[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Niederspannungs-Lastschalter mit Sicherung,
nachfolgend Sicherungsschalter genannt, wie er im Oberbegriff des Hauptanspruchs beschrieben
ist.
[0002] Der Sicherungseinsatz ist zwischen einem zusätzlichen von einer Klappe abgedeckten
Kopfkontakt, der als Schraubkappe ausgebildet sein kann, und einem Fusskontakt des
Sicherungssokkels unter Federkraft angeordnet. In der Stromzuführung des Sicherungssockels
ist ein mit der Klappe gekoppelter Lastschalter angeordnet, der bei herausgenommenem
Sicherungseinsatz in geöffneter Stellung arretiert ist.
[0003] Bei einem solchen bekannten Sicherungsschalter (DE-A1-2 618 360) ist kein bewegliches
Magazin vorgesehen, sondern eine starre Aufnahme, die für einen schräg auslenkbaren
Fusskontakt des Sicherungssockels einen Anschlag bildet. Um den Klappdeckel zu arretieren,
ist danach ein zusätzlicher Bügel erforderlich. Wenn der Fusskontakt beim Schalten
und Auswechseln des Sicherungseinsatzes schräg gestellt wird (DE-A1-2618360; DE-A1-2
722 279), kann das bei häufigem manuellem Schalten, ohne den Sicherungseinsatz auszuwechseln,
zum Lockern des Sicherungseinsatzes führen. Erhöhte Übergangswiderstände und Lichtbogenansätze
können dann das Gerät insgesamt gefährden.
[0004] Beim bekannten Sicherungsschalter (DE-A1-2 618 360) weist eine gedachte Verbindungslinie
durch die Kontakte des Lastschalters im eingeschalteten Zustand in etwa die gleiche
Richtung wie die gedachte Verbindungslinie durch die Kontakte der Sicherung, bestehend
aus Sicherungssockel und Sicherungseinsatz, auf. Der Erfindung liegt die Erkenntnis
zugrunde, dass es zwar wünschenswert ist, die Kontakte der Sicherung so anzuordnen,
dass die Verbindungslinie, über einen Auswechselvorgang des Sicherungseinsatzes gesehen,
aus den zuvor geschilderten Gründen nicht verändert wird, dass die gedachte Verbindungslinie
durch die Kontakte des Lastschalters dagegen hierzu schräg gestellt werden kann.
[0005] Bei einem anderen bekannten Sicherungsschalter (DE-A-2 334 595) sind die Kontakte
der Sicherung zwar so angeordnet, dass über einen Auswechsel- bzw. Schaltvorgang gesehen,
die Verbindungslinie erhalten bleibt, jedoch fehlt bei diesem Gerät eine Feder, die
die Kontaktkraft der Sicherung unabhängig von einer Bedienungsperson sicherstellt.
Bei diesem bekannten Sicherungsschalter kann die Schraubkappe des Sicherungseinsatzes
bei geschlossener Klappe betätigt werden, wodurch bei langsamem Schalten die Kontakte
besonderer Belastung ausgesetzt sind. Der Kontaktdruck zwischen Sicherungseinsatz
und Fusskontakt des Gerätes ist davon abhängig, wie stark eine Bedienungsperson den
Sicherungseinsatz anzieht.
[0006] Sicherungsschalter sollen die gefahrlose Bedienung von Sicherungen durch Laien erhöhen.
Man möchte Sicherungsschalter in Verteilungen auch in der Zuführung zum Zähler, also
im ungezählten Strombereich einer Anlage einsetzen. Beispielsweise denkt man an den
Einsatz anstelle einer üblichen Hauptsicherung. Bisherige Zählervorsicherungen werden
üblicherweise in plombierbaren Einrichtungen angeordnet, wobei die Sicherungseinsätze
nur durch geschultes und autorisiertes Personal eingesetzt und ausgetauscht werden
dürfen. Um bei Zählervorsicherungen die Bedienung durch Laien zu ermöglichen, müssen
besondere Voraussetzungen erfüllt werden:
Insbesondere muss Stromdiebstahl sowohl bei eingesetztem als auch bei herausgenommenem
Sicherungseinsatz verhindert werden. Anderseits muss sowohl für den Bedienenden als
auch für das Gerät besondere Sicherheit erzielt werden.
[0007] Bei Schraubsicherungen wird allgemein der Kontaktdruck an den Anschlussklappen des
Sicherungseinsatzes durch das Eindrehen der Schraubkappe in ein Gewindeteil, die sogenannte
Gewindebrille, erzeugt. Der Kontaktdruck hängt daher von der Bedienungsperson ab.
