[0001] Für die Herstellung spinnfähiger Lösungen aus Poly- merisationsprodukten,wie z.B.
Polyacrylnitril, zur Erzeugung von synthetischen Fäden und Fasern sind eine Vielzahl
von Verfahren bekannt. Man kann z.B. Acrylnitrilpolymerisate in Dimethylformamid oder
einem anderen polaren organischen Lösungsmittel,wie Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid
usw. unter Rühren bei 70-90°C lösen, anschließend filtrieren und zu Fäden verspinnen.
Hierbei werden aus technischen Gründen meist große Kessel verwendet, wodurch es bei
längeren Abspinnzeiten zu Rohtonschädigungen der Spinnlösungen kommt. Bei schwerer
löslichen Polymerisaten, z.B. solchen mit hohem K-Wert, oder Spezialpolymerisaten
ohne weichmachende, comonomere Bestandteile, z.B. Acrylnitrilhomopolymerisate, muß
man im allgemeinen die Lösungstemperaturen beträchtlich erhöhen, um spinnfähige, knollen-
und quallenfreie und vor allem viskositätsstabile Lösungen zu erhalten. Durch diese
zusätzliche Temperaturbelastung der Spinnlösung entstehen große Probleme hinsichtlich
des Rohtones und der Rohtonkonstanz über eine längere Spinndauer. Es hat daher nicht
an Vorschlägen zur Überwindung dieser Probleme gefehlt. Die Vorschläge lassen sich
grob gesehen in zwei Gruppen aufteilen. Bei der einen Gruppe handelt es sich um Zusätze,
die zur Spinnlösung gegeben werden, um Rohton, Viskositätsverhalten und Verspinnbarkeit
positiv zu beeinflussen. Bei der anderen Gruppe handelt es sich um spezielle Verfahrensführungen
zur Bereitung homogener Spinnlösungen.
[0002] Aus dieser Gruppe sei die deutsche Patentanmeldung P 4152 29b, 3/65 besonders hervorgehoben,
in der ein Verfahren vorgeschlagen wird, bei dem man das zerkleinerte Polymerisat
in Lösungsmittel aufschlämmt und die Aufschlämmung nach Überführung in eine Heizzone
auf eine Temperatur (z.B. 150
oC) bringt, bei der das Lösungsmittel eine merklich lösende Wirkung auf das Polymerisat
ausübt und die sich bildende klare, farblose Lösung zu Fäden verspinnt. Bei diesem
Verfahren wird die in der Heizzone entstehende Lösung nicht "wesentliche Zeit auf
einer erhöhten Temperatur gehalten",um eine Farbschädigung der Lösung zu vermeiden.
Darunter wird gemäß Anspruch 2 und den Beispielen eine Dauer von ca. 40 Sekunden verstanden.
[0003] Wie Versuche mit schwerlöslichen Polymerisaten zeigten, ist dieses Verfahren der
Polymerisataufschlämmung mit anschließender Überführung in eine Heizzone noch am geeignetsten,
jedoch wurden auch hierbei trotz verbessertem Rohton zahlreiche Spinnstörungen in
Form von Titerschwankungen und Verklebungen festgestellt, so daß ein Einsatz dieses
Materials, z.B. auf dem Seidesektor, mit seinen vielen Texturierschritten zu Schwierigkeiten
führte. Es traten vermehrt Kapillarbrüche, Aufschiebungen und Borsten auf.
[0004] Es wurde nun gefunden, daß sich schwerlösliche Polymerisate in einem kontinuierlichen
Löse- und Spinnverfahren zu Fäden oder Fasern verarbeiten lassen, die einen guten
Rohton aufweisen, wobei die geschilderten Nachteile nicht mehr auftreten, wenn man
die zur Verspinnung gelangenden schwerlöslichen Polymerisate mit dem zu verwendenden
Spinnlösungsmittel anteigt, die Suspension mindestens 3 Minuten, vorzugsweise jedoch
5 Minuten, auf mindestens 130 °C, vorzugsweise jedoch 150 °C, erhitzt und diese in
sich noch inhomogene Lösung in eine homogene, klare, viskositätsstabile Spinnlösung
mit gutem Rohton überführt, filtriert und unmittelbar darauf der Spinndüse zuführt.
