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(11) |
EP 0 016 871 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.12.1982 Patentblatt 1982/48 |
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Anmeldetag: 27.12.1979 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: B65H 63/06 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung vorbestimmbarer und genauer Garnlängen auf
Kreuzspulen
Method and device for obtaining predetermined and exact yarn lengths on cross spools
Procédé et dispositif pour obtenir des longueurs de fil prédéterminées et précises
sur bobine
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT |
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Priorität: |
10.04.1979 CH 3413/79
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.10.1980 Patentblatt 1980/21 |
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Anmelder: ZELLWEGER USTER AG |
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CH-8610 Uster (CH) |
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Erfinder: |
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- Felix, Ernst
CH-8610 Uster (CH)
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Vertreter: Dipl.-Phys.Dr. Manitz
Dipl.-Ing. Finsterwald
Dipl.-Ing. Grämkow Dipl.-Chem.Dr. Heyn
Dipl.-Phys. Rotermund
Morgan, B.Sc.(Phys) |
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Postfach 22 16 11 80506 München 80506 München (DE) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzielung vorbestimmbarer und genauer Garnlängen
auf Kreuzspulen während des Spulprozesses, bei welchem volle Spinncopse und gegebenenfalls
vorhandene Teilcopse umgespult werden und beim Erreichen der gewünschten Garnlänge
der Spulvorgang für die betreffende Kreuzspule abgebrochen wird. Ferner ist die Erfindung
auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gerichtet.
[0002] In der Textilindustrie müssen häufig Kreuzspulen hergestellt werden, von denen dann
stets eine Mehrzahl gleichzeitig auf einen Kettbaum umgewickelt wird. Dabei ist wesentlich,
dass dann, wenn die erste Kreuzspule leer ist, der Kettbaum gestoppt und der Rest
der Kreuzspulen abgenommen werden muss.
[0003] Aus diesen Kreuzspulenresten können dann neue Kreuzspulen gewickelt werden. Da für
das Anhalten des Kettbaums die Kreuzspule mit der jeweils kürzesten Garnlänge ausschlaggebend
ist, müssen alle noch nicht vollständig abgewickelten, vergleichsweise grosse Restmengen
aufweisenden Kreuzspulen entfernt, umgespult oder in sonstiger Weise verarbeitet werden.
Es ist demgemäss ersichtlich, dass die praktisch vorhandenen erheblichen Ungenauigkeiten
in den Garnlängen von Kreuzspulen erhebliche Störungen im Produktionsablauf und damit
auch wesentliche Kosten verursachen.
[0004] Bei Spulautomaten werden in der Regel mehrere Spinncopse hintereinander auf eine
Kreuzspule aufgewickelt. Mit behelfsmässigen Verfahren und Vorrichtungen wird dabei
eine ungefähre Gleichheit der Länge der Kreuzspulen angestrebt. Bekannte Vorrichtungen
hierzu sind z. B. Ringe, die an einer Kette über der Kreuzspule auf dem Spulautomaten
aufgehängt sind, wobei die Kreuzspule beim Erreichen des Soll-Durchmessers den aufgehängten
Ring beim weiteren Aufwickeln zu berühren beginnt und so in Pendelbewegungen versetzt.
Dies wird dann vom Bedienungspersonal optisch erkannt und ist ein Signal dafür, dass
die Kreuzspule nun weggenommen werden soll. Es zeigt sich, dass die Genauigkeit dieser
Vorrichtung in der Praxis in der Grössenordnung von 5 bis 10% liegt.
[0005] Aus der CH-A-397 4'99 sind Vorrichtungen zur Fadenlängenmessung an Kreuzspulmaschinen
bekannt, bei denen die aufgespulte Fadenlänge mit Hilfe eines Messrädchens mit angekuppeltem
Zählwerk bestimmt wird, wobei der Faden das Messrädchen mindestens einmal umschlingt.
Nachteilig ist dabei, dass beim Antrieb des Zählwerks eine gewisse Masse in Bewegung
gesetzt bzw. in Bewegung gehalten werden muss und es erforderlich ist, dem Faden eine
verhältnismässig grosse Spannung zu geben, um das Zählwerk wenigstens annähernd ohne
einen die Messgenauigkeit beeinträchtigenden Schlupf zwischen Faden und Messrädchen
antreiben zu können. Die erforderfiche grosse Fadenspannung führt bei vielen zu verarbeitenden
Materialien zu Schwierigkeiten, und ausserdem ist das komplizierte Einlegen des Fadens
von erheblichem Nachteil.
[0006] Ferner wird in dieser CH-A-397499 die Möglichkeit beschrieben, die gespulte Fadenlänge
lediglich durch eine Bestimmung der Anzahl zurückgelegter Umläufe der Nutentrommel
in der Kreuzspulmaschine selbst zu messen. Diese Messung ist aber mit erheblichen
Messfehlern behaftet, weil es schwierig ist, den Fadenlauf in den Nuten der Nutentrommel
genau festzulegen und ausserdem stets zwischen Faden und Nutentrommel ein störender
Schlupf auftritt.
