[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschluß, der zum hermetischen und doch leicht wiederzuöffnenden
Verschliessen einer Flasche oder dgl. Behälter dient, welche einen Hals mit Ausgabeöffnung,
eine diese umgebende Halsstirnfläche und einen unterhalb der letzteren gelegenen,
an seiner Unterseite eine Einschnürung aufweisenden Mündungswulst besitzt, und der
eine als Verschlußkopf dienende Kappe mit Dachwandung und um diese umlaufender Kappenseitenwandung
mit einer sich zwecks Spreizen beim Auf-' setzen auf die Mündung der Flasche von ihrem
unteren Rand aus quer zum letzteren erstreckenden Schlitzung und mit auf der Innenseite
der Kappenseitenwandung einwärts ragendem, in Verschließstellung zum Angreifen an
der Unterseite des Mündungswulstes der Flasche dienendem Innenwulst, ein auf der Innenseite
der Dachwandung angebrachtes, in Verschließstellung zum Dichten der Ausgabeöffnung
der Flasche dienendes Dichtungselement, ein an einer Betätigungsseite der Kappe mit
dem Finger betätigbares Anhebelement, sowie eine jeden in der Kappenseitenwandung
vorhandenen Schlitz in Verschließstellung ringförmig unter dichtendem Andrücken des
Innenringwulstes der Kappenseitenwandung an die eingeschnürte Unterseite des Mündungswulstes
der flasche überbrückende, an mindestens einem von der Be
L tätigungsseite entfernten Bereich der Kappenseitenwandung mit der letzteren verbundene
Befestigungseinrichtung mit mindestens einem Spannorgan umfaßt, welches in
Verschließ- stellung durch zur Kappenseitenwandung tangentiale Strekkung gespannt ist
und hierdurch ein Zusammendrücken jedes in der Seitenwandung vorhandenen Schlitzes
und ein allseitig gleichmäßiges Andrücken des Innenringwulstes an der Unterseite des
Mündungswulstes des Flaschenhalses bewirkt.
[0002] Ein solcher Verschluß ist bereits im Schweizer Patent No. 605.306 der Refil Aktiengesellschaft,
Triesen-. berg, Fürstentum Liechtenstein und in deren deutscher Offenlegungsschrift
DE-OS 2.554.887 beschrieben.
[0003] Bei diesem Verschluß hat sich nun aber gezeigt, daß bei seiner Herstellung im Spritzgußverfahren
auf dem Produktionswerkzeug eine höhere Verdichtung des Materials auftritt, als dies
ursprünglich bei einer vorläufigen Herstellung der Fall war. Hierdurch wird der ganze
Ver- schluß steifer, die die Schlitze überbrückenden Stege werden weniger elastisch,
der Verschluß muß unter höherem Druck beim Füllen aufgesetzt werden und vor allem
ist eine größere Anstrengung beim ersten Öffnen der Flasche oder eines anderen Behälters
unter Anheben der Abdrücknase (Anhebelement) erforderlich, und ebenso geht das Wiederaufsetzen
sehr viel schwerer von sich.
[0004] Andererseits hält dieser steifere Verschluß nicht wesentlich mehr an Innendruck aus
als ein unter geringer Verdichtung hergestellter Verschluß, dessen Material aber entsprechend
elastischer ist.
[0005] Um den Flascheninhalt pasteurisieren zu können, muß die Temperatur auf mindestens
62°C während mindestens 20 Minuten gesteigert werden, während der bisherige Verschluß
nur eine Temperatur von 56°C aushält. Er muß daher aus noch härterem Material hergestellt
werden. Soll der Verschluß aber diese Pasteurisierbedingungen vertragen, so wird er
noch schwerer aufsetzbar und abhebbar.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den oben beschriebenen Verschluß
so zu verbessern, daß er Pasteurisierbedingungen aushält, ohne undicht zu werden oder
abgesprengt zu werden, und dabei gleichwohl mindestens ebenso leicht aufsetzbar und
abhebbar zu sein, wie der aus elastischem Material hergestellte Verschluß.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst und weitere Zwecke, die weiter unten ersichtlich werden,
werden erreicht durch einen verbesserten Verschluß der eingangs beschriebenen Art,
der dadurch gekennzeichnet ist, daß das Spannorgan mindestens eines Schlitzes mindestens
auf der einen Seite des letzteren beim ersten Öffnen des Verschlusses bis zu dem von
ihm überbrückten Schlitz aufreißbar ist, so daß bei erneuter Einnahme der Verschließstellung
bei dem aufgerissenen Spannorgan die tangentiale Streckung und hierdurch das Zusammendrücken
des betreffenden Schlitzes mindestens teilweise aufgehoben wird.
[0008] Das aufreißbare Spannorgan kann auch statt nur auf einer Seite zu beiden Seiten des
von ihm überbrückten Schlitzes aufreißbare Stege besitzen, mittels denen es mit der
Kappenseitenwandung verbunden ist. Beim Aufreißen des Steges eines Spannorgans auf
nur einer Seite des Schlitzes kann dieser Schlitz sich schon erheblich leichter spreizen.
Das Abnehmen des zum Beispiel unter Pasteurisierbedingungen sehr fest und praktisch
nur unter Benutzung eines Werkzeugs (nach Art eines Coca-Cola® Flaschenöffners) anhebbaren
Verschlusses wird durch das Aufreißen also sehr erleichtert, und auch das Wiederaufsetzen
auf die nicht völlig geleerte Flasche von Hand bietet nun keine Schwierigkeiten. Natürlich
ist der verbleibende Inhalt der Flasche nicht mehr so dicht verschlossen, wie vor
dem ersten Öffnen, er ist ja auch zum alsbaldigen Verbrauch bestimmt.
[0009] Das Aufreißen des Steges eines Spannorgans und damit die Verminderung der Tangentialspannung
desselben bei aufgesetztem Verschluß bedeutet gleichzeitig auch die -
Kenntlichmachung der Tatsache, daß die Flasche nach der
Originalabfüllung bereits geöffnet wurde. Der noch nicht aufgerissene Steg dient also
gleichzeitig als Garantiesiegel.
[0010] Weiter kann die Schlitzung der Kappenseitenwandung aus mindestens zwei Schlitzen
bestehen, welche über die einander gegenüberliegenden Bereiche zwischen der Betätigungsseite
und der entgegengesetzten Seite der Kappenseitenwandung in gleicher Weise verteilt
sind, und je Schlitz kann ein Spannorgan vorgesehen sein, dabei ist jedes den Schlitz
überbrückende Spannorgan bogenförmig . und bei Spreizung des Schlitzes elastisch federnd
streckbar ausgebildet und beidseitig des von ihm'überbrückten Schlitzes in kurzem
Abstand vom letzteren an die Kappenseitenwandung angelenkt, und jedes der beiden Spannorgane
kann dabei auf mindestens einer Seite des von ihm überbrückten Schlitzes den vorerwähnten
in tangentialer
Rich- tung aufreißbaren Steg besitzen, über welchen es mit der Kappenseitenwandung
verbunden ist.
[0011] Das auf der Betätigungsseite vorgesehene Anhebelement kann mit der Kappenseitenwandung
einstückig und starr verbunden sein, und mindestens ein aufreißbares Spannorgan kann
einen Abhebarm aufweisen, der sich auf der vom Anhebelement abgewandten Seite des
zugehörigen Schlitzes von diesem weg entlang der Kappenseitenwandung erstreckt.
[0012] Der Abhebarm kann nach seinem freien Ende hin mindestens einen kleinen aufreißbaren
Steg besitzen, durch den er mit der Kappenseitenwandung verbunden ist.
[0013] Sind zwei Spannorgane vorhanden, so kann ein sich am Umfang der Kappenseitenwandung
erstreckendes Brückenelement vorgesehen sein, welches die beiden Spannorgane miteinander
verbindet, und jedes Spannorgan kann auf seiner zwischen dem von ihm überbrückten
Schlitz und dem Brückenelement gelegenen Seite einen in tangentialer Richtung aufreißbaren
Steg besitzen, durch den es mit der
Kappenseitenwandung verbunden ist. Das Brückenelement erstreckt sich dann vorzugsweise
längs dem Anhebelement. Auch kann das Brückenglied mindestens einen aufreißbaren Steg
aufweisen, durch den es mit der Kappenseitenwandung oder mit dem Anhebelement verbunden
ist.
[0014] Der vor der Stirnseite des Anhebelements gelegene Bereich des Brückenelements ist
dabei vorzugsweise von Stegen frei und vor dem ersten Öffnen des Verschlusses nach
oben vom Anhebelement abhebbar, wobei das Anhebelement in der Verschließstellung verbleibt,
bis die Stegverbindung mindestens eines der Spannorgane mit der Kappenseitenwandung
auf mindestens einer Seite des von ihm überbrückten Schlitzes aufgerissen ist. Erst
dann tritt bei etwas stärkerer Kraftaufwendung als zum Aufreißen der Stege erforderlich
ist, ein Abheben des Anhebelements durch leichten Fingerdruck ein.
[0015] Der erfindungsgemäße Schlitzkappenverschluß kann weiter unabhängig von der aufreißbaren
Überbrückung eines oder mehrerer Schlitze eine Anzahl Verbesserungen aufweisen.
[0016] Hierzu gehört eine Verbesserung der Abhebnase. Die scharfe untere Vorderkante der
letzteren schneidet in den abhebenden Finger ein und macht das Abheben unter Umständen
schmerzhaft.
[0017] Erfindungsgemäß wird daher an der Unterseite der
Abhebnase ein Abhebwulst von vorzugsweise halbkreisförmigen Querschnitt vorgesehen,
dessen eine Seitenwandung mit der Stirnfläche der Abhebnase fluchtet, so daß die scharfe
Vorderkante an der Unterseite der Abhebnase entfällt. Entsprechend sind die beiden
Stützstreben auf der Oberseite der Abhebnase bis praktisch zum Umfangsrand der Kappenoberfläche
verlängert, so daß bei Druck mit dem Finger auf den
Abhebwulst an der Unterseite der Abhebnase nicht nur der unterste Bereich der Kappenseitenwandung
bis zum Innenringwulst im Bereich der Abhebnase etwas angelupft wird, sondern der
ganze vordere Bereich der Kappenseitenwandung mit dem darin befindlichen Bereich des
Innenringwulstes leicht nach vorn und oben von der Flaschenmündung weggebogen wird.
[0018] Es hat sich jedoch gezeigt, daß der genannte abgerundete Abhebwulst, wenn er aus
der unteren Abschlußfläche der Verschlußkappe herausragt, Störungen beim maschinellen
Zuführen der Kappen in einer automatischen Kappenschließmaschine verursachen kann,
indem nämlich infolge Schrägstellen der Kappen eine auf die andere auflaufen und sich
in der Maschine verklemmen kann.
[0019] Dies wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, indem die Unterseite der Abhebnase parallel
zur unteren Abschlußfläche der Verschlußkappe, aber etwas oberhalb der letzteren,
verläuft und der Abhebwulst nur soweit aus der Unterseite der Abhebnase hervorragt,
daß er höchstens bis zur genannten Abschlußebene der Kappenunterseite, aber nicht
über diese nach unten hinausragt. Hierdurch bleibt ein flaches Aufliegen der Unterseite
der Verschlußkappe auf dem Transportband auch bei Vibrieren des letzteren zwecks Förderung
der Kappen in die Maschinen gewährleistet und die Gefahr, daß eine Kappe sich unter
Schrägstellen auf die andere aufschiebt, wird vermieden.
[0020] Eine weitere wichtige Verbesserung der Schlitzkappe, die ein gutdichtendes, festes
Aufsitzen der Verschlußkappe einerseits und trotzdem ein leichtes Abheben derselben
gestattet, beruht in der Kombination der folgenden Merkmale:
(a) eine durchgehende, im wesentlichen flache, also ohne oder mit schwacher mittiger
Mulde hergestellte Kappenoberwandung,
(b) eine aus der Innenseite der Oberwandung in die Flaschenmündung hinein gerichtete
zur Führung und Dichtung dienende Tülle, deren äußere Seitenwandung in ihrem mittleren
Bereich eine Kugelzone umfaßt, und wobei . die innere Seitenwandung der Tülle vorzugsweise
entsprechend konkav einwärts gekrümmt ist, so daß die Querschnittsfläche der Tülle
einem Elefantenstoßzahn ähnelt, und
(c) einen Innenringwulst in der inneren Kappenseitenwandung, dessen Querschnittsfläche
mindestens angenähert halbkreisförmig ist.
[0021] Vorzugsweise verjüngt sich die Tüllenseitenwandung von einem Querschnitt größter
Dicke ab wieder leicht zu ihrer-Ansatzstelle an der Kappenoberwandung-hin. Dabei liegt
der größte Außendurchmesser der Tülle beim erfindungsgemäßen Verschluß soweit unterhalb
der Oberwandung, daß beim maschinellen Aufsetzen der Kappe auf eine Flaschenmündung
und dabei erfolgendem Einführen der Tülle in die Flaschenmündung zuerst die äußere
Tüllenseitenwandung mit der inneren Mündungswandung der Flasche dichtenden Kontakt
aufnimmt und erst nachdem dies eingetreten ist, beim weiteren Herunterdrücken der
Kappe der Innenwulst der Kappenseitenwandung mit einem äußeren Bereich der Flaschenmündung
in dichtenden Kontakt gebracht wird.
[0022] Am sichersten wird dies unabhängig von der Konfiguration des Längsschnitts durch
die Flaschenmündung erreicht, wenn die Ebene des größten Außendurchmessers der Tüllenseitenwandung
tiefer, d.h. in größerem Abstand von der Innenseite der Kappenoberwandung liegt als
die Ebene durch die kleinste licht Weite des Innenringwulstes.
[0023] Hierzu muß die Tülle verhältnismäßig lang sein, d.h. sich ziemlich weit in den Mündungshals
der Flasche hinein erstrecken. Ist die Tülle so kurz, daß beim Einführen des Flaschenmündungsendes
zuerst am Innenringwulst der Kappenseitenwandung und dann erst an der Kugelkalotte
der Dichtung abgedichtet wird, so wird die Luft im Inneren der Kappe außerhalb der
Tülle in die Flaschenmündung hinein gepreßt.
[0024] Besonders leichte Abhebbarkeit wird in dieser Ausführungsform ebenfalls erzielt,
wenn die halbe lichte Weite des Innenringwulstes von der Kappenmittelachse zum Innenringwulst
auf der Abhebseite kleiner ist als der Abstand der Kappenmittelachse vom Innenringwulst
in einem im rechten Winkel zur Abhebseite liegenden "Bereich der Kappenseitenwandung.
Vorzugsweise beträgt der Unterschied zwischen der lichten Weite des Innenringwulstes,
gemessen von der Abhebseite zur gegenüberliegenden Seite einerseits, und der lichten
Weite des Innenringwulstes, gemessen im rechten Winkel dazu andererseits, etwa 0.5
bis 2 mm.
[0025] Bei der oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsform des Schlitzverschlusses mit
einer Tülle von elefantenstoßzahnähnlichem Querschnitt kann Luft aus dem äußeren Innenraum
der Kappe beim Aufsetzen der Kappe nach außen entweichen und wird nicht in den Innenraum
im.Innern der Tülle über der in der Flasche befindlichen Flüssigkeit. hineingedrängt,
wie das bei vielen bekannten Verschlüssen der Fall ist. Denn je geringer die Luftmenge
in der dicht verschlossenen Flasche über der Flüssigkeit ist, umso haltbarer ist die
letztere, insbesondere wenn es sich um Bier handelt.
[0026] Beim Steigen des Innendrucks in einer mit dem erfindungsgemäßen Verschluß verschlossenen
Flasche wölbt sich die Kappenoberwandung über dem Tülleninneren ziemlich stark nach
außen. Bei Flaschen von Standardgröße kann diese Auswölbung bis zu 2 mm betragen.
Dabei wird die Dichtungstülle mitangehoben, was aber bei der zuletzt beschriebenen
Ausführungsform die Dichtungswirkung nicht beeinträchtigt, da die Tülle hier besonders
lang ist, d.h. sich in axialer Richtung besonders weit in die Flaschenmündung hinein
erstreckt.
[0027] Hierbei ist die äußere Kugelkalottenfläche der Tülle besonders dazu geeignet, auch
beim Ändern des Winkels zwischen Tülle und Oberwandung beim erfindungsgemässen Verschluß
eine hermetische Dichtung gegen die Innenwandung der Flaschenmündung zu gewährleisten.
[0028] Gelangt die Kugelzone der Tülle mit dem größten Radius in den Bereich des oberen
Mündungsinnenrandes, .was bei entsprechend hohem Innendruck, z.B. bei 6 atü der Fall
ist, so tritt Luft aus dem Mündungsraum an der Mündungskrümmung vorbei in den äußeren
Innenraum, die Kugelzone größten Durchmessers sinkt bei entsprechendem Zurückgehen
der Kappenoberwandung wieder etwas tiefer in die Mündung und dichtet erneut ab.
[0029] Der Winkel zwischen der Kappenoberwandung und der Kappenseitenwandung ist gewöhnlich
etwas stumpf oder rechtwinklich. Wichtig ist, daß die zusammenstoßenden Wandbereiche
von Kappenoberwandung und Kappenseitenwandung verhältnismäßig steif ausgebildet sind,
so daß dieser Winkel auch bei steigendem Innendruck unverändert bleibt. Das hat zur
Folge, daß bei zunehmender Nachaußenwölbung der Oberwandung im Tülleninneren der Innenringwulst
der
Kappenseitenwandung entsprechend stärker an die Unterseite des Flaschenmündungswulstes
angedrückt und die Dichtung verbessert wird.
[0030] Durch die bevorzugte Ausführungsform mit Tülle von Elefantenstoßzahn-Querschnitt,
der sich vorzugsweise nach oben etwas verjüngt, wird ein glattes Hineingleiten in
die Mündung und ein besserer Ausgleich von Dimensionsschwankungen in der Flaschenmündung
erzielt. Durch die abgerundete Außenfläche der Tülle wird die Dichtung auf eine enge
Ringzone beschränkt, im Gegensatz zur zylindrischen Ausführung bekannter Verschlüsse,
bei der die Dichtungszone sehr breit ist und daher die Dichtungskraft viel schwächer
ist.
[0031] Bei Verschlüssen mit einer Tülle bekannter Ausführungsform wird an der Krümmungszone
aus dem Mündungsinneren zur Flaschenhals-Mündungsstirnfläche hin abgedichtet, wenn
die lichte Mündungsweite verhältnismäßig enger ist als der Außendurchmesser der Dichtung,
was oft der Fall ist. Es wird ja immer ein Übermaß der Dichtung über die lichte Weite
der Mündung verlangt, da sonst kein Dichtungseffekt erzielbar ist. Bei bekannten Verschlüssen
ähnlicher Art tritt dadurch eine konische Deformierung der an sich zylindrisch gefertigten
Dichtungstülle auf, was sich ebenfalls nachteilhaft auf die Dichtungswirkung auswirkt.
[0032] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen derselben in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung, in welcher
Fig.l eine besonders einfache Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses in
Seitenansicht,
Fig.2 eine Innenansicht der Ausführungsform nach Fig.l,
Fig.3 einen Axialschnitt durch dieselbe Ausführungsform entlang der mit III-III in
Fig.2 gekennzeichneten Ebene,
Fig.4 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, einer derjenigen von Figuren 1 bis 3 ähnlichen
Ausführungsform des Verschlusses mit Muffe in auf einen Flaschenhals aufgesetzter
Stellung,
Fig.5 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des Verschlusses,
Fig.6 noch eine weitere Ausführungsform desselben in Draufsicht,
Fig.7 einen Querschnitt durch eine weitere, besonders bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verschlusses, und
Fig.8 schließlich einen Teil desselben Verschlusses wie in Fig.7, von unten gesehen,
zeigen.
[0033] In der in Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verschlusses, der höchst einfache Bauart aufweist und leicht, z.B. im Spritzgußverfahren
herstellbar ist, besitzt die Kappe 80 eine Dachwandung 80a und eine Kappenseitenwandung
81. Letztere besitzt zwei Schlitze 82 und 83, welche sich in axialer Richtung von
nahe der Dachwandung 80a bis zum unteren Kappenumfangsrand 80b der Kappenseitenwandung
81 erstrecken, in welchem sie öffnen. Die beiden Schlitze 82 und 83 sind von der Betätigungsseite,
auf welcher die Kappe 80 eine Betätigungsnase 88 mit zwei Versteifungen 88a und 88b
trägt, jeder um 60
0 nach der Gegenseite der Kappe 80 hin versetzt. Bei jedem der Schlitze 82 und 83 ist
benachbart dem Kappenumfangsrand 80b ein den Schlitz 82 bzw.83 überbrückendes, beidseitig
des Schlitzes 82 bzw. 83 an die Kappenseitenwandung 81 angelenktes Spannbrückenglied
84 bzw.85 vorgesehen. Auf der Innenfläche der Kappenseitenwandung 81 ragt ein Innenringwulst
89 hervor, dessen Oberseite in Verschließstellung gegen die Unterseite des Mündungswulstes
11 des Flaschenhalses drückt.
[0034] Vorzugsweise ist der Abstand a des inneren Umfangs des Innenringwulstes 89 im Betätigungsbereich
89a von der Kappenmittelachse kürzer als der Abstand r der zwischen Betätigungsseite
und Gegenseite gelegenen, die Schlitze 82 und 83 enthaltenden Zwischenbereiche 89c
und 89d des Innenringwulstes 89 von der genannten Achse. Auch der Abstand des Bereichs
89b des Innenringwulstes 89 an der der Betätigungsseite gegenüberliegenden Seite der
Kappe 80 von dieser Achse ist vorzugsweise kürzer als der Abstand r.
[0035] Hierdurch greift der Innenringwulst 89 mit denjenigen seiner inneren Umfangsbereiche,
die dem äußeren Betätigungsbereich 89a der Kappe 80 einerseits. und der diesem Bereich
gegenüberliegenden Gegenseite 89b derselben andererseits entsprechen, tiefer in die
Einschnürung unter dem Mündungswulst 11 ein als mit den Zwischenbereichen 89c und
89d, was ein hebelartiges Abheben der Kappe 80 mittels ihrer Betätigungsnase 88 erleichtert.
[0036] Beim Aufpressen des Verschlusses auf die Mündung eines Flaschenhalses passiert der
untere Umfangsrand 80b den
Mündungswulst 11 der Flasche unter Spreizen der Schlitze 82 und 83 und gleichzeitigem
Strecken der Spannbrückenglieder 84 und 85. Ist der Innenringwulst 89 über den
Mündungswulst 11 hinweggedrückt, so ziehen sich die
Spannbrückenglieder 84 und 85 unter Zusammendrücken der offenen Enden der Schlitze
82 bzw.83 zusammen und erhöhen so das Andrücken der Oberfläche des Innenringwulstes
89 an die Unterseite des Mündungswulstes 11 allseitig.
[0037] Auf der Innenseite der Kappendachwandung 80a ist eine Tülle 86 vorgesehen. Innerhalb
des Umfangs der Tülle 86 besitzt die Dachwandung 80a eine Einbuchtung 87, welche dazu
beiträgt, bei steigendem Innendruck in der Flaschenmündung den Andruck der Oberseite
des Innenringwulstes 89 gegen die Unterseite des Mündungswulstes 11 zu erhöhen. Außerdem
kann die Außenwandung der Tülle 86 mit einer Anzahl von parallelen Ringwülsten 86a
versehen sein (Fig.4), durch welche bei Anlage an die Mündungsinnenwandung 10a bzw.
den Rand der letzteren mit der Mündungsstirnfläche lla eine Dichtung ähnlich einer
Labyrinthdichtung erzielt wird.
[0038] In der in Fig.4 gezeigten Ausführungsform des Verschlusses besitzt die Kappe 80 eine
Muffe 90, die über ein Bandgelenk 91 mit der Kappe 80 vorzugsweise einstückig verbunden
ist.
[0039] Bei Ausführung mit Muffe springt die Kappe beim Öffnen des Verschlusses nicht ab,
weshalb die Flasche mit der an ihr befestigten, geöffneten Kappe leicht gewaschen
und wieder verschlossen werden kann.
[0040] Andererseits kann auch zum Zeichen, daß die Flasche nach dem Abfüllen noch nicht
geöffnet wurde, ein Siegelhäutchen in den Schlitzen 82 und 83 vorgesehen sein, (nicht
gezeigt), welches beim maschinellen Aufsetzen der Kappe auf die gefüllte Flasche,
welche senkrecht in Richtung der Kappenmittelachse erfolgt, dem Spreizen der Schlitze
82 bzw. 83 unter Dehnung standhält, aber beim Abheben der Kappe 80 mit dem Finger,
das einseitig unter Anheben der Betätigungsnase 88 erfolgt, in Folge der ungleichmäßigeren
Spannungsverteilung einreißt.
[0041] Die Anlenkung des Spannbrückengliedes 84 an die Seitenwandung 81 nahe dem unteren
Kappenrand 80b geschieht erfindungsgemäß über einen dünnen Verbindungssteg 92. Dabei
ist das vom Betätigungsbereich 89 weg gerichtete Ende 84a des Spannbrückengliedes
84 als Aufreißlasche ausgebildet und nur über kleine, kurze Stege 93 mit der Kappenseitenwandung
81 verbunden und endigt in einer etwas von der Kappenseitenwandung 81 abstehenden
Abreißnase 84b.
[0042] Beim automatischen Aufpressen der Kappe 80 auf eine frisch gefüllte Flasche mittels
einer bekannten Füll-und Verschließmaschine sollten die Schlitze 82 und 83 gespreizt
werden, können dies aber nur verhältnismäßig geringfügig tun, da sie durch die Brückenglieder
84 und:85 unter starker tangentialer Spannung der letzteren wesentlich enger gehalten
werden, als dies bei freier, spannungsloser Spreizung der Fall wäre.
[0043] Bei der Herstellung der Kappen aus für das Spritzgußverfahren üblichen Materialien
wie Polyäthylen oder Polypropylen wird die tangentiale Verspannung der Brückenglieder
und damit der dichtende Sitz der Kappe auf der Flaschenmündung so fest, daß er einerseits
von 6 bis 8 Atmosphären oder mehr im Flascheninneren und sogar Sterilisierung des
Flascheninhaltes bei geschlossener Flasche unter Temperaturerhöhung auf 62°
C während mindestens 20 Minuten aushält, andererseits aber im maschinell aufgesetzten
Zustand durch Druck eines Fingers, z.B. des Daumens, gegen die Vorder- und Unterseite
der
Betätigungsnase 88 nicht mehr oder nur unter großer Kraftanstrengung abgehoben werden
kann. Vor dem Abheben des erfindungsgemäßen Verschlusses nach Figuren 1 bis 3 wird
daher das Ende 84a des Spannbrückengliedes 84 durch Abheben der Nase 84b und Abreißen
zunächst der kurzen Stege 93 und anschließend des entlang dem unteren Kappenrand 8
0a längeren Verbindungssteges 92 von der Kappenseitenwandung 81 gelöst, so daß sich
der vom Brückenglied 84 überbrückte Schlitz 82 weiter spreizen kann, wodurch der Druck
des Innenringwulstes 89 gegen den Mündungswulst 11 der Flasche so wesentlich erniedrigt
wird, daß zwar die Kappe 80 immer noch dichtend auf der Flasche sitzt, aber doch durch
verhältnismäßig leichten Druck mit einem Finger gegen die Betätigungsnase 88 von der
Flaschenmündung 10 abgehoben werden kann.
[0044] Zum Wiederaufsetzen der Kappe 80 auf die Flaschenmündung 10 bedarf es nun nicht mehr
des starken Aufprelldruckes einer Füll- und Verschließmaschine; sondern die Kappe
80 kann jetzt durch Druck mit dem Daumen wieder dichtend auf die Flaschenmündung 10
aufgesetzt werden. Die Kappe 80 schließt dann den verbleibenden Inhalt in der Flasche
immer noch hermetisch gegen die Außenluft ab, aber sie hält natürlich nicht mehr Drücke
von mehreren Atmo-sphären aus. Das braucht sie aber auch nicht mehr zu tun, da ja
ein Teil des flüssigen Flascheninhalts, bereits entfernt ist, so daß sich über der
Flüssigkeit ein weitaus größerer Gasraum als Puffer befindet, und ein erneutes Sterilisieren
des Flascheninhalts kommt natürlich nicht mehr in Frage. Vielmehr soll der Flascheninhalt
baldigst aufgebraucht werden. Immerhin sitzt der Verschluß noch so fest auf der Flasche,
daß diese auf die Seite gelegt oder sogar auf den Kopf gestellt werden kann, ohne
daß die Kappe abgedrückt wird und der Flascheninhalt ausfließt.
[0045] Die noch nicht aufgerissenen Stege 92 und 93 des Abhebendes 84a des Brückengliedes
84 zeigen an, daß die Flasche bisher noch nicht zum Verbrauch geöffnet wurde. Sie
dienen also als Garantiesiegel.
[0046] In der Ausführungsform nach Fig.5 sind beide Spannbrückenglieder 84 und 85 mit Abreißenden
84a und 85a versehen, die mit den neben den Schlitzen 82 und 83 gelegenen, vom Betätigungsbereich
89a der Kappe 80 abgewandten äußeren Umfangsbereichen 82a und 83a über längere Verbindungsstege
92 und 94 sowie über kürzere, von den Schlitzen 82 und 83 entferntere Verbindungsstege
93 und 95 verbunden sind.
[0047] Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses kann erst das eine
der beiden Aufreißenden 84a und 85a und anschließend auch das andere aufgerissen werden.
Dies empfiehlt sich bei Verschlüssen aus besonders hart aufsitzendem Material, bei
denen das Aufreißen des einen Abreißendes, z.B. des Endes 84a, zur Freigabe des Schlitzes
82 zum leichten Abheben der Kappe 80 mittels der Betätigungsnase 88 nicht genügt.
[0048] Damit beim Wiederaufsetzen der Kappe 80 auf die nur teilweise geleerte Flasche nicht
die aufgerissenen Enden 84a und 85a störend von der Kappenseitenwandung 81 abstehen,
können dünnere Verbindungsstege 96a und 96b auch auf den der Betätigungsnase 88 zugewandten
Seiten der Schlitze 82 und 83 vorgesehen sein und es kann schließlich um die Betätigungsnase
88 herum ein die beiden Brückenglieder 84 und 85 miteinander verbindendes Brückenelement
97 vorgesehen sein, welches über kurze Verbindungsstege 98 mit den Flanken 88c und
88d der Betätigungsnase 88 abreißbar verbunden ist.
[0049] Hierdurch können die beiden Spannbrückenglieder . 84 und 85 zusammen mit dem sie
verbindenden Brückenelement 97 vollständig von der Kappenseitenwandung 81 und der
Betätigungsnase 88 abgetrennt werden. Das Abtrennen wird weiter erleichtert, indem
zwischen der Stirnseite 88e der
Betätigungsnase 88 und dem Brückenglied 97 ein Spalt 99 bei der Fertigung der Kappe
80 verbleibt.
[0050] In der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses nach Fig.6 sind die Spannbrückenglieder
84 und 85 in den von der Betätigungsnase 88 abgewandten Umfangsbereichen 82a und 83a
der Kappenseitenwandung 81 unverjüngt mit der letzteren verschmolzen und nicht abreißbar.
[0051] Hingegen sind sie auf den zur Betätigungsnase 88 hin gelegenen Bereichen neben den
Schlitzen 82 und 83 über die sich am Umfangsrand länglich erstreckenden dünneren Verbindungsstege
96a und 96b abreißbar verbunden, wobei die Brückenglieder 84 und 85 über ein bereits
erwähntes Brückenelement 97 miteinander verbunden sind, daß in der bereits beschriebenen
Weise über kurze Abreißstege 98 mit den Flanken 88c und 88d der Betätigungsnase 88
abreißbar verbunden ist, während zwischen der Stirnseite 88e der Betätigungsnase 88
und dem Brückenelement 97.der Spalt 99 verbleibt. Dieser Spalt 99 erstreckt sich in
dieser Ausführungsform nach Fig.6 so weit um die Stirnseite 88e der Betätigungsnase
88 herum bis auf deren Seitenflanken 88c und 88d, daß das Brückenelement 97 mit den
Fingern abgehoben und einseitig oder beidseitig bis zu einem oder beiden der Schlitze
82 und 83 aufgerissen werden kann, wobei die Spitze des aufreißenden Fingers in das
alsdann einem Bügel bildende Brückenelement 97 eingeschoben werden kann. In dieser
Ausführungsform verbleiben Brückenelement 97 und Spannbrückenglieder 84 und 85 natürlich
mit der Kappenseitenwandung 81 verbunden.
[0052] . Wiederum ist jedoch an den aufgerissenen Stegen 96a, 96b und 98 leicht zu erkennen,
daß die mit der Kappe 80 verschlossene Flasche bereits einmal geöffnet war.
[0053] Bei der erfindungsgemäßen Kappe mit einseitig oder beidseitig aufreißbaren Spannbrückengliedern
kann die Betätigungsnase nun wesentlich kürzer ausgestaltet sein als bei der Ausführungsform
der Figuren 27 bis 31 der deutschen Offenlegungsschrift 2.554.887. Dies bedeutet eine
sehr erheblich Materialersparnis bei der Herstellung der Kappe.
[0054] Die Verkürzung und gleichzeitige Abstumpfung bietet auch Vorteile beim Vorsortieren
für die Verschlußmaschine beim Abfüllen. Bei der bisherigen, weiter vorstehenden Nase
trat ein Auflaufen einer Nase auf die andere und damit ein Schrägstellen mancher Verschlüsse
auf, was die Zuführung behinderte.
[0055] In der in Figuren 7 und 8 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verschlußkappe,
die natürlich ebenfalls mit einseitig oder beidseitig aufreißbaren Spannbrückengliedern,
wie sie in Figuren 1 bis 6 gezeigt sind, ausgerüstet sein kann, liegt der Innenringwulst
99 der Seitenwandung 101 der Kappe 100 im Abstand d von der Innenseite der Kappenoberwandung
lOOa. Die letztere ist hier plan verlaufend gezeigt, sie kann aber auch eine flache
Mulde aufweisen, wie sie in der Ausführungsform der Figuren 3 und 4 zu sehen ist.
Die Tülle 106 erstreckt sich in dieser Ausführungsform fast bis zum unteren Umfangsrand
100b der Kappenseitenwandung 101, ist also wesentlich länger als in der Ausführungsform
der Figuren 1 bis 6. Dabei ist vor. allem die äußere Seitenwandung 107 der Tülle 106
nach der Innenseite der Kappenseitenwandung 101 hin vorgewölbt, so daß sie in ihrem
mittleren Bereich angenähert eine Kugelzone beschreibt. Die Querschnittsfläche des
größten Außendurchmessers f der Tülle 106 erstreckt sich dabei in einem Abstand e
von der Innenseite der Kappenoberwandung lOOd, der größer ist, als der Abstand d der
Fläche kleinster lichter Weite des Innenringwulstes 99. Vorzugsweise ist auch die
Innenseite 108 der Tülle 106 eine Kugelzone beschreibend, aber konvex ausgestaltet.
Die Abhebnase 98 besitzt entlang ihres Stirnrandes auf ihrer Unterseite einen Abhebwulst
102, dessen auswärts gerichtete Seitenflanke l03 abgerundet ist. Der
Abhebwulst 102 ist vom unteren Umfangsrand 100b der
Kappenseitenwandung 101 durch eine Vertiefung 104 getrennt, die seitlich des Abhebwulstes
102 offen sein kann. Der Wulst 102 ragt hierdurch nicht über den unteren Umfangsrand
100b der Kappenseitenwandung 101 hinaus. Die Abhebnase 98 wird auf ihrer Oberseite
durch zwei Stützstreben 105 und 105a versteift.
[0056] Im übrigen besitzt diese Ausführungsform ebenfalls Schlitze l12 und 113 und diese
überbrückende Spannglieder 114 und 115.
[0057] Bei der Herstellung, insbesondere im Spritzgußverfahren, kann jeder Schlitz von einem
dünnen Häutchen 112a_, 113a auf der Außenseite der Kappe überdeckt sein, der aber
gewöhnlich schon beim maschinellen Aufsetzen der erfindungsgemäßen Verschlußkappe
auf eine Flaschenmündung aufreißt.
1. Verschluß, der zum hermetischen, und doch leicht wiederzuöffnenden Verschließen
einer Flasche oder dgl. Behälter, welche einen Hals mit Ausgabeöffnung (10) eine diese
umgebende Halsstirnfläche (lla) und einen unterhalb der letzteren gelegenen, an seiner
Unterseite (llb) eine Einschnürung aufweisenden Mündungswulst (11) besitzt, dient
und der eine als Verschlußkopf dienende Kappe (80) mit Dachwandung (80a) und um diese
umlaufender Kappenseitenwandung (81) mit einer sich zwecks Spreizen beim Aufsetzen
auf die Mündung der Flasche von ihrem unteren Rand (80b) aus quer zum letzteren erstreckenden
Schlitzung und mit auf der Innenseite der Kappenseitenwandung einwärts ragendem, in
Verschließstellung zum Angreifen an der Unterseite (llb) des Mündungswulstes (11)
der Flasche dienendem Innenringwulst (89), ein auf der Innenseite (80c) der Dachwandung
(80a) angebrachtes, in Verschließstellung zum Dichten der Ausgabeöffnung (10) der
Flasche dienendes Dichtungselement (86), ein an einer.Betätigungsseite (89a) der Kappe
(80) mit dem Finger betätigbares Anhebelement (88), sowie eine jeden in der Kappenseitenwandung
(81) vorhandenen Schlitz (82,83) in Verschließstellung ringförmig unter dichtendem
Andrücken des Innenringwulstes (89) der Kappenseitenwandung (81) an die eingeschnürte
Unterseite (llb) des Mündungswulstes (11) der Flasche überbrückende, an mindestens
einem von der Betätigungsseite entfernten Bereich der Kappenseitenwandung (81) mit
der letzteren verbundene Befestigungseinreichtung mit mindestens einem Spannorgan
(84,85) umfaßt, welches in Verschließstellung durch zur Kappenseitenwandung (81) tangentiale
Streckung gespannt ist und hierdurch ein Zusammendrücken jedes in der Seitenwandung
(81) vorhandenen Schlitzes (82,83) und ein allseitig gleichmäßiges.Andrücken des Innenringwulstes
(89) an der Unterseite (llb) des Mündungswulstes (11) des Flaschenhalses bewirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Spannorgan mindestens eines Schlitzes mindestens auf
der einen Seite des letzteren beim Öffnen des Verschlusses bis zu dem von ihm überbrückten
Schlitz aufreißbar ist, so daß bei erneuter Einnahme der Verschließstellung bei dem
aufgerissenen Spannorgan die tangentiale Streckung und hierdurch das Zusammendrücken
des betreffenden Schlitzes aufgehoben wird.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aufreißbare Spannorgan
zu beiden Seiten des von ihm überbrückten Schlitzes aufreißbare Stege besitzt, mit
denen es mit der Kappenseitenwandung (81) verbunden ist.
3. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzung der Kappenseitenwandung
(81) aus mindestens zwei Schlitzen (82,83) besteht, welche - über die einander gegenüberliegenden
Bereiche zwischen der Betätigungsseite und der entgegengesetzten Seite der Kappenseitenwandung
(81) in gleicher Weise verteilt sind, und daß ein Spannorgan (84,85) je Schlitz (82,83)
vorgesehen ist, welches bogenförmig und bei Spreizung des Schlitzes (82,83) elastisch
federnd streckbar ausgebildet dnd beidseitig des von ihm überbrückten Schlitzes (82,83)
in kurzem Abstand vom letzteren an die Kappenseitenwandung (81) angelenkt ist, und
daß jedes der beiden Spannorgane (84,85) auf mindestens einer Seite des von ihm überbrückten
Schlitzes (82,83) einen in tangentialer Richtung aufreißbaren Steg (92,94) besitzt,
über welchen es mit der Kappenseitenwandung (81) verbunden ist.
4. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das auf
der Betätigungsseite vorgesehene Anhebelement (88) mit der Kappenseitenwandung (81)
einstückig und starr verbunden ist und daß mindestens ein aufreißbares Spannorgan
(84) einen Abhebarm (84a) aufweist, der sich auf der vom Anhebelement (88) abgewandten
Seite des zugehörigen Schlitzes (82) von diesem weg entlang der Kappenseitenwandung
(81) erstreckt.
5. Verschluß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abhebarm (84a) nach
seinem freien Ende hin mindestens einen kleinen aufreißbaren Steg (93) besitzt, durch
den er mit der Kappenseitenwandung (81) verbunden ist.
6. Verschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Spannorgane (84,85)
vorgesehen sind, daß ein sich am Umfang der Kappenseitenwandung (81) erstreckendes
Brückenelement (97) vorgesehen ist, welches die beiden Spannorgane (84,85) miteinander
verbindet, und daß jedes Spannorgan (84,85) auf seiner zwischen dem von ihm überbrückten
Schlitz und dem Brückenelement (97) gelegenen Seite einen in tangentialer Richtung
aufreißbaren Steg (96a,96b) besitzt, durch den es mit der Kappenseitenwandung (81)
verbunden ist.
7. Verschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenglied mindestens
einen aufreißbaren Steg aufweist, durch den es mit der Kappenseitenwandung (81) oder
mit dem Anhebelement (88) verbunden ist.
8. Verschluß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenglied mindestens
einen aufreißbaren Steg aufweist, durch den es mit der Kappenseitenwandung (81) oder
mit dem Anhebelement (88) verbunden ist.
9. Verschluß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der vor der Stirnseite des
Anhebelements (8B) gelegene Bereich des Brückenelements (97) von Stegen frei und vor
dem ersten Öffnen des Verschlusses nach oben vom Anhebelement (88) abhebbar ist, wobei
das Anhebelement .(88) in der Verschließstellung verbleibt, bis die Stegverbindung
mindestens eines der Spannorgane (84,85) mit der Kappenseitenwandung (81) auf mindestens
einer Seite des von ihm überbrückten Schlitzes (82,83) aufgerissen ist.
