[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Transport eines Aufzeichnungsträgers
durch eine Druckstation und zum An- bzw. Abschwenken des Aufzeichnungsträgers an bzw.
von einem Zwischenträger in der Druckstation eines Druck-oder Kopiergerätes, in der
auf dem Zwischenträger angeordnete Tonerbilder der zu druckenden Zeichen auf den Aufzeichnungsträger
umgedruckt werden.
[0002] Bei mechanischen Schnelldruckern ist es bekannt, daß die zu bedruckende Papierbahn
in der Druckstation an der Druckstelle exakttvorbeigeführt werden muß, um einen sauberen
Druck zu erreichen. Darum sind entsprechende Papierführungen für das zu bedruckende
Papier vorgesehen. Ein ähnliches Problem tritt auch bei nichtmechanischem Druck, dem
elektrostatischen Druck, auf. Ein solcher elektrostatischer Schnelldrucker kann z.B.
ein elektrofotografischer Schnelldrucker sein, bei dem die Druckinformation lichtoptisch
auf eine fotaleitende Fläche, z.B. einer Trommel, welche ganzflächig elektrostatisch
aufgeladen wird, projiziert wird. Das so entstandene latente Ladungsbild der zu druckenden
Information wird in einer Entwicklerstation mit Farbpulver, dem sogenannten Toner,
entwickelt. In einer Umdruckstation wird das Pulverbild unter der Einwirkung eines
elektrostatischen Feldes auf eine Papierbahn übertragen.
[0003] Um das Pulverbild einwandfrei von der fotoleitenden Fläche, im folgenden Zwischenträger
genannt, auf die Papierbahn, im folgenden Aufzeichnungsträger genannt, übertragen
zu können, muß der Aufzeichnungsträger eine gewisse Wegstrecke dem Zwischenträger
angenähert werden, z.B. in Kontakt mit im ihm gebracht werden. Andererseits muß der
Aufzeichnungsträger wieder von dem Zwischenträger entfernt werden können, z.B. während
Druckpausen oder Gerätestörungen. Dabei muß zusätzlich gewährleistet sein, daß die
Information auf dem Zwischenträger nach dem Start des Aufzeichnungsträgers von der
Zwischenträgeroberfläche an der gewünschten Stelle auf den Aufzeichnungsträger übernommen
werden kann. Entsprechend muß beim Aufzeichnungsträgerstopp gewährleistet sein, daß
die letztmögliche Zeile des Tonerbildes auf dem Zwischenträger auf den Aufzeichnungsträger
umgedruckt wird. Es müssen somit eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein, wenn ein
einwandfreier Umdruck von Tonerbildern vom Zwischenträger auf den Aufzeichnungsträger
erreicht werden soll.
[0004] Aus der DE-OS 26 36 326 ist eine Vorrichtung zum An-und Abschwenken eines Aufzeichnungsträgers
zu und von einem Zwischenträger bekannt. Dazu sind zwei um jeweils einen Drehpunkt
schwenkbare Sättel vorgesehen, über die der Aufzeichnungsträger läuft und die symmetrisch
zu der Stelle der Oberfläche des Zwischenträgers angeordnet sind, an der der Aufzeichnungsträger
am nächsten zum Zwischenträger liegt. Jeder Sattel hat auf der einen Seite seines
Drehpunktes einen ersten Spannbereich und auf der anderen Seite seines Drehpunktes
einen zweiten Spannbereich. Diese Spannbereiche sind so gestaltet, daß der Aufzeichnungsträger
in jeder Stellung der Sättel gespannt ist.
[0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine Vorrichtung zum Transport
eines Aufzeichnungsträgers durch eine Druckstation und zum An-bzw. Abschwenken des
Aufzeichnungsträgers an bzw. von einem Zwischenträger in der Umdruckstation anzugeben,
die die oben angebebenen Bedingungen erfüllt, dabei aber kostengünstig aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers
gesehen hinter der Druckstation ein an dem Aufzeichnungsträger angreifendes Vorschubmittel
vorgesehen.ist, an deren Antriebswelle eine Antriebseinrichtung mit einer elektromagnetischen
Kupplung und eine elektromagnetische Bremse angeordnet ist, und daß in der Druckstation
zum An-bzw. Abschwenken des Aufzeichnungsträgers an bzw. von dem Zwischenträger ein
polarisierter Hubmagnet vorgesehen ist.
[0006] Um-den Aufzeichnungsträger einwandfrei in der Umdruckstelle führen zu können, kann
der Anker des Hubmagneten mit einer Profilstange verbunden sein. Um weiterhin den
Hub des Hubmagneten in beiden Richtungen begrenzen zu können, können in beiden Bewegungsrichtungen
jeweils ein Ankeranschlag vorgesehen werden.
[0007] Wird nun ein Vorschubmittel vorgesehen, dann ist es zweckmäßig, in Bewegungsrichtung
des Aufzeichnungsträgers gesehen vor der Druckstation eine an den Aufzeichnungsträger
angrei- gfende mechanische Bremse vorzusehen. Damit kann gewährleistet werden, daß
der Aufzeichnungsträger in der Druckstation ständig unter Spannung steht.
[0008] Es ist zweckmäßig, für die elektromagentische Bremse ein erstes Reibrad auf der Antriebswelle
für das Vorschubmittel anzuordnen. Am Ende der Antriebswelle kann weiterhin ein zweites
Reibrad angeordnet werden, das den Anker für die elektromagnetische Kupplungseinrichtung
bildet. Die elektromagnetische Kupplung ist dabei auf einer ständig rotierenden treibenden
Welle angeordnet.
[0009] Bei Auftreten eines Startsignals für die Vorschubbewegung des Aufzeichnungsträgers
ist es erforderlich, daß ein Signal. zur Erregung der elektromagnetischenKupplung
und ein Signal zum Anschwenken des Hubmagneten erzeugt wird. Auf einfache Weise können
diese Signale mit Hilfe eines ersten Taktrades, das auf der treibenden Welle angeordnet
ist, und einer ersten Abtasteinbrichtung gebildet werden. Dazu werden die von der
ersten Abtasteinrichtung abgegebenen ersten Taktsignale einem ersten Schaltkreis zugeführt,
der bei Auftreten des Startsignales einen der ersten Taktsignale als Signal zur Erregung
der elektromagnetischen Kupp
- lung und zum Abschalten der elektromagentischen Bremse und einem zweiten.der ersten
Taktsignale zum Anschwenken des Hubmagneten auswählt.
[0010] Entsprechend kann bei Auftreten des Stopsignales für die Vorschubbewegung des Aufzeichnungsträgers
vorgegangen werden..Hier wird zweckmäßigerweise-auf der Antriebswelle für das Vorschubmittel
ein zweites Taktrad angeordnet, das mit einer zweiten Abtasteinrichtung zur Erzeugung
von zweiten Taktsignalen zusammenwirkt. Die zweiten Taktsignale werden einem zweiten
Schaltkreis zugeführt, der bei Auftreten des Stopsignals aus den zweiten Taktsignalen
ein erstes Signal zum Abschwenken des Hubmagneten und ein zweites Signal zur Erregung
der elektromagnetischen Bremse und zum Abschalten der Kupplung erzeugt.
[0011] Der erste bzw.. zweite Schaltkreis kann in einfacher Weise aus einer Zähleinrichtung
bestehen, der die Taktsignale zugeführt werden und die bei entsprechenden Zählständen
die Signale für den Hubmagneten bzw. für die Bremse und Kupplung abgibt.
[0012] Ist der Aufzeichnungsträger vorgefaltet, dann muß gewährleistet sein, daß das Starten
und Stoppen des Aufzeichnungsträgers so erfolgt, daß die Tonerbilder nicht über dem
Falz umgedruckt werden. Hier ist es zweckmäßig; den Aufzeichnungsträger derart in
der Druckstation anzuordnen, daß der Falz im Stillstand des Aufzeichnungsträgers an
der Umdruckstelle liegt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet so schnell, daß
der Aufzeichnungsträger in einem Bereich symmetrisch zum Falz nicht bedruckt wird.
In diesem Bereich wird der Aufzeichnungsträger gestoppt und neu gestartet.
[0013] Anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt ist, wird die Erfindung
weiter erläutert. Es zeigen:
Fig.1 ein Prinzipbild der Vorrichtung,
Fig.2 den Hubmagenten in Abschwenkstellung,
Fig.3 den Hubmagenten in Anschwenkstellung,
.Fig.4 die elektromagnetische Bremse und Kupplung,
Fig.5 eine Taktsteuerung zur Erzeugung der Signale für die Bremse bzw. Kupplung und
für den Hubmagenten.
[0014] In Figur 1 ist als Zwischenträger ZT eine Trommel dargestellt. Diese Trommel kann
z.B. mit einer fotoleitenden Oberfläche FTO versehen sein. Die auf bekannte Weise
auf der Oberfläche der Trommel ZT erzeugten Tonerbilder werden in einer Umdruckstation
US auf einen Aufzeichnungsträger AT, z.B. einer Papierbahn, umgedruckt. Dazu wird
der Aufzeichnungsträger AT durch die Umdruckstation US hindurchgeführt und zwar mit
Hilfe eines Aufzeichnungsträgerkanals PK, der durch Führungsbleche FP1 und FP2 gebildet
wird. In Bewegunsrichtung des Aufzeichnungsträgers AT gesehen, ist ein weiteres Führungsblech
FB3 angeordnet, über das der Aufzeichnungsträger AT zum Vorschubmittel VR geführt
wird. Das Vorschubmittel VR besteht im Ausführungsbeipsiel aus einer bekannt aufgebauten.
Vorschubraupe. Die Vorschubraupe ist mit Mitnahmestiften MS versehen, die in Transportlochungen
des Aufzeichnungsträgers AT eingreifen.
[0015] Um den Aufzeichnungsträger AT in der Umdruckstation US an den Zwischenträger ZT anschwenken
bzw.. von diesem entfernen zu können, ist ein polarisierter Hubmagnet HM vorgesehen,
an dessen Anker eine Profilstange PS angeordnet ist. über die Profilstange PS wird
der Aufzeichnungsträger AT hinweggeführt.
[0016] Um den Aufzeichnungsträger AT bei Verwendung nur einer Vorschubraupe VR unter ständiger
Spannung zu halten und damit zu gewährleisten, daß er auch beim Anschwenken bzw. Abschwenken
an der Profilschiene PS anliegt, ist eine mechanische Bremse PB vorgesehen, die vor
der Umdruckstation US liegt. Diese kann z.B. aus einer Feder FE bestehen, die an einem
Hebel HB angeordnet ist. Der Hebel ist drehbar und an seinem anderen Ende mit einer
Spiralfeder SP versehen, die den Hebel HB in einer solchen Stellung hält, daß die
Feder FE auf dem Aufzeichnungsträger AT aufliegt.
[0017] Die einzelnen Baugruppen wie Führungskanal PK, Vorschubraupe VR,Bremse PB, Hubmagnet
HM sind an Platinen PLA gelagert, von denen nur eine gezeigt ist.
[0018] Aus Figur 2 ergibt sich die Stellung der Profilstange PS, wenn der Aufzeichnungsträger
AT von dem Zwischenträger ZT abgeschwenkt ist.. In diesem Fall ist der Aufzeichnungsträger
AT im Stillstand. Ist der Aufzeichnungsträger vorgefaltet, dann liegt sein Falz-PF
in der Mitte der Profilstange PS direkt an der Umdruckstelle zum Zwischenträger ZT.
