[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben oder Bedrucken
von organischen Fasermaterialien unter Verwendung eines Färberei- oder Druckereihilfsmittels,
dass dadurch gekennzeichnet ist, dass das Hilfsmittel als quaternäres Ammoniumsalz
(a) ein Umsetzungsprodukt eines Copolymerisates aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen,
Propylen oder Styrol, mit einem N,N-disubstituierten 1,2-Aethylendiamin oder 1,3-Propylendiamin,
worin die Substituenten je Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind oder zusammen
mit dem Stickstoffatom einen 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom
enthaltenden Ring bilden.
(b) ein Homopolymerisat aus einem gegebenenfalls mit Methyl oder Aethyl an einem Ringkohlenstoffatom
substituierten 4-Vinylpyridin,
(c) ein Copolymerisat aus dem angegebenen Vinylpyridin und Styrol, wobei das Umsetzungsprodukt
(a),das Homopolymerisat (b) und das Copolymerisat (c) jeweils mit Alkyl- oder Alkenylhalogeniden
mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen allein oder jeweils mit mindestens einem Halogenmethylnaphthalin,
Halogenmethyldiphenyl, Chloracetamid, Chloracetonitril, einer Halogenessigsäure oder
Alkalimetallsalzen oder Alkylestern dieser Säure mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen im
Akylrest oder einem gegebenenfalls mit Halogen, Methyl oder Aethyl substituierten
Benzylhalogenid gegebenenfalls in Gemisch untereinander oder mit einem Alkyl- oder
Alkenylhalogenid mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen quaterniert sind,
[0002] oder
(i) 3in Homopolymerisat eines 2- oder 4-Vinylbenzylchlorids ist, das mit einem tertiären
Monoamin mit höchstens 20 Kohlenstoffatomen quaterniert ist, wobei zwei Substituenten
des Monoamins je Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder zussmen mit dem Stickstoffatom
einem 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom erhaltenden Ring
bilden und der dritte Substituent des Monoamins Alkyl, Alkenyl oder gegebenenfalls
durch Alkyl oder Alkylen substituiertes Aryl mit insgesamt höchstens 18 Kohlenstoffatomen
ist, enthält.
[0003] Die Verwendung der Komponenten (a), (b), (c) oder (d) als Färberei- oder Druckereihilfsmittel,
sowie die verfahrensgemäss gefärbten oder bedruckten Fasermaterialien bilden weitere
Gegenstände der vorliegenden Erfindung.
[0004] Bevorzugte, im erfindungsgemässen Verfahren verwendete Hilfsmittel enthalten als
quaternäre Ammoniumsalze entweder
[0005]
(a) ein Umsetzungsprodukt eines Copolymerisates aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen,
Propylen oder Styrol, mit einem N,N-disubstituierten 1,2-Aethylendiamin oder 1,3-Propylendiamin,
worin die Substituenten je Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind oder zusammen
mit dem Stickstoffatom einen 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom
enthaltenden Ring bilden oder
(b) ein Homopolymerisat aus einem gegebenenfalls mit Methyl oder Aethyl an einem Ringkohlenstoffatom
substituierten 4-Vinylpyridin, wobei das Umsetzungsprodukt (a) und das Homopolymerisat
(b) jeweils mit mindestens einem Halogenmethylnaphthalin, Halogenmethyldiphenyl, Chloracetamid,
Chloracetonitril oder einem gegebenenfalls mit Halogen, Methyl oder Aethyl substituierten
Benzylhalogenid gegebenenfalls in Gemisch untereinander oder mit einem Alkyl- oder
Alkenylhalogenid mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen quaterniert sind.
[0006] Als Copolymerisate im Umsetzungsprodukt (a) kommen solche aus Maleinsäureanhydrid
und Isopropylen, vorzugsweise aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen und insbesondere
aus Maleinsäureanhydrid und Styrol in Betracht. In diesen Copolymerisaten werden Maleinsäureanhydrid
einerseits und Propylen, Aethylen oder Styrol andererseits vorzugsweise in äquimolaren
Mengenverhältnissen eingesetzt. Zur Umsetzung dieser Copolymerisate zum Produkt (a)
wird N,N-disubstituiertes 1,2-Aethylendiamin oder vor allem 1,3-Propylendiamin eingesetzt,
worin die Substituenten zusammen mit dem Stickstoffatom z.B. einen Pyrrolidin-, Piperidin-
oder vorzugsweise Morpholinring bilden, oder worin die Substituenten n-Propyl, vorzugsweise
Aethyl oder insbesondere Methyl sind.
[0007] Im Homopolymerisat (b) und Copolymerisat (c) ist 4-Vinylpyridin vorzugsweise nicht
substituiert. Das Homopolymerisat (b) ist dem Copolymerisat (c) gegenüber bevorzugt.
Im Copolymerisat (c) werden die Ausgangskomponenten in einem molaren Mengenverhältnis
Styrol: Vinylpyridin von 1:1 bis 1:10, vorzugsweise 1:3 bis 1:6, und insbesondere
1:5 eingesetzt.
[0008] Zur Quaternierung der Umsetzungsprodukte (a), der Homopolymerisate (b) und der Copolymerisate
(c) werden als Quaternierungsmittel entweder ein Alkenyl- oder vorzugsweise ein Alkylhalogenid
mit mindestens 6, vorzugsweise 6 bis 12 Kohlenstoffatomen, z.B. n-Dodecylchlorid für
sich allein, oder ein Halogenmethyl-, z.B. Chlormethylnaphthalin oder -diphenyl, eine
Halogenessigsäure oder deren Alkalimetallsalze oder deren Alkylester mit 1 - 12 Kohlenstoffatomen
im Alkylrest, z.B. Chloressigsäure, deren Natriumsalz oder deren n-Dodecylester, vorzugsweise
Chloracetamid oder Chloracetonitril, oder ein gegebenenfalls mit Halogen, z.B. Chlor,
Aethyl oder vorzugsweise Methyl substituiertes und insbesondere unsubsituiertes Benzylhalogenid,
z.B. Benzylchlorid eingesetzt, wobei die letzt-genannten Quaternierungsmittel allein,
im Gemisch untereinander, z.B. ein Gemisch aus Benzylchlorid und Chloracetamid, 1-Chlormethylnaphthalin,
Chloressigsäure-n-dodecylester oder Natriumchloracetat, oder im Gemisch mit einem
Alkenyl- oder vorzugsweise Alkylhalogenid mit höchstens 4, vorzugsweise 1 oder 2 Kohlenstoffatomen,
z.B. Methylchlorid, verwendet werden. So wird z.B. Methylchlorid nie für sich allein,
sondern stets im Gemisch mit z.B. Benzylchlorid eingesetzt, während z.B. n-Dodecylchlorid
stets für sich allein verwendet wird. Benzylchlorid insbesondere für sich allein aber
auch im Gemisch mit Natriumchloracetat verwendet ist das im Vordergrund des Interesses
stehende Quaternierungsmittel.
[0009] Zur Quaternierung des Homopolymerisates (d) wird vor allem ein tertiäres Monoamin
oder Amingemisch eingesetzt, wovon zwei Substituenten zusammen mit dem Stickstoffatom
z.B. einen Pyrrolidin-, Piperidin-, vorzugsweise Pyridin- oder Morpholinring bilden
oder wovon zwei Substituenten vorzugsweise Aethyl- und insbesondere Methylgruppen
sind, während der dritte Substituent Alkenyl, vorzugsweise Alkyl und insbesondere
durch Alkyl oder Alkylen mit 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2 Kohlenstoffatomen substituiertes
oder unsubstituiertes Aryl ist, wobei dieser dritte Substituent insgesamt höchstens
18, vorzugsweise 2 bis 18, insbesondere 4 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist. Beispiele
von bevorzugten tertiären Monoaminen dieser Art sind N,N-Dimethyl- oder N,N-Diäthyl-naphthylamin,
-benzylamin, -anilin, ferner N-Methyl- oder N-Aethylpyridin, -piperidin, oder -morpholin,
wobei vor allem Dimethylbenzylamin in Betracht kommt.
[0010] Als besonders bevorzugte quaternäre Ammoniumsalze enthalten die erfindungsgemässen
verwendeten Hilfsmittel (a) Umsetzungsprodukte eines Copolymerisates aus Maleinsäureanhydrid
und Aethylen, insbesondere aus Maleinsäureanhydrid und Styrol, mit N,N-diäthyl- oder
N,N-dimethyl-äthylendiamin, mit N-(3-Amino-n-propyl)-morpholin oder vorzugsweise mit
N,N-Diäthyl-oder insbesondere N,N-Dimethyl-n-propylendiamin oder Homopolymerisate
(b) aus unsubstituiertem 4-Vinylpyridin, wobei die Umsetzungsprodukte (a) vorzugsweise
mit n-Dodecylchlorid, mit l-Chlormechyl-2-methylbenzol, mit 1-Chlormethylnaphthalin,
mit Gemischen aus Benzylchlorid und 1-Chlormethylnaphthalin, Chloracetamid, Natriumchloracetat
oder Methylchlorid oder insbesondere mit Benzylchlorid und die Homopolymerisate (b)
als spezifisches Beispiel eines bevorzugten quaternären Ammoniumsalzes mit Benzylchlorid
quaterniert sind. Als weiteres spezifisches Beispiels eines quaternären Ammoniumsalzes
steht das mit Benzylchlorid quaternierte Umsetzungsprodukt eines Copolymerisates aus
Maleinsäureanhydrid und Styrol mit N,N-Dimethyl-n-propylendiamin, welches im Vordergrund
des Interesses steht.
[0011] Die genaue chemische Konstitution der quaternären Ammoniumsalze in den erfindungsgemäss
verwendeten Hilfsmittel ist nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese Salze
wiederkehrende Einheiten aufweisen, die wahrscheinlich einer der Formeln

oder

entsprechen,worin Q
1 Alkyl oder Alkenyl mit mindestens 6, vorzugsweise 6 bis 12 Kohlenstoffatomen oder
einen Substituenten einer der Formeln

oder

oder ein Gemisch mindestens eines Substituenten einer der Formeln (4) bis (9) mit
Alkyl oder Alkenyl mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen darstellt, A Aethylen oder n-Propylen,
E
1 Wasserstoff, Methyl oder Phenyl, M
1 Wasserstoff oder ein Alkalimetall, z.B. Kalium oder Natrium oder Alkyl mit 1 - 12
Kohlenstoffatomen, R
1 und R
2 je Alkyl mit 1 - 4 Kohlenstoffatomen oder zusammen mit dem Stickstoffatom, mit welchem
sie verbunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom
enthaltenden Ring bilden, T Alkyl, Alkenyl oder gegebenenfalls durch Alkyl oder Alkylen
substituiertes Aryl mit insgesamt höchstens 18 Kohlenstoffatomen, X
1⊖ Halogen, Y
1 und Y
2 je Methyl oder Aethyl, und Z
1, Z
2 und Z
3 je Halogen, Aethyl oder vorzugsweise Methyl und n, p, r, s und t je 1 oder 2 bedeuten.
[0012] Bevorzugte quaternäre Ammoniumsalze weisen wiederkehrende Einheiten auf, die der
Formel

entsprechen, worin
R3 und
R4 j
e Methyl,
Aeth
yl, n-Propyl oder n-Butyl bedeuten oder zusammen mit dem Stickstoffatom, mit welchen
sie verbunden sind, einen Pyrrolidin-, Piperidin- oder Morpholinrest bilden, Q
2 einen Substituenten einer der angegebenen Formeln (4) bis (8) oder ein Gemisch mindestens
einer der Formeln (4) bis (8) mit Alkyl oder Alkenyl mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise mit Aethyl oder Methyl darstellt, und A,. E
1 und X
1⊖ die angegebenen Bedeutungen haben, oder vor allem der Formel

entsprechen, worin E2 Wasserstoff oder Phenyl bedeuten und A, R
3, R
4, Q
2 und X
1⊖ die angegebenen Bedeutungen haben, oder insbesondere der Formel

entsprechen , worin Q
3-CN, -
CO-
NH2 oder Phenyl, A Aethylen oder n-Propylen, X
2⊖ Chlor oder Brom und R
5 und R
6 je Methyl, Aethyl oder n-Propyl bedeuten oder R
3 und R
6 zusammen mit dem Stickstoffatom mit welchem sie verbunden sind, einen Morpholinrest
bilden. Im Vordergrund des Interesses stehende quaternäre Ammoniumsalze weisen wiederkehrende
Einheiten auf, welche der Formel

entsprechen , worin A Aethylen oder n-Propylen und R
5 und R
6 je Methyl oder Aethyl bedeuten.
[0013] Andere bevorzugte quaternäre Ammoniumsalze weisen wiederkehrende Einheiten auf, die
der Formel

entsprechen, worin Q
2, X
1⊖, Y
1, Y
2, n, p und q die angegebenen Bedeutungen haben. oder vor allem der Formel

entsprechen, worin Q
2, X
1, Y
1, Y
2, p und q die angegebenen Bedeutungen haben oder insbesondere der Formel

entsprechen, worin X
28 und Q
3 die angegebenen Bedeutungen haben.
[0014] Weitere quaternäre Ammoniumsalze, die ebenfalls bevorzugt sind, weisen wiederkehrende
Einheiten auf, die der Formel

entsprechen, worin D Aethylen oder Methylen, T
2 Alkyl oder gegebenenfalls durch Methyl oder Aethyl substituiertes Aryl mit insgesamt
höchstens 18 Kohlenstoffatomen und v 1 oder 2 bedeuten, und R
3, R
4 und X
1⊖ die angegebenen Bedeutungen haben oder vorzugsweise einer der Formel

oder

entsprechen, worin T
3 Alkyl mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen oder gegebenenfalls durch Aethyl oder vorzugsweise
Methyl substituiertes Benzyl, Phenyl oder Naphthyl bedeuten und D, R
5, R
6, X
1⊖ und v die angegebene Bedeutungen haben oder insbesondere einer der Formeln

oder

entsprechen, worin
T4 Naphthyl, Benzyl oder Phenyl, R
5 und R
6 je Aethyl oder Methyl und X
2⊖ Brom oder Chlor bedeuten.
[0016] Hierbei stehen die quaternären Ammoniumsalze mit wiederkehrenden Einheiten der Formel
(30) und insbesondere (22) im Vordergrund des Interesses.
[0017] Das Molekulargewicht der quaternären Ammoniumsalze in den erfindungsgemäss verwendeten
Hilfsmitteln, die wiederkehrende Einheiten der Formeln (1), (2) oder (3) aufweisen,
beträgt in der Regel 1500 bis 1 000 000. Demgemäss weisen die quaternären Ammoniumsalze
im allgemeinen 4 - 3000, vorzugsweise 8 bis 3000 wiederkehrende Einheiten der Formeln
(1), (2) oder (3) und insbesondere 1800 bis 2200 wiederkehrende Einheiten der Formel
(30) oder 7 bis 36 wiederkehrende Einheiten einer der Formeln (22) bis (29) oder (31)
bis (35) auf.
[0018] Diese quaternären Ammoniumsalze sind an sich bekannt und z.B. in der deutschen Offenlegungsschrift
2 604 910, der britischen Patentschrift 855 028 in J. Macromol. Sci.-Chem. A4(6),
Seiten 1327 bis 1417 (Oktober 1970), in J. Polymer Science Bd IV, Seiten 97 bis 133
(1949) und Bd. XXV, Seiten 201 bis 215 (1957)beschrieben. Insbesondere offenbaren
die deutsche Offenlegungschrift 2 609 910, bzw. die britische Patentschrift 855 028
und Seiten 1327 bis 1417 von J. Macromol. Sci.-Chem. A4(6), quaternäre Ammoniumsalze,
deren Einheiten mit den Einheiten der Formeln (1), bzw. (2) worin n 1 ist, windestens
teilweise übereinstimmen, während Bd. IV, Seiten 97-133 bzw. Bd. XXV, Seiten 101 bis
215 of J. Polymer Science wiederkeh- vande Einheiten von quaternären Ammoniumsalzen
offenbaren, die mindestens teilweise mit den Einheiten der Formel (2) worin n 2 ist,
bzw. der Formel (3) übereinstimmen.
[0019] Die quaternären Ammoniumsalze, die wiederkehrende Einheiten der Formel (1) aufweisen,
werden in der Regel so hergestellt, dass man die ungesättigte Verbindung der Formel

, worin E
1 die angegebene Bedeutung hat, mit Maleinsäureanhydrid vorzugsweise in äquimolaren
Mengen bei erhöhten Temperaturen, z.B. 70 bis 100°C, in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels,
vorzugsweise eines aromatischen Kohlenwasserstoffes wie Toluol oder Xylolgemisch und
eines Katalysators wie eine Azoverbindung oder ein Peroxyd copolymerisiert, dann das
Copolymerisat vorzugsweise ohne dessen Isolierung mit einer in der Regel äquimolaren
Menge eines Diamins der Formel

worin A, R
1 und R
2 die angegebenen Bedeutungen haben, bei erhöhter Temperatur, z.B. 110 bis 140°C, umsetzt
und das Umsetzungsprodukt vorzugsweise isoliert und schliesslich mit in der Regel
einer aquimolaren Menge eines Quaternierungsmittels der Formel

worin X
1 und Q die angegebenen Bedeutungen haben, vorzugsweise in einem inerten, polaren Lösungsmitteln,
z.B. einem Alkanol wie Isopropanol oder einem Amid wie Dimethylformamid bei erhönter
Temperatur, z.B. 60 bis 100°C, duaterniert.
[0020] Die quaternären Ammoniumsalze, die wiederkehrende Einheiten der wahrscheinlichen
Formel (2) aufweisen, worin n 1 ist, werden in der Regel so hergestellt, dass man
die ungesättigte Verbindung der Formel

worin Y
1, Y
2, p und q die angegebenen Bedeutungen haben, vorzugsweise in Wasser in Gegenwart eines
Dispergiermittels und eines Katalysators der vorstehend angegebenen Art bei erhöhter
Temperatur, z.B. 40 bis 60°C homopolymerisiert, das Homopolymerisat vorzugsweise durch
Umfällung in einem wasserlöslichen Lösungsmittel, z.B. einem Alkanol wie Aethanol
reinigt und anschliessend wie vorstehend erwähnt mit einem Quaternierungsmittel der
Formel (4
4) quaterniert.
[0021] Falls n in Formel (2) 2 ist, wird analog verfahren mit jedoch dem Unterschied, dass
als Ausgangsstoff neben der Verbindung der Formel (45) Styrol als Comonomer eingesetzt
wird, wobei das molare Mengenverhältnis Styrol:Verbindung der Formel (45) 1:1 bis
1:10 beträgt.
[0022] Die quaternären Ammoniumsalze, die wiederkehrende Einheiten der Formel (3) aufweisen,
werden in der Regel so hergestellt, dass man die ungesättigte Verbindung der Formel

worin X. Halogen bedeutet, homopolymerisiert und das Homopolymerisat mit in der Regel
einer äquimolaren Menge eines tertiären Amins der Formel

,worin R
1, R
2 und T die angegebenen Bedeutungen haben, vorzugsweise in einem inerten, polaren lösungsmittel,
z.B. einem gegebenenfalls veräthertem Alkanol wie Isopropanol oder 1-Methoxy-2-äthanol
oder einem Amid wie Dimethylformamid bei erhöhter Temperatur, z.B. 60 bis 90°C, quaterniert.
[0023] Die Hilfsmittel, da sie quaternierte Verbindungen enthalten, sind im allgemeinen
wasserlöslich und werden erfindungsgemäss vorzugsweise als verdünnte, wässrige Lösungen
eingesetzt. Sie können aber auch Dispergatoren, wie sie in der Färberei und Druckerei
üblicherweise eingesetzt werden, oder organische Lösungsmittel enthalten.
[0024] Zweckmässig setzt man als Hilfsmittel im erfindungsgemässen Verfahren 0,01 bis 5,
vorzugsweise 0,05 bis 2 und insbesondere 0,1 bis 1 Prozent der quaternären Ammoniumsalze,
die wiederkehrende Einheiten der Formel (1), (2) oder (3) ein, berechnet als reines
Ammoniumsalz, bezogen auf das Gewicht des zu färbenden oder zu bedruckenden Fasermaterials.
[0025] Als organische Fasermaterialien, die erfindungsgemäss gefärbt oder bedruckt werden,
kommen vor allem textile synthetische und natürliche Fasern, d.h. natürliche oder
insbesondere synthetische Fasern für sich allein oder Mischungen aus synthetischen
und natürlichen Fasern in Betracht. Auch Mischungen von verschiedenen synthetischen
Fasern kommen in Frage. Diese textile Fasermaterialien liegen in den verschiedensten
Verarbeitungszuständen, z.B. als Kabel, Kammzüge, Faden, Garne, Wickelkörper, Gewebe,
Gewirke, Non-Woven-Arrikel, oder fertige Kleidungsstücke vor.
[0026] Als Textilmaterialien aus natürlichen Fasern kommen u.a. solche aus cellulosischen
Materialien, insbesondere aus Baumwolle, ferner aus Wolle und Seide in Betracht, während
die Textilmaterialien aus synthetischen Fasern, z.B. solche aus hochmolekularen Polyestern,
wie Polyäthylen-terephthalat oder Polycyclohexandimethylenterephthalat, aus Polyamiden,
wie Polyhexamethylendiaminadipat, Poly-ε-caprolactam oder Poly-ω-aminoundecansäure,
aus Polyolefinen, Polyacrylnitrilen oder Acrylnitrilmischpolymerisaten, ausserdem
aus Polyurethanen, Polyvinylchloriden, Polyvinylacetaten, sowei aus Cellulose- 2 1/2-acetat
und Cellulosetriacetat sind.
[0027] Vor allem Fasern aus Polyacrylnitril oder aus modifizierten, kationisch färbbaren
Polyester oder Polyamid sind besonders geeignet, erfindungsgemäss gefärbt oder bedruckt
zu werden, wobei den schnellziehenden Fasern eine besondere Bedeutung zukommt. Modifizierte
Polyester- und Polyamidfasern sind z.B. in Teintures et Apprets 144, Seiten 163 bis
167 (1974) beschrieben. Schnellziehende Polyacrylnitrilfasern stehen im Vordergrund
des Interesses und sind z.B. in Melliand Textilberichte 12 1968, Seiten 1436 bis 1443,
in J.Soc. Dyers and Colourists, May 1971, Seiten 149 bis 155 und Febr. 1978, Seiten
49 bis 52, in Teintex 5 1973, Seiten 281 bis 296, in Chemiefasern/Textilind. Mai 1974,
Seiten 391 bis 396 nnd Jan. 1974, Seiten 52 bis 60 beschrieben.
[0028] Unter Polyacrylnitrilfasermaterialien sind hier auch Fasern aus Acrylnitrilmischpolymerisaten,
auch Modacrylfasern genannt, zu verstehen, für deren Herstellung ausser Acrylnitril
auch noch andere Vinylverbindungen, z.B. Vinylchlorid, Vinylacetat, Vinylidenchlorid,
Viaylidencycanid und Acrylsäurealkylester, verwendet worden sind, sofern der Anteil
dieser anderen Vinylverbindungen nicht höher als 20 Prozent, bezogen auf das Gewicht
der Materialien, beträgt.
[0029] Die färberischen Zubereitungen liegen als wässrige und/oder organische Lösungen oder
Dispersionen oder als Druckpasten oder -tinten vor, die neben einem Farbstoff noch
weitere Zusätze z.B. Säuren, Salze, Harnstoff und weitere Hilfsmittel wie Oxalkylierungsprodukte
von Fettaminen, Fettalkoholen, Alkylphenolen, Fettsäuren und Fettsäureamiden enthalten.
[0030] Insbesondere zum Färben von Polyacrylnitrilfasern gelangen in den färberischen Zubereitungen
vor allem kationische Farbstoffe zur Anwendung. Dieser Farbstoffe gehören den verschiedenartigsten
Gruppen an. Geeignete Farbstoffe sind z.B. Di- und Triphenylmethanfarbstoffe, Rhodaminfarbstoffe
und Oniumgruppen enthaltende Azo-oder Anthrachinonfarbstoffe, ferner Thiazin-, Oxazin-,
Methin- und Azomethinfarbstoffe. Die kationischen Farbstoffe sind z.B. in Colour Index,
3. Auflage (1971), Band 1, unter der Rubrik "Basic dyes" beschrieben. Beim Färben
oder Bedrucken von cellulosehaltigen Fasermischungen kommen aber auch in einer weiteren
Ausführungsart des erfindungsgemässen Verfahrens z.B. Direktfarbstoffe in Betracht.
Diese Farbstoffe gehören ebenfalls den verschiedenartigsten Gruppen an und sind z.B.
auch in Colour-Index, Band 2, unter der Rubrik "Direct dyes" beschrieben.
[0031] Erfindungsgemäss werden die Fasermaterialien vor, während oder nach dem Färben oder
Bedrucken mit dem Hilfsmittel behandelt. Vorzugsweise wird jedoch das Fasermaterial
in Gegenwart des Hilfsmittels gefärbt, wobei das Hilfsmittel vor allem als Retardier-
und Egalisiermittel für die eingesetzten kationischen Farbstoffe verwendet und das
Fasermaterial mit dem Hilfsmittel mit einer Zubereitung behandelt wird, die gleichzeitig
den Farbstoff und das Hilfsmittel im sogenannten "All-in Verfahren" enthält. Somit
bildet die wässrige Zubereitung als Mittel zur Durchführung des erfindungsgemässen
Farbeverfahrens, die einen kationischen Farbstoff und das Hilfsmittel enthält, einen
weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
[0032] In einer weiteren Ausführungsart des erfindungsgemassen vantchtens werden die schon
gerarbten oder bedruckten Pasermaten mit dem Hilfsmittel nachbehandelt, wobei eine
Verbesserung der Nassent heit der färbung oder des Druckes erzielt wird. Somit wird
das Hilfsmittel auch als Nassechtheitsverbesserungsmittel verwender. Diese Anwendung
ist besonders geeignet für die Nachbehandlung von mit Direkt- Farbstoffen gefärbten
oder bedruckten callclosischen Faser materialien.
[0033] In der Ausführungsart des erfindungsgemässen Verfahrens, die im Vordergrund des Interesses
steht, wird das Färben der Polyacrylnitril-Textilmaterialien in üblicher Weise, z.B.
nach dem Ausziehverfahren, durchgeführt, indem man das Färbegut in eine auf etwa 50
bis 60°C erwärmte wässrige Flotte, welche vor allem im sogenannten "All-in Verfahren"
einen kationischen Farbstoff, das Hilfsmittel, Zusätze von Salzen, wie Natriumacetat
und Natriumsulfat, sowie Säuren, wie Essigsäure oder Ameisensäure, enthält, einbringt,
anschliessend die Temperatur des Färbebades im Verlauf von etwa 30 Minuten auf annähernd
100°C erhöht, und dann das Färbebad so lange bei dieser Temperatur hält, bis es erschöpft
ist. Man kann den basischen Farbstoff aber auch erst nachträglich dem Färbebad zusetzen,
z.B. dann, wenn die Temperatur des Bades auf etwa 60°C angestiegen ist. Ferner kann
man das Färbegut auch bei einer Temperatur von 40 bis 100°C mit einer Flotte, welche
die üblichen Salze und Säuren sowie das erfindu gemäss verwendete Hilfsmittel, jedoch
noch keinen Farbstoff, entnalt vorbehandeln, dann erst den Farbstoff zusetzen und
das Färben bei 100°C durchführen.
[0034] 
fuhrt. Beim stellenweisen Auftrag der Druckpasta bei der Vorbebandlung kennen in dieser
Ausführungsart des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem das Druckereihilfsmittel
als Reservemittel verwendet wird, vorteilhafta Mehrtoneffakte erzielt werden.
[0035] Beim Einsetzen des Hilfsmittels im Verlauf des Färbens, z.B. zwischen den Zugaben
verschiedener Farbstoffe, kann eine besonders günstige Nuancierung erzielt werden.
Die mit dem erfindungsgemäss verwendeten Hilfsmittel hergestellten Färbungen insbesondere
auf Polyacrylnitrilfasern zeichnen sich durch eine sehr guts Egalität ohne wesentliche
Einbusse der Farbstoffausbeute auf den Fasern auf. Eine erhöhte Nassechtheit der Färbungen
oder Drucke von cellulosehaltigen Fasermischungen mit dem Hilfsmittel ist auch möglich.
Schliesslich bildet die Anwesenheit der Hilfsmittel auf mehr als eine Farbstoffklasse
und auf entsprechende Faserarten d.h. auf Fasermischungen, sowie die gute Verträglichkeit
des Hilfsmittels mit den meisten üblichen nicht-ionogenen, kationischen Textilhilfsmitteln,
z.B. auch Textilveredelungsmitteln, weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung.
[0036] Teile und Prozente in den nachfolgenden Herstellungsvorschriften und Beispielen sind
Gewichtseinheiten.
Herstallungsverfahren
A. Herstellung von und Copolymerisaten
Copolymerisat A 1
[0037] Es werden 261 Teile einer Monomerlösung aus 52 Teilen Styrol

und 49 Teilen Maleinsäureanhydrid (0,5 Mol) in 160 leilen Aylorgami und 20 Teilen
einer Katalysatorlösung aus 1 Teil Azo-bis(isobutter- säurenitril) in 15 Teilen Xylolgemisch
und 4 Teilen Dimethylformamid zubereitet. 87 Teile der Monomerlösung werden in inerter
Stickstoff atmosphäre auf 70°C geheizt. Bei dieser Temperatur werden den 87 Te- len
der Monomerlösung 5 Teile der Katalysatorlösung zugegeben. Bei en setzender Trübung
des Reaktionsgemisches werden gleichzeitig im Verlauf einer Stunde die restlichen
174 Teile der Monomerlösung und die rest lichen 15 Teile der Katalysatorlösung getrennt
zugegeben. Anschliessend wird die erhaltene Suspension während 2 Stunden bei 70°C
und einer weiteren Stunde bei 80°C gehalten.
[0038] Die spezifische Viskosität einer 1%igen Lösung des erhaltenen Copolymerisats in Dimethylformamid
bei 20°C beträgt 0,35, was einem durchschnittlichen Molekulargewicht des Copolymerisates
von 3400 entspricht.
Copolymerisate A 2 bis A 6
[0039] Analog zum Copolymerisat A 1 warden die Copolymerisate A 2 bis A 6 gemäss nachfolgender
Tabelle I hergestellt:
X, 52 Teile Styrol, 49 Teile Maleinsäureanhvdrid und 160 Teile Xylolgemisch
X2 52 Teile Styrol, 49 Teile Maleinsäureanhydrid und 160 Teile Toluol
X3 52 Teile Styrol, 49 Teile Maleinsäureanhydrid und 100 Teile Toluol
X4 52 Teile Styrol, 49 Teile Maleinsäureanhydrid und 200 Teile Xylolgemisch
X5 52 Teile Styrol, 49 Teile Maleinsäureanhydrid und 200 Teile Xylolgemisch
Y1 1 Teil Azo-bis(isobuttersäurenitril), 15 Teile Xylolgemisch und 4 Teile Dimethylformamid
Y2 1 Teil Azo-bis(isobuttersäurenitril), 15 Teile Xylolgemisch und 4 Teile Dimethylformamid
Y3 1 Teil Benzoylperoxyd und 25 Teile Toluol
Y4 1 Teil Lauroylperoxyd und 25 Teile Xylolgemisch
Z1 1/3 von X1 vorlegen, 1/4 von Y1 zugeben, 2/3 von X1 und 3/4 von Y1 getrennt innerhalb von 1 Std. zugeben.
Z2 1/5 von X2 und 1/5 von Y2 vorlegen, 4/5 von X2 und Y2 getrennt innerhalb von 90 Minuten zugeben.
Z3 100 Teile Toluol und 1/5 vom X3 vorlegen, 1/5 von Y3 zugeben, 4/5 von X3 und 4/5 von Y3 getrennt innerhalb von 1 1/2 Std. zugeben.
Z4 50 Teile Xylolgemisch vorlegen, X4 und Y1 getrennt innerhalb von 1 Std. zugeben.
Z5 50 Teile Xylolgemisch vorlegen, X4 und Y1 getrennt innerhalb von 2 Std. zugeben.
Z6 100 Teile Xylolgemisch und 1/2 von X5 vorlegen, 1/2 von Y4 zugeben, 1/2 von X5 und 1/2 von Y4 getrennt innerhalb von 1 1/4 Stunde zugeben.
Homopolymerisat A 7
[0040] 105 Teile (1 Mol) 4-Vinylpyridin, 1 Teil Kaliumpersulfat und 0,52 Teile des Natriumsalzes
der Di(n-butyl)-Naphthalinsulfonsäure als Dispergator, das vorgängig in 150 Teilen
Wasser gelöst worden ist, werden innerhalb von 30 Minuten auf 50°C geheizt, wobei
sich aus dem ursprünglich als homogene Emulsion vorliegenden Reaktionsgemisch allmählich
eine feste Polymerisatmasse bildet. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend bei 50°C
während 4 Stunden stehen gelassen. Die Polymerisatmasse wird hierauf abfiltriert,
mit 750 Teilen Wasser gewaschen und unter vermindertem Druck bei 25°C getrocknet.
Das getrocknete rohe Polymerisat wird in 1100 Teilen Aethanol gelöst. Die erhaltene
Lösung wird innerhalb von 30 Minuten zu 11000 Teilen Wasser gegeben, wobei ein harziges
Polymerisat entsteht. Das umgefällte Polymerisat wird abfiltriert und unter vermindertem
Druck bei 25°C getrocknet.
[0041] Man erhält 53,5 Teile des getrockneten, umgefällten, gelblichen Homopolymerisates
(51% d.Th.), dessen durchschnittliches, durch Lichtstreuung ermitteltes Molekulargewicht
230 000 beträgt.
Copolymerisat A 8
[0042] Handelsübliches Copolymerisat aus Aethylen und Maleinsäureanhydrid im Molverhältnis
1:1, dessen spezifische Viskosität als 1%ige Lösung in Dimethylformamid bei 25°C 0,1
beträgt, was einem durchschnittlichen Molekulargewicht des Copolymerisates von 1000
entspricht.
Homopolymerisat A 9
[0043] Handelsübliches Homopolymerisat aus 2-Vinyl- und 4-Vinyl-benzylchlorid, wobei das
Isomerenverhältnis in 2-:4-Stellung 6:4 beträgt. Der Chlorgehalt des Homopolymerisates
beträgt 23,2%. Das Molekulargewicht lässt sich weder durch Viskositätsmessungen noch
durch Lichtstreuung mit hinreichender Genauigkeit ermitteln und dürfte zwischen 1000
und 500'000 liegen.
Copolymerisat A 10
[0044] Handelsübliches Copolymerisat aus Styrol und 4-Vinylpyridin im Molverhältnis Styrol:4-Vinylpyridin
1:5, dessen Stickstoffgehalt 11,02% beträgt. Das Molekulargewicht lässt sich weder
durch Viskositätsmessungen noch durch Lichtstreuung mit hinreichender Genauigkeit
ermitteln und dürfte zwischen 800 und 350'000 liegen.
B. Umsetzung von Copolymerisaten mit einem Diamin
Umsetzungsprodukt B 1
[0045] Das Copolymerisat A 1 aus Styrol und Maleinsäureanhydrid, das als Suspension vorliegt,
wird mit 295 Teilen Xylolgemisch verdünnt und auf 130°C geheizt. Bei dieser Temperatur
werden der Suspension 53 Teile 3-Dimethylamino-l-propylamin (0,517 Mol) innerhalb
einer Stunde zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend zur Rückflusstemperatur
von ca. 140°C geheizt, und das durch die Reaktion gebildete Wasser wird azeotrop abdestilliert.
Es werden ca. 9 Teile (0,5 Mol) Wasser erhalten. Das nun als klare Lösung vorliegende
Reaktionsgemisch wird auf 70°C abgekühlt und durch Destillation des Xylolgemisches
unter vermindertem Druck bei dieser Temperatur aufkonzentriert. Man erhält in praktisch
quantitativer Ausbeute eine viskose, konzentrierte xylolische Lösung des Umsetzungsproduktes.
Umsetzungsprodukte B 2 bis B 10
[0046] Analog zum Umsetzungsprodukt B 1 werden die Umsetzungsprodukte B 2 bis B 10 gemäss
nachfolgender Tabelle II hergestellt, wobei jeweils 0,5 Mol des entsprechenden Copolymerisates
eingesetzt werden:

C. Quaternierung von Umsetzungsprodukten und von Homo- und Copolymerisacen
Quaternierungsprodukt C 1
[0047] Das Umsetzungsprodukt B 1 wird in 300 Teilen Isopropanol gelöst. Dieser Lösung werden
63 Teile Benzylchlorid (0,5 Mol) zugegeben. Die

tionslösung wird zur Rückflusstemperatur von ca. 80°C geheizt und sc lange gehalten,
bis eine Probe der Reaktionslösung in Wasser löslich ist und einen pH-Wert von weniger
als 7 ausweist, was in der Regel 4 Stunden beansprucht. Aus der Reaktionslösung werden
unter Zugabe von Wasser die Lösungsmittel (Isopropanol und Xylolgemisch) durch Destillation
unter vermindertem Druck entfernt. Man erhält eine 10 bis 30%ige, zur weiteren Handhabung
geeignete wässrige Lösung des quaternierten Copolymerisates, welches durchschnittlich
17 wiederkehrende Einheiten der Formel (12) aufweist.
Quaternierungsprodukte C 2 bis C 18
[0048] Analog zum Quaternierungsprodukt C 1 werden die Quaternierungsprodukte C 2 bis C
18 gemäss nachfolgender Tabelle III hergestellt:

Quaternierungsprodukt C 19
[0049] 13,26 Teile des Homopolymerisanes A 9, 100 Teile 1-Methoxy-2-ächanal, 50 Teile Dimethylformamid
und 15 Teile Benzyldimethylamin, (1,11 Mol/Mol angewandtes Vinylbenzylchlorid) werden
auf 80°C geheizt und 24 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Anschliessend wird
das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck bei
80°
C zur Trockne eingedampft. Man erhält als dunkelbraunes, in Wasset klar lösliches Pulver,
27 Teile eines Quaternierungsproduktes, das 8 bis 3000 wiederkehrende Einheiten der
Formeln (36) und (37) aufweist, wobei 60% der Einheiten der Formel (36) und 40% der
Einheiten der Formel (37) entsprechen. Aufgrund der Bestimmung des Gehaltes an Stickstoff
und an ionogen gebundenes Chlor wird der Quaternierungsgrad berechnet. Er beträgt
für das Quaternierungsprodukt C 19 99%.
Quaternierungsprodukt C 20
[0050] Einer Lösung aus 25 Teilen des Copolymerisates A 10 in 300 Teilen Dimethylformamid
werden bei 60°C 38 Teile Benzylchlorid (1,50 Mol/Mol angewandtes Vinylpyridin) zugegeben.
Das Reaktionsgemisch wird auf 80°C geheizt und während 24 Stunden bei dieser Temperatur
gehalten. Während dieser Zeit scheidet sich das Reaktionsprodukt als amorpher Niederschlag
allmählich ab. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch auf 50°C gekühlt und mit 150
Teilen Methanol versetzt. Das nun homogene Reaktionsgemisch wird unter vermindertem
Druck zur Trockene eingedampft. Man erhält als dunkelbraunes, in Wasser klar lösliches
Pulver 47,3 Teile eines Quaternierungsproduktes, das 8 bis 3000 wiederkehrende Einheiten
der Formel (38) und einen Quaternierungsgrad von 98% aufweist.
Quaternierungsprodukt C 21
[0051] Man verfährt wie beim Quaternierungsprodukt C 20 angegeben, setzt jedoch ein Gemisch
aus 100 Teilen Dimethylformamid und 200 Teilen 1-Methoxy-2-äthanol an Stelle von 300
Teilen Dimethylformamid ein. Man erhält als dunkelbraunes, in Wasser klar lösliches
Pulver 54,9 Teile eines Quaternierungsproduktes, das 8 bis 3000 wiederkehrende Einheiten
der Formel (38) und einen Quaternierungsgrad von 100% aufweist.
Quaternierungsprodukt C 22
[0052] 12,7 Teile des Copolymerisates A 10 werden in 250 Teilen Methylcellosolve bei 60°C
gelöst. Diese Lösung wird auf 20°C abgekühlt und bei dieser Temperatur mit 1,3 Teilen
Chloressigsäure-n-dodecylester 0,05 Mol/Mol angewandtes Vinylpyridin) versetzt. Anschliessend
wird das Reakcionsgemisch auf 80°C geheizt und bei dieser Temperatur während 24 Stunden
gehalten. Nach dieser Zeit wird das Reaktionsgemisch wieder auf 20°C abgekühlt und
bei dieser Temperatur mit 14,1 Teilen Benzylchlorid (1,11 Mol/Mol angewandtes Vinylpyridin)
versetzt. Nach dem Benzylchloridzusatz wird das Reaktionsgemisch erneut auf 80°C geheizt
und bei dieser Temperatur während 12 Stunden gehalten. Nach dieser Zeit wird das Reaktionsgemisch
unter vermindertem Druck bei 80°C zur Trockene eingedampft. Man erhält als braunes,
wasserlösliches Pulver 28 Teile eines Quaternierungsproduktes, das einen Quaternierungsgrad
von 86% und 8 bis 3000 Einheiten der Formeln (38) und (39) aufweist, wobei 95% der
Einheiten der Formel (38) und 5% der Einheiten der Formel (39) entsprechen.
Quaternierungsprodukt C 23 bis C 27
[0053] Analog zum Quaternierun
gsprodukt C 22 werden die Quaternierungs
produk- te C 23 bis C 27 aus jeweils 12,7 Teilen des Copolymerisates A 10 mit den in
der nachfolgenden Tabelle IV angegebenen Mengen an Quaternierungsmitteln hergestellt:
[0054] Beispiel 1: 5 g eines Polyacrylnitrilgewebes (ORLON 42, registrierte Marke der DUPONT)
mit einem Flächengewicht von 138 g/m
2 werden in einem Färbeapparat während 10 Minuten bei 98°C nach dem Ausziehverfahren
mit 200 ml einer wässrigen Flotte behandelt, deren pH-Wert mit 80%iger Essigsäure
auf 4,0 gestellt wurde und die 0,017 g einer 30%igen wässrigen Lösung des Quaternierungsproduktes
C 2 (0,1% Reinsubstanz bezogen auf das Gewebegewicht) enthält. Im Färbeapparat wird
hierbei das Gewebe in der Flotte ständig bewegt. Anschliessend wird der Flotte bei
98°C eine Farbstoffmischung aus 0,007 g des gelben Farbstoffes der Formel