10. Verschluß, der zum hermetischen,und doch leicht wiederzuöffnenden Verschließen
einer Flasche oder dgl. Behälter, welche einen Hals mit Ausgabeöffnung (10), eine
diese umgebende Halsstirnfläche (lla) und einen unterhalb der letzteren gelegenen,
an seine Unterseite (llb) eine Einschnürung aufweisenden Mündungswulst (11) besitzt,
dient, und der eine als Verschlußkopf dienende Kappe (80) mit Dachwandung (BOa) und
um diese umlaufender Kappenseitenwandung (81) mit einer sich zwecks Spreizen beim
Aufsetzen auf die Mündung der Flasche von ihrem unteren Rand (80b) aus quer zum letzteren
erstreckenden, mindestens einen Schlitz umfassenden Schlitzung (82,83) und mit auf
der Innenseite der Kappenseitenwandung (81) einwärts ragendem, in Verschließstellung
zum Angreifen an der Unterseite (llb) des Mündungswulstes (11) der Flasche dienendem
Innenringwulst (89), ein auf der Innenseite (2c) der Dachwandung (80a) angebrachtes,
in Verschließstellung zum Dichten der Ausgabeöffnung (10) der Flasche dienendes Dichtungselement
(86), ein an einer Abhebseite der Kappe (80) mit dem Finger betätigbares Anhebelement
(88) und mindestens ein Ringorgan umfaßt, welches in Verschließstellung durch zur
Kappenseitenwandung (81) tangentiale Streckung gespannt ist und hierdurch ein Zusammendrücken
jedes in der Seitenwandung (81) vorhandenen Schlitzes (82,83) der Schlitzung und ein
allseitig gleichmäßiges Andrücken des Innenringwulstes (89) an der Unterseite (llb)
des Mündungswulstes (11) des Flaschenhalses bewirkt, gekennzeichnet durch die Kombination
von
(a) einer durchgehenden, im wesentlichen flachen Kappenoberwandung (lOOa),
(b) einer aus der Innenseite der Kappenoberwandung (lOOa) in die Flaschenmündung (10)
hineingerichteten Tülle (106), deren äußere Seitenwandung (107) in ihrem mittleren
Bereich eine Kugelzone umfaßt, und wobei die innere Seitenwandung (108) der Tülle
(106) entsprechend konkav einwärts gekrümmt ist, so daß die Querschnittsfläche der
Tülle (106) einem Elefantenstoßzahn ähnelt, und
(c) einem Innenringwulst (99) in der inneren Kappenseitenwandung, dessen Querschnittsfläche
mindestens angenähert halbkreisförmig ist.
11. Verschluß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Seitenwandung
der Tülle (106) von einem Querschnitt größter Dicke ab wieder leicht zu ihrer Ansatzstelle
an der Kappenoberwandung (100a) hin verjüngt.
12. Verschluß nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der größte Außendurchmesser
der Tülle (106) soweit unterhalb der Kappenoberwandung (106) liegt, daß beim Aufsetzen
der Kappe (100) auf die Flaschenmündung (10) zuerst die äußere Tüllenseitenwandung
(107) mit der inneren Mündungswand (lOa) der Flasche dichtenden.Kontakt aufnimmt und
erst nachdem dies eingetreten ist, beim weiteren Herunterdrücken der Kappe (100) der
Innenringwulst (99) der Kappenseitenwandung (101) mit einem äußeren Be- .reich der
Flaschenmündung in dichtendem Kontakt gebracht wird.
13. Verschluß nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand (e) der Ebene des größten Außendurchmessers der Seitenwandung der Tülle (106) von der Innenseite der Kappenoberwandung (lOOa) größer ist als der Abstand (d)
der Ebene durch die kleinste lichte Weite des Innenringwulstes (99) von der genannten
Kappeninnenseite.
14. Verschluß nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
axiale Länge der Tülle (106) fast oder gleich groß der Tiefe des Innenraums der Kappe
(100) ist.
15. Verschluß nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
innere Umfangsrand der Querschnittsfläche, die sich durch die Kappenseitenwandung
(101) in Höhe der kleinsten lichten Weite des Innenringwulstes (99) erstreckt, von
der Kreisform abweicht, wobei der auf der Betätigungsseite gelegene Bereich (89a)
des Innenringwulstes (89) einen kürzeren Abstand von der Kappenmittelachse besitzt als
die zwischen der Betätigungsseite einerseits und der ihr gegenüberliegenden Seite
der Kappenseitenwandung (81) andererseits gelegenen seitlichen Bereiche der letzteren.
16, Verschluß nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied zwischen
der lichten Weite des Innenringwulstes (89), gemessen von der Abhebseite zur gegenüberliegenden
Seite,einerseits, und der lichten Weite des Innenringwulstes (89), gemessen im rechten
Winkel dazu, andererseits, etwa 0.5 bis 2 mm beträgt.
17. Verschluß nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel zwischen Kappenoberwandung (100a) und Kappenseitenwandung (101) etwas stumpf
oder rechtwinklig ist.
18. Verschluß nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammenstoßenden
Wandbereiche von Kappenoberwandung (lOOa) und Kappenseitenwandung (101) so steif ausgebildet sind, daß
der Winkel zwischen ihnen auch. bei steigendem Druck auf die Innenseite der Kappenoberwandung
(lOOa) unverändert bleibt.
19. Verschluß nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Winkel bis
zu einem Innendruck von 6 atü unverändert bleibt.
20. Verschluß nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß än der
Unterseite der Abhebnase (98) ein Abhebwulst (102) vorgesehen ist, dessen eine Seitenwandung
mit der Stirnfläche der genannten Abhebnase fluchtet.
21. Verschluß nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Abhebwulst (102) halbkreisförmigen
Querschnitt aufweist.
22. Verschluß nach einem der Ansprüche 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß Stützstreben
(105,105a) auf der Oberseite der Abhebnase (98) vorgesehen sind, die sich von dieser
mindestens bis nahe der Kappenoberwandung (lOOa) erstrecken.
23. Verschluß nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite
der Abhebnase (98) parallel zur unteren Abschlußfläche der Kappe (100) etwas oberhalb
der letzteren verläuft und der Abhebwulst (102) aus der Unterseite der Abhebnase (98)
höchstens bis zur genannten Abschlußebene der Kappenunterseite hervorragt.