[0001] Durch Imprägnierung von Papieren, Faservliesen und anderen faserhaltigen Flächengebilden
(Textilien) mit thermoplastischen Kunststoffen können Folien hergestellt werden, die
sich durch vergütete Oberflächen und verbesserte mechanische Eigenschaften auszeichnen.
In beträchtlichem Umfang werden insbesondere kunststoffimprägnierte Papierfolien (Dekorfolien)
zur Oberflächenveredelung von Holz- und anderen geeigneten Werkstoffen verwendet.
[0002] In der DE-A-2 135 072 wird ein Verfahren zur Herstellung hochglänzender Oberflächen
von Dekorpapieren empfohlen, bei dem man ein Dekorrohpapier mit einer füllstofffreien
Mischung aus einer thermoplastischen und einer selbstvernetzenden, wäßrigen Dispersion
auf Acrylatbasis tränkt oder beschichtet, anschließend trocknet und mit einer hochglanzpolierten
Walze bei einer Temperatur zwischen 120 und 180 °C kalandriert.
[0003] Nach der Lehre der GB-A-998 188 eignen sich lineare Polymerisate mit sich wiederholenden
N-Methylolamideinheiten und mit diesen zur Reaktion befähigten Gruppen vorzugsweise
in Form wäßriger Dispersionen im Gemisch mit wärmehärtenden Aminoplastharzen zum Imprägnieren
bzw. Beschichten von Faservliesen.
[0004] Die DE-B-16 19 228 hat ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von mit Polymeren
imprägnierten und unter Druck wärmegehärteten Faservliesen oder -geweben zum Gegenstand.
Dabei werden die Substrate mit einem Gemisch aus selbstvernetzenden Gruppen enthaltenden
Acrylesterpolymerisaten oder -copolymerisaten und wärmehärtbaren Polymeren, wobei
der Anteil an wärmehärtbaren Polymeren im lmprägniermittel zwischen 5 und 50 Gewichtsprozent
liegt, kontinuierlich imprägniert und die imprägnierten Vliese oder Gewebe anschließend
kontinuierlich in einem beheizten Kalander gehärtet. Imprägnierte Folien der oben
genannten Art sollen, um als Dekorfolien geeignet zu sein, möglichst eine geschlossene
Oberfläche, eine hohe Weiterreißfestigkeit, ausreichende Formstabilität, hohe Beständigkeit,e
insbesondere gegenüber thermischer Beanspruchung und gegenüber Lösungsmitteln und
gute Verklebbarkeit aufweisen.
[0005] Die Verfahren und die Produkte des Standes der Technik können nicht in vollem Umfange
befriedigen. So kommt beispielsweise der Frage der Haltbarkeit der Tränkflotten eine
nicht zu unterschätzende praktische Bedeutung zu. Zu beachten ist dabei zum Beispiel
die Tendenz der Vorkondensate (Harnstoff- und/oder Melaminharze) zur vorzeitigen Kondensation.
Dieser Umstand spielt naturgemäß bei höheren Temperaturen, also bei heißer Witterung
und in den entsprechenden klimatischen Zonen eine besondere Rolle. Tränkflotten gemäß
der vorliegenden Erfindung zeichnen sich hingegen durch eine mehrtägige Lagerfähigkeit
auch bei hohen Temperaturen in den Arbeitsräumen aus.
[0006] Es hat sich herausgestellt, daß die Partikelgröße des thermoplastischen Polymerisats
von relativ großem Einfluß auf die Qualität der fertigen Folie sein kann.
[0007] Es wurde nun gefunden, daß man hochwertige verstärkte Folien erhalten kann, wenn
man Rohpapiere bzw. Faservliese mit einer Mischung tränkt, die einerseits ein handelsübliches,
wasserlösliches Harnstoffharz, zum anderen eine wäßrige Kunstharzdispersion mit sehr
feinteiligen Partikeln enthält, wobei die Kunstharzdispersion im Interesse der Verarbeitbarkeit
und der Oberflächengestaltung der Folie zu Beginn der Trocknung noch thermoplastisch
verformbar und unvernetzt vorliegt und die Vernetzung mit dem Harnstoffharz durch
die weitere Wärmebehandlung bewirkt wird.
