(19)
(11) EP 0 015 435 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.09.1980  Patentblatt  1980/19

(21) Anmeldenummer: 80100820.2

(22) Anmeldetag:  19.02.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B65D 5/46
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 22.02.1979 DE 7905025 U
05.12.1979 DE 2948968
24.10.1979 DE 2942908

(71) Anmelder: Glöyer, Wolfgang
D-2000 Oststeinbek (DE)

(72) Erfinder:
  • Glöyer, Wolfgang
    D-2000 Oststeinbek (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Faltschachtel-Tragebehälter für stehend angeordnete Flaschen


    (57) Faltschachtelbehälter aus einem einteiligen Stanzzuschnitt für in zwei Reihen stehend angeordnete Flaschen, mit einerTrageöffnung im Deckel, der aus mehreren übereinanderliegenden Lagen des Zuschnittmateriales gebildet ist, wobei aus der die oberste Lage bildenden Deckelwand (16) eine vorgestanzte, doppelt genutete Klappe (11) durch die Trageöffnung bildende Ausnehmungen in den übrigen Deckelwandteilen in's Behälterinnere faltbar ist. In dieser Lage wird die Klappe (11) von einer Flasche festgehalten, so daß die den Deckel bildenden Wandteile sich nicht selbsttätig öffnen können.
    Die Erfindung betrifft weiters einen Klebeverschluß bzw. Klebestreifen für eine derartige Verpackung.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen als Faltschachtel ausgebildeten, mit einer Tragevorrichtung versehenen Behälter für in zwei Reihen paarweise nebeneinander stehend angeorednete Flaschen, der aus einem einstückigen Faltschachtelzuschnitt mit längs Falzlinien zusammenhängenden Wandungsteilen gebildet ist. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, mit möglichst wenig Aufwand einen dieser Gattung entsprechenden Faltschachtel-Tragebehälter für vorzugsweise sechs Flaschen zu schaffen, der eine von oben her zugängliche, aus mehreren Lagen Pappe gebildete Öffnung zum Tragen besitzt. Die Zugänglichkeit von der Stirnseite her und die Vermeidung eines Hervorstehens der Tragevorrichtung nach außen sind deshalb von Wichtigkeit, damit der die Flasche enthaltende Tragebehälter zusammen mit anderen gleichartigen Behältern gut palettiert und gestapelt werden kann, und damit beispielsweise ein in stehender oder liegender Lage befindlicher Behälter leicht mit einer Hand aus einem Regal oder aus einer Gitterbox entnommen werden kann. Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, daß die sfirnseitige Deckelwand des Faltschachtel-Tragebehalters aus mit einer zur Bildung einer Trageöffnung dienenden Klappe und mit Stanzöffnungen versehenen Wandungsteilen zusammengesetzt ist, von denen die obere und mittlere Lage von zwei sich im Endzustand der Faltschachtel im wesentlichen deckenden Längsklappwänden und die untere durch zwei sich zu einer einzigen Lage ergänzenden Querklappwände gebildet werden und daß die vorgestanzte, zweimal genutete Klappe in der oberen Längsklappwand in einer solchen räumlichen Anordnung in den Faltschachtel zuschnitt angebracht ist, daß sie sich im Endzustand der Faltschachtel so um die deckungsgleichen Stanzöffnungen in der mittleren und unteren Lage faltet, daß sich eine Öffnung zum Tragen bildet, die aus den drei Lagen der Deckelwandteile und aus der umgefalteten Klappe besteht. In einem mit sechs Flaschen befüllten Faltschachtel-Tragekarton wird diese Klappe von der einen mittleren Flasche so festgehalten, daß die den Deckel bildenden Wandungsteile sich nicht selbsttätig öffnen können.

    [0002] Eine Möglichkeit zur vorteilhaften weiteren Ausgestaltung besteht neuerungsgemäß darin, daß die beiden die untere Lage der Deckelwand der Faltschachtel bildenden Ouerklappwände außer mit den vorgestanzten Öffnungen an ihren Vorderkanten mit im Endzustand der Faltschachtel ineinander greifenden Vorsprüngen und Ausnehmungen versehen sind. Dadurch erhöht sich die Festigkeit und Stabilität der Faltschachtel im Bereich der Deckelwand.

    [0003] Eine weitere Möglichkeit zur vorteilhaften Ausgestaltung des neuen Faltschachtel-Tragebehälters besteht darin, diesen mit einem stirnseiten Klebeverschluß zu verschließen, der jeweils nur einen Teil der Kanten der äußeren, oberen Deckelwand bedeckt, so daß zur Einführung einer Messerklinge für das einfache Öffnen des Klebeverschlusses geeignete Führungsschlitze in den Kanten freibleiben.

    [0004] Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:

    Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Faltschachtel-Tragebehälters nach der Erfindung schräg von oben gesehen ;

    Figur 2 eine Grundrißdarstellung des Faltschachtel-Tragebehälters von Figur 1 bei aufgeklapptem Zustand der die Deckelwand bildenden Längs- und Querklappwände, d. h. beispielsweise vor dem Verschließen des die stehend angeordneten Flaschen aufnehmenden Behälters ;

    Figur 3 eine Abwicklungsdarstellung des Faltschachtelzuschnitts

    Figur 4 eine perspektivische Ansicht des Faltschachtel-Tragebehälters nach der Erfindung bei geöffnetem Zustand der die Deckelwand bildenden Längs- und Ouerklappwände der Faltschachtel

    Figur 5 einen perspektivischen Querschnitt der eingefalteten Deckelwände und die um die Öffnungen gefaltete Klappe der oberen Deckelwand und

    Figur 6 einen etwa T-förmigen, einteilagen Klebestreifen zum Verschlicben -zum Etikettieren des Faltschechtaf-Tragebehälters in einem Arbeifsgang.



