(19)
(11) EP 0 016 260 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
01.10.1980  Patentblatt  1980/20

(21) Anmeldenummer: 79105210.3

(22) Anmeldetag:  17.12.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B42C 19/02, B65H 39/055
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB IT NL

(30) Priorität: 13.02.1979 DE 2905358
13.10.1979 DE 2941558

(71) Anmelder: Reinhard Mohn GmbH
D-4830 Gütersloh 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Kwauka, Gerd-Georg, Dr.
    D-4830 Gütersloh 11 (DE)
  • Diekmann, Uwe
    D-4815 Schloss-Holte-Stukenbrock (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Dr. Solf & Zapf 
Postfach 13 01 13
42028 Wuppertal
42028 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Buchblocks


    (57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur direkten, automatischen Herstellung von Buchblocks aus bedruckten Bogen, wobei jeder bedruckte Bogen (1) von einem Anleger zu einer Falzmaschine transportiert und mit einem Parallelfalz, vorzugsweise mit quer zur Förderrichtung angeordneten Falzkanten, gefalzt wird, anschliessend der derart/gefalzte Bogen (3) zu Lagen mit parallel zur Förderrichtung liegenden Schnittkanten längsgeschnitten wird, aus den geschnittenen Lagen (6) ein Lagenstrom, vorzugsweise ein Schuppenstrom (8) gebildet wird, die Lagenströme (7) entsprechend dem Rastermaß einer Sammelvorrichtung, vorzugsweise einer Zusammentragemaschine oder eines Sammethefters, deltaartig gespreizt werden, die Lagen der Lagenströme von der Sammelvorrichtung aufgenommen, in an sich bekannter Weise quergefördert und zum Buchblockrohling gesammelt und anschließend die Rohlinge in an sich bekannter Weise zum Buchblock o. dgl. geheftet oder gebunden werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein automatisch arbeitendes Verfahren zur direkten bzw. unmittelbaren Herstellung von Buchblocks aus bedruckten Bogen. Im Sinne der Erfindung werden unter dem Begriff "Buchblock" alle Produkte verstanden, die für die Buchfertigung, Broschüren-, Zeitschriftenherstellung o.dgl. weiterverarbeitet werden, indem sich eine Drahtheftung, Seitenheftung, Fadenheftung, Klebebindung o.dgl. anschließen kann.

    [0002] Das Verfahren zur Herstellung eines Buchblocks ist abhängig vom vorangehenden Druckverfahren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem Bogen- und dem Rollendruckverfahren. Während man für Rollendruckverfahren Verfahren zur kontinuierlichen, automatischen Herstellung von Buchblocks entwickelt hat, die mit hoher Geschwindigkeit arbeiten, ist dies bei der Herstellung von Buchblocks aus bedruckten Bogen noch nicht befriedigend gelungen. Die aus der Bogendruckmaschine kommenden Bogen werden nach dem herkömmlichen Verfahren auf Paletten gestapelt, von der Palette jeder Bogen einzeln abgezogen, zur Lage mit Kreuzbruch gefalzt, die Lagen geschuppt, aufgestoßen, gebündelt, verschnürt und auf Paletten zwischengestapelt, die Paletten zu Zusammentragemaschinen befördert, wobei für jede Station bzw. für jedes Magazin der Zusammentragemaschine eine Palette erforderlich ist. Anschließend werden in der Zusammentragemaschine mehrere verschiedene Lagen zum Buchblockrohling zusammengetragen und dann beispielsweise eine Klebebindung o.dgl. durchgeführt. Dabei fällt sehr viel manuelle Arbeit an, die das Verfahren erheblich verlangsamt.

    [0003] Die bekannten Rollendruckverfahren mit kontinuierlicher automatischer Buchblockherstellung arbeiten zwar sehr schnell, stehen jedoch nicht für alle Druckverfahren - Hoch-, Flach- und Tiefdruck - zur Verfügung, sind in der Kontrolle schwierig, häufig nicht ausreichend format- und auflagenvariabel, werden durch Papierdickenschwankungen stark beeinflußt, ermöglichen die Verwendung von Viertelbogen nur mit erheblichem Aufwand und es ist vor allen Dingen nahezu ausgeschlossen, z.B. mehrfarbige Bogenteile beizulegen, was häufig gefordert wird.

    [0004] Das Bogendruckverfahren mit anschließender Buchblockherstellung weist dagegen insbesondere diese Nachteile nicht auf, ist aber deshalb häufig nicht anwendbar, weil die manuelle Arbeit und die geringe Arbeitsgeschwindigkeit das Verfahren konkurrenzunfähig machen.

    [0005] Es ist daher bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, das die automatische, kontinuierliche, direkte Herstellung von Buchblocks aus bedruckten Bogen gestattet, das format-und auflagenvariabel ist und unabhängig vom vorangehenden Druckverfahren mit relativ hoher Geschwindigkeit arbeitet. (Bei der direkten bzw. unmittelbaren Herstellung eines Buchblocks soll der Verfahrensfluß von der Einspeisung der bedruckten Bogen bis zur Blockerstellung nicht unterbrochen sein). Das vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung eines Buchblocks aus bedruckten Bogen soll sich dadurch auszeichnen, daß die Bogen im Stapel Anlegern zugeführt werden, die Anleger die Bogen zu einem Bogenpaket aufeinanderlegen, die Bogen in Paketlage fixiert werden, das Paket in parallele Streifen geschnitten wird, die Streifen vorzugsweise um eine Längsachse mittig gefaltet, zu Lagen vorzugsweise quergeschnitten und die Lagen zum Buchblockrohling gesammelt werden. Nach einem weiteren Vorschlag zur Herstellung von Kalenderblocks wird ähnlich verfahren, indem die Druckbilder bzw. -informationen eines ganzen Kalenderjahres bzw. aller Kalendermonate eines Kalenderjahres auf einem Bogen gedruckt werden, die Bogen gestapelt, vorzugsweise als Stapel einem Anleger zugeführt werden, vom Anleger jeweils ein vereinzelter Bogen auf ein kontinuierlich laufendes Förderband gegeben, vom Förderband in eine Schneidstation transportiert, dort längs- und quergeschnitten wird, so daß einzelne Kalenderblätter entstehen, die Kalenderblätter zur Bildung des Kalenderblockrohlings übereinander angeordnet werden und der Blockrohling in an sich bekannter Weise zum Kalenderblock verarbeitet wird.

    [0006] Diese beiden vorgeschlagenen Verfahren arbeiten bereits relativ schnell und vor allem weitestgehend mit bekannten Maschinen. Aufgabe der Erfindung ist, eine weitere erhebliche Vereinfachung des direkten Verfahrens zur Herstellung eines Buchblocks aus bedruckten Bogen zu schaffen, wobei ebenfalls im wesentlichen bekannte Maschinen unter Aufwendung eines sehr geringen Platzbedarfs eingesetzt werden sollen. Vor allem soll das neue Verfahren ohne eine sich auswirkende Unterbrechung eine Stopper- und/ oder Fehlbogen- und/oder Doppelbogehkompensation und eine Pufferung ermöglichen.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur direkten, automatischen Herstellung von Buchblocks aus bedruckten Bogen gelöst, das sich dadurch auszeichnet, daß jeder bedruckte Bogen von einem Anleger zu einer Falzmaschine transportiert und mit einem Parallelfalz, vorzugs- weise mit quer zur Förderrichtung angeordneten Falzkanten, gefalzt wird, anschließend der derart gefalzte Bogen zu Lagen mit parallel zur Förderrichtung liegenden Schnittkanten längsgeschnitten wird, aus den geschnittenen Lagen ein Lagenstrom, vorzugsweise ein Schuppenstrom, gebildet wird, die Lagenströme entsprechend dem Rastermaß einer Sammelvorrichtung, vorzugsweise einer Zusammentragemaschine oder eines Sammelhefters,deltaartig gespreizt werden, die Lagen der Lagenströme von der Sammelvorrichtung aufgenommen, in an sich bekannter Weise quergefördert und zumBuchblockrohling gesammelt und anschließend die Rohlinge in an sich bekannter Weise zum Buchblock o.dgl. geheftet oder gebunden werden. Der Parallelfalz ist vorzugsweise als Dreibruch-Parallelfalz ausgeführt. In diesem Fall brauchen die Greiferkanten an den Druckbogen nicht wie üblich separat abgetrennt zu werden. Er kann aber auch als Wickelfalz oderZick-Zack-Falz ausgebildet sein. An die Parallelfalzung könnte sich eine Kreuzbruchfalzung anschließen.

    [0008] Mit diesen verblüffend einfachen Mitteln wird somit ermöglicht, ein Verfahren zur direkten Herstellung von Buchblocks durchzuführen, wobei neben Fördereinrichtungen bekannte Maschinenelemente auf engstem Raum derart miteinander kombiniert werden, daß eine direkte Buchblockherstellung aus bedruckten Bogen gelingt. Die erfindungsgemäße Kombination der Maschinenelemente besteht im wesentlichen aus der funktionellen Angliederung eines Anlegers mit einer einstufigen Parallelfalzmaschine und einer Sammelvorrichtung, wie Zusammentragemaschine oder Sammelhefter.

    [0009] Insofern ist auch Gegenstand der Erfindung die funktionelle Kombination dieser Maschinenelemente bzw. die Verwendung eines Anlegers mit nachgeschalteter Parallelfalzmaschine und letzterer nachgeschalteter Sammelvorrichtung in einer technisch miteinander gekoppelten funktionellen Einheit.

    [0010] Vorzugsweise werden mehrere Bogen nebeneinander verarbeitet, so daß gleichzeitig mehrere gleiche Buchblockrohlinge hergestellt werden können. Dementsprechend werden vorzugsweise mehrere technisch funktionelle Einheiten, im wesentlichen bestehend aus einem Anleger und einer Parallelfalzmaschine, nebeneinander angeordnet für die Speisung einer oder mehrerer Sammelvorrichtungen verwendet. Dabei sind selbstverständlich die der Anzahl der Einheiten entsprechend erforderlichen Schneideinrichtungen, Fördermittel sowie schuppenstrombildende Einrichtungen vorgesehen.

    [0011] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielhaft im folgenden näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 ein Fließschema des erfindungsgemäßen Verfahrens,

    Fig. 2 eine Vorrichtung zur Doppelbogenkompensation,

    Fig. 3 einen Maschinenstammbaum einer erfindungsgemäßen Anlage,

    Fig. 4 einen weiteren Maschinenstammbaum einer erfindungsgemäßen Anlage,

    Fig. 5 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anlage,

    Fig. 6 eine Seitenansicht der Sammeleinrichtung mit einem Pufferbandsystem,

    Fig. 7 eine Draufsicht auf die Sammeleinrichtung.



    [0012] Im Fließschema der Fig. 1 sind zur Veranschaulichung lediglich die in den einzelnen Stationen erzeugten Produkte-dargestellt, ohne die Maschinenaggregate zu zeigen, weil es sich bei den Maschinen um bekannte Vorrichtungen handelt. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise mehrere Anleger nebeneinander aufgestellt. Selbstverständlich ist das Verfahren auch mit einem Anleger ausführbar. Die Anleger werden vorzugsweise so aufgestellt, daß die Bogen 1 quer angelegt werden. Dieses Queranlegen gibt gegenüber dem Stand der Technik, wonach meistens längs angelegt wird, den Vorteil, daß eine breite Kante 2 zum Ausrichten des Bogens beim Falzen und Schneiden zur Verfügung steht, woraus bekanntlich eine deutlich geringere Stopperanfälligkeit resultiert. Die Anleger arbeiten zweckmäßigerweise im Nonstopbetrieb. Den Anlegern folgen die üblichen Transportmittel (nicht dargestellt). Die Transportmittel transportieren den Bogen 1 ohne Richtungs- änderung in eine Parallelfalzmaschine. Dort erhält der Bogen einen Parallelfalz. Der gefalzte Bogen 3 wird vorzugsweise noch in der Falzmaschine längsgeschnitten, wobei eine gute Ausrichtung des Bogens 3 an der langen Parallelfalzkante4 möglich ist. Durch das Längsschneiden mit bekannten Schneidvorrichtungen entstehen die Lagen 6 mit den Schneidkanten 5 Die geschnittenen Lagen 6 können anschließend in einer Front durch eine Preßwalze 6a transportiert werden, um scharfe Falzkanten zu erzielen. Dadurch ist eine sonst übliche Perforation nicht erforderlich. Jede Lage 6 wird dann mitbekannten Transportmitteln dem Lagenstrom 7 der entsprechenden Lagen der Vorbogen zugeführt. Aus den Lagen 6 wird vorzugsweise ein Schuppenstrom 8 gebildet. Der Schuppenstrom 8 wird ebenfalls mit bekannten Vorrichtungen hergestellt und befördert und dient der Pufferung des Materials. Wesentlich ist, daß die Lagenströme 7 bzw. Schuppenströme 8 deltaartig gespreizt und somit in Transportrichtung gefächert auseinanderlaufen und somit einen Lagenstromfächer 8a bilden, wobei der Spreizwinkel entsprechend dem Rastermaß der Magazine der Sammelmaschine oder dem Gefach der Transportkette einer Sammelmaschine gewählt wird. Die Lagen 9 des Schuppenstroms 8 bzw. Lagenstroms 7 werden dann jeweils in das Magazin einer Sammelvorrichtung gefördert. Von dort werden die Lagen einzeln in an sich bekannter Weise abgezogen und zum eigentlichen Sammeln entsprechend der Pfeilrichtung quergefördert. Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann man das Zwischenstapeln der Sammelvorrichtungen ausschalten. Man übernimmt dann unmittelbar aus dem Lagenstrom die vorderste Lage 9 und transportiert sie direkt auf die Transportkette o.dgl. der Sammelvorrichtung. In der Sammelvorrichtung werden die Lagen in an sich bekannter Weise zum Blockrohling gesammelt, der dann in an sich bekannter Weise geheftet oder gebunden wird.

    [0013] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet insbesondere die Möglichkeit, auf einfache Weise Viertelbogen o.dgl. beispielsweise in der Sammelvorrichtung zuzulegen. Z.B. kann im zweiten Anleger ein Bogen 1a verarbeitet werden, der entsprechend einer Lage schmaler bedruckt ist oder von Hause aus schmaler ist. Dann entsteht ein Leerstrom 10, so daß bei 11 ein Viertelbogen in bekannter Weise zugeführt werden kann. Man kann aber auch den Spreizwinkel eines oder mehrerer Lagenströme 7a vergrößern, so daß ein Magazin zwischen zwei anderen einer Sammelvorrichtung nicht beschickt wird. In das freie Magazin oder auf den freien Platz des Transportmittels - wenn unmittelbar aus dem Lagenstrom auf das Fördermittel der Sammelmaschine beispielsweise zwischen zwei Transporteure einer Zusammentragemaschine abgezogen wird - kann dann, wie bei 12 dargestellt, ein Viertelbogen o.dgl. zugeführt werden.

    [0014] Bei dem neuen Verfahren kann außerdem auf einfache Weise eine Fehlbogenkompensation durchgeführt werden. Zu diesem Zweck wird im Lagenstrom 7,8 oder an beliebiger Stelle vorher in bekannter Weise automatisch das Fehlen eines Bogens ermittelt. Es wird'dann automatisch zur Vermeidung einer Lücke die Transportgeschwindigkeit der nächsten Lage erhöht oder bei Vorhandensein einer Lücke im Lagenstrom die Lagenstromgeschwindigkeit entsprechend erhöht, wenn die Lücke beispielsweise die Transportkette der Sammelvorrichtung erreicht. Im Falle daß in ein Magazin der Sammelvorrichtung gefördert wird, wird der Fehlbogen automatisch im Magazin ausgeglichen, weil dort alle Lagen zwischengestapelt werden. Auf gleiche Weise können Stopper ausgeglichen werden. Das Anhalten einer Maschine ist insbesondere durch die sich durch den Schuppenstrom ergebende Pufferung unproblematisch. Ferner ist beim erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhaft, daß die Kombination von Lagen aus großen Bogen und kleinen Bogen im Fluß realisiert werden kann, wie beim Bogen 1a angedeutet wird, wenn z.B. kein Viertelbogen bei 11 zugeführt werden soll. Es werden dann lediglich die Lagen des Bogens 1 des ersten oder eines anderen Anlegers mit der geringeren Anzahl der Lagen des Bogens 1a kombiniert (kleiner Seitenzahlensprung). Ferner ist ein üblicher Probelauf, insbesondere wegen der Schuppung des Lagenstroms, sehr einfach durchführbar, ohne daß eine erhebliche Anzahl an Makulatur entsteht. Die Einrichtzeit der verwendeten Maschinen ist sehr kurz. Die Lagen.können außerdem im Kommen-und-Gehen-Verfahren in der Sammelvorrichtung miteinander vereinigt werden. Dazu ist lediglich erforderlich, daß die Druckbogen in der entsprechenden Reihenfolge nebeneinander verarbeitet werden. Ferner ist es möglich, zwischen der Sammelvorrichtung und der Weiterverarbeitungsmaschine eine Wendevorrichtung zwischenzuschalten, so daß die Buchblockrohlinge auch als Doppelbuchblockhälften gesammelt werden und durch Wenden einer Hälfte zum Doppelbuchblockrohling zusammengestellt werden können.