[0005] Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von synthetischen
nicht verfärbten Fäden und Fasern aus in organischen polaren Lösungsmitteln schwerlöslichen
fadenbildenden synthetischen Polymeren durch Herstellung einer Suspension aus Polymer
und Lösungsmittel bei Raumtemperatur und anschließendes Erhitzen dieser Suspension,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Suspension mindestens 3 Minuten auf mindestens
130°C aufheizt, die entstehende klare Spinnlösung ohne Zwischenabkühlung homogenisiert,
filtriert und unmittelbar darauf zu Fäden verspinnt.
[0006] Unter schwerlöslichen Polymerisaten wurden erfindungsgemäß solche mit K-Werten von
90 und darüber verstanden. Besonders bevorzugt sind Acrylnitrilpolymerisate mit mindestens
85 Gew.% Acrylnitrilanteilen, besonders Acrylnitrilhomopolymerisate.
[0007] Als Lösungsmittel kommen die zu dieser Technik üblichen polaren organischen Lösungsmittel,
besonders Dimethylformamid, in Betracht.
[0008] Die Spinnlösungen, die vorzugsweise über statische Mischer homogenisiert werden,
haben vorzugsweise einen Feststoffgehalt von 24 bis 30,5 Gew.%.
[0009] Normalerweise wird gemäß dem Stand der Technik das Spinnlösungsmittel, z.B. Dimethylformamid,
mit dem Polymerfeststoff, z.B. PAN-Pulver, über einen Anteiger vermengt, die entstehende
klare, gelbe Lösung in einen Zwischenkessel abgelassen, in einem Nachlöser auf die
gewünschte Temperatur gebracht und in einen Entlüftungskessel gedrückt wird. Eine
Pumpe fördert dann die Spinnlösung in einen Spinnkessel, von wo sie durch ein Filter
zur Spinnmaschine gefördert wird. Eine ausführliche Beschreibung einer derartigen
PAN-Löseanlage wird z.B. in Chemiefasern, 21. Mai 1971, Seite 372, von F. Fourne'abgehandelt.
Das aufgefundene Verfahren hat gegenüber dem geschilderten herkömmlichen Löseverfahren
den großen Vcrteil, daß man keine große Chargen in Kesseln lösen und umpumpen muß.
Bei hohen Kessel- oder Nachlöseerhitzertemperaturen, die wegen der Schwerlöslichkeit
bestimmter Polymerisate zur Herstellung stabiler Spinnlösungen erforderlich sind,
treten große Rohtonschädigungen auf infolge der langen Abspinnzeiten und der dadurch
bedingten langen Verweilzeiten der Spinnlösungen bei hohen Temperaturen. Bei dem aufgefundenen
Verfahren wird jedoch jeweils nur so viel Spinnlösung hergestellt, wie auch tatsächlich
unmittelbar verbraucht wird. Wie bereits erwähnt, hat sich gezeigt, daß die Anwendung
einer hohen Temperatur alleine nicht ausreicht, um viskositätsstabile Spinnlösungen
zu erzeugen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verweilzeit der Spinnlösung bei diesen
zur Anwendung kommenden Polymerisaten. Wie aus Viskositätsmessungen hervorgeht, muß
die Verweilzeit z.B. von Acrylnitrilhomopolymerisaten mit K-Wert 90 und mehr bei einer
Spinnlösungskonzentration von ca. 25 % mindestens 3 Minuten, vorzugsweise jedoch 5
Minuten, betragen, um viskositätsstabile Lösungen zu erhalten. Mit steigender Spinnlösungskonzentration
muß die Verweilzeit der Spinnlösung bei hohen Temperaturen von 130°C und mehr entsprechend
verlängert werden.
