[0001] Die Erfindung betrifft einen Auslegerkran für landwirtschaftliche Futterbergehallen,
mit einer Drehlaufkatze, die im Dachraum an Führungsschienen längsverfahrbar geführt
ist und an ihrem drehbaren Teil, der gegenüber dem Fahrgestell um eine lotrechte Achse
drehbar gelagert ist, einen quer zu dieser Achse verstellbaren Ausleger trägt, an
dessen freiem Ende ein Greifer aufgehängt ist und der durch ein waagrechtes Knickgelenk
unterteilt ist in einen hinteren, verstellbaren Führungsausleger und einen vorderen
Wippausleger, die durch ein motorisches Wippwerk gegeneinander verstellbar sind.
[0002] Zur Einlagerung von Winterfutter in Futterbergehallten werden verschiedenartige Krananlagen
mit einem Greifer als Lastaufnahmemittel verwendet. Bekannt sind Hallenlaufkräne mit
geradem oder gekrümmtem Träger, die jedoch fast ausschließlich in neugebauten Hallen
eingebaut werden können. Ferner gibt es verschiedene Auslegerkräne, die insbesondere
in Altbauten eingesetzt werden können.
[0003] In der DE-Auslegeschrift 1 943 875 ist ein Auslegerkran beschrieben, dessen teleskopisch
ausfahrbarer Ausleger mit Wippantrieb an der Unterseite des drehbaren Teiles einer
Drehlaufkatze angelenkt ist. In der DE-Offenlegungsschrift 2 356 904 ist ein Auslegerkran
beschrieben, dessen Ausleger "um mehr als die Hälfte seiner Länge bei maximal ausgefahrener
Stellung einfahrbar und mit einer Laufrollenanordnung versehen ist, über die er sich
an einer mit dem Fahrgestell verbundenen kreisbogenförmigen Stützschiene abstützt,
deren Krümmungsradius in etwa dem Abstand des äußeren Auslegerendes vom Drehmittelpunkt
des Auslegers bei vollständig eingefahrener Auslegereinstellung entspricht und dessen
Ausleger gekrümmt ist."
[0004] Der ausfahrbare Ausleger nach DE-AS 1 943 875 hat den Vorteil, daß, insbesondere
in engen Scheunen mit viel störendem Gebälk, mit dem eingefahrenen kurzen Ausleger
die Arbeit und Handhabung erleichtert wird. Die Gefahr des Anstoßens an das Dachgebälk
ist bei verkürztem Ausleger, insbesondere bei Kranfahrt und Drehbewegung gering. Durch
das Wippwerk wird eine hohe Stapelhöhe erzielt. In
giinsti- gen Fällen kann der Ausleger zwischen beiden Kranbahnen hochgezogen und das
Heu bis an die Kranbahnen.eingelagert werden.
[0005] Dort ergibt sich jedoch beim Ausfahren des Auslegers die Gefahr, daß mit dem Ausleger
in das Dach gefahren wird. Dadurch können Schäden am Ausleger und am Dach entstehen,
ferner können sich gefährliche Unfälle durch herabstürzende Dachziegel ereignen.
[0006] Der gekrümmte Ausleger nach der DE-OS 2 356 904 kann so ausgebildet werden, daß er
beim Ausfahren immer in einem bestimmten kleinen Abstand vom Dach entfernt bleibt,
ohne daß das Dach berührt werden kann.
[0007] Nachteilig ist dort, daß der Ausleger keine Wippbewegung ausführen kann. Die Stapelhöhe
ist deshalb eng begrenzt. Sie liegt etwa um Greiferhöhe unter der Kurve, die das den
Greifer tragende Auslegerende beschreibt. Dieser Nachteil ist sehr bedeutend, da bei
gesteigerten Flächenerträgen und oftmals vergrößerter Futterfläche die Aufnahmefähigkeit
alter Scheunen ohnehin knapp ausreicht.
[0008] Gemeinsam ist beiden bekannten Ausführungen, daß der jeweils beschriebene Teleskopausleger
aufwendig und kompliziert ist.