    [0015] Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird die Doppelbogenkompensation mit der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung durchgeführt. Diese Vorrichtung wird mit einem bekannten Anleger 13 kombiniert. Aus dem Anleger wird,wie üblich, mit einem Hubsauger 14 und einem Schleppsauger 15 ein Bogen zur Falzmaschine (nicht dargestellt) befördert. Dabei wird der Bogen durch die Trennvorrichtung 16 bewegt. Diese Vorrichtung besteht aus zwei vorzugsweise auf dem Mantel perforierten, zusammenwirkenden Transportrollen 17 und 18, die Saugnäpfe 19 oder dergl. Saugelemente im Innern aufweisen und entsprechend dem Saugrad nach dem deutschen Gebrauchsmuster 71 11 076 aufgebaut sein können. Wird bei 20 in üblicher Weise gemessen, daß ein Doppelboden 21 befördert wird, dann werden die Saugelemente 19 derTransportrollen 17 und 18 in Gang gesetzt, so daß_die Rollen die Bogen 21 auseinanderziehen. Dabei wird vorzugsweise der obere Bogen 21 von einem Abweiser 24 auf Umlenkrollen 22 geführt, die den Lauf des oberen Bogens relativ zur Geschwindigkeit des unteren Bogens 21a verzögern, so daß der obere Bogen, wie gewünscht, dem unteren Bogen nachläuft. Falls kein Doppelbogen gemeldet wird, läuft jeder aus dem Anleger vereinzelte Bogen durch die Transportrollen 17 und 18, ohne daß die Saugelemente 19 in Betrieb sind. Somit gelingt es, Doppelbogen auf einfache Weise zu vereinzeln. Das Verfahren sowie die Vorrichtung zum Vereinzeln von Doppelbogen sind selbstverständlich nicht nur in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zur direkten Herstellung von Buchblocks anwendbar, sondern können überall dort eingesetzt werden, wo Doppelbögen zu vereinzeln sind.

    [0016] In Fig. 3 wird ein Maschinenstammbaum mit den wichtigsten Maschinen für die erfindungsgemäße Kombination dargestellt. Es stehen mehrere, mit einen Bogenstapel tragenden Paletten 26 bestückte Flachstapelbogenanleger 25 in einer Reihe nebeneinander. Daran schließen sich jeweils Ausrichtbänder 27 an, denen die Parallelfalzwerke 28 nachgeordnet sind. An die Falzwerke schließen sich Transportmittel sowie-Vorrichtungen zur Bildung und Spreizung des Schuppenstroms 8 an (nicht dargestellt). Quer vor den Kombinationseinheiten,bestehend aus Anleger und Parallelfalzwerk, steht eine Zusammentragemaschine 29-mit Magazinen 30, in die die Lagen 9 des Lagenstroms 7, 8 gefördert werden. Die Zusammentragemaschine 29 kann am Anfang und/oder Ende Magazine 31 für Vorsatzbogen oder dergleichen aufweisen. Die Zusammentragemaschine fördert quer zur Förderrichtung Kombinationseinheiten, wobei sich an die Zusammentragemaschine 29 in deren Förderrichtung nachgeordnet ein Klebebinder 32 mit den üb- lichen Einrichtungen anschließen kann. Diese Einrichtungen sind zwar in Fig. 3 schematisch abgebildet, brauchen aber nicht im einzelnen erläutert zu werden, da sie nicht Gegenstand der Erfindung sind.

    [0017] Die erfindungsgemäße Kombination von u.a. bekannten Einrichtungen nach einer weiteren Ausführungsform gemäß Fig. 4 bis 7 besteht im wesentlichen aus mehreren, mit einen Bogenstapel tragenden Paletten 26 bestückten Flachstapelbogenanlegern 25, die in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. An die Flachstapelbogenanleger schließen sich jeweils Ausrichtbänder 27 an, denen Falzwerke 28, vorzugsweise Parallelfalzwerke, nachgeordnet sind. Diese Falzautomaten weisen vorzugsweise am Auslauf Schneidwerke auf, die die gefalzten Lagen längsschneiden, so daß mehrere Nutzen, z. B. 50 a, b, c entstehen (Fig. 6,7). Die Falzwerke fördern gefalzte Lage eines Bogens auf nachgeordnete Pufferbänder 38, auf denen aus den Lagen ein lückenloser Schuppenstrom gebildet wird. Die Pufferbänder sind mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten antreibbar. Durch diese einfache Maßnahme können Fehlbogen kompensiert werden. Zu diesem Zweck wird im Lagenstrom oder an beliebiger Stelle vorher in bekannter Weise automatisch das Fehlen eines Bogens ermittelt. Es wird dann automatisch zur Vermeidung einer Lücke die Transportgeschwindigkeit der nächsten Lage erhöht oder bei Vorhandensein einer Lücke im Lagenstrom die Lagenstromgesdhwindigkeit entsprechend erhöht, wenn die Lücke beispielsweise die Sammelvorrichtung erreicht. Im vorliegenden Fall fördern die Pufferbänder vorzugsweise in je einen Sammelkasten 39, so daß der Fehlbogen dann automatisch im Sammelkasten ausgeglichen wird, weil dort alle Lagen zwischengestapelt werden. Auf gleiche Weise können Stopper ausgeglichen werden. Auch das Anhalten einer Maschine ist somit durch die sich durch den Schuppenstrom ergebende Pufferung unproblematisch. Ferner ist ein üblicher Probelauf wegen der Schuppung sehr einfach durchführbar, ohne daß Makulatur in beachtlichem Umfang entsteht. Die Einrichtzeit der verwendeten Maschinenelemente ist sehr kurz,und die Lagen können außerdem im Kommen-und -Gehen-Verfahren .auf der Sammelvorrichtung miteinander vereinigt werden. Dazu ist lediglich erforderlich, daß die Druckbogen in der entsprechenden Reihenfolge nebeneinander verarbeitet werden.

    [0018] Quer vor jeder Kombinationseinheit, bestehend aus Anleger Ausrichtetisch, Falzautomat, Pufferbändern, Sammelkasten und ggf. Abzieheinrichtung 40, ist ein Schrägrollentisch 33 angeordnet, wobei unter den Schrägrollentischen und ebenfalls quer zu jeder Kombinationseinheit ein Sammelförderband 34 vorgesehen ist. Das Sammelförderband 34 kann endseitig in Transportrichtung zweckmäßigerweise mit einem Aufrichteband 35 in Verbindung stehen, dem ein Vorsatzbogenmagazin 36 mit Vorsatzklebeeinrichtung nachgeordnet sein kann, wobei dem Magazin 36 unmittelbar ein an sich bekannter Klebebinder 37 folgen kann (Fig. 6).

    [0019] Besonders zweckmäßig und unkompliziert ist die erfindungsgemäße Kombination der Schrägrollentische 33 mit dem Sammelförderband 34 auch in Verbindung mit den vorbeschriebenen Kombinationselementen. Mit der Abzieheinrichtung 40 werden aus den Sammelkästen 34 gefalzte Lagen auf den Schrägrollentisch 33 befördert und dort in an sich bekannter Weise ausgerichtet. Schrägrollentische und deren Wirkungsweise sind bekannt und brauchen daher nicht gesondert beschrieben zu werden. Vorzugsweise wird die ausgerichtete Lage am Auslauf des Schrägrollentischs mit zwei übereinander angeordneten Abpreßwalzen 41 gepreßt und dadurch in ihrer Raumform stabilisiert bzw. derart gepreßt, daß sie optimal flachliegt. Mit den Abpreßwalzen 41 wird die Lage dann in einen senkrecht stehenden, über dem Sammelförderband 34 angeordneten Zuführschacht 42 befördert, aus dem sie senkrecht nach unten auf das Förderband oder auf einen bereits gebildeten Lagenstapel fällt. Es kann zweckmäßigerweise vorgesehen sein, daß die Abpreßwalzen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit antreibbar sind, so daß z. B. eine verzögert ankommende Lage beschleunigt werden kann und dann noch rechtzeitig die Ablage erreicht.

    [0020] Zwischen den parallel laufenden Förderbändern 44 des Sammelförderbandes 34 sind in an sich bekannter Weise Mitnehmerstifte 43 vorgesehen, die senkrecht nach oben ragen, den Lagenstapel hintergreifen, ihn führen und hinter die Lage greifen, die auf einen Stapel abgelegt werden soll.

    [0021] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Schrägrollentische 33 mit den Abpreßwalzen 41 direkt den Falzautomaten 28 nachgeordnet sind, so daß die Falzautomaten direkt die Schrägrollentische mit den Lagen beschicken (Fig. 5). Mit dieser Anordnung wird der Platzbedarf der Anlage und der Maschinenpark ganz erheblich reduziert.

    [0022] Insbesondere bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 kann zur Leertakt- bzw. Leerbogen- oder Makulatur-Kompensation zweckmäßigerweise eine Zusatzvorrichtung zum Puffern und Zuführen der Lagen auf das Sammelförderband vorgesehen werden. Diese Vorrichtung wird in den Fig. 6-und 7 im einzelnen dargestellt. Ein Falzwerk 28 fördert dabei direkt auf einen Schrägrollentisch 33. Ein solcher Tisch weist die in der waagerechten Ebene schräg angeordneten Rollen 45 sowie die Anschlag- bzw. Ausrichtleiste 46 auf. Die Funktion eines solchen Tisches ist bekannt und wird deshalb im Rahmen der Erfindung nicht beschrieben. Am Auslaufende jedes Schrägrollentisches 33 sind die Abpreßwalzen 41 angeordnet, die die Lagen auf ein Pufferbandsystem 47 leiten und von denen zumindest eine Rolle bzw. Walze verstellbar federbelastet ist, so daß die gefalzten Lagen mit dem erforderlichen Druck gepreßt werden können.

    [0023] Zweckmäßigerweise.können die Kombinationseinheiten, bestehend aus Anleger, Ausrichtetisch, Falzautomat, ggf. Pufferbänder, Sammelkasten und Abzieheinrichtung sowie aus Schrägrollentisch, voreinander angeordnet sein. Die Kombinationseinheiten fördern in diesem Fall auf ein'gemeinsames Sammelband, das parallel zu den Kombinationseinheiten angeordnet ist. Kombinationseinheiten ohne Schrägrollentisch können dabei direkt auf ein unter den Einheiten angeordnetes Sammelband fördern.

    [0024] Das Pufferbandsystem 47 schließt sich - wie beschrieben - an die Abpreßwalzen 41 an und wird unter den in Transportrichtung folgenden Schrägrollentisch 33, also in den Raum zwischen einem Schrägrollentisch 33 und dem Sammelförderband 34, geführt. Die Länge des Pufferbandsystems richtet sich nach der Anzahl der Lagen, die zur Pufferung erforderlich sind. Im dargestellten Beispiel führt ein Pufferbandsystem sechs Lagen und erstreckt sich sogar fast bis unter den übernächsten Schrägrollentisch 33. Die Pufferbandsysteme 47 sind somit von der Seite betrachtet schuppenartig angeordnet, d.h. sie überlappen sich um eine bestimmte Strecke über dem Sammelförderband 34, woraus ein geringer Platzbedarf resultiert (Fig.6).

    [0025] Ein Pufferbandsystem 47 besteht vorzugsweise aus einer Oberbandanlage 48 und einer Unterbandanlage 49, zwischen denen die Lagen 50 oder gesammelten Nutzen 50 a, b, c transportiert werden. Die Bandanlagen 48 und 49 wiederum bestehen vorzugsweise - wie an sich bekannt - aus mehreren aneinander gereihten Förderbändern, z. B. 48 a bis i bzw. 49 a bis i, wobei die einzelnen Förderbänder mehrere parallel nebeneinander auf Abstand geführte endlose Trums aufweisen und endseitig, wie in Fig. 7 für die Förderbänder 48 a bis d dargestellt ist, auf einer Achse 51 nebeneinander die Umlenkrollen für das Ende der Trums des einen Förderbandes und für den Anfang der Trums des folgenden Förderbandes angeordnet sind. Die Rollen für die einzelnen Trums des folgenden Förderbandes sitzen jeweils in den Lücken zwischen den Trums des vorangehenden Förderbandes (Fig. 7).

    [0026] Die Förderbänder 48 a und 49 a sind von der Seite gesehen zweckmäßigerweise V-förmig bzw. trichterförmig angeordnet, wobei die Öffnung des Trichters am Anfang des Förderbandes liegt (Fig. 6). Dadurch ergibt sich ein erweiterter Raum, in dem Tastelemente 52 untergebracht werden können. Diese Tastelemente bestehen vorzugsweise aus Fotozellen. Die Aufgabe der Tastelemente wird weiter unten beschrieben. Ferner kann beispielsweise ein mit einer Kolbenzylinderanordnung 53 in Verbindung stehendes Hebelsystem 54 am Rahmen des Förderbandes 48 a befestigt sein, das eine Sperrklinke 54 a aufweist, die in den Auslaufspalt der Förderbänder 48 a, 49 a geschwenkt werden kann und dadurch den Spalt versperrt.. In Verbindung mit der trichterförmigen Öffnung der Förderbänder 48 a, 49 a, insbesondere durch die Schrägstellung des Förderbandes 49 a, können mehrere geschnittene Nutzen zu einem Teilblock gesammelt werden. Dadurch, daß der Anfang des Förderbandes 49 a unterhalb des Ausgabespalts der Abpreßwalzen 41 angeordnet ist und das Band schräggestellt ist, so daß das Ende etwa auf der Höhe des Ausgabespalts der Anpreßrollen 41 liegt, fallen die aus dem Ausgabespalt kommenden Nutzen nach unten und aufeinander. Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist zwischen dem oberen und unteren Trum des Förderbandes 48 a eine Andrückrolle 48 k angeordnet, die den unteren Trum belastet und den ankommenden Nutzen 50 a auf den oberen Trum des Förderbandes 49 a bzw. auf den vorangehenden Nutzen 50 b drückt (Fig. 6) .

    [0027] Am Ende jedes Pufferbandsystems 47 kann vorzugsweise ein Weichenblech 55 mit einem Aufnahmekasten 56 zum Ausschleusen von Makulatur vorgesehen sein. Das Weichenblech ist so angeordnet, daß es zur Aufnahme der Makulatur nach unten unter den Bereich des Ausgabespalts 57 des Pufferbandsystems 47 verschwenkt werden kann, während es bei normalem Betrieb der Anlage oberhalb des Ausgabespalts 57 steht (Fig. 6).

    [0028] Unterhalb des Ausgabespalts 57, vorzugsweise im Raum zwischen dem Makulaturkasten 56 und dem Sammelfördervorzugsweise band 34, schließt sich in Transportrichtung/ein in Längsrichtung geschlitztes Leitblech 58 an,auf das die Lagen 50 vom Pufferband geschoben werden. Durch die Längsschlitze 59 des Leitblechs 58 können die Mitnehmer 43 des Sammelförderbandes 34 gleiten und die abgelegte Lage 50 mitnehmen, so daß sie am Ende des Leitbleches auf den vorhandenen Lagenstapel 60 oder direkt auf das Sammelband 34 abgelegt wird. Zu diesem Zweck ist das Leitblech im Endbereich nach unten abgewinkelt, so daß die Lage direkt auf die jeweilige Lagenstapelhöhe geleitet wird.

    [0029] Das Pufferbandsystem 47 bietet somit die Möglichkeit, Makulatur und Fehlbogen zu kompensieren, indem in solchen Fällen lediglich das Sammelförderband 34 und die Kombinationseinheiten der Anlage vor dem Sammelförderband gestoppt werden, in denen keine Makulatur oder kein Fehlbogen aufgetreten ist. Der Stopp der Anlagenteile währt so lange, bis die Einheit, in der der Fehlbogen oder die Makulatur aufgetreten war, eine weitere ordnungsgemäße Lage auf den vorgesehenen Lagenstapel 60 oder auf das Sammelförderband abgelegt hat. Danach läuft die Anlage vollständig wieder an. Mit den Tastelementen 52 wird die Makulatur oder der Fehlbogen festgestellt. Die Tastelemente liefern einen Impuls, mit dem über geeignete Schaltelemente alle Anlageneinheiten sowie das Sammelförderband mit Ausnahme der Einheit, in der der Fehlbogen oder die Makulatur festgestellt worden ist, gestoppt werden. Das Pufferband bietet für diese Schaltvorgänge und das Anhalten sowie das Wiederanfahren ausreichend Zeit, weil es mehrere Lagen aufgenommen und gespeichert hat. Die erfindungsgemäße Anordnung der Pufferbandsysteme 47 ist besonders platzsparend, wie die Fig. 6 verdeutlicht. Außerdem besteht ein Pufferbandsystem aus unkomplizierten Elementen, so daß deren Funktion ohne Schwierigkeiten gewährleistet werden kann.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur direkten automatischen Herstellung von Buchblocks aus bedruckten Bogen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder bedruckte Bogen mit einem Parallelfalz, vorzugsweise mit quer zur Förderrichtung angeordneten Falzkanten, gefalzt wird, anschließend der gefalzte Bogen zu Lagen mit parallel zur Förderrichtung liegenden Schnittkanten längsgeschnitten wird, aus den geschnittenen Lagen ein Lagenstrom, vorzugsweise ein Schuppenstrom, gebildet wird, die Lagenströme entsprechend dem Rastermaß einer Sammelvorrichtung fächerartig gespreizt werden, die Lagen der Lagenströme quer gefördert zum Buchblockrohling gesammelt und anschließend die Rohlinge in an sich bekannter Weise zum Buchblock oder dergl. verarbeitet werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung des Verfahrens zumindest eine technisch funktionelle Kombination eines Anlegers mit einer Parallelfalzmaschine und einer Sammelvorrichtung verwendet wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere technisch funktionelle, nebeneinander angeordnete Kombinationen aus einem Anleger und einer Parallelfalzmaschine sowie eine Sammelvorrichtung verwendet werden.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung eine Zusammentragemaschine ist.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung eine Sammelheftmaschine ist.
     
    6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogen quer angelegt werden.
     
    7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anleger im Nonstopbetrieb arbeiten.
     
    3. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der gefalzte Bogen in der Falzmaschine längsgeschnitten wird und anschließend die geschnittenen Lagen in einer Front durch Preßwalzen geführt werden.
     
    9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die vorderste Lage (9) unmittelbar aus dem Lagenstrom (7, 8) übernommen und direkt auf die Transportmittel der Sammelvorrichtung gebracht werden.
     
    10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fehlbogenkompensation die in einer Front transportierten Lagen des folgenden Bogens beschleunigt transportiert werden.
     
    11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß beim Sammeln im Kommen-und-Gehen-Verfahren gearbeitet wird.
     
    12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß aus den Anlegern transportierte Doppelbogen mit einer Trennvorrichtung auseinandergezogen werden, die aus zwei Transportwalzen besteht, die Saugelemente aufweisen.
     
    13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung (16) aus zwei vorzugsweise auf dem Mantel perforierten, zusammenwirkenden Transportrollen (17, 18) besteht, die Saugnäpfe (19) oder dergl. Saugelemente im Innern aufweisen, und die Trennvorrichtung ferner mindestens einen Abweiser (74) für den oberen Bogen und/oder unteren Bogen sowie sich anschließende Umlenkrollen (22) für einen Bogen besitzt.
     
    14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 12, gekennzeichnet durch mehrere nebeneinander angeordnete Kombinationseinheiten, bestehend aus einem Anleger (25) und einem Parallelfalzwerk (28),sowie eine diesen Einheiten nachgeordnete, quer vor den Einheiten stehende Sammelvorrichtung, vorzugsweise Zusammentragemaschine (29), der ein Klebebinder (32) oder dergleichen in deren Förderrichtung nachgeordnet ist.
     
    15. Verfahren zur direkten automatischen Herstellung von Buchblocks oder dergleichen aus bedruckten Bogen, wobei mehrere verschiedene Bogen gleichzeitig aus Anlegern abgezogen, zu Lagen gefalzt, ggf. zu Nutzen längsgeschnitten, eventuell die Lagen jeder Bogenart zu einem Schuppenstrom zusammengefaßt und danach ggf. zwischengestapelt werden und je eine Lage mit einer Lage der anderen Bogenarten vereinigt wird, so daß sich der Buchblockrohling ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogen und Lagen bzw. Nutzen jeder Bogenart gleichzeitig in Richtung auf ein Sammelförderband transportiert werden und vom Sammelförderband je eine Lage bzw. Teilbuchblock übernommen wird, wobei die zum Buchblock gehörenden Lagen oder Teilbuchblocks aufeinandergestapelt werden, und daß anschließend die Buchblockrohlinge in an sich bekannter Weise zum Buchblock oder dergleichen verarbeitet werden.
     
    16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen bzw. Nutzen unmittelbar nach dem Falzen ausgerichtet und quer zur ersten Transportrichtung transportiert und in je eine Pufferbardanlage gefördert werden, aus der eine Lage auf den Stapel des Sammelbandes geleitet wird.
     
    17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Nutzen vor oder in der Pufferbandanlage zu einem Teilbuchblock durch Aufeinanderschieben gesammelt werden.
     
    18. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombinationseinheiten, bestehend aus Anleger, Ausrichtetisch, Falzautomat, ggf. Pufferbänder, Sammelkasten und Abzieheinrichtung sowie aus Schrägrollentisch, voreinander angeordnet sind und neben den Einheiten parallel dazu das Sammelband angeordnet ist.
     
    19. Vorrichtung nach Anspruch 15 bis 17, gekennzeichnet durch mehrere in einer Reihe nebeneinander angeordnete Flachstapelbogenanleger (25), an die sich jeweils Ausrichtbänder (27) anschließen, denen Falzwerke (28) nachgeordnet sind, den Falzwerken Pufferbänder (38) folgen, an die sich je ein Sammelkasten (39) mit einer Abzieheinrichtung (40) anschließt, quer vor jeder Kombinationseinheit, bestehend aus Anleger, Ausrichtetisch, Falzautomat, Pufferband, Sammelkasten und Abzieheinrichtung, ein Schrägrollentisch (33) angeordnet ist, wobei unter den Schrägrollentischen und ebenfalls quer zu jeder Kombinationseinheit ein Sammelförderband (34) vorgesehen ist.
     
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch ge-kennzeichnet, daß die Schrägrollentische (33) endseitig in Transportrichtung Abpreßwalzen (41) aufweisen.
     
    21. Vorrichtung nach Anspruch 19 und/oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß den Abpreßwalzen (41) ein Zuführschacht (42) nachgeordnet ist.
     
    22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Sammelförderband (34) aus parallel laufenden schmalen Förderbändern (44) besteht, zwischen denen an sich bekannte Mitnehmerstifte (43) angeordnet sind.
     
    23. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 16 und/oder 17, gekennzeichnet durch die Kombination mehrerer in einer Reihe nebeneinander angeordneter Flachstapelbogenanleger (25), an die sich je ein Ausrichtband (27) anschließt, denen ein Falzwerk (28) folgt, wobei hinter jedem . Falzwerk und quer dazu ein Schrägrollentisch (33) angeordnet ist, und unter den Schrägrollentischen und ebenfalls quer zu den Falzwerken ein Sammelförderband (34) vorgesehen ist.
     
    24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung endseitig Abpreßwalzen (41) an den Schrägrollentischen (33) angeordnet sind.
     
    25. Vorrichtung nach Anspruch 23 und/oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß im Raum zwischen den Schrägrollentischen (33) und dem Sammelförderband (34) für jeden Lagenstrom je ein Pufferbandsystem (47) angeordnet ist.
     
    26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Pufferbandsystem (47) sich an die Abpreßwalzen (41) anschließt und unter den in Transportrichtung folgenden Schrägrollentisch (33) geführt wird.
     
    27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferbandsysteme (47) sich über dem Sammelförderband (34) überlappen.
     
    28. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pufferbandsystem (47) aus einer Oberbandanlage (48) und einer Unterbandanlage (49) besteht, die Bandanlagen (48, 49) aus mehreren aneinandergereihten Förderbändern (48 a bis i bzw. 49 a bis i) bestehen, wobei die einzelnen Förderbänder mehrere parallel nebeneinander, auf Abstand geführte,endlose Trums aufweisen, und endseitig eine gemeinsache Achse (51) für die Umlenkrollen aufweisen, wobei die Rollen für die einzelnen Trums des folgenden Förderbandes jeweils in den Lücken zwischen den Trums des vorangehenden Förderbandes sitzen.
     
    29. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder (48 a, 49 a) von der Seite gesehen trichterförmig angeordnet sind, wobei die Öffnung des Trichters am Anfang des Förderbandes liegt.
     
    30.Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß in der Öffnung des Trichters Tastelemente (52) angeordnet sind.
     
    31. Vorrichtung nach Anspruch 29 und/oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einer Kolbenzylinderanordnung (53) in Verbindung stehendes Hebelsystem (54) am Rahmen des Förderbandes (48 a) befestigt ist, das eine Sperrklinke 54 a aufweist, die vor dem Auslaufspalt der Förderbänder (48 a, 49 a) schwenkbar angeordnet ist.
     
    32. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende jedes Pufferbandsystems (47) ein Weichenblech (55) mit einem Aufnahmekasten (56) angeordnet ist, wobei das Weichenblech (55) im Bereich des Ausgabespalts (57) des Pufferbandsystems (47) verschwenkbar ausgeführt ist.
     
    33. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Ausgabespalts (57) ein in Längsrichtung geschlitztes Leitblech (58) angeordnet ist, wobei durch die Längsschlitze (59) des Leitblechs (58) die Mitnehmer (43) des Sammelförderbandes (34) gleiten können.
     
    34. Vorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (58) im Endbereich nach unten abgewinkelt ist.
     




    Zeichnung



















    Recherchenbericht