[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktfederanordnung für gepolte elektromagnetische
Relais nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei einer derartigen, aus DE-C-1 213 917 bekannten Kontaktfederanordnung wird von
der dauermagnetischen Anzugskraft des Ankers ein wesentlicher Anteil in einer Doppelkontaktfeder
gespeichert. Für die Kontaktkraft ist damit praktisch keine Erreger-Energie erforderlich.
Bei dieser bekannten Anordnung ist ein Betätigungspimpel zwischen den freien Enden
einer gegabelten Feder angeordnet, welche bei Betätigung in der einen oder anderen
Richtung gleiche Flexibilität besitzt. Der Ankerweg muß dabei in jeder Betätigungsrichtung
um deren erforderlichen Federweg größer sein als der Kontaktabstand. Da das Abheben
des Kontaktes außerdem mit der gleichen Flexibilität der gegabelten Federenden efolgt
wie die Kontaktgabe, besteht die Möglichkeit, daß beim Verschweißen eines Kontaktes
ein anderer Kontakt des Relais noch betätigt werden kann. Aus diesem Grunde wurde
der Vorschlag nach DE-B-2 454 967, wonach die Kontaktöffnung zwangsweise und die Kontaktgabe
allein durch Vorspannung der Kontaktfeder erfolgt, bevorzugt, obwohl hierbei nur ein
geringer Teil der Anzugskraft des Ankers durch die Kontakfeder speicherbar ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontaktfederanordnung der eingangs
bezeichneten Gattung zu schaffen, bei der im Falle einer Kontaktverschweißung keine
nennenswerte Durchbiegung der Kontaktfeder durch das Einwirken des Ankers, den Kontakt
zu öffnen, erfolgt, während bei der Kontaktgabe eine Durchbiegung der Kontaktfeder
gewährleistet ist.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichenteil des Patentanspruchs
1 angegeben. Danach erhält man beim Schließen des Kontaktes lange, verhältnismäßig
weiche Federwege, während das Öffnen durch Betätigung in unmittelbarer Nähe des Kontaktes,
d. h. über eine wesentlich kürzere und steifere Strecke und damit praktisch zwangsweise
erfolgt.
[0005] Infolge der langen Federwege beim Schließen der Kontakte ist diese Kontaktfederanordnung
bei gepolten Relais besonders wichtig, bei denen die Stelkraft des Ankers mit zunehmender
Auslenkung aus einer dauermagnetischen Nullkraftzone bis zur Endanzugskraft progressiv
ansteigt und um die Federkraft der Kontaktfeder gemindert wird. Der lange Federweg
begünstigt dabei eine gute Reproduzierbarkeit der Speicherung der Dauermagnetkraft
in den Kontakfedern, so daß die gewünschte Kontaktkraft in einem engen Bereich festgelegt
werden kann.
[0006] Aus US-A-3 165 607 ist zwar eine Kontaktfederanordnung bekannt, bei der gemäß einem
kennzeichnenden Merkmal des Patentanspruchs 1 die für das Schließen des Kontaktes
maßgebende federnde Strecke zwischen der Berührungsstelle eines ersten Betätigungsstückes
an der Kontaktfeder und der Kontaktstelle größer ist als die für das Öffnen des Kontaktes
maßgebende Strecke zwischen der Berührungsstelle eines zweiten Betätigunsstückes an
der Kontaktfeder und der Kontaktstelle. Zum einen befaßt sich jedoch diese Druckschrift
mit einem ungepolten Relais, d. h. mit einem Relais, das von dem Relais der eingangs
bezeichneten Gattung in wesentlichen Punkten abweicht. Zum anderen besteht bei der
in dem bekannten Relais verwirklichten Kontaktfederanordnung die Schwierigkeit, daß
die etwa haarnadelförmig ausgebildete Kontaktfeder an dem zugehörigen Mittelanschluß
lose gelagent sein muß, wenn beim Öffnen und Schließen unterschiedliche Federwege
wirksam sein sollen. Diese bewegliche Lagerung läßt aber keine sichere elektrische
Verbindung zwischen der Kontaktfeder und ihrem Anschluß zu, so daß die Anordnung in
der Praxis kaum brauchbar ist. Würde man dagegen bei der bekannten Anordnung die Kontaktfeder
mit ihrem Anschluß - etwa durch Verschweißen oder Verlöten - fest verbinden, so würden
die beiden Arme der Kontaktfeder unabhängig voneinander bewegbar, so daß das oben
erwähnte eine kennzeichnende Merkmal der Erfindung nicht mehr erfüllt wäre.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im folgenden anhand von in
den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0008] Im einzelnen zeigt:
Fig. 1 zwei Schnittdarstellungen gemäß der Schnittlinien I-I und 11-11 einer an ihrem
freien Ende in drei Abschnitte aufgeteilten Kontaktfeder,
Fig. 2 eine einseitig eingespannte Kontaktfeder, die an ihrem freien Ende mit zwei
Festkontakten zusammenwirkt,
Fig. 3 ein Drehankerrelais mit je einem Ruhe-Arbeits- und Umschaltkontakt,
Fig. 4 ein Drehankerrelais mit vier Umschaltkontakten, wobei Kontaktfederanschlüsse
und Festkontakte zu beiden Seiten des Ankers jeweils in einer Linie fluchtend angeordnet
sind,
Fig. 5 ein Drehankerrelais mit einem an einem flexiblen Steg gelagerten Anker,
Fig. 6 bis 11 Kontaktfederanordnungen mit jeweils zwei nebeneinander verlaufenden
federnden Abschnitten bzw. Kontaktfedern,
Fig. 12 eine perspektivische Darstellung einer Anordnung mit zwei nebeneinander verlaufenden
federnden Abschnitten und
Fig. 13 ein zu den Anordnungen nach Fig. 6 bis 12 gehörendes Kraft-Weg-Diagramm.
[0009] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist, die Kontaktfeder 1 an ihrem freien Ende
durch in
[0010] Federlängsrichtung verlaufende Einschnitte 14 in drei Abschnitte 1', 1", 1'" geteilt
und an ihrem anderen Ende an einem Anschluß 3 befestigt. Diese Abschnitte sind dabei
aufgespreizt und durch die Betätigunsstücke 6, 7 derart gegeneinander vorgespannt,
daß die Kontaktgabe mit einer Kraft F
K beginnt. Die beiden äußeren Abschnitte 1', 1'" verlaufen im wesentlichen in Federlängsrichtung,
sind in den einem Festkontakt 5 gegenüberliegenden Bereichen mit Kontaktstoff 4 belegt
und mit ihren Enden an dem zweiten Betätigungsstück 6 angelagert. Der mittlere federnde
Abschnitt 1" ist hingegen zur Erzielung einer Vorspannung F
K gegenüber den beiden äußeren Abschnitten 1', 1"' abgekröpft, im wesentlichen parallel
zu diesen geführt und endseitig am ersten Betätigungsstück 7 des Betätigungsteils
12 abgestützt. Die für das Schließen des Kontaktes 4, 5 maßgebende federnde Strecke
ergibt sich als Summe aus der Strecke L
1 vom Angriffspunkt des ersten Betätigungsstückes 7 zum Fußpunkt 15 des federnden Abschnittes
1' an der Kontaktfeder 1 und der Strecke L
2 vom Fußpunkt 15 zur Kontaktstelle.
[0011] Die Betätigung der Kontaktfeder nach Fig. 1 erfolgt über das Betätigungsteil 12 durch
einen nicht dargestellten Anker in Richtung des Pfeiles 16. Das Betätigungsstück 7
drückt dabei gegen das Ende des federnden Abschnittes 1" und bringt die Kontakte 4
mit dem Festkontakt 5 in Eingriff. Da die Kontaktgabe entsprechend der Vorspannung
des federnden Abschnittes 1" mit der Anfangskontaktkraft F
K beginnt, zeichnet sich der Kontakt durch besondere Prellarmut aus. Bei der Kontaktgabe
ist die federnde Länge L
1 + L
2 wirksam.
[0012] Durch den sich hieraus ergebenden großen Federweg ist für den Fall, daß die Stellkraft
des Ankers aus der Anzugskraft eines Dauermagneten gewonnen wird, eine gute Möglichkeit
für eine Speicherung dieser Kraft in der Kontaktfeder 1 gegeben. Diese gespeicherte
Kraft bestimmt die Kontaktkraft. Zum Öffnen des Kontaktes 4, 5 drückt das Betätigungsstück
6 gegen die Abschnitte 1', 1' ''. Da die Strecke L
3 vom Angriffspunkt des Betätigungsstückes 6 bis zum Kontakt so kurz wie möglich bemessen
ist, ist die Durchbiegung der Abschnitte 1', 1 m relativ gering, so daß die Kontaktöffnung
zwangsweise erfolgt. Um eine Durchbiegung der Abschnitte 1', 1'" noch weiter zu verringern,
können in diese auch versteifende Profile 13 eingeprägt sein.
[0013] Bei der in Fig. 2 dargestellten Kontaktfeder 1 ist zu beiden Seiten im Bereich des
freien Federendes je ein Festkontakt 5, 5' vorgesehen, die in Federlängsrichtung zueinander
versetzt sind. Die Betätigungsstücke 6, 7 sind jeweils in unmittelbarer Nähe der Festkontakte
5, 5' angeordnet, derart, daß zum Schließen eines Kontaktes 5, 4 bzw. 5', 4' eine
größere federnde Strecke L
2 bzw. L2 vom Angriffspunkt des Betätigungsstückes 6, 7 bis zur jeweiligen Kontaktstelle
vorliegt als die zum Öffnen der Kontakte maßgebende Strecke L
3 bzw. L
3' vom Angriffspunkt des Betätigungsstückes 7, 6 bis zur jeweiligen Kontaktstelle.
Hierdurch ist auf einfache Weise ein Umschaltkontakt realisiert, bei dem die Kontaktgabe
über die langen Federwege L
2, L2 die Öffnung hingegen über die kurzen und damit steifen Abschnitte L
3, L
3,' zwangsweise erfolgt. Zur Versteifung der Strecken L
3, L
3' kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel in die Feder 1 jeweils ein Profil 13 eingeprägt
sein. Betätigt wird die Kontaktfeder 1 beispielsweise über den teilweise dargestellten
Drehanker 8.
[0014] Im einzelnen greift das erste Betätigungsstück 7 zwischen der Befestigungsstelle
der Kontaktfeder 1 am Anschluß 3 und dem näher am Anschluß 3 liegenden Festkontakt
5' in unmittelbarer Nähe dieses ersten Festkontaktes 5' und das zweite Betätigungsstück
6 an dem über den vom Anschluß 3 entfernteren Festkontakt 5 hinaus verlängerten freien
Ende der Kontaktfeder 1 in unmittelbarer Nähe dieses zweiten Festkontaktes 5 an. Man
erhält hiedurch eine zwangsgeführte Kontaktfeder, die nicht justiert werden braucht.
Die Betätigung dieses Kontaktes 4, 5 erfolgt in der dargestellten Stellung über das
Betätigungsstück 7, das mit der Kraft F auf die Feder einwirkt. Für den Fall, daß
der Kontakt 4, 5 in dieser Stellung infolge Überlastung verschweißt und bei Bewegung
des Ankers 8 in Pfeilrichtung 16 durch die Stellkraft des Ankers 8 nicht mehr aufgerissen
werden kann, ergibt sich, daß der Abstand a des Kontaktes 4', 5' nicht verkleinert
sondern durch Einwirkung des Betätigungsstückes 6 auf das Federende sogar eher vergrößert
wird. Damit ist diese Kontaktanordnung besonders geeignet für Anwendungen, in denen
erhöhte Kontaktsicherheit, insbesondere Zwangsführung gefordert wird. Hinzu kommt
noch, daß im Laufe der Kontaktlebensdauer durch Verschleiß der Kontakte 4, 5 bzw.
4', 5' eine Vergrößerung des Kontaktabstandes a erfolgt, so daß die Zwangsführung
des Kontaktes auch über die gesamte Lebensdauer gewährleistet werden kann.
[0015] Fig. 3 zeigt ein Drehanker-Relais mit einem Umschaltkontakt 17, einem Arbeitskontakt
18 und einem Ruhekontakt 19, die über Betätigungsstücke 6, 7 eines Betätigungsteils
12 vom Drehanker 8 betätigt werden. Der Drehanker enthält außerdem Dauermagnete M
und zwei Polschuhe 9, 9', die mit Polenden 10, 10' des Spulenkerns zusammenwirken.
Bei allen Kontaktfedern 17, 18, 19 ist im Bereich des freien Federendes jeweils ein
einziger Festkontakt 5 vorgesehen. Das erste Betätigungsstück 7 greift zwischen der
Befestigungsstelle der Kontaktfeder am Anschluß 3 und der Kontaktstelle an der dem
Festkontakt 5 abgewandten Seite der Kontaktfeder 1 und das zweite Betätigungsstück
6 an dem über den Festkontakt 5 hinaus verlängerten Ende der Kontaktfeder 1 in unmittelbarer
Nähe des Festkontaktes 5 und an der diesem Kontakt zugewandten Seite der Kontaktfeder
an. Das Betätigungsteil 12 ist ferner so ausgebildet, daß die Angriffspunkte aller
auf einer Seite des Ankers 8 liegenden Betätigungsstücke 6, 7 in einer Ebene liegen.
[0016] Durch diese Maßnahmen erhält man ein Relais mit zwangsgeführten Kontakten, bei dem
eine Justierung überflüssig ist. Im Falle der Verschweißens eines Kontaktes bleibt
dabei, sofern dieser Kontakt bei erneuter Betätigung des Relais nicht aufgebrochen
wird, der bestehende Schaltzustand für alle Kontakte erhalten. Die Kontaktkraft wird
hierbei aus der Dauermagnetkraft der Magnete M gewonnen und über den bei der Kontaktgabe
wirksamen langen Federweg in den Kontaktfedern 17, 18, 19 gespeichert. Zur Versteifung
des bei der zwangsweisen Kontaktöffnung wirksamen kurzen Federendes kann auch hier
in die Federn ein Profil eingeprägt sein.
[0017] Fig. 4 zeigt ein Relais mit vier Umschaltkontakten 20, 21, 22, 23, die im Prinzip
jeweils dem Umschaltkontakt in Fig. 2 entsprechen. Das Magnetsystem stimmt im wesentlichen
mit dem in Fig. 3 gezeigten überein, so daß gleiche Einzelheiten mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen sind. Während in Fig. 2 eine gerade Kontaktfeder 1 zwischen
versetzten Festkontakten 5, 5' angeordnet ist, sind in Fig. 4 die Anschlüsse 3 der
Umschaltkontaktfedern 20, 21, 22, 23 und die Festkontakte 5, 5' in einer Linie fluchten
angeordnet, wobei die Kontaktfedern zwischen diesen Festkontakten in einer Abkröpfung
hindurchgeführt sind.
[0018] Wegen der beidseitigen Führung der Kontakte ist auch in diesem Falle eine Justierung
überflüssig. Bei Kontaktgabe liegen in beiden Betätigungsrichtungen vom Angriffspunkt
des Betätigungsstücks 6, 7 lange Federwege bis zur Kontaktstelle 4, 5 bzw. 4', 5'
vor, so daß auch hier eine gute Speicherbarkeit der dauermagnetischen Anzugskraft
in die Kontaktkraft gegeben ist. Die Speicherung der Dauermagnetkraft beinhaltet ferner
die Möglichkeit, zusätzlich den Temperaturkoeffizienten der Spule zum kompensieren.
Hierzu sind Dauermagnete M vorzusehen, bei denen der Einfluß des Temperaturkoeffizienten
auf die Stellkraft des Ankers infolge der Speicherwirkung der Kontaktfedern - größer
ist als auf das Dauermagnetfeld. Beispielsweise ist dies mit BaOFe-Magneten erreichbar.
Die Öffnung des Kontaktes 4, 5 erfolgt bei Bewegung des Endes des Drehankers 8 in
Richtung des Pfeiles 16 wie bei den vorbeschriebenen Beispielen zwangsweise. Im Falle,
daß der Kontakt 4, 5 verschweißt ist und die Stellkraft F des Ankers 8 nicht genügt,
um die Schweißstelle aufzubrechen, findet diese Ankerbewegung nicht statt. Der bestehende
Schaltzustand bleibt dann für alle Kontakte 4, 5 bzw. 4', 5' erhalten.
[0019] In Fig. 5 ist ein Drehankerrelais gezeigt, bei dem ein mit Dauermagneten versehener
Anker an einem flexiblen Steg 24 in einem Lagerbock 25 einseitig gelagert ist. Der
flexible Steg 24 ist dabei, ebenso wie die Betätigungsstücke 6, 6', 7, 7' aus der
Isolierstoffummantelung des Ankers angeformt. Die Isolierstoffummantelung fixiert
ferner im Anker wenigstens einen, nicht dargestellten Dauermagneten sowie Polschuhe
9, 9', die mit den Polenden 10, 10' des Spulenkerns zusammenwirken. Die im Schnitt
gezeigten Betätigungsstücke 6, 7 und 6', 7' sind an ihrer Oberseite miteinander verbunden,
sie umgreifen also die Kontaktfedern 1 und 1'.
[0020] In der Darstellung ist der rechte Kontakt 4, 5 geschlossen, der linke Kontakt 4',
5' geöffnet. Zur Kontaktgabe drückt dabei das ballig ausgebildete Batätigungsstück
7 gegen die Kontaktfeder 1, während das gegenüberliegende Betätigungsstück 6 von dieser
abgehoben ist. Gemäß dem relativ langen Federweg L
2 erfährt die Kontaktfeder 1 hierbei eine beachtliche Durchbiegung. Hingegen erfolgt
die Kontaktöffnung an der linken Kontaktstelle 4', 5' durch Einwirkung des Betätigungsstückes
6' auf die Kontaktfeder 1', wobei das Betätigungsstück 7' von der Kontaktfeder abgehoben
ist. Zu Beginn des Öffnungsvorganges kommt dabei die kontaktnahe Ecke 26, 26' des
Betätigungsstückes 6, 6' mit der Kontaktfeder 1' in Eingriff, so daß bis zur Kontaktstelle
nur die kurze federnde Länge L
3, L
3' wirksam ist. Die Berührungsstelle an der Kontaktfeder wandert dabei mit zunehmender
Öffnung des Kontaktes 4', 5', da die der Kontaktfeder 1' zugewandte Fläche des Betätigungsstückes
6' parallel zur Längsachse des Ankers 8 verläuft, von der kontaktnahen zur kontaktfernen
Ecke des Betätigungsstückes 6'. Somit ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel der
Erfindung gewährleistet, daß die Kontaktgabe über lange Federwege L
2, L
2', die Öffnung aber über kurze und damit steife Abschnitte L
3, L
3' zwangsweise erfolgt. Infolge der starken Durchfederung bei Kontaktgabe ist gute
Speicherbarkeit der dauermagnetischen Anzugskraft in den Kontaktfedern 1, l' gegeben.
Durch die geringe Durchbiegung der Kontaktfedern 1, l' bei Kontaktöffnung hingegen,
wird im Falle einer Kontaktverschweißung der verschweißte Kontakt entweder aufgerissen
und der andere ordnungsgemäß betätigt - oder aber, sofern die Schweißstelle nicht
aufgebrochen werden kann, auch der andere Kontakt nicht mehr betätigt.
[0021] Fig. 6 zeigt einen in seiner Schwerachse A gelagerten und in einer von zwei Ruhelagen
befindlichen Dauermagnetanker 8 eines gepolten Relais mit einem Magneten M zwischen
den Polschuhen 9, 9'. Der Magnet M ist in bekannter Weise partiell von Kunststoff
des Betätigungsteiles 12 ummantelt und damit fixiert. Anker 8 und Betätigungsteil
12 mit den daran angeformten Betätigungsstücken 6, 7, 6', 7', bilden eine Einheit.
Die Anordnung nach Fig. 6 ist sowohl zur Z- als auch Y-Achse spiegelbildlich und daher
nicht voll dargestellt. Der Anker 8 befindet sich in einer seiner beiden Endlagen,
wobei der Polschuh 9', nach einem Ankerweg s, mit der Kraft F
4 an einem der Polenden 10, 10' eines nicht dargestellten Spulenkernes zu liegen kommt.
Seitlich der X-Achse des Ankers 8 sind die Festkontakte 5, 5' und mittig davon der
Kontaktanschluß 3 angeordnet, an dem die Kontaktfedern 1, 2' ebenfalls mittig fest
verbunden sind. An ihren freien Enden und gegenüber den Festkontakten 5, 5' ist die
Kontaktfeder 1 mit Kontakten 4, 4' versehen. Neben der als Umschalter funktionierenden
Kontaktfeder 1 verläuft die Kontaktfeder 2'. Beide Federn besitzen eine kleine Vorspannung
F
K (Fig. 11) gegenüber den Betätigungsstücken 6, 7 und 6', 7', die unmittelbarer Nähe
der Kontakte 5, 5' und 4,4' der Kontaktfedern angeordnet sind. Im Moment der Kontaktgabe
berührt der Kontakt 4' den Festkontakt 5' mit der Vorspannkraft F
K; dann löst sich das Betätigungsstück 6' von der Kontaktfeder 1 und das Betätigungsstück
7' drückt mit der Kraft F auf die Feder 2', welche mit der federnden Länge L, eine
Kraft F, auf die Berührungsstelle K der Kontaktfeder 1 ausübt. Diese Kraft F, wird
dabei von der Kontaktfeder 1 über deren federnden Länge L
2 auf den Kontakt 4', 5' übertragen und der Anfangskontaktkraft F
K hinzugefügt. Mit dieser Art der Kontaktgabe wird auch eine Kontaktprellung unterdrückt,
weil die Kraft F, Schwingvorgänge, die durch den Aufprall des beweglichen Kontaktes
4' auf den Festkontakt 5' entstehen, bereits im Moment der Kontaktgabe zunichte macht.
[0022] Ein weiterer Vorteil dieser erfindungsgemäßen Doppelkontaktfeder liegt in der Verzweigung
des Kontaktstromes. Ein Teil dieses Stromes fließt, wie üblich, von der Kontaktstelle
4', 5' über die Kontaktfeder 1 und der Rest von der Kontaktfeder 1 in entgegengesetzter
Richtung über die Berührungssteile K und die Feder 2' zum Kontaktanschluß 3. Dabei
ergibt sich noch ein weiterer Vorteil, der aus der Formel zur Berechnung der Durchbiegung
erkennbar ist, zumal diese vom Verhältnis L
3 : h
3 abhängt. Ist beispielsweise die Federlänge L = 1 und die Dicke 0,1, so ist das Verhältnis
L
3 : h
3 = 1000. Wählt man anstelle der einfachen Dicke 0,1 zweimal die Dicke 0,05, so wird
bei gleichem Querschnitt das Verhältnis L
3 : 2xh
3 = 1
3 : 2x0,05
3 = 4000 oder stattdessen zweimal die Dicke 0,075, so ist das Verhältnis L
3 : h
3 = 1135, so daß bei etwa gleichbleibenden Federungseigenschaften 50 % mehr Querschnitt
bzw. höhere Strombelastbarkeit gegeben ist. Praktisch ist die zulässige Strombelastung
für die erfindungsgemäße Doppelkontaktfeder jedoch noch höher, weil deren Gesamtoberfläche
etwa doppelt so groß ist, wie bei einer Einfachfeder mit entsprechenden Federungseigenschaften.
Hierdurch wird sowohl die Wärmeabfuhr verbessert, als auch der Leitungswiderstand
bei hochfrequenten Strömen wegen des Skineffektes verringert.
[0023] Zur Realisierung der angestrebten Federungseigenschaften bzw. Steifigkeit der verwendeten
Kontaktfedern sind auch die Breiten der Federn variierbar. Im Gegensatz zu einer Änderung
von Federlänge und Dicke wirkt sich dabei eine Breitenänderung auf die Durchbiegung
der Kontaktfedern nur linear aus.
[0024] Bei der Kontaktgabe soll sowohl aus Gründen einer angemessenen Speicherung dauermagnetischer
Anzugskräfte für die Kontaktkraft als auch wegen möglichst stabilen Ansprech- und
Abfallwerten des Relais die Federkonstante im Auslenkungsbereich x (Fig. 9) sehr gering
und im anschließenden Kontaktgabebereich mittelmäßig steil ansteigen. Dies soll auch
bei durch Kontaktabbrand größer werdendem Kontaktabstand gewährleistet sein. Dagegen
muß bei zwangsweiser Kontaktöffnung die Federkonstante sehr steil ansteigen, d. h.,
das dabei wirkende Federstück muß steif sein. Aus diesem Grunde ist die federnde Länge
L
2 von der Kontaktstelle 4', 5' bis zum Betätigungsstück 6' so knapp wie möglich gehalten.
Erfordert ein möglicher Lichtbogen einen größeren Abstand vom Kontakt zu dem aus Kunststoff
bestehenden Betätigungsstück 6', so läßt sich eine zwangsweise Kontaktöffnung dadurch
erhalten, daß für die Kontaktfeder 1 entweder ein Profil 13 (Fig. 11) eingeprägt oder,
was gleichbedeutend ist, eine größere Dicke h gewählt wird, als sie für die Dicke
h' der flexibleren Kontaktfeder 2 gegeben ist. Dies ist problemlos, weil nach Kontaktöffnung
die relativ große Federlänge L
5 mit sehr geringer Federkonstante wirksam ist.
[0025] Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit zwei ebenfalls seitlich der
X-Achse des nicht gezeichneten Ankers angeordneten Arbeitskontakten, die bei Auslenkung
des Ankers um dessen Drehachse A in Pfeilrichtung, entsprechend vorerwähnter Beschreibung,
geschlossen werden. Das Ausführungsbeispiel zeigt eine weitere Möglichkeit, die Feder
2' gegenüber der Kontaktfeder 1 noch flexibler zu gestalten, indem neben der Relation
der Federstärken h : h' auch noch die der Längen L
6 : L
7 variierbar ist, indem die beiden Kontaktfedern 1, 2' an unterschiedlich positionierten
Kontaktanschlüssen 3, 3' befestigt sind. Diese Anschlüsse könne entweder extern verbunden
oder getrennt bleiben. Eine elektrische Trennung ist aber nur für hohe Schaltspannung
und geringen Schaltstrom zweckmäßig, weil damit lediglich die Spannungsfestigkeit
durch eine zusätzliche Luftstrecke g erhöht wird. Außerdem bietet dieser zweite Kontaktanschluß
3' bessere Justiermöglichkeiten, welche auch dann gegeben sind, wenn die beiden Kontaktanschlüsse
3, 3' gabelförmig ausgebildet sind, sich im aus Kunststoff bestehendem Trägerteil
in bekannter Weise vereinen und als ein einziger Anschlußstift aus dem Sockel des
Relais heraustreten. Um die in Fig. 13 dargestellte Kräftesymmetrie zu erhalten, sind
entweder auf der anderen Seite der X-Achse zwei Ruhekontakte oder der nebengeordnete
als solcher mit analog Kraft-Weg-Verlauf und entsprechender Geometrie ausgeführt.
[0026] In der Fig. 8 und 9 ist ein stirnseitig zum Anker 8 angeordneter Umschaltkontakt
dargestellt. Fig. 8 stellt diesen in Mittellage, Fig. 9 in einer seiner beiden Endlagen
dar. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Kontaktfederglieder 1, 2 aus einem
Federband geformt, mit Kontakten 4, 4' versehen, die gegenüber den Festkontakten 5,
5' angeordnet sind, mittig am Kontaktanschluß 3 fest verbunden und stehen einander
bezüglich der X-Achse symmetrisch gegenüber. Die beiden Federglieder dieser Doppelkontaktfeder
liegen ebenfalls knapp neben den Kontakten 4, 5 und 4', 5' mit geringer Vorspannkraft
F
K an den Betätigungsstücken 6, 7, die aus Kunststoff bestehen und am Anker 8 angeformt
sind. Die freien Enden dieser Federglieder ragen über die Kontakte 4, 5 hinaus und
sind zueinander derart gekröpft, daß sie sich sich im Abstand L
2 vom Kontakt 4, 5 mit einem geringen Luftspalt g gegenüberliegen, dessen Größe entsprechend
den Erfordernissen einer angemessenen Speicherung von dauermagnetischer Anzugskraft
festzulegen ist. Der Luftspalt g kann dabei auch Null sein. Im Falle der Betätigung
wirkt, wie in Fig. 9 dargestellt, auf die Feder 2 die Betätigungskraft F, die sich
im Verhältnis (F·L
1) : L
6 = F
2 auf den Kontaktanschluß 3 und (F. 4) : L
6 = F, auf die Berührungsstelle K verteilt und die Kontaktkraft F
3 entsprechend erhöht. Durch die daher erwirkte Durchbiegung der Feder 2 wird der während
des Umschaltvorganges gegebene Kontaktabstand x neben den gegebenen geometrischen
Relationen noch um den Durchbiegungsfederweg f erweitert. Der im Endzustand der Kontaktgabe
vorhandene Kontaktabstand ist a = x+f+g'. Dabei ist der Luftspalt g' = g·(L
3+L
4) : L
6. Daraus ist ferner ersichtlich, daß bei entsprechender Relation von (L
3+L
4) : L
6 der Kontaktabstand a im Endzustand größer sein kann als der Ankerweg s, was jedoch
eine Minderung der Kontaktkraft F
3 zur Folge hat.
[0027] Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel nach dem Prinzip von Fig. 9 jedoch mit zwei
nebeneinander angeordneten Umschaltkontakten an einer Stirnseite des Relais, und da
die gegenüberliegende Stirnseite sowohl mit der gleichen Anordnung nach Fig. 8 als
auch Fig. 10 bestückt werden kann, sind damit die Möglichkeiten dargelegt in einem
gepolten Relais 2, 3 oder 4 Umschaltkontakte mit der erfindungsgemäßen Doppelkontaktfeder
zu erstellen und dabei alle Kontakte 4, 5,4', 5', sehr nahe an der Schwenkachse X
zu positionieren, wodurch der Abrieb der Betätigungsstücke 6, 7 gegenüber der zu betätigenden
Kontakte entsprechend gering ist.
[0028] In Fig. 11 und Fig. 12 sind Kontaktfederanordnungen dargestellt, bei denen die Berührungsstelle
K der Kontaktfedern 1, 2, 2' jeweils durch eine Sicke vorgegeben ist. Die Betätigungsstücke
6, 7 des nicht dargestellten Ankers greifen dabei unmittelbar am freien Ende der Kontaktfeder
1, 2, 2' an, während die Berührungsstelle K in den Bereich der Kontakte 4, 5 und 4',
5' gelegt ist, so daß sich der Kontaktstrom über beide Kontaktfedern 1, 2, 2' verzweigt.
