(19)
(11) EP 0 013 861 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.08.1980  Patentblatt  1980/16

(21) Anmeldenummer: 79730016.7

(22) Anmeldetag:  28.12.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A63B 69/38, A63B 67/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 04.01.1979 YU 11/79
08.01.1979 DE 2918872

(71) Anmelder: ALUTEAM Sport- und Freizeit GmbH
D-5440 Mayen (DE)

(72) Erfinder:
  • Todorovic, Georg
    D-1000 Berlin 33 (DE)

(74) Vertreter: Böning, Manfred, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Dieter Jander Dr.-Ing. Manfred Böning Leistikowstrasse 2
14050 Berlin
14050 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Trainingsgerät für Tennisspieler


    (57) Bei einem Trainingsgerät für Tennisspieler ist an einem Gestell (1, 2, 3, 4) schwenkbar das eine Ende eines Stabes (11) gelagert, dessen anderes Ende einen Ball (12) trägt, der durch einen eine Endlage des Stabes (11) bestimmenden Fixieranschlag (9) in einer Schlagstellung gehalten wird. Ein ebenfalls am Gestell (1, 2, 3, 4) angeordnetes Federelement (7) bewegt den unter Einwirkung eines mit einem Tennisschläger auf den Ball (12) ausgeübten Schlages aus seiner Ausgangslage bewegten Stab (11) automatisch in die Ausgangslage zurück.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät für Tennisspieler.

    [0002] Die Verbreitung des Tennissportes hat in neuerer Zeit zwar erheblich zugenommen, das Erreichte vermag jedoch gleichwohl noch nicht voll zu befriedigen. Einer der Gründe dafür, daß der Zugang zu dieser Sportart auch heute noch zahlreichen Interessierten verwehrt bleibt, liegt in den vergleichsweise hohen Ausbildungskosten. Die Trainer-Stundensätze sind beträchtlich und der Investitionsaufwand für Ball- Wurfmaschinen, die einen Trainer bei Schlagübungen in weitem Umfang ersetzen können, ist beträchtlich. Das Üben an einer Wand setzt demgegenüber bereits gewisse Fertigkeiten voraus, über die der Anfänger in aller Regel nicht verfügt. Sowohl das Lernen mit einem Trainer als auch das Arbeiten mit einer Ballmaschine und das Spielen an einer Wand setzt zudem günstige Witterungsverhältnisse voraus, die häufig nicht gegeben sind.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Trainingsgerät zu schaffen, das einfach aufgebaut und mit geringem Kostenaufwand herstellbar ist und das die Durchführung von Schlagübungen selbst in Wohnräumen gestattet. Diese Aufgabe wird durch ein Trainingsgerät gelöst, welches gekennzeichnet ist durch einen im Bereich seines einen Endes schwenkbar gelagerten und an seinem anderen Ende einen Ball tragenden Stab, der aus einer durch einen Fixieranschlag bestimmten Schlagstellung durch einen Schlag in eine Rückprallstellung überführbar ist, aus der er durch ein Federelement automatisch in die Schlagstellung zurückbewegt wird.

    [0004] Das erfindungsgemässe Trainingsgerät bietet den Vorteil, daß mit seiner Hilfe der Ball stets in eine vorbestimmte optimale Schlagstellung überführt wird. Der Tennis-Schüler gewöhnt sich dadurch an die für den Schlag richtige Ball-Lage und hat darüberhinaus die Möglichkeit, die für die Ausführung des Schlages richtigen Grundbewegungen zu üben.

    [0005] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutet. Es zeigen:

    Fig. 1 die perspektivische Ansicht eines Trainingsgerätes;

    Fig. 2 eine Einzelheit eines abgewandeten Trainingsgerätes und

    Fig. 3 eine Einzelheit eines Trainingsgerätes mit einem verstellbaren Fixieranschlag.



    [0006] In Fig. 1 sind 1 und 2 Längsstangen und 3 und 4 Querstangen eines Gestells, das an seinem einen Ende zwei Säulen 5 und 6 aufweist, die durch ein von einem elastischen Band gebildetes Federelement 7 miteinander verbunden sind. An der den Säulen 5 und 6 gegenüberliegenden Seite befeindet sich eine Säule 8, an deren oberen Ende ein Fixieranschlag 9 befestigt ist. In der Mitte der Querstange 4 ist ein Schwenklager 10 angeordnet, an dem schwenkbar ein Stab 11 gelagert ist. Dieser Stab 11 besteht aus einem biegesteifen elastischen Material. Er trägt an seinem freien Ende einen Ball 12, der vorzugsweise aus einem Schaumkunststoff besteht.

    [0007] Bei der Benutzung des Gerätes führt der Ball Bewegungen in einer durch das Schwenklager 10 definierten Ebene in Richtung des Doppelpfeiles 13 aus, und zwar wird er aus der gestrichelt dargestellten Ausgangsstellung durch einen Schlag mit einem Tennisschläger in die in Voll-Linien dargestellte Lage geschlagen. Hierbei verformt sich das Federelement 7, um anschliessend den Stab in seine Ausgangsstellung zurückzuschleudern. Ein Zurückprall aus der Ausgangsstellung wird durch den Fixieranschlag 9 verhindert.

    [0008] Als besonders zweckmässig erweist es sich, wenn das Gestell für den Stab 11 aus mehreren zusammensteckbaren Teilen besteht, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist. Man erkennt in Fig. 2 eine Längsstange 1, die über ein Kniestück 14 mit einer Querstange 4 verbunden wird, wobei die Vorsprünge 15 und 16 des Kniestückes in die Enden der kastenförmig ausgebildeten Längs- und Querstangen steckbar sind, wo sie durch Reibungsschluß oder durch geeignete Federelemente gehalten werden.

    [0009] Um die Lage des Balls 12 verändern zu können, erweist es sich als zweckmässig, die Säule 8 aus zwei teleskopförmig ineinandergreifenden Teilen 17 und 18 herzustellen, wobei der Teil 17 mehr oder weniger weit in den Teil 18 schiebbar ist und in der jeweils gewünschten Stellung durch ein Verriegelungselement 19 arretiert werden kann.


    Ansprüche

    1. Trainingsgerät für Tennisspieler,
    gekennzeichnet
    durch einen im Bereich seines einen Endes schwenkbar gelagerten und an seinem anderen Ende einen Ball (12) tragenden Stab (11), der aus einer durch einen Fixieranschlag (9) bestimmten Schlagstellung durch einen Schlag in eine Rückprallstellung überführbar ist, aus der er durch ein Federelement (7) automatisch in die Schlagstellung zurückbewegt wird.
     
    2. Trainingsgerät nach Anspruch 1 ,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Fixieranschlag (9) von einer Rückhalteklemme gebildet wird.
     
    3. Trainingsgerät nach Anspruch 1 oder 2 ,
    dadurch gekennzeichnet, mindestens
    daß das Federelement (7) von mindestens einem quer zur Bewegungsebene des Stabes (11) aufgehängten elastischen Band gebildet wird.
     
    4. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stab (11) aus einem elastischen Material hoher Biegesteifigkeit und Festigkeit besteht.
     
    5. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stab (11) und das Federelement (7) von einem aus zusammensteckbaren Teilen (1, 14, 4) bestehenden Gestell gehalten wird.
     
    6. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Lage des Fixieranschlages (9) einstellbar ist.
     
    7. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Ball (12) aus Schaumstoff besteht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht