[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Matratzen, Stuhlsitzen
oder dergl. aus Schaumwerkstoff, z.B. in Blöcken gegossenem Polyurethan, mit zwei
entgegengesetzten äusseren Auflageflächen und mit zwei entgegengesetzten inneren Auflageflächen
und Federeinlagen im Raum zwischen derselben.
[0002] Laut bekannter Verfahren werden die Federn zwischen einem mit Stoff überzogenen Stahlrahmen
eingebaut und als Polsterung in der Liegefläche der Matratze werden Werkstoffe unterschiedlicher
Art, auch Schaumgummi und Schaumkunststoff eingesetzt.
[0003] Aus der schwedischen Patentschrift 388 346 und der US-Reissue Patentschrift 24 914
ist eine Matratze bekannt, wo die Federenden während des Aufschäumvorganges des durch
die erwähnten äusseren und inneren Auflageflächen begrenzten Werkstoffes in den Schaumstoff
gelagert werden. Dies ist indessen eine komplizierte und kostspielige Lösung. Laut
der erwähnten US-Patentschrift beträgt die Härtezeit 30 Minuten..
[0004] Zweck der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung eines Verfahrens, wobei
ein Aufschäumvorgang in Verbindung mit der Befestigung der Federn vermieden wird und
das Aushärten rasch erfolgt, derart, dass die Fertigungszeit verkürtzt wird.
[0005] Erfindungsgemäss wird auf mindestens eine der beiden inneren Auflageflächen ein flüssiger,
härtbarer und selbstlöschender Polyurethan aufgetragen, welcher nach dem Aushärten
eine tragende Schicht bildet und die Auflageflächen der Federn im Schaumstoff verankert.
[0006] Im Ausgangspunkt wird im Block gegossener Polyurethanschaumstoff zur äusseren Polsterung
eingesetzt. Auf diesem Schaumstoff wird eine Schicht aus selbstlöschendem Polyurethan
(kalthärtend) aufgetragen, worauf die Federeinlage gegen diesen Belag ufliegend vorgesehen
wird. Der selbstlöschende Polyurethanstoff hat in diesem zusammennang vielseitige
Aufgaben:
a) Er bindet Federn und Schaumstoff zu einer starken und homogenen Zusammenfügung.
b) Er bildet eine tragende Schicht zwischen Stahlfedern und Schaumstoff, indem der
selbstlöschende Polyurethanstoff in die Poren des in Blöcken gegossenen Schaumstoffes
eindringt und somit einen "Verschleissbelag" zwischen Federn und Schaumstoff bildet,
welcher verhindert, dass sich die Stahlfedern in den Schaumstoff hineinarbeiten und
derart Schäden verursachen.
c) Ausserdem verriegelt der selbstlöschende Polyurethanstoff die Federn in einer stabilen
Lage, wodurch die Federn nicht durch nachteilige Belastungen beeinflusst werden können,
die dann ihrerseits nach verhältnismässig kurzer Zeit zu Federbrüchen führen könnten.
Der Polyurethanstoff hat Eigenschaften die eine besonders hohe Zerreissfestigkeit
ergeben.
[0007] Bei diesem Vorgang wied die Federauflage gegen den Block an diesem festgepresst.
Nach dem Aushärten (normal etwa 4 Minuten) stecken sie fest in der Schicht und die
Flexibilität des Polyurethanstoffes verleiht der Zusammenfügung eine hohe Festigkeit
und bildet eine homogene Oberfläche.
[0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand der die Erfindung schematisch darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Die Figur zeigt somit einen Teil einer Matratze im Schnitt
von der Seite gesehen, mit im Block gegossenem Polyuretan 1, wo zwischen den inneren
Auflageflächen ein Raum 2 für die festzugiessenden Federn ist.
[0009] In der Figur bezeichnet 1 den im Block gegossenen Polyurethan, wo in der Mitte zwischen
den äusseren Liegeflächen 3 ein Raum 2 gebildet ist. 4 bezeichnet die Federn, die
mit ihren Auflageflächen gegen die Blöcke 1 mittels einer selbstlöschenden Schicht
5 aus Polyurethan, die gleichzeitig die tragende Schicht gegen die Auflageflächen
der Federn bildet, an den Blöcken 1 festgegossen sind.
Verfahren zur Herstellung von Matratzen, Stuhlsitzen oder dergl. aus Schaumwerkstoff
(1), z.B. in Blöcken gegossenem Polyurethanschaumstoff, mit zwei entgegengesetzten
äusseren Auflageflächen und mit zwei entgegengesetzten inneren Auflageflächen und
Federeinlagen (4) im Raum (2) zwischen diesen,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens auf eine der beiden inneren Auflageflächen ein flüssiger, härtbarer
und selbstlöschender Polyurethanstoff (5) aufgetragen wird, welcher nach dem Aushärten
eine tragende Schicht bildet und die Auflageflächen der Federn (4) am Schaumwerkstoff
(1) verankert.