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EP 0 018 596 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.07.1984 Patentblatt 1984/29 |
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Anmeldetag: 24.04.1980 |
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Spulenkörper für elektrische Drahtwicklungen
Spool body for electric wire windings
Corps de bobine pour enroulements de fil électrique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
07.05.1979 AT 3366/79
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.1980 Patentblatt 1980/23 |
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Anmelder: Zumtobel Aktiengesellschaft |
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A-6850 Dornbirn (AT) |
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Erfinder: |
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- Wiesner, Ernst
A-6850 Dornbirn (AT)
- Geuze, Armin
A-6850 Dornbirn (AT)
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| (74) |
Vertreter: Hefel, Herbert, Dipl.-Ing. |
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Egelseestrasse 65a
Postfach 61 6800 Feldkirch 6800 Feldkirch (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Spulenkörper für elektrische Drahtwicklungen
für Transformatoren, Drosseln od. dgl. mit einem kastenartigen, vier rechtwinkelig
zueinander stehende Flächen aufweisenden Grundteil für die Aufnahme eines Eisenkernes,
wobei der Grundteil beidseitig vorzugsweise in parallelen Ebenen liegende Flansche
trägt, welche die Breite der aufzunehmenden Wicklungen begrenzen.
[0002] Solche Spulenkörper sind bekannt. Sie bilden sozusagen das Traggerüst für die Drahtwicklung,
die dann mit einem Eisenkörper eines Transformators oder einer Spule verbunden wird.
Diese Eisenkörper können dabei in Kern- oder Mantelbauweise ausgeführt sein. Um die
Wicklung bzw. Teile davon, beispielsweise die Wickelköpfe, vor dem unmittelbaren Zugriff
zu schützen, müssen diese abgedeckt werden. Zu diesem Zweck wurden Verschlußteile
und Kappen entwickelt, die bei der Herstellung des Gerätes entweder am Spulenkörper
oder einem Gehäuse des Gerätes nachträglich befestigt worden sind. Eine Kappe dieser
Art aus elektrisch isolierendem Material nimmt dabei die Anschlüsse der Wicklung auf.
Zu diesem Zweck ist an der Isolierkappe eine stirnseitig offene Kammer ausgebildet,
in der eine Federdruckklemme angeordnet ist und die durch eine abnehmbare Abdeckplatte
mit Öffnungen zum Einführen und Lösen der Anschlußdrähte verschlossen ist. Die Kappe
selbst schließt stumpf an die Stirnseite des Eisenkörpers an und wird hier durch äußere
Halter fixiert. Für einen Massenartikel ist diese Konstruktion aufwendig und daher
nicht zweckmäßig (DE-OS 2345219).
[0003] Bei einer ähnlichen Konstruktion besitzt die Kappe an ihrer dem Eisenkern zugewandten
Seite eine Zunge, welche zwischen die Stirnseite des Eisenkerns und dem inneren Teil
des Wicklungskopfes eingesteckt wird. Diese Konstruktion ist ebenfalls nicht zweckmäßig,
da durch sie Wickelraum verschwendet wird, da ja an den Stirnseiten Platz ausgespart
werden muß, damit diese erwähnte Zunge aufgenommen werden kann (AT-PS 348 078).
[0004] Ein anderer, ebenfalls bekanntgewordener Spulenkörper (DE-OS 2250394) aus elektrischem
Isoliermaterial für Kleintransformatoren ist entlang der Umfangskante wenigstens eines
Flansches mit einer faltbaren Verlängerung ausgestattet, die eine für die Abdeckung
eines wesentlichen Teiles der Spulenoberfläche ausreichenden Größe aufweisen soll.
Diese faltbare Verlängerung ist mit den Flanschen des Spulenkörpers ausschließlich
und allein über einen schmalen, kleinen Steg verbunden. Die Flansche sind kreisrund.
Ist der Spulenkörper ordnungsgemäß bewickelt und im Eisenkern montiert, so bleibt
zwischen der Umfangskante des Spulenkörpers und der erwähnten Verlängerung ein Luftspalt,
der keinen ausreichenden Schutz gegen Durchschlagsspannungen zu bieten vermag. Die
Fuge zwischen dem kreisrunden Flansch und der faltbaren Verlängerung bildet eine unmittelbare
Luftdurchschlagstrecke.
[0005] Ferner ist es bekannt, einen Spulenkörper so auszubilden, daß er Schutz vor Spannungsüberschlägen
bietet und auch die Möglichkeit, geforderte Kriech- und Luftstrecken einzuhalten.
Bei diesem Spulenkörper wurden an den Flanschen Klappen angeordnet, die die Wicklungen
gegeneinander sowie die Wicklungen gegen das Kernpaket isolieren und abschirmen (DE-OS
2 119 042 und 2 235 855; GB-PS 1 529 136).
[0006] Ein anderer bekanntgewordener Spulenkörper ist zylindrisch ausgebildet mit kreisrunden
Flanschen zur Begrenzung des Wickelraumes. Der Durchmesser des einen kreisrunden Flansches
ist dabei etwas größer als der des anderen Flansches. Am Flansch mit dem kleineren
Durchmesser ist eine Lasche angelenkt mit zwei kleinen Öffnungen und einen sich in
der Ebene dieser Lasche erstreckenden kleinen Zapfen. Im anderen Flansch ist zur Aufnahme
dieses Zapfens eine Öffnung vorgesehen, deren Achse parallel zur Achse des zylindrischen
Spulenkörpers liegt. Nach dem Bewickeln des Spulenkörpers werden die beiden Drahtenden
der Wicklung durch die erwähnten Öffnungen der Lasche hindurchgesteckt, die Lasche
wird dann um 90 Grad gegen den Spulenkörper hin gebogen und der erwähnte Zapfen in
die Öffnung im Gegenflansch eingefädelt und eingesteckt. Dadurch wird die Wicklung
fixiert. Um diese Wicklung auch nach außen zu schützen, ist ein zylindrischer Mantel
vorgesehen, der auf den vorbereiteten und bewickelten Spulenkörper in axialer Richtung
aufgesteckt wird, wobei dieser Mantel, dessen Höhe der Höhe des Spulenkörpers entspricht,
randseitig auf dem größeren Flansch aufsitzt. Auch dieser Spulenkörper ist sehr aufwendig
und unzweckmäßig, denn auch bei dieser Konstruktion müssen zwei unterschiedlich gestaltete
Teile gefertigt und gehandhabt und schlußendlich montiert werden. Die erwähnte, der
Fixierung der Drahtwicklung dienende Lasche ist für die automatische Manipulation
nicht zweckmäßig, da der erwähnte Zapfen nicht so ohne weiteres in die für seine Aufnahme
vorgesehene Öffnung im Gegenflansch eingefügt werden kann. Für dieses Einfügen oder
Einsetzen muß nämlich die Lasche in sich selbst verformt werden, denn würde die Lasche
nur gegen den Spulenkörper bzw. die Wicklung geschwenkt und gebogen, so würde der
erwähnte Zapfen am Rand des Gegenflansches anstoßen, ohne jedoch dadurch in seine
Verriegelungsposition gelangen zu können. Für ein automatisches Einlegen ist dieser
Spulenkörper daher nicht geeignet (US-PS 3 470 511).
[0007] Bekanntgeworden sind auch umhüllte Spulen für elektrische Kleinmotoren (DE-GM 1 906
609). Diese Umhüllungen bestehen aus zwei getrennt gefertigten und unterschiedlich
gestalteten, rinnenförmigen Schalen, welche mittels Ösen und Haken zusammensteckbar
sind und die in dem von ihnen ausgesparten, in sich geschlossenen, torusartigen Hohlraum
die Motorenwicklung aufnehmen.
[0008] Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen Spulenkörper der eingangs beschriebenen
Art so auszubilden, daß die von ihm aufgenommene Wicklung allseitig schützend überdeckt
wird, daß die zum Schutz der Wicklung dienenden Einrichtungen unmittelbarer Bestandteil
des eigentlichen Spulenkörpers sind und daß der Spulenkörper mit maschinellen Einrichtungen
manipuliert, insbesonders bewickelt werden kann und die zum Schutz der Wicklung dienenden
Einrichtungen mit einfach gestalteten Vorrichtungen in ihre funktionsgerechte Position
gebracht werden und in dieser festgehalten werden können. Erfindungsgemäß gelingt
die Lösung dieser komplexen Aufgabe dadurch, daß stirnseitig an zumindest einem Flansch
und gegenüber diesem verschwenkbar eine deckelartige, in ihren Abmessungen der äußeren
stirnseitigen Querschnittskontur des Spulenkörpers entsprechende Platte angelenkt
ist und der freie Rand der Platte und der Rand des Gegenflansches Verriegelungsglieder,
beispielsweise Hakenansätze und Ösen aufweisen, durch welche nach dem Bewickeln des
Spulenkörpers und Umklappen der Platte diese in der umgeklappten Stellung gehalten
ist und die deckelartige Platte an dem zum angelenkten Seitenrand rechtwinklig stehenden
Seitenrändern aufgebogene, gegen den Spulenkörper weisende Stege besitzt und vor dem
Umklappen gegenüber der Ebene jenes Flansches, an welchem sie angelenkt ist, um die
Höhe dieser Stege nach außen versetzt ist, wobei die Stege der deckelartigen, hochgestellten
Platten randseitig Laschen übergreifen, welche an den Flanschen, die zwischen den
die deckelartigen Platten tragenden Flanschen liegen und sich über deren Länge erstrecken,
angeformt sind und die in der Ebene der sie tragenden Flansche liegen und deren Breite
mindestens der halben Wicklungsbreite entspricht und welche nach dem Bewickeln des
Spulenkörpers gegen die Flanken der Wicklung umgeklappt sind und Grundteil, Flansch,
Platte und Verriegelungsglieder einstückig aus einem elektrisch isolierenden und thermisch
beständigen Kunststoff gefertigt sind. Die stirnseitig liegenden Flansche tragen an
ihrer Außenseite Versteifungsrippen, an welchen über Fahnen oder Laschen die deckelartigen
Platten angeformt sind, was besonders biegeweiche Verbindungs- und Anlenkglieder schafft.
Die Spulenkörper werden mit Eisenkörpern in Mantelbauweise verwendet. Für die randseitig
vorgesehenen Laschen werden keine besonderen Verriegelungselemente benötigt, da die
Stege der deckelartigen Platten die Laschen randseitig übergreifen und sie in ihrer
bestimmungsgemäßen Stellung halten. Es können paarweise einander gegenüberliegende
Flansche des Spulenkörpers je eine Lasche tragen. Es ist aber auch möglich, daß nur
an einem Flansch einer Seite eine solche entsprechend breite Lasche vorhanden ist.
Aus Gründen der elektrischen Sicherheit ist es vorteilhaft, daß die Breite der Laschen
größer ist als die halbe Breite der Wicklung und die Laschen in dem sich gegenseitig
überdeckenden Bereich eine verringerte Wandstärke besitzen. Die Drahtenden der vom
Spulenkörper und seiner Verschlußorgane eingeschachtelten Drahtwicklungen müssen nach
außen zu Anschlußstellen geführt werden. Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal
ist daher vorgesehen, daß mindestens einer der Verriegelungsglieder aufweisenden Gegenflansche
an seiner Außenseite Ösen zur Aufnahme von Kontaktstiften trägt, wobei sich die Achsen
dieser Ösen im wesentlichen rechtwinklig zur hochgeklappten deckelartigen Platte erstrekken
und der Gegenflansch im Bereich dieser Ösen von seinem äußeren Rand ausgehende Schlitze
aufweist.
[0009] Aus formtechnischen Gründen (Spritzgußform) ist es ferner zweckmäßig, daß die Ösen
der Verriegelungsglieder am äußeren Rand der deckelartigen Platte angeordnet sind
und am Rand des Gegenflansches Haken angeformt sind, da dadurch die Spritzgußform
einfacher gestaltet werden kann, als wenn die Anordnung dieser Verriegelungselemente
oder Verriegelungsglieder umgekehrt wäre.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen Spulenkörper in Draufsicht;
Fig. 2 in Untersicht;
Fig. 3 in Seitensicht;
Fig. 4 in Ansicht nach der Blickrichtung des Pfeiles C in Fig. 1;
Fig. 5 in Ansicht in der Blickrichtung des Pfeiles D in Fig. 1;
Fig. 6 den Spulenkörper nach den Fig. 1 bis 5 bewickelt und verschlossen und
Fig. den bewickelten Spulenkörper, der in eine Manteldrossel eingebaut ist; die
Fig. 8 die Untersicht einer Variante, die im wesentlichen der Ausführungsform nach
Fig. 1 bis 5 entspricht, jedoch zusätzlich Kühlrippen trägt;
Fig. 9 die entsprechende Seitensicht und
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 9.
[0011] Der Spulenkörper besitzt einen kastenartigen Grundteil 1 aus vier rechtwinkelig zueinander
stehenden Flächen 2,3,4 und 5. Zu beiden Seiten des Grundkörpers 1 und vorzugsweise
in zueinander parallelen Ebenen sind Flansche 6, 7, 8, 9 und 10, 11, 12, 13 vorgesehen.
Wenn hier von Flanschen an jeder Seite des Grundteiles 1 gesprochen wird, so ist zu
erwähnen, daß die Flansche je einer Seite einen einheitlichen, im wesentlichen geschlossenen
Rahmen bilden, wie dies bei Spulenkörpern der Fall ist. Nur aus Gründen der deutlicheren
Erklärbarkeit sind sozusagen die einzelnen Seiten des jeweiligen Flanschenrahmens
getrennt bezeichnet. Die schmalen Stirnflächen 4 und 5 des Grundteiles 1 sind jeweils
über die durch die Flansche 6, 7, 8, 9 bzw. 10, 11, 12, 13 gebildeten Ebenen hochgezogen
und bilden so Anschlagleisten 32, 33, 34, 35 für den Eisenmantel, wie im folgenden
dann noch kurz näher angedeutet.
[0012] An den stirnseitigen Flanschen 12 und 13 ist je eine deckelartige Platte 14 und 15
angelenkt, deren Querschnittskontur etwa der stirnseitigen, den Wicklungsraum begrenzenden
Querschnittskontur des Spulenkörpers entspricht. Am freien Rand dieser deckelartigen
Platte 14, 15 sind Ösen 17 ausgespart, welchen am Rand des jeweiligen Gegenflansches
8, 9 hakenartige Riegel 16 zugeordnet sind. Der stirnseitige Flansch 9 trägt an seiner
Außenseite Ösen 28 für die Aufnahme von Kontaktstiften (hier nicht abgebildet). Vom
äußeren Rand des Flansches 9 gehen auch im Bereich dieser Ösen 28 schlitzartige Aussparungen
31 aus.
[0013] Die deckelartigen Platten 14 und 15 sind randseitig mit abgebogenen Stegen 18 und
19 ausgebildet und die Platten 14 und 15 selbst sind um das Ausmaß der Höhe h (Fig.
3) der Stege 18 und 19 gegenüber den sie tragenden Flanschen 12 und 13 nach außen
versetzt, so daß der Wickelraum des Spulenkörpers durch diese Stege 18, 19 nicht verstellt
wird. Diese deckelartigen Platten 14 und 15 sind über Laschen 22 und 23 angelenkt,
die in Verbindung mit den Verstärkungsrippen 20 und 21 Scharniere bilden. An den seitlichen
Flanschen 6 und 7 sowie 10 und 11 sind weitere Laschen 24,25,26 und 27 angeformt,
und zwar über Präge- oder Kerbekanten 43,44,45,46. Die Breite b dieser Flansche ist
kleiner als die Wickelbreite B des Spulenkörpers. Die Laschen 24-27 besitzen ferner
in dem sich gegenseitig überdeckenden Bereich eine reduzierte und verringerte Wandstärke.
[0014] Dieser Spulenkörper ist einstückig, vorzugsweise in einem Spritzgußverfahren hergestellt
und verläßt die Herstellungsform in der aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlichen Gestalt.
Der so gewonnene Spulenkörper wird auf einen Wickeldorn aufgesteckt und mit elektrisch
isoliertem Draht bewickelt. Die beiden Drahtenden dieser Wicklung werden in die Schlitze
31 unterhalb der Ösen 28 eingeführt und eingelegt. Kontaktstifte (hier nicht dargestellt)
werden in diese Ösen 28 eingedrückt und an diesen Kontaktstiften werden in der Folge
die Drahtenden der Wicklung befestigt. Ist auf den Spulenkörper eine Wicklung 47 aufgebracht
worden (siehe Fig. 6), so werden zuerst die seitlichen Laschen 24, 25, 26 und 27 gegeneinander
geklappt und dann werden die deckelartigen Platten 14 und 15 in Richtung der Pfeile
41 und 42 gegen den Spulenkopf geschwenkt. Die seitlichen Stege 18 und 19 der Platten
14 und 15 übergreifen die schmalen Ränder der Laschen 25 und 26 bzw. 24 und 27, wie
dies in Fig. 6 veranschaulicht ist. Der bewickelte und verschlossene Spulenkörper
wird nun beispielsweise in eine Manteldrossel eingefügt. Eine solche Manteldrossel
veranschaulicht in Seitenansicht Fig. 7. Der Mantel der Drossel ist zum Teil aufgerissen
dargestellt und gibt daher den Blick auf den verschlossenen Spulenkörper bzw. auf
dessen Flanke frei. In dieser Fig. 7 sind die bereits mehrfach erwähnten Kontaktstifte
durch eine strichlierte Linie 49 angedeutet, die in die Ösen 28 eingesetzt sind. An
diesen Kontaktstiften können nun Anschlußelemente, beispielsweise Klemmen od. dgl.
angebracht werden. Die jeweils äußersten Lamellen 53 und 48 des Eisenmantels 50 liegen
an den inneren hochgezogenen Anschlagleisten 32, 33, 34 und 35 an. Der Eisenkörper
dieser Manteldrossel ist an einem Halter 51 befestigt. Der Eisenkörper oder Eisenmantel
50 der Drossel umgibt den Spulenkörper zur Gänze, so daß nur die Wicklungsköpfe bzw.
Stirnseiten mit den deckelartigen Platten 14 und 15 frei liegen. Dank der erfindungsgemäßen
Maßnahme ist die Wicklung nach ihrem Einsetzen in den Eisenkörper allseitig und vollständig
geschützt, ohne daß es der Herstellung eines getrennten Teiles bedarf, der in der
Folge dann noch zusätzlich an der fertigen Drossel montiert werden muß oder an einem
Gehäuse, das die Drossel aufnimmt, befestigt werden muß. Elektrische Geräte dieser
Art werden nachträglich in Isoliermassen getränkt. Diese Isoliermassen umhüllen zur
Gänze das Gerät und verkleben die Verriegelungsteile 16 und 17, so daß die deckelartigen
Platten 14 und 15 nicht mehr ohne weiteres geöffnet werden können. Die einstückige
Herstellung in einem Spritzgußverfahren ist außerordentlich vorteilhaft, da es dadurch
gelingt, diesen Spulenkörper sozusagen mit einem Schlage herzustellen, was allerdings
an die Formen und Werkzeugbauer hohe Anforderungen stellt. Es muß in diesem Zusammenhang
auch bedacht werden, daß als Kunststoffe nur temperaturbeständige verwendet werden
können, denn die Drahtwicklungen können ja im Betrieb erhebliche Temperaturen aufnehmen.
Für den bestimmungsgemäßen Zweck müssen daher Kunststoff verwendet werden, die mindestens
180 Grad C ohne Beschädigung aushalten können. Es handelt sich hier also um Spezialwerkstoffe,
deren Verarbeitungstemperatur sehr hoch liegt, woraus ersichtlich ist, daß die Herstellung
solcher Teile mit erheblichen Problemen verbunden ist.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt nun darin, daß an mindestens
einer der stirnseitig angeordneten deckelartigen Platten 14,15 außenseitig ein Anschlußklemmen
aufnehmendes Gehäuse vorgesehen und mit der Platte einstückig ausgebildet ist. Diese
Möglichkeit ist in Fig. 7 durch die strichlierte Linie 52 angedeutet. Diese Linie
veranschaulicht das Gehäuse, das einstückig mit der Platte 15 ausgebildet ist und
in welchem Aussparungen für die Aufnahme von Klemmelementen und Aussparungen für die
Aufnahme von Anschlußdrähten vorgesehen sind. Einzelheiten dieses Klemmgehäuses sind
hier nicht erläutert, da dieses Klemmengehäuse bzw. seine konkrete Ausgestaltung nicht
Gegenstand der Erfindung ist. Für diese Ausgestaltung stehen ja zahlreiche Möglichkeiten
zur Verfügung. Es kann so ausgebildet werden, daß es zur Aufnahme von Schraubklemmen
dient, es können aber auch federnde Klemmen angeordnet werden und dergleichen mehr.
[0016] Da beim betriebsmäßigen Einsatz die Wicklung erhebliche Temperaturen annehmen kann,
ist es zweckmäßig, den Spulenkörper mit Kühlrippen 54, 55, 56, 57 auszustatten. Eine
Ausführungsform eines Spulenkörpers mit solchen Kühlrippen ist in den Fig. bis 10
dargestellt. Hier sind die Kühlrippen 54 und 55 an den deckelartigen Platten 14',
15' angeordnet sowie weitere Kühlrippen 56 und 57 an den Flanschen 12' und 13'. Die
Kühlrippen 54 an der deckelseitigen Platte 15' sind gegenüber deren Höhe etwas verkürzt.
An diesem durch die Verkürzung dieser Rippen 54 freien Platz kann an der deckelartigen
Platte 15' unmittelbar ein Klemmengehäuse angeschlossen werden. Teile dieses Spulenkörpers
nach den Fig. bis 10, die Teilen des erstbeschriebenen Spulenkörpers entsprechen,
tragen dieselben Hinweisziffern, denen zur Unterscheidung ein Indexstrich beigefügt
worden ist.
1. Spulenkörper für elektrische Drahtwicklungen für Transformatoren, Drosseln od.
dgl. mit einem kastenartigen, vier rechtwinkelig zueinander stehende Flächen aufweisenden
Grundteil (1) für die Aufnahme eines Eisenkernes, wobei der Grundteil beidseitig vorzugsweise
in parallelen Ebenen liegende Flansche (6 bis 13) trägt, welche die Breite der aufzunehmenden
Wicklung begrenzen, dadurch gekennzeichnet, daß stirnseitig an zumindest einem Flansch
(12, 13) und gegenüber diesem verschwenkbar eine dekkelartige, in ihren Abmessungen
der äußeren stirnseitigen Querschnittskontur des Spulenkörpers entsprechende Platte
(14, 15) angelenkt ist und der freie Rand der Platte und der Rand des Gegenflansches
(8, 9) Verriegelungsglieder, beispielsweise Hakenansätze (16) und Ösen (17), aufweisen,
durch welche nach dem Bewickeln des Spulenkörpers und Umklappen (41, 42) der Platte
(14, 15) diese in der umgeklappten Stellung gehalten ist und die deckelartige Platte
(14, 15) an dem zum angelenkten Seitenrand rechtwinklig stehenden Seitenrändern aufgebogene,
gegen den Spulenkörper weisende Stege (18, 19) besitzt und vor dem Umklappen gegenüber
der Ebene jenes Flansches (12, 13), an welchem sie angelenkt ist, um die Höhe (h)
dieser Stege (18,19) nach außen versetzt ist, wobei die Stege (18,19) der deckelartigen,
hochgestellten Platten (14, 15) randseitig Laschen (24, 25, 26 und 27) übergreifen,
welche an den Flanschen (6, 7, 10, 11), die zwischen den die deckelartigen Platten
(14, 15) tragenden Flanschen liegen und sich über deren Länge erstrecken, angeformt
sind und die in der Ebene der sie tragenden Flansche liegen und deren Breite (b) mindestens
der halben Wicklungsbreite (B) entspricht und welche nach dem Bewickeln des Spulenkörpers
gegen die Flanken der Wicklung umgeklappt sind und Grundteil, Flansch, Platte und
Verriegelungsglieder einstückig aus einem elektrisch isolierenden und thermisch beständigen
Kunststoff gefertigt sind.
2. Spulenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnseitig liegenden
Flansche (12, 13) an ihrer Außenseite Versteifungsrippen (20, 21) tragen, an welchen
über Fahnen oder Laschen (22, 23) die deckelartigen Platten (14,15) angeformt sind.
3. Spulenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der
Verriegelungsglieder (16) aufweisenden Gegenflansche (9) vom äußeren Rand ausgehende
Schlitze (31) aufweist, welchen an der Außenseite Ösen (28) zur Aufnahme von Kontaktstiften
benachbart sind und die Achsen dieser Ösen im wesentlichen rechtwinklig zur hochgeklappten
deckelartigen Platte sich erstrecken.
4. Spulenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ösen (17) der Verriegelungsglieder
am äußeren Rand der deckelartigen Platte (14, 15) angeordnet sind und am Rand des
Gegenflansches (9) Haken (16) angeformt sind.
5. Spulenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens
einer der stirnseitig angeordneten deckelartigen Platten außenseitig in an sich bekannter
Weise ein Anschlußklemmen aufnehmendes Gehäuse vorgesehen und mit der Platte einstückig
ausgebildet ist.
6. Spulenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
die deckelartigen Platten (14', 15') Kühlrippen (54, 55) tragen.
7. Spulenkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlrippen (54) gegenüber
der Höhe der Platte (15') verkürzt sind.
1. Coil body for electrical wire windings for transformers, chokes or the like, with
a box-like basic part (1) having four faces situated at right angles to one another
and for accommodating an iron core, wherein on either side the basic part carries
flanges (6 to 13) which preferably lie in parallel planes and which delimit the width
of the winding to be received, characterized in that a cover-like plate (14, 15),
which in its dimensions corresponds to the outer end-side cross-sectional contour
of the coil body, is articulated at the end side to at least one flange (12, 13) and
is pivotable relative thereto, and the free edge of the plate and the edge of the
counter flange (8, 9) have looking members, for example hooked projections (16) and
eyes (17), through which, after the winding of the coil body und folding (41, 42)
of the plate (14, 15), the latter is retained in the folded position and the cover-like
plate (14, 15) has, at the lateral edges situated at right angles to the articulated
lateral edge, bent-up webs (18, 19) facing towards the coil body and, prior to being
folded over, it is displaced outwards relative to the plane of each flange (12, 13),
to which it is articulated, by the height (h) of these webs (18,19), wherein the webs
(18,19) of the cover-like raised plates overlap at the edge side straps (24, 25, 26
and 27) which are formed on the flanges (6,7,10,11) which lie between the flanges
carrying the cover-like plates (14, 15) and extend along the length thereof and which
lie in the plane of the flanges carrying them and whose width (b) corresponds to at
least half the winding width (B) and which, after the winding of the coil body, are
folded over towards the flanks of the winding, and the basic part, flange, plate and
locking members are made in one piece of an electrically insulating and heat-resistant
plastics material.
2. Coil body according to claim 1, characterized in that the flanges (12, 13) situated
at the end side carry on their outside reinforcing ribs (20, 21) on which the cover-like
plates are formed via lugs or straps (22, 23).
3. Coil body according to claim 1, characterized in that at least one of the counter
flanges (9) having the locking members (16) has slots (31) which extend from the outer
edge and which on the outside are adjacent to eyes (28) for accommodating contact
pins, and the axes of these eyes extend substantially at right angles to the folded
up cover-like plate.
4. Coil body according to claim 1, characterized in that the eyes (17) of the locking
members are arranged on the outer edge of the cover-like plate (14, 15) and hooks
(16) are formed on the edge of the counter flange (9).
5. Coil body according to one of claims 1 to 4, characterized in that on at least
one of the cover-like plates disposed at the end side there is provided externally
in per se known manner a housing which accommodates connection terminals and which
is formed in one piece with the plate.
6. Coil body according to one of claims 1 to 5, characterized in that at least the
cover-like plates (14', 15') carry cooling ribs (54,55).
7. Coil body according to claim 6, characterized in that the cooling ribs (54) are
shortened relative to the height of the plate (15').
1. Corps de bobine pour des enroulements de fils électriques destinés à des transformateurs,
des bobines d'arrêt, ou des produits analogues, avec une partie de base (1) en forme
de boîte comportant quatre surfaces placées à angle droit les unes par rapport aux
autres pour recevoir un noyau de fer, cette pièce de base portant des deux côtés des
flasques (6 à 13) situés dans des plans parallèles, qui limitent la largeur de l'enroulement
à recevoir, corps de bobine, caractérisé en ce qu'une plaque en façon de couvercle
(14, 15) dont les dimensions correspondent aux contours externes côté frontal de la
section droite du corps de bobine, est articulée côté frontal sur au moins un flasque
(12,13) en étant susceptible de pivoter par rapport à celui-ci, le bord libre de cette
plaque et le bord du flasque antagoniste (8, 9) comportant des organes de verrouillage,
par exemple des appendices en forme de crochets (16) et des oeillets (17), grâce auxquels
après le bobinage du corps de bobine et le rabattement (41, 42) de la plaque (14,
15) celle-ci est maintenue dans cette position rabattue, la plaque en façon de couvercle
(14, 15) comportant sur ses bords latéraux perpendiculaires au bord latéral articulé,
des voiles (18,19) relevés et orientés vers le corps de bobine, et cette plaque étant
décalée vers l'extérieur avant rabattement vis à vis du plan du flasque (12, 13) auquel
elle est articulée, de la hauteur (h) de ces voiles (18, 19), ces voiles (18, 19)
des plaques en façon de couvercles (14,15) empiétant par leurs bords, lorsque ces
plaques sont rabattues, sur des couvre-joints (24, 25, 26 et 27) qui sont formés sur
les flasques (6, 7, 10, 11) situés entre les flasques portant les plaques en façon
de couvercles (14, 15), et s'étendant sur la longueur de ceux-ci, ces couvre-joints
se situant dans le plan des flasques qui les portent et leur largeur (b) correspondant
au moins à la moitié de la largeur (B) de l'enroulement, et ces flasques, après le
bobinage du corps de bobine étant rabattus contre les flancs de l'enroulement, tandis
que la partie de base, les flasques, les plaques et les organes de verrouillage, sont
fabriqués d'une seule pièce en une matière plastique isolante électriquement et résistant
à la chaleur.
2. Corps de bobine selon la revendication 1, caractérisé en ce que les flasques placés
côté frontal (12, 13) portent sur leurs faces externes des nervures de raidissement
(20, 21) sur lesquelles sont formées par l'intermédiaire de queues ou d'attaches (22,
23), les plaques en façon de couvercles (14,15).
3. Corps de bobine selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un (9)
des flasques antagonistes comportant des organes de verrouillage (16) comporte des
fentes (31) partant de son bord externe au voisinage desquelles, sur leurs côtés externes,
se trouvent des oeillets (28) destinés à recevoir des broches de contact, les axes
de ces oeillets s'étendant en pratique à angle droit par rapport aux plaques en façon
de couvercles lorsqu'elles sont rabattues.
4. Corps de bobine selon la revendication 1, caractérisé en ce que les oeillets (17)
des organes de verrouillage sont disposés sur le bord externe des plaques en façon
de couvercles (14, 15) tandis qu'au bord des flasques antagonistes (9) sont formés
des crochets (16).
5. Corps de bobine selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que sur au
moins une des plaques en façon de couvercles disposées sur les côtés frontaux, il
est prévu un boîtier recevant, d'une façon en soi connue, une borne de raccordement
et qui es réalisée d'une seule pièce avec la plaque.
6. Corps de bobine selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins
les plaques en façon de couvercles (14', 15') portent des nervures de refroidissement
(54,55).
7. Corps de bobine selon la revendication 6, caractérisé en ce que les nervures de
refroidissement (54) sont raccourcies par rapport à la hauteur de la plaque (15').