Zu geringer Kontaktdruck führt zu erhöhtem Übergangswiderstand und kann nach längerer
Betriebszeit die Kontaktstellen schädigen. Da Zählervorsicherungen nur selten, meist
erst nach sehr langen Betriebszeiten ausgetauscht werden, ist ausreichend hoher Kontaktdruck
und entsprechend niedriger Übergangswiderstand mit vorbestimmtem Wert sicherzustellen.
[0008] Um die Kontaktgabe erst nach Arretierung einer Isolierkappe zu erreichen, sind bei
einem bekannten Sicherungsunterteil (DE-B2-2409238) Nasen und Aussparungen vorgesehen.
Die Isolierkappe wird mit eingesetztem Sicherungseinsatz erst in axialer Richtung
bis zu einem Anschlag eingeführt und dann durch eine Bewegung senkrecht zur Längsachse
in eine Einraststellung geführt. Dies stellt für die Bedienenden einen ungewohnten
Bewegungsablauf dar und infolge der Toleranzen der Verrastmittel ist auch hierbei
ein gleichbleibender Kontaktdruck nicht gewährleistet.
[0009] Es sind abschaltbare Sicherungen bekannt (DE-Al-2 642 223), bei denen der Kontakt
zum Sicherungseinsatz nach dem Einsetzen durch eine Drehbewegung nach Art eines Knebelschalters
hergestellt wird. Da auch hierbei Toleranzen auszugleichen sind, werden die Kontakte
federnd ausgebildet, weshalb sie nur schwache Ströme führen können.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gedrungenen Sicherungsschalter zu
entwikkeln, bei dem die Verlustleistung des Sicherungseinsatzes einerseits nach aussen
abgeleitet werden kann, dessen Kontaktdruck anderseits unabhängig vom Bedienenden
und von Toleranzen erzielt wird und dass auch beim Schalten unter Last Kontakte weder
beim Schalten noch danach im Langzeitbetrieb verschmoren können.
[0011] Die Lösung der geschilderten Aufgabe liegt in einem Sicherungsschalter mit den kennzeichnenden
Merkmalen nach Anspruch 1. Durch das Magazin, das den Sicherungseinsatz aufnimmt,
wird einerseits der Fusskontakt in Richtung der Achse des Sicherungseinsatzes geführt
und anderseits der Sicherungseinsatz gegen Schaltgase des Lastschalters abgeschirmt.
Der Kontaktdruck ist wegen der Feder, die auf das Magazin wirkt, unabhängig vom Bedienenden
und von Toleranzen. Solange die auf das Magazin wirkende Feder härter ist als eine
Kontaktdruckfeder, die den Kontaktdruck im Lastschalter sicherstellt, bleibt diese
Führungseigenschaft erhalten.
[0012] Durch die Kontaktanordnung im Lastschalter, wonach die gedachte Verbindungslinie
der Kontakte zur Verbindungslinie der Kopf- und Fusskontakte des Sicherungssockels
schräg steht, erzielt man bei grossem Schaltweg bzw. Hub der Schaltkontakte einen
niedrigen Geräteaufbau. Dabei verhindert die seitlich abschliessende Klappe, dass
die Schraubkappe auf dem Sicherungseinsatz aufgeschraubt wird, bevor man die Klappe
betätigt. Dadurch und weil die Kontakte über einen Mechanismus nach Art eines Kniehebels
plötzlich freigegeben werden, stellt man ein zuverlässiges Schalten sicher. Die Kontakte
des Lastschalters können daher nicht verschmoren.
[0013] Bei einem gedrungenen Aufbau des Sicherungsschalters wird die Wärmeabfuhr durch den
geschilderten Aufbau ermöglicht, indem man von den Kontakten des Lastschalters einen
Entlüftungskanal am Magazin vorbeiführt. Dies kann bei einem schmalen Gehäuse des
Sicherungsschalters unterhalb des Magazins sein.
[0014] Bei einem Sicherungsschalter, der anders als der erfindungsgemässe Sicherungsschalter,
nicht unter Last geschaltet werden kann, steht die Verbindungslinie durch die Kontakte
eines Schalters zur Verbindungslinie durch Kopf- und Fusskontakt des Sicherungseinsatzes
schräg (DE-A1-2 445 262). Abgesehen davon, dass der Schalter nur durch entsprechende
Aussenverdrahtung dem Sicherungseinsatz vorgeschaltet werden kann, fehlt eine Klappe
und ein Magazin, so dass der Fusskontakt selbst als Feder ausgebildet ist. Dadurch
ergibt sich nur unzureichender Kontaktdruck für eine Belastung als Lastschalter. Da
auch die Federwirkung nur schwach sein kann, ist ein Hebel des Schalters mit einer
den Sicherungseinsatz untergreifenden Nase versehen, um den Sicherungseinsatz zum
Auswechseln hochzuheben. Ein solcher Sicherungsschalter ist ohne eingefügten Sicherungseinsatz
nicht gegen Wiedereinschalten geschützt. Darüber hinaus könnte er so langsam geschaltet
werden, dass die Kontakte unter Abgleiten von einer schiefen Ebene verschmoren könnten.
[0015] Der erfindungsgemässe Sicherungsschalter ist dagegen als Lastschalter konzipiert,
der es gestattet, auch unter Last zu schalten und die Sicherung gefahrlos auszuwechseln.
[0016] Der Kopfkontakt des Sicherungseinsatzes kann in an sich bekannter Weise (FR-A-1404511)
in einer Schraubkappe aus Handhabe und Gewindehülse angeordnet sein, bei der zwischen
der Handhabe der Schraubkappe und der damit fest verbundenen Gewindehülse eine Sichtscheibe
unentfernbar festgeklemmt ist. Dadurch wird die Sicherheit gegen Stromdiebstahl weiter
erhöht.
[0017] Es ist dabei günstig, die Gewindehülse zur Sichtscheibe zu einem flaschenhalsartigen
Ansatz auszubilden, der nach dem Ansprechen des Sicherungseinsatzes das abgeworfene
Anzeigerblättchen aufnimmt. Vorteilhafterweise bildet die Handhabe der Schraubkappe
an ihrem äusseren Rand Griffrippen und rippenförmige Vertiefungen, die über gerundete
Kanten bis in die Stirnseite nahe an die Sichtscheibe herangezogen sind. Dadurch lässt
sich die Schraubkappe auch dann leichter ein- und ausdrehen, wenn sie lediglich geringfügig
über den sie umfassenden Gehäuserand vorsteht.
[0018] Es ist günstig, das Magazin aus keramischem Werkstoff auszubilden, da Keramik bei
hoher Temperaturbeständigkeit eine bessere Wärmeableitung als Formstoff bzw. Kunststoff
aufweist.
[0019] Zweckmässigerweise wird die Handhabe der Schraubkappe in ihrer Höhe auf den zwischen
Einschaltstellung und Ausschaltstellung des Sicherungssockels bestehenden Hub so abgestimmt,
dass sie zu einem sie umschliessenden muldenförmigen Rand des Gehäuses immer in spaltengem
Anschluss steht.
[0020] Wenn der Lastschalter eine Kontaktanordnung aus zwei parallelen Kontaktzonen bildet,
wird die Strombelastung aufgeteilt.
[0021] Ein besonders raumsparender Aufbau wird bei grossem Hub der Schaltkontakte dadurch
erzielt, dass die Kontakte des Lastschalters einerseits gebildet werden durch eine
endständig umgekröpfte Verlängerung eines als Schiene ausgebildeten Fusskontaktes
des Sicherungssockels und anderseits durch zwei benachbarte Schwenkarme, die an ihrem
freien Ende aufeinander zugebogen sind, wobei die Schwenkarme an der Basis der Anschlussklemme
für die Stromzuführung angelenkt sind. In ihrem Innenraum können sie jeweils eine
Kontaktdruckfeder aufnehmen, die sich an ihrer anderen Seite gegen das Gehäuse des
Sicherungsschalters abstützt.
[0022] Wenn die Anschlussklemme für die Stromzuführung in Seitenansicht satteldachförmig
und im Grundriss rechteckig ausgebildet ist, kann man unter dem Sattel dicke Leiter
und quer zur Sattellinie dünne Leiter einklemmen. Eine solche Anschlussklemme ist
universell verwendbar, wenn ihr Klemmstück umsetzbar angeordnet ist.
[0023] Der erfindungsgemässe Sicherungsschalter soll anhand eines in der Zeichnung schematisch
wiedergegebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
In Fig. 1 ist der Sicherungsschalter bei längsgeschnittenem Gehäuse dargestellt.
In Fig. 2 ist der Sicherungsschalter nach Fig. 1 von rechts gesehen, jedoch bei geschlossenem
Gehäuse, dargestellt.
In Fig. 3 ist der Sicherungsschalter nach Fig. 1 im ausgeschaltetem Zustand und bei
entferntem Sicherungseinsatz wiedergegeben.
In Fig. 4 ist der Sicherungsschalter nach Fig. 1 von links gesehen, jedoch bei geschlossenem
Gehäuse, wiedergegeben.
In Fig. 5 ist der Sicherungsschalter nach Fig. 1, jedoch bei geschlossenem Gehäuse,
von oben gesehen dargestellt.
In Fig. 6 ist der Sicherungsschalter nach Fig. 3 nach einem Schnitt längs VI-VI wiedergegeben.
In Fig. 7 ist eine Schraubkappe in Seitenansicht dargestellt.
Fig. 8 gibt die Schraubkappe nach Fig. 7 im Längsschnitt wieder.
In Fig. 9 ist die Aufsicht auf die Schraubkappe nach Fig. 7 dargestellt.
[0024] Der Sicherungsschalter nach Fig. 1 enthält einen Lastschalter 1 und eine Sicherung
2. Ein Sicherungseinsatz kann zwischen einem von der Schraubkappe 3 abgedeckten Kopfkontakt
und einem Fusskontakt 4 eines Sicherungssockels angeordnet werden. Der Kopfkontakt
in der Schraubkappe ist zusätzlich von einer Klappe 5 abgedeckt. In geöffneter Stellung
der Klappe 5, nach Fig. 3, ist diese bei herausgenommenem Sicherungseinsatz 6 gegen
Wiedereinschalten arretiert, da das Magazin 7 mit einer Nase hinter einen Anschlag
8 - nach Fig. 3 - greift.
[0025] Mittels des Magazins 7 aus hochtemperaturbeständigem Material wird der Fusskontakt
4 in Richtung der gedachten Verbindungslinie 10 zum Kopfkontakt unter Wirkung der
Feder 9 angehoben werden. Der Fusskontakt 4 kann mit dem Magazin 7 fest verbunden
sein.
[0026] Der Lastschalter 1 weist eine solche Anordnung der Kontaktstücke 12 und 13 auf, dass
die gedachte Verbindungslinie 11 seiner Kontaktstücke zur Verbindungslinie 10 des
Kopf- und Fusskontaktes des Sicherungssockels schräg steht. Die Klappe 5 schliesst
seitlich ab und verhindert einen Zugriff zur Schraubkappe 3. Die Kontaktstücke 12
und 13 werden über einen Mechanismus 14 nach Art eines Kniehebels, insbesondere beim
Einschalten, plötzlich freigegeben. Im Ausführungsbeispiel wird der Kniehebel im wesentlichen
durch zwei zur Zeichenebene hintereinander angeordnet vorzustellende Klappenschenkel
15 und zwei Schaltschenkel 16 gebildet. Die Klappenschenkel sind an der Achse 18 ortsfest
angelenkt. Die Schaltschenkel 16 sind jeweils gelenkig mit Verbindungsschenkeln 19
verbunden, die um die ortsfeste Achse 20 auf zwei Schwenkarme 21 einwirken. Im Ausführungsbeispiel
weist der Lastschalter 1 eine Kontaktanordnung aus zwei parallelen Kontaktzonen auf,
von denen eine aus der Zeichnung zu ersehen ist, nämlich die mit den Kontaktstükken
12 und 13.
[0027] Die Kontaktstücke des Lastschalters werden einerseits gebildet durch eine endständig
umgekröpfte Verlängerung des als Schiene ausgebildeten Fusskontaktes 4 des Sicherungssockels
und anderseits durch die zwei benachbarten Schwenkarme 21, die an ihrem freien Ende
aufeinander zugebogen sind. Die Schwenkarme 21 sind an der Basis 22 der Anschlussklemme
23 für die Stromzuführung angelenkt. In ihrem Innenraum nehmen sie jeweils eine Kontaktdruckfeder
24 auf, die sich an ihrer anderen Seite gegen das Gehäuse 25 abstützt.
[0028] Die für die Stromzuführung vorgesehene Anschlussklemme 23 ist in Seitenansicht nach
Fig. 2 satteldachförmig und im Grundriss rechteckig ausgebildet. Unter dem Sattel
kann man dicke Leiter und quer zum Sattel, also in der Zeichenebene nach Fig. 2, dünne
Leiter einklemmen. Durch entsprechende Formgebung des Gehäuses kann man das Klemmstück
der Anschlussklemme in der Anschlussebene um 90° umsetzen.
[0029] Die Schraubenfeder 26 mit verlängerten und gabelförmig zusammengeführten Enden hebt
einerseits die Schaltschenkel 16 und hält damit die Klappe 5 in geschlossener Ruhelage.
Zum anderen bewirkt die Schraubenfeder 26 einen Anpressdruck zwischen den Schenkeln
der Basis 22 der Anschlussklemme 23 und den Schwenkarmen 21. Die Basis 22 der Anschlussklemme
und die Schwenkarme 21 sind aus elektrisch leitendem Material hergestellt, indessen
Klappschenkel 15 und Schaltschenkel 16 aus Isolierstoff gefertigt sind. Der Kontaktdruck
zwischen den Kontaktstükken 12 und 13 der Kontaktanordnung des Lastschalters wird
jeweils durch die als Druckfeder ausgebildete Kontaktdruckfeder 24 sichergestellt.
[0030] Wenn man die Klappe 5 bei eingeschraubtem Sicherungseinsatz 6 öffnet, wird im Lastschalter
die Stellung nach Fig. 3 erreicht. Das Magazin 7 und die Kontaktdruckfeder 4 behalten
dagegen ihre Lage nach Fig. 1 zunächst bei. Wenn man die Schraubkappe 3 mittels ihrer
Handhabe 30 mit ihrer Gewindehülse 31 aus der Gewindebrille 32 herausschraubt, wird
der Sicherungseinsatz 6 unter der Wirkung der Feder 9 hochgehoben. Wenn die Schraubkappe
abgenommen ist, kann der Sicherungseinsatz aus der Schraubkappe herausgenommen werden.
Die Gewindebrille 32 ist mit der Abgangsklemme 33 für den Stromabgang ortsfest verbunden.
[0031] Bei eingeschraubtem Sicherungseinsatz erfolgt die Stromführung von der Anschlussklemme
23 über die Schwenkarme 21 zum Fusskontakt 4 durch den Sicherungseinsatz hindurch
zum Kopfkontakt in der Schraubkappe über die Gewindehülse 31 zur Gewindebrille 32
und von da zur Abgangsklemme 33.
[0032] Bei geöffneter Klappe 5 ist der Lastschalter geöffnet, wie es im Prinzip aus Fig.
3 zu ersehen ist. Wenn man den Sicherungseinsatz 6 aus dem Magazin 7 herausnimmt,
wird dieses soweit angehoben, bis es eine Nase 8 der Klappe 5 mit seinem Rand hintergreift
und die Klappe 5 dadurch gegen Wiedereinschalten solange arretiert, bis ein Sicherungseinsatz
eingeschraubt ist. Beim Einschrauben eines Sicherungseinsatzes wird das Magazin 7
aus der Lage nach Fig. nach unten bewegt in die Lage nach Fig. 1. Durch die Wirkung
der Feder 9 ist dabei ausreichender Kontaktdurck zum Sicherungseinsatz sichergestellt.
Das Magazin 7 des Sicherungssockels kann in üblicher Weise Passorgane aufnehmen, um
zu gewährleisten, dass nur Sicherungseinsätze bestimmter Nennstromstärke eingesetzt
werden können.
[0033] Das Gehäuse 25 kann aus zwei gleichartigen Schalen 40 gebildet werden, wie es aus
den Fig. 2 und 4 zu ersehen ist. Die Gehäuseschalen können durch Niete 41 zusammengehalten
werden. Die Klappe 5 ist an der ortsfesten Achse 18 angelenkt. Die ortsbewegliche
Achse 43 bildet das Knie des Kniehebels für den Lastschalter.
[0034] Beim Einschalten des Sicherungsschalters, nachdem ein Sicherungseinsatz eingesetzt
wurde, legt sich nach kurzem freiem Weg eine angeformte Nase 50 nach Fig. 3 an der
Flanke 51 des Klappenschenkels 15 an und hebt die Achse 43 um die ortsfeste Achse
18 an und aus der Knielage heraus, wodurch die Schaltschenkel 16 die Achse 52 anheben
und die Schwenkarme 21 verschwenken, so dass die Kontakte unter der Wirkung der Kontaktdruckfedern
24 des Lastschalters geschlossen werden.
[0035] Von den Kontaktstücken des Lastschalters 1 führt ein Entlüftungskanal 53 am Magazin
7 vorbei. Im Ausführungsbeispiel steht er über einen Lüftungsschlitz 54 mit der Aussenluft
in Verbindung. Der geschilderte Aufbau ermöglicht einen gedrungenen niedrigen Sicherungsschalter,
der wie andere Installationsgeräte auf Gerätetragschienen aufgeschnappt werden kann.
[0036] Hierzu weist das Gehäuse Nasen 55 und 56 auf, wobei die Nase 56 ein gefedertes Blechteil,
ein sogenannter Schieber ist.
[0037] Die Schraubkappe 3 nach Fig. 7 weist eine Handhabe 30 und eine Gewindehülse 31 auf.
Die Handhabe 30 der Schraubkappe bildet an ihrem äusseren Rand Griffrippen 60 und
rippenförmige Vertiefungen 61, die über gerundete Kanten 62 bis in die Stirnseite
nahe an die Sichtscheibe 63 nach Fig. 8 herangezogen sind. Dadurch lässt sich die
Schraubkappe leicht fassen und bedienen.
[0038] Durch die Sichtscheibe 63 nach Fig. 8 kann kontrolliert werden, ob der Sicherungseinsatz
angesprochen hat und daher auszuwechseln ist.
[0039] Die Sichtscheibe 63 ist zwischen der Handhabe 30 der Schraubkappe und der damit fest
verbundenen Gewindehülse 31 unentfernbar festgeklemmt. Wenn die Gewindehülse 31 zur
Sichtscheibe 63 zu einen flaschenhalsartigen Ansatz nach Fig. 8 bildet, kann nach
Ansprechen des Sicherungseinsatzes das abgeworfene Anzeigerblättchen zuverlässig aufgenommen
werden. Dadurch wird eine sichere Anzeige gewährleistet und man verhindert beim Auswechseln,
dass das Anzeigerblättchen in den Sicherungsschalter hineinfallen kann. Die Flanken
64 der flaschenhalsartigen Verengung der Gewindehülse 31 bilden dabei den Kopfkontakt
der Sicherung.
1. Niederspannungs-Lastschalter mit Sicherung, nachfolgend Sicherungsschalter genannt,
dessen Sicherungseinsatz (6) zwischen einem zusätzlichen von einer Klappe (5) abgedeckten
Kopfkontakt, der als Schraubkappe (3) ausgebildet sein kann, und einem Fusskontakt
(4) eines Sicherungssockels unter Federkraft angeordnet ist, in dessen Stromzuführung
ein mit der Klappe (5) gekoppelter Lastschalter (1) angeordnet ist, der die Kontakte
über einen Mechanismus (14) nach Art eines Kniehebels plötzlich freigibt und der ohne
Sicherungseinsatz (6) in geöffneter Stellung arretiert ist, wobei Entlüftungskanäle
dafür sorgen, dass die Temperatur der Anschlussklemmen eine vorgegebene Betriebstemperatur
nicht übersteigt, dadurch gekennzeichnet, dass
a) ein bewegliches Magazin (7) aus hochtemperaturbeständigem Material vom Fusskontakt
(4) des Sicherungssockels in Richtung der gedachten Verbindungslinie (10) zum Kopfkontakt
unter Federwirkung (Feder 9) bei herausgenommener Schraubkappe (3) und herausgenommenem
Sicherungseinsatz (6) angehoben wird und dass dieser Fusskontakt (4) den Sicherungseinsatz
(6) hinsichtlich der Schraubkappe (3) unter Andruckkraft setzt, die, über einen Auswechselvorgang
der Sicherung gesehen, die Richtung der Verbindungslinie (10) beibehält und dadurch
die Kontaktkraft auf Kopf- und Fusskontakt (4) des Sicherungseinsatzes (6) erzeugt,
b) dass der Lastschalter (1) eine solche Kontaktanordnung (Kontaktstücke 12, 13) aufweist,
dass die gedachte Verbindungslinie (11) seiner Kontakte zur Verbindungslinie (10)
des Kopf- und Fusskontaktes (4) des Sicherungssockels schräg steht und dass die Klappe
(5) seitlich einen Zugriff zur Schraubkappe (3) verwehrend abschliesst,
c) und dass von den Kontakten des Lastschalters (1) ein Entlüftungskanal (53) am Magazin
(7) vorbeigeführt ist.
2. Sicherungsschalter nach Anspruch 1, dessen Kopfkontakt des Sicherungssockels in
einer Schraubkappe (3) aus Handhabe (30) und Gewindehülse (31) angeordnet ist, die
zwischen der Handhabe (30) der Schraubkappe (3) und der damit fest verbundenen Gewindehülse
(31) eine Sichtscheibe (63) unentfernbar festklemmt, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gewindehülse (31) zur Sichtscheibe (63) einen flaschenhalsartigen Ansatz bildet
(Fig. 8).
3. Sicherungsschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (30)
der Schraubkappe (3) an ihrem äusseren Rand Griffrippen (60) und rippenförmige Vertiefungen
(61) bildet, die über gerundete Kanten (62) bis in die Stirnseite nahe an die Sichtscheibe
(63) herangezogen sind.
4. Sicherungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (7)
aus keramischem Werkstoff gebildet ist.
5. Sicherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
auf den zwischen Einschaltstellung und Ausschaltstellung des Sicherungssockels bestehenden
Hub die Handhabe (30) der Schraubkappe (3) in ihrer Höhe so abgestimmt ist, dass sie
zu einem sie umschliessenden muldenförmigen Rand (70) des Gehäuses immer in spaltengem
Anschluss steht.
6. Sicherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Lastschalter (1) eine Kontaktanordnung aus zwei parallelen Kontaktzonen bildet
(Fig. 6).
7. Sicherungsschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte des
Lastschalters (1) einerseits gebildet werden durch eine endständig umgekröpfte Verlängerung
eines als Schiene ausgebildeten Fusskontaktes (4) des Sicherungssockels und anderseits
durch zwei benachbarte Schwenkarme (21), die an ihrem freien Ende aufeinander zu gebogen
sind, wobei die Schwenkarme (21) an der Basis (22) der Anschlussklemme (23) für die
Stromzuführung angelenkt sind und in ihrem Innenraum jeweils eine Kontaktdruckfeder
(24) aufnehmen, die sich an ihrem freien Ende gegen das Gehäuse (25) abstützt.
8. Sicherungsschalter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei dem zumindest die für
die Stromzuführung vorgesehene Anschlussklemme (23) in Seitenansicht satteldachförmig
und im Grundriss rechteckig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmstück
der Anschlussklemme (23) umsetzbar angeordnet ist.
1. A low-voltage load switch having a safety fuse (hereinafter referred to as a fuse
switch), the fuse link (6) of which is arranged under spring force between a head
contact, which is additionally covered by a lid (5) which can be in the form of a
screw cap (3), and a base contact (4), of a fuse mounting, and in the current supply
to which is arranged a load switch (1) which is coupled to the lid (5) and which suddenly
releases the contacts by way of a mechanism (14) in the form of a toggle lever, and
which, without the fuse link (6), is locked in an open position, wherein ventilating
channels ensure that the temperature of the connecting terminals does not exceed a
given operating temperature, characterised in that
a) a movable magazine (7) made of high temperature-resistant material is raised from
the base contact (4) of the fuse mounting in the direction of the imaginary line (10)
connecting it to the head contact under spring force (spring 9) with the screw cap
(3) and the fuse link (6) removed, and that this base contact (4) maintains the fuse
link (6) under pressure with respect to the screw cap (3) which, from the point of
view of exchanging the fuse, retains the direction of the connection line (10) and
thereby produces the contact force on the head contact and the base contact (4) of
the fuse link (6),
b) that the load switch (1) comprises a contact arrangement (contact members 12, 13)
which is such that the imaginary line (11) connecting its contacts is inclined to
the line (10) connecting the head contact and the base contact (4) of the fuse mounting,
and that the lid (5) laterally prevents grasping of the screw cap (3),
c) and that from the contacts of the load switch (1), a ventilating channel (53) leads
past the magazine (7).
2. A fuse switch as claimed in Claim 1, the head contact of the fuse mounting of which
is arranged in a screw cap (3) comprising a hand grip (3) and a threaded sleeve (31),
in which an observation plate (63) is immovably clamped between the hand grip (30)
of the screw cap (3) and the threaded sleeve (31) which is fixedly connected thereto,
characterised in that the threaded sleeve (31) is formed with an extension, in the
form of a bottle neck, to the observation plate (63), (Fig. 8).
3. A fuse switch as claimed in Claim 2, characterised in that, at its outer rim, the
hand grip (30) of the screw cap (3) is formed with gripping ribs (60) and rib-shaped
recesses (61) which extend over rounded edges (62) into the end face close to the
observation plate (63).
4. A fuse switch as claimed in Claim 1, characterised in that the magazine (7) is
made of ceramic material.
5. A fuse switch as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that the hand
grip (30) of the screw cap (3) is so adapted in respect of its height to the distance
between the closed and open positions of the fuse mounting that it always closely
adjoins a surrounding, trough-shaped edge (70) of the housing.
6. A fuse switch as claimed in one of Claims 1 to 5, characterised in that the load
switch (1) forms a contact arrangement made up of two parallel contact zones (Fig.
6).
7. A fuse switch as claimed in Claim 6, characterised in that the contacts of the
load switch (1) are on the one hand formed by an extension, bent at its end, of a
bar-formed base contact (4), of the fuse mounting, and on the other hand by two adjacent
pivot arms (21) which at their free ends are bent towards one another, the pivot arms
(21) being coupled to the base (22) of the connection terminal (23) for the current
supply, and each accomodating within it a contact compression spring (24) which at
its free end bears against the housing (25).
8. A fuse switch as claimed in one of Claims 2 to 7, wherein at least the connection
terminal (23) provided for current supply is saddle roof-shaped in side view and rectangular
in plan view, characterised in that the clamping portion of the connection terminal
(23) is exchangeably arranged.
1. Interrupteur basse tension à coupure en charge avec fusible, appelé ci-après coupe-circuit
à fusible, dont la cartouche fusible (6) est disposée, sous l'action d'un ressort,
entre un contact supérieur qui est recouvert en outre par un volet (5) et peut se
présenter sous la forme d'un capuchon à vis (3), et un contact inférieur (4) d'un
socle de fusible, dans l'amenée de courant duquel est disposé l'interrupteur à coupure
en charge (1) couplé au volet (5), qui libère brusquement les contacts par l'intermédiaire
d'un mécanisme (14) et qui est bloqué dans la position ouverte dans la cartouche fusible
(6), des canaux de mise à l'atmosphère servant à ce que la température des bornes
de raccordement ne dépasse pas une température de service prédéterminée, caractérisé
par le fait
a) qu'un magasin mobile (7), en matériau réfractaire, est soulevé du contact inférieur
(4) du socle de fusible, suivant la direction de la ligne de liaison virtuelle (10),
vers le contact supérieur, sous l'effet d'un ressort (ressort 9) lorsqu'on enlève
le capuchon à vis (3) et qu'on sort la cartouche fusible (6), et que ce contact inférieur
(4) exerce sur la cartouche fusible (6) une force de pression par rapport au capuchon
à vis (3), qui, lors de l'échange du fusible, maintient la direction de la ligne de
liaison (10) et de ce fait produit la force de contact sur le contact supérieur et
inférieur (4) de la cartouche fusible (6),
b) que l'interrupteur à coupure en charge (1) comporte un agencement de contact (pièces
de contact 12, 13) tel que la ligne de liaison virtuelle (11) de ces contacts soit
inclinée par rapport à la ligne de liaison (10) du contact supérieur et inférieur
(4) du socle de fusible, et que le volet (5) ferme latéralement tout accès au capuchon
à vis (3)
c) et qu'un canal de mise à l'atmosphère (53) passe devant le magasin (7) en partant
des contacts de l'interrupteur à coupure en charge (1)
2. Coupe-circuit à fusible suivant la revendication 1, dont le contact supérieur du
socle de fusible est disposé dans un capuchon à vis (3), constitué par une poignée
(30) et un manchon fileté (31), qui bloque de façon inamovible un voyant (63) entre
la poignée (30) du capuchon à vis (3) et le manchon fileté (31) qui y est couplé rigidement,
caractérisé par le fait que le manchon fileté (31) forme une avancée en forme de col
en direction du voyant (63) (fig. 8).
3. Coupe-circuit à fusible suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que
la poignée (30) du capuchon à vis (3) forme au niveau de son bord extérieur des nervures
de préhension (60) et des renfoncements en forme de nervure (61), qui arrivent, par
l'intermédiaire d'un bec arrondi (62) jusque dans la face frontale, au voisinage du
voyant (63).
4. Coupe-circuit à fusible suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que
le magasin (7) est constitué par un matériau céramique.
5. Coupe-circuit à fusible suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par
le fait que la hauteur de la poignée (30) du capuchon à vis (3) est adaptée à la course
entre la position de mise en circuit et la position de mise hors circuit du socle
de fusible, de manière à rester toujours très proche du bord (70) du boîtier en forme
de cavité qui l'entoure.
6. Coupe-circuit à fusible suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par
le fait que l'interrupteur à coupure en charge (1) forme un agencement de contact
constitué par deux zones de contact parallèles (fig. 6).
7. Coupe-circuit à fusible suivant la revendication 6, caractérisé par le fait que
les contacts de l'interrupteur à coupure en charge (1) sont formés d'une part par
un prolongement recourbé à l'extrémité d'un contact inférieur (4) du socle de fusible,
qui se présente sous la forme d'un rail, et d'autre part par deux bras pivotant voisins
(21) qui sont recourbés en direction l'une de l'autre à leur extrémité libre, les
bras pivotant (21) étant articulés sur la base (22) de la borne de raccordement (23)
pour l'amenée de courant, et recevant respectivement à l'intérieur un ressort de pression
de contact (24) qui s'appuie contre le boîtier (25) à son extrémité libre.
8. Coupe-circuit à fusible suivant l'une des revendications 2 à 7, dans lequel au
moins la borne de raccordement (23) prévue pour l'amenée de courant possède la forme
d'un toit à deux versants en vue de côté et une forme rectangulaire en vue en plan,
caractérisé par le fait que la pièce de serrage de la borne de raccordement (23) est
disposée de façon à pouvoir être décalée.