[0019] Figur 3 zeigt den Fall, daß der Aufzeichnungsträger an den Zwischenträger ZT angeschwenkt
ist. In diesem Fall nimmt die Profilstange PS ihre zweite Lage ein, die in unmittelbarer
Nähe des Zwischenträgers ZT liegt.
[0020] Aus Figur 4 ergibt sich der Aufbau der elektromagentischen Bremseinrichtung bzw.
Antriebseinrichtung. Die Bremse EMB ist auf der Antriebswelle VRW für die Vorschubraupe
VR angeordnet. Die Antriebswelle VRW ist zusätzlich im Gehäuse MK gelagert. In Figur
4 ist die Vorschubraupe VR nicht dargestellt. Sie sitzt jedoch auf der Antriebswelle
VRW im Bereich der Unterbrechung.
[0021] Die elektromagnetische Bremse EMB und die Antriebseinrichtung mit einer elektromagnetischen
Kupplung EMK sind in einem Gehäuse MK angeordnet, das an das Gehäuse GH des Druck-
bzw. Kopiergerätes angeschraubt ist. Dabei ist die elektromagnetische Bremse EMB mit
dem Gehäuse MK fest verbunden. Auf der Antriebswelle VRW ist ein erstes Reibrad RR1
fest angeordnet.Dieses arbeitet mit der elektromagentischen Bremse EMB zusammen. Die
Funktion einer elektromagnetischen Bremse ist bekannt und wird daher nicht weiter
erläutert. Wird durch die Wicklung W1 ein Strom hindurchgeschickt, dann wird das Reibrad
RR1 an die elektromagentische Bremse MB angezogen und damit die Antriebswelle VRW
zum Stillstand gebracht.
[0022] Am Ende der Antriebswelle VRW ist ein zweites Reibrad RR2 angeordnet. Dieses arbeitet
mit der elektromagnetischen Kupplung EMK zusammen. Die elektromagnetische Kupplung
EMK ist ebenfalls auf bekannte Weise aufgebaut und wird darum nicht ausführlicher
erläutert. Sie hat einen beweglichen Teil TK, der mit einer ständig rotierenden treibenden
Welle WL fest verbünden ist.: Weiterhin enthält sie eine Wicklung W2, die mit dem
Gehäuse MK verschraubt ist. Wird durch die Wicklung W2 der elektromagnetischen Kupplung
EMK ein Strom geschickt, dann wird das Reibrad RR2 an das Teil TK angezogen und damit
das Drehmoment der ständig rotierenden Welle WL auf das Reibrad RR2 und auf die Antriebswelle
VRW übertragen. Auf der ständig rotierenden Welle WL.ist ein Zahnriemenrad ZR angeordnet,
das über einen Riemen mit einem Motor gekoppelt sein kann.
[0023] Im folgenden wird die Arbeitsweise der Vorrichtung beschrieben. Dabei soll zunächst
das Starten des Aufzeichnungsträgers erläutert werden. Ist der Aufzeichnungsträger
AT vorgefaltet, dann steht der Falz PF in Warteposition vor der Umdruckstelle (Fig.2).
Der Aufzeichnungsträger AT muß so gestartet werden, daß die auf der Oberfläche FTO
der Trommel befindliche Druckinformation nach der Beschleunigung des Aufzeichnungsträgers
über die gewünschte Stelle des Aufzeichnungsträgers läuft.
[0024] Hinter der Umdruckstelle US ist das Vorschubraupenpaar VR, von dem nur eine Vorschubraupe
gezeigt ist, mittels der elektromagnetischen Bremse EMB fest in der Wartestellung
positioniert. Erfolgt ein Startbefehl, so wird die elektromagnetische Bremse EMB abgeschaltet
und zum selben Zeitpunkt die elektromagnetische Kupplung EMK erregt. Nach einer kurzen
Wegstrecke des Aufzeichnungsträgers von z.B. 1/12 Zoll ist der Aufzeichnungsträger.
