[0001] Die Erfindung betrifft ein Massagegerät zur Selbst-Massage des Rückens mit sich aus
einer der Gestalt des Rückens angepaßt konkav gewölbten Tragfläche erhebenden, in
Abständen angeordneten Kuppen. Sie geht damit aus von der US-A-3 612 044, in der ein
solches Massagegerät beschrieben ist, das an der Wand befestigt werden kann und dessen
Tragfläche mit fingerartigen Kuppen aus Plastik oder Gummi besetzt ist. Die konkave
Wölbung der Tragfläche est gleichmäßig. Andere bekannte Vorschläge gehen dahin, für
liegende oder stehende Selbst-Massage des Rückens einen elastischen Hohlkörper aus
Gummi, der mit kuppenartigen Massierzapfen versehen ist, innerhalb eines Schutzkissens
anzuordnen, das eine Gleitmittelfüllung enthält (DE-A-645 391). Ferner sind auch Reibkörper
für die Körperpflege bekannt (DE-A-26 06 811), bei denen die Körperreibfläche aus
borstigem Gewebe oder aus weicherem Schaumstoff bzw. Gewebe besteht. Damit soll eine
bürstenartige Reibfläche geschaffen werden. Auch für handschuhartige Selbst-Massagegeräte
ist es bekanntgeworden, die der Massage dienenden verteilten Kuppen aus weichem Schwammgummi
bestehen zu lassen (GB-A-237 121). Nicht neu ist es auch, die Massagekuppen an miederartigen
Bandagen anzuordnen (US-A-1 605 959), die am Körper getragen werden können.
[0002] Allen bischer bekanntgewordenen Massagegeräten zur Seibt-Massage des Rückens ist
gemeinsam, daß die aus elastischem Material bestehenden verteilten Kuppen der Tragfläche
unmittelbar die Massagewirkung ausüben sollen. Demgegenüber haben die bekannten Stielbürsten
für Reinigungszwecke, die mit starken Borsten versehen sind, wegen der Vielzahl der
Borsten einen höheren Reizeffekt, wenn sie zur Selbst-Massage eingesetzt werden. Die
Massage oberer Rückenpartien bereitet älteren Menschen jedoch Schwierigkeiten, da
der hierfür erforderliche Druck, der auf die Bürste ausgeübt werden muß, um eine intensive
Massage zu erzielen, für in ihrer Beweglichkeit behinderte Menschen nicht mehr aufzubringen
ist. Dieser Teilaspekt wird zwar durch die bekannten Geräte zur Selbst-Message mit
beispielsweise an der Wand zu befestigenden flächigen Feldern von Massagekuppen gelöst,
jedoch nicht in Verbindung mit der Verteilung einzelner steifer Borsten wie bei der
bekannten Stielbürste.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Massagegerät zur Selbst-Massage
des Rückens mit vereinzelten Kuppen zur örtlichen Einwirkung auf die Haut zu kombinieren
mit dem von den bekannten Stielbürsten her also vorteilhaft empfundenen Bürsteffekt
über steife Borsten. Darüber hinaus soll das Selbst-Massagegerät vorbeugend oder zur
Nachbehandlung der manuellen Massage angepaßt sein, die die Behandlung der Halswirbelsäule
einschließt und berücksichtigt, daß die Gestalt des Rückens anatomisch nicht gleichmäßig
konkav gewölbt ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die mit Kuppen besetzte Tragfläche
bis einschließlich des Halsansatzes der anatomischen Gestalt des Rückens angepaßt
ist und ausschließlich die Kuppen mit einem auf elektrostatischen Wege aufgeschossenen,
aus einzelnen steifen Borsten bestehenden Faserflor versehen sind. Ein solches Gerät
eignet sich vorzüglich dazu, an der Wand neben der Badewanne oder in einer Duschnische
aufgehängt zu werden. Der auf die Kuppen aufgeschossene Faserflor besteht aus relativ
kurzen Fasern, die sich bei der Massage nicht umlegen, sondern mit der Borstenspitze
auf die Haut treffen. Wegen der weiträumigen Verteilung der beflockten Kuppen können
auch behinderte Menschen einen hohen spezifischen Druck der Kuppen auf die Haut ausüben,
da es lediglich einer Relativbewegung des Rückens gegenüber dem Massagegerät bedarf,
und zwar sowohl seitlich als auch auf und ab. Dabei können alle Bereiche des Rückens
einschließlich des Haisansatzes erreicht werden.
[0005] Das im Rahmen der Erfindung angewandte sogenannte elektrostatische Beflockungsverfahren
ist auf anderen Gebieten bekannt, beispielsweise für Wandbehänge oder Dekorationszwecke.
Es wird im Rahmen der Erfindung au'sschließlich für den Bereich der erhabenen Kuppen
der Tragfläche angewandt.
[0006] Um das erfindungsgemäße Selbst-Massagegerät noch besser der individuellen Gestalt
des Rückens des jeweiligen Benutzers anpassen zu können oder um einzelne Partien des
Rückens einer besondere intensiven Massage auszusetzen besteht nach einer weiteren
Ausbildung der Erfindung die mit Kuppen besetzte Tragfläche aus korrespondierenden
Teilstücken, die als Einsätze in entsprechend ausgebildete, einseitig offene Zellen
einer Grundplatte eingelegt und dort gehalten sind. Durch unterschiedliches Unterlegen
der Teilstücke kann die gewünschte Anpassung leicht durchgeführt werden.
[0007] Der gleichen Zielsetzung dient eine möglicha Ausführungsform der Erfindung, bei der
die mit Kuppen besetzte Tragfläche eine Mehrzahl von einzeln aufblasbaren Kissen überspannt,
die in eine Grundplatte mit umlaufendem Rand eingesetzt sind.
[0008] In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und
zwar zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf die mit Kuppen besetzte Tragfläche mit Unterteilung in
korrespondierende Teilsücke,
Fig. 2 einen senkrechten Teiischnitt durch die Tragfläche und zwei benachbarte Kuppen,
in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 ein Massagegerät mit einzeln aufblasbaren Kissen, die die Kissen überspannende
Tragfläche weggelassen,
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3, mit mit Kuppen besetzter
Tragfläche,
Fig. 5, 6 und 7 verschiedene Einzel-Teilstücke der mit Kuppen besetzten Tragfläche
zur Selbst-Massage einzelner Rückenpartien, und
Fig. 8, 9 und 10 verschiedene miederartige Bandagen in Anpassung an die Teilflächen
nach Fig. 5, 6 und 7.
[0009] Fig. 1 zeigt eine Tragfläche 1 mit den Konturen einer gesamten Rückenpartie einschließlich
des Halsansatzes, die in zwölf Teilstücke 2 bis 13 aufgeteilt ist. Im Übrigen ist
die Tragfläche 1 der anatomischen Gestalt des Rückens entsprechend gewölbt. Die Teilstücke
2 bis 13 sind in einseitig offene Zellen einer Grundplatte 14 eingesetzt. die von
Wandungen entsprechend den Umrissen der korrespondierenden Teilstücke gebildet sind.
[0010] Die Grundplatte hat seitlich überstehende Ränder 14a und 14b, die mit schlitzartigen
Durchbrüchen 15, 16 versehen sind. Hierdurch kann das Massagegerät nach Fig. 4 mittels
Befestigungsschrauben an der Wand befestigt werden, und zwar mit einstellbarer Höhenlage.
[0011] Die Tragfläche 1 bezw. die Einzelteile 2 bis 13 sind mit sich aus der Tragfläche
erhebenden Kuppen 17 kreisförmiger Gestalt oder Kuppen 18 länglicher Gestalt besetzt.
Diese Kuppen sind mit einem auf elektrostatischem Wege aufgeschossenen Faserflor 19
versehen, wie Fig. 2 zeigt. Dieses Verfahren ist im anderen Zusammenhang zum Beflocken
von Flächen an sich bekannt. Im vorliegenden Falle werden nur die Kuppen 17, 18 mit
Klebstoff bestrichen, sodaß im hochgespannten elektrostatischen Feld die eingestreuten
Borsten nur auf die Oberflächen der Kuppen aufgeschossen werden. Die Bereiche zwischen
den Kuppen 17, 18 sind frei von Faserflor.
[0012] Das Ausführungsbeispiel eines Massagegerätes nach Fig. 3 und 4 besteht ebenfalls
aus einer Grundplatte 14 mit seitlich vorstehenden Rändern 14a und 14b, die mit Durchbrüchen
15 und 16 für Befestigungsschrauben versehen sind. Der Aussenkontur der mit Kuppen
besetzten Tragfläche folgend hat die Grundplatte 14 einen umlaufenden Rand 14c. In
den durch den umlaufenden Rand 14c umschlossenen Raum sind aufblasbare Kissen 20 bis
38 eingesetzt, die von einer elastischen Tragfläche 40 aus Gummi überpannt sind, indem
der Rand der Tragfläche 40 mit dem umlaufendem Rand 14c der Grundplatte 14 durch nicht
dargestellt Klemmittel verbunden ist. Die Tragfläche 40 ist analog zum Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 mit Kuppen 17, 18 besetzt, auf die ein Faserflor 19 aufgeschossen ist.
[0013] Jedes der Kissen 20 bis 38 über Rorleitungen 41 bezw. 42, die mit Rückschlagventilen
versehen und durch Öffnungen in dem umlaufenden Rand 14c nach aussen geführt sind,
einzeln aufblasbar. Hierdurch kann auf den Verlauf der elastischen Tragfläche 40 Einfluss
genommen werden, um irgendwelchen Anomalien des jeweiligen Benutzers Rechnung zu tragen.
Es ist zu erwähnen, daß die aus Fig. 4 ersichtliche Krümmung der Tragfläche 40 anders
verläuft als die Wölbung bei einer starren Tragfläche 1 nach Fig. 1. Bei der Benutzung
des Massagegerätes nach Fig. 3 und 4 jedoch stellt sich aufgrund der Nachgiebigkeit
der Kissen 20 bis 38 eine ebensolche Wölbung in Anpassung an die anatomische Gestalt
des Rückens ein.
[0014] Die Aufteilung der mit Kuppen besetzten Tragfläche nach Fig. 5, 6 und 7 dient dazu,
eine Massagewirkung durch Tragen mindestens eines dieser Teile am Köeper zu erzielen.
Zum Anlegen eines Teilstückes nach Fig. 5 dient eine miederartige Bandage nach Fig.
8, und zum Teilstück nach Fig. 6 gehört die Bandage nach Fig. 9, wogegen die Bandage
nach Fig. 10 zum Anlegen eines Teilstückes nach Fig. 7 dient. Alle miederähnlichen
Bandagen sind mit Ösen 43 für Bindeschnüre versehen.
1. Massagegerät zur Selbst-Massage des Rückens mit sich aus einer der Gestalt der
Rückens angepaßt konkav gewölbten Tragfläche (1) erhenden, in Abständen angeordneten
Kuppen (17),-dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfläche bis einschließlich des Halsansatzes (3)
der anatomischen Gestalt des Rückens angepaßt ist und ausschließlich die Kuppen (17,
18) mit einem auf elektrostatischen Wege aufgeschossenen, aus einzelnen steifen Borsten
bestehenden Faserflor (19) versehen sind.
2. Massagegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Kuppen (17, 18)
besetzte Tragfläche (40) eine Mehrzahl von einzeln aufblasbaren Kissen (20 bis 38)
überspannt, die in eine Grundplatte (14) mit umlaufendem Rand (14c) eingesetzt sind.
1. Dispositif de massage pour se masser le dos soi-même, avec une surface portante
(1) courbée concavement adaptée à la forme du dos et comportant des dômes (17) surélevés,
disposés à une certaine distance l'un de l'autre, caractérisé en ce que la surface
portante est adaptée à la forme anatomique du dos, y compris de la nuque (3) et en
ce que ce sont les dômes (17, 18) exclusivement, qui sont munis d'une crêpe de fibres
(19), qui consiste en poils de brosserie rigides lancés électrostatique- ment.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la surface portante
(40), qui est munie des dômes (17, 18) s'étend sur plusieurs coussins (20-36) gonflables
individuellement et placés dans une plaque de base (14) comportant un bord (14c) entourant
les coussins.
1. A device for the self massage of the back comprising a support surface (1) adapted
to fit the back by a concave vaulted shape and having a plurality of rounded heads
(17) protruding therefrom in spaced apart relationship, characterized in that the
support surface conforms with the anatomic shape of the human back including the neck
(3) and in that exclusively the rounded heads (17, 18) are provided with a fiber-vlies
(19) consisting of individual stiff bristles electrostatically applied to the rounded
heads.
2. A device according to claim 1, characterized in that the support surface (40) fitted
with the rounded heads (17, 18) rests on a plurality of separately inflatable cushions
(20-38) positioned in a base plate (14) having a surrounding edge (14c).