0,006 g des roten Farbstoffes der Formel

und 0,010 g des blauen Farbstoffes der Formel

zugesetzt. Das Gewebe wird hierauf während 60 Minuten bei 98°C gefärbt. Die Flotte
wird langsam auf 60°C abgekühlt und das Gewebe wird gespült und getrocknet.
[0055] Durch Zusatz des Quaternierungsproduktes C
2 als Retardiermittel in einer Vorbehandlung vor dem Färben erzielt man einen langsamen,
nuancengleichen Farbtonaufbau auf der Faser, sodass das übliche Abkühlen nach dem
Vorschrumpfen vor der Farbstoffzugabe nicht mehr notwendig ist. Die erhaltene Graufärbung
zeichnet sich durch eine hervorragende Egalität und eine gute Durchfärbung ohne Einbusse
der guten Nassechtheit aus,
[0056] Aehnliche Ergebnisse werden erzielt, wenn man an Stelle von 0,1%, bezogen auf das
Gewebegewicht, des Quaternierungsproduktes C 2, jeweils 0,1% eines der Quaternierungsprodukte
C 1 oder C 3 bis C 18 oder jeweils 0,2% eines der Quaternierungsprodukte C 19 bis
C 27 einsetzt.
[0057] Beispiel 2: Ein 1 kg schwerer Muff (Wickelkörper ohne Metallspule) eines vorgeschrumpften,
zweifachem Hochbausch-Garnes (Tex 38x2) aus Polyacrylnitril (EUROACRYL, registrierte
Marke der ANIC) wird in einem Färbeapparat während 10 Minuten bei 70°C nach dem Ausziehverfahren
mit 30 1 einer wässrigen Flotte behandelt, deren pH-Wert mit 80%iger Essigsäure auf
4,0 gestellt wurde, die 6,66 g einer 30%igen wässrigen Lösung des Quaternierungsproduktes
C 15 (0,2% Reinsubstanz bezogen auf das Garngewicht) und 2 g des blauen Farbstoffes
der Formel (50) enthält. Im Färbeapparat wird hierbei die Flotte durch den Muff ständig
umgewälzt. Hierauf wird die Flottentemperatur innerhalb 30 Minuten auf 98°C erhitzt.
Der Muff wird bei dieser Temperatur während 60 Minuten gefärbt. Nach dieser Zeit wird
die Flottentemperatur langsam auf 60°C abgekühlt und der Muff wird gespült und getrocknet.
[0058] Durch den gleichzeitigen Einsatz des Quaternierungsproduktes C 15 als Retardiermittel
zusammen mit dem Farbstoff im sogenannten "All-in Verfahren" wird eine hellblaue Färbung
des Garnes erzielt, die sich durch eine hervorragende Egalität, eine gute Durchfärbung
und gute Echtheiten auszeichnet.
[0059] Aehnliche Ergebnisse werden mit den Quaternierungsprodukten C 1 bis C 14 und C 16
bis C 27 erzielt.
[0060] Beispiel 3: 10 g des in Beispiel 1 angegebenen Polyacrylnitrilgewebes werden mit
einer Druckpaste stellenweise bedruckt, welche die folgende Zusammensetzung aufweisen:

[0061] Das so bedruckte Gewebe wird getrocknet und während 24 Minuten bei 102°C gedämpft.
Nun wird das bedruckte und gedämpfte Gewebe in einem Färbeapparat während 10 Minuten
bei 70°C nach dem Ausziehverfahren mit 200 ml einer wässrigen Flotte behandelt, deren
pH-Wert mit 80%iger Essigsäure auf 4,0 gestellt wurde, die 0,002 g des blauen Farbstoffes
der Formel

enthält. Im Färbeapparat wird hierbei das Gewebe in der Flotte ständig bewegt. Hierauf
wird die Flottentemperatur innerhalb 30 Minuten auf 98°C erhöht. Das Gewebe wird bei
dieser Temperatur während 60 Minuten gefärbt. Nach dieser Zeit wird die Flottentemperatur
langsam auf 60°C abgekühlt und das Gewebe wird gespült und getrocknet.
[0062] Man erhält auf das Gewebe ausgeprägte Zweiton-Effekte, indem die mit dem Quaternierungsprodukt
C 15 bedruckten Stellen hellblau, während die nicht bedruckten Stellen dunkelblau
gefärbt sind.
[0063] Aehnliche Ergebnisse werden mit den Quaternierungsprodukten C 1 bis C 14 und C 16
bis C 27 erzielt.
[0064] Beispiel 4: 100 g eines mercerisierten, gebleichten Baumwollgewebes mit einem Flächengewicht
von 125 g/m
2 werden in einem Färbeapparat in 2 1 einer wässrigen Flotte von 50°C eingebracht,
die 3 g des roten Farbstoffes der Formel

enthält. Die Flottentemperatur wird innerhalb 30 Minuten auf 98°C erhöht. Das Gewebe
wird bei dieser Temperatur unter portionenweisen Zugabe von insgesamt 20 g Glaubersalz
kalz. gefärbt,wobei das Gewebe im Färbeapparat in der Flotte ständig bewegt wird.
Nach dieser Zeit wird die Flotte langsam auf 40°C abgekühlt und das Gewebe wird gespült
und getrocknet. Nun wird das gefärbte Gewebe während 20 Minuten bei 40°C im Ausziehverfahren
mit 2 1 einer wässrigen Flotte nachbehandelt, die 13,3 g des Quaternierungsproduktes
C 17 als 30%ige wässrige Lösung (4% Reinsubstanz bezogen auf das Gewebegewicht) enthält.
Anschliessend wird das Gewebe entwässert und getrocknet.
[0065] Die erhaltene Rotfärbung des mit dem Quaternierungsprodukt C 17 nachbehandelten Gewebes
weist im DIN-Test Nr. 54006 eine hervorragende Wasserstreng-Echtheit (Wasserechtheit
unter schwerer Beanspruchung) auf, während die Rotfärbung des Gewebes vor der Nachbehandlung
eine ungenügende Wasserstreng-Echtheit aufweist.
[0066] Aehnliche Ergebnisse werden mit den Quaternierungsprodukten C 1 bis C 16 und C 18
bis C 27 erzielt.
1. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von organischem Fasermaterial unter Verwendung
eines Färberei- oder Druckereihilfsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel
als quaternäres Ammoniumsalz
(a) ein Umsetzungsprodukt eines Copolymerisates aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen,
Propylen oder Styrol, mit einem N,N-disubstituierten 1,2-Aethylendiamin oder 1,3-Propylendiamin,
worin die Substituenten je Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind oder zusammen
mit dem Stickstoffatom einen 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom
enthaltenden Ring bilden.
(b) ein Homopolymerisat aus einem gegebenenfalls mit Methyl oder Aethyl an einem Ringkohlenstoffatom
substituierten 4-Vinylpyridin,
(c) ein Copolymerisat aus dem angegebenen Vinylpyridin und Styrol, wobei das Umsetzungsprodukt
(a),das Homopolymerisat (b) und das Copolymerisat (c) jeweils mit Alkyl- oder Alkenylhalogeniden
mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen allein oder jeweils mit mindestens einem Halogenmethylnaphthalin,
Halogenmethyldiphenyl, Chloracetamid, Chloracetonitril, einer Halogenessigsäure oder
Alkalimetallsalzen oder Alkylestern dieser Säure mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen im
Akylrest oder einem gegebenenfalls mit Halogen, Methyl oder Aethyl substituierten
Benzylhalogenid gegebenenfalls in Gemisch untereinander oder mit einem Alkyl- oder
Alkenylhalogenid mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen quaterniert sind, oder
(d) ein Homopolymerisat eines 2- oder 4-Vinylbenzylchlorids ist, das mit einem tertiären
Monoamin mit höchstens 20 Kohlenstoffatomen quaterniert ist, wobei zwei Substituenten
des Monoamins je Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder zusammen mit dem Stickstoffatom
einen 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom enhaltenden Ring
bilden und der dritte Substituent des Monoamins Alkyl, Alkenyl oder gegebenenfalls
durch Alkyl oder Alkylen substituiertes Aryl mit insgesamt höchstens 18 Kohlenstoffatomen
ist, enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel
(a) ein Umsetzungsprodukt eines Copolymerisates aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen,
Propylen oder Styrol, mit einem N,N-disubstituierten 1,2-Aethylendiamin oder 1,3-Propylendiamin,
worin die Substituenten je Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind oder zusammen
mit dem Stickstoffatom einen 5- oder.6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom
enthaltenden Ring bilden oder
(b) ein Homopolymerisat aus einem gegebenenfalls mit Methyl oder Aethyl an einem Ringkohlenstoffatom
substituierten 4-Vinylpyridin, wobei das Umsetzungsprodukt (a) und das Homopolymerisat
(b) jeweils mit mindestens einem Halogenmethylnaphthalin, Halogenmethyldiphenyl, Chloracetamid,
Chloracetonitril oder einem gegebenenfalls mit Halogen, Methyl oder Aethyl substituierten
Benzylhalogenid gegebenenfalls in Gemisch untereinander oder mit einem Alkyl- oder
Alkenylhalogenid mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen quaterniert sind, enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel ein quaternäres
Ammoniumsalz enthält, dessen wieder. kehrende Einheiten einer der Formeln

oder

entsprechen,worin Q
1 Alkyl oder Alkenyl mit mindestens 6, vorzugsweise 6 bis 12 Kohlenstoffatomen oder
einen Substituenten einer der Formeln

oder

oder ein Gemisch mindestens eines Substituenten einer der für Q
1 angegebenen Formeln mit Alkyl oder Alkenyl mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen darstellt,
A Aethylen oder n-Propylen, E
1 Wasserstoff, Methyl oder Phenyl, M Wasserstoffs ein Alkalimetall oder Alkyl mit 1
- 12 Kohlenstoffatomen, R
l und R
2 je Alkyl mit 1-4 Kohlenstoffatomen oder zusammen mit dem Stickstoffatom, mit welchem
sie verbunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen, gegebenenfalls noch ein Sauerstoffatom
enthaltenden Ring bilden, T
1 Alkyl, Alkenyl oder gegebenenfalls durch Alkyl oder Alkylen substituiertes Aryl mit
insgesamt höchstens 18 Kohlenstoffatomen, X
1⊖ Halogen, Y
1 und Y
2 je Methyl oder Aethyl, und Z
1, Z
2 und Z
3 je Halogen, Aethyl oder vorzugsweise Methyl und n, p, q, r, s und t je 1 oder 2 bedeuten.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel ein quaternäres
Ammoniumsalz enthält, dessen wiederkehrende Einheiten der Formel

entsprechen, worin Q
2 einen Substituenten einer der Formeln

oder

oder ein Gemisch mindestens eines Substituenten einer der für Q
2 angegebenen Formeln mit Alkyl oder Alkenyl mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen darstellt,
und A Aethylen oder n-Propylen, E
1 Was-
serstoff, Methyl oder Phenyl,
R3 und
R4 je Methyl, Aethyl, n-Propyl oder n-Butyl oder zusammen mit dem Stickstoffatom, mit
welchem sie verbunden sind, einen Pyrrolidin-, Piperidin- oder Morpholinrest bilden,
X
1⊖ Halogen, Y
1 und Y
2 je Methyl oder Aethyl, Z
1, Z
2 und Z
3 je Halogen, Methyl oder Aethyl und r, s und t je 1 oder 2 bedeuten.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel ein quaternäres
Ammoniumsalz enthält, dessen wiederkehrende Einheiten der Formel

worin X
1⊖, Y
1, Y
2, p und q die in Anspruch 3 und Q
2 die in Anspruch 4 angegebenen Bedeutungen haben.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel ein quaternäres
Ammoniumsalz enthält, dessen wiederkehrende Einheiten der Formel

entsprechen, worin D Aethylen oder Methylen, T
2 Alkyl oder gegebenenfalls durch Methyl oder Aethyl substituiertes Aryl mit insgesamt
höchstens 18 Kohlenstoffatomen und v 1 oder 2 bedeuten, und R
3, R
4 und X⊖
1 die in Anspruch 4 angegebenen Bedeutungen haben.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das
Fasermaterial mit dem Hilfsmittel vor, während oder nach dem Färben oder Bedrucken
behandelt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man das Fasermaterial in
Gegenwart eines Färbereihilfsmittels der in einem der Ansprüche 1 bis 6 angegebenen
Zusammensetzung färbt.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man das Fasermaterial vor
dem Färben mit einer wässrigen Druckpaste gegebenenfalls stellenweise bedruckt, die
ein Druckereihilfsmittel der in einem der Ansprüche 1 bis 6 angegebenen Zusammensetzung
enthält.
10. Wässrige Zubereitung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, dass sie mindestens einen kationischen Farbstoff und ein Hilfsmittel
der in einem der Ansprüche 1 bis 9 angegebenen Zusammensetzung enthält.