AT auf seine Endgeschwindigkeit beschleunigt. Der Aufzeichnungsträger AT hat dann
dieselbe kontinuierliche Geschwindigkeit wie die Oberfläche FTO des Zwischenträgers
ZT und kann mit ihr in Verbindung gebracht werden, um einen einwandfreien Umdruck
zu gewährleisten. Es steht nun noch eine Strecke von z.B. 5/12 Zoll zur Verfügung,
um den Aufzeichnungsträger AT an die Oberfläche FTO des Zwischenträgers ZT anzulegen
und zu beruhigen. Dabei befindet sich der Aufzeichnungsträger AT z.B. etwa 5 mm von
der Oberfläche FTO des Zwischenträgers ZT entfernt. Das Anschwenken des-Aufzeichnungsträgers
an die Oberfläche FTO erfolgt mitz Hilfe des Hubmagenten HM. Dieser wird erregt und
führt mit seiner Profilschiene PS an den Aufzeichnungsträger AT in die Nähe der Oberfläche
FTO des Zwischenträgers ZT. Durch elektrostatische Kräfte legt sich der Aufzeichnungsträger
AT an der Oberfläche FTO des Zwischenträgers ZT z.B.'in einem Bereich von 10 mm an.
Der Hubmagnet HM ist polarisiert und wird senkrecht zur Oberfläche des Zwischenträgers
bewegt. Er bleibt so lange erregt, bis er gegen seinen Ankeranschlag gefahren ist.
In dieser Position hält er durch seine permanente magnetische Haltekraft den Aufzeichnungsträger
mittels der Profilschiene PS während des Druckbetriebes.
[0025] Das Stoppen des Aufzeichnungsträgers AT erfolgt folgendermaßen: Der Aufzeichnungsträger
AT bewegt sich während des Druckbetriebes mit kontinuierlicher Geschwindigkeit an
der Umdruckstelle US vorbei und kann je nach Bedarf bei jedem Falz PF des Aufzeichnungsträgers
gestoppt werden. Ist die letztmögliche Zeile gedruckt, so wird der Hubmagnet HM, der
den Aufzeichnungsträger AT über die Profilschiene PS an der Oberfläche FTO des Zwischenträgers
ZT hält, zum Abschwenken erregt. Er bewegt dadurch die Profilschiene PS senkrecht
von der Oberfläche FTO weg und fährt gegen seinen zweiten, gegenüberliegenden Ankeranschlag.
Die Profilschiene PS wird in der abgeschwenkten Lage wiederum von der permanenten
magnetischen Haltekraft des Ankeranschlags in dieser Position gehalten. Während die
Profilschiene vom Hubmagneten HAM zurückgezogen wird, bewegen die Vorschubraupen VR
den Aufzeichnungsträger AT weiter, schälen ihn, da er von der Umdruckstelle mittels
der Bremse PB gebremst wird, von der Oberfläche FTO des Zwischenträgers ZT ab und
ziehen ihn an die zurückgefahrene Profilschiene PS. Erst wenn der Hubmagnet HM seine
Abschwenkposition erreicht hat, wird zum definierten Zeitpunkt die elektromagnetische
Bremse EMB erregt und die elektromagnetische Kupplung EMK abgeschaltet. Die elektromagnetische
Bremse verzögert das Vorschubraupenpaar VR auf einer Strecke von z.B. 1/12 Zoll bis
zum Stillstand. Ein Falz PF des Aufzeichnungsträgers AT ist nun wieder in Startstellung
an der Umdruckstelle US positioniert.
[0026] Die vorbeschriebenen Vorgänge werden mit Hilfe einer Taktsteuerung erreicht, die
in Figur 5 gezeigt ist. Dazu ist auf der ständig rotierenden treibenden Welle WL ein
erstes Taktrad TRK angeordnet, das von einer ersten Abtasteinrichtung ATK abgetastet
wird. Das Taktrad TRK kann z.B. aus einer Schlitzscheibe bestehen,es läuft ständig
um. Auf der Antriebswelle VRW ist ein zweites Taktrad TRB fest angeordnet, das von
einer zweiten Abtasteinrichtung ATB abgetastet wird. Auch das zweite Taktrad kann
eine Schlitzscheibe sein. Die Abtasteinrichtungen ATK und ATB können auf bekannte.
Weise aufgebaut sein.
[0027] In Figur 5 sind die Takträder TP.K und TRB und die Abtasteinrichtungen ATK und ATB
symbolisch dargestellt. Die erste Abtasteinrichtung ATK erzeugt erste Taktimpulse
TK1, die zweite Abtasteinrichtung ATB zweite Taktimpulse TK2. Soll die Vorrichtung
gestartet werden, so wird in der Druckersteuerung DST ein Startimpuls ST'erzeugt.
Von diesem Zeitpunkt an werden die ersten Taktimpulse TK1 z.B. über ein UND-Glied
UG1 auf eine erste Zähleinrichtung ZG1 geleitet.
[0028] Der erste Taktimpuls, der der ersten Zähleinrichtung ZG1 zugeführt wird, ist mit
K bezeichnet. Die erste Zähleinrichtung ZG1 wird hochgezählt; erreicht sie einen ersten
Zählerstand, dann wird auf Leitungen L1 und L2 jeweils ein Signal abgegeben. Die Leitung
L1 ist mit der elektromagnetischen Bremse EMB verbunden und schaltet diese aus, die
Leitung L2 führt zur elektromagnetischen Kupplung EMK und erregt diese. Damit wird
die Antriebswelle VRW mit der ständig rotie-. renden Welle WL gekuppelt. Erreicht
die erste Zähleinrichtung ZG1 einen zweiten Zählerstand, so erscheint auf einer Leitung
L3 ein Signal, das dem Hubmagneten HM zugeführt wird, das diesen dazu veranlaßt, den
Aufzeichnungsträger AT an den Zwischenträger ZT anzuschwenken. Der erste Zählerstand
kann z.B. erreicht sein, wenn 82 Taktimpulse TK1 gezählt sind, der zweite Zählerstand,
wenn 84 Taktimpulse TK1 gezählt sind. Die Größe des zweiten Zählerstandes hängt von
der Entfernung des Schreibortes auf den Zwischenträger ZT von der Umdruckstation US
ab. Das heißt der Aufzeichnungsträger AT muß an den Zwischenträger ZT angeschwenkt
sein, wenn die am Schreibort auf den Zwischenträger ZT aufgebrachte Druckinformation
zur Umdruckstelle US gelangt.ist.
[0029] Zum Anhalten der Vorwärtsbewegung des Aufzeichnungsträgers wird von der Druckersteuerung
DST ein Stopsignal SPR erzeugt.
[0030] Nach dem Auftreten des Stopimpulses SPR werden die zweiten Taktsignale TK2 z.B. über
ein UND-Glied UG2 einer zweiten Zähleinrichtung ZG2 zugeführt. Der Taktimpuls, von
dem ab die zweiten Taktimpulse TK2 der zweiten Zähleinrichtung ZG2 zugeführt werden,
ist mit B bezeichnet. Die zweite Zähleinrichtung ZG2 gibt bei einem ersten Zählerstand
auf einer Leitung L4 ein Signal ab, das dem Hubmagneten HM zugeführt wird. Dadurch
wird dieser zum Abschwenken veranlaßt und der Aufzeichhungsträger AT von dem Zwischenträger
ZT gelöst. Die Zähleinrichtung ZG2 gibt bei einem zweiten Zählerstand auf die Leitungen
L5 und L6 jeweils ein Signal ab. Die Leitung L5 führt zur elektromagentischen Kupplung
EMK, die durch ein Signal auf der Leitung L5 abgeschaltet wird. Die Leitung L6 führt
zur elektromagentischen Bremse EMB, die durch ein Signal auf ihr erregt wird. Der
erste Zählerstand kann wieder 82 Taktimpulse TK2, der zweite Zählerstand 84 Taktimpulse
TK2 sein.
[0031] Es werden zwei Takträder TRK und TRB, sowie zwei Abtasteinrichtungen ATK und ATB
verwendet, um den Startvorgang und Bremsvorgang unabhängig voneinander einleiten zu
können. Beim Kupplungsvorgang bzw. Bremsvorgang auftretende Toleranzen wirken sich
damit nicht aufaddierend bei mehreren Kupplungs-und Bremsvorgängen aus. Damit wird
eine hohe Winkelpositioniergenauigkeit erreicht.
[0032] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat die folgenden Vorteile: Die Kombination von
Magnetkupplung, Magnetbremse und Hubmagnet erlauben ein so schnelles Beschleunigen
und Verzögern des Aufzeichnungsträgers, daß das Stoppen, Abschwenken des Aufzeichnungsträgers
von den Zwischenträger ZT, Starten und Anschwenken an den Zwischenträger ZT in einen
Bereich von z.B. 1 Zoll möglich sind. Die elektromagnetische Kupplung und die elektromagnetische
Bremse sind mit ihren schmutzempfindlichen Reibflächen in einem staubdichten Gehäuse
MK untergebracht. Dadurch läßt sich auch langzeitig eine hohe Positioniermöglichkeit
erzielen. Dadurch, daß der Aufzeichnungsträger nach einem Stopp gleich in Warteposition
für den nächsten Start steht, braucht es nur in eine Richtung, die für den Druckbetrieb
erforderlich ist, bewegt werden. Es ist somit nur ein Vorschubraupenpaar nach der
Umdruckstelle erforderlich. Der gesamte Aufzeichnungsträgertransportaufbau läßt sich
dadurch kostengünstig fertigen. Da nur ein einziges Vorschubraupenpaar VR erforderlich
ist, ist ein einfaches und leichtes Einlegen des Aufzeichnungsträgers mögliche Vor
dem Einlegen wird die mechanische Bremse PB mit einem einfachen Handgriff von der
Führungsfläche FB1 abgeschwenkt. Der Aufzeichnungsträger AT wird dann in den Aufzeichnungsträgerkanal
PK bis zu dem Vorschubraupenpaar VR eingeschoben und in diese eingespannt.
Liste der Bezugszeichen
[0033] AT Aufzeichnungsträger PB mechanische Bremse FE Feder
[0036] PK Aufzeichnungsträgerkanal
[0037] FB1, FB2, FB3 Führungsflächen
[0039] PS Profilschiene US Umdruckstation
[0041] FTO Oberfläche des Zwischenträgers
[0044] VRW Antriebswelle für die Vorschubmittel PF Falz des Aufzeichnungsträgers
[0046] EMB elektromagnetische Bremse
[0047] EMK elektromagnetische Kupplung
[0048] RR1, RR2 Reibräder
[0051] WL rotierende Welle
[0052] TRK erstes Taktrad
[0053] ATK erste Abtasteinrichtung
[0054] TRB zweites Taktrad
[0055] ATB zweite Abtasteinrichtung
[0056] MK Gehäuse für die elektromagnetische Bremse und elektromagnetische Kupplung
[0057] DST Druckersteuerung ZG1 erste Zähleinrichtung
[0058] ZG2 zweite Zähleinrichtung
[0059] TK1 erste Taktimpulse
[0060] TK2 zweite Taktimpulse
[0063] UG1,UG2 UND-Glieder
1. Vorrichtung zum Transport eines Aufzeichnungsträgers durch eine Druckstation und
zum An-bzw. Abschwenken des Aufzeichnungsträgers, an bzw. von einem Zwischenträger
in der Druckstation eines Druck-oder Kopiergerätes, in der auf dem Zwischenträger
angeordnete Tonerbilder der zu druckenden Zeichen auf den Aufzeichnungsträger übertragen
werden, dadurch gekennzeichnet,. daß in Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers
(AT) gesehen hinter der Druckstation (US) ein an dem Aufzeichnungsträger angreifendes
Vorschubmittel (VR) vorgesehen ist, an deren Antriebswelle (VRW) eine Antriebseinrichtung
mit einer elektromagnetischen Kupplung (EMK) und eine elektromagnetische Bremse (EMB)
angeordnet ist, und daß in der Druckstation zum An-bzw. Abschwenken des Aufzeichnungsträgers
an bzw. von dem Zwischenträger (ZT) ein polarisierter Hubmagnet (HM) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubmagnet(HM) mit
einer Profilstan- ge (PS) versehen ist, über die der Aufzeichnungsträger (AT) geführt
ist, und daß der Hubmagnet in seinen beiden Bewegungsrichtungen jeweils einen Ankeranschlag
hat..
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Bewegungsrichtung
des Aufzeichnungsträgers (AT) gesehen vor der Druckstation (US) eine an den Aufzeichnungsträger
angreifende mechanische Bremse (PB) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach'einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Antriebswelle (VRW) für das Vorschubmittel (VR) ein erstes Reibrad(RR1) fest
angeordnet ist, das den Anker für die elektromagnetische Bremse (EMB) bildet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
am Ende der Antriebswelle (VRW) ein zweites Reibrad (RR2) angeordnet ist, das den
Anker für die auf einer ständig rotierenden, treibenden Welle (WL) angeordneten elektromagnetischen
Kupplung (EMK) bildet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der treibenden Welle
(WL) ein erstes Taktrad (TRK) angeordnet ist, das zur Erzeugung von ersten Taktsignalen
(TK1) mit einer ersten Abtasteinrichtung (ATK) zusammenwirkt und daß ein erster Schaltkreis
vorgesehen ist, der bei Auftreten eines Startsignals (ST) für die Vorschubbewegung
des Aufzeichnungsträgers (AT) jeweils ein Signal zur Erregung der elektromagnetischen
Kupplung (EMK) und zum Abschalten der elektromagentischen Bremse (EMD) und anschließend
ein Signal zum Anschwenken des Hubmagneten (HM) erzeugt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Antriebswelle (VRW) ein zweites Taktrad (TRB) angeordnet ist, das mit einer
zweiten Abtasteinrichtung (ATB) zur Erzeugung von zweiten Taktsignalen (TK2) zusammenwirkt,
und daß ein zweiter Schaltkreis vorgesehen ist, der bei Auftreten eines Stopsignales
(SPR) für die Vorschubbewegung des Aufzeichnungsträgers (AT) aus den zweiten Taktsignalen
ein Signal zum Abschwenken des Hubmagneten (HM) und jeweils ein Signal zur Erregung
der elektromagnetischen Bremse (EMB) und zum Abschalten der elektromagnetischen Kupplung
(EMK) erzeugt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der ersten bzw.
zweite Schaltkreis aus einer ersten bzw. zweiten Zähleinrichtung (ZG1) bzw.: (ZG2)
besteht, die bei einem ersten Zählerstand das Signal für das Abschwenken des Hubmagneten
bzw. das Signal zum Erregen der elektromagnetischen Bremse (EMB) und zum Abschalten
der elektromagnetischen Kupplung (EMK) und die bei einem zweiten Zählerstand das Signal
zur Erregung der elektromagnetischen Kupplung (EMK) und zum Abschalten der elektromagnetischen
Bremse (EMB) bzw. zum Abschwenken des Hubmagneten (HM) erzeugt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
bei vorgefalteten Aufzeichnungsträgern (AT) ein Falz (PF) im Stillstand des Aufzeichnungsträgers
an der Umdruckstelle (US) liegt.