[0007] Schliesslich wird in dieser CH-A-397 499 ein Verfahren beschrieben, bei dem ein Messrädchen
nicht mehr unmittelbar ein Zählwerk antreibt, sondern vielmehr eine Abtastung des
Messrädchens über eine Lichtschranke vorgenommen und somit Trägheitseffekten und Reibungsauswirkungen
entgegengewirkt wird. Diese Massnahmen ermöglichen es nicht, die grundsätzlichen Nachteile
der Verwendung von Messrädchen, die in jedem Falle im Garntauf einen Fremdkörper darstellen,
zu beseitigen, so dass trotz der Verringerung von Reibungs- und Trägheitseffekten
die erzielbare Genauigkeit unbefriedigend bleibt und es nicht gestattet, die beim
Bewickeln von Kettbäumen anfallenden Kreuzspulenreste als Abfall zu betrachten. Dazu
sind die entstehenden Reste zu gross und damit auch zu wertvoll.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren der eingangs angeführten Art in der Weise
weiterzubilden, dass auf den Kreuzspulen möglichst gleiche Garnlängen erhalten und
damit bei der Umwicklung von Kreuzspulen auf einen Kettbaum nur minimale Restgarnmengen
anfallen. Das Verfahren soll dabei so realisierbar sein, dass ohne zusätzliche, den
Garntauf beeinträchtigende Mittel gearbeitet werden kann.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, dass aus der genau bekannten
Garnlänge fehlerfreier voller Spinncopse durch Division mit einer Hilfsgrösse, die
zumindest im wesentlichen repräsentativ für die von einem fehlerfreien Spinncops auf
die Kreuzspule umgespulte Garnlänge ist, eine Referenzgrösse gebildet und die vorbestimmte
Garnlänge auf der Kreuzspule durch Summierung der mittels einer Hilfsgrössenmessung
und der Referenzgrösse bestimmten Garnlänge der Copse oder Teilcopse ermittelt wird.
[0010] Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht es, nahezu exakt vorgebbare Garnlängen
auf Kreuzspulen zu erzielen, da bei der Längenbestimmung Trägheitseffekte, Reibungsprobleme
und Schlupfungenauigkeiten keinerlei Rolle spielen.
[0011] Als Hilfsgrösse wird bevorzugt die Laufzeit für das Abwickeln eines fehlerfreien,
vollen Spinncopses verwendet, da Zeitmessungen exakt und unproblematisch durchführbar
sind.
[0012] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäss der Erfindung wird die
Referenzgrösse Veränderungen während des Bewickelns der Kreuzspule angepasst. Auf
diese Weise kann auch dann die Forderung nach möglichst gleichen Garnlängen auf den
einzelnen Kreuzspulen optimal verwirklicht werden, wenn sich beim Bewickeln der Kreuzspule
für die verschiedenen Spinncopse ein unterschiedlicher Schlupf ergibt.
[0013] Vorteilhaft ist es ferner, die Referenzgrösse für jeden Spinncops neu zu ermitteln,
mit den vorher bestimmten Referenzgrössen zu vergleichen und für die weitere Bestimmung
der Garnlänge mindestens teilweise zu korrigieren. Dadurch kann von unterschiedlichen
Garnqualitäten und dergleichen herrührenden Änderungen Rechnung getragen werden.
[0014] Die Referenzgrössen von verschiedenen Spulstellen werden nach einer weiteren Ausführungsvariante
der Erfindung beurteilt, und in Abhängigkeit von dieser Beurteilung wird ein charakteristischer
Verlauf der Referenzgrössen während der Bewicklung der Kreuzspulen erkennbar gemacht,
wobei bei erheblichen Abweichungen im charakteristischen Verlauf der Bewicklung der
Kreuzspule ein Signal abgegeben wird, das auf diese Abweichung hinweist und die Erfassung
einer fehlerhaften Spulstelle gestattet.
[0015] Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
zeichnet sich aus durch eine Messvorrichtung zur Bestimmung einer Hilfsgrösse zur
Gamlängenmessung, ein Rechenwerk mit mindestens einer Eingabestelle für die Länge
eines fehlerfreien, vollen Spinncopses und die gewünschte Länge der Kreuzspule und
mindestens einem Eingang für das Signal der Messvorrichtung und einen Ausgang, der
bei Übereinstimmung zwischen errechneter und gewünschter Garnlänge in Aktion tritt.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in abhängigen Ansprüchen
3, 4, 7, 10 sowie 12 bis 1'5 angegeben.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert;
in der Zeichnung zeigt:
'Fig. 1 als Strichdiagramm die Verteilung von Referenzwerten einer Anzahl von Spinncopsen
bei Bewicklung einer Kreuzspule,
Fig. 2 als weiteres Strichdiagramm die Verteilung der Ablaufzeiten von vollen und
teilweise vollen Spinncopsen,
Fig. 3 die Längesumme einer Anzahl Spinncopse,
Fig. 4 schematisch die Spulstelle mit Mess-und Auswerteorganen.
[0018] Auf einer Ringspinnmaschine hat der Lieferzylinder in der Regel einen bestimmten
Durchmesser auf allen Spinnstellen. Daher wird zwangsläufig auf allen Spinnstellen
die gleiche Garrtmenge produziert. Da alle Copse gleichzeitig angesponnen werden,
weisen diese auf der gleichen Ringspinnmaschine auch zwangsläufig die gleiche Länge
auf. Mit beispielsweise einem Zählwerk, mit dem die Umdrehungszahl des Vorderzylinders
gezählt wird, kann jeweils beim Erreichen einer bestimmten Garnlänge die Ringspinnmaschine
abgeschaltet werden. Dadurch ist nicht nur die Länge der Garncopse innerhalb einer
sogenannten Abnahme gleich, sondern auch von einer Abnahme zur anderen ergeben sich
keine Differenzen. Desgleichen ergeben sich auch keine Differenzen zwischen verschiedenen
Ringspinnmaschinen.
[0019] Beim erfindungsgemässen Verfahren wird nun diese genau gleiche Länge der Garncopse
Lv als Basiswert für die Bildung der Länge der Kreuzspule Lks herangezogen. Es können
also beispielsweise genau 20 Spinncopse auf je eine Kreuzspule aufgewickelt werden.
Diese Kreuzspulen wären dann im Hinblick auf die Länge der auf ihnen aufgespulten
Garne sehr genau.
[0020] In der Praxis muss jedoch auch folgenden Umständen Rechnung getragen werden:
1. In den seltensten Fällen wird die gewünschte Garnlänge ein ganzzahliges Vielfaches
der Spinncopse sein.
2. Am Anfang einer Kreuzspule kann nur selten mit vollen Spinncopsen begonnen werden,
weil der von der vorgängigen Kreuzspule begonnene Spinncops aufgesteckt bleibt.
3. Spinncopse, die beim Spinnprozess einen Fadenbruch aufgewiesen haben, sind kürzer
und dürfen daher nicht zur Bildung von Referenzwerten verwendet werden.
[0021] Zur Lösung dieser Probleme liegt ein weiterer Grundgedanke der vorliegenden Erfindung
in folgendem: Mit Hilfsgrössen kann die Länge der auf Kreuzspulen aufgespulten Garne
mit einer Genauigkeit von einigen Prozenten bestimmt werden. Als Hilfsgrössen kommen
z. B. folgende in Betracht:
- Laufzeit beim Bewickeln der Kreuzspule;
- Anzahl der Umdrehungen der Nutentrommel;
- Anzahl der Umdrehungen der Kreuzspule.
[0022] Die Aufzählung ist damit nicht erschöpft. Diese Hilfsgrössen werden nun nach dem
erfindungsgemässen Verfahren in Beziehung zur Basisgrösse, z. B. der Garnlänge eines
Spinncopses, gebracht, und damit wird die Referenzgrösse bestimmt.
[0023] Geht man nämlich von der oben erwähnten Tatsache aus, dass alle Spinncopse ohne Fadenbrüche
die gleiche Länge haben, so kann aus den beispielsweise erwähnten Hilfsgrössen und
der Länge Lv der vollen Spinncopse über die Referenzgrösse eine genau definierte Beziehung
zur Länge der auf der Kreuzspule aufgespulten Garne erhalten werden, und zwar auch
wenn eventuell Teilcopse mit einer Garnlänge Lt umgespult wurden oder der Spulprozess
noch im Gange ist (Restlänge Lr).
[0024] Nachfolgend wird das erfindungsgemässe Verfahren zur besseren Klarstellung an einem
Beispiel dargestellt: Die Länge der Spinncopse ohne Fadenbrüche beträge beispielsweise
2000 m. Sämtliche Ringspinnmaschinen, die Garne für den in Frage stehenden Spulprozess
erzeugen, sind so einzustellen, dass die Spinncopse eine genaue Länge von 2000 m aufweisen.
Als Hilfsgrösse wird in diesem Beispiel die Laufzeit gewählt. Es wird angenommen,
die Umfangsgeschwindigkeit der Nutentrommel betrage 1000 m/min. Dadurch ergibt sich
eine Spulgeschwindigkeit von ungefähr 1000 m/min. Bei einer Garnlänge Lv des Spinncopses
von 2000 m und genau 1000 m/min Spulgeschwindigkeit würde dies genau 2 Minuten betragen.
