[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktanordnung für Stufenwähler von Stufentransformatoren,
wie sie im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher bezeichnet ist. Derartige Kontaktanordnungen
sind bekannt: DE-AS 16 65 192.
[0002] Bei derartigen Kontaktanordnungen liegt ein wesentlicher Vorteil darin, daß die Kontaktbrücken
aus Flachmaterial durch einfaches Prägen herstellbar sind. Außerdem ist es bei diesen
Kontaktbrücken ohne weiteres möglich, diese so auszubilden, daß für jede einzelne
Kontaktbrücke vier Kontaktstellen, also an jedem Ende zwei, vorhanden sind, wobei
die Kontaktstellen der beiden Enden der einzelnen Kontaktbrücke dann rechtwinkelig
versetzt zueinander angeordnet werden können. Andererseits liegt bei den eingangs
genannten Kontaktanordnungen aber eine Schwierigkeit vor, wenn die Kontaktanordnungen
für große Stromstärken Verwendung finden sollen. Es wird dann unerläßlich, mehrere
Kontaktbrücken parallel anzuordnen, damit für den Stromübergang ebenfalls mehrere
Kontaktstellen zur Verfügung stehen. Für große Ströme war es deshalb bisher üblich,
mehrere aus Flachmaterial bestehende Kontaktbrücken hochkant nebeneinander anzuordnen,
wodurch dann allerdings die V-förmigen Einformungen am Ende der Kontaktbrücke nicht
mehr anwendbar sind und wodurch es dann auch nicht mehr möglich ist, die an den Enden
dei einzelnen KonTaktbrücke sich bildenden Kontaktstellen rechtwinkelig versetzt zueinander
anzuordnen. Ein weiterer Nachteil hierbei ist, daß sich ein gleichbleibender relativ
großer Abstand zwischen den gegenüberliegender Kontaktbrücken ergibt, der sich durch
die Dicke der zwischen den gegenüberliegenden Kontaktbrücken angeordneten Gegenkontakte
bestimmt. Hierdurch kommt es zu einer ungenügenden Auswirkung von elektrodynamischen
Stromkräften zwischen den parallelen sich gegenüberliegenden Kontaktbrücken, die üblicherweise
zur Kontaktdruckverstärkung herangezogen werden. Außerdem ist es natürlich im Falle
der Hochkantanordnung der Kontaktbrücken nicht möglich, daß die feststehenden Gegenkontakte
als einfache runde Kontaktstäbe ausgebildet werden, da für die hochkant nebeneinander
angeordneten Kontaktbrücken in deren Schwenkrichtung größere Auflaufflächen am Gegenkontakt
erforderlich sind.
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die bekannte Kontaktanordnung so weiterzuentwickeln,
daß sie auch für größere Stromstärken mit mehreren Kontaktstellen geeignet ist. Diese
Aufgabe wird bei der eingangs genannten Kontaktanordnung erfindungsgemäß durch die
im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Mittel gelöst.
[0004] Der Vorteil der neuen Kontaktanordnung liegt vor allem in folgendem: Die Kontaktanordnung
ist für hohe Stromstärken geeignet. Trotzdem können die Kontaktbrücken als einfache
Prägeteile ausgeführt werden, und als Gegenkontakte können weiterhin einfache Rundstäbe
Verwendung finden. Für jede einzelne Kontaktbrücke ist trotz Verdoppelung der Zahl
der Kontaktbrücken eine Vierpunktauflage gewährleistet, insbesondere da, wie im Falle
der Einfach-Brückenanordnung, die Zweipunktauflage des einen Endes jeder einzelnen
Brücke gegenüber der Zweipunktauflage ihres anderen Endes rechtwinkelig versetzt sein
kann. Obgleich die beiden Kontaktstellen im Bereich der V-förmigen Einformung an der
Schmalseite der einzelnen Kontaktbrücke gebildet werden, ist es durch die verbreiterten
Auflaufflächen verhindert, daß die Kontaktbrücken mit einer relativ schmalen Fläche
an Kontaktsab auflaufen. Es wird also vermieden, daß der Kontaktstab an der Auflaufstelle
durch eine hohe Flächenbeanspruchung relativ schnell ausgearbeitet wird. Ferner können
die einzelnen Kontaktbrücken, da sie als einfache Prägeteile ausgebildet sind, ohne
weiteres so geformt werden, daß die zwischen den sich gegenüberliegenden Kontaktbrücken
wirksamen elektrodynamischen Stromkräfte für die Kontaktdruckverstärkung
gut ausnutzbar sind.
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt
und wird im einzelnen näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 die Kontaktanordnung in perspektivischer Ansicht, wobei allerdings nur zwei
obenliegende Kontaktbrücken dargestellt sind,
Figur 2 die V-förmige Einformung der einen Kontaktbrücke mit verbreiterten Auflaufflächen
im Detail,
Figur 3 eine Teilansicht der Kontaktanordnung im Moment des Auflaufens auf den Kontaktstab,
Figur 4 die gleiche Teilansicht wie Figur 3, jedoch im aufgelaufenen Zustand.
[0006] Wie aus den Figuren hervorgeht, besteht die Kontaktanordnung im wesentlichen aus
je zwei sich gegenüberliegenden Kontaktsbrücken 1,2, von denen der Übersichtlichkeit
wegen in Figur 1 nur die beiden oberen dargestellt sind, aus einem Schleifring 3,
an welchem die Kontaktbrücken 1 und 2 ständig anliegen, und aus einem stabförmigen
Gegenkontakt 4. Die Kontaktbrücken 1 und 2 sind in Pfeilrichtung, also seitlich verschwenkbar.
Sie nehmen unter Bildung von je zwei Kontaktstellen 5 und 6 (Fig. 4) den stabformigen
Gegenkontakt zwischen sich auf. Hierzu dient die V-förmige Einformung 7, die an den
abgewinkelten Enden 8, der beiden Kontaktbrücken 1, 2, also an deren Schmalseite vorgesehen
sind. Zum besseren Auflaufen der Kontaktbrücken 1, 2 auf den Kontaktstab 4 sind zu
beiden Seiten der V-förmigen Einformung 7 Auflaufflächen 10 und 11 vorgesehen (siehe
auch Fig. 2). Diese Auflaufflächen sind jedoch nur an je einer der sich gegenüberliegenden
Kontaktbrücken vorgesehen, nämlich an der Kontaktbrücke 2, und sie sind gegenüber
der Materialdicke 12 der Kontaktbrücke 2 wesentlich verbreitert (Fig. 2). Sie dienen
zugleich als Anschlag für die andere Kontaktbrücke 1, so daß diese, sobald die Auflaufflächen
10 oder 11 auf den Kontaktstab 4 auflaufen, mitgenommen wird. Werden die sich gegenüberliegenden
Kontaktbrücken 1 und 2 beim Auflaufen auf den Kontaktstab 4 auseinandergedrückt (vergleiche
Figur 3), so stoßen die Flächen 13 der Kontaktbrücken 2 gegen die Stufen 14 der anderen
Kontaktbrücken 1, so daß diese ebenfalls auseinandergedrückt werden und mühelos auf
den Kontaktstab 4 auflaufen können.
[0007] Um auch am Schleifring 3 mit Sicherheit für jede Kontaktbrücke 1 und 2 zwei Kontaktstellen
zu erreiche, ist folgendes vorgesehen: Die obere Kontaktbrücke 1 ist mit einer Ausnehmung
15 versehen, so daß sie mit den beiden sich am Ende ergebenden Stegen 16, 17 am Schleifring
3 anliegt. Die untere Kontaktbrücke 2 ist mit ihrem verschmälerten Ende 18 in die
Ausnehmung 15 hineingekröpft, und das verschmälerte Ende ist ebenfalls durch eine
Aussparung 19 so ausgebildet, daß eine Zweipunktauflage erfolgt. Anstelle der Aussparung
19 kann natürlich auch eine Prägung vorgenommen werden.
[0008] Die Kontaktbrücken 1, 2 sind im mittleren Bereich so gekröpft, daß sich ein möglichst
geringer Abstand zwischen den einzelnen parallel angeordneten und gegenüberliegenden
Kontaktbrücken ergibt, damit die elektrodynamischen Kräfte für die Kontaktdruckverstärkung
ausgenutzt werden können. Erwähnt sei noch, daß die den Kontaktdruck erzeugenden Federn
der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt sind. Ihre Anordnung geschieht auf übliche
Weise.
1. Kontaktanordnung für Stufenwähler von Stufentransformatoren mit mindestens zwei
sich gegenüberliegenden seitlich verschwenkbaren Kontaktbrücken aus Flachmaterial
die an einem Ende mittels einer V-förmigen Einformung einen runden Kontaktstab unter
Bildung von je zwei Kontaktstellen zwischen sich aufnehmen und die an den Außenkanten
der V-förmigen Einformungen mit Auflaufflächen zum besseren Auflaufen auf den Kontaktstab
versehen sind, dadurc gekennzeichnet, daß die V-förmige Einformung (7) und die Auflaufflächen
(10, 11) am abgewinkelten stirnseitigen Ende (8, 9) der Kontaktbrücken (1, 2) vorgesehen
sind, derart, daß jede Kontaktbrücke mit ihrer Schmalseite am Kontaktstab (4) zur
Anlage gelangt und daß die Auflaufflächen (10, 11) gegenüber der Materialdicke (12)
der Kontaktbrücke (1, 2) wesentlich verbreitert sind, und weiter gekennzeichnet dadurch,
daß ober- oder unterhalb jeder Kontaktbrücke (z.B. 2) mindestens eine weitere Kontaktbrücke
(z.B. 1) mit einem ebenfalls abgewinkelten Ende (8) und V-förmiger Einformung (7)
jedoch ohne Auflaufflächen vorgesehen ist, wobei die weitere Kontaktbrücke (z.B.1)
beim Auflaufen der Auflaufflächen (10, 11) der ersten Kontaktbrücke (z.B. 2) auf den
Kontaktstab (4) mittels eines Anschlages (13, 14) mitgenommen wird.
2. Kontaktanordnung für Stufenwähler von Stufentransformatoren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbreiterung der Auflauflächen (10,11) der ersten Kontaktbrücke
(z.B. 2) als Anschlag (13, 14) für die weitere Kontaktbrücke (z.B. 1) ausgebildet
ist.