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EP 0 014 698 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.1982 Patentblatt 1982/01 |
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Anmeldetag: 25.01.1979 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: B65B 69/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH7900/008 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 7900/682 (20.09.1979 Gazette 1979/19) |
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Maschine zum Lösen und Entfernen von Schnur oder Band an gesicherten Gütern
Machine for unfastening the strings or binders of packed goods
Machine a delier et a eloigner les ficelles et bandages d'une marchandise emballee
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB LU SE |
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Priorität: |
02.03.1978 CH 2241/78
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.09.1980 Patentblatt 1980/18 |
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Anmelder: PETER BORN AG |
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4800 Zofingen (CH) |
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Erfinder: |
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- BORN, Peter
CH-4800 Zofingen (CH)
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Vertreter: Marer, Joseph |
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c/o Peruhag
Case postale 2050 3001 Bern 3001 Bern (CH) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Lösen und Entfernen von Verpackungsschnur
oder Verpackungsband von Gütern, mit einem Portalständer und einem die Güter durch
diesen hindurchführenden Fördermittel, wobei der Portalständer einen horizontalen
Jochbalken, der in der Höhe verstellbar ist, und eine Trenneinheit aufweist.
[0002] Vorschriftsgemäß müssen die obersten, auf Paletten gestapelten Güter durch ein in
eine Horizontalebene zu liegen kommendes Bindemittel (Schnur oder Band) zusammengehalten
werden. Nach dem Transport wird das Bindemittel wieder entfernt.
[0003] Bekannt ist eine Stangenschere, mit welcher der Palettenhubwagenführer die Schnur
oder das Band, womit die Güter zusammengebunden sind, durchschneidet. Diese Arbeit
ist umständlich und mühsam. Zudem wirken die gelösten Bindemittel sowie das Mitführen
der Schere störend.
[0004] Durch die US-A-3 513 522 ist ein Gerät zum Schneiden und Entfernen von Umschnürungen
gepreßter Ballen, z. B. Heuballen, bekanntgeworden. Das Schneiden von mehreren Umschnürungen
geschieht durch festeingestellte, scherenartige Messerpaare. Die parallel nebeneinander
liegenden Schnüre werden nach dem Trennen durch eine mechanische Einrichtung zusammengerafft,
und die zu einem Strang zusammengerafften Schnüre werden anschließend durch einen
gabelförmigen Dorn mechanisch ergriffen und durch Aufrollen von den gepreßten Ballen
entfernt. Nach dem Aufrollen der Schnüre ist eine mechanische Entladevorrichtung vorgesehen,
welche die aufgerollten Schnurbändel abstreift und über ein mechanisches Fördersystem
in einen Sammelbehälter befördert.
[0005] Mit der erfindungsgemäßen Maschine werden die oben erwähnten Operationen vereinfacht.
Diese Maschine ist dadurch gekennzeichnet, daß der Jochbalken mittels zwei Seilsträngen
verstellbar ist, und daß unten an der einen Endpartie des Jochbalkens die Trenneinheit
und unten an der anderen Endpartie eine Saugeinheit in der Längsrichtung des Jochbalkens
verstellbar befestigt sind, welche Einheiten je einen Tastschild aufweisen, welche
Tastschilder unter der Wirkung von Federn stehen, an je zwei in Längslagern geführten
Stoßstangen befestigt sind und mit einem Stellabtrieb verbunden sind.
[0006] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht der Maschine,
Fig. 2 einen Grundriß der Tastschild-Verstellvorrichtung,
Fig. 3 einen Tastschild mit einer Messerbetätigungsvorrichtung, und
Fig.4 einen Tastschild mit angebrachtem Absaugkopf.
[0007] Die dargestellte Maschine weist einen Portalständer auf, zu dem ein Fördermittel
22 die durch eine Schnur oder ein Band gesicherten Güter 3 führt (Fig 1). Dieser Portalständer
ist durch eine Bodentraverse 25, eine obere Traverse 26 und zwei Säulen 23, 24 gebildet.
Die eine Säule 23 ist höher und oben mit einer Konsole 39 versehen, an welcher ein
mit einem Getriebe-Bremsmotor ausgerüsteter Kettenzug 37 befestigt ist. Dieser dient
zur parallelen Höhenverstellung eines Jochbalkens 28, der mit Rollenführungen 27 an
beiden Säulen 23, 24 versehen ist. Der Jochbalken 28 ist an einem Ende an einem Seilstrang
29 und am anderen Ende an einem Seilstrang 30 aufgehängt. Der Seilstrang 29 ist um
eine feste Seilrolle 33 umgelenkt und mit einer Öse 34 eines Lasthakens 35 eines durch
eine Rolle 38 horizontal geführen Flaschenzuges 36 verbunden. Der andere Seilstrang
30 ist über die beiden festen Rollen 32 und 33 umgelenkt und ebenfalls an der Öse
34 befestigt. Der Flaschenzug 36 ist mit der Kette des Kettenzuges 37 verbunden und
die Höhenverstellung des Jochbalkens 28 läßt sich durch manuelle Schaltung oder durch
eine automatische Abtastung an die jeweilige Höhe der obersten umschnürten Güter 3
anpassen.
[0008] An einer Endpartie des Jochbalkens 28 ist unten eine Trenneinheit 1 und an der anderen
Endpartie eine Absaugeinheit 2 in der Längsrichtung des Jochbalkens 28 durch lösbare
Klemmverbindungen 31 befestigt.
[0009] Beide Einheiten 1, 2 weisen je eine Platte auf, an der zwei Führungsstangen 11 befestigt
sind (Fig. 2). Auf diesen ist eine mit einem Hubantrieb 12 verstellbare Traverse 13
geführt. In zwei an der Platte befestigten Längslagern 19 sind zwei Stoßstangen 15
verschiebbar gehalten, und zusätzlich durch je eine Nabe 14 der Traverse 13 mit Längslagern
geführt. Die beiden Stangen 15 sind an ihrem äußeren Ende an Augen 16 eines Tastschildes
4 befestigt. Durch Federn 17, die sich an den Traversen 13 abstützen, wird der Tastschild
4 mit der gewünschten Kraft nach vorne gedrückt. Die vorderste Stellung des Tastschildes
4 ist durch Anschläge 18 begrenzt. Der Tastschild 4 kann bis zur maximalen Stellung
20 (H
max) ausgefahren sein. Beim Anliegen an die Güter 3 bleibt der Tastschild 4 in der Stellung
21 stehen.
[0010] Am Tastschild 4 der Trenneinheit 1 sind zwei vertikale Führungsstangen 7 befestigt
(Fig. 3). Auf diesen ist ein durch einen Hubantrieb 6 verschiebbarer Messerkopf 5
geführt. Das Messer derselben ragt durch einen Schlitz des Tastschildes 4 aus diesem,
um mindestens die Dicke des Bindemittels (Schnur oder Band), vor, so daß die Schnur
oder das Band von der Schneide des Messers erfaßt werden kann.
[0011] Am Tastbild 4 der Absaugeinheit 2 ist ein trichterförmiger Saugkopf 8 angeordnet,
dessen Saugmund 9 im Bereich des durchgeschnittenen Bindemittels liegt (Fig. 4). Der
Saugkopf 8 ist mit einem Saugschlauch 10 verbunden, welcher in einen als Abscheider
wirkenden Unterdruckbehälter führt, der an ein Sauggebläse angeschlossen ist (nicht
dargestellt).
