[0001] Moderne Fertigbauweisen, pflegeleichte Küchen-, Badezimmer- und Kellereinrichtungen,
kunststoffurnierte Möbel, die zunehmende Ausstattung der Haushalte mit Tiefkühltruhen,
Kühlschränken, Wasch- und Geschirrspülmaschinen, d. h. Geräten mit emaillierten oder
kunststoffbeschichteten grossflächigen Metallwänden haben die Nachfrage nach flüssigen
Allzweckreinigungsmitteln für Haushaltszwecke in den letzten Jahren stark steigen
lassen. Aber auch in Gewerbebetrieben hat die Anwendung derartiger Mittel zunehmend
an Bedeutung gewonnen. Dabei wird eine möglichst einfache und problemlose Anwendbarkeit
gefordert. Meist werden die Mittel als vorzugsweise wässrige Konzentrate in den Handel
gebracht. Sie lassen sich verdünnt oder unverdünnt auf ein feuchtes saugfähiges Tuch
beliebiger Beschaffenheit oder einen Schwamm aufbringen, mit dem dann die harten Oberflächen
aus Metall, lackiertem Holz, Kunststoff, keramischen Erzeugnissen wie Porzellan, Fliesen,
Kacheln, Glas und dergleichen abgewischt werden, wodurch Staub, Fettschmutz und Flecken
entfernt werden. Dabei wird gewünscht, dass diese Oberflächenbehandlung keine Reinigungsmittelflecken
und -streifen zurücklässt und keine Nachbehandlung mit einem mit klarem Wasser getränkten,
feuchten Tuch erfordert.
[0002] Übliche flüssige, sogenannte Allzweckreinigungsmittel bestehen bekanntlich aus anionischen
und/oder nichtionischen Tensiden, vorzugsweise aus der Kombination beider Tensidklassen,
meist zusätzlich kombiniert mit löslichen anorganischen oder organischen Gerüstsubstanzen,
wie zum Beispiel Natrium- und Kalium-Pyrophosphat, -Tripolyphosphat, -Citrat, -Nitrilotriacetat,
Ethylendiamintetraacetat, sowie Zusätzen von Lösungsmitteln, vornehmlich Ethylen-
und/oder Butylglycol, Ethanol oder Isopropanol.
[0003] Ihre Reinigungswirkung gegen ölige und fetthaltige Anschmutzungen verdanken sie den
anionischen und/oder nichtionischen Tensiden, die häufig noch durch Lösungsmittelzusatz
unterstützt werden; gegen Pigmentschmutz wirkt der zumeist hohe Anteil an Gerüstsubstanzen.
[0004] Vom Markt her und aus der Literatur sind bereits zahlreiche derartige Reinigungsmittel
bekannt. Darüber hinaus ist auch aus der Patentliteratur bekannt, diesen Reinigungsmitteln
zur Verstärkung ihrer Reinigungskraft verschiedene Polymere zuzusetzen.
[0005] Aus der DE-B-1051440 sind flüssige Reinigungsmittel bekannt, die für alle Zwecke,
insbesondere jedoch zum Waschen von Textilien, eingesetzt werden und neben anionischen
und nichtionischen Tensiden zur Steigerung des Schmutztragevermögens unter anderem
kleine Mengen an wasserlöslichen Cellulose- oder Stärkederivaten oder auch an wasserlöslichen
oder kolloidal löslichen Polymerisaten, wie Polyvinylpyrrolidon, enthalten können.
[0006] Aus der AT-B-278216 sind flüssige Reinigungsmittel bekannt, die ebenfalls wasserlä:;!iche
hochmolekulare Substanzen als Schmutzträger enthalten können. Als Beispiele werden
wasserlösliche Salze der Polyacrylsäure und auch wasserlösliche Derivate der Cellulose
wie Carboxymethylcellulose genannt. Auch hier werden bevorzugt Gemische anionischer
und nichtionischer Tenside eingesetzt.
[0007] Aus der US-A-3591 509 sind flüssige Allzweckreiniger bekannt, die neben wasserlöslichen
synthetischen oberflächenaktiven Substanzen, organischen Lösungsmitteln und gegebenenfalls
wasserlöslichen Gerüstsubstanzen eine geringe Menge einer speziellen wasserlöslichen
Carboxymethylcellulose, nämlich einer solchen mit einem Substitutionsgrad von etwa
1 bis etwa 2 und einem Polymerisationsgrad von etwa 1000 bis etwa 3000 sowie Wasser
enthalten. Dieses Produkt wirkt verdickend und soll die Haftfestigkeit der Reinigungsmittel
auf den schmutzigen Flächen verbessern.
[0008] Aus der DE-A-2610995 sind Reinigungsmittel für harte Oberflächen bekannt, die (a)
etwa 0,05 bis etwa 15 Gew.-% eines anionischen, nichtionischen, ampholytischen oder
zwitterionischen Tensids oder Gemische davon; (b) etwa 0,5 bis etwa 99 Gew.-% eines
organischen oder anorganischen Gerüststoffes oder Gemische davon und (c) etwa 0,03
bis etwa 5 Gew.-% eines Gemisches zur verbesserten Schmutzentfernung, enthaltend (1)
ein wasserlösliches oderdisbergierbares nichtionisierendes primäres Polymermaterial,
nämlich (1) Polyvinylalkohole mit einem Hydrolysegrad von etwa 60 bis etwa 100% und
einem Polymerisationsgrad von etwa 100 bis etwa 7000 oder (11) Polyvinylpyrrolidone
mit einem Polymerisationsgrad von etwa 50 bis etwa 6000 oder (111) Gemische davon
und (2) ein ionisierendes Polysaccharidsalz, nämlich Seegrasextrakte, Pfanzenexudate,
Samengummi, Pflanzenextrakte, Tierextrakte oder biosynthetische Gummis, wobei das
Gewichtsverhältnis von primärem Polymermaterial zu Polysaccharidsalz etwa 4:1 bis
1:4 beträgt, enthalten. Die dort angeführten Beispiele enthalten Tensidgemische aus
einem anionischen und einem nichtionischen Tensid im Gewichtsverhältnis von 9:1; der
Einsatz anionischer Tenside wird ausdrücklich als bevorzugt bezeichnet. Die eingesetzten
Tenside müssen jedenfalls mit Gemischen von wenigstens zwei, aber auch drei Polymeren,
wobei ein Polymeres zwingend ein Polysaccharidsalz sein muss, kombiniert werden, um
die angestrebte Wirkung der Reinigungsmittel zu gewährleisten. Ausserdem kann der
Polymerenanteil ebenso gross sein wie der Tensidanteil. Dies ist - wie die vorliegende
Erfindung zeigt - nicht nötig, wenn man allein mit nichtionischen Tensiden arbeitet.
[0009] Schliesslich sind noch aus der DE-B-2709690 flüssige Reinigungsmittel für harte Oberflächen
bekannt, die neben einer Kombination aus anionischen und ganz bestimmten nichtionischen
Tensiden ebenfalls reinigungsverstärkende Zusätze an wasserlöslichen hochmolekularen
Substanzen, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon und Carboxymethylcellulose,
enthalten können.
[0010] Keinem der genannten Hinweise auf den Stand der Technik ist zu entnehmen, dass geringe
Mengen zahlreicher verschiedener organischer Polymerer, die jedoch gemeinsam bestimmte,
weiter unten angegebene Bedingungen erfüllen, geeignet sind; die Reinigungswirksamkeit
ebenfalls geringer Mengen nichtionischer Tenside in Allzweckreinigungsmitteln synergistisch
zu steigern, so dass nicht nur die Mitverwendung anionischer Tenside überflüssig wird,
sondern sogar eine bessere Reinigungswirkung erzielt wird, als mit entsprechenden
bekannten polymerhaltigen Kombinationen aus nichtionischen und anionischen Tensiden.
[0011] Die vorliegende Erfindung betrifft daher die Verwendung eines flüssigen Mittels zur
Reinigung harter Oberflächen, wobei das Mittel in wässriger oder lösungsmittelhaltiger
wässriger Lösung nichtionische Tenside, alkalisch reagierende Gerüstsubstanzen und
wasserlösliche Polymere enthält und im wesentlichen besteht aus:
a) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent der nichtionischen Tenside,
b) 0,01 bis 2 Gewichtsprozent der wasserlöslichen Polymere, die nichtionische, schwach
anionische oder kationische Polymere aus der Gruppe der Polyvinylalkohole, Polyvinylpyrrolidone,
Celluloseether, Polysaccharide, Proteine und Polyacrylamide mit mittleren Molgewichten
von 5000 bis 10000000, vorzugsweise von 20000 bis 2000000, oder Gemische dieser Polymeren
umfassen, wobei die Menge des Polymeren b) stets unter der des nichtionischen Tensids
a) liegt, sowie
c) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent der alkalisch reagierenden anorganischen oder organischen
Gerüstsubstanzen, und im übrigen als Lösung in entmineralisiertem Wasser oder in Mischungen
aus entmineralisiertem Wasser und mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln
vorliegt, mit der Massgabe, dass keine Verwendung von Mitteln beansprucht wird, die
(a) etwa 0,05 bis etwa 15 Gew.-% eines anionischen, nichtionischen, ampholytischen
oder zwitterionischen Tensids oder Gemische dvon; (b) etwa 0,5 bis etwa 99 Gew.-%
eines organischen oder anorganischen Gerüststoffes oder Gemische davon und (c) etwa
0,03 bis etwa 5 Gew.-% eines Gemisches zur verbesserten Schmutzentfernung, enthaltend
(1) ein wasserlösliches oder dispergierbares nichtionisierendes primäres nämlich (i)
Polyvinylalkohole mit einem Hydrolysegrad von etwa 60 bis 100% und einem Polymerisationsgrad
von etwa 100 bis etwa 7000 oder (ii) Polyvinylpyrrolidone mit einem Polymerisationsgrad
von etwa 50 bis etwa 6000 oder (iii) Gemische davon und (2) ein ionisierendes Polysaccharidsalz,
nämlich Seegrasextrakte, Pflanzenexudate, Samengummis, Pflanzenextrakte, Tierextrakte
oder biosynthetische Gummis, wobei das Gewichtsverhältnis von primären Polymermaterial
zu Polysaccharidsalz etwa 4:1 bis etwa 1:4 beträgt, enthalten.
[0012] Die verwendeten Mittel können noch bis zu 40, vorzugsweise 0,5 bis 15 Gewichtsprozent
eines wasserlöslichen oder in Wasser emulgierbaren organischen Lösungsmittels und
bis zu 20, vorzugsweise 0,5 bis 2 Gewichtsprozent anorganische Neutralsalze, Harnstoff,
Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsmittel sowie antimikrobiell wirksame Mittel
enthalten.
[0013] Als nichtionische Tenside sind Anlagerungsprodukte von 4-40, vorzugsweise 4-20 Mol
Ethylenoxid oder Ethylenoxid und Propylenoxyd an 1 Mol Fettalkohole, Alkandiole beziehungsweise
deren C
1-C
4-Monoalkylether, Alkylphenole, Fettsäuren, Fettamine, Fettsäureamide oder Alkansulfonamide
verwendbar. Besonders wichtig sind die Anlagerungsprodukte von 5-16 Mol Ethylenoxid
oder Ethylen- und Propylenoxid an Cocos- oder Talgfettalkohole, an Oleylalkohol oder
an sekundäre Alkohle mit 8-18, vorzugsweise 12-18 C-Atomen, sowie an Mono- oder Dialkylphenole
mit 6-14 C-Atomen in den Alkylresten. Neben diesen wasserlöslichen Nonionics sind
aber auch nicht, beziehungsweise nicht vollständig wasserlösliche Polyglycolether
mit 1-4 Ethylenglycoletherresten im Molekül von Interesse, insbesondere, wenn sie
zusammen mit wasserlöslichen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden.
[0014] Weiterhin sind als nichtionische Tenside die leicht wasserlöslichen, etwa 20-100
Ethylenglycolethergruppen und etwa 10-65 Propylenglycolethergruppen enthaltenden Anlagerungsprodukte
von Ethylenoxid an Polypropylenoxid, Alkylendiaminpoly-propylenglycol und Alkylpolypropylenglycole
mit 1-10 C-Atomen in der Alkylkette brauchbar, in denen die Polypropylenglycolkette
als hydrophober Rest fungiert. Das mittlere Molgewicht dieser nichtionischen Tenside
liegt vorzugsweise unter 5000.
[0015] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide sind verwendbar. Typische Vertreter
sind beispielsweise die Verbindungen N-Dodecyl-N,N-dimethylaminoxid, N-Tetradecyl-N,N-dihydroxy-
ethylaminoxid, N-Hexadecyl-N,N-bis-(2,3-dihydroxypropyl)-aminoxid.
[0016] Fettsäurealkanolamide sind ebenfalls brauchbare nichtionische Tenside.
[0017] Zu den wasserlöslichen nichtionischen Polymeren gehören die Polyethylenglycole, die
Polyvinylalkohole und die Polyvinylpyrrolidone.
[0018] Celluloseether, Polysaccharide, Proteine und Polyacrylamide stellen dagegen je nach
Substitutions- beziehungsweise Umsetzungsgrad wasserlösliche sogenannte schwach anionische
Polymere dar. Darunter versteht man solche Polymere, deren Ladungsdichte grösser als
0, aber nicht grösser als 0,5, vorzugsweise grösser als 0, aber nicht grösser als
0,02 und insbesondere grösser als 0, aber nicht grösser als 0,01 ist. Die Definition
für die Ladungsdichte entspricht dabei folgender Formel:

[0019] Die genannten Polyethylenglycole werden in bekannter Weise dadurch hergestellt, dass
man Ethylenglycole einem Polykondensationsprozess unterwirft. Man kann sie auch als
Kondensationspolymere des Ethylenoxids mit Ethylenglycol oder Wasser auffassen. Sie
besitzen im allgemeinen die Formel HO(-CH
2-CH
2-0-)
nH, wobei der Polymerisationsgrad n im Falle der erfindungsgemäss eingesetzten Polyethylenglycole
zwischen 4800 und 64600 variieren kann. Derartige Polymere sind auch im Handel erhältlich
und werden von der Firma Union Carbon Carbide Corporation (UCC) unter dem Namen «POLYOX®»
vertrieben.
[0020] Polyvinylakohole können durch Hydrolyse von Polyvinylacetat hergestellt werden. Sie
besitzen die allgemeine Formel (-CH
2-CH(OH)-)
n und Molgewichte von etwa 13400 bis 250 000, vorzugsweise 80000 bis 100000. Sie können
von der Hydrolysereaktion noch geringe Anteile an Acetylresten enthalten, diese sollen
jedoch weniger als 40, vorzugsweise weniger als 15 und insbesondere weniger als 2
und möglichst 0% betragen. Polyvinylalkohole werden beispielsweise von der Firma Wakker-Chemie
unter der Bezeichnung «Polyviol®» oder von der Firma Nippon Gohsei unter der Bezeichnung
«Gohsenole
@» gehandelt.
[0021] Polyvinylpyrrolidone der allgmeinen Formel

sind ebenfalls handelsübliche Polymere. Sie werden unter anderem von der Firma BASF
unter dem Namen «Luviskole
@» vertrieben. Ihr Polymerisationsgrad liegt für den erfindungsgemässen Einsatz zwischen
100 und 9000, vorzugsweise zwischen 350 und 7500, die Molgewichte zwischen etwa 10000
und 1 000000, vorzugsweise zwischen etwa 30000 und 850 000.
[0022] Zu den Celluloseethern mit einer Ladungsdichte grösser als 0, aber nicht grösser
als 0,5, vorzugsweise grösser als 0, aber nicht grösser als 0,2 gehören vor allem
solche, deren 2prozentige wässrige Lösung bei 20 Grad C eine Viskosität von >50 m
Pa.S, vorzugsweise von >100 m Pa.S aufweist. Hierzu gehören die von der Firma Henkel
unter der Typensammelbezeichnung «Cutminal®» gehandelten Methylcellulosen (MC), Methylhydroxyethylcellulosen
(MHEC), Methylhydroxypropylcellulosen (MHPC), Carboxymethylmethylcellulose (CMMC)
und Hydroxyethylcellulosen (HEC), ausserdem Methylhydroxybutylcellulose (MHBC) und
Hydroxybutylcellulose, wie sie von der Dow Chemicals unter dem Markennamen Methocel
* gehandelt werden.
[0023] Polysaccharide kommen insbesondere in Derivatform, zum Beispiel als Stärkeether (zum
Beispiel Solvitose
@ der Firma W.A. Scholtens, Holland) in Betracht, wobei auch hier die Ladungsdichte
von 0,5 bis < 0,2 ausschlaggebend ist. Ebenso gehören Alginate («Algipon®» der Firma
Henkel) zu dieser Polymerenklasse.
[0024] Bei den erfindungsgemäss einsetzbaren Proteinen handelt es sich beispielsweise um
Natriumcaseinat und Gelatine, die beide unter anderem von der Firma Milac, Hamburg
vertrieben warder
[0025] Polyacrylamide, d.h. Polymere und Copolymere des Acrylamids mit der allgemeinen formel
(CH
2―CH(CONH
2)―)
n mit Molgewichten von 300000 bis 6000000, vorzugsweise 500000 bis 2000000 werden unter
anderem von der Firma Schuchardt vertrieben und eignen sich ebenfalls für den erfindungsgemässen
Einsatz.
[0026] Die vorteilhaften Eigenschaften der beanspruchten Reinigungsmittel sind zwar auch
dann zu beobachten, wenn sie in Form ihrer wässrigen Lösungen ohne jeden weiteren
Zusatz verwendet werden. Man verwendet sie jedoch vorteilhaft zusammen mit sonstigen
für derartige Reinigungsmittel üblichen Bestandteilen wie nachfolgend beispielhaft
angegeben.
[0027] Für die erfindungsgemässen flüssigen Reinigungsmittel werden als Gerüstsubstanzen
in ihrer Gesamtheit alkalisch reagierende anorganische oder organische Verbindungen,
insbesondere anorganische oder organische Komplexbildner verwendet, die bevorzugt
in Form ihrer Alkali- oder Aminsalze, insbesondere der Kaliumsalze vorliegen. Zu den
Gerüstsubstanzen zählen auch die Alkalihydroxide, von denen bevorzugt das Kaliumhydroxid
eingesetzt wird.
[0028] Als anorganische komplexbildende Gerüstsubstanzen eignen sich besonders die alkalisch
reagierenden Polyphosphate, insbesondere die Tripolyphosphate sowie die Pyrophosphate.
Sie können ganz oder teilweise durch organische Komplexbildner ersetzt werden. Weitere
erfindungsgemäss brauchbare anorganische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die
Bicarbonate, Carbonate, Borate, Silikate oder Orthophosphate der Alkalien.
[0029] Zu den organischen Komplexbildnern vom Typ der Aminopolycarbonsäuren gehören unter
anderem die Nitrilotriessigsäure, Ethylendiamintetraessigsäure, N-Hydroxyethyl-ethylen-diamintriessigsäure,
Polyalkylen-polyamin-N-polycarbonsäuren. Als Beispiele für Di- und Polyphosphorsäuren
seien genannt: Methylendiphosphonsäure, 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, Propan-1,2,3-triphosphonsäure,
Butan-1,2,3,4-tetraphosphon- säure, Polyvinylphosphonsäure, Mischpolymerisate aus
Vinylphosphonsäure und Acrylsäure, Ethan-1,2-dicarboxy-1,2-diphosphonsäure, Ethan-1,2-dicarboxy-1,2-dihydroxy-di-phosphonsäure,
Phosphonobernsteinsäure, 1-Aminoethan-1,1-diphosphonsäure, Aminotri-(methylenphosphon-
säure), Methylamino- oder Ethylamino-di-(methy- lenphosphonsäure), sowie Ethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure).
[0030] In jüngerer Zeit sind in der Literatur verschiedenste, meist N- oder P-freie Polycarbonsäuren
als Gerüstsubstanzen vorgeschlagen worden, wobei es sich vielfach, wenn auch nicht
ausschliesslich, um Carboxylgruppen enthaltende Polymerisate handelt. Eine grosse
Zahl dieser Polycarbonsäuren besitzen ein Komplexbildungsvermögen für Calcium. Hierzu
gehören zum Beispiel Citronensäure, Weinsäure, Benzolhexacarbonsäure, Tetrahydrofurantetracarbonsäure
usw.
[0031] Da Allzweckreinigungsmittel für den Haushalt im allgemeinen fast neutral bis schwach
alkalisch eingestellt sind, d.h. ihre wässrigen Gebrauchslösungen bei Anwendungskonzentrationen
von 2-20, vorzugsweise von 5-15 g/I Wasser oder wässriger Lösung einen pH-Wert im
Bereich von 7,0 bis 10,5, vorzugsweise 7,5-9,5, besitzen, kann zur Regulierung des
pH-Wertes ein Zusatz saurer oder alkalischer Komponenten erforderlich sein.
[0032] Als saure Substanzen eignen sich übliche anorganische oder organische Säuren oder
saure Salze, wie beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Bisulfate oder Alkalien,
Aminosulfonsäure, Phosphorsäure oder andere Säuren des Phosphors, insbesondere die
anhydrischen Säuren des Phosphors beziehungsweise deren saure Salze oder deren sauer
reagierende feste Verbindungen mit Harnstoff oder anderen niederen Carbonsäureamiden,
Teilamide der Phosphorsäure oder der anhydrischen Phosphorsäure, Citronensäure, Weinsäure,
Milchsäure und dergleichen.
[0033] Sofern der Gehalt an alkalischen Gerüstsubstanzen nicht zur Regulierung des pH-Wertes
ausreicht, können auch noch alkalisch wirkende organische oder anorganische Verbindungen
wie die Alkanolamide, nämlich Mono-, Di- oder Triethanolamin oder Ammoniak zugesetzt
werden.
[0034] Als wasserlösliche oder mit Wasser emulgierbare organische Lösungsmittel kommen Ketone,
wie Aceton, Methylethylketon sowie aliphatische, cycloaliphatische, aromatische und
chlorierte Kohlenwasserstoffe, ferner die Terpenalkohole in Betracht. Weiterhin sind
wasserlösliche organische Lösungsmittel verwendbar, insbesondere solche mit Siedepunkten
oberhalb von 750°C wie beispielsweise die Ether aus gleich- oder verschiedenartigen
mehrwertigen Alkoholen oder die Teilether aus mehrwertigen und einwertigen Alkoholen.
Hierzu gehören beispielsweise Di- oder Triethylenglycolpolyglycerine sowie die Teilether
aus Ethylenglycol, Propylenglycol, Butylglycol oder Glycerin mit aliphatischen, 1-4
Kohlenstoffatome im Molekül enthaltenden einwertigen Alkoholen. Bevorzugt werden Isopropanol,
Butylglycol, Aceton oder Gemische dieser Lösungsmittel.
[0035] Ausserdem kann man, falls erforderlich, an sich bekannte Lösungsvermittler einarbeiten,
wozu ausser den wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln wie insbesondere niedermolekularen
aliphatischen hydrotropen Stoffe vom Typ der niederen Arylsulfonate beispielsweise
Toluol-, Xylol-oder Cumolsulfonat gehören. Sie können auch in Form ihrer Natrium-
und/oder Kalium- und/oder Alkylolaminsalze vorliegen.
[0036] Zur Regulierung der Viskosität empfiehlt sich gegebenenfalls zusätzlich zu den erfindungsgemäss
eingesetzten Polymeren nach b) ein weiterer Zusatz von Polyglycerin oder Sorbit oder
von anderen wasserlöslichen hochmolekularen Stoffen. Weiterhin kann sich zur Regulierung
der Viskosität bzw. Lösungsvermittlung ein Zusatz von Neutralsalzen, vorzugsweise
von NaCI, Na
2S0
4 und/oder Harnstoff empfehlen.
[0037] Weiterhin können die beanspruchten Mittel Zusätze an Farb- und Riechstoffen, Konservierungsmitteln
und gewünschtenfalls auch antimikrobiell wirksamen Mitteln beliebiger Art enthalten.
[0038] Als zu verwendende antimikrobielle Wirkstoffe kommen solche Verbindungen in Betracht,
die in den erfindungsgemässen flüssigen Mitteln stabil und wirksam sind. Dabei handelt
es sich um phenolische Verbindungen vom Typ der halogenierten Phenole mit 1-5 Halogensubstituenten,
insbesondere chlorierte Phenole; Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- und Phenylphenole mit
1-12 Kohlenstoffatomen in den Alkylresten und mit 1-4 Halogensubstituenten, insbesondere
Chlor und Brom im Molekül; Alkylen-bisphenole, insbesondere durch 2-6 Halogenatome
und gegebenenfalls niedere Alkyl- oder Trifluormethylgruppen substituierte Derivate,
mit einem Alkylenbrückenglied mit 1-10 Kohlenstoffatomen; Hydroxybenzoesäuren beziehungsweise
deren Ester und Amide, insbesondere Anilide, die im Benzoesäure- und/oder Anilinrest,
insbesondere durch 2 oder 3 Halogenatome und/ oder Trifluormethylgruppen substituiert
sein können; Orthophenoxyphenole, die durch 1-7, vorzugsweise 2-5 Halogenatome und/oder
die Hydroxyl-, Cyano-, Methoxycarbonyl- und Carboxylgruppe oder niederes Alkyl substituiert
sein können. Besonders bevorzugte antimikrobielle Wirkstoffe vom Phenyltyp sind zum
Beispiel O-Phenylphenol, 2-Phenylphenol, 2-Hydroxy-2',4,4'-tri- chlordiphenylether,
3,4',5-Tribromsalicylanilid und 3,3',5,5',6,6'-Hexachloro-2,2'-dihydroxydi- phenylmethan.
[0039] Weitere brauchbare antimikrobielle Wirkstoffe sind die sowohl durch Brom als auch
durch die Nitrogruppe substituierten niederen Alkohole beziehungsweise Diole mit 3-5
Kohlenstoffatomen wie zum Beispiel die Verbindungen 2-Brom-2-ni- tropropandio!-!,3,1-Brom-1-nitro-3,3,3-trichior-
propanoi-2,2-Brom-2-nitro-butanoi-1.
[0040] Ferner eignen sich auch Bis-diguanide wie zum Beispiel das 1,6-Bis-(p-chlorphenyldiguanido)-hexan
in der Form des Hydrochlorids, Acetats oder Glukonats sowie auch N,N'-disubstituierte
2-Thion-tetrahydro-1,3,5-thiadizine wie zum Beispiel das 3,5-Dimethyl, 3,5-Diallyl-,
3-Benzyl-5-methyl-und insbesondere das 3-Benzyl-5-carboxymethyl- tetrahydro-1,3,5-thiadiazin
als zusätzliche antimikrobielle Wirkstoffe.
[0041] Bevorzugt können Formaldehyd-Aminoalkohol-Kondensationsprodukte zum Einsatz kommen.
Die Produkte werden durch Umsetzung einer wässrigen Lösung von Formaldehyd mit Aminoalkoholen,
zum Beispiel 2-Aminoethanol, 1-Amino-2-Propanol, 2-Amino-iso-butanol, 2(2'-Aminoethyl)-aminoethanol
hergestellt.
[0042] Darüber hinaus kann es für weitere Anwendungsbereiche vorteilhaft sein, allein oder
zusätzlich zu anderen als weitere antimikrobiell wirksame Substanzen solche vom Typ
der quaternären Ammoniumverbindungen, beispielsweise ein Benzylalkyldimethylammoniumchlorid
zuzusetzen.
Versuche
[0043] Zum Nachweis des überraschenden reinigungsverstärkenden Effektes der Kombination
der beanspruchten Verbindungen wurden folgende Versuche durchgeführt:
1. Prüfung des Reinigungsvermögens bei fetthaltigen Anschmutzungen
[0044] Auf einer künstlich angeschmutzten weissen PVC-Kunststoffoberfläche wurde die auf
ihr Reinigungsvermögen zu prüfende Formulierung gegeben. Als künstliche Anschmutzung
wurde ein Gemisch aus Russ, Maschinenöl, einem Triglycerid gesättigter Fettsäuren
und niedrigsiedenden aliphatischen Kohlenwasserstoffen verwendet.
[0045] Die Testfläche von 24x4,6 cm wurde im mittleren Teil auf ca. 30 cm
2 gleichmässig mit 0,1 g der künstlichen Anschmutzung beschichtet und vor Versuchsbeginn
eine Stunde lang bei Raumtemperatur gelagert. Anschliessend wurde ein Kunststoffschwamm
mit jeweils 12 ml der zu prüfenden Reinigungsmittellösung getränkt und maschinell
auf der Testfläche hin und her bewegt, wobei der Schwamm sowohl den angeschmutzten,
mittleren Bereich erfasst, als auch die nicht beschmutzten Randzonen. Nach 10 Wischbewegungen
unter genau definierten Anpressdruckbedingungen von 2 kp wurde die gereinigte Testfläche
mit 400 ml Leitungswasser gespült und dadurch der gelokkerte Schmutz entfernt. Das
Reinigungsvermögen, d. h. der Weissgrad der so gereinigten Kunststoffoberfläche wurde
mit einem photoelektrischen Reflektionsmessgerät LF 90 (Firma Dr. B. Lange) gemessen,
wobei der Weissgrad des ursprünglich angeschmutzten Teils der Testfläche der Ermittlung
des Reinigungsvermögens, der Weissgrad des nicht angeschmutzten, vom Kunststoffschwamm
aber miterfassten Teils der Testfiäche der Ermittlung des Schmutztragevermögens (SV)
diente. Als Weiss-Standard wurde die saubere, weisse PVC-Kunststoffoberfläche zugrunde
gelegt. Da bei der Messung der sauberen Oberfläche der Ausschlag des Messgerätes auf
100 Prozent und bei der angeschmutzten Fläche auf 0 Prozent eingestellt wurde, konnten
die abgelesenen Werte an den gereinigten Kunststoff-Flächen als «Prozent Reinigungsvermögen»
(% RV) beziehungsweise als «Prozent Schmutztragevermögen» (% SV) angesehen werden.
Die angegebenen % RVbeziehungsweise % SV-Werte sind gemittelte Werte aus einer 4-fach-Bestimmung.
2. Prüfung der Reinigungsleistung bei stark pigmenthaltigen Anschmutzungen
[0046] Als Testfläche diente eine 2 Jahre alte, natürlich verschmutzte LKW-Plane, die in
20 x 10 cm grosse Stücke aufgeteilt und unabhängig voneinander von 3 Testpersonen
durch gleichmässiges Behandeln mit einem produktgetränkten Schwamm, anschliessendes
Abspülen der Fläche unter fliessendem Wasser und visuelle Benotung beurteilt wurde
(Note 1: Restverschmutzung entspricht der Wirkung von Wasser, Note 3: vollständige
Schmutzentfernung).
Beispiel 1
[0047]
a) mit einem üblichen Allzweck-Reinigungsmittel für harte Oberflächen der Zusammensetzung
1,4% Natrium-Alkylbenzolsulfonat (36-prozentig)
2,0% Nonylphenol, umgesetzt mit 9 Mol Ethylenoxid
0,8% Ethylendiamintetraacetat
2,0% Butylglycol
Rest auf 100%: entmineralisiertes Wasser
wurde geprüft, in welchem Masse sich Reinigungs- und Schmutztragevermögen beziehungsweise
Reinigungsleistung gegenüber fetthaltigen Anschmutzungen und Pigmentschmutz durch
Zugabe von je 0,5% eines Polymeren zur vorstehend angegebenen Rezeptur steigern lässt.
Wie der nachfolgenden Tabelle 1 zu entnehmen ist, ergab sich bei unverdünnter Anwendung
erwartungsgemäss gegenüber Fettschmutz ein geringfügiger Anstieg, nicht jedoch gegenüber
Pigmentschmutz.
b) Durch Herausnahme des Aniontensids und Ersatz durch Wasser in der vorstehend genannten
Rezeptur wurde erfindungsgemäss in Kombination mit den beanspruchten Polymeren eine
erhebliche Steigerung des Reinigungs- und des Schmutztragevermögens gegenüber Fettschmutz,
sowie eine Steigerung der Reinigungsleistung gegenüber Pigmentschmutz erzielt; vergleiche
Tabelle 2.


Beispiel 2
[0048]
a) Mit einem üblichen Allzweck-Reinigungsmittel der Zusammensetzung
1,20% C12-15-Oxoalkohol, umgesetzt mit 9 Mol Ethylenoxid
0,42% Natrium-C12-18-Alkansulfonat
5,00% Butylglykol
1,00% Na-Silikat (Na2O:SiO2 = 1 : 1)
Rest auf 100%: entmineralisiertes Wasser wurde entsprechend Beispiel 1 untersucht,
in welcher Weise sich das Reinigungs- und Schmutztragevermögen sowie die Reinigungsleistung
dieser alkalischen Formulierung durch Polymerzustände steigern lässt. Auch hier wurde
erwartungsgemäss eine Steigerung erzielt, wie die nachfolgende Tabelle 3 zeigt.
b) Auch hier führte der Zusatz von nicht- oder schwachionogenen Polymeren bei gleichzeitigem
Ersatz des Aniontensidanteils durch Wasser zu ausgeprägten Steigerungseffekten von
Reinigungs- und Schmutztragevermögen und Reini- .gungsleistung; vergleiche Tabelle
4.


Beispiel 3
[0049] Besonders günstig wirkt sich der erfindungsgemässe Zusatz von nicht- oder schwachionogenen
Polymeren zu einer Desinfektionsreiniger-Formulierung der Zusammensetzung
8,00% C12-14-Oxoalkohol, umgesetzt mit 7 Mol Ethylenoxid
1,00% K-Dihydrogenphosphat

aus, da sich bei einer derartigen Formulierung der Einsatz von Aniontensiden wegen
der hierbei auftretenden bekannten Unverträglichkeit mit quartären Ammoniumverbindungen
verbietet und das Reinigungsvermögen derartiger Produkte rhher im allgemeinen relativ
niedrig isi. Die nacmoigend angegebenen Versuchsergebnisse in Tabelle 5 geben das
Reinigungsvermögen gegenüber fetthaltigen Anschmutzungen wieder:

Beispiel 4
[0050] Mit einem wässrigen Allzweck-Reinigungsmittel mit einem Gehalt an

wurde ebenfalls eine bedeutende Steigerung der Reinigungsleistung gegenüber bekannten
Allzweck-Reinigungsmitteln erzielt.
Beispiel 5 -
[0051] Wie in Beispiel 4 wurde mit entsprechend gutem Ergebnis mit einer wässrigen Lösung
von

gearbeitet. Im Rahmen der eingesetzten Mengen der Bestandteile und unter Einsatz verschiedener
erfindungsgemässer Polymerer lassen sich zahlreiche vorteilhafte Allzweck-Reinigungsmittel
herstellen.
1. Verwendung eines flüssigen Mittels zur Reinigung harter Oberflächen, wobei das
Mittel in wässriger oder lösungsmittelhaltiger wässriger Lösung nichtionische Tenside,
alkalisch reagierende Gerüstsubstanzen und wasserlösliche Polymere enthält und im
wesentlichen besteht aus:
a) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent der nichtionischen Tenside,
b) 0,01 bis 2 Gewichtsprozent der wasserlöslichen Polymeren, die nichtionische schwach
anionische oder kationische Polymere aus der Gruppe der Polyvinylalkohole, Polyvinylpyrrolidone,
Celluloseether, Polysaccharide, Proteine und Polyacrylamide mit mittleren Molgewichten
von 5000 bis 10000000, vorzugsweise von 20000 bis 2000000, oder Gemische dieser Polymeren
umfassen, wobei die Menge des Polymeren b) stets unter der des nichtionischen Tensids
a) liegt, sowie
c) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent der alkalisch reagierenden anorganischen oder organischen
Gerüstsubstanzen, und im übrigen als Lösung in entmineralisiertem Wasser oder in Mischungen
aus entmineralisiertem Wasser und mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln
vorliegt, mit der Massgabe, dass keine Verwendung von Mitteln beansprucht wird, die
(a) etwa 0,05 bis etwa 15 Gew.-% eines anionischen, nichtionischen, ampholytischen
oder zwitterionischen Tensids oder Gemische davon; (b) etwa 0,5 bis etwa 99 Gew.-%
eines organischen oder anorganischen Gerüststoffes oder Gemische davon und (c) etwa
0,03 bis etwa 5 Gew.-% eines Gemisches zur verbesserten Schmutzentfernung, enthaltend
(1) ein wasserlösliches oder dispergierbares nichtionisierendes primäres Polymermaterial,
nämlich (i) Polyvinylalkohole mit einem Hydrolysegrad von etwa 60 bis etwa 100% und
einem Polymerisationsgrad von etwa 100 bis etwa 7000 oder (ii) Polyvinylpyrrolidone
mit einem Polymerisationsgrad von etwa 50 bis etwa 6000 oder (iii) Gemische davon
und (2) ein ionisierendes Polysaccharidsalz, nämich Seegrasextrakte, Pflanzenexudate,
Samengummis, Pflanzenextrakte, Tierextrakte oder biosynthetische Gummis, wobei das
Gewichtsverhältnis von primärem Polymermaterial zu Polysaccharidsalz etwa 4:1 bis
etwa 1:4 beträgt, enthalten.
2. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 zur Reinigung harter Oberflächen, wobei
die schwach anionischen Polymeren aus solchen bestehen, die eine Ladungsdichte, d.h.
ein Verhältnis der Anzahl dissoziierbarer Gruppen pro Makromolekül zum Polymerisationsgrad
von n grösser als 0, aber nicht grösser als 0,5, vorzugsweise von grösser als 0, aber
nicht grösser als 0,2 und insbesondere von grösser als 0, aber nicht grösser als 0,01
aufweisen.
3. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 und 2 zur Reinigung harter Oberflächen,
das bis zu 40 vorzugsweise 0,5 bis 15 Gewichtsprozent eines wfssertöstichen oder in
Wasser emulgierbaren or-S-mischen Lösungsmittels enthält.
4. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 bis 3 zur Reinigung harter Oberflächen,
das als wasserlösliches oder in Wasser emulgierbares organisches Lösungsmittel Isopropanol,
Butylglycol, Aceton oder Gemische dieser Lösungsmittel enthält.
5. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 bis 4 zur Reinigung harter Oberflächen,
das zusätzlich bis zu 20, vorzugsweise 0,5 bis 2 Gewichtsprozent anorganische Neutralsalze,
Harnstoff, Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsmittel sowie antimikrobiell wirksame
Mittel enthält.
6. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 bis 5 zur Reinigung harter Oberflächen,
das als antimikrobiell wirksame Mittel Aldehyd-Kondensationsprodukte und/oder quartäre
Ammoniumverbindungen enthält.
7. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 bis 6 zur Reinigung harter Oberflächen,
wobei die mittleren Molgewichte der nichtionischen Tenside unterhalb von 5000 liegen.
8. Verwendung eines Mittels nach Anspruch 1 bis 7 zur Reinigung harter Oberflächen,
das als nichtionische Tenside Trialkylaminoxide enthält.
1. The use of a liquid composition for cleaning hard surfaces, the composition containing
in aqueous or solventcontaining aqueous solution non-ionic surfactants, builders showing
an alkaline reaction and water-soluble polymers and essentially consisting of:
a) from 0.1 to 10% by weight of the non-ionic surfactants,
b) from 0.01 to 2% by weight of the water-soluble polymers which comprise non-ionic,
weakly anionic or cationic polymers from the group including polyvinyl alcohols, polyvinyl
pyrrolidones, cellulose ethers, polysaccharides, proteins and polyacrylamides with
average molecular weights of from 5000 to 10,000,000 and preferably from 20,000 to
2,000,000, or mixtures of these polymers, the quantity in which the polymer b) is
present always being below that in which the non-ionic surfactant a) is present, and
c) from 0.1 to 10% by weight of the alkaline- reacting inorganic or organic builders,
and, in addition, being in the form of a solution in demineralized water or in mixtures
of demineralized water and water-miscible organic solvents, with the proviso that
no protection is claimed for the use of compositions containing (a) from about 0.05
to about 15% by weight of an anionic, non-ionic, ampholytic or zwitterionic surfactant
or mixtures thereof; (b) from about 0.5 to about 99% by weight of an organic or inorganic
builder or mixtures thereof and (c) from about 0.03 to about 5% by weight of a mixture
for the improved removal of dirt containing (1) a watersoluble or dispersible non-ionizing
primary polymer material, namely (i) polyvinyl alcohols having a degree of hydrolysis
of from about 60 to about 100% and a degree of polymerization of from about 100 to
about 7000 or (ii) polyvinyl pyrrolidones having a degree of polymerization of from
about 50 to about 6000 or (iii) mixtures thereof and (2) an ionizing polysaccharide
salt, namely seaweed extracts, plant exudates, seed gums, plant extracts, animal extracts
or biosynthetic gums, the ratio by weight of primary polymer material to polysaccharide
salt amounting to between about 4: and 1 : 4.
2. The use of a composition as claimed in Claim 1 for cleaning hard surfaces, the
weakly anionic polymers consisting of those which have a charge density, i.e. the
ratio of the number of dissociable groups per macromolecule to the degree of polymerization,
n of greater than 0, but no greater than 0.5, preferably of greater than 0, but no
greater than 0.2 and, more preferably, of greater than 0, but no greater than 0.01.
3. The use of a composition as claimed in Claim 1 and 2 for cleaning hard surfaces
which contains up to 40% by weight and preferably from 0.5 to 15% by weight of a water-soluble
or water-emulsifiable organic solvent.
4. The use of a composition as claimed in Claim 1 to 3 for cleaning hard surfaces
which contains isopropanol, butyl glycol, acetone or mixtures thereof as the water-soluble
or water-emulsifiable organic solvent.
5. The use of a composition as claimed in Claim 1 to 4 for cleaning hard surfaces
which additionally contains up to 20% by weight and preferably from 0.5 to 2% by weight
of inorganic neutral salts, urea, dyes, fragrances, preservatives and antimicrobial
agents.
6. The use of a composition as claimed in Claim 1 to 5 for cleaning hard surfaces
which contains aldehyde condensation products and/or quaternary ammonium compounds
as the antimicrobial agent.
7. The use of a composition as claimed in Claim 1 to 6 for cleaning hard surfaces,
the average molecular weights of the non-ionic surfactants being below 5000.
8. The use of a composition as claimed in Claim 1 to 7 for cleaning hard surfaces
which contains trialkyl amine oxides as the non-ionic surfactants.
1. Utilisation d'un agent liquide pour le nettoyage de surfaces dures, cet agent contenant,
dans une solution aqueuse ou dans une solution aqueuse contenant un solvant, des agents
tensio-actifs non ioniques, des adjuvants à réaction alcaline et des polymères hydrosolubles,
tandis qu'il est constitué essentiellement de:
a) 0,1 à 10% en poids des agents tensio-actifs non ioniques,
b) 0,01 à 2% en poids des polymères hydrosolubles englobant les polymères non ioniques,
faiblement anioniques ou cationiques choisis parmi le groupe comprenant les alcools
polyvinyliques, les polyvinylpyrrolidones, les éthers de cellulose, les polysaccharides,
les protéines et les polyacrylamides d'un poids moléculaire moyen de 5000 à 10000000,
de préférence, de 20000 à 2000000 ou des mélanges de ces polymères, la quatité du
polymère (b) étant constamment inférieure à celle de l'agent tensio-actif non ionique
(a), ainsi que
c) 0,1 à 10% en poids d'adjuvants inorganiques ou organiques à réaction alcaline,
cet agent se présente, par ailleurs, sous forme d'une solution dans de l'eau déminéralisée
ou dans des mélanges d'eau déminéralisée et de solvants organiques miscibles à l'eau,
à condition que l'on ne revendique aucune utilisation d'agents contenant (a) environ
0,05 à environ 15% en poids d'un agent tensio-actif anionique, non ionique, ampholytique
ou amphotère ou de mélanges de ces agents; (b) environ 0,5 à environ 99% en poids
d'un adjuvant organique ou inorganique ou de mélanges de ces adjuvants et (c) environ
0,03 à environ 5% en poids d'un mélange destiné à améliorer l'enlèvement des souillures
et contenant (1) une matière polymère primaire non ionisante hydrosoluble ou dispersable,
notamment (i) des alcools polyvinyliques ayant un degré d'hydrolyse d'environ 60 à
environ 100% et degré de polymérisation d'environ 100 à environ 7000 ou (ii) des polyvinylpyrrolidones
ayant un degré de polymérisation d'environ 50 à environ 6000 ou (iii) des mélanges
de ces matières et (2) un sel de polysaccharide ionisant, notamment des extraits de
crin végétal, des exsudants de plantes, des caoutchoucs de semences, des extraits
végétaux, des extraits animaux ou des caoutchoucs biosynthéti- ques, le rapport pondéral
entre la matière polymère primaire et le sel de polysaccharide étant d'environ 4:1
à 1:4.
2. Utilisation d'un agent suivant la revendication 1 pour le nettoyage de surfaces
dures, les polymères faiblement anioniques étant constitués de polymères ayant une
densité de charge, c'est-à-dire un rapport entre le nombre de groupes dissociables
par macromolécule et un degré de polymérisation de n, supérieure à 0 mais non supé
rieure à 0,5, de préférence, supérieure 0, mais non supérieure à 0,2 et, en particulier,
supérieure à 0, mais non supérieure à 0,01.
3. Utilisation d'un agent suivant les revendications 1 et 2 pour le nettoyage de surfaces
dures, cet agent contenant jusqu'à 40% en poids, de préférence, 0,5 à 15% en poids
d'un solvant organique hydrosoluble ou émulsionnable dans l'eau.
4. Utilisation d'un agent suivant les revendications 1 à 3 pour le nettoyage de surfaces
dures, cet agent contenant, comme solvant organique hydrosoluble ou émulsionnable
dans l'eau, l'isopropanol, le butyl-glycol, l'acétone ou des mélanges de ces solvants.
5. Utilisation d'un agent suivant les revendications 1 à 4 pour le nettoyage de surfaces
dures, cet agent contenant, en outre, jusqu'à 20% en poids, de préférence, 0,5 à 2%
en poids de sels neutres inorganiques, d'urée, de colorants, de parfums, d'agents
de conservation, ainsi que d'agents à activité antimicrobienne.
6. Utilisation d'un agent suivant les revendications 1 à 5 pour le nettoyage de surfaces
dures, cet agent contenant, comme agent à activité antimicrobienne, des produits de
condensation d'aldéhydes et/ou des composés d'ammonium quaternaire.
7. Utilisation d'un agent suivant les revendications 1 à 6 pour le nettoyage de surfaces
dures, les poids moléculaires moyens des agents tensio-actifs non ioniques étant inférieurs
à 5000.
8. Utilisation d'un agent suivant les revendications 1 à 7 pour le nettoyage de surfaces
dures, cet agent contenant, comme agents tensio-actifs non ioniques, des trialkyl-amino-oxydes.