[0009] Schließlich ist durch das DE-Gm 7 229 576 noch ein Greiferkran für landwirtschaftliche
Zwecke bekannt, dessen waagerechter Kranausleger, der auch teleskopisch veränderbare
Länge haben kann, mit einem Ende am drehbaren Teil einer längsverfahrbaren Drehlaufkatze
angebracht ist und am anderen Ende einen mittels eines Hydraulikzylinders verstellbaren
Ausleger mit Greifer trägt. Bei Verwendung eines Auslegers mit unveränderlicher Länge
läßt sich dort entweder nur eine sehr begrenzte Ausladung erreichen, oder der Drehkreis
wird so groß, daß nicht zwischen die seitlichen Pfosten eingefahren werden kann, so
daß sich die verfügbare Lagerfläche nicht voll ausnutzen läßt. Verwendet man jedoch
einen Ausleger mit teleskopisch veränderbarer Länge, dann wird die Gesamtanordnung
zu kompliziert und zu störanfällig.
[0010] Die Erfindung geht aus von der eingangs genannten Gattung eines Auslegerkranes und
verfolgt die Aufgabe, diesen Kran so weiterzubilden, daß er mit geringem technischen
Aufwand hergestellt werden kann und funktionssicher derart gestaltet ist, daß eine
bessere Ausnutzung des vorhandenen'Lagerraumes ermöglicht wird,und doch sichergestellt
ist, daß der Ausleger nicht an das Dach anstoßen kann.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe hat erfindungsgemäß der gestreckte Ausleger konstante Gesamtlänge,
die kleiner ausgebildet ist als die lichte Weite des in Fahrtrichtung freigehaltenen
Dachraumes, und der Führungsausleger ist als Ganzes am drehbaren Kranteil längsverschiebbar
geführt und weist eine der Form des Dachraumes angepaßte Krümmung derart auf, daß
das den Greifer tragende freie Ende des Wippauslegers in einer an der Dachhaut entlang
verlaufenden Kurve geführt ist.
[0012] Der erfindungsgemäße Auslegerkran zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß komplizierte
Verstellmechanismen wie Teleskopführungen u. dgl. vermieden sind und nur wenige einfache,
robuste und betriebssichere Getriebegruppen aneinandergefügt werden. Durch die Kombination
lediglich einer Schiebeführung auf einer Bogenbahn und der Wippbewegung des Wippauslegers
erreicht man aber eine wesentlich bessere Ausnutzung des vorhandenen Lagerraumes.
Dies gilt einmal für am Ende der Kranbahn vorhandene Lagerfelder oder für Aufnahmefeldcr
am stirnseitigen Ende der Halle. Beispielsweise ist es ohne weiteres möglich, den
Greifer in der Hallenmitte bis dicht unter den First anzuheben.
[0013] Im normalen Kranbetrieb, wenn also keine außergewöhnlichen Lagerhöhen zu bedienen
sind, wird man mit einer festen Relativeinstellung der beiden Auslegerteile und damit
der unveränderten Länge des Auslegers arbeiten. Dies kann die Strecklage sein, aber
auch eine bestimmte Knickstellung mit nach oben oder unten aus der Strecklage ausgeschwenktem
Wippausleger. Erst wenn auf diese Weise die maximale Lagerhöhe erzielt ist, greift
dann der Wippausleger von Feld zu Feld unter quer- oder auch längslaufenden Balken,
Profilstäben o.dgl. hindurch oder reicht über solche Balken hinaus.
[0014] Da die Gesamtlänge des gestreckten Auslegers kleiner sein soll als die lichte Weite
des in Fahrtrichtung freigehaltenen Dachraumes, muß man den Ausleger nur in eine Mittelstellung
fahren, um bei gesenktrm bzw. wenigstens in eine bestimmte Winkellage abgesenktem
Wippausleger bei jeder Drehstellung der Drehlaufkatze ungehindert in Längsrichtung
durch die Halle fahren zu können. Es versteht sich, daß jeder Ausleger dem vorhandenen
Dachraum angepaßt werden muß. In der Regel kommt man mit noch kürzeren Auslegerlängen
aas, so daß die freie Längsfahrt auch dann möglich ist, wenn der Ausleger um eine
vorgegebene Strecke ausgefahren ist. Den Bereich der zulässigen Ausfahrt kann man
durch Schalter ertasten und durch Signale sichtbar machen oder aber durch automatische
Sicherungsvorrichtungen gewährleisten, daß nicht aus dem durch Streben o.dgl. begrenzten
Arbeitsfeld herausgefahren wird, bevor der Ausleger eingefahren ist.
[0015] Aus der Mittelstellung heraus läßt sich die Ausladung je nach der gewählten Führungslänge
um ca. 60 - 80 % vergrößern, um dadurch weit außen liegende Teile der Lagerfläche
erreichen zu können. Da zudem das freie Ende des Wippaus legers in einer an der Dachhaut
entlang verlaufenden Kurve geführt ist, kann auch in diesen seitlichen Teilen der
Halle bis dicht unter das Dach geladen werden, ohne daß Gefahr besteht, mit dem Wippausleger
die Dachhaut zu durchstoßen.
