[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen als Faltschachtel ausgebildeten, mit einer Tragevorrichtung
versehenen Behälter für in zwei Reihen paarweise nebeneinander stehend angeorednete
Flaschen, der aus einem einstückigen Faltschachtelzuschnitt mit längs Falzlinien zusammenhängenden
Wandungsteilen gebildet ist. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
mit möglichst wenig Aufwand einen dieser Gattung entsprechenden Faltschachtel-Tragebehälter
für vorzugsweise sechs Flaschen zu schaffen, der eine von oben her zugängliche, aus
mehreren Lagen Pappe gebildete Öffnung zum Tragen besitzt. Die Zugänglichkeit von
der Stirnseite her und die Vermeidung eines Hervorstehens der Tragevorrichtung nach
außen sind deshalb von Wichtigkeit, damit der die Flasche enthaltende Tragebehälter
zusammen mit anderen gleichartigen Behältern gut palettiert und gestapelt werden kann,
und damit beispielsweise ein in stehender oder liegender Lage befindlicher Behälter
leicht mit einer Hand aus einem Regal oder aus einer Gitterbox entnommen werden kann.
Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, daß die sfirnseitige Deckelwand
des Faltschachtel-Tragebehalters aus mit einer zur Bildung einer Trageöffnung dienenden
Klappe und mit Stanzöffnungen versehenen Wandungsteilen zusammengesetzt ist, von denen
die obere und mittlere Lage von zwei sich im Endzustand der Faltschachtel im wesentlichen
deckenden Längsklappwänden und die untere durch zwei sich zu einer einzigen Lage ergänzenden
Querklappwände gebildet werden und daß die vorgestanzte, zweimal genutete Klappe in
der oberen Längsklappwand in einer solchen räumlichen Anordnung in den Faltschachtel
zuschnitt angebracht ist, daß sie sich im Endzustand der Faltschachtel so um die deckungsgleichen
Stanzöffnungen in der mittleren und unteren Lage faltet, daß sich eine Öffnung zum
Tragen bildet, die aus den drei Lagen der Deckelwandteile und aus der umgefalteten
Klappe besteht. In einem mit sechs Flaschen befüllten Faltschachtel-Tragekarton wird
diese Klappe von der einen mittleren Flasche so festgehalten, daß die den Deckel bildenden
Wandungsteile sich nicht selbsttätig öffnen können.
[0002] Eine Möglichkeit zur vorteilhaften weiteren Ausgestaltung besteht neuerungsgemäß
darin, daß die beiden die untere Lage der Deckelwand der Faltschachtel bildenden Ouerklappwände
außer mit den vorgestanzten Öffnungen an ihren Vorderkanten mit im Endzustand der
Faltschachtel ineinander greifenden Vorsprüngen und Ausnehmungen versehen sind. Dadurch
erhöht sich die Festigkeit und Stabilität der Faltschachtel im Bereich der Deckelwand.
[0003] Eine weitere Möglichkeit zur vorteilhaften Ausgestaltung des neuen Faltschachtel-Tragebehälters
besteht darin, diesen mit einem stirnseiten Klebeverschluß zu verschließen, der jeweils
nur einen Teil der Kanten der äußeren, oberen Deckelwand bedeckt, so daß zur Einführung
einer Messerklinge für das einfache Öffnen des Klebeverschlusses geeignete Führungsschlitze
in den Kanten freibleiben.
[0004] Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Faltschachtel-Tragebehälters nach der
Erfindung schräg von oben gesehen ;
Figur 2 eine Grundrißdarstellung des Faltschachtel-Tragebehälters von Figur 1 bei
aufgeklapptem Zustand der die Deckelwand bildenden Längs- und Querklappwände, d. h.
beispielsweise vor dem Verschließen des die stehend angeordneten Flaschen aufnehmenden
Behälters ;
Figur 3 eine Abwicklungsdarstellung des Faltschachtelzuschnitts
Figur 4 eine perspektivische Ansicht des Faltschachtel-Tragebehälters nach der Erfindung
bei geöffnetem Zustand der die Deckelwand bildenden Längs- und Ouerklappwände der
Faltschachtel
Figur 5 einen perspektivischen Querschnitt der eingefalteten Deckelwände und die um
die Öffnungen gefaltete Klappe der oberen Deckelwand und
Figur 6 einen etwa T-förmigen, einteilagen Klebestreifen zum Verschlicben -zum Etikettieren
des Faltschechtaf-Tragebehälters in einem Arbeifsgang.
[0005] In Fig. 1 ist 16 die obere Deckelwand der fertigen Faltschachtel, in deren Mitte
sich die zur Bildung einer Trageöffnung nach innen gefaltete Klappe 11 befindet. 12
ist eine Längswand und 13 eine Querwand der Faltschachtel. 33, 34 ist der aus zwei
übereinandergelegten Klebestreifen bestehende Klebeverschluß und 32 der Schlitz für
das Einführen der Messerklinge.
[0006] Die Deckelwand ist zusammengesetzt aus den Längswänden 16, 17 und den Ouerwänden
18, 19. Diese werden nach der in Fig. 2 mit den Ziffern 1 bzw. 1',2 und 3 bezeichneten
Reihenfolge beim Verschließen der Faltschachtel übereinander geklappt. Dadurch wird
die Deckelwand gebildet. Die Längsklappwand 16 enthält, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich,
im Zuschnitt eine vorgestanzte, doppelt genutete Klappe 11 in einer solchen räumlichen
Anordnung, daß sich die Klappe 11 im Endzustand der Faltschachtel um die in den Längs-
und Querklappwänden 17, 18 und 19 übereinanderliegenden, deckungsgleichen Stanzöffnungen
faltet. Die Längsklappwände 16, 17 sind so bemessen, daß sie sich in der fertigen
Deckelwand im wesentlichen vollstandig decken. Die Ouerklappwände 18, 19 dagegen sind
so bemessen, daß sie sich im Endzustand der Faltschachtel ohne gegenseitige Deckung
oder Überlappung zu einer Schicht ergänzen. An ihren Vorderkanten können Vorsprünge
24 bzw. Nuten 25, welche beim Einklappen der Querklappwände miteinander zum Eingriff
kommen, vorgesehen sein. Der in Fig. 3 dargestellte Faltschachtelzuschnitt enthält
ferner zur Bildung des Faltschachtelbodens dienende Längs- und Querklappwande 27,
28, 29 und 30. Außerdem ist noch eine Anschlußlasche 31 gezeigt, die im Endzustand
der Faltschachtel an der Nachbarwand 13 durch Heißleim oder Heftklammern befestigt
wird. Als Werkstoff zur Herstellung der Faltschachtel-Tragebehälter kann Wellpappe
oder Vollpappe verwendet werden.
[0007] In Fig. 5 wird gezeigt, wie die Deckelwandteile 16, 17, 18 und 19 nach dem Einfalten
der Klappe 11 durch die mittlere Flasche in der vorderen Reihe zusammengehalten werden.
[0008] Fig. 6 zeigt einen einteiligen, als Etikett ausgebildeten Klebestreifen 35 zum Verschließen
des Faltschachtel-Tragebehölters an der Stirnseite. Dieser etwa T-förmige Streifen
verbindet die Deckelwand 16 mit den Seitenwänden 15, 12,13.
1 ) Als Faltschachtel ausgebildeter, mit einer Tragevorrichtung versehener Kartonbehälter
für in zwei Reihen nebeneinander stehend angeordnete Flaschen, der aus einem einstückigen,
gestanzten Faltschachtelzuschnitt mit an längs Faltlinien zusammenhängenden Wandungsteilen
gebildet ist, derart, daß die obere und mittlere Deckelwand der Faltschachtel aus
zwei übereinanderliegenden Längsklappwänden und die untere Lage aus zwei Querklappwänden
gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Deckelwand der Faltschachtel
eine vorgestanzte, doppelt genutete Klappe aufweist, die nach dem Umfalten um die
in den unteren Deckelwandungsteilen deckungsgleichen Stanzöffnungen eine Trageöffnung
bildet und die gleichfalls nach dem Umfalten von der einen mittleren Flasche so festgehalten
wird, daß die den Deckel bildenden Wandungsteile sich nicht selbsttätig öffnen können.
2) Faltschachtel-Tragebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden,
die untere Lage bildenden Ouerklappwände der Deckelwand außer mit vorgestanzten Öffnungen
an ihren Vorderkanten mit im Endzustand der Faltschachtel ineinandergreifenden Vorsprüngen
und Ausnehmungen versehen sind.
3) Stirnseitiger Klebeverschluß für einen Faltschachtel-Tragebehälter nach Anspruch
1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebeverschluß jeweils nur einen Teil der
Kanten der äußeren, die Stirnseite des Behälters abdeckende Deckelwand bedeckt, so
daß zur Einführung einer Messerklinge für das leichte Öffnen des Kartonverschlusses
geeignete Schlitze in den Kanten freibleiben .
4) Klebeverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus zwei übereinandergelegten
Klebestreifen besteht, von denen der eine über die beiden einander gegenüberliegenden
Seitenkanten der die Stirnseite abdeckende Deckelwand und der andere, vorzugsweise
als Etikett ausgebildete, über die Vorderkante dieser Deckelwand gelegt ist.
5) Klebestreifen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem einzigen,
rechtwinkeligen Klebestreifen besteht, dessen beide waagerechten Schenkelabschnitte
über je eine der beiden einander gegenüberliegenden Seitenkanten und dessen senkrecht
dazu gerichteter Schenkelabschnitt über die Vorderkante der die Stirnseite des Faltschachtel-Tragebehälters
abdeckende Deckelwand gelegt ist.