| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 017 914 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.12.1982 Patentblatt 1982/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.04.1980 |
|
|
| (54) |
Hebeeinrichtung für den Einbau in eine Fernsehtruhe oder dergleichen
Elevating device to be installed in a television cabinet or the like
Dispositif de levage pour installation dans un meuble pour téléviseur ou similaire
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
12.04.1979 DE 2914917 10.01.1980 DE 3000667
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.10.1980 Patentblatt 1980/22 |
| (71) |
Anmelder: Lupo, Marianne |
|
D-6900 Heidelberg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lupo, Michele
D-6900 Heidelberg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Modiano, Guido, Dr.-Ing. |
|
Modiano & Associati S.r.l.
Via Meravigli, 16 20123 Milano 20123 Milano (IT) |
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hebeeinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1
[0002] Eine derartige Hebeeinrichtung für allgemeine Verwendungszwecke, die sich als betriebsfertige
Kompakteinheit in eine Fernsehtruhe einbauen lassen würde, ist bekannt (US-A-3785462).
Eine der Losrollen ist zugleich als Vorrichtung ausgebildet, die im unteren Hubbereich
unmittelbar eine Vertikalkraft ausübt, während zwei andere Rollen im oberen Hubbereich
eine Zugkraft in Sehnenrichtung des Scherengestänges ausüben.
[0003] Diese bekannte Einrichtung hat zwei Nachteile: Der erste besteht darin, daß sich
die Seilkraft bei der Abwärtsbewegung des Scherengestänges in den völlig eingefahrenen
Zustand dem Wert Null nähert. Hierdurch wird der untere Hubgrenzpunkt indefinitiv
und entstehen im unteren Hubbereich ruckbehaftete Bewegungen. Der zweite Nachteil
besteht darin, daß bei der konstanten, durch einen Motor bewirkten Seilgeschwindigkeit
die Hubgeschwindigkeit der Einrichtung im unteren Hubbereich klein ist.
[0004] Es ist auch bekannt, eine mit einer Seilwinde versehene Hebeeinrichtung in eine Fernsehtruhe
einzubauen (US-A-3 761 152). Sie läßt sich aber nicht als betriebsfertige Kompakteinheit
an die Möbelfabrik versenden, um sie dort in eine fertige Truhe bloß hineinzustellen.
[0005] Die Erfindung bezweckt, eine Hebeeinrichtung der eingangs bezeichneten Art zu schaffen,
die beim Einfahren des Scherengestänges definitiv den unteren Hubgrenzpunkt erreicht
und dies ruckfrei und mit unverminderter Geschwindigkeit. Diese Aufgabe wird gelöst
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1.
[0006] Der Anspruch 2 kennzeichnet die geometrischen Verhältnisse einer zweckmäßigen Ausführungsform,
bei der der Winkelhebel rechtwinklig ist.
[0007] In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die
im weiteren erläuterte Zeichnung zeigt mit
Fig. 1 eine Hebeeinrichtung mit nahezu horizontalem Flaschenzug und einem Winkelhebel,
einbaubar in eine Femsehtruhe und im fast ganz ausgefahrenen Zustand gezeichnet,
Fig. 2 die Einrichtung nach Fig. 1 im halb ausgefahrenen Zustand,
Fig. 3 die Einrichtung nach Fig. 1 im fast ganz eingefahrenen Zustand.
[0008] An einem Grundrahmen 32 und an einem Tragboden 15 ist in je einem Paar Drehpunkte
30 ein Scherengestänge 18 angelenkt. Das Scherengestänge besteht aus zwei Stabpaaren
16 und 17, die im Scherenpunkt 44 gelenkig verbunden sind. Das nicht am Tragboden
15 angelenkte Ende des Stabpaares 16 steht über Laufrollen 31 mit dem Grundrahmen
32 in Berührung. Das nicht am Grundrahmen 32 angelenkte Ende des Stabpaares 17 steht
über Laufrollen 31' mit dem Tragboden 15 in Berührung. Von einer zwischen dem Grundrahmen
32 und dem Tragboden 15 angeordneten Windentrommel ausgehend, erstreckt sich angenähert
horizontal ein Flaschenzug 37 mit einem Kunststoffseil 11. Der Festrollensatz 36 ist
nahe der Windentrommel 21 und nahe dem Drehpunkt 30 im Stabpaar 17 gelagert. Der Losrollensatz
35 des Flaschenzuges ist im Scheitelpunkt 38 eines Winkethebets gelagert.
[0009] Gemäß Fig. 3 ist der rechtwinklige Winkelhebel 39 im Bereich der Laufrollen 31 und
31' des eingefahrenen Scherengestänges 18 angeordnet. Dabei liegt der Scheitelpunkt
38 so hoch, daß das auf den Losrollensatz 35 auflaufende Seil 11 die Stellfläche des
rahmenlosen Tragbodens 15 nahezu tangiert. Der eine, sich bis zum äußersten Ende des
Stabpaares 17 erstreckende Schenkel 40 endet in einer Rolle 41, die an der Unterseite
jedes Stabes des Stabpaares 17 entlangläuft. Der andere, sich abwärts erstrekkende
Schenkel 42 ist im Punkt 43 an der Unterseite des anderen Stabpaares 16 angelenkt.
[0010] Die Fig.3 läßt deutlich erkennen, daß die anfängliche Kraft des Flaschenzuges nur
wenig größer ist als die durch die Rolle ausgeübte, der Last entsprechende vertikale
Kraft. Wie die Fig. 2 und 1 ausweisen, geht die Resultierende der von den Punkten
41 und 43 auf das Scherengestänge ausgeübten Kräfte mit zunehmender Aufwärtsbewegung
des Tragbodens allmählich in die Fluchtlinie des Flaschenzuges 37 über. Dabei erreicht
der Winkelhebel 39 gemäß Fig. 1 schließlich eine Position, in der die nahe an den
Scherenpunkt herangekommene Rolle 41 in bezug auf den Anfangszustand jenseits der
vertikalen Mitte 45 der Punkte 38 und 43 liegt. Diese Position ist nicht etwa wie
die eines Kniehebels streng funktionell zu werten. Sie soll nur die ungefähren geometrischen
Verhältnisse einer zweckmäßigen Größe und Anordnung des Winkelhebels bezeichnen. Die
Bedingung wäre also auch schon erfüllt, wenn der Rollenpunkt 41 in der höchsten Gestängestellung
statt jenseits der vertikalen Mitte in der vertikalen Mitte zu liegen kommt.
1. Hebeeinrichtung für den Einbau in eine Fernsehtruhe oder dergleichen, mit einem
an einem Grundrahmen (32) und einem Tragboden (15) angelenkten und mit Laufrollen
(31/31') sowohl auf dem Grundrahmen (32) als auch am Tragboden (15) abrollenden, aus
zwei sich kreuzenden Stabpaaren (16/17) bestehenden Scherengestänge (18), das mittels
eines zwischen dem Grundrahmen (32) und dem Tragboden (15) befindlichen, aus Windentrommel
(21), Losrollensatz (35) und Festrollensatz (36) bestehenden, sich im wesentlichen
horizontal erstrekkenden Flaschenzuges (37) vertikal ein- und ausfahrbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Losrollensatz (35) am Scheitelpunkt (38) eines bei eingefahrenem
Scherengestänge (18) im Bereich der Laufrollen (31/31') angeordneten Winkelhebels
(39) gelagert ist, dessen abwärts gerichteter Schenkel (42) an den über die Laufrollen
(31) mit dem Grundrahmen (32) in Berührung stehenden Hälften des einen Stabpaares
(16) angelenkt ist und dessen sich im eingefahrenen Zustand bis zum äußersten Ende
des Stabpaares erstreckender oberer Schenkel (40) mit Rollen (41) die über die Laufrollen
(31') mit dem Tragboden (15) in Berührung stehenden Hälften des anderen Stabpaares
(17) unterläuft.
2. Hebeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem rechtwinkligen
Winkelhebel (39) dessen Anordnung und Abmessungen folgenden Bedingungen entsprechen:
- Im eingefahrenen Scherenzustand liegt der Scheitelpunkt (38) in möglichster Höhe
des Tragbodens (15);
- im ausgefahrenen Scherenzustand liegt die Rolle (41) nahe am Scherenpunkt (44);
- im ausgefahrenen Scherenzustand liegt die Rolle (41) in bezug auf den Anfangszustand
auf oder jenseits der vertikalen Mitte (45) der beiden anderen Punkte (38 und 43).
1. Elevating device to be installed in a television cabinet or the like, comprising
a scissors-shaped structure (18), formed of two crossing rod couples (16/17), pivoted
to a bottom frame (32) and to a carrying board (15), which structure rolls through
rollers (31/31') both on the bottom frame (32) and on the carrying board (15) and
is vertically collapsible and expandable by means of a hoist (37), which extends in
essentially horizontal direction, is situated between the bottom frame (32) and the
carrying board (15), and is comprised of a winch drum (21), a loose pulley set (35),
and a stationary pulley set (36), characterized in that, the loose pulley set (35)
is rotatably supported at the top end (38) of an angle lever (39) situated so as to
correspond to the position of the rollers (31/31') when the scissors-shaped structure
(18) is in its collapsed position, the shank (42) directed downwards of said lever
(39) being pivoted to that half part of one of the rod couples (16), which is in contact,
through rollers (31) with the bottom frame (32), while the upper shank (40) which
extends up to the outmost end of the rod couple when the structure is in its collapsed
position, rolls on the lower side of the half part of the other rod couple (17) which
is in contact through rollers (31') with the carrying board (15).
2. Elevating device according to claim 1, characterized in that, when the angle lever
(39) is a right-angled lever, its arrangement and dimensions correspond to the following
conditions:
- when the scissors-shaped structure is collapsed, the top end (38) is situated at
the upmost possible height of the carrying board (15);
- when the scissors-shaped structure is expanded, roller (41) is arranged close to
the pivoting centre (44);
- when the scissors-shaped structure is expanded, roller (41) is situated, with respect
to the starting position, on the vertical middle line (45) between the two other points
(38 and 43), or beyond said line.
1. Dispositif de levage pour installation dans un meuble porte-télévision ou similaire,
comportant une structure à ciseaux (18) comprenant deux paires (16, 17) de tiges s'entrecroisant,
reliées à charnière à un cadre de base (32) et à un plateau portant (15), structure
qui roule à l'aide de rouleaux (31,31') tant soit sur le cadre de base (32) que sur
le plateau portant (15) et peut être repliée et dépliée verticalement à l'aide d'un
mouflage (37) s'étendant en direction essentiellement horizontale, situé entre le
cadre de base (32) et le plateau portant (15) et que comporte un tambour de meuflage
(21), un groupe mobile (35) à poulies, un groupe fixe (36) à poulies, caractérisé
en ce que le groupe mobile (35) à poulies est articulé au sommet (38) d'un levier
à angle (39) correspondant à la position des rouleaux (31, 31') lorsque la structure
à ciseaux (18) est dans la position repliée, le bras (42) dirigé vers le bas du levier
(39) étant articulé à celle des moitiés d'une des paires (16) des tiges qui est en
contact, à l'aide des rouleaux (31) avec le cadre de base (32), tandis que le bras
supérieur (40) qui s'étend jusqu'à l'extrémité plus élevée de la paire de tiges, quand
la structure est dans sa position repliée, roule sur le côté inférieur de la moitié
de l'autre paire (17) de tiges qui est en contact, par l'entremise des rouleaux (31'),
avec le plateau portant (15).
2. Dispositif de levage d'après la revendication 1, caractérisé en ce que, quand le
levier à angle (39) est un levier à angle droit; ses dispositions et dimensions correspondent
aux conditions suivantes:
- Quand la structure à ciseaux est repliée, l'extrémité de sommet (38) est située
à la hauteur la plus élevée possible du plateau portant (15);
- quand la structure à ciseaux est dépliée, le rouleau (41) est disposé près du centre
d'articulation (44);
- quand la structure à ciseaux est dépliée, le rouleau (41) est situé, par rapport
à la position initiale, sur la ligne verticale centrale (45) entre les deux autres
points (38 et 43) ou au-delà de cette ligne.