[0016] Im Prinzip kann hier jedes geignete Wippwerk verwendet werden. Um jedoch dicht an
die Dachhaut heranfahren und unter Balken aufwippen zu können, kann das Wippwerk ein
auf der Unterseite des Auslegers angebrachtes Streckwerk wie einen Hydraulikzylinder
oder eine Gewindespindel aufweisen. Es wird vorzugsweise an einem über das Knickgelenk
hinausragenden Ansatz des Führungsauslegers angeschlossen. Auf diese Weise ist der
unten benötigte Platz eng begrenzt, und auf der Oberseite des Auslegers sind keine
störenden Vorsprünge vorhanden.
[0017] Um.das Wippwerk zu schonen, können beide Auslegerteile durch einen insbesondere durch
eine Endstellung des Wippwerkes gebildeten Endanschlag in der Strecklage bzw. einer
unteren Endstellung aneinander abgestützt sein. In dieser Absenkstellung, also bei
abgesenktem Wippausleger, kann der Kranführer verhältnismäßig unbesorgt arbeiten,
er muß nur darauf achten, daß er bei der Kranfahrt oder beim Schwenken nicht an das
Gebälk stößt, sofern keine automatische Sicherung vorhanden ist.
[0018] Es ist auch ohne weiteres möglich, in der Strecklage im Bereich des Knickgelenkes
einen kontinuierlichen Übergang vom Führungsausleger zum Wippausleger zu schaffen,
sogar dergestalt, daß der Ausleger über das Knickgelenk hinweg in die Führung an der
Drehlaufkatze eingefahren werden kann. Hierzu sollte der Wippausleger gleiche Krümmung
und insbesondere gleichen Querschnitt wie der Führungsausleger haben.
[0019] Größere Aufmerksamkeit wird vom Kranführer nur dann verlangt, wenn der Wippausleger
zum Bedienen einer größeren Füllhöhe aus seiner Streck- oder Absenklage angehoben
wird. Daher kann es zweckmäßig sein, das Kippwerk in einer durch die Dachform bestimmten
Weise in Abhängigkeit von der Drehstellung des Auslegers zu steuern. Dies kann etwa
dergestalt sein, daß man für bestimmte Dreh- und Ausfahrstellungen des Auslegers nur
bestimmte Wippwinkel zuläßt und dann selbsttätig abschaltet. Oftmals kommt man mit
Endschalter-Steuerungen aus, aber es kann auch angebracht sein, mittels wegabhängiger
Steuerungen für Einstellmöglichkeiten gesonderte Schaltwerte zu bestimmen.
[0020] Die Zeichnung gibt die Erfindung beispielsweise wieder. Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Futterbergehalle mit in dieser eingebautem erfindungsgemäßen
Auslegerkran in einer Streckstellung für den Durchfahrbetrieb,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung mit bis zu seiner Endstellung ausgefahrenem
Ausleger,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Futterbergehalle mit in Fahrstellung stehendem
ausgefahrenen Ausleger und angehobenem Wippausleger und
Fig. 4 den Kran mit der Wippauslegerstellung nach Fig. 3 bei bis dicht zum Knickgelenk
eingefahrenem Ausleger.
[0021] Die in der Zeichnung dargestellte Futterbergehalle ist auf einer Stalldecke 1 oder
einem anderen geeigneten Fundament aus Pfosten 2, Dachsparren 3 sowie Dachhaut 4 und
Querbalken 5 zusammengesetzt. Streben 6 stützen die Dachsparren, begrenzen einzelne
seitliche Lagerabteile und könnten die Längsfahrt des eingesetzten Auslegerkranes
behindern.
[0022] Unter dem Querbalken 5 sind Kranbahnen 8 aufgehängt, an welchen mittels Hängefahrwerken
9 eine Drehlaufkatze 10 aufgehängt ist, deren drehbarer Teil 11 sich um die lotrechte
Drehachse 12 frei drehen kann und an seinem vorderen und hinteren Ende jeweils Laufrollenpaare
13 für einen Führungsausleger 14 des allgemein mit 7 bezeichneten Auslegers trägt.
[0023] An dem rechts in Fig. 1 liegenden Vorderende des Führungsauslegers ist mittels eines
Knickgelenkes 15 ein etwa gleichlanger Wippausleger 16 gelagert, der beispielsweise
ebenso kastenförmigen Querschnitt wie der Führungsausleger 14 haben kann. Beide Ausleger
sind in gleichem Maße gekrümmt, wobei der Wippausleger 16 in der gezeichneten Strecklage
eine glatte Fortführung des Führungsauslegers 14 bildet. Je nach Bedarf kann der Wippausleger
geradlinig ausgeführt oder anders gekrümmt sein als der Führungsausleger. Er kann
auch anderen Querschnitt haben, da normalerweise keine Notwendigkeit besteht, den
Ausleger über das Knickgelenk 15 hinaus durch die Laufrollen 13 der Drehlaufkatze
hindurchzuführen.
[0024] Zur Verstellung des Wippauslegers dient ein als Hydraulikzylinder ausgebildetes Wippwerk
17, das als Streckwerk auf der Unterseite des Auslegers zwischen zwei Ansätzen 18,
19 angebracht ist. Der Ansatz 19 des Führungsauslegers 14 ragt dabei etwas über das
Knickgelenk 15 hinaus. In der Streckstellung nach den Fig. 1 und 2 befindet sich das
Wippwerk in einer Endlage, sichert also die Streckstellung oder eine andere Endstellung
mechanisch. Es versteht sich, daß diese Endlagensicherung auch außerhalb des Wippwerks
gewährleistet werden kann, etwa dergestalt, daß der Ansatz 14 von unten am Wippausleger
16 angreift.
[0025] Am freien Ende des Wippauslegers 16 ist ein Greifer 20 bekannter Konstruktion mittels
Seilgehänge 21 und Trommel- bzw. Rollenlagerung 22 heb- und senkbar aufgehängt.
[0026] Die Pumpe für das hydraulische Wippwerk 17, die Motoren für Katzfahrt, Drehwerk,
Ausfahren des Auslegers 7, Heben und Betätigen des Greifers 20 sind ebenso wie die
Stromzuführungen und Steuerungen der Einfachheit halber weggelassen.
[0027] Fig. 1 zeigt nun eine Ausfahrstellung des Auslegers mit etwa der Hälfte der maximalen
Ausladung, bei welcher das freie Ende des Wippauslegers 16 gerade noch innerhalb des
durch die Streben 6 seitlich begrenzten freien Durchfahrtraumes liegt. Am rückseitigen
Ende des Führungsauslegers 14 bleibt dagegen noch größerer Abstand bis zur gegenüberliegenden
Strebe 6. Der Ausleger könnte also um den Winkel a zurückgefahren werden, ohne daß
die Gefahr einer Kollission mit einer Strebe 6 besteht, sofern der Wippausleger 16
die gezeigte Streckstellung einnimmt. Durch Anschläge bzw. Steuerschienen und Tastschalter
zwischen dem Führungsausleger 14 und dem drehbaren Teil 11 der Drehlaufkatze kann
angezeigt werden, daß der Kran frei an seinen Führungsschienen 1 verfahren und um
seine Achse 12 verschwenkt werden kann. Erst wenn der Ausleger aus dem Bereich des
Winkels a in der einen oder anderen Richtung herausgefahren wird, ist erhöhte Sorgfalt
bei der Längsfahrt notwendig. Dies allerdings auch.nur, wenn der Ausleger quer zu
den Führungsschienen 1 steht.
[0028] Es kann daher zusätzlich die Drehstellung des drehbaren Katzenteiles 11 abgegriffen
werden, um die hier gebotene Anzeige oder Absicherung zu gewährleisten. Jedenfalls
kann zuverlässig sichergestellt werden, daß beim Einfahren des Wippauslegers in einen
durch die Streben 6 seitlich abgeteilten Raum der Kran nicht in Längsrichtung aus
diesem Raum herausgefahren wird.
[0029] Ebenso läßt sich die Einstellung des Wippwerkes 17 bzw. des Wippauslegers 16 abtasten,
um sicherzustellen, daß nicht die Dachhaut beschädigt wird. Da das freie Ende des
Wippauslegers beim Ausfahren des Auslegers dicht, aber stets mit Abstand von der Dachhaut
an dieser entlanggefahren wird, könnte eine Beschädigung der Dachhaut ausschließlich
durch Anheben des Wippauslegers erfolgen. Sofern die Betätigung von Signalleuchten
nicht ausreicht, kann auch hier wieder eine Steuerungs-Sperre eingebaut werden, die
ein Anheben des Wippauslegers nur bei einer begrenzten Drehstellung des Auslegers
zu den Führungsschienen 8 zuläßt.