1. Maschine zum Lösen und Entfernen von Verpackungsschnur oder Verpackungsband von
Gütern (3), mit einem Portalständer (23-26) und einem die Güter durch diesen hindurchführenden
Fördermittel (22), wobei der Portalständer einen horizontalen Jochbalken (28), der
in der Höhe verstellbar ist, und eine Trenneinheit (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Jochbalken mittels zwei Seilsträngen (29, 30) verstellbar ist, und daß unten
an der einen Endpartie des Jochbalkens die Trenneinheit und unten an der anderen Endpartie
eine Saugeinheit (2) in der Längsrichtung des Jochbalkens (28) verstellbar befestigt
sind, welche Einheiten je einen Tastschild (4) aufweisen, welche Tastschilder unter
der Wirkung von Federn (17) stehen, an je zwei Längslagern (19) geführten Stoßstangen
(15) befestigt und mit einem Stellantrieb (12) verbunden sind.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilstränge (29, 30)
über einen Kettenzug (37) in Wirkverbindung mit einem Getriebe-Bremsmotor stehen.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Tastschild (4) der Trenneinheit
(1) mindestens eine vertikale Führungsstange (7) befestigt ist, auf der ein durch
einen Antrieb (6) verschiebbarer Schneidkopf (5) angeordnet ist, der durch einen Schlitz
aus dem Tastschild (4) herausragt.
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Tastschild (4) der Saugeinheit
(2) ein trichterförmiger Saugkopf (8) angeordnet ist, der mit einer Saugleitung (10)
verbunden ist.
1. A machine for cutting and removing cord or band from secured goods (3), with a
portal stand (23-26) and a conveyor (22) leading through the latter, in which the
portal stand has a horizontal cross beam (28) made vertically adjustable and a cutter
unit (1), characterized in that the cross beam is adjustable by two rope lines (29,
30) and in that to the bottom side of one end section of the cross beam the cutter
unit and to the bottom of the other end section a suction unit (2) are adjustable
in the longitudinal direction of the cross beam (28), each of which units has a feeler
plate (4) that is exposed to the action of springs (17) and that is secured to two
push and pull rods (15) run in longitudinal bearings (19) and that is connected with
a control drive (12).
2. A machine according to claim 1, characterized in that the rope lines (29, 30) are
linked through a chain block (37) in actual connection with a gear brake motor.
3. A machine according to claim 1, characterized in that to the feeler plate (4) of
the cutter unit (1) is attached minimum one vertical guide rod (7) on which is mounted
a drive-actuated cutting head (5) that projects through a slot from the feeler plate
(4).
4. A machine according to claim 1, characterized in that to the feeler plate (4) of
the suction unit (2) is attached a funnel-shaped suction head (8) that is connected
to a suction line (10).
1. Machine pour couper et enlever une ficelle ou un ruban entourant des produits (3),
comprenant un portique (23-26) et des moyens (22) pour transporter les produits au
travers du portique qui présente un joug horizontal (28) déplaçable en hauteur et
une unité de tronçonnage (1), caractérisée en ce que le joug est déplaçable au moyen
de deux tronçons de câble (29, 30) et en ce que l'unité de tronçonnage (1 ) et une
unité d'aspiration (2) sont montées de manière à pouvoir être déplacées longitudinalement
sous le joug (28), à l'une et à l'autre extrémité de ce dernier, ces unités comprenant
chacune un bouclier de palpage (4), lesdits boucliers écant soumis à l'action de ressorts
(17) montés sur des tiges de poussée (15) guidées dans des paliers longitudinaux (19)
et étant reliés à un mécanisme de commande (12).
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que les tronçons de câble
(29, 30) sont actionnés par un entraînement à chaîne (37) relié à un moteur de commande.
3. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bouclier de palpage
(4) die l'unité de tronçonnage (1) est fixé à au moins une tige de guidage verticale
(7) sur laquelle est disposée une tête de coupe (5) qui sort du bouclier de palpage
(4) par une fente et qui est déplaçable au moyen d'une commande (6).
4. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une tête de succion (8)
en forme d'entonnoir est montée sur le bouclier de palpage (4) de l'unité d'aspiration
(2), tête qui est reliée à une conduite d'aspiration (10).

