[0001] Die Erfindung betrifft eine Wicklung für einen luftgekühlten Trockentransformator
oder eine Drosselspule mit wenigstens zwei Wicklungslagen und folgendem Aufbau :
Die innerste Wicklungslage liegt auf der gesamten Wicklungsachsenlänge durchgehend,
die nach außen folgenden Wicklungslagen bestehen aus zwei im wesentlichen gleich langen,
auf etwa halber Achsenlänge geteilten Abschnitten, die abwechselnd im Achsenend- bzw.
Mittelbereich mit der darüber- und darunterliegenden Wicklungslage bzw. Wicklungsabschnitten
elektrisch verbunden sind,
die Wicklungslage(n) sind von den oder der anderen konzentrisch liegenden Wicklungslage(n)
durch Hohlräume, die Kühlkanäle bilden, getrennt,
in den Hohlräumen liegen in Achsenrichtung stabförmige Abstandselemente.
[0002] Es ist bekannt, bei sog. Trockentransformatoren oder ähnlich aufgebauten Drosselspulen
mit Luftkühlungskanälen den Aufbau der Windungen zu einer Wicklung so vorzunehmen,
daß zunächst eine innerste Wicklungslage aufgelegt wird, die auf der gesamten Wicklungsachsenlänge
durchgehend ist. Am Achsenende der Spule angekommen, wird nach Auflegen der Abstandselemente
für die Kühlkanäle die nächste Lage in entgegengesetzter Richtung auf der gesamten
Achsenlänge aufgelegt. Dieser Vorgang bei abwechselnder Richtungsänderung wiederholt
sich über die Anzahl der bei der Wicklung vorhandenen Lagen. Dieses bekannte Verfahren
ist auf der linken Seite der Fig. 1 schematisch dargestellt. Die mit den Zahlen 1,
2, 3, 4 bezeichneten Wicklungslagen sind dabei jeweils wechselseitig verbunden und
durch Kühlkanäle bzw. Abstandselemente getrennt. Aus der Figur geht ferner hervor,
daß der Spannungsunterschied zwischen den Wicklungslagen auf der der elektrischen
Verbindung abgewandten Seite beträchtliche Werte annehmen kann. Dem Transformatorenbauer
ist bekannt, daß aufgrund der elektrischen Beanspruchung ein ausreichender Sicherheitsabstand
zwischen den voneinander zu isolierenden Windungen in benachbarten Wicklungslagen
eingehalten werden muß. Weiterhin ist zu beobachten, daß mit fortschreitendem Alter
des Transformators die ursprünglich hoben Isolationswerte abfallen, was teilweise
durch Verschmutzung, Materialermüdung oder -veränderung oder Rißbildung verursacht
werden kann. Insbesondere ist die Entstehung von Kriechstromwegen zu beobachten.
[0003] Bei der konstruktiven Gestaltung wird der Transformatorenkonstrukteur im Auge behalten,
daß sehr hochwertiges, hochreines Isoliermaterial, das für die Abstandselemente verwendet
wird, im allgemeinen sehr alterungsbeständig ist. Dieses Material ist jedoch oft sehr
kostspielig und wird vorzugsweise durch minderes Material ersetzt, das jedoch weniger
hohe Durchschlagsfestigkeit und Alterungsbeständigkeit besitzt. Auf der anderen Seite
ist auch die Luft als Isoliermaterial zu berücksichtigen, die in den Kühlkanälen vorhanden
ist.
[0004] Es ist bei der eingangs genannten Wicklungsart bekannt (US-PS 2 987 684), bei den
Wicklungslagen die innerste auf der gesamten Wicklungsachsenlänge durchgehend und
die nach außen folgenden in zwei im wesentlichen gleich langen, auf etwa halber Achsenlänge
geteilten Abschnitten zu legen, die abwechselnd in Achsenend- bzw. Mittelbereich mit
der darüber- und darunterliegenden Wicklungslage bzw. Wicklungsabschnitten elektrisch
verbunden sind (vgl. Fig. 3 der genannten US-PS). Da gemäß Aufgabenstellung der US-PS
2987684 lediglich der Abstand zwischen Hoch- und Niederspannungswicklung so weit wie
möglich zu reduzieren ist, wird an den Abstandselementen innerhalb der Hochspannungswicklung
im wesentlichen nichts geändert ; diese werden vielmehr über die gesamte Wicklungslagenlänge
stabförmig angeordnet.
[0005] Für die vorliegende Anmeldung stellt sich demgegenüber die Aufgabe, gerade im Bereiche
hoher Spannungsunterschiede, vorzugsweise innerhalb von Hochspannungswicklungen, eine
alterungsbeständige Isolierung zu erhalten. Im Bereiche der Kanten der Abstandselemente
bilden sich durch Staubablagerung und ähnliche Verschmutzungsquellen unter Einfluß
der Feuchtigkeit Kriechstromwege. Daneben soll die Materialmenge für die Abstandshalter
möglichst gering gehalten werden. Dabei soll es trotzdem möglich sein, die lichte
Weite der Kühlkanäle innerhalb der Wicklung zu erhalten und den Aufbau der Spulen
nicht zu erschweren.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Wicklung für einen luftgekühlten Trockentransformator
oder eine Drosselspule der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß verteilt über
den Umfang in den Kühlkanälen in Achsenrichtung jeweils zwei axial hintereinanderliegende
Abstandselemente im Bereich der elektrischen Verbindungen zwischen den Wicklungslagen
der Wicklungsabschnitte angeordnet sind, wobei die Länge der Abstandselemente etwa
0,1 bis 0,3, vorzugsweise etwas länger als 0,25, der Achsenlänge beträgt, und daß
auf halber Achsenlänge zwischen den Wicklungsabschnitten ein peripherer, nach aussen
hin offener Luftkanal eingelassen ist.
[0007] Die einzelnen Stromleiter bestehen vorzugsweise aus einem monofilen Draht; es ist
jedoch auch möglich, mehrere Drähte gemeinsam gleichzeitig zu wickeln, wenn höhere
Leistungen angestrebt werden.
[0008] Wie eine Betrachtung der rechten Seite der Fig. 1 zeigt, ergeben sich an den elektrisch
meistbelasteten Stellen kleinere Spannungsunterschiede, insbesondere wenn übereinanderliegende
Lagen betrachtet werden. Diese Spannungsunterschiede können durch Luftisolation ausreichend
getrennt werden. Für die Festlegung der Lagen sind dann zwar noch Abstandselemente
erforderlich, um die mechanische Festigkeit zu erhöhen ; diese Abstandselemente brauchen
jedoch nicht auf der gesamten Länge der Teilwicklung angeordnet zu sein, da diese
aufgrund der üblichen Verfestigung der Wicklungslagen, z. B. mit Gießharz, eine höhere
Steifigkeit aufweisen. Daneben ergibt sich vorteilhaft ein peripherer Luftkanal, der
für eine zuverlässige galvanische Trennung der nebeneinanderliegenden Wicklungslagen
sorgt und gleichzeitig die Kühlleistung erhöht.
[0009] Zwar ist aus der DE-AS 1 242 748 eine Lagenwicklung bekannt, bei der Abstützleisten
verwendet werden, die gegenüber der Lagenlänge gekürzt sind. Allerdings sind diese
Abstützleisten in Zusammenhang mit Wicklungen verwendet, die Kanäle für eine Zwangsströmung
ergeben, bei denen die Wicklungslagen nicht denjenigen der Konfiguration der Anmeldung
entsprechen.
[0010] Schließlich ist aus der DE-AS 1 039637 bekannt, eine gegenüber der Lagenlänge gekürzte
Festisolation zu verwenden. Bei der letztgenannten, bekannten Lagenwicklung werden
die Lagen von einem Kühlmittel umspült. Zwischen den einzelnen Lagen ist eine feste
Isolation nur auf der Seite nicht elektrisch miteinander verbunde-. ner benachbarter
Lagenenden angebracht, während auf der Seite miteinander verbundener benachbarter
Lagenenden zwischen den Lagen Zwischenräume vorgesehen sind, durch die das zugleich
als Isolation dienende Kühlmittel strömen kann. Diese Anordnung dient also dazu, Strömungskanäle
zu schaffen. Es sind daher auch keine stabförmigen Abstandselemente vorgesehen. Die
Wicklungsanordnung liegt ebenfalls anders als bei dem Anmeldungsgegenstand, auf die
sie daher nicht übertragen werden kann.
[0011] Zur Erläuterung der Erfindung werden Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung im
einzelnen beschrieben. Die Figuren zeigen
Figur 1 in schematischer Gegenüberstellung Wicklungen gemäß Stand der Technik und
gemäß vorliegender Erfindung mit jeweils gleicher Anzahl von Lagen,
Figur 2 eine Spule mit erfindungsgemäßer Wicklung im Querschnitt,
Figur 3 den oberen Teil einer derartigen Spule im Längsschnitt.
[0012] In der Beschreibungseinleitung war bereits auf den Stand der Technik, wie er aus
der linken Spalte der Fig. 1 hervorgeht, eingegangen. Bei den Spulenanordnungen gemäß
Erfindung, wie sie in der rechten Spalte der Fig. 1 gezeichnet sind, liegt jeweils
der Kern in der Mitte. Die Figuren sind als Schemata zu betrachten. Es ist möglich,
daß zwischen der beschriebenen Wicklung und dem Kern eine weitere Wicklung angeordnet
ist, z. B. wie es bei einer Anordnung Kern - Unterspannungswicklung - Oberspannungswicklung
üblich ist.