[0030] Wie nämlich die Figuren 1 und 2 einerseits erkennen lassen, läßt sich der gesamte
Innenraum der Halle unterhalb der Querbalken 5 bei in seiner Endlage abgesenktem Wippausleger
bedienen. Bestenfalls in den Ecken zwischen den Querbalken 5 und den Dachsparren 3
ließe sich geringer zusätzlicher Raum gewinnen. Wenn jedoch der.Ausleger in die Längsrichtung
der Kranfahrbahn gedreht wird, dann kann selbst bei ausgefahrenem Ausleger nach Fig.
3 erhebliche Hubhöhe zum Einlagern zusätzlicher Mengen gewonnen werden. Der Wippausleger
16 kann dabei zwischen den Querbalken 5 hindurch von unten in den dreieckförmigen.Firstraum
selbst dann eingreifen, wenn die Drehlaufkatze mit größerem Abstand von diesem Feld
gehalten wird. Die Hubhöhe wird umso größer, wenn sich die Drehlaufkatze gemäß Fig.
4 bis dicht an den jeweiligen Querbalken 5 heranfahrer, läßt. Dabei ist auch deutlich
zu erkennen, daß die Wölbung des Wippauslegers 16 nach unten die übliche Hubhöhe gegenüber
einem gestreckten Ausleger vergrößert, da der Greifer erst später am Ausleger zur
Anlage kommt.
[0031] Anstelle des gezeigten hydraulischen Wippwerkes kann auch ein anderes Streckwerk,
beispielsweise ein knickfester Spindeltrieb zur Anwendung kommen, und der Ausleger
kann entsprechend seiner örtlichen Beanspruchung unterschiedlichen Querschnitt und
unterschiedliches Widerstandsmoment haben. Ferner kann wenigstens der Führungsausleger
eine Krümmung haben, die sich entlang seiner Länge ändert, damit man recht unterschiedliche
Dachkurven nachfahren kann.
1. Auslegerkran für landwirtschaftliche Futterbergehallen, mit einer Drehlaufkatze,
die im Dachraum an Führungsschienen längsverfahrbar geführt ist und an ihrem drehbaren
Teil, der gegenüber dem Fahrgestell um eine lotrechte Achse drehbar gelagert ist,
einen quer zu dieser Achse verstellbaren Ausleger trägt, an dessen freiem Ende ein
Greifer aufgehängt ist und der durch ein waagerechtes Knickgelenk unterteilt ist in
einen hinteren, verstellbaren Führungsausleger und einen vorderen Wippausleger, die
durch ein motorisches Wippwerk gegeneinander verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der gestreckte Ausleger (7) konstante Gesamtlänge hat, die kleiner ausgebildet
ist als die lichte Weite des in Fahrtrichtung freigehaltenen Dachraumes, und daß der
Führungsauskger (14) als'Ganzes am drehbaren Kranteil (11) längsverschiebbar geführt
ist und eine der Form des Dachraumes angepaßte Krümmung derart aufweist, daß das den
Greifer (20) tragende freie Ende des Wippauslegers (16) in einer an der Dachhaut (4)
entlang verlaufenden Kurve geführt ist.
2. Auslegerkran nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß das Wippwerk (17) ein
auf der Unterseite des Auslegers (7) angebrachtes Streckwerk wie einen Hydraulikzylinder
oder eine Gewindespindel aufweist.
3. Auslegerkran nach Anspruch 2, dadurch gkennzeichnet, daß das Wippwerk (17) an einem
über das Knickgelenk (15) hinausragenden Ansatz (19) des Führungsauslegers (14) angeschlossen
ist.
4. Auslegerkran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Auslegerteile (14,16) durch einen insbesondere durch eine Endstellung des Wippwerkes
(17) gebildeten Endanschlag in der Strecklage bzw. einer unteren Endstellung aneinander
abgestützt sind (Fig.1,2).
5. Auslegerkran nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Strecklage im
Bereich des Knickgelenkes (15) ein kontinuierlicher Übergang vom Führungsausleger
(14) zum Wippausleger (16) gebildet ist.
6. Auslegerkran nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wippausleger (16)
gleiche Krümmung und insbesondere gleichen Querschnitt wie der Führungsausleger (14)
hat.
7. Auslegerkran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wippwerk (17) in einer durch die Dachkonstruktion bestimmten Weise in Abhärgigkeit
von der Drehstellung des Auslegers (7) steuerbar ist.