[0029] Im einzelnen zeigt Fig. 11 einen Arbeitskontakt, wobei die Federn 1, 2 einseitig
am Anschluß 3 befestigt und elektrisch miteinander verbunden sind. Zur Kontaktgabe
drückt das Betätigungsstück 7 die Kontaktfeder 2 nach links, bis der Kontakt 4 der
Feder 1 mit dem Festkontakt 5 in Eingriff kommt. Sofern die Federn 1, 2 gegenüber
den Betätigungsstücken 6, 7 unter Vorspannung stehen, erfolgt die Kontaktgabe mit
einer entsprechenden Anfangskontaktkraft F
K. Bei einer weiteren Betätigung addiert sich zu dieser Anfangskontaktkraft die über
die Sicke der Feder 2 auf die Berührungsstelle übertragene Federkraft F
1 (Fig. 13). Für eine Speicherung der aus der dauermagnetischen Anzugskraft M' gewonnenen
Kontaktkraft F
3 ist dabei in erster Linie die federnde Länge L
1 der Kontaktfeder 2 maßgebend. Für eine entgegengesetzte Betätigung, also das Öffnen
das Kontaktes 4, 5 bewegt sich das Betätigungsstück 6 nach rechts und hebt den beweglichen
Kontakt 4 wegen der Steifigkeit von L
3 zwangsweise vom Festkontakt 5 ab. Sofern die geforderte Federeigenschaft von L
1 bzw. Steifigkeit von L
3 nicht allein durch deren Verhältnis realisierbar ist, ist auch eine Kontaktfeder
1 größerer Dicke h als diejenige h' der Feder 2 verwendbar. Entsprechendes gilt auch
für die Wahl unterschiedlicher Federbreiten, wenn auch in diesem Falle eine Variation
der Federwirkung nur in linearer Abhängigkeit von der Breite erfolgt.
[0030] Die Anordnung nach Fig. 12 ist als Umschaltkontakt ausgebildet, wobei die Betätigung
beider Kontakte 4, 5 und 4', 5' in gleicher Weise wie bei dem in Fig. 11 gezeigten
Kontakt erfolgt. Aus diesem Grunde sind übereinstimmende Bezugszeichen gewählt. Gegenüber
der Anordnung nach Fig. 11 ist die Kontaktfeder 1, 2 einstückig ausgebildet, mittig
an einem Anschlußstift fixiert und beidseitig mit je zwei federnden Abschnitten versehen.
Dabei sind die jeweils nebeneinander verlaufenden Abschnitte zu beiden Seiten des
Anschlußstiftes 3 durch Stege 11 miteinander verbunden. Die Kontaktfeder 1, 2 ist
damit ein Stanz-Biegeteil, das bereits vor einer anschließenden Sicherung z. B. durch
Punktschweißen durch die beiden Stege am Anschlußstift 3 positioniert ist.
[0031] Fig. 13 zeigt schließlich das Kraft-Weg-Diagramm für die in den Fig. 6 bis 12 beschriebenen
Ausführungsbeispiele. Dabei stellt die von der Mitte 0 progressiv ansteigende und
gestrichelte Kurve M' die während des Ankerweges s auf die Polschuhe 9, 9' des Ankers
8 wirkende dauermagnetische Anzugskraft ohne Erregerleistung dar. Der dargestellte,
bezüglich der Achse Z symmetrische Vorlauf der dauermagnetischen Anzugskraft M' ist
dabei zweckmäßig, wenn bistabiles Schaltverhalten, also zweiseitige Kontaktruhelage
erwünscht ist. Die Achse Z kann jedoch auch aus der Mitte des Ankerweges verlagert
sein, z. B. wenn unsymmetrische, einseitige Kontaktruhelage erzielt werden soll. Dies
kann beispielsweise durch unterschiedlich große Polflächen 9, 9' erreicht werden.
Im vorliegenden Falle hingegen wirken dem Kraft-Weg-Verlauf M' die Kräfte der Kontaktfederglieder
1, 2 bzw. 2' einzeln und in ihrer Gesamtheit gemäß der punktierten Linien D entgegen.
Entsprechend der dargestellten Geometrie verteilt sich die von den Betätigungsstücken
6 bzw. 7 auf die Federn 1, 2 bzw. 2' wirkende Kraft F zum geringeren Teil F
2 auf den Kontaktanschluß 3, 3' und zum größeren Teil F
3 über die Berührungsstelle K der Federn 1, 2 bzw. 2' auf die Kontakte 4, 5 bzw. 4',
5'. Während des Kontaktweges x sind die Gegenkräfte der Federn unbedeutend. Im Moment
der Kontaktgabe entsteht bei vorgespannten Federn in der Kraft-Weg-Kurve ein Knick,
der die Anfangskontaktkraft F
K markiert. Da die Anfangskontaktkraft somit weder von Null beginnt, noch der relativ
hohen Endkontaktkraft entspricht, ist sowohl die Gefahr eines Kontaktschweißens als
auch, wegen reduziertem Aufprall, eine Kontaktprellung erheblich gemindert. Durch
diese Maßnahme werden Kontaktsicherheit und Lebensdauer beachtlich erhöht. Ist während
des Kontaktweges zwischen den freien Enden der Federn 1, 2 bzw. 2' ein Spalt g vorhanden,
so erhöht sich während des Schließens desselben durch die Betätigung der Feder 2 bzw.
2' die Gegenkraft von F. Die Kontaktkraft wird jedoch hierbei nicht erhöht, weil von
der Feder 2 keine Kraft auf die Feder 1 übertragen wird. Da die Zunahme der Gegenkraft
von F während des Schließens des Spaltes g vernachlässigbar gering ist, ist sie im
Diagramm unberücksichtigt. Sobald sich jedoch die Federn 1, 2 berühren, damit der
Spalt g geschlossen ist, erhöht sich durch die Federkraftübertragung die Kontaktkraft
um F, auf F
3, um die sich die Stellkraft des Ankers mindert. Im Endzustand braucht von der Erregerleistung
nur die relativ geringe Endstellkraft F
4 des Ankers 8 überwunden werden, um das Relais zum Ansprechen zu bringen. Für die
relativ große Kontaktkraft F
3 ist hingegen praktisch keine Erregerleistung erforderlich und dies bei gleichzeitig
relativ zum Ankerweg s großen Kontaktabstand a sowie zwangsweiser Kontaktöffnung.
Diese Vorteile werden durch das zweckmäßige Korrespondieren von zwei für verschiedene
Aufgaben, nämlich Kontaktgabe und Kontaktöffnung, aufeinander abgestimmten Kontaktfedern
erreicht, die sich außerdem noch die Last, den Kontaktstrom zu führen, teilen.
[0032] Damit verhilft die Erfindung aber auch der für moderne Relaistechnik in der US-Patentschrift
3 634 793 vorgeschlagenen Kompensation von Temperatureinflüssen zur Erzielung konstanter
Ansprechspannung sowie der Anwendung einer sogennanten C-Schaltung zum Durchbruch.