[0010] Verspinnt man derartige Lösungen, so treten in der Regel immer noch Titerschwankungen
auf, die im Faserendprodukt in Form von Borsten anfallen. Um diese Schwierigkeiten
zu umgehen, hat sich eine intensive Durchmischung der Spinnlösung vor oder nach der
Filtration als besonders geeignet erwiesen. Brauchbare Aggregate sind beispielsweise
statische Mischelemente in Form von Kämmen, Wabengittern, Lamellen oder Wendeln, wobei
meistens mehrere Elemente jeweils um 90° gegeneinander verdreht, hintereinander angeordnet
werden. Als besonders günstig hat sich eine Ausführungsform erwiesen, bei der das
Mischelement unmittelbar vor der Spinndüse angeordnet ist. Hierdurch wird eine intensive
Homogenisierung und ein guter Wärmeaustausch sowie ein optimaler Konzentrations-,
Viskositäts- und Temperaturausgleich erzielt.
[0011] Geeignete Aggregate zur raschen Lösungsbereitung sind beispielweise doppelwandige
Rohre, die mit Dampf von ca. 3-5 bar Druck erhitzt werden, so daß die Temperatur der
Lösung am Rohrausgang 130-150°C beträgt. Diese Ausführungsform einer Aufheizvorrichtung
kann je nach Anzahl der Spinnstellen und des Spinnlösungsdurchsatzes baulich so dimensioniert
werden, daß entsprechende Verweilzeiten von mindestens 3 Minuten einstellbar sind.
In den folgenden Beispielen wird die Viskosität der Spinnlösungen in Kugelfallsekunden
ausgedrückt (gemessen nach K. Jost, Rheologica Acta, Band 1, Nr. 2 bis 3, (1958),
Seite 303). Teil- und Prozentangaben beziehen sich, wenn nicht anders vermerkt, auf
das Gewicht.
[0012] Die Bestimmung der im vorhergehenden erwähnten physikalischen Größen wurde wie nachstehend
beschrieben ausgeführt.
Bestimmung der Farbzahl:
[0013] Es wird eine 5 %ige Lösung der entsprechenden Faserprobe in Dimethylformamid durch
30 Minuten Behandlung bei 100°C hergestellt. Dann wird auf Raumtemperatur abgekühlt
und die Lösung, falls sie noch leicht trübe istabzentrifugiert und in einer 1 cm Küvette
bei 420 nm im Vergleich zu reinem DMF mit dem Elko II-Gerät der Firma Zeiss gemessen.
Hierbei repräsentiert eine Farbzahl bis ca. 0,25 visuell hell-weiße Fasern. Farbzahlen
von etwa 0,25 bis ca. 0,35 repräsentieren einen gelblichen creme- bis rahmfarbenen
Rohton und Farbzahlen über 0,35 stehen für ein hellgelbes bis zitronenfarbenes Aussehen
der Fasern.
Beurteilung des Spinnbildes
[0014] Von jedem Spinnversuch werden 100 Querschnittsbilder angefertigt und die Anzahl der
Titerschwankungen und Verklebungen pro 1000 Kapillaren ermittelt. Bei mehr als ca.
5 Titerschwankungen pro 1000 Kapillaren treten in der Regel verstärkt Kapillarrisse
und Aufschiebungen beim Streckprozeß ein, was zu Borsten und flusigem Material führt.
Ferner wird starke Wickelneigung an den Streckaggregaten beobachtet,was zu häufigen
Produktionsstörungen Anlaß gibt.
Beispiele 1 - 5
[0015] 75,5 kg Dimethylformamid werden mit 24,5 kg Acrylnitrilhomopolymerisat vom K-Wert
91 nach Fikentscher in einem Kessel bei Raumtemperatur eingetragen und die Suspension
über eine Zahnradpumpe in einen mit einem Rührwerk versehenen Spinnkessel gepumpt.
Dann wird die Suspension, die eine Feststoffkonzentration von 24,5 Gew.% aufweist,in
einem 60 cm langen doppelwandigen Rohr von 8 cm innerem Durchmesser mit Dampf von
4,0 bar Druck erhitzt. Die Temperatur.der Lösung am Rohrausgang liegt bei 150°C und
die Verweilzeit im Rohr beträgt 8 Minuten. Die Spinnlösung wird nach Verlassen der
Aufheizvorrichtung filtriert, durch ein Rohr, welches mit meheren Mischkämmen bestückt
ist, durchgeschickt und anschließend aus einer 96-Lochdüse nach Arbeitsweisen, die
in der Technik bekannt sind, trockenversponnen. Das Spinngut vom Titer 1670 dtex wird
dann an einer Streckzwirnmaschine 1:9,6fach über 150°C heiße Galetten verstreckt.
Einwandfreies Laufverhalten, ohne Kapillarrisse. Faserfestigkeit 4,2 Centinewton/dtex,
Reißdehnung 11%. Mikroskopische Querschnittsaufnahmen lassen keine Titerschwankungen
und Verklebungen erkennen. Die Fasern vom Endtiter 2,8 dtex zeigen T- und Y-förmige
Querschnitte und sehen optisch hellweiß aus. Farbzahl = 0,238.
[0016] In der folgenden Tabelle 1 werden weitere Versuche mit Acrylnitrilhomopolymerisat
unterschiedlicher Feststoffkonzentration angeführt. Alle Polymerisate wurdenwie in
Beispiel 1 beschrieben,zu Fasern vom Endtiter 2,8 dtex versponnen und texturiert.
Die Texturierung verlief in allen Fällen problemlos.

Wie man der Tabelle 1 entnehmen kann, werden auch mit hochkonzentrierten Spinnlösungen
aus Acrylnitrilhomopolymerisat gute Verarbeitungseigenschaften unter Änderung der
Querschnittsstruktur erzielt. Der Rohton ist in allen Fällen optisch gesehen hellweiß.
Beispiel 6 (Vergleich)
[0017] Analoge Mengen Dimethylformamid und Acrylnitrilhomopolymerisat, wie in Beispiel 1
beschrieben, werden in einer Schnecke angeteigt und der Lösungsbrei in einen Kessel
eingefahren. Dort wird der Brei 3 Stunden unter Rühren auf 90
0C erhitzt, wobei eine noch nicht vollkommen homogene Lösung entsteht. Dies ist ersichtlich
an noch vorhandenen ungelösten Partikeln und Quallen in der Lösung, so daß die Lösung
bei Durchsicht optisch trübe erscheint. Diese unfertige Lösung wird anschließend so
lange auf 120°C erhitzt, bis die Lösung optisch nicht mehr trübe ist. Nach 30 Minuten
wird die Lösung dann filtriert und direkte wie in Beispiel 1 beschrieben
/zu Fäden vom Gesamttiter 1670 dtex versponnen. Beim anschließenden Streckversuch auf
der Streckzwirnmaschine werden wiederholt Kapillarbrüche und Wickelneigung festgestellt.
Spinnbild: Titerschwankungen 11-12 pro 1000 Kapillaren, Verklebungen keine. Die Fasern
vom Endtiter 2,8 dtex sehen optisch cremefarben bis hellgelb aus. Farbzahl = 0,360.
Beispiele 7 - 14 (Beispiele 7, 8, 12, 13, 14 sind Vergleichsbeispiele)
[0018] Es wurde eine analoge Spinnlösung wie in Beispiel 1 beschrieben,hergestellt, wobei
jedoch die Verweilzeit der Spinnlösung in der Aufheizvorrichtung durch Änderung der
Durchsatzmenge verkürzt wurde. Die geförderte Spinnlösungsmenge wurde so bemessen,
daß eine Verweilzeit von 60 Sekunden in der Aufheizvorrichtung nach Verlassen des
beheizbaren Rohres erzielt wurde. Die Lösung wurde dann wiederum wie in Beispiel 1
beschrieben,filtriert, homogenisiert und zu Fäden vom Titer 1670 dtex versponnen.