[0008] Erfindungsgemäß handelt es sich somit um wäßrige Dispersionen von Polymeren, die
vernetzungsfähige, jedoch unter den anzuwendenden Bedingungen nicht selbstvernetzende
Gruppen aufweisen. Die als Bausteine der erfindungsgemäß zu verwendenden Kunstharzdispersionen
geeigneten Monomeren haben demnach zur Voraussetzung, daß sie mit zugesetzten (externen)
reaktiven Einheiten reagieren können. Solche der Fremdvernetzung zugänglichen Bausteine
sind z.B. Hydroxy-, Amino-, Amid-, bzw. Carboxylfunktionen enthaltende Monomere. Die
infrage kommenden Polymerisate bzw. Copolymerisate sind im übrigen beispielsweise
auf der Basis von Vinylestern niederer Carbonsäuren, beispielsweise mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,
wie z.B. Vinylacetat, von Butadien bzw. Chlorbutadien mit Styrol und/oder (Meth)acrylatestern
hergestellt. Andere geeignete Dispersionen sind z.B. aus Olefinen, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid,
Styrol oder den Gemischen dieser Monomeren untereinander oder mit weiteren modifizierenden
Comonomeren, wie z.B. Vinyläthern aufgebaut. Eine bevorzugte Klasse von Dispersionen
besteht aus den Estern der Acryl- und/oder der Methacrylsäure mit e, bis C
20-Alkoholen, vorzugsweise mit C
1 bis C
8-Alkoholen, wobei bevorzugt Ester von Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen die Hauptmenge
des Kunststoffs bilden. Wie bereits ausgeführt, kommen als modifizierende, der Fremdvernetzung
zugänglichen Comonomere beispielsweise die Acryl- und die Methacrylsäure. das Acryl-
und das Methacrylamid infrage. sowie Hydroxy- und Aminoalkylester der (Meth)acrylsäure,
die durch die Formel

worin A für einen gegebenenfalls verzweigten Alkylrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen,
Z für OH . oder NHR, und R für Wasserstoff oder einen Methylrest und R, für Wasserstoff
oder einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wiedergegeben werden können.
Der Anteil der vorstehend beschriebenen, der Fremdvernetzung zugänglichen Monomeren
beträgt in der Regel 0,5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 2-10 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtpolymerisat.
[0009] Bevorzugt sind beispielsweise Acrylharzdispersionen, die aus Methylmethacrylat, einem
(Meth)acrylester eines Alkohols mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen, Methacrylsäureamid
und Methacrylsäure aufgebaut sind. Auswahl und Menge der (Meth)-Acrylester von C
2-C
8-Alkoholen richten sich nach der gewünschten Flexibilität der verstärkten Folie.
[0010] Die Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden Dispersionen ist an sich bekannt,
sie kann beispielsweise in Anlehnung an die DE-A-1804159.3 vorgenommen werden. Zweckmäßigerweise
wird das Herstellungsverfahren in der Weise durchgeführt, daß ein feinteiliges Polymerisat,
d.h. mit einem Teilchenradius unter 100 nm erhalten wird.
[0011] Die als zweite Komponente der erfindungsgemäßen Tränkmischung zum Tränken von Rohpapieren
bzw. Faservliesen vorgesehenen Aminoplaste sind die üblichen Vorkondensate aus Harnstoff-Formaldehyd
(vgl. K. Lindner in « Tenside-Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe • , wissenschaftliche
Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1964, S. 244-258), von denen verschiedene Typen im
Handel erhältlich sind.
[0012] Als Substrate der Tränkung kommen handelsübliche Dekorrohpapiere mit den üblichen
Flächengewichten von 30-400 g/m
2 infrage. Die erfindungsgemäße Tränkmischung enthält die wäßrige Kunstharzdispersion
der vorstehend beschriebenen Art und das wasserlösliche Aminoplastharz in vergleichbaren
Mengenanteilen, beispielsweise im Verhältnis 10 : 1 bis 1 : 10, vorzugsweise etwa
1 : 1, berechnet jeweils auf Trockensubstrat. Die Tränkflotten enthalten in der Regel
25 bis 60 Gew.-% an Gesamtfeststoff (Trockengehalt), vorzugsweise 35 bis 45 Gew.-%.
[0013] Vor dem Aufbringen der Dispersion können die Rohpapiere bzw. Faservliese gegebenenfalls
in geeigneter Weise vorbehandelt sein, beispielsweise nach der in der DE-B-17 71 903
empfohlenen Art durch Vorimprägnierung mit einer polykationischen Verbindung oder
deren Zugabe bei der Rohpapierherstellung.
[0014] Das Aufbringen der Tränkflotte kann in an sich bekannter Weise erfolgen, beispielsweise
indem man die Papier- oder Faservliesbahn durch einen mit der Flotte
* gefüllten Trog führt. Auch durch Walzenantrag, Aufsprühen oder Aufrakeln können die
Bahnen ausreichend getränkt werden. Die aufzubringende Harzmenge läßt sich dabei über
die Konzentration und/oder Viskosität der Tränkflotte bequem einstellen. Sie liegt
in Abhängigkeit von den Erfordernissen des Anwendungsgebiets und der gewünschten Endqualität,
gewöhnlich zwischen 20-150 Gew.-%,
vorzugsweise 30-80 Gew.-% des Substratmaterials. Die Trocknung kann unmittelbar an
die Behandlung mit der Tränkflotte angeschlossen werden.
[0015] -
* (enthaltend die Dispersion und das Kondensationsharz)
[0016] Wie bereits ausgeführt, können die Acrylharzdispersionen nach bekannten Verfahren,
beispielsweise nach dem Emulsionszulaufverfahren hergestellt werden.
[0017] Dabei kann beispielsweise ein Teil der Monomeren in wäßrigem Medium emulgiert vorgelegt
und der restliche Teil der Monomeren in Form einer wäßrigen Emulsion mit fortschreitender
Polymerisation dem Reaktionsansatz zugefügt werden. Als Emulgatoren können die üblichen
anionischen, kationischen bzw. nicht-ionischen Tenside benutzt werden. Falls Polykationen
vor der Tränkung entsprechend DE-B-1771 903 auf das Papier aufgebracht worden sind,
sollte vorteilhaft mit anionischen Dispersionen gearbeitet werden. Als anionische
Tenside bieten sich beispielsweise die Schwefelsäurehalbester von höheren Alkoholen
an. Als Initiatoren können beispielsweise die handelsüblichen, wasserlöslichen Perverbindungen
angewendet werden, beispielsweise Wasserstoffperoxid und/oder Alkali- bzw. Ammoniumpersulfate,
gegebenenfalls in Kombination mit reduzierenden Komponenten (Redoxsysteme). Die Reaktionstemperaturen
bewegen sich je nach Initiator und Monomeren zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt
der Systeme.
[0018] Die Imprägnierung mit der Tränkflotte kann gemäß einer besonders bewährten Ausführungsform
mittels eines Imprägnierwerks vorgenommen werden, in dem die durchlaufende Papier-
bzw. Faserbahn zunächst durch Walzenauftrag vorimprägniert wird. Zum Entlüften der
vorgetränkten Bahn wird diese dann über eine sogenannte Atemstrecke (Verweilzeit :
mehrere Sekunden) geführt. Nachdem auf diese Weise die Luft aus der Bahn entfernt
wurde, kann die Vollimprägnierung im Tauchbad vorgenommen werden. Anschließend wird
die überschüssige Flotte zwischen Walzen oder Rakeln abgequetscht bzw. abgestreift
und damit die gewünschte Dosierung der Harzauflage erreicht. Für spezielle Fälle,
bei denen eine besonders gute Durchimprägnierung bzw. einseitige Imprägnierung angestrebt
wird, bietet sich ein Vorgehen gemäß DE-A-25 50 980 unter Verwendung einer Vakuumsaugeinrichtyng
an. Von der Tränkeinrichtung aus wird die getränkte Bahn berührungsfrei durch einen
Trockner mit einem oder vorzugsweise mehreren Trockenfeldern geführt. Die Transportgeschwindigkeit
der Bahn richtet sich nach der Länge des bzw. der Felder sowie der Trockentemperatur.
Im allgemeinen liegt die Trockentemperatur zwischen 60 und 200 °C. Bei mehreren Trockenfeldern
wird zweckmäßig mit abgestuften Temperaturen - anfangend mit der niedrigsten Temperatur
- gearbeitet. Als berührungsfreie Trocknungsanlage werden vorteilhaft Düsenschwebetrockner
verwendet. Anschließend an oder zwischengeschaltet in der Trockenstrecke kann eine
Lackauftragsvorrichtung zur Lackierung angebracht sein. Darüber hinaus kann auch der
Auftrag eines geeigneten siegelbaren Klebers mittels einer geeigneten Vorrichtung
erfolgen, gegebenenfalls in kombiniertem Vorgehen.
