[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergütung von Holz oder Holzprodukten durch
Wärmebehandlung.
[0002] Neben der Pilzbeständigkeit sind die Dimensionsstabilität bei wechselnden Luftfeuchtigkeitsgehalten,
eine glatte Oberfläche und eine gute Bearbeitbarkeit die wichtigsten geforderten Eigenschaften;
denn bei Dimensionsänderungen ist z.B. die Abdichtungs- und Wärmeisolierfunktion von
Fenstern und Türen nicht mehr gewährleistet und bei einer spannungsreichen und mit
Rissen versehenen Oberfläche ist das Holz nicht nur wartungsanfälliger, sondern es
kann auch nicht in befriedigender Qualität mit Kunststoffen beschichtet werden. Eine
glatte Oberfläche nach der Beschichtung setzt bei modernen Beschichtungsverfahren,
z.B. Extrusionsbeschichtungstechniken, eine glatte, rissfreie Oberfläche des Einsatzmaterials
voraus. Auch bei einer Kunststoffbeschichtung muss eine Dimensionsstabilität und Pilzbeständigkeit
gewährleistet sein, um bei Beschädigung des Überzugs keine Zerstörung des Holzes und
keine nachfolgende Ablösung des Kunststoffmantels befürchten zu müssen.
[0003] Die DE-C-Nr. 878553 beschreibt ein Verfahren zum Behandeln von Holz mit gesättigtem,
trokkenem Wasserdampf bei Drücken zwischen 1 und 3 atü, entsprechend Temperaturen
von 120 bis 143°C. Die Vergütungszeiten, die umgekehrt proportional zum Druck sind,
betragen 1 bis 3 h. Zwar wird auch die Möglichkeit einer Behandlung bei Drücken von
5 bis 6 atü erwähnt, entsprechend Behandlungstemperaturen von 158 bis 164
0 C, jedoch darf dann die Behandlungsdauer nur eine sehr kurze Zeit betragen, um auf
jeden Fall einen Abbau von Holzbestandteilen zu vermeiden.
[0004] Durch diese Behandlung wird bereits eine Verminderung der Quellung erzielt, und das
Holz erlangt im wesentlichen die Eigenschaften von Holz, das mehrere Jahre lang natürlich
gealtert ist. Eine derart künstliche Alterung aber liefert nicht die Dimensionsstabilität,
Rissfreiheit und Pilzbeständigkeit, wie sie gemäss der vorstehenden Ausführungen gefordert
werden.
[0005] Aus der DE-C-Nr. 2263758 ist es bekannt, dass durch thermische Behandlung von Holz
bei Holzfeuchtigkeiten zwischen 15 und 30% und Temperaturen zwischen 100 und 180°C
eine Verminderung der Quellung erzielt werden kann. Bei dikken Hölzern tritt jedoch
bei diesen Feuchtigkeitsgehalten bei der thermischen Behandlung leicht eine Rissbildung
im Holz ein, die um so ausgeprägter ist, je höher die Holzfeuchtigkeit und je höher
die Reaktionstemperaturen sind. Die Ursachen liegen in den Spannungen, die beim zu
schnellen Trocknen erfahrungsgemäss entstehen. Buchenholz ist dabei wesentlich empfindlicher
als Tannen- oder Kiefernholz; andererseits kann Buchenholz durch eine rissfreie Dimensionsstabilisierung
eine wesentliche Wertsteigerung erfahren. Dünne Hölzer, wie z.B. Furniere, mit Ausgangsfeuchten
oberhalb von 10%, erleiden während der Behandlung zwar keine Rissbildung, gehen aber
stark gewellt aus der Behandlung hervor. Dies führt zu Schwierigkeiten bei der nachfolgenden
Verleimung, denn eine gleichmässige maschinelle Auftragung des Klebers ist dann kaum
möglich und bei dem zum Verleimen notwendigen Pressdrücken tritt häufig eine Rissbildung
ein. Ein weiterer Nachteil liegt in den langen Reaktionszeiten bei Temp. unter 180°C,
wodurch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens beeinträchtigt ist.
[0006] Aus der DE-A-Nr. 2654958 ist es weiterhin bekannt, durch ein mehrstufiges aufwendiges
Verfahren Holz in wässrigen Lösungen unter Zusatz von oberflächenaktiven Substanzen
und Alkalien bei Drücken bis 3 bar und Temperaturen bis 130° C zu vergüten. Es wird
dabei eine Zunahme der Festigkeit des Holzes erreicht, ausserdem wird das Holz pilzbeständiger
und in der Farbgebung einheitlicher. Es handelt sich aber dabei um ein aufwendiges
und teures Verfahren, insbesondere im Hinblick auf die Aufarbeitung der wässrigen
Lösungen aus Umweltschutzgründen.
[0007] Aufgabedervorliegenden Erfindungwaresdeshalb, ein Verfahren zur Vergütung von Holz
bereitzustellen, das die genannten Nachteile vermeidet. Diese Aufgabe wird gelöst
durch ein Verfahren zur Vergütung von Holz oder Holzprodukten durch Wärmebehandlung
in einem geschlossenen heizbaren Gefäss, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der
Wassergehalt des Ausgangsmaterials nicht höher als 10 Gew.% ist und dass die Behandlung
bei Temperaturen von 160 bis 240° C und bei Drücken von 3 bis 15 bar während einer
Behandlungsdauer von 0,5 bis 8 h erfolgt.
[0008] Es hat sich gezeigt, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren Holz vergütet werden
kann, ohne dass es zu der nachteiligen Rissbildung bei dicken Hölzern oder zu einer
stark ausgeprägten Wellenbildung bei Furnieren kommt.
[0009] Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann auch unproblematisch bei Temperaturen
oberhalb von 180° C gearbeitet werden, was den Vorteil bedeutend kürzerer Reaktionszeiten
mit sich bringt. Zweckmässigerweise arbeitet man bei Temperaturen zwischen 180 und
230° C.
[0010] Die Arbeitsdrücke liegen insbesondere zwischen 5 und 10 bar.
[0011] Die Behandlungsdauer ist im allgemeinen um so kürzer, je höher die Temperatur gewählt
wird.
[0012] Besonders gute Ergebnisse werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhalten,
wenn man relativ dicke Hölzer, vorzugsweise mit einem Durchmesser von mindestens 2
cm, z.B. Holzkanteln mit einer Kantlänge von mindestens 2 cm einsetzt.
[0013] Besonders gute Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Spannungen
und Druckgradienten, können auch erzielt werden, wenn man die bei der thermischen
Behandlung aus dem Holz entweichenden Produkte im Reaktionsgefäss anreichert. Dies
kann erreicht werden z.B. durch einen hohen Füllungsgrad des Reaktors, also durch
ein niedriges Verhältnis von Reaktorvolumen zu Holzvolumen, vorzugsweise niedriger
als 7, und/oder durch einen Zusatz von Holzkondensat und/oder eines oder mehrerer
Holzkondensat-Inhaltsstoffe.
[0014] Von dem im Holzkondensat vorhandenen Inhaltsstoffen, wie z.B. Ameisensäure, Essigsäure,
Furfural, Furfurylalkohol, Methanol, oder auch Wasser, sind insbesondere Essigsäure
und/oder Ameisensäure geeignet. Auch höhere Alkankarbonsäuren, insbesondere mit bis
zu 6 Kohlenstoff - atomen, bzw. auch die Anhydride der genannten Säuren, z.B. Essigsäureanhydrid,
kommen als Zusatz in Frage. Die Zusätze können dabei vor der Wärmebehandlung in den
Reaktionsraum eingegeben werden, oder werden vorzugsweise während der Behandlung dem
Reaktor von aussen zugeführt. Eine weitere Möglichkeit besteht auch darin, das zu
behandelnde Holz vor der Behandlung mit den Zusatzstoffen zu tränken.
[0015] Die Menge an Zusatzstoff ist im allgemeinen nicht kritisch. Die Summe der Partialdrücke
sollte in der Regel 12 bar nicht überschreiten; es sollen auf keinen Fall Konzentrationen
erreicht werden, bei denen bereits eine Teilkondensation der Zusatzstoffe im Reaktionsgefäss
erfolgt.
[0016] Aus Sicherheitsgründen, und um einen oxidativen Holzabbau zu unterdrücken, soll die
Sauerstoffkonzentration im Reaktionsgefäss 10 Volumenprozente nicht überschreiten.
Um eine möglichst helle Tönung des behandelten Holzes sicherzustellen, ist es zweckmässig,
Sauerstoff ganz auszuschalten; man arbeitet dann in einer Inertgasatmosphäre, z.B.
unter Stickstoff.
[0017] Als Reaktionsgefäss (Reaktor) wird vorzugsweise ein Autoklav aus korrosionsbeständigem
Material, z.B. aus V2A (1.4541-Stahl) oder V4V (1.4571-Stahl) verwendet. Die Grösse
und Dimensionierung richtet sich dabei nach der Grösse der einzusetzenden Hölzer.
Die Wärmezufuhr erfolgt vorzugsweise über im Reaktionsgefäss eingebaute Heizschlangen
durch überhitzten Wasserdampf von z.B. 40 bar. Zur Verbesserung des Wärmeaustausches
vom Wärmeträger in die Gasatmosphäre und von der Gasatmosphäre in das Holz hat sich
dabei eine Gasumwälzung im Reaktionsraum, z.B. mittels eines Ventilators oder eines
Gebläses, als zweckmässig erwiesen.
[0018] Ein nach dem erfindungsgemässen Verfahren vergütetes Holz eignet sich z.B. sehr gut
für die Aussenanwendung, insbesondere als Baumaterial für Fenster und Türen. Es eignet
sich infolge seiner Eigenschaften auch hervorragend für eine Beschichtung mit Kunststoffen.
Als Ausgangsmaterial kann auch nicht zugeschnittenes Rohholz eingesetzt werden. So
eignet sich z.B. Schwachholz mit Durchmessern bis zu ca. 15 cm, das bisher kaum eine
Verwendung gefunden hatte, und in grossen Mengen ungenutztverkommt, als kostengünstiges
Rohmaterial. Zur Senkung der Gesamtkosten des Verfahrens ist es vorteilhaft, das Holz
vor der Behandlung nicht zu entrinden. Nach der thermischen Behandlung blättert die
Rinde leicht ab und stellt einen gut vermahlbarn Rohstoff dar, der sich z.B. als Extender
für Kleber eignet. Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erzielbare Verkürzung
der Reaktionszeiten ist beachtlich. Die Reaktionszeit zur Erreichung einer maximalen
Restquellung von ca. 5% beträgt z.B. bei Buchenholzkanteln mit Kantenlängen zwischen
30 und 50 mm bei einer Temperatur von 200°C 1 bis 2,5 h.
[0019] Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich %-Angaben auf Gewichtsprozente.
Beispiele
[0020] Die in den Beispielen angegebenen Quellungswerte wurden nach DIN 52184 bestimmt.
Beispiel 1 (mit Vergleichsbeispiel)
Einfluss der Ausgangsfeuchte auf die Vergütung von Furnieren
[0021] In einem indirekt mit Wasserdampf (40 bar) beheizten Autoklaven aus 1.4571-Stahl
(Durchmesser 600 mm, Länge 1500 mm) werden Schälfurniere der Rotbuche in den Abmessungen
4x 20
0 x 1300 mm bei 10 bar in einer Stickstoffatmosphäre 1 % h bei 220°C behandelt. Die
Temperaturkonstanz im Autoklaven wird nach ca. 1 min erreicht, da eine Gasumwälzung
den Wärmeübergang und den Temperaturausgleich beschleunigt. Die Reaktionsbedingungen
bei Charge 1 und 2 unterscheiden sich nur in der Ausgangsfeuchte der Furniere.
Ergebnisse:
Charge 1 (Ausgangsfeuchte 20%) :
[0022] Die maximale Quellfähigkeit (in tangentialer Richtung) ist um 58% (Mittelwert) vermindert
worden. Die Furniere sind aber stark gewellt (ca. 50 mm aus der Ebene heraus). In
der Klebepresse reissen die Furniere deshalb mehrfach in Faserrichtung. Die durch
Verleimen der Furniere hergestellten Platten und Schichthölzersind durch diese Rissbildung
minderwertig.
Charge 2 (Ausgangsfeuchte 6%) :
[0023] Die maximale Quellung liegt bei 5,5% (Mittelwert) und ist damit um 56% reduziert
worden. Die Furniere sind nur leicht gewellt (10-20 mm aus der Ebene heraus). Der
Kleber lässt sich gleichmässig maschinell auftragen. In der Klebepresse tritt keine
Rissbildung auf.
Beispiel 2
Einfluss des Wasserdampfpartialdrucks auf die Vergütung von Furnieren
[0024] In dem in Beispiel 1 skizzierten Autoklaven werden Buchenholzschälfurniere (4 x 200
x 1300 mm) behandelt. Bei den Chargen 3, 4 und 5 liegen als gemeinsame Bedingungen
vor eine Temperatur von 195°C, ein Druckvon 10 bar und eine Verweilzeit von 2% h.
Die Versuchsbedingungen unterscheiden sich in folgenden Punkten:
Charge 3 (Ausgangsfeuchte 0%) :
Stickstoffatmosphäre.
Charge 4 (Ausgangsfeuchte 5,2%):
Stickstoffatmosphäre.
Charge 5 (Ausgangsfeuchte 0%) :
Atmosphäre aus Stickstoff (8,5 bar) und Wasserdampf (1,5 bar), Wasser wurde von aussen
zudosiert und im Autoklaven verdampft.
Ergebnisse:
[0025] Bei allen drei Anzätzen gehen die Furniere (14 Stück pro Ansatz) gering gewellt und
rissfrei verleimbar aus dem Ansatz hervor. Die Abnahme des Quellvermögens beträgt
bei Charge 3 nur 35%, bei Charge 4 schon 48% und bei Charge 5 52%.
[0026] Dies Beispiel belegt, dass die Anwesenheit von Wasserdampf die Dimensionsstabilisierung
fördert und es in dieser Hinsicht nahezu gleichgültig ist, ob Wasser zudosiert wird
oder in Form der Holzfeuchte in den Reaktor gelangt. Zur Vermeidung einer starken
Verformung der Furniere wird Wasserdampf aber vorzugsweise zudosiert.
Beispiel 3
Einfluss des Druckes auf die Vergütung von Furnieren
[0027] In dem in Beispiel 1 skizzierten Autoklaven werden Buchenschälfurniere bei 220°C
in Stickstoff - atmosphäre jeweils 1 h behandelt. Die Ausgangsfeuchte der Furniere
ist 5,2%. Die Bedingungen bei den Chargen 6, 7 und 8 unterscheiden sich nur im Gesamtdruck,
der bei Charge 6 1,7 bar, bei Charge 7 6 bar und bei Charge 8 11 bar beträgt.
Ergebnisse:
[0028] Alle Furniere sind gering gewellt und gut verarbeitbar, aber hinsichtlich der Dimensionsstabilisierung
unterschiedlich vergütet. Bei 11 bar (Charge 8) ist das Quellvermögen um 53% vermindert
worden, bei 6 bar (Charge 7) um 44% und bei 1,7 bar (Charge 6) nur noch um 34%.
Beispiel 4 (mit Vergleichsbeispiel)
Einfluss der Holzausgangsfeuchte auf die Vergütung von Kanthölzern
[0029] Buchenholzkanteln (50
x 50
x 300 mm) werden im Autoklaven (vgl. Beispiel 1) 2% h bei 200° C und 10 bar in Stickstoffatmosphäre
vergütet. Die in fünf verschiedenen Chargen eingesetzten Kanteln unterscheiden sich
in den Feuchtigkeitsgehalten. Alle Kanteln waren vor der Behandlung rissfrei. Ergebnisse:

[0030] Nach der Behandlung sind die Kanteln mit 0% und 5% Ausgangsfeuchte äusserlich und
im Innern rissfrei. Die Kanteln mit 10% Ausgangsfeuchte weisen zu ca. 20% im Innern
Rissweiten bis zu 1 mm auf, 30% der Kanteln mit einer Ausgangsfeuchte von 14% weisen
Risse mit ca. 3 mm Rissweite auf. Alle Kanteln mit Feuchtigkeitsgehalten von 22% sind
im Innern stark gerissen (Rissweite 4-6 mm).
[0031] In der maximalen Restquellung (s. Tabelle) unterscheiden sich die Kanteln mit unterschiedlicher
Ausgangsfeuchte kaum.
Beispiel 5
Einfluss der Kantholzdicke auf die Vergütung
[0032] Buchenholzkanteln unterschiedlicher Abmessung werden gemeinsam in einem Autoklaven
nach Beispiel 1 2% h bei 200°C in Stickstoffatmosphäre/10 bar behandelt. Die Ausgangsfeuchte
ist 0%. Die behandelten Kanteln werden hinsichtlich Rissbildung, Quellvermögen und
Biegefestigkeit begutachtet. In der Tabelle ist ebenfalls der Quotient aus relativer
Quellungsabnahme ΔQ und relativer Abnahme der Biegefestigkeit ΔB angegeben, der bei
den am höchsten vergüteten Kanteln den grössten Wert hat (Vergütung ~ΔQ/ΔB).
[0033]

[0034] Das Beispiel zeigt eine Zunahme der Vergütung mit steigender Querschnittsfläche der
im Querschnitt quadratischen Kanteln bis zu einem Maximum, das bei den hier gewählten
Bedingungen bei den Abmessungen 30x30 mm liegt, sich aber bei anderen Bedingungen
verschieben kann.
Beispiel 6
[0035] Einfluss von gasförmigen Holzkondensationsprodukten auf die Vergütung von Kanteln
[0036] Buchenholzkanteln mit den Abmessungen 30 × 30 × 300 mm werden 1½ h bei 200° C und
10 bar vergütet. Die eingesetzten Kanteln sind darrtrocken, jedoch wird die Gaszusammensetzung
im Autoklaven variiert, indem Wasser bzw. Holzkondensat in den Autoklaven dosiert
und dort zu Beginn der Vergütung verdampft werden. Das Holzkondensat enthält 80% Wasser,
15% Essigsäure, 2% Ameisensäure und 3% sonstige Komponenten.
[0037] (Tabelle auf der nächsten Seite)
1. Verfahren zur Vergütung von Holzoder Holzprodukten durch Wärmebehandlung in einem
ge-

schlossenen heizbaren Gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass der Wassergehalt des Ausgangsmaterials
nicht höher als 10 Gew.% ist und dass die Behandlung bei Temperaturen von 160 bis
240°C und bei Drücken von 3 bis 15 bar während einer Behandlungsdauer von 0,5 bis
8 h erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wassergehalt 3 bis
8 Gew.% beträgt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man bei
Temperaturen von 180 bis 230°C arbeitet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man bei
Drücken von 5 bis 10 bar arbeitet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man dicke
Hölzer mit einem Durchmesser von mindestens 2 cm vergütet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis
von Reaktorvolumen zu Holzvolumen kleiner als 7 ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man in
Gegenwart eines oder mehrerer Holzkondensatinhaltsstoffe arbeitet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man in
Gegenwart von Ameisensäure und/oder Essigsäure arbeitet.
1. A process for the modification of wood or wood products by heat treatment in a
closed, heatable vessel wherein the water content of the starting material is not
higher than 10% by weight and the treatment is carried out at temperatures in the
range of 160 to 240°C and at pressures in the range of 3 to 15 bar within a duration
of treatment in the range of 0,5 to 8 h.
2. A process according to claim 1, wherein the water content ranges from 3 to 8% by
weight.
3. A process according to claim 1 or 2, wherein the temperature is in the range of
180 to 230° C.
4. A process according to one of the claims 1 to 3, wherein the pressure is in the
range of 5 to 10 bar.
5. A process according to one of the claims 1 to 4, wherein the thick pieces of wood
with a diameter of at least 2 cm are modified.
6. A process according to one of the claims 1 to 5, wherein the ratio of reactor volume
to volume of wood is less than 7.
7. A process according to one of the claims 1 to 6, wherein the process is carried
out in the presence of one or more wood condensate ingredients.
8. A process according to one of the claims 1 to 7, wherein the process is carried
out in the presence of formic acid and/or acetic acid.
1. Procédé pour l'ennoblissement du bois ou de produits en bois par traitement à la
chaleur dans un récipient chauffable fermé, caractérisé en ce que la teneur en humidité
de la matière ne dépasse pas 10% en poids et en ce que le traitement est effectué
à des températures de 160 à 240°C et des pressions de 3 à 15 bars pendant une durée
de traitement de 0,5 à 8 h.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la teneur en humidité est
de 3 à 8% en poids.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on opère
à des températures de 180 à 230° C.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on opère
à des pressions de 5 à 10 bars.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on ennoblit
des bois épais à un diamètre d'au moins 2 cm.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le rapport
du volume du réacteur au volume du bois est inférieur à 7.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'on opère
en présence d'un ou de plusieurs composants du condensat de bois.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'on opère
en présence d'acide formique et/ou d'acide acétique.