[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Spielwarentechnik, z.B. bei dem Betrieb einer Modelleisenbahn besteht der
Wunsch, mehrere Fahrzeuge unabhängig voneinander auf einem Stromkreis zu steuern und
zu betreiben. Bisherige Lösungen ermöglichen dieses nur unvollkommen.
[0003] In einer konventionellen Modellbahnanlage wird das Fahrverhalten der Modellzüge über
eine Niedervoltspannung, die mittels eines Leiters (Schienen und/oder Oberleitung)
den Antriebsmotoren zugeführt wird, geregelt. Sollen mehrere Züge in der Modellanlage
unabhängig voneinander fahren, müssen diese sich auf verschiedenen voneinander isolierten
Stromkreisen befinden. Auf einem Stromkreis kann nur ein einziger Zug unabhängig-vom
anderen betrieben werden.
[0004] Eine häufig verwendete Anlage zum Steuern eines zusätzlichen Zuges auf ein und demselben
Stromkreis bedient sich einer dem konventionellen Gleichstromkreis überlagerten Wechselspannung.
Diese liefert die vom zweiten Zug benötigte Energie und steuert durch Variieren der
Amplitude und Phäsenlage gleichzeitig die Geschwindigkeit des zweiten Zuges. Bei der
Verwendung von Netzfrequenz (50 Hz bzw. 60 Hz) treten jedoch unerwünschte Leistungsminderung
und zusätzliche mechanische und thermische Belastungen der Fahrmotoren auf. Nachteilig
ist außerdem die Beschränkung auf nur zwei Züge auf einem Stromkreis. Dieses System
ist unter dem Namen TRIX-e.m.s.-Mehrzugsystem bekannt (Eisenbahn Magazin 2/75 S. 44-46).
Außerdem enthält die in dem Fahrzeug untergebrachte Schaltung Trennkondensatoren,
die einer Miniaturisierung hinderlich sind.
[0005] Das ROT-10-Zug-System (Miniaturbahnen 3/1966 S. 103-106 und 111-114) benutzt eine
konstante Gleichspannung zur Energieversorgung der Fahrzeuge und verschiedene Frequenzen
zur Ansteuerung derselben. Bei der Anwendung dieses Systems muß der konventionelle
Betrieb mit gleichspannungs- bzw. wechselspannungsgesteuerten Fahrzeugen aufgegeben
werden.
[0006] Bei den bekannten Tonfrequenzsteuerungen wird die Betriebsenergie ebenfalls als Gleich-
oder netzfrequente Wechselspannung zugeführt (Märklin Magazin 2/1970 S. 10-13 und
3/1975 S. 22-23, Auslegeschrift 27 58 509, Auslegeschrift 1 075 030). Ein gleichzeitiger
konventioneller Betrieb wird dadurch ausgeschlossen.
[0007] Die mangelnde Kompatibilität der konventionellen Betriebsweise mit den genannten
Mehrzugssystemen macht die Anwendung bei großen Anlagen problematisch, weil die Vielfalt
der Möglichkeiten durch Unterteilung des Schienensystems in eine Reihe konventioneller
Stromkreise aufgegeben werden muß und die Mehrzugsysteme nur eine sehr begrenzte Anzahl
von Modellfahrzeugen ermöglichen.
[0008] Ein nach der Offenlegungsschrift 2 305 112 bekanntgewordenes Verfahren ermöglicht
zwar die Beibehaltung des konventionellen Betriebes, verwendet aber für jeden zusätzlichen
Zug eine Wechselspannung mit individueller Frequenz. Die damit gesteuerten Züge benötigen
zur Selektion passive Bauelemente, z.B. Kondensatoren, die für die aus der zugeordneten
Wechselspannung gezogene Leistung einen genügend kleinen Widerstand darstellen müssen.
Sie stellen dadurch ein Hindernis für die Miniaturisierung dar und erlauben nicht
die Integration in eine Schaltung, die in Modelle der Spurweite N paßt.
[0009] Zusammenfassend gilt die Annahme, daß bestehende Einrichtungen entweder nicht kompatibel
mit dem konventionellen Betrieb gleichspannungs- oder netzfrequent-wechselspannungsgesteuerter
Anlagen sind oder der Gleich- bzw. netzfrequente Wechselstrom von den Fahrzeugen der
Mehrzugsteuerung durch passive Schaltelemente ferngehalten werden muß.
[0010] Zu dem Zweck wird der Wechselstrom der elektrischen Schaltung über einen Kondensator
zugeführt, der für den Gleichstrom einen unendlich großen Widerstand darstellt. Damit
der Widerstand gegenüber dem speisenden Wechselstrom genügend klein bleibt, muß die
Kapazität hinreichend groß sein, wobei die mechanischen Abmessungen für den Einbau
in kleine Modellbahnen auch bei Frequenzen um 20 kHz ein Hindernis darstellen. Weiterhin
enthalten die Informationsempfänger passive Bauelemente, die zu Filtern zusammengeschaltet
sind, um einen selektiven Empfang der Steuerinformation zu ermöglichen. Daraus ergibt
sich ebenfalls unerwünschter Platzbedarf und Kosten.
[0011] Aus den dargestellten Mängeln der bestehenden Systeme ergibt sich die Aufgabenstellung.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf ein und demselben Stromkreis konventionell
betriebene Modellfahrzeuge, deren Fahrtrichtung durch Höhe und Polarität einer angelegten
Spannung gesteuert wird, und ferngesteuerte Modellfahrzeuge gleichzeitig ohne gegenseitige
Beeinflussung zu betreiben, wobei zur Informationsübertragung auf bekannte Verfahren
zurückgegriffen werden kann, die Energieentnahme der ferngesteuerten Modellfahrzeuge
aber in neuartiger Weise so gelöst wird, daß die Energie für die ferngesteuerten Modellfahrzeuge
in einer Form an den Stromkreis gelegt wird, daß konventionelle Modellfahrzeuge davon
nicht beeinflußt werden und daß die Energie für ferngesteuerte Modellfahrzeuge durch
ausschließlich aktive, d.h. leicht integrierbare elektronische Bauelemente dosiert
entnommen wird, ohne gleichzeitig der für konventionell betriebene Modellfahrzeuge
bereitgestellten Energie Teile zu entziehen.
[0013] Die Erfindung vermeidet die oben genannten Nachteile und ist durch die im Anspruch
1 beschriebene Einrichtung gekennzeichnet. Vorteilhafte Einzelheiten sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0014] Weitere Einzelheiten ergeben sich aus einem Ausführungsbeispiel nach Figur 1.
[0015] An ein stromleitendes Schienenpaar 1 wird eine konventionelle, einstellbare, umpolbare
Gleichstromquelle 2 in Reihe mit einer Drossel 3 angeschlossen. Die Drossel 3 bildet
für Gleichstrom einen kleinen, für auf der Schiene überlagerten Wechselstrom jedoch
einen großen Widerstand. Hierdurch wird ein Abfließen von Wechselströmen über die
Gleichstromquelle vermieden. Diese Anordnung reicht bereits aus zum Betrieb eines
konventionellen gleichstrombetriebenen Zuges 4.
[0016] Zur Energiespeisung zusätzlicher ferngesteuerter Züge ist eine Wechselstromquelle
5 in Reihe mit einem Siebglied 6 parallel auf das Schienenpaar 1 geschaltet. Das Siebglied
6 verhindert, daß die Wechselstromquelle von Gleichstrom und von gegenüber dem Wechselstrom
höherfrequentem Strom durchflossen wird. Die Wechselstromfrequenz liegt in diesem
Ausführungsbeispiel an der oberen Hörgrenze. Gegenüber dieser Frequenz bilden die
Fahrmotoren einen so großen Widerstand, daß sie nur von einem vernachlässigbar geringen
Wechselstrom durchflossen werden, der weder eine zusätzliche Erwärmung noch eine mechanische
Beanspruchung bewirkt.
[0017] Die Information über den gewünschten Fahrzustand stellt der Bediener in diesem Ausführungsbeispiel
über Stellknöpfe 7 ein, von denen je einer einem Zug zugeordnet ist. Die Einstellung
dieser Stellknöpfe wird von einem Mikroprozessor 8 abgefragt und zur Information,
die die einzelnen Fahrzeuge erhalten sollen, umgewandelt und parallel an ein parallelserielles
Ubertragungsinterface 9 weitergegeben. Dieses sendet die Information in pulscodierter
Form auf die Schiene, wobei die Kopplung über den Kondensator 10 erfolgt und die Pulsdauer
so kurz gewählt wird, daß die Drossel 3 und das Siebglied 6 für die Signale eine hohe
Impedanz darstellen.
[0018] In diesem Ausführungsbeispiel gelangt die Information über den gewünschten Fahrzustand
über das Schienenpaar 1 und den Kondensator 12 in den Empfänger 17. Dieser erkennt
anhand der empfangenen Information, ob diese für das Fahrzeug 11 gilt. Ist das der
Fall, wird diese in den digitalen Speicher 16 geladen, welcher die Information ständig
an den Leistungssteller 15 legt. Dieser betätigt die einzelnen elektronischen Schalter
der Schaltergruppe 13 zur Erzeugung des gewünschten Fahrstroms am Motor 14.
[0019] Die Form der Informationsübertragung ist hier in einem Beispiel geschildert. Sie
kann aber auch in völlig anderer Weise nach bekannten Verfahren erfolgen.
[0020] Gemäß der empfangenen Information betätigt der Leistungssteller 15 die Schalter der
Schaltergruppe 13 so, daß aus der Speisewechselspannung an den Punkten A und B eine
Gleichstrompulsfolge an den Anschlüssen des Fahrmotors a und b entsteht, deren Polarität
von der gewünschten Drehrichtung und deren Gleichstrommittelwert von der gewünschten
Leistung abhängt. Aus einer der Speisewechselspannung überlagerten Gleichspannung
entsteht gleichzeitig an den Anschlüssen des Fahrmotors eine Wechselspannung, deren
Frequenz gleich der der Speisewechselspannung ist. Sie beeinflußt den Fahrmotor nicht.
Dazu enthält der Leistungssteller 15 Schaltungen üblicher Art, die die Nulldurchgänge
der Speisewechselspannung erkennen können.
[0021] Die geringe Energie für die elektronische Schaltung zur Steuerung der Schaltergruppe
13 wird aus der Speisewechselspannung über einen Kondensator 12 entnommen und aus
der Stromversorgung 18 für die übrigen Schaltungsteile bereitgestellt.
[0022] Figur 2 zeigt schematisch die Ausführung der Schaltergruppe. Vier elektronische Schalter
19, 20, 21 und 22 werden zu einem Ring verbunden. Wie bei einer Gleichrichterbrücke
liegt die Speisespannung an dem gemeinsamen Punkt von 19 und 22, Punkt A, und von
20 und 21, Punkt B. Der Fahrstrom für den Modellmotor wird an den beiden übrigen Anschlußpunkten
a und b entnommen. Die Schalter 19 und 21 werden gemeinsam betätigt, ebenso wie die
Schalter 20 und 22.
[0023] Figur 3 zeigt ein Diagramm zur Wirkungsweise der Schaltergruppe 13 auf die Speisewechselspannung.
Die Spannung Uw liegt an den Punkten A und B. Die Spannung Uws an den Punkten a und
b. Sind während der positiven Halbwelle von Uw die Schalter 19 und 21 und während
der negativen Halbwelle die Schalter 20 und 22 geschlossen, so entsteht die Spannung
Uws als positiver Pulsstrom. Werden 19 und 21 bei der negativen Halbwelle und 20 und
22 bei der positiven geschlossen, wird Uws zum negativen Pulsstrom. Gezeigt wird hier
die Wirkungsweise der Schalter bei maximaler Leistung des Fahrmotors. Die Leistung
wird je nach gewünschter Fahrstufe verringert, indem in einigen Perioden der Speisewechselspannung
alle Schalter geöffnet bleiben, so daß keine Leistung übertragen wird. Durch einen
Wechsel der Perioden mit voller und anderer ohne Leistungsübertragung ergibt sich
der gewünschte Mittelwert. Bei mittlerer und hoher Fahrleistung wechseln sich Perioden
mit und ohne Leistungsübertragung in so schneller Folge ab, daß die mechanische Trägheit
des Motors ein gleichmäßiges Drehmoment erzeugt. Bei extrem geringer Leistung (langsames
Anfahren) wird auch das Drehmoment pulsförmig, ein zur überwindung der Reibung bekannter
sehr nützlicher Effekt.
[0024] Figur 4 zeigt die Wirkungsweise der Schaltergruppe 13 auf einen an A und B gelegten
Gleichstrom U
G. Werden die Schalter 19 und 21 bzw. 20 und 22 im gegenseitigen Wechsel periodisch
mit dem Tastverhältnis 1 geschlossen, entsteht eine Wechselpulsfolge U
Gs mit der Schaltfrequenz und dem Gleichwert null.
[0025] Figur 5 zeigt eine alternative Möglichkeit zur Einstellung der Fahrleistung. Durch
Variation der Schaltzeitpunkte der elektronischen Schalter gegenüber den Nulldurchgängen
der Speisewechselspannung ergibt sich ein geänderter Gleichstrommittelwert, der maximal
ist, wenn Schaltzeitpunkte und Nulldurchgänge gleichzeitig erfolgen und minimal wird,
wenn die Schaltzeitpunkte um eine viertel Periodendauer gegenüber den Nulldurchgängen
der Speisewechselpannung verzögert. sind. Uw bedeutet Speisewechselspannung, Uws der
Fahrstrom bei maximaler und Uwso der bei minimaler Leistung.
[0026] Die elektronische Schaltung des ferngesteuerten Fahrzeugs 11 umfaßt also den kleinen
Kondensator 12, die Schaltergruppe 13, den Empfänger 17, Speicher 16, Leistungssteller
15 und Stromversorgung 18. Diese Schaltungsteile sind in einer integrierten Schaltung
auf kleinem Raum zusammengefaßt und zweckmäßigerweise mit 4 lösbaren Kontakten a,
b und A, B versehen, die das leichte Auswechseln der Schaltung ermöglichen. Wird für
ein Fahrzeug der konventionelle Betrieb durch Gleichstrom gewünscht, ist die Schaltung
leicht gegen eine äußerlich gleichaussehende Einheit auszutauschen, die die Punkte
aA und bB untereinander durch zwei Brücken verbindet.
[0027] Neben dem geschilderten Ausführungsbeispiel sind zur Steuerung weiterer elektrischer
Verbraucher in einem ferngesteuerten Fahrzeug Ergänzungen der mobilen Schaltung vorgesehen.
Diese bestehen in einer Erweiterung des Speichers 16, so daß zusätzlich zum gewünschten
Fahrzustand Information über den Ein- oder Ausschaltzustand weiterer Verbraucher wie
Zugbeleuchtung, Geräuschgeber, elektromagnetische Kupplungen usw. gehalten werden
kann, die dann direkt weitere elektronische Schalter zum Schalten dieser Zusatzfunktionen
betätigt.
[0028] Ein zweites Ausführungsbeispiel zeigt eine Realisierung der Schaltergruppe 13, desLeistungsstellers
15 und des Speichers 16, bei der die steuerbaren elektronischen Schalter nur in einer
Richtung vom Strom durchflossen werden und auch nur in einer Richtung an Spannung
liegen.
[0029] Figur 6 zeigt diese Anordnung.
[0030] Die Schienenkontakte A und B sind verbunden mit den Wechselstromeingängen A' und
B' eines Gleichrichters 23, der an den Anschlüssen c und d die gleichgerichtete Schienenspannung
erzeugt. c ist gegenüber d stets positiv. Der Gleichrichter 23 ist in seiner Funktion
ein Gebilde aus Schaltern, das,ähnlich wie die in Figur 2 gezeigte Schaltergruppe,
den Anschluß A' mit c oder d und den Anschluß B' mit c oder d verbinden kann. Der
Schaltvorgang ist jedoch ausschließlich von der Spannung zwischen den Schienenanschlüssen
bestimmt und sonst nicht beeinflußbar. Damit nun die Anschlüsse a und b des Motors
14 in gewünschter Weise mit den Schienenanschlüssen A und B verbunden werden können,
sind zusätzliche steuerbare Schalter 24 bis 27 vorgesehen, die von demLeistungssteller
15 wie folgt angesteuert werden.
[0031] Der Leistungssteiler 15 erhält die Information über den gewünschten Fahrzustand aus
dem Speicher 16 und ermittelt über zwei, mit d und B' verbundene Fühlerleitungen,
ob durch den Gleichrichter 23 A mit c und B mit d oder ob A mit d und B mit c verbunden
ist. Ist beispielsweise A mit c und B mit d verbunden und soll schließlich A mit b
und B mit a verbunden werden, werden Schalter 27 und 26 geschlossen. Durch eine geeignete
Verknüpfung der Signale aus dem Speicher 16 und dem Gleichrichter 23 kann der Motor
14 so mit dem Schienenpaar 1 verbunden werden, daß wie im ersten Ausführungsbeispiel
aus der Speisewechselspannung an den Punkten A und B eine Gleichstrompulsfolge an
den Anschlüssen des Fahrmotors a und b entsteht, deren Polarität von der gewünschten
Drehrichtung und deren Gleichstrommittelwert von der gewünschten Leistung abhängt.
Die Wirkung auf überlagerte Gleich- oder niederfrequente Wechselspannung ist wie im
ersten Ausführungsbeispiel beschrieben.
[0032] Um ein Abfließen der durch die Induktivität des Motors 14 bedingten Freilaufströme
zu ermöglichen, sind die Dioden 28 bis 31 und der Überspannungsableiter 32 vorgesehen.
[0033] In einem dritten Ausführungsbeispiel ist die Speisewechselspannung als Rechteckspannung
gewählt, die ohne Gleichanteil zwischen einer positiven und einer betragsmäßig gleichen
negativen Spannung wechselt und betragsmäßig stets größer ist als zum Betrieb konventioneller
Modellfahrzeuge bestimmte überlagerte Spannungen. In dem Fall ist der Schaltzustand
des Gleichrichters 23 allein von der Polarität der Speisewechselspannung abhängig.
Eine Ermittlung des Schaltzustandes durch denLeistungssteller 15 kann dann entfallen.
1. Einrichtung zur gleichzeitigen Steuerung mehrerer elektrisch angetriebener Modellfahrzeuge
auf einem Stromkreis, wobei Fahrzeuge eines ersten Fahrzeugtyps mittels Gleich-oder
niederfrequenter Wechselspannung und Fahrzeuge eines zweiten Fahrzeugtyps gleichzeitig
und unabhängig voneinander betrieben werden sollen
unter Verwendung einer stationären elektronischen Steuerschaltung und von auf jedem
Fahrzeug des zweiten Fahrzeugtyps befindlicher elektrischer Schaltungen, denen Informationen
für die gewünschten Fahrzustände von der stationären Schaltung gesendet werden,
und einer Speisewechselspannungsquelle für die Fahrzeuge des zweiten Fahrzeugtyps,
deren Frequenz so hoch gewählt ist, daß keine Beeinflussung der Fahrzeuge des ersten
Fahrzeugtyps eintritt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Information in eine erste Einrichtung/der elektrischen Schaltung zusammen mit
der Schienenspannung eingegeben wird und diese erste Einrichtung die Spannung mittels
Schaltergruppe 13 (bzw. 19 bis 22) abhängig von der Information und dem momentanen
Spannungszustand so schaltet, daß aus der Speisewechselspannung ein pulsierender Strom
mit einem Gleichanteil gemäß der gewünschten DrehrichtungundLeistung dem Fahrmotor/zugeführt
wird und daß die der Speisewechselspannung gleichzeitig überlagerte Gleich- oder niederfrequente
Wechselspannung in eine Pulsspannung mit wechselnder Polarität, dem Gleichwert Null
und der Frequenz der Speisewechselspannung umgewandelt wird, so daß eine Energieaufnahme
des Fahrzeugmotors/aus der Gleich- oder niederfrequenten Wechselspannung verhindert
wird.
2. Einrichtung nach Patentanspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
neben der ersten Einrichtung weitere Schaltergruppen zur Leistungszufuhr weiterer
elektrischer Verbraucher des gleichen Fahrzeugs vorhanden sind.
3. Einrichtung nach Patentanspruch 1 und 2
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schaltung neben der ersten Einrichtung zum Empfang der Information über den gewünschten
Fahrzustand und zur Steuerung der Schaltergruppe für den Fahrstrom weitere Einrichtungen
zum Empfang von Informationen zur Steuerung weiterer Verbraucher und Steuerung der
zu den jeweiligen Verbrauchern gehörenden Schaltergruppen enthält.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schaltung in integrierter Bauweise ausgeführt und in einem Gehäuse mit lösbaren
Kontakten untergebracht ist, so daß ein leichter Austausch gegen eine andere Schaltung
möglich ist, insbesondere gegen ein äußerlich gleich aufgebautes Element, das den
Fahrmotor über die lösbaren Kontakte direkt mit der Schiene verbindet, wodurch ein
Fahrbetrieb des ersten Fahrzeugtyps ermöglicht wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet
daß die Speisewechselspannung eine Rechteckspannung ist, die betragsmäßig stets größer
ist, als die Gleich-oder niederfrequente Wechselspannung der Spannungsquelle (2) für
die Fahrzeuge des ersten Fahrzeugtyps.
6. Einrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet
daß zur Einstellung der Fahrleistung die Schaltzeitpunkte der Schalter 19 und 21 bzw.
20 und 22 im gegenseitigen Wechsel periodisch gegenüber den Nulldurchgängen der Speisewechselspannung
variiert werden.