    [0005] In Fig. 1 ist 16 die obere Deckelwand der fertigen Faltschachtel, in deren Mitte sich die zur Bildung einer Trageöffnung nach innen gefaltete Klappe 11 befindet. 12 ist eine Längswand und 13 eine Querwand der Faltschachtel. 33, 34 ist der aus zwei übereinandergelegten Klebestreifen bestehende Klebeverschluß und 32 der Schlitz für das Einführen der Messerklinge.

    [0006] Die Deckelwand ist zusammengesetzt aus den Längswänden 16, 17 und den Ouerwänden 18, 19. Diese werden nach der in Fig. 2 mit den Ziffern 1 bzw. 1',2 und 3 bezeichneten Reihenfolge beim Verschließen der Faltschachtel übereinander geklappt. Dadurch wird die Deckelwand gebildet. Die Längsklappwand 16 enthält, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, im Zuschnitt eine vorgestanzte, doppelt genutete Klappe 11 in einer solchen räumlichen Anordnung, daß sich die Klappe 11 im Endzustand der Faltschachtel um die in den Längs- und Querklappwänden 17, 18 und 19 übereinanderliegenden, deckungsgleichen Stanzöffnungen faltet. Die Längsklappwände 16, 17 sind so bemessen, daß sie sich in der fertigen Deckelwand im wesentlichen vollstandig decken. Die Ouerklappwände 18, 19 dagegen sind so bemessen, daß sie sich im Endzustand der Faltschachtel ohne gegenseitige Deckung oder Überlappung zu einer Schicht ergänzen. An ihren Vorderkanten können Vorsprünge 24 bzw. Nuten 25, welche beim Einklappen der Querklappwände miteinander zum Eingriff kommen, vorgesehen sein. Der in Fig. 3 dargestellte Faltschachtelzuschnitt enthält ferner zur Bildung des Faltschachtelbodens dienende Längs- und Querklappwande 27, 28, 29 und 30. Außerdem ist noch eine Anschlußlasche 31 gezeigt, die im Endzustand der Faltschachtel an der Nachbarwand 13 durch Heißleim oder Heftklammern befestigt wird. Als Werkstoff zur Herstellung der Faltschachtel-Tragebehälter kann Wellpappe oder Vollpappe verwendet werden.

    [0007] In Fig. 5 wird gezeigt, wie die Deckelwandteile 16, 17, 18 und 19 nach dem Einfalten der Klappe 11 durch die mittlere Flasche in der vorderen Reihe zusammengehalten werden.

    [0008] Fig. 6 zeigt einen einteiligen, als Etikett ausgebildeten Klebestreifen 35 zum Verschließen des Faltschachtel-Tragebehölters an der Stirnseite. Dieser etwa T-förmige Streifen verbindet die Deckelwand 16 mit den Seitenwänden 15, 12,13.


    Ansprüche

    1 ) Als Faltschachtel ausgebildeter, mit einer Tragevorrichtung versehener Kartonbehälter für in zwei Reihen nebeneinander stehend angeordnete Flaschen, der aus einem einstückigen, gestanzten Faltschachtelzuschnitt mit an längs Faltlinien zusammenhängenden Wandungsteilen gebildet ist, derart, daß die obere und mittlere Deckelwand der Faltschachtel aus zwei übereinanderliegenden Längsklappwänden und die untere Lage aus zwei Querklappwänden gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Deckelwand der Faltschachtel eine vorgestanzte, doppelt genutete Klappe aufweist, die nach dem Umfalten um die in den unteren Deckelwandungsteilen deckungsgleichen Stanzöffnungen eine Trageöffnung bildet und die gleichfalls nach dem Umfalten von der einen mittleren Flasche so festgehalten wird, daß die den Deckel bildenden Wandungsteile sich nicht selbsttätig öffnen können.
     
    2) Faltschachtel-Tragebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden, die untere Lage bildenden Ouerklappwände der Deckelwand außer mit vorgestanzten Öffnungen an ihren Vorderkanten mit im Endzustand der Faltschachtel ineinandergreifenden Vorsprüngen und Ausnehmungen versehen sind.
     
    3) Stirnseitiger Klebeverschluß für einen Faltschachtel-Tragebehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebeverschluß jeweils nur einen Teil der Kanten der äußeren, die Stirnseite des Behälters abdeckende Deckelwand bedeckt, so daß zur Einführung einer Messerklinge für das leichte Öffnen des Kartonverschlusses geeignete Schlitze in den Kanten freibleiben .
     
    4) Klebeverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus zwei übereinandergelegten Klebestreifen besteht, von denen der eine über die beiden einander gegenüberliegenden Seitenkanten der die Stirnseite abdeckende Deckelwand und der andere, vorzugsweise als Etikett ausgebildete, über die Vorderkante dieser Deckelwand gelegt ist.
     
    5) Klebestreifen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem einzigen, rechtwinkeligen Klebestreifen besteht, dessen beide waagerechten Schenkelabschnitte über je eine der beiden einander gegenüberliegenden Seitenkanten und dessen senkrecht dazu gerichteter Schenkelabschnitt über die Vorderkante der die Stirnseite des Faltschachtel-Tragebehälters abdeckende Deckelwand gelegt ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht