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(11) | EP 0 016 490 B1 |
| (12) | EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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| (54) |
Verfahren zum indirekten Richten eines Geschützes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens Method of indirectly aiming an artillery weapon and apparatus for carrying out the method Procédé de pointage indirect d'une pièce d'artillerie et dispositif pour la mise en oeuvre du procédé |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Fig. 1 ein Raketengeschütz in schaubildlicher Darstellung;
Fig. 2 eine Richteinrichtung für das Geschütz in schaubildlicher Darstellung;
Fig. 3 eine Darstellung der goniometrischen Zusammenhänge beim autonomen Richten des Geschützes;
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung für das Richten des Geschützes mit Richtkreis;
Fig. 5 eine Ansicht der Schalttafel des elektronischen Rechners mit der Anordnung der Bedienungs- und Anzeigeelemente.
1. Das Azimut ist der im Uhrzeigersinn gemessene, in Artilleriepromille 0-6400 ausgedrückte Winkel zwischen Nordrichtung und einer weiteren Richtung.
2. Das Fahrzeugazimut F ist der Winkel zwischen Nordrichtung N und Fahrzeugachse 60.
3. Das Werferazimut A ist der Winkel zwischen dem Werfer oder Rohrbündel 6 und der Nordrichtung N.
4. Das Zielazimut Z ist der Winkel zwischen Nordrichtung N und Zielrichtung ZA.
5. Das Orientierungsazimut A ist der Winkel zwischen Nordrichtung N und einem Hilfszielpunkt oder Orientierungspunkt OA.
6. Das Encoder-Azimut β ist der Winkel zwischen Fahrzeugachse 60 und Werfer oder Rohrbündelachse 6.
7. Das Anzeige-Azimut ist der in dem Fenster 59 angezeigte Azimut.
1. Zum indirekten Richten des Geschützes mit Hilfe einer topografischen Karte wird zuerst die optische Achse des Richtperiskops 8 senkrecht gestellt, indem mit Hilfe der Gewindespindeln 40 und 41 die beiden Schlitten 28, 29 des Kreuztisches so lange verschoben werden, bis die Dosenlibelle 16 die senkrechte Stellung anzeigt, wobei das Richtperiskop 8 um den Mittelpunkt des Gelenkes 9 verschwenkt wird.
2. Auf der erwähnten topografischen Karte wird das Orientierungsazimut A (Fig. 3) gemessen. Der im Uhrzeigersinne in Artillerie-Promille gemessene Winkel A zwischen der Kartennordrichtung N und der Verbindungslinie zwischen Hilfszielpunkt OA und dem Geschützstandort wird an dem mit »Orientierung« bezeichneten Schalter 56 des Rechners 14 eingestellt.
3. Das Geschütz wird um die Seitenrichtachse Z um den Winkel y aus der gezurten Stellung,
d. h. aus der Richtung der Fahrzeugachse 60 in die Richtung des Hilfszielpunktes OA
geschwenkt. Als Hilfszielpunkte kommen Objekte in Frage, die einerseits mit dem Richtperiskop
8 deutlich erkennbar sind und sich daher leicht anvisieren lassen und die andererseits
auf der topografischen Karte leicht bestimmbar sind. Auf der topografischen Karte
muß sich auch der Geschützstandort eindeutig bestimmen lassen. Vorzugsweise sollen
solche Hilfszielpunkte z. B. trigonometrische Signale der Landesvermessung, Kirchtürme,
Bergspitzen mindestens etwa 5 km vom Geschützstandort entfernt sein.
Beim Schwenken des Geschützes wird das Stirnrad 25 auf dem Zahnkranz des Ringes 2
abgewälzt und dreht dabei über die Welle 26, die Räder 27, 24, die Welle 23, die Räder
22, 21 und die Welle 20 den Rahmen 19 gegenüber dem Tisch 18 um den negativen Winkel
y, während das Geschütz um den positiven Winkel y geschwenkt wird. Somit sind die
gleichzeitig vom Rahmen 19 und vom Geschütz zurückgelegten Schwenkwinkel entgegengesetzt
gleich groß, d. h. der Rahmen 19 und der von diesem getragene Kreuztisch 28, 29 und
damit auch die Achse 38 mit der Codescheibe 39 ändern bei der Drehung des Geschützes
ihre Lage gegenüber der Nordrichtung N nicht. Hingegen wird das Gehäuse 13 des Rechners
bei der Schwenkung des Geschützes um die Seitenrichtachse Z mitgeschwenkt und ändert
somit seine Lage gegenüber der Codescheibe 39 um den Winkel y. Dieser Winkel y wird
fotoelektrisch auf der Codescheibe 39 abgetastet und dem Rechner eingegeben.
4. Der Rechner 14 ist nun in der Lage, den in Punkt 3 beschriebenen Schwenkwinkel y von dem in Punkt 2 beschriebenen Orientierungswinkel A zu subrahieren. Diese Differenz A-y dieser beiden Winkel A und y stellt gemäß Fig. 3 das Fahrzeugazimut F dar, d. h. den Winkel zwischen Nordrichtung N und Fahrzeugachse 60. Dieser Winkel F wird im Rechner 14 gespeichert.
5. Auf der topografischen Karte wird der Winkel Z zwischen Kartennordrichtung N und der Verbindungslinie zwischen dem Zielpunkt ZA und dem Geschützstandort gemessen, d. h. das Zielazimut wird bestimmt und an dem mit »Azimut« bezeichneten Wählschalter 57 des Rechners 14 von Hand eingestellt.
6. Der Rechner 14 ist nun in der Lage, aus dem gemäß Punkt 4 gespeicherten Fahrzeugazimut F und dem gemäß Punkt 5 eingestellten Zielazimut Z den Winkel β (gemäß F i g. 3) zu berechnen.
7. Im Anzeigefenster 59 erscheint der Winkel β+γ, d. h. es wird angezeigt, um welchen Winkel das Geschütz von der gewünschten Zielrichtung abweicht.
8. Das Geschütz wird im Gegenuhrzeigersinne so lange gedreht, bis im Anzeigefenster 59 der Wert »0« erscheint, dadurch ist das Geschütz in Seitenrichtung auf das Ziel gerichtet.
9. Der zur Bekämpfung eines Zieles erforderliche Elevationswinkel der Rohrbündel 6 wird an dem mit »Elevation« bezeichneten Wählschalter 58 eingestellt. Wenn die Rohrbündel 6 horizontal liegen, wird an der Codescheibe 52 durch eine Abtasteinrichtung des Rechners 14 der Wert Null abgelesen und im Anzeigefenster 61 erscheint der Elevationswinkel.
10. Die Rohrbündel 6 müssen nun so lange geschwenkt werden, bis im Anzeigefenster 61 der Wert »0« erscheint, dadurch ist das Geschütz auch in Hohenrichtung auf das Ziel gerichtet.
1. Bestimmung der Orientierung des Fahrzeuges durch
1.1 Eingabe eines vorausbestimmten Orientierungsazimuts (A) zwischen einer Bezugsrichtung (N) und einer durch einen Orientierungspunkt (OA) gegebenen Hilfsrichtung in den Rechner,
1.2 Schwenken des Geschützes zwischen der Fahrzeugachse (60) und der Hilfsrichtung und Messen des Schwenkwinkels (y),
1.3 Subtraktion des gemessenen Schwenkwinkels (y) vom eingegebenen Orientierungsazimut (A) und Speicherung des durch die Subtraktion erhaltenen Fahrzeugazimuts (F) im Rechner;
2.1 Eingabe des vorausbestimmten Zielazimuts (Z) zwischen der Bezugsrichtung (N) und der Richtung des Zieles (ZA),
2.2 Berechnung des Winkels (ß) zwischen der Zielrichtung und der Fahrzeugachse (60) durch den Rechner,
2.3 Anzeige der Summe aus dem berechneten Winkel (ß) zwischen der Zielrichtung und der Fahrzeugachse (60) und aus dem momentanen Schwenkwinkel des Geschützes in bezug auf die Fahrzeugachse (60),
2.4 Verschwenkung des Geschützes aus der Hilfsrichtung in die Zielrichtung bis die Anzeige auf »0« steht.
3.1 Eingabe des Wertes für den Elevationswinkel der Zielrichtung
3.2 Schwenken des Geschützes in die Horizontale
4. Anzeige des numerischen Wertes des Differenzwinkels zwischen der momentanen Elevation der Waffe und der Elevation der Zielrichtung.
- einen ersten Wählschalter (56) zur Eingabe des Orientierungsazimuts (A),
- einen zweiten Wählschalter (57) zur Eingabe des Zielazimuts (Z),
- einen dritten Wählschalter (58) zur Eingabe des Elevationswinkels,
- eine Ziffern-Anzeige (59) zur Anzeige, gemäß Verfahrensschritt 2, und 4,
- eine Ziffern-Anzeige (61) zur Anzeige des Differenzwinkels des Geschützes gemäß Verfahrensschritt 4,
- eine erste Codescheibe (39) für die Messung des Schwenkwinkels des Geschützes,
- eine zweite Codescheibe (52) für die Messung der Elevation.
1. Determining the orientation of the vehicule by:
1.1 Inputting to the computer a value representative of a predetermined orientation azimuth (A) between a reference direction (N) and an auxiliary direction given by an auxiliary target point (OA),
1.2 pivoting the weapon between the vehicle axis (60) and the auxiliary direction and measuring the pivot angle (y),
1.3 subtracting by means of the computer the measured pivot angle (y) from the inputted orientation azimuth (A) and storing in the computer the vehicle azimuth (F) obtained by the subtraction steps,
2.1 infeeding to the computer a value representative of a predetermined target azimuth (Z) between the reference direction (N) and the target direction (ZA),
2.2 computing the angle (j3) between the target direction (ZA) and the vehicle axis (60) by means of the computer,
2.3 displaying the sum of the computed angle (j3) between the target direction and the vehicle axis (60) and the angle between the present (momentary) position of the weapon and the vehicle axis (60), and
2.4 pivoting the weapon out of the auxiliary direction to the target direction until the display shows the value null.
3.1 inputting to the computer a value representative of the elevation angle of the target,
3.2 directing the weapon to the horizon,
4. displaying at a second numerical display for indicating the elevation of the weapon a value representative of the difference between the effective elevation angle of the weapon and the elevation angle of the target.
- a first selector switch (56) for inputting to the computer a value representative of an orientation azimuth angle (A),
- a second selector switch (57) for inputting to the computer a value representative of a target-azimuth angle (Z),
- a third selector switch (58) for inputting to the computer a value representative of a target elevation angle,
- a first numerical display (59) for indicating according the method-steps 2, and 4,
- a second numerical display (61) for indicating the difference angle according the method-step 4,
- a first code disk (39) for measuring the azimuth pivot angle of the weapon,
- a second code disk (52) for measuring the elevation angle.
1. Détermination de l'orientation du véhicule par:
1.1 Introduction d'un azimut d'orientation (A) prédéterminé entre une direction de référence (N) et une direction auxiliaire données par un point d'orientation (OA) dans le calculateur.
1.2 Basculement du canon entre l'axe du véhicule (60) et la direction auxiliaire et mesure de l'angle de basculement (y).
1.3 Soustraction entre l'angle de basculement mesuré (y) et de l'angle d'azimut d'orientation (A) introduit et mis en mémoire dans le calculateur de l'angle d'azimut (F) obtenu par soustraction.
2.1 Introduction de l'azimut de cible (Z) prédéterminé entre la direction de référence (N) et la direction de la cible (ZA).
2.2 Calcul de l'angle (β) entre la direction de la cible et l'axe (60) du véhicule à l'aide du calculateur.
2.3 Affichage de la somme de l'angle calculé (β) entre la direction de la cible et l'axe (60) du véhicule et de l'angle de basculement instantané du canon par rapport à l'axe (60) du véhicule.
2.4 Basculement du canon à partir de la direction auxiliaire dans la direction de la cible jusqu'à ce que l'affichage soit à »0«.
3.1 Introduction de la grandeur de l'angle d'élévation pour la direction de la cible.
3.2 Basculement du canon dans la direction horizontale.
4. Affichage de la valeur numérique de l'angle de différence entre l'élévation instantanée de l'arme et l'élévation de la cible.
- Un premier commutateur-sélecteur (56) pour l'introduction de l'azimut d'orientation (A).
- Un second commutateur-sélecteur (57) pour l'introduction de l'azimut (Z) de la cible.
- Un troisième commutateur-sélecteur (58) pour l'introduction de l'angle d'élévation.
- Un affichage nimérique (59) pour l'affichage selon les phases opératoires 2,3,4.
- Affichage numérique (61) pour l'affichage de l'angle de différence du canon selon la phase opératoire 4.
- Un premier disque codé (39) pour mesurer l'angle de basculement du canon.
- Un second disque codé (52) pour mesurer l'élévation.