[0013] Die innerste, in der Figur kernnächste Wicklungslage 1 liegt dabei auf der gesamten
Wicklungsachsenlänge durchgehend. Diese Gestaltung ist bei allen Beispielen die gleiche.
Die nach außen folgenden Wicklungslagen 2, 3, ... zeichnen sich dadurch aus, daß sie
aus zwei im wesentlichen gleich langen, auf halber Achsenlänge geteilten Abschnitten
10, 11 bestehen, die abwechselnd im Achsenend- bzw. Mittelbereich mit der darüber-
und darunterliegenden Wicklungslage über Verbindungsdrähte 12, 13 elektrisch verbunden
sind. Dabei ergeben sich je eine obere und eine untere, im wesentlichen spiegelsymmetrische
Teilwicklung (vgl. Bezugszahlen 10', 11'). Jeder der Teilwicklungen verfügt über einen
Außenanschluß 14 bzw. 15. Innerhalb der Wicklung sind die beiden Teilwicklungen 10',
11' elektrisch nur über die innerste Windungslage miteinander verbunden.
[0014] Zwischen den einzelnen Wicklungslagen 1, 2, 3... liegen Abstandselemente 6, 7, die
damit zwischen den Wicklungslagen Kühlkanäle 18 mechanisch aufspannen und auch die
dielektrische Belastung aushalten müssen.
[0015] Geht man von der schematischen Betrachtungsweise ab und betrachtet die konkrete Ausgestaltung,
wie sie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar ist, so läßt sich der Aufbau der Wicklung deutlicher
in den Einzelheiten erkennen. Die Wicklungsanordnung besteht aus einem innenliegenden
Mantel 21 mit der daraufliegenden ersten Wicklungslage 1, die aus nebeneinanderliegenden
Drähten, vorzugsweise aus isoliertem Kupfer- oder Aluminiumdraht, besteht. Auf die
erste Wicklungstage wird ein Glasfasermantel 23 im Naßwickelverfahren aufgebracht.
Es handelt sich hierbei um mit Epoxidharz getränkte Glasfasern, die nach Aushärten
einen mechanisch sehr festen Zylinder ergeben. Nachdem die erste Schicht ausgehärtet
ist, werden Abstandselemente 6 über den Umfang verteilt und eine weitere Mantelschicht
25 aus getränkten, nicht leitenden Glasfasern aufgebracht. Die Abstandselemente 6
werden dabei festgelegt. Ein Kühlkanal 18 zwischen den Wicklungslagen ist dabei ebenfalls
geschaffen. Anschließend wird die nächste Wicklungslage 27 aufgewickelt. Hierauf folgt
eine weitere Zwischenlage aus nicht leitendem, erhärtendem Material. Die weitere Schichtung
folgt dann diesem Schema. Den Abschluß bildet ein Mantel 32 aus glasfaserverstärktem
Kunststoff.
[0016] Die Besonderheit bei der Wicklung ist aus der Fig. 3 erkennbar. Die innere Lage 1
besteht aus dicht nebeneinanderliegend gewickeltem Draht, wobei sich die Lage durchgehend
über die gesamte Achsenlänge erstreckt. Nach Einbringen des ersten Glasfasermantels
23 werden Abstandselemente 6 eingebracht, deren Länge vorzugsweise etwas mehr als
ein Viertel der Achsenlänge der Wicklungsanordnung beträgt. Die eingelegten übereinanderliegenden
Abstandselemente . überlappen sich etwas. Es können auch kürzere Abstandselemente
verwendet werden.
[0017] Die darauf folgende Wicklungslage 2 besteht aus zwei im wesentlichen gleich langen,
auf halber Achsenlänge geteilten Abschnitten 10, 11, die im Achsenendbereich mit der
darunterliegenden Wicklungslage 1 über die Verbindungsdrähte 12, 13 miteinander elektrisch
verbunden sind. Die Abschnitte 10 bzw. 11 werden dann bis etwa zur Mitte gewickelt,
wobei sie sich spiegelsymmetrisch annähern, aber einen Luftspalt 20 etwa im Mittelbereich
der Wicklungslagenanordnung freilassen. Sie sind dort mit der darüberliegenden Wicklungslage
elektrisch verbunden über die Drähte 29, 30. Anschließend erfolgt das Wickeln der
beiden zur dritten Wicklungslage gehörenden Abschnitte. Diese enden im unteren Abschnitt
der Wicklung in einem Außenanschluß 14. Im oberen Abschnitt sind mehrere Anzapfungen
vorgesehen, so daß neben dem äußersten Anschluß 15 weitere Anzapfstellen 15' gegeben
sind, die, wie an sich aus der Transformatorentechnik bekannt, ein Anzapfen zum Spannungsausgleich
ermöglichen. Wie ersichtlich, ist bei der gezeichneten Wicklungsanordnung der Luftspalt
20 nach außen geführt ; der äußere Mantel ist demnach nicht geschlossen. Diese Anordnung
führt zu einer weiteren Verbesserung der Isolation und der Kühlung und verhindert
Kriechstromstrecken.
[0018] . Aus der Beschreibung geht demnach hervor, daß die Abstandselemente 6 bzw. 7 nicht
die gesamte Achsenlänge, sondern auf jeder Seite nur etwa ein Viertel der Achsenlänge
einnehmen. Die Länge der Abstandselemente bestimmt sich nach den mechanischen Kräften
an den Wicklungslagen ; sie liegt im Bereich 1/5 ... 3/5 der halben Abschnittslänge.
[0019] An den Orten größerer Spannungsunterschiede sorgt der Luftspalt dafür, daß die übereinanderliegenden
Wicklungslagen sauber elektrisch voneinander getrennt sind, also keine Kriechstromstrecken
aufweisen. Weiterhin ermöglicht der in der Mitte liegende Luftspalt 20 die galvanische
Trennung zwischen den beiden Wicklungsabschnitten 10', 11'.
[0020] Durch die vorliegende Anordnung ist es möglich, mit weniger und qualitätsmäßig geringwertigerem
Isolationsmaterial auszukommen, wobei die lichte Weite der Kühlkanäle sich optimal
gestalten läßt und sich dadurch die Kühlleistung verbessert, ohne daß wesentliche
Nachteile in Kauf genommen zu werden brauchen.
Wicklung für einen luftgekühlten Trockentransformator oder eine Drosselspule mit wenigstens
zwei Wicklungslagen und folgendem Aufbau :
die innerste Wicklungslage (1) liegt auf der gesamten Wicklungsachsenlänge durchgehend,
die nach außen folgenden Wicklungslagen (2, 3...) bestehen aus zwei im wesentlichen
gleich langen, auf etwa halber Achsenlänge geteilten Abschnitten (10, 11), die abwechselnd
im Achsenend- bzw. Mittelbereich mit der darüber- und darunterliegenden Wicklungslage
bzw. Wicklungsabschnitten elektrisch verbunden sind,
die Wicklungslage(n) sind von den oder der anderen konzentrisch liegenden Wicklungslage(n)
durch Hohlräume, die Kühlkanäle (18) bilden, getrennt,
in den Hohlräumen liegen in Achsenrichtung stabförmige Abstandselemente (6, 7). dadurch
gekennzeichnet, daß verteilt über den Umfang in den Kühlkanälen (18) in Achsenrichtung
jeweils zwei axial hintereinanderliegende Abstandselemente (6, 7) im Bereich der elektrischen
Verbindungen zwischen den Wicklungslagen der Wicklungsabschnitte (10, 11) angeordnet
sind, wobei die Länge der Abstandselemente etwa 0,1-0,3, vorzugsweise etwas länger
als 0,25, der Achsenlänge beträgt, und daß auf halber Achsenlänge zwischen den Wicklungsabschnitten
ein peripherer, nach aussen hin offener Luftkanal (20) eingelassen ist.
Enroulement pour transformateur à sec refroidi par air ou bien une bobine de self
présentant au moins deux couches d'enroulement et présentant la structure suivante
:
la couche d'enroulement (1) placée complètement à l'intérieur est continue sur toute
la longueur axiale de l'enroulement,
les couches d'enroulement (2, 3 ...) se suivant vers l'extérieur se composent de deux
sections (10, 11) essentiellement de même longueur, divisées à peu près à la moitié
de la longueur axiale et qui sont reliées électriquement, alternativement dans la
zone de l'extrémité ou du milieu de l'axe, à la couche ou section d'enroulement située
au-dessus et en dessous,
la ou les couches d'enroulement sont séparées de la ou des autres couches disposées
concentriquement par des cavités qui forme des canaux de refroidissement (18).
les éléments d'espacement (6, 7) en forme de barreaux sont disposés axialement dans
lesdites cavités,
caractérisé en ce qu'il est prévu, dans la zone des connexions électriques entre les
couches de sections d'enroulement, des paires d'éléments d'espacement placés axialement
l'un derrière l'autre dans les canaux de refroidissement (18), ces éléments étant
répartis sur la périphérie et la longueur des éléments d'espacement (6, 7) étant supérieure
d'environ 0,1 à 0,3 fois, de préférence 0,25 fois à la longueur axiale, et en ce qu'un
canal d'air périphérique ouvert vers l'extérieur (20) est ménagé entre les secteurs
d'enroulement au milieu de la longueur axiale (10, 11).