[0019] Die fertiggestellte Bahn kann direkt anschließend auf das gewünschte Format zugeschnitten
oder als Rolle aufgewickelt werden.
[0020] Die erfindungsgemäß erzeugten Folien zeichnen sich durch eine hervorragende Qualität
aus. Hervorzuheben ist ihre gesch!ossene, glatte Oberfläche, hohe Spalt- und Weiterreißfestigkeit,
hohe Licht- und Alterungsbeständigkeit, Beständigkeit gegenüber aggressiven Stoffen,
Hitzebeständigkeit, leichte Pflegbarkeit und gute Verklebbarkeit. Falls eine matte
oder halb matte Oberfläche gewünscht wird, lassen sich in die Tränkflotte ohne Schwierigkeit
geeignete Mattierungsmittel aufnehmen.
Beispiel 1
[0021] In einem Witt'schen Topf mit Rührer, Rückflußkühler, Innenthermometer und Tropftrichter
werden 310 g Wasser. 0,6 g Na-Dodecylsulfat. 9 g Äthylacrylat, 4,8 g Methylmethacrylat,
0.3 g Methacrylsäure und 0,9 g Methacrylamid emulgiert und auf 80 °C erhitzt. Man
hält bei dieser Temperatur, gibt 0,4 g Kaliumpersulfat gelöst in 10 g Wasser und beginnt
4 Minuten später mit der Zugabe einer vorher bereiteten Emulsion aus 480 g Wasser,
7,3 g Na-Dodecylsulfat, 1.2 g Kaliumpersulfat, 471 g Äthylacrylat, 251,2 g Methylmethacrylat,
15,7 g Methacrylsäure und 47,1 g Methacrylamid. Nach der Zugabe (Zugabezeit 4 Std.)
hält man noch 1 Std. auf 80 °C und kühlt dann auf 25 °C ab. Danach gibt man innerhalb
45 Minuten eine 35 %ige wäßrige Lösung eines Kondensationsproduktes aus Isononylphenol
und Äthylenoxid (Molverhältnis 1 50) zu und filtriert etwa entstandene geringe Koagulatmengen
über ein feines Sieb ab.
Beispiel 2
[0022] Man verfährt wie in Beispiel 1, setzt jedoch in der Vorlage 13,2 g Äthylacrylat und
1,2 g 2-Hydroxyäthylacrylat und im Zulauf 722,2 g Äthylacrylat und 62,8 g 2-Hydroxyäthylacrylat
ein.
Beispiel 3
[0023] Im Witt'schen Topf werden 440 g Wasser und 11,2 g Na-Dodecylsulfat und 0,56 g Kaliumpersulfat
auf 80 °C erhitzt. Dann wird bei dieser Temperatur innerhalb 4 Std. eine Emulsion
aus 672 g Wasser, 1,68 g Na-Dodecylsulfat, 1,68 g Kaliumpersulfat, 240 g Butylacrylat,
211,4 g Methylmethacrylat, 4,8 g Methacrylsäure und 24 g Methacrylamid zugegeben.
Man hält noch 1 Std. bei dieser Temperatur. kühlt ab und filtriert über ein feines
Sieb.
Beispiel 4
[0024] Saugfähiges Dekorrohpapier mit einem Flächengewicht von 80 g/m
2 wird in einer Imprägnierflotte bestehend aus 500 g der in Beispiel 1 beschriebenen
Dispersion, 500 g Harnstoffformaldehydharz (Handelsbezeichnung Kautit 420® *. Feststoffgehalt
50 %), 250 g Wasser sowie 2 g Ammoniumchlorid und 2 g Netzmittel (schwach sulfatiertes
Rüböl) in einer Tränkwanne imprägniert.
[0025] * (Eingetragenes Warenzeichen der BASF)
[0026] Die Imprägnierung erfolgt, indem man das Rohpapier zur Benetzung auf die Flottenoberfläche
auflegt und anschließend zur vollständigen Durchtränkung taucht. Im Anschluß daran
wird das imprägnierte Papier zwischen 2 Gummiwalzen abgequetscht und im Trockenschrank
bei 140 °C 3 Min. getrocknet.
