil, welches beim Zusammendrücken von Oberteil und Unterteil
mit der Feder in lösbaren Rasteingriff kommt, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil
eine mit zwei auf einem Kreisumfang angeordnete, zwei einander gegenüberliegenden
Stege (10, 12) einschließenden Nuten (14', 16') versehene Basisplatte (22), eine mit
zwei den Nuten (14', 16') entsprechenden Ansätzen (24', 26') versehene, durch Einpressen
der Ansätze (24', 26') in die Nuten (14', 16') mit der Basisplätte (22) verbindbare,
eine im Bereich der Stege (10, 12) geschlitzte und im übrigen teilzylindrische Umfangswand
(32) besitzende Kappe (34) sowie eine geschlitzte Ringfeder (36) mit zwei einander
gegenübarliegenden Umfangsvorsprüngen (38, 40) aufweist, welche in den Stegbereichen
(10, 12) nach dem Zusammenbau des Unterteiles federnd über den Außenumfang der Kappe
(34) radial vorstehen; und daß das Oberteil eine Klemmplatte (42) mit einer dem Außendurchmesser
der Kappe (34) im wesentlichen entsprechenden Kreisöffnung (44) aufweist, wobei an
der dem Unterteil zugewandten Öffnungskante ein Ringvorsprung (46) zum Eindrücken
der Umfangsvorsprünge (38, 40) der Ringfeder (37) und zum Einrasten zwischen diesen
und der Basisplatte (22) vorgesehen ist.
2. Klemmverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze (24', 26)
der Kappe (34) reibschlüssig in den Nuten (14', 16') der Basisplatte (22) festgehalten
sind.
3. Klemmverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (34)
mittels der in den Nuten (14', 16') des Basisteils (22) befestigten Ansätze (24',26')
fest mit dem Basisteil (22) verbunden ist.
4. Klemmverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (34) mittels
der Ansätze (24', 26') in den Nuten (14', 16') des Basisteils (22) verschweißt ist.
5. Klemmverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze (24', 26')
in den Nuten (14', 16') fest eingeklebt sind.