Weil aber die Spulgeschwindigkeit nicht genau mit der Umfangsgeschwindigkeit der Nutentrommel
übereinstimmt, beträgt die Laufzeit auch nicht genau 2 Minuten. Es wird nun angenommen,
die Laufzeit betrage 2,15 Minuten; die effektive Spulgeschwindigkeit beträgt somit
930 m/min. Damit ist der Referenzwert Rv für den Anfang der Kreuzspule gewonnen. Wenn
nun beim Anlauf der nächsten Kreuzspule mit einem nicht mehr vollen Spinncops begonnen
wird, was sehr wahrscheinlich ist, so kann nun mit dem bereits vorhandenen Referenzwert
von 930 m/ min entsprechend gerechnet werden.
[0025] Wenn also beispielsweise bei der nächsten Kreuzspule eine Laufzeit des nicht mehr
vollen Copses von 0,9 Minuten festgestellt wird, so ergibt dies eine Länge von 0,9
Minuten x 930 m/mm = 837 m.
[0026] In gleicher Weise, wie am Anfang einer Kreuzspule die Länge Lt von Teilcopsen nun
erfindungsgemäss genau erfasst werden kann, gilt dies auch für das Ende der Kreuzspule,
wenn bis zum Erreichen desselben kein voller Cops (Restlänge Lr) mehr benötigt wird.
[0027] Die Praxis zeigt nun allerdings, dass sich die Verhältnisse beim Bewickeln der Kreuzspule
ändern. Beim Beginn des Aufwickelns auf eine Kreuzspule kann z. B. der Schlupf zwischen
Nutentrommel und Kreuzspule grösser oder kleiner sein als am Ende und die Garnlänge
ist beim Bewickeln der Kreuzspule für eine Umdrehung derselben am Anfang wesentlich
kleiner als bei den vollen Kreuzspulen. Diesem Umstand kann im erfindungsgemässen
Verfahren ebenfalls Rechnung getragen werden, indem der Referenzwert Rv der fortschreitenden
Bildung der Kreuzspule entsprechend bestimmt wird. Für die praktische Durchführung
des erfindungsgemässen Verfahrens könnte beispielsweise folgendermassen vorgegangen
werden: Am Anfang einer Kreuzspule wird ein voller Spinncops (Nr. 1) im Sputautomaten
aufgesteckt. Als Hilfsgrösse wird wie im vorhergehenden Beispiel die Laufzeit gewählt.
Nun ist die Zeit zu messen, bis der Spinncops abgelaufen ist. Dadurch wird der Referenzwert
Rv, wie er am Anfang einer Kreuzspule zu verwenden ist, erhalten. Nun wird der nächste
Spinncops (Nr. 2) aufgesteckt. Dessen Ablauflänge ist der Referenzwert Rv für das
nächste Stück der Kreuzspule. In gleicher Weise wird nun vorgegangen, bis die Kreuzspule
voll ist. Abbildung 1 zeigt ein entsprechendes Beispiel einer Verteilung von Referenzwerten
einer Kreuzspule. Diese Referenzwerte werden gespeichert und der Bewickelung folgender
Kreuzspulen zugrundegelegt.
[0028] In den obigen Ausführungen wurde die Annahme getroffen, dass alle Spinncopse die
gleiche Länge Lv aufweisen. Es muss aber auch der 'Fall berücksichtigt werden, dass
an einzelnen Spinnstellen Fadenbrüche aufgetreten sind und die betreffenden Copse
somit nicht mehr die Soll-Länge aufweisen. Es ist offensichtlich, dass die Fadenbrüche
die Garnlänge der betreffenden Copse nur verkleinern, aber nicht vergrössern können.
Es gibt überhaupt keinen Umstand, bei dem die Fadenlänge auf den Spinncopsen vergrössert
werden könnte.
[0029] Aus dem Referenzwert Rv kann nun im umgekehrten Sinne aus der Fadenlaufzeit vorbestimmt
werden, wenn das Ende eines abgelaufenen Spinncopses zu erwarten ist. Ist ein Fadenbruch
aufgetreten, so kommt das Ende des Spinncopses früher als erwartet. Von Bedeutung
ist dabei, dass die Verkürzung vielfach nicht gering ist, sondern mehrere Prozente
beträgt. Aus der zwar nicht sehr genauen Referenzgrösse kann z. B. über eine Laufzeitmessung
in der Regel mit genügender Sicherheit bestimmt werden, ob ein Spinncops mit Fadenbruch
vorgelegen hat oder nicht. Es ist somit möglich, diese Spinncopse, die mindestens
einen Fadenbruch aufgewiesen haben, zu erkennen und als Referenzwerte Rv auszuscheiden.
[0030] Sollten sich bereits im ersten Durchlauf einer Kreuzspule Spinncopse mit Fadenbrüchen
befunden haben, so müsste eine Abweichung in den Laufzeiten auftreten. Ein entsprechendes
Beispiel zeigt Fig. 2. Cops Nr. 4 und 9 sind offensichtlich zu kurze Spinncopse. Diese
Abweichungen können leicht erkannt werden und die betreffenden Referenzwerte lassen
sich eliminieren. Im weiteren Verlauf des Umspulprozesses können die Referenzwerte
Rv bzw. die Ablaufzeiten immer wieder kontrolliert werden. Nötigenfalls müssen sie
auch korrigiert werden. Dies kann z. B. durch Verändern der Verhältnisse notwendig
sein.
[0031] Nun sind die Referenzwerte Rv für das Bewickeln einer Kreuzspule festgelegt. Zwischenwerte
können interpoliert werden. Da das Bewickeln aller weiteren Kreuzspulen auf der gleichen
Spulstelle mit grösster Wahrscheinlichkeit gleich bleibt, können auch an jeder Stelle
der Kreuzspule Teilcopse mit Garnlängen Lt verwendet werden.
[0032] Fig. 3 zeigt in graphischer Darstellung als Beispiel das Verfahren des erfindungsgemässen
Bewickelns beim Herstellen einer Kreuzspule mit genauer Garnlänge. Der Abschnitt A
sei der Rest Lr des noch aufgesteckten Spinncopses. Der Anfang desselben sei noch
für die letzte Kreuzspule gebraucht worden. Aus dem Referenzwert Rv kann die Länge
Lr des Restes ziemlich genau ermittelt werden. Die Abstände B und C entsprechen der
Soll-Länge Lv und können daher als volle Spinncopse angenommen werden, d. h. ihre
Länge ist genau. Der Abschnitt D ist offensichtlich ein Teilcops (evtl. Spinncops
mit Fadenbruch). Aus seiner Laufzeit kann seine Länge Lt mit einer genügenden Genauigkeit
bestimmt werden. Die Abschnitte E, F, G und H sind volle Copse. Aus der Länge der
Teilcopse Lt und der Anzahl der vollen Copse Lv kann die jeweils aufgespulte Länge
stets genau bestimmt werden. Am Ende des Abschnittes H ist z. B. genau bekannt, wieviel
Garn sich nun bereits auf der Kreuzspule befindet und welche Restlänge Lr vom Cops
I noch abzuspulen ist, bis die gewünschte genaue Länge Lks der Kreuzspule erreicht
ist.
[0033] Das Garn vom Cops I kann nun beim Erreichen der gewünschten Länge beispielsweise
mit Hilfe eines elektronischen Garnreinigers abgeschnitten werden. Mit Hilfe beispielsweise
eines Signals kann die Spulerin erkennen, dass diese Kreuzspule die gewünschte Länge
erreicht hat und auszuwechseln ist. Bei automatischem Auswechseln der Kreuzspule kann
eine Automatik mit Hilfe des erwähnten Signals eingeleitet werden.
[0034] Im erwähnten Beispiel ist die Laufzeit als Hilfsgrösse gewählt worden, wobei der
Referenzwert Rv aus der Copslänge geeicht worden ist. Die Dimension des Referenzwertes
Rv ist in diesem Falle «Län.ge pro Zeitenheit
", z. B. m/min. Es können - wie anfangs erwähnt - auch andere Hilfsgrössen beigezogen
werden. Die Wahl der Laufzeit ist besonders günstig, weil an Spulautomaten vielfach
bereits elektromechanische oder elektronische Fadenwächter vorhanden sind, die die
Laufzeit anzeigen.
[0035] Es ist auch vorteilhaft, die Referenzwerte Rv von verschiedenen Spulstellen miteinander
zu vergleichen. Die Werte können oft voneinander abweichen, z. B. durch verschieden
eingestellte Fadenbremsen, so dass sich unterschiedliche Fadenspannungen und damit
unterschiedliche Schlupfvehältnisse zwischen antreibender Nutentrommel und angetriebener
Kreuzspule ergeben. Sind die Abweichungen allzugross, so kann zusätzlich ein Signal
abgegeben werden, denn mit grösster Wahrscheinlichkeit kann hieraus der Schluss gezogen
werden, dass an den betreffenden Spulstellen etwas nicht in Ordnung ist. Mit dem vorliegenden
Verfahren ist also auch das Auffinden von gestörten Spulstellen erleichtert. 'Der
charakteristische Verlauf der Referenzgrösse kann ausserdem auch ein Qualitätsmerkmal
des Spulprozesses sein.
[0036] Das Verfahren zur Aufnahme der Referenzwerte, der Laufzeiten usw. ist jedoch ziemlich
zeitraubend. Die heutige Elektronik, insbesondere die Verwendung von Microcomputern,
erlaubt es, die vorgängig beschriebenen Vorgänge entsprechend zu programmieren. Zeitmessungen
können automatisch durchgeführt werden, Referenzwerte können in den Speicher des Microcomputers
gespeichert werden usw.
[0037] Die Referenzwerte lassen sich nicht nur festhalten, sondern die Kontinuität derselben
kann auch automatisch geprüft werden. Der Vergleich der Spulstellen ist ebenfalls
automatisch möglich. Bei zu starken Abweichungen kann ein Signal ausgelöst werden,
wodurch eine Vorrichtung entsteht, mit der nicht korrekt arbeitende Spulstellen angezeigt
werden können.
[0038] Fig. 4 zeigt schematisch eine Spulstelle 20 mit Sensoren und der Auswerteeinrichtung.
Das vom Spinncops 21 ablaufende Garn 2'2 durchläuft einen Fadenwächter 27, eine Fadentrennvorrichtung
28 und wird über die Nutentrommel 24 auf die Kreuzspule 23 aufgespult. Der Fadenwächter
27 kann beispielsweise Teil eines Garnreinigers sein, der auch die Schneidvorrichtung
28 enthält. Der Fadenwächter 27 gibt während der Dauer des Garndurchlaufs ein Signal
an das Rechenwerk 36 ab, das in diesem beispielsweise eine Zählung auslöst. Werden
die Umdrehungszahlen der Nutentrommel 24 oder der Kreuzspule 23 als Zählelemente verwendet,
werden Sensoren 31 bzw. 32 an entsprechende Stellen eingesetzt, die die benötigten
Zählwerte abgeben.
[0039] Dem Rechenwerk 36 ist eine Eingabestelle 37 zugordnet, durch die sowohl die Länge
Lv eines vollen Spinncopses 21, als auch die gewünschte Totallänge Lks der Kreuzspule
eingegeben werden. Ferner weist das Rechenwerk 36 einen weiteren Eingang 3'5 auf,
durch den die Signale des 'Fadenwächters 27 bzw. der Sensoren 31 bzw. angelegt werden.
Der Ausgang 39 des Rechenwerkes 36 betätigt einerseits die Schneidevorrichtung 28,
anderseits kann er Steuersignale für die Beeinflussung des Spulprozesses abgeben.
1. Verfahren zur Erzielung vorbestimmbarer und genauer Garnlängen auf Kreuzspulen
(23) während des Spulprozesses, bei welchem volle Spinncopse (21) und gegebenenfalls
vorhandene Teilcopse umgespult werden und beim Erreichen der gewünschten Garnlänge
der Spulvorgang für die betreffende Kreuzspule abgebrochen wird, dadurch gekennzeichnet,
dass aus der genau bekannten Garnlänge (Basisgrösse Lv) fehlerfreier voller Spinncopse
(21) durch Division mit einer Hilfsgrösse, die zumindest im wesentlichen repräsentativ
für die von einem fehlerfreien Spinncops auf die Kreuzspule (23) umgespulte Garnlänge
ist, eine Referenzgrösse (Rv) gebildet und die vorbestimmte Garnlänge (Lks) auf der
Kreuzspule durch Summierung der mittels einer Hilfsgrössenmessung und der Referenzgrösse
bestimmten Garnlängen (Lv, Lt, Lr) der vollen Spinncopse oder Teilcopse ermittelt
wird.
'2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfsgrösse die Laufzeit
für das Abwickeln eines fehlerfreien vollen, Spinncopses (21) verwendet wird.
'3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Referenzgrösse (Rv)
der Quotient aus der Umdrehungszahl der Nutentrommel (24) und der Laufzeit für das
Abwickeln eines fehlerfreien, vollen Spinncopses (21) verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Referenzgrösse (Rv)
der Quotient aus der Umdrehungszahl der Kreuzspule (23) und der Laufzeit für das Abwickeln
eines fehlerfreien, vollen Spinncopses (21) verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzgrösse (Rv)
Veränderungen während des Bewickelns der Kreuzspule (23) angepasst wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzgrösse (Rv)
für jeden Spinncops (21) neu ermittelt, mit den vorher bestimmten Referenzgrössen
(Rv) verglichen und für die weitere Bestimmung der Garnlänge (Lks) mindestens teilweise
korrigiert wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass Spinncopse (21),
deren Laufzeiten von denjenigen der vorangehenden Spinncopse erheblich abweichen,
nicht für die Bildung von Referenzgrössen (Rv) herangezogen werden.
'8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzgrössen (Rv)
von verschiedenen Spulstellen beurteilt werden und damit ein charakteristischer Verlauf
der Referenzgrössen (Rv) während der Bewicklung der Keuzspulen (23) erkennbar gemacht
wird.
9. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekermzeichnet, dass bei erheblichen
Abweichungen im charakteristischen Verlauf der Bewicklung der Kreuzspule (23) ein
Signal abgegeben wird, das auf diese Abweichung hinweist.
10. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei erheblichen
Abweichungen einzelner Spulstellen vom charakteristischen Verlauf der Bewicklung der
Kreuzspule (23) vom Durchschnitt verschiedener Spulstellen ein Signal abgegeben wird,
das auf diese Abweichung hinweist.
1'1. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Messvorrichtung zur Bestimmung einer Hilfsgrösse
zur Garnlängenmessung, ein Rechenwerk (36) mit mindestens einer Eingabestelle für
die Länge (Lv) eines fehlerfreien, vollen Spinncopses (21) und die gewünschte Länge
(Lks) der Kreuzspule (23) und mindestens einem Eingang (35) für das Signal der Messvorrichtung
und einen Ausgang (39), der bei Obereinstimmung zwischen errechneter und gewünschter
Garnlänge (Lks) in Aktion tritt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen Sensor (31) zur Bestimmung
der als Hilfsgrösse dienenden Drehzahl der Nutentrommel (24).
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zeitzähler zur
Bestimmung der als Hilfsgrösse dienenden Laufzeit eines Spinncopses (21) vorgesehen
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (32) zur
Bestimmung der als Hilfsgrösse dienenden Umdrehungszahl der Kreuzspule (23) vorgesehen
ist.
1'5. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen Microcomputer, in dem
die Funktionen der Zählung, der Speicherung, des Vergleiches, der Summierung und der
Auswertung integriert sind.
1. A method of achieving predeterminable and accurate yarn lengths on cross bobbins
(23) during the winding process, wherein full spinning cops (21) and, optionally,
available part cops are rewound and wherein, on reaching the desired yarn length,
the winding process for the cross bobbin in question is terminated, characterised
in that a reference value (Rv) is formed from the accurately known yarn length (base
value Lv) for fauitfree full spinning cops (21) through division by an auxiliary value
which is at least substantially representative of the yarn length rewound from a faultfree
spinning cop onto the cross bobbin (23), and in that the predetermined yarn length
(Lks) on the cross bobbin is determined by summing the yam lengths (Lv, Lt, Lr) of
the full spinning cops or the part cops specified using an auxiliary value measurement
and the reference value.
2. A method in accordance with claim 1 and characterised in that the running time
required to unwind a full, faultfree spinning cop (21) is used as the auxiliary value.
3. A method in accordance with claim 1 and characterised in that the quotient of the
number of revolutions of the grooved drum (24) and the running time required to unwind
a faultfree full spinning cop (21) is used as the reference value (Rv).
4. A method in accordance with claim 1 and characterised in that the quotient of the
number of revolutions of the cross bobbin (23) and the runningtime required to unwind
a falutfree full spinning cop (21) is used as the reference value (Rv).
5. A method in accordance with claim 1 and characterised in that the reference value
(Rv) is matched to changes during the winding of the cross bobbin (23).
'6. A method in accordance with claim 1 and characterised in that the reference value
(Rv) is determined anew for each spinning cop (21), is compared with the previously
determined reference value (Rv) and is at least partially corrected for the further
determination of the yarn length (Lks).
7. A method in accordance with claims 1 and 6 and characterised in that spinning cops
(21) having running times which differ considerably from those of the preceding spinning
cops are not used for forming reference values (Rv).
8. A method in accordance with claim 1 and characterised in that the reference values
(Rv) of various windig stations are judged and thereby a characteristic pattern for
the reference values (Rv) during the winding of the cross bobbins (23) is made recognisable.
9. A method in accordance with claims 1 and 8 and characterised in that, on the occurence
of considerable deviations from the characteristic pattern during winding of the cross
bobbin (23), a signal is generated which points to this deviation.
10. A method in accordance with claims 1 and 8 and characterised in that, on the occurrence
of considerable deviations of individual winding stations from the characteristic
pattern for the winding of the cross bobbin (23) from the average value for different
winding stations, a signal is given which points to this deviation.
'11. Apparatus for carrying out the method of one or more of the preceding claims and
characterised by a measuring device for determining an auxiliary value for the measurement
of yarn lengths; by a computing device (36) with at least one input position for the
length (Lv) of a faultfree, full spinning cop (21), and for the desired length (Lks)
of the cross bobbin (23), and with at least one input (35) for the signal from the
measuring device; and by an output (39) which comes into action when the calculated
and desired yarn lengths (Lks) are the same.
12. An apparatus in accordance with claim 11 and characterised by a sensor (31) for
determining the speed of rotation of the grooved drum (24) which serves as the auxiliary
value.
'13. Apparatus in accordance with claim 11 and characterised in that a time counter
is provided for determining the running time of a spinning cop (21) which serves as
the auxiliary value.
1'4. Apparatus in accordance with claim 11 and characterised in that a sensor (32)
is provided for determining the number of revolutions of the cross bobbin (23) which
serves as the auxiliary value.
1'5. Apparatus in accordance with claim 11 and characterised by a microcomputer in
which the functions of counting, of storage, of comparison, of summation and of evaluation
are integrated.
1. Procédé de détermination de longueurs de fil prédéterminables et précises sur des
bobines à fil croisé (23) au cours du processus de bobinage, suivant lequel des broches
de filature pleines (21) et des broches partielles éventuellement présentes sont rebobinées
et lors de l'atteinte de la longueur de fil désirée, l'opération de bobinage pour
la bobine à fil croisé concernée est interrompue, caractérisé en ce qu'à partir des
longueurs de fil connues avec précision (grandeur de base Lv) de broches de filature
pleines sans défaut (21), on forme par division avec une grandeur auxiliaire, qui
au moins essentiellement représentative de la longueur de fil rebobinée à partir d'une
broche de filature sans défaut sur la bobine à fil croisé (23), une grandeur de référence
(Rv), et la longueur de fil prédéterminée (Lks) sur la bobine à fil croisé est déterminée
par sommation des longueurs de fil (Lv, Lt, Lr) déterminées au moyen d'une mesure
de grandeur auxiliaire et des grandeurs de référence, des broches de filature pleines
ou partielles.
'2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme grandeur
auxiliaire, le temps de dévidage d'une broche de filature pleine sans défaut (21).
3. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme grandeur
de référence (Rv), le quotient du nombre de révolutions du tambour à gorge (24) et
du temps de dévidage d'une broche de filature pleine sans défaut (21).
4. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme grandeur
de référence (Rv), le quotient du nombre de révolutions de la bobine à fil croisé
(23) et du temps de dévidage d'une broche de filature pleine sans défaut (21).
'5. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la grandeur de référence
(Rv) est adapté aux variations survenant pendant le bobinage de la bobine à fil croisé
(23).
6. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on redétermine la grandeur
de référence (Rv) pour chaque broche de filature (21), on la compare aux grandeurs
de référence (Rv) déterminées précédemment et on la corrige au moins partiellement
pour la détermination ultérieure de la longueur de fil (Lks).
7. Procédé suivant les revendications 1 et 6, caractérisé en ce que des broches de
filature (21) dont les temps de fonctionnement différent fortement de ceux des broches
de filature précédentes, ne sont pas mises à profit pour la formation de grandeurs
de référence (Rv).
'8. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les grandeurs de référence
(Rv) de différents postes de bobinage sont estimées et ainsi un comportement caractéristique
des grandeurs de référence (Rv) au cours du bobinage des bobines à fil croisé (23)
est rendu perceptible.
9. Procédé suivant les revendications 1 et 8, caractérisé en ce qu'avec de forts écarts
dans le comportement caractéristique du bobinage des bobines à fil croisé (23), en
émet un signal indiquant cet écart.
10. Procédé suivant les revendications 1 et 8, caractérisé en ce qu'avec de forts
écarts de postes de bobinage individuels vis-à-vis du comportement caractéristique
du bobinage des bobines à fil croisé (23), par rapport à la moyenne des divers postes
de bobinage, on émet un signal qui indique cet écart.
11. Dispositif pour la mise en oeuvre d'un procédé suivant l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisé en ce qu'il comprend un dispositif de mesure pour déterminer une
grandeur auxiliaire pour la mesure de longueur de fil, un compteur (36) avec au moins
un poste d'entrée pour la longuer (Lv) d'une broche de filature pleine sans défaut
(21) et la longueur désirée (Lks) de la bobine à fil croisé (23), et au moins une
entrée (35) pour le signal du dispositif de mesure et une sortie (39) qui, lors de
la coïncidence entre les longueurs de fil calculée et désirée (Lks), entre en action.
12. Dispositif suivant la revendication 11, caractérisé en ce qu'il comprend un détecteur
(31) pour la détermination de la vitesse de rotation, servant de grandeur auxiliaire,
du tambour à gorge (24).
1'3. Dispositif suivant la revendication 11, caractérisé en ce qu'un compteur de temps
est prévu pour la détermination du temps de fonctionnement, servant de grandeur auxiliaire,
d'une broche de filature (21).
14. Dispositif suivant la revendication 11, caractérisé en ce qu'un détecteur (31)
est prévu pour la détermination de la vitesse de révolution, servant de grandeur auxiliaire,
de la bobine à fil croisé (23).
1'5. Dispositif suivant la revendication 11, caractérisé en ce qu'il comporte un micro-calculateur
dans lequel sont intégrées les fonctions de comptage, de mémorisation, de comparaison,
de sommation et d'évaluation.

