[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Niederspannungs-Lastschalter mit Sicherung,
nachfolgend Sicherungsschalter genannt, dessen Sicherungseinsatz in einem als zusammenklappbares,
innerhalb seines Hubweges in seiner unteren Stellung verrastbares Magazin augebildeten
Aufnahmeraum angeordnet ist, in dessen Stromzuführung ein von Hand beim Auswechseln
des Sicherungseinsatzes zwangsweise betätigter Lastschalter angeordnet ist. Ein solcher
Sicherungsschalter ist im Prinzip bekannt, wenn auch nicht mit einem Lastschalter
im heutigen Sinn (FR-A-20 63 804).
[0002] Die zwangsweise Betätigung eines Schalters in der Stromzuführung zum Sicherungseinsatz
und das Magazin ergeben einen Zugriff zum Sicherungseinsatz erst dann, wenn der Sicherungseinsatz
spannungsfrei ist. Da beim bekannten Sicherungsschalter (FR-A-20 63 804) die Kontakte
des Schalters einerseits durch die des Sicherungseinsatzes und andererseits durch
Federbügel an einem Gehäusesockel gebildet werden, die durch Fenster des Magazins
zu den Kontakten des Sicherungseinsatzes hindurchgreifen können, ist ein solcher Schalter
mechanisch empfindlich. Eine solche Bauweise verträgt auch keine größeren Betriebsströme,
wie sie heute gefordert werden, und der Übergangswiderstand und die Stromunterbrechung
hängen von der Handhabungsweise durch eine Bedienungsperson ab.
[0003] Es ist eine ausschaltbare Sicherung bekannt (US-A-20 18 476), wonach ein breites,
flaches Gehäuse einen Schlitten aufnimmt, auf dem ein Sicherungseinsatz eingesteckt
werden kann, und durch einen Deckel großflächig abgedeckt werden kann. Der ansonsten
offene Schlitten hat Kontaktfahnen, die in einer Position mit Messerkontakten des
Gehäusesockels in Eingriff sind, wobei der Schlitten seitlich hierzu versetzt außer
Kontakteingriff steht. Da der Deckel am Schlitten befestigt ist, kann dieser zunächst
seitlich in die Ausschaltstellung verschoben werden, worauf man den Deckel öffnen
kann. Dieser Ablauf ist jedoch nicht zwangsläufig sichergestellt, da der Deckel auch
ohne vorheriges seitliches Verschieben geöffnet werden kann. Hierbei kann es je nach
Deckelaufbau sein, daß die Kontakte des Schlittens möglicherweise außer Eingriff gebracht
werden, es bleibt jedoch allgemein der Nachteil, deß diese Kontakttrannung unzuverlässig
ist und daß die Übergangswiderstände im Zwischenbereich von der Bedienungsperson und
ihrem zügigen oder zögernden Handeln abhängen. Hierbei kann es zu einem gefährdenden
Lichtbogen und unzulässiger Erwärmung kommen. Ein solcher Schalter gestattet keine
sichere Bedienung unter Last und er weist kein Magazin im zuvor geschilderten Sinn
auf.
[0004] Bei einem bekannten Sicherungsschalter ohne Magazin (DE-B-23 34 595) ist der Sicherungseinsatz
von einer Schraubkappe abgedeckt und zusätzlich von einer Klappe, die vor Betätigen
der Schraubkappe hochzuklappen ist und dadurch über eine Koppelung den Lastschalter
in der Stromzuführung ausschaltet. Bei herausgenommenem Sicherungseinsatz muß die
Klappe in geöffneter Stellung arretiert werden, um zu vermeiden, daß der Sicherungsschalter
ohne Sicherungseinsatz eingeschaltet wird, da sonst Stromdiebstahl möglich wäre.
[0005] Sicherungsschalter sollen die gefahrlose Bedienung von Sicherungen durch Laien erhöhen.
Man möchte Sicherungsschalter in Verteilungen auch in der Zuführung zum Zähler, also
im ungezählten Strombereich einer Anlage einsetzen. Beispielsweise denkt man an den
Einsatz anstelle einer üblichen Hauptsicherung. Bisherige Zählervorsicherungen werden
üblicherweise in plombierten Einrichtungen angeordnet, wobei die Sicherungseinsätze
nur durch geschultes und autorisiertes Personal eingesetzt und ausgetauscht werden
dürfen. Um bei Zählervorsicherungen die Bedienung durch Laien zu ermöglichen, müssen
besondere Voraussetzungen erfüllt werden:
Insbesondere muß Stromdiebstahl sowohl bei eingesetztem als auch bei herausgenommenem
Sicherungseinsatz verhindert werden. Andererseits muß sowohl für den Bedienenden als
auch für das Gerät besondere Sicherheit erzielt werden.
[0006] Bei einem bekannten Sicherungsschalter wird der Einsatzraum für den Sicherungseinsatz
durch eine randseitig voll abschließende Klappe abgedeckt (DE-A-11 41 700). Auch hier
ist jedoch eine Arretierung erforderlich.
[0007] Um die Kontaktgabe erst nach Arretierung einer Isolierkappe zu erreichen, sind bei
einem bekannten Sicherungsunterteil (DE-B-24 09 238) Nasen und Aussparungen vorgesehen.
Die Isolierkappe wird mit eingesetztem Sicherungseinsatz erst in axialer Richtung
bis zu einem Anschlag eingeführt und dann durch eine Bewegung senkrecht zur Längsachse
in eine Einraststellung geführt. Dies stellt für die Bedienenden nicht nur einen ungewohnten
Bewegungsablauf dar, sondern das Schalten unter Last ist nicht unbedenklich: da der
Schaltkontakt durch die Fußkappe des Sicherungseinsatzes und einen Fußkontakt des
Sicherungsunterteiles gebildet wird, kann beim Bedienen unter Last die dünne Kontaktkappe
des Sicherungseinsatzes beschädigt werden. Dieses Gerät eignet sich daher nicht zum
Schalten unter Last.
[0008] Es sind abschaltbare Sicherungen bekannt (DE-A-26 42 223), bei denen der Kontakt
zum Sicherungseinsatz nach dem Einsetzen durch eine Drehbewegung nach Art eines Kniehebelschalters
hergestellt wird. Da hierbei Toleranzen auszugleichen sind, werden die Kontakte federnd
ausgebildet, weshalb sie nur schwache Ströme führen können.
[0009] Bei einem anderen bekannten Sicherungsschalter mit Klappe (DE-A-26 18 360) wird ein
Fußkontakt beim Schalten und Auswechseln des Sicherungseinsatzes schräg gestellt.
Ähnlich arbeitet auch eine andere bekannte Schalter-Sicherung (DE-A-27 22 279). Schräg
abhebende Fußkontakte können bei häufigem manuellem Schalten, ohne den Sicherungseinsatz
auszuwechseln, jedoch zum Lockern des Sicherungseinsatzes führen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherungsschalter mit Magazin und
dennoch betriebs- und handhabungssicherem Lastschalter zu entwickeln, der sicher gegen
Stromdiebstahl ist. Die Lösung der geschilderten Aufgabe besteht darin, daß der Lastschalter
von Kopf- und Fußkontakt für den Sicherungseinsatz gesonderte Kontakte aufweist, wobei
der Fußkontakt des Aufnahmeraumes mit dem Schaltkontakt des Lastschalters starr verbunden
ist.
[0011] Ein solcher Sicherungsschalter erlaubt es, den Lastschalter stabil auszuführen, und
er gefährdet nicht die gegen einen Lichtbogen empfindlichen Kontakte des Sicherungseinsatzes.
Die feste Verbindung zwischen zwei Kontaktstellen ist bei einem zur Gattung der Leitungsschutzschalter
gehörenden elektrischen Schaltgerät bekannt (CH-A-43 16 61). Um die Kontaktelemente
in Schließstellung bei Stromdurchgang einer erhöhten Kontaktkraft auszusetzen, sind
danach zwei in Schließstellung praktisch parallele, an benachbarten Enden durch eine
in der Schaltebene bewegliche Überbrückung elektrisch in Reihe geschaltete Schenkel
ausgebildet, von denen der eine mit einer Anschlußklemme verbunden ist und der andere
Schenkel mit dem Gegenkontakt zusammenwirkt. Diese Verbindung ist dabei nicht starr
und ein solcher Schalter arbeitet ohne Magazin. Dieses Schaltgerät kann auch keinen
Sicherungseinsatz aufnehmen.
[0012] Da das Magazin beim Sicherungsschalter nach der Erfindung den Aufnahmeraum für den
Sicherungseinsatz voll umschließt, besteht keinerlie Zugriffsmöglichkeit weder bei
eingesetztem Sicherungseinsatz noch bei herausgenommenem Sicherungseinsatz. Dieser
Sicherungsschalter schützt daher eine Bedienungsperson in vollkommener Weise, und
er ist andererseits sicher gegen Stromdiebstahl. Deshalb kann eine Arretierung gegen
Wiedereinschalten ohne eingesetzten Sicherungseinsatz entfallen.
[0013] Es erübrigt sich aber auch die sonst übliche Schraubkappe, weshalb sich die Bedienung
vereinfacht. Da eine Scrhaubkappe fehlt, kann sich diese andererseits auch beim Schalten
nicht lockern, weshalb dieser Sicherungsschalter nicht störanfällig ist.
[0014] Wenn der Kopfkontakt in einem Klappteil des Magazins und der Fußkontakt im anderen
Klappteil angeordnet ist, läßt sich der Sicherungseinsatz besonders leicht auswechseln.
[0015] Der Kontaktdruck wird toleranzunabhängig, wenn am Fußkontakt ein Kraftspeicher in
Richtung der gedachten Achse des Sicherungseinsatzes angreift.
[0016] Die Erfindung soll anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispieles näher erläutert werden:
In Figur 1 ist der Sicherungsschalter bei aufgeklapptem Magazin und eingelegtem Sicherungseinsatz
im wesentlichen im Längsschnitt wiedergegeben. Dieser Zustant entspricht der Ausschaltstellung.
In Figur 2 ist der Sicherungsschalter nach Figur 1 bei eingerastetem Magazin, also
in der Einschaltstellung dargestellt.
[0017] Der Sicherungsschalter nach Figur 1 bildet in einem zusammenklappbaren Magazin 1
mit den Klappteilen 2 und 3 einen Aufnahmeraum für einen Sicherungseinsatz 4. Kopfkontakt
5 und Fußkontakt 6 des Magazins stellen die Kontakte eines Sicherungssockels dar.
Der Kopfkontakt 5 ist über ein Blechteil mit einem beweglichen Stromleiter 8 mit einer
Abgangsklemme 9 verbunden. Der Kopfkontakt 5 ist im Klappteil 2 des Magazins 1 und
der Fußkontakt 6 im anderen Klappteil 3 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel wirkt auf
den Fußkontakt 6 ein Kraftspeicher 10 in Richtung der gedachten Achse 11 des Sicherungseinsatzes
4.
[0018] Die Klappteile 2 und 3 sind durch ein Scharnier 12 verbunden, dessen Achse seitlich
zum Aufnahmeraum und senkrecht zur gedachten Achse 11 des Sicherungseinsatzes 4 angeordnet
ist.
[0019] Der Lastschalter 13 hat von den Kontakten des Aufnahmeraums, Fußkontakt 6 und Kopfkontakt
5 gesonderte Kontakte mit den Kontaktstücken 14 und 15. Der Fußkontakt 6 des Aufnahmeraums
ist dabei mit dem Schaltkontakt mit dem Kontaktstück 14 starr verbunden.
[0020] Im Ausführungsbeispiel sind neben den Kontakten des Lastschalters 13 Löschbleche
16 angeordnet. Vom Festkontakt mit dem Kontaktstück 15 führt eine elektrisch leitende
Verbindung zur Anschlußklemme 17, an der der Netzanschluß vorzunehmen ist. Eine Kontaktfeder
18 sorgt für gleichbleibend guten Kontaktdruck.
[0021] Der Lastschalter läßt sich in einem Gehäuse aus Isolierstoff Schutzisoliert unterbringen.
Das Magazin mit den Klappteilen 2 und 3 läßt sich in geschlossener Stellung plombieren,
so daß es universell einsetzbar ist. Das Gerät läßt sich in üblicher Weise auf Tragschienen
19 aufschnappen.
[0022] Ein Paßorgan, das die Unverwechselbarkeit für einen Schmelzeinsatz geeigneter Nennstromstärke
in üblicher Weise sicherstellt, wird im Ausfuhrungsbeispiet durch den Federbügel 20
gehalten. Dieser kann so ausgestaltet sein, daß er zugleich einen Durchgriff des Fußkontaktes
6 durch das Magazin 1 nach außen abdeckt.
[0023] Wenn man das Klappteil 3 um die Achse 12 zum Klappteil 2 hochschwenkt, gleitet der
Kopfkontakt 5 mit einer abgeschrägten Stirnseite 21 auf den Kopfkontakt des Sicherungseinsatzes
4 auf. Dabei wird die als Kraftspeicher 10 dienende Druckfeder gespannt, so daß unabhängig
von Gehäusetoleranzen der geeignete Kontaktdruck sichergestellt ist. Das geschlossene
Magazin 2 kann dann bei einem in an sich bekannter Weise ausgebildeten Rastmittel
um die Einschaltstellung nach Figur 2 in Richtung der Achse 11 des Sicherungseinsatzes
4 eingedrückt werden. Durch erneuten Druck wird das Magazin 1 wieder freigegeben und
soweit hochgehoben, daß der Griffrand des Magazins 1 unterfaßt werden kann. Seine
schrägen Flanken 22 dienen zugleich beim Klappteil 3 als Auflage im aufgeklappten
Zustand, Wenn das Magazin 1 in seiner unteren Stellung des Hubweges verrastet ist,
wird der Rand des Magazins durch den Gehäuserand 23 nach Figur 2 abgedeckt.
[0024] Wenn der Sicherungsschalter in einer üblichen Verteilung eingestzt ist, werden die
Auschlußklemme 17 und ohe Abgangsklemme 9 von einer üblichen Abdeckung 25 nach außen
abgeschirmt.
1. Niederspannungs-Lastschalter mit Sicherung, nachfolgend Sicherungsschalter genannt,
dessen Sicherungseinsatz (4) in einem als zusammenklappbares, innerhalb seines Hubweges
in seiner unteren Stellung verrastbares Magazin (1) ausgebildeten Aufnahmeraum angeordnet
ist, in dessen Stromzuführung ein von Hand beim Auswechseln des Sicherungseinsatzes
(4) zwangsweise betätigter Lastschalter (13) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lastschalter (13) von Kopf-(5) und Fußkontakt (6) für den Sicherungseinsatz
(4) gesonderte Kontakte (14, 15) aufweist, wobei der Fußkontakt (6) des Aufnahmeraumes
mit dem Schaltkontakt (14) des Lastschalters (13) starr verbunden ist.
2. Sicherungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfkontakt
(5) in einem Klappteil (2) des Magazins (1) und der Fußkontakt (6) im anderen Klappteil
(3) angeordnet ist.
3. Sicherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
am Fußkontakt (6) ein Kraftspeicher (10) in richtung der gedachten Achse (11) des
Sicherungseinsatzes (4) angreift.
1. Interrupteur de coupure en charge basse tension et à fusible, désigné ci-après
par interrupteur à fusible, dont la cartouche de fusible (4) est disposée dans un
logement réalisé sous la forme d'un magasin (1) repliable, susceptible d'être encliqueté
dans sa course, dans sa position inférieure, et dans l'alimentation en courant duquel
est disposé un interrupteur de coupure en charge (13) à actionner obligatoire à la
main lors du remplacement de la cartouche à fusible (4), caractérisé par le fait que
l'interrupteur de coupure en charge (13) comporte, indépendamment du contact de tète
(5) et du contact de pied (6) pour la cartouche à fusible (4), des contacts distincts,
le contact de pied (6) du logement étant relié rigidement avec le contact de coupure
(14) de l'interrupteur de coupure en charge (13).
2. Interrupteur à fusible selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le
contact de tête (5) est disposé dans une partie rabattable (2) du magasin (1) et le
contact de pied (6) est disposé dans l'autre partie rabattable (3).
3. Interrupteur à fusible selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le
fait que le contact de pied (6) est attaqué, par un accumulateur d'énergie (10), en
direction de l'axe imaginaire (11) de la cartouche à fusible (4).
1. A low voltage load switch possessing a cut-out device hereinafter referred to as
a safety switch, whose fuse insert (4) is housed in an accommodating chamber which
consists of a hinge-operated magazine (1) which can be locked in the lower position
of its lift path, the current supply of which contains a load switch (13) which is
automatically manually operated when the fuse insert (4) is exchanged, characterised
in that the load switch (13) of head contact (5) and base contact (6) for the fuse
insert (4) possesses special contacts (14, 15), where the base contact (6) of the
accommodated chamber is rigidly connected to the switching contact (14) of the load
switch (13).
2. A safety switch as claimed in Claim 1, characterized in that the head contact (5)
is accommodated in one lid component (2) of the magazine (1) whereas the base contact
(6) is accommodated in the other lid component (3).
3. A safety switch as claimed in one of Claims 1 and 2, characterised in that an energy
store (10) acts upon the base contact (6) in the direction of the imaginary axis (11)
of the fuse insert (4).