(19)
(11) EP 0 016 748 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
01.10.1980  Patentblatt  1980/20

(21) Anmeldenummer: 80890024.5

(22) Anmeldetag:  27.02.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B22D 11/12, B22D 11/128
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 07.03.1979 AT 1726/79

(71) Anmelder: VOEST-ALPINE Aktiengesellschaft
A-4010 Linz (AT)

(72) Erfinder:
  • Scheurecker, Werner
    A-4020 Linz (AT)

(74) Vertreter: Wolfram, Gustav, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Sonn, Pawloy, Weinzinger & Wolfram, Riemergasse 14
1010 Wien
1010 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Stütz- und Führungsgerüst für eine Bogenstranggiessanlage


    (57) Bei einem Stütz- und Führungsgerüst für eine Bogenstranggießanlage mit Stützsegmenten (1, 2, 3, 4), in denen die Rollen (7, 8) der einander gegenüberliegenden inneren und äußeren Führungsbahn (5, 6) im Abstand voneinander gelagert sind, sind die Stützsegmente (1, 2, 3, 4) von der Bogenaußenseite ausbaubar und austauschbar.
    Um den Aubau bzw. Austausch von Stützsegmenten (1, 2, 3, 4) von der Bogenaußenseite mit konstruktiv einfachen Mitteln bewerkstelligen zu können, ohne eine eigene Transportvorrichtung für die Stützelemente vorsehen zu müssen, sind die einzelnen Stützsegmente (1, 2, 3, 4) auf Schienen (9, 10, 11, 12) zur Aufnahmepositionen (A, A', A") verfahrbar, welche Aufnahmepositionen an der Rückseite des Bogens in verschiedener Höhenlage angeordnet sind.




    Beschreibung


    [0001] Stütz- und Führungsgerüst für eine Bogenstranggießanlage

    [0002] Die Erfindung betrifft ein Stütz- und Führungsgerüst für eine Bogenstranggießanlage mit Stützsegmenten, in denen die Rollen der einander gegenüberliegenden inneren und äußeren Führungsbahn im Abstand voneinander gelagert sind, wobei die Stützsegmente von der Bogenaußenseite ausbaubar und austauschbar sind.

    [0003] Einrichtungen solcher Art sind bereits bekannt und beispielsweise in der DE-AS 1 920 757 beschrieben. Die von der Bogenaußenseite her austauschbaren Führungssegmente haben den Vorteil, daß die einzelnen Rollen in einem geringeren Achsabstand voneinander angeordnet werden können, was bei breiten Brammen wichtig ist. Bei von der Bogeninnenseite her ausbaubaren Segmenten sind größere Achsabstände der Rollen erforderlich, um ein Verklemmen der Stützsegmente beim Ausbau zu vermeiden.

    [0004] Bei dem oben erwähnten bekannten Stütz- und Führungsgerüst ist parallel zur Strangführungsbahn eine Schienenführung für eine Ausbauvorrichtung bzw. Tragvorrichtung im Abstand zur Unterseite des Stützrollengerüstes vorgesehen. Diese Ausbauvorrichtung besteht aus einem mit Rädern an der Schienenführung fahrbaren Rahmen und einem Hydraulikzylinder, der die Segmente aus der Einbau-Stel- . lung herauszieht. Das ausgebaute Stützsegment wird sodann an der Schienenführung nach abwärts bewegt, deren letzter Teil in die Horizontale klappbar ist. Von dort wird das Stützsegment samt der Ausbau- bzw. Tragvorrichtung in eine auf dem horizontalen Auslauf angeordnete Aufnahmeposition gebracht und von einem Kran abgenommen. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

    [0005] Die bekannte Konstruktion ist, wie ersichtlich, sehr aufwendig, weil sie eine eigene fahrbare Ausbau- bzw. Tragvorrichtung benötigt, mit der das Stützsegment bis in die Aufnahmeposition transportiert werden muß. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich auch dadurch, daß an der Außenseite des Bogens eine Anzahl von bewegten bzw. angetriebenen Einrichtungen vorhanden sein müssen, die Verzunderungen und Verschmutzungen unterliegen.

    [0006] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, den Ausbau bza. den Austausch von Stiazsegmenten von der Bogenaußenseite mit konstruktiv einfachen Mitteln bewerkstelligen zu können, ohne eine eigene Tragvorrichtung für die Stützelemente vorsehen zu müssen.

    [0007] Diese Aufgabe wird bei einem Stütz- und Führungsgerüst der eingangs bezeichneten Art dadurch gelöst, daß die einzelnen Stützsegmente auf Schienen zu Aufnahmepositionen verfahrbar sind, welche Aufnahmepositionen an der Rückseite des Bogens in verschiedener Höhenlage, vorzugsweise stufenförmig versetzt zueinander angeordnet sind.

    [0008] Vorteilhaft sind die Schienen zweiteilig ausgebildet, wobei ihr dem Bogen zugewandter vorderer Teil radial und ihr hinterer Teil horizontal verläuft.

    [0009] Zweckmäßig sind die Stützsegmente in der eingebauten gießbereiten Stellung durch Konsolen gegenüber dem Anlagentragwerk festgelegt.

    [0010] Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung näher erläutert, wobei die Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anlage in Seitenansicht, Fig. 2 die Ansicht eines Stützsegmentes in ausgefahrener Stellung in der Aufnahme- bzw. Abhebeposition und Fig. 3 eine Draufsicht auf das Stützsegment in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2 zeigen. Fig. 4 ist eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 1.

    [0011] In Fig. 1 sind mit 1, 2, 3 und 4 aufeinanderfolgende Stützsegmente im Kreisbogenbereich der Strangbogenführung bezeichnet-, wobei jedes Stützsegment gegenüberliegende Rollenbahnen 5, 6 aufweist, die von im Abstand voneinander angeordneten Rollen 7, 8 gebildet werden. Die einzelnen Segmente sind aus ihrer eingebauten Position lösbar und entlang der Schienen 9 bzw. 10 bzw. 11 bzw. 12 ausfahrbar. Die Schienen bestehen aus einem führungsbahnseitigen radialen Teil 9' bzw. 10' bzw. 11' bzw. 12' und einem daran anschließenden horizontalen Teil 9", 10", 11" und 12". Diese horizontalen Schienenteile liegen in verschiedener Höhenlage und vorteilhaft auch in horizontaler Richtung stufenförmig bzw. treppenartig zueinander versetzt, sodaß die Aufnahme- und Abhebepositionen, die mit A, A' und A" bezeichnet sind, von einem Kran ohne gegenseitige Störung bedient werden können.

    [0012] In Fig. 2 ist das Segment 2 in der ausgebauten Stellung in Position A' dargestellt. Das Stützsegment besteht im wesentlichen aus einem Rahmen 13, dem äußeren Querträger 14 und dem inneren Querträger 15, den Rollenträgern 16 und 17 mit den Rollen 7 und 8. Auf den Trägern 14 und 15 sind Aufhängelaschen 18 und 19 angeordnet. Mit 20 sind Einstelleinrichtungen für den Rollenabstand bezeichnet. Am Rahmen 13 sind beidseitig des Segmentes Laufräder 21 befestigt, die auf im Querschnitt winkelförmigen Schienen, 10 geführt sind.

    [0013] In Fig. 4 ist das Segment 2 in eingebauter, d.h. gießbereiter Position gezeigt, wobei es durch Konsolen 22 am Anlagentragwerk 23 festgelegt ist.

    [0014] Zum Ausbau des Stützsegmentes aus dem Führungsbogen bzw. zum Einbau des Stützsegmentes in den Führungsbogen ist, wie ersichtlich, keine eigene fahrbare Trägervorrichtung erforderlich. Nach Lösen der Schrauben 24 bzw. anderer geeigneter Verbindungsmittel, mit denen die Konsolen mit dem Stützsegment verbunden sind, kann das Stützsegment entlang des radial geneigten Schienenstückes 10' ausgefahren werden, wobei ein eigener Antrieb nicht erforderlich ist. Es genügt eine im Zentrum des Kreisbogens angeordnete (hier nicht dargestellte) Seilwinde, mit der das Stützsegment beim Ausfahren gebremst und beim Einfahren gezogen wird. Für den Transport im horizontalen Teilstück 10 genügen einfachste übliche Zugvorrichtungen.


    Ansprüche

    1. Stütz- und Führungsgerüst für eine Bogenstranggießanlage mit Stützsegmenten, in denen die Rollen der einander gegenüberliegenden inneren und äußeren Führungsbahn im Abstand voneinander gelagert sind, wobei die Stützsegmente von der Bogenaußenseite ausbaubar und austauschbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Stützsegmente (1, 2, 3, 4) auf Schienen (9, 10, 11, 12) zu Aufnahmepositionen (A, A', A") verfahrbar sind, welche Aufnahmepositionen an der Rückseite des Bogens in verschiedener Höhenlage, vorzugsweise stufenförmig versetzt zueinander angeordnet sind. ,
     
    2. Gerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen zweiteilig ausgebildet sind, wobei ihr dem Bogen zugewandter vorderer Teil (9', 10', 11', 12') radial und ihr hinterer Teil (9", 10", 11", 12") horizontal verläuft.
     
    3. Gerüst nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützsegmente (1, 2, 3, 4) in der eingebauten gießbereiten Stellung durch Konsolen (22) gegenüber dem Anlagentragwerk (23) festgelegt sind.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht