[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere für Wärmepumpenanlagen,
bestehend us einem Sekundärteil, das aus wenigstens einem das Kühlmittel führenden,
schraubenförmig gewendeter Rohr besteht, und aus einem Primärteil mit einem den Wärmeträger
führenden, die Rohrwendel des Sekundärteils umgebenden, gleichfalls schraubenförmigen,
Mantelrohr.
[0002] Bei Wärmepumpenanlagen werden im wesentlichen zwei Wärmetauscher eingesetzt, und
zwar ein Verdampfer, in welchem der Wärmeträger des Primärkreislaufs seine Wärme an
einen Sekundärkreislauf, der zugleich zentraler Kühlmittelkreislauf ist, abgibt, und
ein Kondensator, in welchem der zentrale Kühlmittelkreislauf wiederum seine Wärme
an einen wärmeabgebenden Kreislauf überträgt. Dabei ist in beiden Wärmetauschern ein
größtmöglicher Wärmeübergang und ein geringstmöglicher Druckverlust angestrebt.
[0003] Die Möglichkeiten zur Erhöhung der Wärmeübertragung ergeben sich aus der Formel

[0004] Alle Methoden zur Verbesserung zielen darauf ab, einen oder alle diese Einflußfaktoren
zu optimieren. Bei Wärmepumpenanlagen sind allerdings hinsichtlich der Änderung der
Temperaturdifferenz Llt Grenzen gesetzt, da diese nur auf Kosten der Leistung des
Kompressors vergrößert werden kann, wodurch wiederum die Gesamtleistung der Wärmepumpenanlage
reduziert wird. Verbesserungen in der Wärmeübergangszahl k lassen sich durch Beeinflussung
der Strömungsverhältnisse und durch die Werkstoffauswahl erreichen. Ferner ist es
hinlänglich bekannt, die Wärmetauscherfläche F durch entsprechende konstruktive Maßnahmen
so groß als möglich zu gestalten, beispielsweise durch Anbringen von Rippen od. dgl.
Auch die schraubenförmige Wendelung von Rohren zählt hierzu. Dabei ist allerdings
häufig eine Grenze durch den Raumbedarf des Wärmetauschers gegeben.
[0005] Bei dem eingangs geschilderten bekannten Wärmetauscher (US-A-3 163 210) wird die
Austauschfläche unter anderem dadurch vergrößert bzw. die Baugröße - bei gleicher
Austauschfläche - dadurch verringert, daß ein das Sekundärteil bildendes Bündel paralleler
Rohre, deren Enden in Verteilerkappen sitzen, durch Verdrehen der Verteilerkappen
gegeneinander zunächst um eine zentrale Achse verdrillt und daraufhin in ein das Primärteil
bildendes Mantelrohr eingesetzt wird. Anschließend wird das Mantelrohr zu einer Schraube
miteinander anliegenden Gängen umgeformt. Sowohl das verdrillte Rohrbündel des Sekundärteils,
als auch das Mantelrohr des Primärteils bilden also eine gleichachsige Schraube, so
daß eine kleine Baugröße bei großer Wärmeaustauschfläche erhalten wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei gleicher Baugröße eine weitere Vergrößerung
der Wärmeaustauschfläche und zugleich eine Erhöhung der Wärmeübergangszahl zu erreichen,
um insbesondere bei Einsatz des Wärmetauschers in Wärmepumpenanlagen einen hohen Wirkungsgrad
zu erhalten.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das schraubenförmig gewendelte Rohr des Sekundärteils
mit etwa horizontaler Schraubenachse in dem Mantelrohr des Primärteils angeordnet
ist und seine etwa horizontale Schraubenachse beibehält, und daß das Rohr des Sekundärteils
nahe dem Wärmeträgerablauf des Primärteils in ein Kernrohr einmündet, welches in der
Schraubenachse des Rohrs des Sekundärteils angeordnet ist und dessen Ablauf sich nahe
dem Zulauf des Primärteils befindet, so daß das Kühlmittel im Sekundärteil zunächst
im Gleichstrom und dann im Gegenstrom fließt.
[0008] Bei einer Rohrströmung wirken auf die Flüssigkeit Zentrifugal- und Gravitationskräfte.
Ist das die Flüsigkeit führende schraubenförmige gewendelte Rohr mt seiner Schraubenachse
senkrecht angeordnet, so ergibt sich aus Gravitations- und Zentrifugalkraft eine Resultierende,
die dazu führt, daß die Flüssigkeit an die untere Rohrwandung gedrängt wird, wobei
sich der Flüssigkeitsspiegel schräg mit einem Anstieg von innen nach außen einstellt.
Der obere Teil des Rohrquerschnitts ist hingegen mit Gas bzw. der Dampfphase gefüllt,
insbesondere wenn es sich um Wärmeträger handelt, die zumindest im Einlaufbereich
des Wärmetauschers eine Temperatur nahe dem Siedepunkt aufweisen. Bekanntermaßen ist
nun aber der Wärmeübergang zwischen Gas- bzw. Dampfphase und Rohrwandung schlechter
als zwischen der Flüssigkeitsphase und der Rohrwandung. Während bei einer Schraubenwendel
mit senkrechter Schraubenachse die aus Gravitations- und Zentrifugalkraft resultierende
Kraft über die gesamte Höhe des Wärmetauschers die gleiche Richtung hat, ändert sich
bei einer horizontalen Anordnung der Schraubenwendel diese Richtung ständig, da beispielsweise
im unteren Scheitelpunkt der Schraubenwendel Gravitations- und Zentrifugalkraft sich
addieren, während sie im oberen Scheitel der Schraubenwendel einander entgegenwirken.
Dies führt also dazu, daß auf die Rohrströmung ständig wechselnde Kräfte zur Wirkung
kommen, wodurch die Wahrscheinlichkeit, daß das Rohr auf seinem gesamten Umfang mit
Flüssigkeit belegt ist, erheblich steigt. Diese Wahrscheinlichkeit wird bei Flüssigkeiten,
die zum Stoßsieden neigen, noch vergrößert. Dadurch wird die Wärmeübergangszahl erhöht.
[0009] Durch die weitere Maßnahme, daß das schraubenförmig gewendelte Rohr des Sekundärteils
umgebende Mantelrohr zusammen mit diesem schraubenförmig gewendelt ist, wobei dessen
Schraubenachse im wesentlichen senkrecht angeordnet ist mit der Folge, daß die horizontale
Schraubenachse des Rohrs im Sekundärteil etwa erhalten bleibt, ergibt sich eine nennenswerte
Vergrößerung der Austauschfläche bei gleicher Baugröße.
[0010] Durch die vorgenannten Maßnahmen wird also einerseits die Wärmeübergangszahl k, andererseits
die Wärmeaustauschfläche bei geringer Bauhöhe optimiert. Praktische Untersuchungen
haben ferner gezeigt, daß bei einem solchen Aufbau des Wärmetauschers, insbesondere
bei Verwendung als Verdampfer, der Druckverlust im Primärkreislauf gegenüber herkömmlichen
Wärmetauschern um ca. 50% und im Sekundärkreislauf um ca. 90% vermindert werden kann.
Dies bedeutet umgekehrt, daß trotz geringem Druckabfall im Kühlmittel-Kreislauf eine
gute Wärmeübertragung möglich ist.
[0011] Mit der weiteren Ausbildung, daß das schraubenförmig gewendelte Rohr des Sekundärteils
nahe dem Wärmeträgerablauf des Primärteils in ein Kernrohr einmündet, welches in der
Schraubenachse des Rohrs des Sekundärteils angeordnet ist und dessen Ablauf sich nahe
dem Zulauf des Primärteils befindet, wird erreicht, daß der Wärmeträger im Primärteil
zunächst im Gleichstrom mit dem Kühlmittel im Sekundärteil geführt wird. Am Ende der
Austauschecke des Primärteils wird die Strömungsrichtung im Sekundärteil an der Einmündung
des schraubenförmigen Rohrs in das Kernrohr umgekehrt, so daß das Kühlmittel im Gegenstrom
zurückgeführt wird. Auch hierdurch ergibt sich eine Verbesserung der Wärmeübertragungsverhältnisse
durch Anpassung der Strömungsrichtung an das axiale Temperaturprofil.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind im Sekundärteil drei parallel schraubenförmig
gewendelte Rohre für das Kühlmittel vorgesehen, die nahe dem Wärmeträgerablauf des
Primärteils jeweils in das Kernrohr einmünden. Die Schraubenwendeln aller drei Rohre
können in axialer oder in radialer Richtung nebeneinander liegen.
[0013] Findet bei dem Wärmeaustausch im Kühlmittel eine Phasenänderung von flüssig zu dampfförmig
statt, so ist vorgesehen, daß das Kernrohr einen größeren Querschnitt aufweist als
die Summe der Querschnitte der schraubenförmig gewendelten Rohre des Sekundärteils,
wobei der Wärmetauscher vorzugsweise so gesteuert wird, daß die Dampfphase erst am
Übergang zwischen schraubenförmig gewendelten Rohren und Kernrohr stattfindet.
[0014] Eine ähnliche konstruktive Ausbildung ist bekannt (FR-A-1 095 966), wobei die Querschnittsvergrößerung
von den einzelnen Rohren zum Kernrohr allerdings nur unwesentlich ist und der Volumenänderung
bei einer Phasenumwandlung keinesfalls Rechnung trägt.
[0015] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
gezeigt. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt eines herkömmlichen Wärmetauschers (Verdampfer)
mit senkrecht angeordnetem Schraubenrohr im Sekundärteil,
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt eines Wärmetauschers mit horizontal angeordnetem
Schraubenrohr im Sekundärteil,
Fig. 3 einen Schnitt 111-111 gemäß Fig. 2,
Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten
Wärmetauscher, wobei das Mantelrohr geradlinig dargestellt ist, und
Fig. 5 eine Seitenansicht des Wärmetauschers mit Kompressor.
[0016] Fig. 1 zeigt einen Verdampfer, dessen Primärteil aus einem zylindrischen Behälter
1 gebildet ist. Der Behälter 1 weist oben einen Zulauf 3 für den Wärmeträger, z. B.
Wasser, und unten einen Ablauf 4 auf. Der Sekundärteil wird von einem in dem Behälter
1 schraubenförmig verlaufenden Rohr 6 gebildet, dessen Schraubenachse 2 senkrecht
angeordnet ist und das oben einen Zulauf 5 für ein Kühlmittel, z. B. Freon, und unten
einen Ablauf 7 aufweist.
[0017] Bei annähernd gleichbleibender Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels im Rohr 6
stellt sich der Spiegel der flüssigen Phase - bei vorhandener gasförmiger Phase -
in einer Schräglage ein, wie sie in Fig. 1 angedeutet ist, und die sich aufgrund der
vektoriellen Addition der Schwerkraft t und der sich aus der Strömungsgeschwindigkeit
ergebenden Zentrifugalkraft c einstellt. Der Flüssigkeitsspiegel stellt sich normal
zur Resultierenden R ein.
[0018] Es ist ersichtlich, daß in dem Fall der Fig. 1, bei welchem die Achse 2 des Behälters
1 senkrecht verläuft, die Zentrifugalkraft c immer in einer waagerechten Ebene liegt,
so daß, da die Schwerkraft t immer senkrecht nach unten verläuft, der Winkel zwischen
den Kräften c und t sich nicht ändert. Demgemäß ist die auf das Kühlmittel wirkende
Resultierende für alle Rohrquerschnitte gleich, so daß die flüssige Phase des Kühlmittels
nur im Bereich des unteren Scheitels des Rohres 6 fließt, während das Rohr 6 im Bereich
des oberen Scheitels mit der flüssigen Phase des Kühlmittels nicht in Berührung kommt.
[0019] Anders stellt es sich dar, wenn die Schraubenachse 2 des Rohrs 6 des Sekundärteils
nicht senkrecht verläuft, sondern waagerecht, wie dies in Fig. 2 für denselben Behälter
1 dargestellt ist. Bei konstanter Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels durch das
Rohr 6 ist auch die Zentrifugalkraft c konstant und stets radial gerichtet, jedoch
oberhalb der Schraubenachse nach oben, unterhalb der Schraubenachse nach unten, während
die Schwerkraft t stets radial nach unten gerichtet ist. Fig. 3 zeigt die Kräfte c
und t an verschiedenen Stellen des Umfangs des Rohres 6. Es ist ersichtlich, daß die
sich aus Schwerkraft t und Zentrifugalkraft c ergebende resultierende Kraft R ihre
Größe und Richtung dauernd ändert, so daß auch der Flüssigkeitsspiegel seine Lage
ständig ändert. Wird zusätzlich berücksichtigt, daß in der Praxis eine konstante Strömungsgeschwindigkeit
und damit eine konstante Zentrifugalkraft c nicht erzielt werden kann, solange das
Rohr 6 nicht vollständig mit flüssiger Phase gefüllt ist, und daß das Sieden oft als
Stoßsieden eintritt, so zeigt sich, daß eine große Wahrscheinlichkeit dafür besteht,
daß die gesamte Innenwand des Rohres mit der flüssigen Phase des Kühlmittels in Berührung
kommt. In jedem Fall ist diese Wahrscheinlichkeit wesentlich größer als bei dem in
Fig. 1 gezeigten Beispiel, selbst wenn man Störungen der Strömung beim Sieden unterstellt.
[0020] In Fig. 4 ist ein Wärmetauscher gemäß der Erfindung in Funktion als Verdampfer dargestellt
zur Verwendung bei einer Wasser/Wasser Wärmepumpenanlage. Der Wärmetauscher weist
als Primärteil ein Mantelrohr 8 auf, welches in Fig.4 aus Gründen der Übersichtlichkeit
geradlinig dargestellt ist, in Wirklichkeit aber schraubenlinienförmig verläuft, wie
mit Bezug auf Fig. 5 noch erläutert werden wird. An dem einen Ende des Mantelrohres
8 befindet sich ein Einlauf 9 für den Wärmeträger, hier Wasser, und am anderen Ende
ein Auslauf 10 für das Wasser. Das Mantelrohr 8 ist ein Teil eines an sich bekannten
geschlossenen Wasserkreislaufs, zu welchem auch ein nicht dargestelltes Rohrsystem
gehört, daß z. B. in der Erde angeordnet ist um die Erdwärme aufzunehmen
[0021] Demgemäß ist das durch den Einlauf 9 in das Mantelrohr 8 einströmende Wasser wärmer
als das am Ablauf 10 abströmende Wasser.
[0022] Im Mantelrohr 8 ist als Teil des Sekundärkreislaufs ein zentral verlaufendes Kernrohr
11 angeordnet. Um dieses Kernrohr 11 sind in Schraubenlinienform drei parallel zueinander
verlaufende Kupferrohre 12, 13 und 14 angeordnet. Die Kupferrohre 12, 13 und 14 sind
durch das Mantelrohr 8 hindurchgeführt und mit einem Einlaufkasten 15 für das Kühlmittel,
z. B. Freon, verbunden, welches dem Einlaufkasten 15 durch eine Leitung 16 zuströmt,
wobei die Zufuhr von einem Thermoventil 17 gesteuert wird.
[0023] Dem Ende des Mantelrohres 8 benachbart, an welchem der Auslauf 10 angeordnet ist,
ist das Kernrohr 11 durch eine Stirnscheibe 18 geschlossen, und die Enden der Kupferrohre
12, 13 und 14 sind über je einen Anschluß 19, 20 bzw. 21, die auf dem Umfang des Kernrohres
11 um 120° versetzt sind, mit dem Kernrohr 11 nahe dessen geschlossenem Ende verbunden.
An seinem gegenüberliegenden Ende ist das Kernrohr 11 an dem entsprechenden Ende des
Mantelrohrs 8, d. h. nahe dem Einlauf 9, durch das Mantelrohr 8 hindurch nach außen
geführt, um einen Auslaufstutzen für das Kühlmittel zu bilden, wie dies aus Fig. 4
ersichtlich ist.
[0024] Die Darstellung der Fig. 4 zeigt, daß die Rohre 12, 13 und 14 weder mit dem Kernrohr
11 noch mit dem Mantelrohr 8 in Berührung stehen. In der Praxis werden die Rohre 12,
13 und 14 jedoch an einigen Stellen am Kernrohr 11 abgestützt sein. Es könnten aber
auch Stützteile, beispielsweise an der Innenwand des Mantelrohres 8 und/oder an der
Außenwand des Kernrohres 11 vorgesehen sein, welche die Rohre 12, 13 und 14 auf Abstand
von dem Mantelrohr 8 und dem Kernrohr 11 halten. Das Mantelrohr 8 besteht aus einem
isolierenden Material, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi. Auch die übrigen
außerhalb des Mantelrohres 8 befindlichen Bauteile des Rohrsystems können wärmeisoliert
sein.
[0025] Fig. zeigt eine in der Praxis angewandte Ausführungsform des Wärmetauschers (Verdampfer
oder Kondensator) gemäß der Erfindung.' Dem in Fig.4 geradlinig dargestellten Mantelrohr
8 entspricht in Fig. 5 das Mantelrohr 22, während das schraubenförmig gewundene Rohr(e)
12, 13, 14 des Sekundärteils gemäß Fig. 4 in der Fig. 5 an der aufgebrochenen Stelle
des Mantelrohrs 22 erkennbar und mit 25 bezeichnet ist. Der Wärmetauscher gemäß Fig.
5 wird also aus dem linearen Gebilde gemäß Fig. 4 dadurch erhalten, daß das Mantelrohr
des Primärteils mit der eingebauten Rohrschlange des Sekundärteils um eine senkrechte
Achse schraubenförmig verformt wird. Dabei bleibt die horizontale Schraubenachse der
inneren Rohrschlange weitgehend erhalten. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist in
der Schraubenachse des Mantelrohrs 22 der Kompressor 26 angeordnet, der also von dem
Mantelrohr 22 umhüllt wird. Der Wärmeträger gelangt über den Zulauf 24 in das Mantelrohr
und verläßt dieses über den Ablauf 23 (entsprechend 9 und 10 in Fig.4). Der Einlaufkasten
15 und Thermoventil 17 sowie der Ablauf des Kernrohrs 11 des Sekundärteils (Fig. 4)
sind in Fig. 5 nicht gezeigt. Sie befinden sich an der unteren Windung der Schraube
des Mantelrohrs 22 nahe dem Zulauf 24 des Primärteils.
[0026] Die Arbeitsweise des Wärmetauschers als Verdampfer ist wie folgt:
Das Thermoventi) 17 wird in an sich bekannter Weise von dem Druck vor einem nicht
dargestellten Kompressor in dem geschlossenen Sekundärkreislauf gesteuert. Das Thermoventil
17 läßt entsprechend Kühlmittel in den Verteilerkasten 15 einströmen, von welchem
aus sich die flüssige Phase des Kühlmittels in den Rohren 12, 13 und 14 (25 in Fig.
5) verteilen wird. Es erfolgt dann zunächst eine Wärmeübertragung von dem durch den
Einlauf 9 (24) einströmenden Wärmeträger, z. B. Wasser, auf das in den Rohren 12,13
und 14 strömende Kühlmittel, und zwar im Gleichstrom. Das Kühlmittel verdampft und
strömt in Dampfform am anderen Ende des Mantelrohres 8 (22), d. h. nahe dem Ablauf
10 (23) in das Kernrohr 11, in welchem es im Gegenstrom zu dem Wasser strömt und dabei
weiter erwärmt wird.
[0027] Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Abwandlungen möglich. Beispielsweise können
die drei schraubenlinienförmig verlaufenden Rohre 12, 13 und 14 des Sekundärteils
jeweils für sich zum Einlauf zurückgeführt werden, wobei dann das Kernrohr 11 durch
die Rücklaufrohre ersetzt wird. Statt einer steigenden Schraubenwendel, wie sie Fig.
5 zeigt, kann das Mantelrohr 8 (22) auch in einer horizontalen Ebene nach Art einer
Spirale gewendelt sein.
1. Wärmetauscher, insbesondere für Wärmepumpenanlagen, bestehend aus einem Sekundärteil,
der aus wenigstens einem das Kühlmittel führenden, schraubenförmig gewendelten Rohr
(12, 13, 14, 25) und aus einem Primärteil mit einem den Wärmeträger führenden, die
Rohrwendel des Sekundärteils umgebenden, gleichfalls schraubenförmigen Mantelrohr
(8, 22) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das schraubenförmig gewendelte Rohr (12,
13, 14; 25) des Sekundärteils mit etwa horizontaler Schraubenachse in dem Mantelrohr
(8, 22) des Primteils angeordnet ist und seine etwa horizontale Schraubenachse beibehält,
und daß das Rohr (12, 13, 14; 25) des Sekundärteils nahe dem Wärmeträgerablauf (10,
23) des Primärteils in ein Kernrohr (11) einmündet, welches in der Schraubenachse
des Rohrs des Sekundärteils angeordnet ist und dessen Ablauf sich nahe dem Zulauf
(9, 24) des Primärteils befindet, so daß das Kühlmittel im Sekundärteil zunächst im
Gleichstrom und dann im Gegenstrom fließt.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, insbesondere für Kühlmittel mit einer beim Wärmeaustausch
erfolgenden Phasenänderung flüssigdampfförmig, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernrohr
(11) einen größeren Querschnitt aufweist als die Summe der Querschnitte der schraubenförmig
gewendelten Rohre (12, 13, 14) des Sekundärteils.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Sekundärteil
drei parallel schraubenförmig gewendelte Rohre (12, 13, 14, 25) für das Kühlmittel
vorgesehen sind, die nahe dem Wärmeträgerablauf (10, 23) des Primärteils jeweils in
das Kernrohr (11) einmünden.
1. A heat exchanger, more specially for heat pump systems made up of a secondary part,
which for its part is made up of at least one helically coiled tube (12, 13, 14, 25)
for the coolant, and of a primary part with a casing tube (8, 22), for the fluid which
is to give up heat, which is placed round the tube helix of the secondary part and
itself is helical as well, characterized in that the helically coiled tube (12, 13,
14; 25) of the secondary part is placed with a generally horizontal helix axis in
the casing tube (8, 22) and keeps to its generally horizontal helical axis, and in
that the tube (12, 13, 14; 25) of the secondary part is designed opening, at a point
near the downward current (10, 23) of the fluid which is to give up heat, into a core
tube (11), which is placed in the helix axis of the tube of the secondary part und
whose downwardly running part is near the inlet (9, 24) of the primary part so that
the coolant makes its way in the secondary part firstly with a cocurrent and then
with a counter-current motion.
2. A heat exchanger as claimed in claim 1 more specially for coolants with a liquid-vapor
change in phase taking place on heat exchange, characterized in that the core tube
(11) has a greater cross-section than the sum of the cross-sections of the helically
coiled tubes (12, 13, 14) fot he secondary part.
3. A heat exchanger as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that in the
secondary part there are three tubes (12, 13, 14, 25), coiled helically so as to be
parallel to each other, for the coolant, these tubes opening, near to the downwardly
running part (10, 23) for the fluid which is to give up heat, of the primary part,
into the core tube (11).
1. Echangeur de chaleur, destiné en particulier à l'équipement d'installations à pompe
à chaleur et se composant, d'une part, d'une partie secondaire comportant au moins
un tube hélicoïdal ou serpentin (12, 13, 14, 25), traversé par l'agent frigorifique,
et, d'autre part, d'une partie primaire comportant une enveloppe tubulaire également
de forme hélicoidale (8, 22) en guise de serpentin, traversée par le véhicule de chaleur
et enveloppant ledit serpentin de la partie secondaire, caractérisé en ce que le tube
hélicoïdal (12, 13, 14, 25) de la partie secondaire est monté, à axe d'enroulement
hélicoïdal pratiquement horizontal, à l'intérieur de ladite enveloppe tubulaire (8,
22) de la partie primaire tout en maintenant la position pratiquement horizontale
de son axe d'enroulement hélicoïdal, et en ce que le tube (12, 13, 14, 25) de la partie
secondaire débouche, à proximité de la sortie du véhicule de chaleur (10, 23) de la
partie primaire, dans un tube central (11), qui est disposé selon l'axe d'enroulement
hélicoïdal de la partie secondaire et dont la sortie se trouve près de l'entrée (9,
24) de la partie primaire, de manière que l'agent frigorifique, qui traverse la partie
secondaire, s'écoule d'abord dans le même sens que le fluide à refroidir et puis en
contre-courant.
2. Echangeur de chaleur selon la revendication 1, destiné, en particulier, à la mise
en oeuvre d'un agent frigorifique, qui, lors de l'échange de chaleur, subit une transformation
de phase (passage de l'état liquide à l'état de vapeur), caractérisé en ce que la
section transversale dudit tube central (11) est plus grande que la somme des sections
transversales des tubes hélicoidaux (12,13,14) de la partie secondaire.
3. Echangeur de chaleur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que sa partie
secondaire comporte trois tubes hélicoïdaux ou serpentins (12, 13, 14, 25) pour l'agent
frigorifique, qui débouchent chacun dans ledit tube central (11) à proximité de la
sortie du véhicule de chaleur (10, 23) de la partie primaire.