Eine derartige Schaltung, mit der bistabilen Relais monostabiles Schaltverhalten verliehen
wird, ist z. B. im "Relais-Lexikon", 1975 von H. Sauer, Seite 12, bzw. der Zeitschrift
"Elektrotechnik", 60, H. 24, 27.12.78. Seite 43, beschrieben. Durch die Erfindung
wird nämlich bei der meist geforderten zwangsweisen Kontaktöffnung auch eine befriedigende
Speicherung dauermagnetischer Anzugskraft als Kontaktkraft erreicht. Es ist daher
nur noch die Endstellkraft F
4 des Ankers 8 unter Berücksichtigung des Temperaturkoeffizienten eines BaOFe oder
entsprechenden Dauermagneten M derart festzulegen, daß der mittig gelagerte und somit
ausbalancierte Anker 8 im gesamten Betriebstemperaturbereich bei Erschütterungen sicher
in seiner Sollposition gehalten wird. Für die C-Schaltung ist dabei eine geringe Endstellkraft
F
4 zweckmäßig, weil davon die Ansprechleistung abhängt, für die der funktionsbestimmende
Speicher-Kondensator ausgelegt sein muß. Je geringer die Ansprechleistung des Relais
ist, desto kleiner kann auch die Kapazität des in Serie zur Spule geschalteten Kondensators
sein, der sich während des Einschaltvorganges auflädt und den Stromfluß durch die
Spule solange blockiert, bis er sich beim Abschalten über die Spule und eine Kippstufe
in umgekehrter Richtung entlädt und damit den Relaisanker in seine Ruhelage zurückversetzt.
Für Sicherheitsschaltungen, für die Zwangsführung der Kontakte Vorschrift ist, ist
dies von besonderer Bedeutung, weil bei Überspannung im Erregerkreis das Relais nicht
nur nicht übererregt werden kann, sondern durch die Blockierung des Stromflusses nach
dem nur Millisekunden dauernden Einschaltvorgang nicht mehr erregbar ist und somit
auch keine Wärme erzeugt wird. Hierdurch werden Zuverlässigkeit und Lebensdauer des
Relais und der benachbarten Bauelemente wesentlich erhöht.
1. Kontaktfederanordnung für gepolte elektromagnetische Relais, bei denen die vom
Erregerstrom im Zusammenwirken mit einer Dauermagnetanordnung hervorgerufene Stellkraft
des Ankers (8) mit zunehmender Auslenkung aus einer dauermagnetischen Nullkraftzone
in einander entgegengesetzten Auslenkungsrichtungen bis zur Endanzugskraft - jeweils
um die Federkraft der Kontaktfedern (1) gemindert-progressiv ansteigt, bei der mindestens
eine Kontaktfeder (1) mit wenigstens einem Festkontakt (5) zusammenwirkt, einseitig
oder mittig an einem Anschluß (3) befestigt ist und jeweils in dem Bereich mit Kontaktstoff
belegt ist, in dem ihr ein Festkontakt (5) gegenüberliegt, und bei der die Kontaktfeder
(1) von einem vom Anker (8) bewegbaren Betätigungsteil (12) geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsteil (12) die Kontaktfeder (1) umgreift und dabei Betätigungsstücke
aufweist, von denen ein erstes, beim Schließen des Kontaktes (4, 5) wirksames Betätigungsstück
(7) an der vom Festkontakt (5) abgewandten Seite der Kontaktfeder (1) und ein zweites
beim Öffnen des Kontaktes (4, 5) wirksames Betätigungsstück (6) an der dem Festkontakt
(5) zugewandten Seite der Kontaktfeder (1) angreift, daß die für das Schließen des
Kontaktes (4, 5) maßgebende federnde Strecke (L, + L2 in Figur 1; L2 bzw. L2' in Figur 2; ... ), die zwischen der Berührungsstelle des ersten Betätigungsstückes
(7) an der Kontaktfeder und der Kontaktstelle liegt, größer ist als die für das Öffnen
des Kontaktes (4, 5) maßgebende federnde Strecke (L3 in Figur 1; ... ), die zwischen der Berührungsstelle des zweiten Betätigungsstückes
(6) an der Kontaktfeder (1) und der Kontaktstelle liegt, und daß am Querschnitt des
für das Öffnen des Kontakts maßgebenden Abschnittes Maßnahmen getroffen sind, die
eine wesentliche Versteifung dieses Abschnittes gegenüber dem für das Schließen des
Kontaktes maßgebenden Abschnitt der Kontaktfeder (1) bewirken.
2. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder
(1) an ihrem freien Ende durch in Federlängsrichtung verlaufende Einschnitte (14)
in wenigstens zwei Abschnitte (1', 1", 1"') geteilt ist, daß diese Abschnitte aufgespreizt
und durch die Betätigungsstücke (6, 7) derart gegeneinander vorgespannt sind, daß
die Kontaktgabe mit einer Kraft FK beginnt.
3. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder
(1) an ihrem freien Ende in drei Abschnitte (1', 1", 1''') aufgeteiit ist, daß die
beiden äußeren Abschnitte (1', 1"') im wesentlichen in Federlängsrichtung verlaufen,
in den dem Festkontakt (5) gegenüberliegenden Bereichen mit Kontaktstoff (4) belegt
sind und mit ihren Enden an dem zweiten Betätigungsstücke (6) anliegen sind, und daß
der mittlere federnde Abschnitt (1") zur Erzielung einer Vorspannung (FK) gegenüber den beiden äußeren Abschnitten (1', 1"') abgekröpft, im wesentlichen parallel
zu diesen geführt und endseitig am ersten Betätigungsstück (7) des Betätigungsteils
(12) abgestützt ist.
4. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die für
das Schließen des Kontaktes (4, 5) maßgebende federnde Strecke die Summe aus der Strecke
(L1) vom Angriffspunkt des ersten Betätigungsstückes (7) zum Fußpunkt (15) des federnden
Abschnittes (1') an der Kontaktfeder (1) und der Strecke (L2) vom Fußpunkt (15) zur Kontaktstelle ist (L, + L2 in Fig. 1).
5. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten
der Kontaktfeder (1) im Bereich ihres freien Endes je ein Festkontakt (5, 5') vorgesehen
ist, daß die Festkontakte (5, 5') in Federlängsrichtung zueinander versetzt sind,
und daß je ein Betätigungsstück (6, 7) in unmittelbarer Nähe der Festkontakte (5,
5') angeordnet ist (Fig. 2).
6. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
freien Endes der Kontaktfeder (1) jeweils ein einziger Festkontakt (5) vorgesehen
ist und daß das erste Betätigungsstück (7) zwischen der Befestigungsstelle der Kontaktfeder
(1) am Anschluß (3) und der Kontaktstelle und das zweite Betätigungsstück (6) an dem
über den Festkontakt (5) hinaus verlängerten Ende der Kontaktfeder (1) in unmittelbarer
Nähe des Festkontaktes (5) an der Kontaktfeder angreift (Fig. 3).
7. Kontaktfederanordnung nach einem der Anspruche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Angriffspunkte aller Betätigungsstücke (6, 7, 6', 7') des Betätigungsteiles
(12) auf einer Seite des Ankers (8) in einer Ebene liegen (z. B. Fig. 3).
8. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß
(3) der Kontaktfeder (1) und die beiden Festkontakte (5, 5') in einer Linie fluchtend
angeordnet sind und daß die Kontaktfeder (1) zwischen den beiden Festkontakten (5,
5') mittels Abkröpfung hindurchgeführt ist (Fig. 4).
9. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kontaktfeder
zwei nebeneinander verlaufende federnde Abschnitte (1, 2) vorgesehen sind, die sich
während der Kontaktgabe an ihren freien Enden berühren, und daß zwecks Herbeiführung
einer zwangsweisen Kontaktöffnung und einer Biegung der Kontaktfeder beim Schließen
das Verhältnis

ist worin
L3 die federnde Strecke zwischen dem kontaktöffnenden Betätigungsstück (6) und dem Festkontakt
(4, 5),
L1 eine größere federnde Strecke vom kontaktschließenden Betätigungsstück (7, 7') bis
zur Berühgungsstelle (K) der beiden federnden Abschnitte (1, 2) und
h bzw. h' die wirksamen Federdicken der Strecken L3 bzw. L1 bedeuten.
10. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Realisierung
unterschliedlicher Steifigkeit die federnden Abschnitte (1, 2) unterschiedliche Profile
aufweisen.
11. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
bei der Kontaktgabe wirkende federnde Länge um eine Strecke (L2) des jeweils anderen federnden Abschnitts von der Berührungsstelle (K) der beiden
federnden Abschnitte (1, 2) bis zum Festkontakt (5) verlängert ist (Fig. 6).
12. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11 dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden federnden Abschnitte (1, 2, 2') durch die Betätigungsstücke (6, 7)
derart vorgespannt sind, daß die Kontaktgabe mit einer Anfangskontaktkraft FK beginnt.
13. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längen (Ls, L7) der beiden federnden Abschnitte (1, 2') unterschiedlich sind.
14. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Berührung der beiden federnden Abschnitte (1, 2) über eine Sicke erfolgt,
die in einem (2) der beiden federnden Abschnitte eingeformt ist.
15. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstücke
(6, 7) des Ankers am freien Ende der federnden Abschnitte (1, 2) angreifen und daß
die Berührungsstelle (K) der federnden Abschnitte (1, 2) im Kontaktbereich liegt,
so daß sich der Kontaktstrom über beide Abschnitte verzweigt (Fig. 7).
16. Kontaktfederanordnung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfeder einstückig ausgebildet, mittig an einem Anschlußstift (3) fixiert
und beidseitig mit je zwei federnden Abschnitten (1, 2) versehen ist und daß die jeweils
nebeneinander verlaufenden Abschnitte (1, 2) zu beiden Seiten des Anschlußstiftes
(3) durch je einen Steg (11) miteinander verbunden sind (Fig. 12).
17. Kontaktfederanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder
durch die beiden Verbindungsstege (11) am Anschlußstift (3) positioniert ist (Fig.
12).
1. Contact spring arrangement for polarized electromagnetic relays, in which the actuation
force of the armature (8) created by the exciting current in cooperation with a permanent
magnet arrangement progressively increases with increasing deviation from a zone of
zero permanent magnetic force in mutually opposite directions of deviation up to a
final attraction force - always reduced by the resilient force of the contact springs
(1) -, wherein at least one contact spring (1) cooperates with at least one fixed
contact (5) is fixed at an end or centrally to a terminal (3) and is covered with
contact material in the respective region opposing a fixed contact (5), and wherein
the contact spring (1) is guided by an actuating member (12) movable by the armature
(8), characterized in that the actuating member (12) embraces the contact spring (1)
and includes actuation pieces of which a first actuation piece (7) active in closing
the contact (4, 5) engages the contact spring (1) on the side remote from the fixed
contact (5) and a second actuating piece (6) active in opening the contact (4, 5)
engages the contact spring (1) on the side facing the first contact (5), that the
resilient length (L1 + L2 in Fig. 1; L2 or L2' in Fig. 2; ...) which rules the closing of the contact (4, 5) and lies between the
location of engagement of the first actuating piece (7) at the contact spring and
the contact location, is larger than the resilient length (L3 in Fig. 1; ...) which rules the opening of the contact and lies between the location
of engagement of the second actuating piece (6) at the contact spring (1) and the
contact location, and that measures concerning the cross-section of the portion which
rules the opening of the contact have been taken which cause a substantial stiffening
of this section relative to the portion of the contact spring (1) which rules the
closing of the contact.
2. The contact spring arrangement of claim 1, characterized in that the contact spring
(1) is divided at its free end into at least two portions (1', 1", 1"') by cuts (14)
extending in the longitudinal direction of the spring, and that these portions are
spread apart and biased towards each other by the actuating pieces (6, 7) in such
a manner that the contact closure starts with a force FK.
3. The contact spring arrangement of claim 1, characterized in that the contact spring
(1) is divided at its free end in three portions (1' ,1 ", 1"'), that the two outer
portions (1', 1"') extend substantially in the longitudinal direction of the spring,
are covered with contact material (4) in the regions opposing the fixed contact (5)
and have their ends engaging the second actuating piece (6), and that the central
resilient portion (1 ") is bent with respect to the two outer portions (1', 1'") for
achieving a bias (FK), is guided substantially parallel to the outer portions and has its end supported
by the first actuating piece (7) of the actuating member (12).
4. The contact spring arrangement of claim 2 or 3, characterized in that the resilient
length which rules the closing of the contact (4, 5) is the sum of the length (L1) from the point of engagement of the first actuating piece (7) to the root (15) of
the resilient portion (1') on the contact spring (1) and the length (L2) from the root (15) to the contact location (L1 + L2 in Fig. 1).
5. The contact spring arrangement of claim 1, characterized in that one fixed contact
(5, 5') is provided on either side of the contact spring (1) in the region of its
free end, that the fixed contacts (5, 5') are mutually displaced in the longitudinal
direction of the spring, and that one actuating piece (6, 7) each is disposed in the
immediate vicinity of the fixed contacts (5, 5').
6. The contact spring arrangement of claim 1, characterized in that one single fixed
contact (5) is provided in the region of the free end of the contact spring (3) and
that the first actuating piece (7) engages the contact spring between the location
where the contact spring (1) is fixed to the terminal (3) and the contact location,
and that the second actuating piece (6) engages the contact spring at the end of the
contact spring (1) extending beyond the fixed contact (5) in the immediate vicinity
of this contact.
7. The contact spring arrangement of any of claims 4 to 6, characterized in that the
points of engagement of all actuating pieces (6, 7, 6', 7') of the actuating member
(12) are disposed on one side of the armature (8) in one plane (e.g. Fig. 3).
8. The contact spring arrangement of claim 4 or 5, characterized in that the terminal
(3) of the contact spring (1) and the two fixed contacts (5, 5') are aligned along
one line, and that the contact spring (1) extends between the two fixed contacts (5,
5') by a bent portion (Fig. 4).
9. The contact spring arrangement of claim 1, characterized in that, as the contact
spring, two resilient portions (1, 2) extending side by side are provided which have
their free ends engaging during the contact closure and that, for achieving a compulsory
contact opening and a bending of the contact spring in closing, there is a ratio

wherein
L3 is the resilient length between the contact opening actuating piece (6) and the fixed
contact (4,5),
L1 is a greater resilient length from the contact closing actuating piece (7,7') to
the location of engagement (K) of the two resilient portions (1,2), and
h and h' are the effective spring thicknesses of the lengths L3 and L1' respectively.
10. The contact spring arrangement of claim 9, characterized in that the resilient
portions (1, 2) have different profiles to realize different stiffnesses.
11. The contact spring arrangement of claim 9 or 10, characterized in that the resilient
length effective in the contact closure is prolonged by a length (L2) of the respective other resilient portion from the location of engagement (K) of
the two resilient portions (1, 2) to the fixed contact (5) (Fig. 6).
12. The contact spring arrangement of any of claims 9 to 11, characterized in that
the two resilient portions (1, 2, 2') are biased by the actuating pieces (6, 7) in
such a manner that the contact closure starts with an initial contact force FK.
13. The contact spring arrangement of any of claims 9 to 12, characterized in that
the lengths (L6, L7) of the two resilient portions (1, 2') are different.
14. The contact spring arrangement of any of claims 9 to 13, characterized in that
the engagement between the two resilient portions (1, 2) is effected by means of a
bead formed in one (2) of the two resilient portions.
15. The contact spring arrangement of claim 14, characterized in that the actuating
pieces (6, 7) of the armature engage the free ends of the resilient portions (1, 2)
and that the location of engagement (K) of the resilient portions (1, 2) is disposed
in the contact area so that the contact current branches in both portions (Fig. 7).
16. The contact spring arrangement of claim 14 or 15, characterized in that the contact
spring is formed as one piece, is fixed centrally to a terminal pin (3) and is provided
on both sides each with two resilient portions (1, 2) and that the respective portions
(1, 2) which extend side by side on both sides of the terminal pin (3) are each interconnected
by a web (11) (Fig. 12).
17. The contact spring arrangement of claim 16, characterized in that the contact
spring (1, 2) is positioned on the terminal pin (3) by the two connecting webs (11)
(Fig. 12).
1. Agencement de ressorts de contact pour relais électromagnétiques polarisés, dans
lesquels la force d'actionnement de l'induit (8) fournie par le courant d'excitation
en coopération avec un système d'aimants permanents croît progressivement à mesure
qu'augmente la déviation depuis une zone de force magnétique permanente nulle, dans
des directions de déviation opposées, jusqu'à une force d'attraction finale - respectivement
diminuée de la force élastique des ressorts de contact (1) - dans lequel au moins
un ressort de contact (1) coopère avec au moins un contact fixe (5), est fixé d'un
côté ou au centre sur une borne (3) et revêtu respectivement de matière de contact
dans la zone en regard d'un contact fixe (5), et dans lequel le ressort de contact
(1) est guidé par un élément d'actionnement (12) déplaçable par l'induit (8), caractérisé
en ce que l'élément d'actionnement (12) entoure le ressort de contact (1) et comprend
des pièces d'actionnement dont une première pièce d'actionnement (7), agissant lors
de la fermeture du contact (4, 5), prend appui sur le côté du ressort de contact (1)
opposé au contact fixe (5) et dont une deuxième pièce de contact (6) agissant lors
de l'ouverture du contact (4, 5) est appliquée contre le côté du ressort de contact
(1) dirigé vers le contact fixe (5); que la longueur élastique (L, + L2 dans la fig. 1; L2 ou L2' dans la fig. 2; ...) qui détermine la fermeture du contact (4, 5) et qui s'étend
entre le point d'appui de la première pièce d'actionnement (7) sur le ressort de contact
et le point de contact est choisie plus grande que la longueur élastique (L3 dans la fig. 1; ...) qui détermine l'ouverture du contact (4, 5) et qui s'étend entre
le point d'appui de la deuxième pièce d'actionnement (6) sur le ressort de contact
(1) et le point de contact; et que la section transversale de la section du ressort
de contact (1) déterminante pour l'ouverture du contact fait l'objet de mesures qui
conduisent à un raidissement notable de cette section par rapport à la section dudit
ressort de contact qui est déterminante pour la fermeture du contact.
2. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le ressort de contact (1) est divisé à son extrémité libre par des entailles (14)
dans au moins deux sections (1', 1", 1"'); que ces sections sont écartées l'une de
l'autre et précontraintes l'une par rapport à l'autre par les pièces d'actionnement
(6, 7) de telle façon que l'établissement du contact commence avec une force FK.
3. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le ressort de contact (1) est divisé à son extrémité libre en trois sections (1',
1", 1"'); que les deux sections extérieures (1', 1"') s'étendent sensiblement dans
le sens longitudinal du ressort, que les zones situées en regard du contact fixe (5)
sont recouvertes de matière de contact (4) et s'appuient par leurs extrémités sur
la deuxième pièce d'actionnement (6); et que la section élastique médiane (1") est
recourbée par rapport aux deux sections extérieures (1', 1 "') pour obtenir une précontrainte
(FK), guidée sensiblement parallèlement auxdites sections extérieures et soutenue à son
extrémité par la première pièce d'actionnement (7) de l'élément d'actionnement (12).
4. Agencement de ressorts de contact selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé
en ce que la longueur élastique qui est déterminante pour la fermeture du contact
(4, 5) est la somme de la longueur (LI), du point d'appui de la première pièce d'actionnement (7) à la base (15) de la section
élastique (1') sur le ressort de contact (1), et de la longueur (L2), de la base (15) au point de contact (LI + L2 dans fig. 1 ).
5. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 1, caractérisé en ce que
des deux côtés du ressort de contact (1), dans la région de son extrémité libre, est
prévu respectivement un contact fixe (5, 5'); que les contacts fixes (5, 5') sont
décalés l'un par rapport à l'autre dans le sens longitudinal du ressort; et que respectivement
une pièce d'actionnement (6, 7) est disposée à proximité immédiate des contacts fixes
(5, 5') (fig. 2).
6. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 1, caractérisé en ce que
respectivement un seul contact fixe (5) est prévu dans la zone de l'extrémité libre
du ressort de contact (1); et que la première pièce d'actionnement (7) prend appui
entre le point de fixation du ressort de contact (1) sur la borne (3) et le point
de contact, alors que la deuxième pièce d'actionnement (6) est appliquée contre le
ressort de contact, à savoir à l'extrémité du ressort de contact (1) prolongée au-delà
du contact fixe (5), à proximité immédiate du contact fixe (5) (fig. 3).
7. Agencement de ressorts de contact selon l'une quelconque des revendications 4 à
6, caractérisé en ce que les points d'appui de toutes les pièces d'actionnement (6,
7, 6', 7') de l'élément d'actionnement (12) se situent d'un côté de l'induit (8) dans
un même plan (par exemple fig. 3).
8. Agencement de ressorts de contact selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé
en ce que la borne (3) du ressort de contact (1) et les deux contacts fixes (5, 5')
sont alignés; et que le ressort de contact (1) est amené entre les deux contacts fixes
(5, 5') au moyen d'une courbure (fig. 4).
9. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il
comprend comme ressort de contact deux sections élastiques (1, 2) juxtaposées dont
les extrémités libres se touchent pendant l'établissement du contact; et que, pour
l'obtention d'une ouverture forcée du contact et d'une flexion du ressort de contact
à la fermeture, le rapport est de
où L3 est la longueur élastique entre la pièce d'actionnement (6) qui ouvre le contact
et le contact fixe (4, 5), L, une longueur élastique plus grande entre la pièce d'actionnement
(7, 7') qui ferme le contact et le point de contact (K) des deux sections élastiques
(1, 2), et h voire h' les épaisseurs de ressort efficaces des longueurs L3 voire L, -
10. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 9, caractérisé en ce
que, pour réaliser des rigidités différentes, les sections élastiques (1, 2) présentent
des profils différents.
11. Agencement de ressorts de contact selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé
en ce que la longueur élastique efficace lors de l'établissement du contact est augmentée
d'une longueur (L2) de respectivement l'autre section élastique, entre le point de contact (K) des deux
sections élastiques (1, 2) et le contact fixe (5) (fig. 6).
12. Agencement de ressorts de contact selon l'une quelconque des revendications 9
à 11, caractérisé en ce que les deux sections élastiques (1, 2, 2') sont précontraintes
par les pièces d'actionnement (6, 7) de telle façon que l'établissement du contact
commence avec une force de contact initiale FK.
13. Agencement de ressorts de contact selon l'une quelconque des revendications 9
à 12, caractérisé en ce que les longueurs (L5, L7) des deux sections élastiques (1, 2') sont différentes.
14. Agencement de ressorts de contact selon l'une quelconque des revendications 9
à 13, caractérisé en ce que la mise en contact des deux sections élastiques (1, 2)
se fait par l'intermédiaire d'une moulure qui est conformée dans l'une (2) des deux
sections élastiques.
15. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 14, caractérisé en ce
que les pièces d'actionnement (6, 7) de l'induit agissent sur l'extrémité libre des
sections élastiques (1, 2) et que le point de contact (K) des sections élastiques
(1, 2) se situe dans la zone de contact de telle façon que le courant de contact passe
par les deux sections (fig. 7).
16. Agencement de ressorts de contact selon l'une des revendications 14 ou 15, caractérisé
en ce que le ressort de contact est conformé en une seule pièce, fixé au centre sur
une borne (3) et muni des deux côtés de respectivement deux sections élastiques (1,
2); et que les sections (1, 2) qui s'étendent l'une à côté de l'autre sont reliées
de part et d'autre de la borne (3) par respectivement une nervure (11) (fig. 12).
17. Agencement de ressorts de contact selon la revendication 16, caractérisé en ce
que le ressort de contact est positionné sur la borne (3) par les deux nervures de
jonction (11) (fig. 12).