[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Verbindungseinrichtung mit an einem Gestellrahmen
befestigbarer Buchsenleiste, deren nach mehreren Richtungen federnd nachgiebig ausgebildete,
in zwei Reihen paarweise gegenüberliegende Kontaktfedern einerseits mit Leiterbahnen
einer Verdrahtungsplatte beispielsweise durch Löten elektrisch verbunden und andererseits
mit auf die Buchsenleisten aufsteckbaren elektrischen Steckbaugruppen kontaktierbar
sind.
[0002] Bei bekannten elektrischen Verbindungseinrichtungen der vorgenannten Art sind mehrere
reihenweise angeordnete Kontaktfedern tragende Buchsenleisten parallel zueinander
bzw. in zueinander parallelen Reihen an einem z.B. plattenartigen Gestellrahmen befestigt.
Die Kontaktfedern der Buchsenleisten besitzen metallische Kontaktelemente, die zur
Frontseite des Gestellrahmens hin Steckkontakte bilden, auf die elektrische Bauelemente
oder elektrische Baugruppen aufsteckbar sind und die auf der entgegengesetzten Seite,
also im Bereich der Gestellrückseite als Anschluß- oder Lötfahnen ausgebildet sind,
die mit einer mehr oder weniger großflächigen Gestellverdrahtung z.B. in Form von
gedruckten Schaltungsplatten z.B. durch Löten verbunden sind. Hierbei ist es bekannt,
die Buchsenleisten an dem Gestellrahmen durch eine Schraubverbindung mit geringem
Lagerspiel derart zu befestigen, daß die Buchsenleisten in der Ebene des Gestellrahmens
geringfügig verschiebbar sind. Weiterhin ist es bekannt, anstelle von Schraubverbindungen
die Buchsenleisten mit hakenartigen Rastelementen zu versehen, derart, daß diese Buchsenleisten
von der Gestellfrontseite her auf den mit entsprechenden Öffnungen versehenen Gestellrahmen
aufsteckbar und verrastbar sind. Bei allen diesen Verbindungseinrichtungen ist man
bestrebt, die Lagerung der Buchsenleisten möglichst flexibel zu gestalten, um auf
diese Weise lagemäßige Abweichungen zwischen der einsteckbaren der elektrischen Steckbaugruppen,
insbesondere bei Vorhandensein von starr am Gestellrahmen befestigten Führungsschienen
für diese Steckbaugruppen bei der mechanischen Verbindung von Steckbaugruppe und Buchsenleiste
ausgleichen zu können. Diesen Bestrebungen steht die Forderung entgegen, die Kontaktfedern
der Buchsenleisten möglichst starr zu fixieren, um damit eine mechanische Belastung
insbesondere eine Wechselbelastung an den Verbindungsstellen z.B. Lötstellen zwischen
den Kontaktfederenden und der Verdrahtung z.B. den Leiterbahnen der Verdrahtungsplatte
zu verhindern.
[0003] Der vorliegenden.Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Verbindungseinrichtung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß zum Ausgleich von lagemäßigen Abweichungen
zwischen einer vorbestimmten oder unbestimmten Einsteckbahn der elektrischen Steckbaugruppen
eine weitgehende Bewegungsfreiheit der Buchsenleisten gegeben ist und daß trotzdem
eine schädliche mechanische Belastung an den Verbindungsstellen, z.B. an den Lötstellen,
weitestgehend vermieden werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Kontaktfedern im Bereich
zwischen der Buchsenleiste und einer der Verdrahtungsplatte vorgeordneten, mit der
Buchsenleiste koppelbaren Kontaktfederführung die Nachgiebigkeit erzeugende Verformungen
aufweisen und mit den Leiterbahnen der Verdrahtungsplatte direkt verbunden sind.
[0005] Eine Verbindungseinrichtung dieser Art ermöglicht zum Ausgleich lagemäßiger Abweichungen
zwischen einer vorbestimmten oder unbestimmten Einsteckbahn der elektrischen Steckbaugruppen
eine weitgehende Bewegungsfreiheit der Buchsenleisten unter weitestgehender Vermeidung
einer schädlichen mechanischen Belastung an den Verbindungsstellen zwischen den Kontaktfedern
und der Verdrahtungsplatte. Dies ist dadurch möglich, daß jede Buchsenleiste schwimmend
gelagert werden kann, denn durch die Nachgiebigkeit der Kontaktfedern kann die jeweilige
Buchsenleiste bewegt werden, ohne daß diese Bewegung zu mechanischen Beanspruchungen
oder Belastungen z.B. von Lötstellen führt, an denen die Kontaktfedern mit der Verdrahtungsplatte
verbunden sind.
[0006] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist ein die Buchsenleiste schwimmend
aufnehmender Steckerrahmen wenigstens zwei in entgegengesetzte Richtungen sperrende
Rasthaken auf zur Verrastung mit dem Gestellrahmen einerseits und mit der Verdrahtungsplatte
andererseits. Hierbei werden die beim Einstecken der Steckbaugruppe wirksam werdenden
Kräfte voll über die mit dem Gestellrahmen verrasteten Rasthaken auf den stabilen
Gestellrahmen übertragen, während beim Abziehen der Steckbaugruppen die Abzugskräfte
über die entsprechenden Rasthaken von der Verdrahtungsplatte aufgenommen werden. Eine
mechanische Belastung der Verbindungs- bzw. Lötstellen findet nicht statt.
[0007] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Buchsenleiste zwischen an
wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten des Steckerrahmens angeformten Federlappen
schwimmend gelagert. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Buchsenleiste
mittels Ansätzen in senkrecht zur Einsteckrichtung der Steckbaugruppe sich erstreckenden
Schlitzen im Steckerrahmen verschiebbar geführt. Dadurch, daß die Federlappen aus
dem Stekkerrahmen freigestanzt sind, ergibt sich der Vorteil, daß die Ansätze in durch
die Freistanzungen der Federlappen gebildeten, entlang den freien Federenden sich
erstreckenden Schlitzen geführt sein können. Auf diese Weise kann die Buchsenleiste
beim Einstecken der Steckbaugruppe entlang einer Einsteckbahn, die von der idealen
Einsteckbahn unterschiedlich ist, sehr leicht ausweichen und sich an die tatsächliche
Position der Federleiste der Steckbaugruppe anpassen, wobei durch die Nachgiebigkeit
der Kontaktfedern eine Übertragung der Ausweichbewegungen auf die Verbindungs- bzw.
Lötstellen verhindert wird.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung trägt
jede Buchsenleiste zwei mit Abstand zueinander parallele Reihen von frei über die
Buchsenleiste hinausragenden Kontaktfedern, zwischen deren freie, verbindungsseitige
Enden ein an gegenüberliegenden Begrenzungskanten Führungsnuten für die Kontaktfedern
aufweisender, mit der Buchsenleiste lösbar verbundener Führungskamm einführbar ist.
Auf diese Weise werden die relativ weit über die Buchsenleiste hinaus frei ragenden
Kontaktfederenden gegen Verbiegen gesichert und sind in den Führungsnuten des Führungskammes
in einer derartigen Stellung fixiert, daß sie ohne Schwierigkeiten, z.B. in ein Lötaugen-Muster
der Verdrahtungsplatte eingeführt werden können. Die Kontaktfederenden, auch als "Lötspieße"
bezeichnet, werden also in einer vorbestimmten Sollposition gehalten. Eine weitere
lagemäßige Fixierung der Kontaktfederenden wird dadurch ermöglicht, daß auf die kammartig
mit Führungsnuten versehenen Begrenzungskanten des Führungskammes Halteleisten aufsteckbar
sind oder daß die Führungsnuten durch Warmumbördeln verschlossen werden.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind an der, der Verdrahtungsplatte
zugewandten Begrenzungskante des Führungskammes und/oder des Steckerrahmens Abstandelemente
angeformt. Diese Abstandselemente sorgen dafür, daß sich die Begrenzungskante des
Führungskammes oder des Steckerrahmens nicht großflächig auf der Verdrahtungsplatte
abstützt. Es wird dadurch verhindert, daß beim Löten Zinn zwischen Verdrahtungsplatte
und Begrenzungskante durch Kapillarwirkung eindringt und so zu elektrischen Kurzschlüssen
durch Lötpartikel führt. Ferner sorgen die Abstandselemente am Führungskamm dafür,
daß die Kräfte, die beim Aufstecken des Steckerrahmens auf die Buchsenleiste nach
dem Löten ausgeübt werden, nicht auf die Lötverbindung zwischen Lötspießen und Leiterplatte
übertragen werden.
[0010] Eine sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung führt zu einer besonders einfachen
konstruktiven Verwirklichung der Verbindungseinrichtung, die aus wenigen Einzelteilen
besteht, einfach montierbar ist und größtmögliche Funktionssicherheit bietet.
[0011] Diese Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, daß die Buchsenleiste und die Kontaktfederführung
jeweils aus zwei gleichartigen, nach Einlegen der Kontaktfedern einer Reihe miteinander
verbundenen Halbleisten bestehen, die für jede Kontaktfeder eine aus der Längsseite
der Halbleiste und darauf angeordneten Querstegen gebildete Kammer aufweisen, daß
die Kammern der Kontaktfederführung nur die Verformung der jeweiligen Kontaktfeder
aufnehmen und daß die Kontaktfederführung mit der Buchsenleiste mit Spiel gekoppelt
ist.
[0012] Dies ermöglicht den Aufbau einer Verbindungseinrichtung mit nur vier vorgefertigten
Einzelteilen, nämlich den Halbleisten der Buchsenleiste und der Kontaktfederführung.
Diese vier Einzelteile können aus Kunststoff in Spritzgußtechnik hergestellt sein.
Die Kontaktfedern werden beim Zusammenbau in die Kammern der Halbleisten eingelegt,
wonach die Halbleisten dann zusammengefügt werden. Ihre Verbindung kann beispielsweise
durch Verschraubung oder auch durch Verschweißen erfolgen, was davon abhängt, ob die
Verbindungseinrichtung zu einem späteren Zeitpunkt demontierbar sein soll oder nicht.
Zweckmäßig werden die Kontaktfedern mit der jeweiligen Halbleiste an vorgegebenen
Stellen unlösbar verbunden, was beispielsweise durch Ultraschallschweißen geschehen
kann.
[0013] Die Verbindungseinrichtung ermöglicht trotz ihrer Einfachheit, daß eine Buchsenleiste
in einem Gestellrahmen schwimmend gelagert werden kann und trotzdem die Kontaktfedern
direkt mit einer Verdrahtungsplatte verbunden sind. Eventuelle Bewegungen der Buchsenleiste
relativ zu der Verdrahtungsplatte werden durch die Verformungen der Kontaktfedern
aufgenommen, die in den Kammern der Kontaktfederführung gegen seitliche Verlagerungen
zuverlässig gesichert sind. Da die Buchsenleiste mit der Kontaktfederführung mit Spiel
gekoppelt ist, werden ihre Bewegungen innerhalb eines gewissen Umfangs nicht auf die
Kontaktfederführung übertragen und die Verbindungen der Kontaktfedern mit einer Verdrahtungsplatte
nicht belastet.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, daß jede Halbleiste der
Buchsenleiste zur Fixierung der Kontaktfedern mit einer in Einsteckrichtung hinter
deren Kontaktabschnitten auf die Kontaktfedern in Längsrichtung der Halbleiste aufgesetzten
und mit ihr fest verbundenen Halteleiste versehen ist. Diese Halteleiste dient zur
sicheren Fixierung der Kontaktfedern an der jeweiligen Halbleiste der Buchsenleiste,
denn die Kontaktfedern sind zwischen ihr und der jeweiligen Längsfläche der Halbleiste
eingeschlossen und somit be-- sonders sicher gehalten.
[0015] Jede Halbleiste der Buchsenleiste kann eine den Kontaktfedern zugewandte Längsrippe
unterhalb der Halteleiste aufweisen, auf der die jeweilige Kontaktfeder mit einer
in sie eingeformten Sicke aufliegt.
[0016] Durch diese Weiterbildung wird eine besonders sichere Lage der jeweiligen Kontaktfeder
erreicht, denn die Sicke bewirkt in Verbindung mit der Längsrippe eine einwandfreie
Sicherung der jeweiligen Kontaktfeder gegen Längsbewegungen in Einsteckrichtung.
[0017] Die Halteleiste kann eine Abstufung derart aufweisen, daß sie einerseits auf der
Sicke, andererseits auf einem Abschnitt hinter der Sicke einer jeden Kontaktfeder
aufliegt. Dadurch wird der Einschluß der jeweiligen Kontaktfeder zwischen der Halteleiste
und der Längsfläche der Halbleiste noch verbessert, wobei gleichzeitig ein Spiel zwischen
der Sicke der jewei-J ligen Kontaktfeder und der Längsrippe beseitigt wird, so daß
auch kleinste Bewegungen der jeweiligen Kontaktfeder in ihrer Längsrichtung verhindert
sind.
[0018] Mindestens eine Halbleiste der Kontaktfederführung kann in Einsteckrichtung hinter
ihren Kammern einen Längssteg aufweisen, auf dem die Kontaktfedern aufliegen und der
zwischen jeweils zwei Kontaktfedern Zähne aufweist, die mit ihnen gegenüberstehenden
Zähnen der anderen Halbleiste bzw. mit deren Längssteg verbindbar sind.
[0019] Diese Weiterbildung gewährleistet einen besonders sicheren Sitz der Kontaktfedern
an der Kontaktfederführung, denn die Kontaktfedern können auf dem Längssteg aufliegend
mit diesem z.B. durch Ultraschallschweißen unlösbar verbunden werden, wobei die jeweilige
Verformung einer Kontaktfeder doch noch in der jeweiligen zugeordneten Kammer der.Kontaktfederführung
beweglich ist. Die Zähne dienen als Abstandhalter zwischen den Kontaktfedern und als
Verbindungselemente zur Befestigung der beiden Halbleisten der Kontaktfederführung
aneinander.
[0020] Vorteilhaft sind die Kontaktfedern in ihrem auf dem Längssteg aufliegenden Abschnitt
gezahnt. Dadurch wird eine besonders innige Verbindung zwischen dem Material der Kontaktfederführung
und der jeweiligen Kontaktfeder möglich.
[0021] Um die Kopplung zwischen der Kontaktfederführung und der Buchsenleiste mit Spiel
besonders einfach zu verwirklichen, sind die Halbleisten an jeweils einem Ende mit
einem Kopplungselement zur Verbindung von Buchsenleiste und Kontaktfederführung so
versehen, daß eine Kopplung an beiden Enden der Einrichtung erfolgt. Dies führt zu
besonders einfachen Einzelteilen, denn jede Halbleiste muß an nur einem Ende ein Kopplungselement
aufweisen, so daß beim Zusammenfügen jeweils zweier Halbleisten der so gebildete Körper
an beiden Enden ein Kopplungselement aufweist.
[0022] Eine weitestgehende Nachgiebigkeit der Kontaktfedern in bezug auf die auf sie einwirkenden
Bewegungen und Kräfte wird bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsarten der Erfindung
dadurch ermöglicht, daß jede der vorzugsweise flachbandförmigen oder blattfederartigen
Kontaktfedern zwischen den Verbindungs- und Kontaktstellen mindestens eine bogen-,
mäander-, zickzack- oder spiralförmig ausgeformte Federschleife aufweist. Die Nachgiebigkeit
der Kontaktfedern in jeder Richtung wird"dadurch noch verbessert, daß die aus einem
flachbandförmigen Material bestehende Kontaktfeder zwischen Verbindungs- und Kontaktstelle
um etwa 90° verdrillt ist.
[0023] Die Erfindung ist anhand in den Figuren dargestellter Ausführungsbeispiele nachstehend
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung der elektrischen Verbindungseinrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Buchsenleiste der Verbindungseinrichtung
gemäß Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 und 4 die Rückansicht der Buchsenleiste gemäß Fig. 2 zusammen mit einem zwischen
deren Kontaktfederenden eingesteckten Führungskamm in zwei unterschiedlichen Montagestellungen,
Fig. 5 und 6 die vergrößerte Darstellung einer einzelnen Kontaktfeder der Buchsenleiste
gemäß Fig. 2 bis 4 in Draufsicht und Seitenansicht,
Fig. 7 eine Verbindunsgeinrichtung in perspektivischer, auseinandergezogener Darstellung,
Fig. 8 einen Horizontalschnitt der Verbindungseinrichtung nach Fig. 1,
Fig. 9 eine deutlichere Darstellung der Kopplung zwischen Kontaktfederführung und
Buchsenleiste,
Fig. 10 eine teilweise gebrochene Draufsicht auf die Anordnung von Kontaktfedern in
den Kammern der Kontaktfederführung und der Buchsenleiste.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem stationären Gestellrahmen 1, der an der Gestellrückseite
mit einer großflächigen Verdrahtungsplatte 2 mit einer nicht weiter dargestellten
Verdrahtung bzw. mit gedruckten Leiterbahnen, und auf der Gestellvorderseite mit am
Gestellrahmen 1 paarweise befestigten Führungsschienen 3 versehen ist, zwischen die
elektrische Steckbaugruppen 4 in Pfeilrichtung einsteckbar und abziehbar sind. Allgemein
mit 5 ist eine Buchsenleiste bezeichnet, die mit Reihen von Kontaktfedern 6 bestückt
ist, mit deren in Fig. 1 nicht weiter dargestellten gestellfrontseitigen Kontaktenden
die entsprechenden Gegenkontakte 7 der an der Steckbaugruppe 4 einsteckseitig befestigten
Federleiste 8 durch Bewegen der Steckbaugruppe 4 in Pfeilrichtung kontaktierbar sind.
Hierbei greifen frei ragende Ansätze 9 der Federleiste in entsprechende Zentriernuten
10 an der Buchsenleiste 5 ein. Eine beliebige Anzahl von Führungsschienen 3 und Buchsenleisten
5 können für die elektrische Verbindung von vielen Steckbaugruppen neben- und übereinander
am Gestellrahmen 1 angeordnet sein. In Fig. 1 ist schematisch ein die Buchsenleiste
5 nach vier Seiten hin umziehender Stekkerrahmen 11 angedeutet, der sich bis zur Verdrahtungsplatte
2 hin erstreckt und der an gegenüberliegenden Begrenzungsseiten zumindest zwei Rasthaken-Paare
besitzt mit Rasthaken 12 und 13, die in entgegengesetzten Richtungen sperren, wobei
die Rasthaken 12 in entsprechenden öffnungen 14 mit der äußeren Begrenzungsfläche
der Verdrahtungsplatte 2 verhaken, während die zusammen mit dem Steckerrahmen 11 in
entsprechende z.B. rechteckförmige Öffnungen in dem Gestellrahmen 1 eingeführten Rasthaken
13 mit der frontseitigen Begrenzungsfläche des Gestellrahmens 1 verrasten. Wird die
Steckbaugruppe 4 eingesteckt, so nehmen die Rasthaken 13 die Einschubkräfte auf und
leiten sie auf den stabilen Gestellrahmen 1 über, während beim Abziehen der Steckbaugruppe
4 die Abziehkräfte über die Rasthaken 12 auf die Verdrahtungsplatte 2 übertragen werden.
Die Verdrahtungsplatte 2 stützt sich über nicht dargestellte Befestigungselemente
auf der rückseitigen Begrenzungsfläche des Gestellrahmens 1 ab, so daß die Abziehkräfte
ebenfalls auf letzteren übergeleitet werden. Mit 15 sind die Verbindungs- bzw. Lötstellen
zwischen den Enden der Kontaktfedern 6 und den Leiterbahnen der Verdrahtungsplatte
2 bezeichnet.
[0025] In den Fig. 2, 3 und 4 ist die mit Reihen von Kontaktfedern 6 bestückte Buchsenleiste
5 als Einzelheit dargestellt. Die aus Isolierkunststoff gebildete Buchsenleiste 5
besitzt nicht weiter dargestellte Führungskanäle für die in zwei voneinander beabstandeten,
in der Figur senkrechten Reihen angeordneten Kontaktfedern 6. Die nachstehend noch
näher beschriebenen Kontaktfedern 6 ragen auf der Buchsenrückseite frei über die Buchsenleiste
5 hinaus und sind mit gabelartig ausgebildeten Kontaktarmen 16 und 16' (Fig. 5 und
6) in entsprechenden Ausnehmungen der Buchsenleiste 5 derart gelagert, daß sie für
die entsprechenden Gegenkontakte der Federleiste 8 der Steckbaugruppe 4 für den Kontaktierungsvorgang
frei zugänglich sind. Am anderen Ende besitzen die Kontaktfedern 6 schmale Verbindungsenenden
in Form von Lötspießen 17, wobei sich die Lötspieße 17 sämtlicher Kontaktfedern in
einer Ebene befinden. Die Buchsenleiste 5 ist mit freiem Abstand nach vier Seiten
hin umgeben von dem Steckerrahmen 11 (Fig. 2), der frontseitig von der Buchsenleiste
5 und rückseitig von den Lötspießen 17 der Kontaktfedern 6 überragt wird. Wie schon
erläutert, besitzt dieser Steckerrahmen 11 in Fig. 2 nicht dargestellte Rasthaken
12 und 13 zu dessen Verrastung mit der Verdrahtungsplatte 2 einerseits und mit dem
Gestellrahmen 1 andererseits. In gegenüberliegenden Begrenzungsseiten des Steckerrahmens
11 sind durch Freistanzungen 18 gebildete, mit dem Steckerrahmen 11 einstückige Federlappen
19 vorgesehen, die zum Hohlraum innerhalb des Steckerrahmens 11 hin vorgebogen sind.
Diese einander gegenüberliegenden Federlappen 19 stützen sich an den seitlichen Begrenzungen
der Buchsenleiste 5 ab und bilden somit die schwimmende Lagerung für die Buchsenleiste
5. In Fig. 2 ist nicht gezeigt, daß sich auf jeder Begrenzungsseite des Steckerrahmens
11 jeweils zwei Federlappen 19 übereinander befinden. Entsprechend besitzt die Buchsenleiste
5 auf jeder Begrenzungsseite jeweils zwei rechteckförmige, angeformte Ansätze 20.
Diese Ansätze sind in durch die Freistanzungen 18 der Federlappen 19 gebildeten, entlang
der freien Federenden 21 sich erstreckenden Schlitzen 22 derart geführt, daß sie in
Einsteckrichtung der Steckbaugruppe 4 durch den Steg 23 des Steckerrahmens 11 bzw.
durch das freie Federende 21 des entsprechenden Federlappens 19 gehalten werden, während
sie senkrecht zur Einsteckrichtung entsprechend der Breite des Schlitzes 22 verschiebbar
sind.
[0026] Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Kontaktfeder 6 als Einzelheit. Beim Ausführungsbeispiel
ist die flachbandförmige Kontaktfeder 6 im Bereich zwischen dem Lötspieß 17 und den
Kontaktarmen 16 so ausgeformt, daß sie eine halbkreisförmig verrundete Federschleife
24 bildet. Ferner besitzt die Kontaktfeder 6 einen seitlichen Ansatz 25, an welchen
ein senkrecht hierzu abgebogener Kontaktarm 16 angeformt ist, der einem entsprechenden
Kontaktarm 16' am Grundmaterial der Kontaktfeder 6 gabelartig gegenübersteht. Zwischen
diese gabelartigen, federnden Kontaktarme 16 und 16' ist, wie erläutert, die Federleiste
8 der Steckbaugruppe 4 einsteckbar. Wie insbesondere Fig. 6 zeigt, ist das flachbandförmige
Material der Kontaktfeder 6 im Bereich der Kontaktarme 16 bzw. 16' und des Lötspießes
17 verjüngt ausgebildet. Außerdem ist die Kontaktfeder 6 im Bereich ihres Schaftes
24a verbreitert und in der Materialstärke reduziert, so daß der Querschnitt stets
der gleiche ist, wodurch die Federwirkung wesentlich verbessert wird. Durch Pfeile
26, 27 und 28 ist in den Fig. 5 und 6 angedeutet, daß aufgrund der besonderen Ausgestaltung
der Kontaktfeder 6 diese gegenüber allseitig einwirkenden Biegekräften nachgiebig
ist, d.h. daß die Kontaktfeder 6 insbesondere aufgrund des Vorhandenseins der Federschleife
24 bei der Einwirkung von Bewegungskräften auf die Kontaktarme 16 und 16' sich im
Mittelbereich so federnd durchzubiegen vermag, daß diese Kräfte nur in unbeachtlichem
Ausmaße auf die Lötspieße 17 übertragen werden.
[0027] Die erläuterten Kontaktfedern 6 sind derart in der Buchsenleiste 5 montiert, daß
die Federschleifen 24 der beiden zueinander parallelen Kontaktfeder-Reihen voneinander
abgewandt sind. In den Fig. 2, 3 und 4 ist mit 36 ein Führungskamm bezeichnet, der
beim Ausführungsbeispiel beidseitig keilförmig auslaufende Begrenzungskanten aufweist,
in denen kammartig aufeinanderfolgende Führungsnuten 29 eingearbeitet sind, in die
die verbindungsseitigen Enden der Kontaktfedern 6 formschlüssig passen. Zur Montage
wird der Führungskamm zunächst mit seiner flachen Seite zwischen die verbindungsseitigen
Enden bzw. zwischen die Lötspieße 17 der Kontaktfedern 6 eingeführt, wie Fig. 3 zeigt.
Sodann wird, wie in Fig. 3 durch einen gestrichelten, bogenförmigen Linienzug angedeutet,
der Führungskamm um 90° verschwenkt, womit die Kontaktfederenden in die Führungsnuten
29 einfallen und damit gehalten sind. Gleichzeitig verrasten beidenends des Führungskammes
26 angeformte, freiragende Befestigungsbügel 30 formschlüssig in entsprechenden Nuten
31 am oberen und unteren Ende der Buchsenleiste 5, womit der Führungskamm 36 und damit
auch die Kontaktfederenden relativ gegenüber der Buchsenleiste 5 arretiert sind. Eine
zusätzliche Arretierung für die Kontaktfederenden ist gegeben durch U-förmige Halteleisten
32, die auf die gegenüberliegenden Begrenzungskanten des Führungskammes 36 aufsetzbar
und an Zapfen 33 verrastbar sind. Durch diese Halteleisten 32 werden die Führungsnuten
29 nach außen hin verschlossen. Statt der Arretierung der Kontaktfederenden durch
die Halteleisten 32 können die Führungsnuten 29 auch durch Warmumbördeln geschlossen
und so die Lötspieße 17 in ihnen fixiert werden. Damit entfallen Halteleisten 32 und
Zapfen 33. Schließlich besitzt der Führungskamm 36 im Bereich seines Mittelsteges
34 rechteckförmige Abstandselemente 35, auf denen sich der Führungskamm und damit
die mit dem Führungskamm 36 verbundene Buchsenleiste 5 an der Verdrahtungsplatte 2
abstützt, womit eine großflächige Anlage des Führungskammes und damit die Bildung
von Lotkriechstrecken verhindert wird.
[0028] Beim Einstecken der Steckbaugruppe 4 in die Buchsenleiste 5 werden, wie erwähnt,
die Einsteckkräfte über die Rasthaken 13 auf den stabilen Gestellrahmen 1 übertragen.
Gleichzeitig besitzt die Buchsenleiste 5 aufgrund ihrer schwimmenden Lagerung die
Möglichkeit, sich der Einsteckbahn der Steckbaugruppe 4 anzupassen. Die bei der Bewegung
der Buchsenleiste 5 senkrecht zur Einsteckrichtung entstehenden Kräfte können sich
aufgrund der besonderen Ausgestaltung der Kontaktfedern 6 nicht auf die Lötstellen
15 (Fig. 1) übertragen. Die Lötstellen bleiben damit auch bei extremen Ausweichbewegungen
der Buchsenleiste 5 weitestgehend unbelastet und unbeansprucht.
[0029] In Fig. 7 ist eine Verbindungseinrichtung mit einer Buchsenleiste 40 und einer Kontaktfederführung
41 im Zustand unmittelbar vor dem Zusammensetzen gezeigt. Die Buchsenleiste 40 hat
zwei Halbleisten 42, die Kontaktfederführung 41 zwei Halbleisten 43. Jede Halbleiste
ist auf einem Teil ihrer Breite durch Querstege 46 bzw. 56 in eine Vielzahl Kammern
47 bzw. 57 unterteilt, in denen Kontaktfedern 44 angeordnet sind. Die Kontaktfedern
44 liegen dabei einander paarweise gegenüber, d.h. die Kammern 47 bzw. 57 der jeweiligen
beiden Halbleisten 42 bzw. 43 liegen einander nach dem Zusammenfügen der Halbleisten
42 bzw. 43 gegenüber.
[0030] Die Halbleisten 42 der Buchsenleiste 40 sind jeweils mit einer Halteleiste 48 versehen,
die auf die Längsfläche 45 so aufgesetzt ist, daß sie die Kontaktfedern 44 an ihr
festhält bzw. sie fixiert. Nach dem Einlegen der Kontaktfedern in die Kammern 47 wird
die Halteleiste 48, die wie die Buchsenleiste 40 zweckmäßig aus Kunststoff, beispielsweise
aus glasfaserverstärktem Polycarbonat besteht, mit der jeweiligen Halbleiste 42 durch
Verschweißen unlösbar verbunden.
[0031] Aus Fig. 7 ist zu erkennen, daß die Kontaktfedern 44 eine etwa halbkreisförmige Ausbiegung
60 aufweisen, die in der jeweiligen Kammer 57 einer Halbleiste 43 der Kontaktfederführung
41 angeordnet ist. Die Kontaktfedern 44 liegen mit ihrem hinteren Abschnitt 61 auf
einem Längssteg 53 der jeweiligen Halbleiste 43 der Kontaktfederführung 41 auf, der
die Längsfläche 55 der Halbleiste 43 abschließt und die Kammern 57 begrenzt. Auf diesem
Längssteg 53 sind die Kontaktfedern 44 in noch zu beschreibender Weise fixiert. Zur
gegenseitigen Abstandhaltung zwischen den Kontaktfederabschnitten 61 dienen Zähne
65, die bei der gegenseitigen Verbindung der beiden Halbleisten 43 aneinanderstoßen.
Ebenso ist es auch möglich, nur eine Halbleiste mit Zähnen 65 zu versehen.
[0032] Die Kontaktfedern 44 haben einen vorderen Kontaktabschnitt 62, der durch Längsschlitze
in zwei Hälften unterteil ist, um die Sicherheit der Kontaktgabe beim Einstecken einer
Steckbaugruppe zu erhöhen.
[0033] In Fig. 7 ist ferner zu erkennen, daß die Halbleisten 42 der Buchsenleiste 40 an
einem Ende einen Zapfen 70 und am anderen Ende eine entsprechende Bohrung 71 aufweisen.
Dem jeweiligen Zapfen 70 der einen Halbleiste 42 steht eine Bohrung 71 der anderen
Halbleiste 42 gegenüber. Diese Elemente ermöglichen eine einwandfreie gegenseitige
Ausrichtung der beiden Halbleisten 72 zueinander, wenn sie zusammengefügt und z.B.
miteinander verschweißt werden.
[0034] Die Kontaktfedern 44 ragen mit Lötspießen 63 aus der Kontaktfederführung 41 heraus
und können an diesen Lötspießen mit einer Verdrahtungsplatte verlötet oder anderweitig
verbunden werden.
[0035] Die Kontaktfederführung 41 ist mit der Buchsenleiste 40 mit Spiel gekoppelt. Hierzu
ist an einem Ende einer jeden Halbleiste 43 der Kontaktfederführung 41 eine Stütze
51 vorgesehen, so daß die Kontaktfederführung 41 nach dem Zusammenfügen der beiden
Halbleisten 43 an jedem Ende eine Stütze 51 aufweist. Die Stütze 51 ist an ihrem freien
Ende mit einer z.B. rechteckförmigen öffnung 50 versehen, die in eine Rastnase 52
an der jeweiligen Halbleiste 42 der Buchsenleiste 40 eingehängt ist. An jeder Buchsenleiste
42 ist nur eine derartige Rastnase 52 an einem Ende vorgesehen, und zwar so, daß wie
bei der Kontaktfederführung 41 nach dem Zusammenfügen der Halbleisten 42 an jedem
Ende der Buchsenleiste eine Rastnase 52 liegt.
[0036] Die öffnung 50 ist so bemessen, daß die jeweilige Rastnase 52 mit Spiel in sie eingehängt
ist und eine schwimmende Lagerung der Buchsenleiste in einem Gestellrahmen möglich
ist, ohne daß die Kontaktfederführung 41 bei eventuellen Bewegungen der Buchsenleiste
40 mitbewegt wird. Die Ausbiegungen 60 der Kontaktfedern 44 nehmen eventuelle Bewegungen
der Buchsenleiste 40 auf, sind aber in ihren Kammern 57 so gehalten, daß die gegenseitige
Orientierung und Ausrichtung der Kontaktfedern 44 nicht gestört wird.
[0037] Fig. 8 zeigt einen Horizontalschnitt der in Fig. 7 dargestellten Verbindungseinrichtung
nach deren Zusammenfügen. Dieser Schnitt liegt in einer Ebene über zwei einander gegenüberliegenden
Kontaktfedern 44. Es ist zu erkennen, daß jede Kontaktfeder 44 eine Sicke aufweist,
mit der sie auf einer Längsrippe 49 aufliegt, die auf der Längsfläche 45 der jeweiligen
Halbleiste 42 der Buchsenleiste 40 angeordnet ist. Die Halteleiste 48 ist mit einer
Abstufung so versehen, daß sie mit einem Teil ihrer Längsfläche auf der Sicke der
Kontaktfeder 44 , mit einem anderen Teil ihrer Längsfläche auf dem Abschnitt hinter
dieser Sicke aufliegt und somit die Kontaktfeder 44 zuverlässig gegen Längsverschiebungen
an der Längsfläche 45 der jeweiligen Halbleiste 42 sichert. Ferner ist zu erkennen,
daß die jeweilige Ausbiegung 60 einer Kontaktfeder 44 in ihrer Kammer 57 der Kontaktfederführung
41 gehalten ist, die Kontaktfeder 44 selbst aber nicht in der Kammer 57 liegt. Die
Kammer 57 dient also zur Aufnahme der Ausbiegung 60
'und bewirkt eine Führung dieses Teils der Kontaktfeder 44 bei eventuellen Relativbewegungen
zwischen der Buchsenleiste 40 und der Kontaktfederführung 41.
[0038] Fig. 8 läßt ferner erkennen, daß die Kontaktabschnitte 62 der Kontaktfedern 44 aus
den Kammern 47 der Buchsenleiste 40 herausragen und einander etwa im Abstand einer
Kontaktleiste einer Schaltungsplatte gegenüberstehen. Sie ermöglichen eine Kontaktgabe
beiderseits der Kontaktleiste, wenn diese in den zwischen ihnen gebildeten Zwischenraum
eingeschoben wird.
[0039] In Fig. 8 ist ferner dargestellt, daß die Halbleisten 42 und 43 an den Stellen, an
denen ihre Elemente 48 und 65 aneinander liegen, praktisch fugenlos miteinander verbunden
sind. Im Falle der Ausführung aus Kunststoff kann diese Verbindung vorteilhaft durch
Ultraschallschweißung erfolgen.
[0040] Fig. 9 zeigt eine Ansicht der Kopplung zwischen Buchsenleiste und Kontaktfederführun
g von der Außenseite der Verbindungseinrichtung her gesehen. Die Stütze 49 ist mit
ihrer öffnung 50 in die Rastnase 52 an der Halbleiste 42 eingehängt, und es ist zu
erkennen, daß die Rastnase 52 wesentlich kleiner als die öffnung 50 ist. Die Buchsenleiste
kann also relativ zur Kontaktfederführung Bewegungen ausführen, deren Grad durch die
Größenverhältnisse der Rastnase 52 und der Öffnung 50 bestimmt ist.
[0041] In Fig. 10 ist eine teilweise gebrochene Draufsicht auf die Innenseite einer Hälfte
der Verbindungseinrichtung gezeigt. Hier ist die Anordnung der Kontaktfedern 44 mit
ihren längsgeteilten Kontaktabschnitten 62 in den Kammern 47 zu erkennen. Die Halbleiste
42 hat an ihrem unteren Ende eine Rastnase 52 und eine Bohrung 71 und an ihrem oberen
Ende einen Zapfen 70. Ferner ist zu erkennen, daß die Querstege 46 der Halbleiste
42 genau auf die Querstege 56 der Halbleiste 43 ausgerichtet sind. Die Kontaktfedern
44 haben in dem Abschnitt 61, der auf dem Längssteg 53 aufliegt, eine Zahnung, um
ihre Fixierung auf dem Längssteg 53 zu verbessern.
[0042] Fig. 10 zeigt ferner, daß die Kontaktfedern 44 nach ihrer Herstellung durch Ausstanzen
noch mit einem Randstreifen 64 untereinander verbunden sein können, der sie in einem
Abstand zueinander hält, der dem gegenseitigen Abstand der Kammern 47 bzw. 57 entspricht.
Dies ermöglicht ein sehr leichtes Einlegen der Kontaktfedern in die Kammern 47 und
57, bevor die Halbleisten 42 und 43 zusammengefügt bzw. die Halteleisten 48 eingesetzt
werden. Nach dem Zusammenfügen der Verbindungseinrichtung kann der Randstreifen 64
dann abgestanzt werden, so daß die äußeren Enden 63 der Kontaktfedern zur Verbindung
mit einer Verdrahtungsplatte bereitstehen.
1. Elektrische Verbindungseinrichtung mit an einem Gestellrahmen befestigbarer Buchsenleiste,
deren nach mehreren Richtungen federn nachgiebig ausgebildete, in zwei Reihen paarweise
einander gegenüberliegende Kontaktfedern einerseits mit Leiterbahnen einer Verdrahtungsplatte
beispielsweise durch Löten elektrisch verbunden und andererseits mit auf die Buchsenleisten
aufsteckbaren elektrischen Steckbaugruppen kontaktierbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfedern (6)im Bereich zwischen der Buchsenleiste (5) und einer der Verdrahtungsplatte
(2) vorgeordneten, mit der Buchsenleiste (5) koppelbaren Kontaktfederführung (36)
die Nachgiebigkeit erzeugende Verformungen (24) aufweisen und mit den Leiterbahnen
der Verdrahtungsplatte (2) direkt verbunden sind.
2. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein die Buchsenleiste (5) schwimmend aufnehmender Steckerrahmen (11) wenigstens zwei
in entgegengesetzte Richtungen sperrende Rasthaken (12, 13) aufweist zur Verrastung
mit dem Gestellrahmen (1) einerseits und mit der Verdrahtungsplatte (2) andererseits.
3. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchenleiste (5) zwischen an wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten des
Steckerrahmens (11) angeformten Federlappen (19) schwimmend gelagert ist.
4. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Buchsenleiste (5) mittels Ansätzen (20) in senkrecht zur Einsteckrichtung der
Steckbaugruppe (4) sich erstreckenden Schlitzen (22) im Steckerrahmen (11) verschiebbar
geführt ist.
5. Elektrische Verbindungseinrichtung nach'Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ansätze (20) in durch die Freistanzungen (18) der Federlappen (19) gebildeten,
entlang den freien Federenden (21) sich erstreckenden Schlitzen (22) geführt sind.
6. Elektrische Verbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Kontaktfeder (6) am Kontaktende einen seitlichen Ansatz (25)
und zwei gabelartige, federnde Kontaktarme (16, 16') besitzt.
7. Elektrische Verbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Buchsenleiste (5) zwei mit Abstand zueinander parallele Reihen
von frei über die Buchsenleiste hinausragenden Kontaktfedern (6) trägt, zwischen deren
freie, verbindungsseitige Enden ein an gegenüberliegenden Begrenzungskanten Führungsnuten
(29) für die Kontaktfedern (6) aufweisender, mit der Buchsenleiste lösbar verbundener
Führungskamm (36) einführbar ist.
8. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Führungskamm (36) zwischen die Enden der Kontaktfedern (6) eindrehbar und mit
Befestigungsbügeln (30) in Nuten (31) der Buchsenleiste (5) einschwenkbar ist.
9. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die kammartig mit Führungsnuten (29) versehenen Begrenzungskanten des Führungskammes
(36) Halteleisten (32) aufsteckbar sind.
10. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsnuten (29) des Führungskammes (36) zur Fixierung der Kontaktfedern
(6) durch Warmumbördeln geschlossen sind.
11. Elektrische Verbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an der der Verdrahtungsplatte (2) zugewandten Begrenzungskante
(34) des Führungskammes (36) und/oder des Steckerrahmens Abstandselemente (35) angeformt
sind.
12. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Buchsenleiste (40) und die Kontaktfederführung (41) jeweils aus zwei gleichartigen,
nach Einlegen der Kontaktfedern (44) einer Reihe miteinander verbundenen Halbleisten
(42, 43) bestehen, die für jede Kontaktfeder (44) eine aus der Längsseite (45, 55)
der Halbleiste (42, 43) und darauf angeordneten Querstegen (46, 56) gebildete Kammer
(47, 57) aufweisen, daß die Kammern (57) der Kontaktfederführung (41) nur die Verformung
(60) der jeweiligen Kontaktfeder (44) aufnehmen und daß die Kontaktfederführung (41)
mit der Buchsenleiste (40) mit Spiel gekoppelt ist.
13. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Halbleiste (42) der Buchsenleiste (40) zur Fixierung der Kontaktfedern (44) mit
einer in Einsteckrichtung hinter deren Kontaktabschnitten (62) auf die Kontaktfedern
(44) in Längsrichtung der Halbleiste (42) aufgesetzten und mit ihr fest verbundenen
Halteleiste (48) versehen ist.
14. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Halbleiste (42) der Buchsenleiste (40) eine den Kontaktfedern (44) zugewandte
Längsrippe (49) unterhalb der Halteleiste (48) aufweist, auf der die jeweilige Kontaktfeder
(44) mit einer in sie eingeformten Sicke aufliegt.
15. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteleiste (48) eine Abstufung derart aufweist, daß sie einerseits auf der Sicke,
andererseits auf einem Abschnitt hinter der Sicke einer jeden Kontaktfeder (44) aufliegt.
16. Elektrische Verbindungseinrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine Halbleiste (43) der Kontaktfederführung (41) in
Einsteckrichtung hinter ihren Kammern (57) einen Längssteg (53) aufweist, auf dem
die Kontaktfedern (44) aufliegen und der zwischen jeweils zwei Kontaktfedern (44)
Zähne (65) aufweist, die mit ihnen gegenüberstehenden Zähnen (65) der anderen Halbleiste
(43) bzw. mit deren Längssteg (53) verbindbar sind.
17. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kontaktfedern (44) in ihrem auf dem Längssteg (65) aufliegenden Abschnitt gezahnt
sind.
18. Elektrische Verbindungseinrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halbleisten (42, 43) am jeweils einen Ende mit einem Kopplungselement
(51, 52) zur Verbindung von Buchsenleiste (40) und Kontaktfederführung (41) so versehen
sind, daß eine Kopplung an beiden Enden der Einrichtung erfolgt.
19. Elektrische Verbindungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der vorzugsweise flachbandförmigen Kontaktfedern (6; 44)
zwischen den Verbindungs- und Kontaktstellen mindestens eine bogen-, mäander-, zickzack-
oder spiralförmig ausgeformte Federschleife (24, 60) aufweist.
20. Elektrische Verbindungseinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die aus einem flachbandförmigen Material bestehende Kontaktfeder (6;
44) zwischen Verbindungs- und Kontaktstelle um etwa 90° verdrillt ist. 21. Elektrische
Verbindungseinrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder
(6; 44) im Bereich ihres Schaftes (24a) verbreitert und in der Materialstärke reduziert
ist.