Beim anschließenden Streckversuch auf der Streckzwirnmaschine war keine Verarbeitung
möglich. Es traten ständig Kapillarbrüche auf. Spinnbild: Titerschwankungen 16-17
pro 1000 Kapillaren, Verklebungen 1-2 pro 1000 Kapillaren. Die Fasern sehen optisch
hellweiß aus, haben jedoch längs der Einzelkapillaren Dick-, Dünnstellen, was sich
in Form von Knötchen manuell auch feststellen läßt. Farbzahl = 0,109.
[0019] In der folgenden Tabelle 2 werden weitere Versuche unter Variation der Verweilzeit
und der Temperatur der Spinnlösung in der in Beispiel 1 beschriebenenAufheizvorrichtung
aufgeführt. Dabei wurde die Verweilzeit der Spinnlösung neben der Durchsatzmenge auch
noch über die Anzahl der verwendeten Aufheizvorrichtungen geändert. In allen Fällen
wurde eine Spinnlösung mit der chem. Zusammensetzung und Konzentration,wie in Beispiel
1 erläutertverwendet.

Wie man der Tabelle 2 entnehmen kann, ist der Rohton der Fasern in allen Fällen gut
und verbessert sich mit abnehmender Temperaturbelastung. Die Spinnlösung sollte jedoch
mindestens 3 Minuten lang auf 130°C gebracht werden, um viskositätsstabile Lösungen
zu erreichen. Nur so ist ein einwandfreier Lauf auf der Strechzwirnmaschine möglich.
Beispiele 15 - 19 (Vergleich)
[0020] Es wurde eine analoge Spinnlösung,wie in Beispiel 1 angegeben,hergestellt, filtriert
und versponnen, wobei jedoch auf die statische Mischvorrichtung bestehend aus mehreren
Mischkämmen verzichtet wurde. Das Spinngut vom Titer 1670 dtex wurde anschließend
auf der Streckzwirnmaschine 1:9,6fach verstreckt. Es traten wiederholt Kapillarrisse
und Wickelneigung an den Kopsen auf. Spinnbild: 8-9 Titerschwankungen pro 1000 Kapillaren,
Verklebungen 3-4. Die Fasern hatten einen Beispiel 1 entsprechenden guten Rohton.
Farbzahl = 0,203.
[0021] In der folgenden Tabelle 3 sind weitere Versuche mit unterschiedlichen Feststoffkonzentrationen
angegeben. Alle Polymerisate wurden,wie in Beispiel 15 angeführte zu Fasern vom Gesamttiter
1670 dtex versponnen und anschließend probeweise auf der Streckzwirnmaschine 1:9,6fach
verstreckt.

Wie aus Tabelle 3 hervorgeht, verschlechtert sich das Spinnbild (Zunahme von Titerschwankungen,
Verklebungen und Borsten) mit zunehmender Polymerfeststoffkonzentration. Unter Weglassung
der statischen Mischkämme ist praktisch keine Verarbeitung auf der Streckzwirnmaschine
mehr zu erreichen. (Starke Wickelneigung, Kapillarbrüche, flusiges Material).
1) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von synthetischen nicht verfärbten Fäden
und Fasern aus in organischen polaren Lösungsmitteln schwerlöslichen fadenbildenden
synthetischen Polymeren durch Herstellung einer Suspension aus Polymer und Lösungsmittel
bei Raumtemperatur und anschließendes Erhitzen dieser Suspension, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Suspension mindestens 3 Minuten auf mindestens 130°C aufheizt, die entstehende
klare Spinnlösung ohne Zwischenabkühlung filtriert, homogenisiert und unmittelbar
darauf zu Fäden verspinnt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als schwerlösliche Polymerisate
Acrylnitrilhomopolymerisate oder Copolymerisate mit K-Werten von 90 und darüber verwendet.
3) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel
Dimethylformamid verwendet wird.
4) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichent, daß die verwendeten
Spinnlösungen FeststoffKonzentrationen von 24 bis 30,5 Gew.% aufweisen.
5) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Homogenisierung
über statische Mischer erfolgt.