[0027] Man erhält eine mittelharte flexible Folie mit einem Endgewicht von 124 g/m
2, einer Restfeuchte von 4 % und einer Beharzungsmenge von 42,5 % (bez. auf Rohpapiergewicht).
Beispiel 5
[0028] Man verfährt wie in Beispiel 4, die Imprägnierflotte besteht jedoch aus 700 g Dispersion
von Beispiel 2, 300 g Harnstofformaldehydharz (50 % Feststoffgehalt), 250 g Wasser
sowie 1,5 g Ammoniumchlorid und 2 g des in Beispiel 4 beschriebenen Netzmittels. Die
so hergestellte Folie hat hochflexiblen Charakter (Ummantelungsfolie), die Beharzungsmenge
beträgt 41 %, das Endgewicht 112,8 g und die Restfeuchte 5%.
Beispiel 6
[0029] Ein saugfähiges Rohpapier, Flächengewicht 200 gim
2 wird in einer Imprägnierflotte, welche aus 1 000 g der in Beispiel 3 beschriebenen
Dispersion, 600 g Harnstofformaldehyd (50 % Feststoffgehalt), 1,5 Ammoniumchiorid
sowie 3 g Netzmittel besteht, wie vorstehend beschrieben imprägniert und weiterbehandelt.
[0030] Das Endprodukt entspricht einer Folie, welche als Kantenumleimer in der Möbel- und
Spanplattenindustrie Verwendung findet, es hat einen Beharzungsanteil von 38 %, eine
Restfeuchte von 5 % und ein Endgewicht von 276 g/m
2.
1. Verfahren zur Herstellung verstärkter Folien (Finish-Folien) durch Tränkung von
faserhaltigen Flächengebilden wie Rohpapieren, Faservliesen und dergleichen mit wasserlöslichem
Aminoplastharz und einer wäßrigen Kunstharzdispersion und anschließender Trocknung
durch Wärmebehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß als wasserlösliches Aminoplastharz
Harnstoffharz verwendet wird und daß die Kunstharzdispersion aus feinteiligen Partikeln
besteht und aufgrund eines Gehalts von zur Fremdvernetzung Partikeln besteht und aufgrund
eines Gehalts von
zur Fremdvernetzung befähigten Gruppen zu Beginn der Trocknung noch thermoplastisch
verformbar und unvernetzt vorliegt und die Fremdvernetzung durch die weitere Wärmebehandlung
bewirkt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige Kunstharzdispersion
eine solche mit einem Gehalt an Hydroxy-, Amino-, Amid- oder Carboxylfunktionen als
zur Fremdvernetzung befähitgen Gruppen verwendet wird.
3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige
Kunstharzdispersion das Copolymerisat von (Meth)acrylsäureestern mit Acryl- bzw. Methacrylsäure,
Acryl- bzw. Methacrylamid, einem Hydroxy- und/oder Aminoalkylester der Formel

worin R für Wasserstoff oder einen Methylrest, A für einen gegebenenfalls verzweigten
Alkylrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Z für einen Substituenten - OH oder NHR,
- der am Alkylrest steht und wobei R, einen Alkylrest mit 1-8 Kohlenstoffatomen oder
Wasserstoff bedeutet als Comonomeren verwendet wird.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an den der Fremdvernetzung
zugänglichen Monomeren zwischen 0,5-15 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 2 und 10 Gew.-%.
bezogen auf das Gesamtpolymerisat, beträgt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunstharzdispersion
das Copolymerisat von Methylmethacrylat, (Meth)acrylestern von C2 bis C8-Alkoholen, Methacrylsäureamid und Methacrylsäure verwendet wird.
6. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Teilschenradius
der Partikel der Kunstharzdispersion <100 nm ist.
7. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung
durch Wärmebehandlung zwischen 80 und 180 °C, vorzugsweise 100-150°C, durchgeführt
wird.
8. Verstärkte Folien (Finish-Folien) hergestellt nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen
1 bis 7.
1. Process for the preparation of reinforced films (finishing films) by impregnating
fibrous flat materials such as backing papers, non-woven fabrics and the like with
water-soluble aminoplast resin and an aqueous synthetic resin dispersion and subsequently
drying them by heat treatment, characterized in that urea resin is used as the water-soluble
aminoplast resin and in that the synthetic resin dispersion consists of finely divided
particles and, owing to its content of groups capable of heterogeneous cross-linking,
is still thermoplastically deformable and uncrosslinked at the start of the drying
operation and the heterogeneous cross-linking is brought about by the continuing heat
treatment.
2. Process as claimed in claim 1, characterized in that the aqueous synthetic resin
dispersion used is one which contains hydroxy, amino, amide or carboxyl functions
as groups capable of heterogeneous cross-linking.
3. Process as claimed in claims 1 and 2, characterized in that the aqueous synthetic
resin dispersion used is the copolymer of (meth)acrylic acid esters with acrylic or
methacrylic acid, acrylamide or methacrylamide, a hydroxy- and/ or aminoalkyl ester
of formula

wherein R represents hydrogen or a methyl group, A represents an optionally branched
alkyl group with 2 to 6 carbon atoms, Z represents a substituent OH or NHR, located
at the alkyl group and R, represents an alkyl group with 1 to 8 carbon atoms or hydrogen,
as comonomers.
4. Process as claimed in claim 3, characterized in that the proportion of the monomers
capable of heterogeneous cross-linking is between 0.5 and 15 % by weight, preferably
between 2 and 10 % by weight, based on the total polymer.
5. Process as claimed in claims 3 and 4, characterised in that the copolymer of methyl
methacrylate, (meth)acrylic esters of C2 to C8 alcohols, methacrylamide and methacrylic acid is used as the synthetic resin dispersion.
6. Process as claimed in claims 1 to 5, characterized in that the radius of the particles
in the synthetic resin dispersion is < 100 nm.
7. Process as claimed in claims 1 to 6, characterized in that drying is effected by
heat treatment at between 80 and 180 °C, preferably at 100-150°C.
8. Reinforced films (finishing films) prepared using the process as claimed in claims
1 to 7.
1. Procédé pour la fabrication de feuilles renforcées (feuilles de finition) par imprégnation
de produits fibreux en nappe, tels que papiers bruts, nappes de fibres ou similaires,
avec une résine aminoplaste hydrosolubles et une dispersion aqueuse de résine synthétique,
suivie d'un séchage par traitement thermique, caractérisé en ce qu'on utilise, en
tant que résine aminoplaste hydrosoluble, une résine à base d'urée et en ce que la
dispersion de résine synthétique est faite de particules finement divisées et, en
raison du fait qu'elle contient des groupes susceptibles de réticulation par action
étrangère, se présente à l'état encore déformable thermoplastiquement et non réticulé
au début du séchage, la réticulation par action étrangère étant produite par le traitement
thermique ultérieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise, en tant que
dispersion aqueuse de résine synthétique, une dispersion qui contient des fonctions
hydroxy, amino, amide ou carboxyle en tant que groupes susceptibles de réticulation
par action étrangère.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on utilise, comme dispersion
aqueuse de résine synthétique, le copolymère d'esters d'acide (méth)acrylique avec,
en tant que comonomères, l'acide acrylique ou méthacrylique, l'acryl- ou méthacrylamide,
un ester hydroxy- et/ou aminoalcoylique de formule.

dans laquelle R est mis pour un atome d'hydrogène ou un radical méthyle, A pour un
radical alcoyle à 2-6 atomes de carbone éventuellement ramifié, Z pour un substituant
- OH ou NHR, - sur le radical alcoyle, R, représentant un radical alcoyle à 1-8 atomes
de carbone ou un atome d'hydrogène.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la proportion des monomères
susceptibles de réticulation par action étrangère est comprise entre 0,5 et 15 % en
poids, de préférence entre 2 et 10 % en poids, par rapport au polymère total.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'on utilise, en tant
que dispersion de résine synthétique, le copolymère de méthacrylate de méthyle, d'esters
(méth)acryliques d'alcools en C2 à C8, d'amide d'acide méthacrylique et d'acide méthacrylique.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
le rayon des particules de la dispersion de résine synthétique est inférieur à 100
nm.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
le séchage par traitement thermique est effectué à une température comprise entre
80 et 180 °C, de préférence entre 100 et 150 °C.
8. Feuilles renforcées (feuilles de finition), fabriquées d'après le procédé selon
l'une quelconque des revendications 1 à 7.