[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur gleichzeitigen und dosierten
Abgabe von zähflüssigen Stammassen, insbesondere Spachtelmassen oder Kitt, und Härterpasten
aus dosenförmigen, einen verschiebbaren Pressdeckel enthaltenden, bodenseitig mit
verschliessbaren Ausflussöffnungen versehenen Behältern mit oder ohne einem an der
Behälterwand angebrachten Tragbügel, bestehend aus einem als U-förmiger Haltebügel
ausgebildeten Traggestell, das plattenartige Zentrierhalterungen für die dosenförmigen
Behälter und eine Auspresseinrichtung mit gleichzeitig betätigbaren Kolbenstangen
mit endseitig angeordneten, in den Innenräumen der dosenförmigen Behälter in Richtung
zur Zentrierhalterung verschieblichen Kolbenplatten aufweist, wobei die Behälter eine
Querschnittsform und Abmessungen aufweisen, die denen der Zentrierhalterung entsprechen,
welche auf dem unteren Bügelschenkel des Traggestells angeordnet sind. Ein Haltebügel
für eine solche Vorrichtung ist aus der JT-A-384936 bekannt.
[0002] Eine feststehende Abgabevorrichtung ist aus der US-A-3 957 176 bekannt.
[0003] Es wird oftmals als nachteilig empfunden, dass insbesondere dosenförmige Mehr-Kilogramm-Behälter,
die zähflüssige Massen, insbesondere Spachtelmassen und Kitte, beinhalten, in manchen
Fällen nicht restlos entleert werden können, und wenn, dann nur mit einem erheblichen
Arbeitsaufwand und mit zusätzlichen Geräten, wie Spachtel oder dgl., der aber vermieden
wird, so dass in den Behältern Reste des Behälterinhaltes verbleiben, die dann weggeworfen
werden.
[0004] Hinzu kommt bei manchen Ausführungen noch die mühevolle Handhabung des Behälterinhaltes,
was auf die hohe zähflüssige Konsistens der Masse zurückzuführen ist. Ausserdem wird
bei manchen Ausführungen als nachteilig empfunden, dass das Auftragen von Stammasse
und Härterpaste auf einem Spatel immer derart erfolgt, dass anschliessend ein Vermischen
beider Massen erfolgen muss.
[0005] Da die Austrittsöffnungen der Aufnahmebehälter für die Spachtelmasse und für die
Härterpaste in manchen Fällen recht weit auseinanderliegen, kann ein Teil der zu vermischenden
Massen an dem relativ kleine Abmessungen aufweisenden Spachtel vorbeifliessen.
[0006] Ein von Hand gehaltenes Ausgabegerät für Zwei-Komponenten-Materialien mit wegwerfbares
Material enthaltenden Patronen, wegwerfbarem Mischkopf und wegwerfbaren Verbindungsleitungen
ist aus der DE-A-2 537 022 bekannt. Dieses Ausgabegerät ist durch ein Paar Patronen
aufnehmender Büchsen, die an gegenüberliegenden Enden zur Aufnahme der Material enthaltenden
und ausgebenden Patronen durch ein Ende offen sind, wobei sich das andere Ende der
Patrone durch das gegenüberliegende Ende der Büchse erstreckt, und ein Patronenkolben
im Bereich des einen Büchsenendes angeordnet ist, durch eine Kolbenanordnung mit einem
Paar von Kolbenköpfen, die an den Enden eines Kolbenstangenpaares vorgesehen und zur
gleichzeitigen Bewegung miteinander verbunden sind und eine Basisanordnung zur Befestigung
der Doppelkolbenanordnung, um die Kolbenköpfe in Arbeitsstellung zu den Patronenkolben
zu bringen, durch eine Mischkopfbefestigungs- und -halterungsanordnung zur lösbaren
Befestigung und Halterung des Mischkopfes, wobei die beiden Patronen, der Mischkopf
und die Verbindungsleitungen zum Dosieren, Mischen und Ausgeben der Zwei-Komponenten-Materialien
mit dem Ausgabegerät verbunden und nach Gebrauch entfernbar sind zur Wiederverwendung
des Gerätes mit Ersatzpatronen, einem Ersatzmischkopf und Ersatzverbindungsleitungen,
gekennzeichnet, wodurch ein handhabbares, tragbares Misch- und Ausgabegerät geschaffen
sein soll, mit dem eine grosse Anzahl von Zwei-Komponenten-Materialien in grösseren
Quantitäten als bisher leicht aus jeweils einer einzigen Patrone erhältlich dosiert,
gemischt und ausgegeben werden kann, wodurch die Möglichkeit gegeben sein soll, bei
diesem Gerät preisgünstige, wegwerfbare Patronen und andere zugeordnete wegwerfbare
Bauteile zu verwenden, die in Form eines Bausatzes zur wiederholten Verwendung mit
dem handhabbaren Gerät zur Verfügung gestellt werden.
[0007] Das bekannte von Hand zu haltende Ausgabegerät für Zwei-Komponenten-Materialien weist
insbesondere eine Ausgestaltung auf, nach der in einer Halterung zwei rohrstutzenartige
Aufnahmekammern für die zu verwendenden Patronen vorgesehen sind, wobei nach dem Einschieben
der Patronen in diese Aufnahmekammern diese an eine Tragplatte vermittels scharnierartiger
Halterungen herangeschwenkt werden, so dass die Patronen in der Vorschubbahn der Presskolben
liegen. Die Austrittsöffnungen der Patronen bzw. der die Patronen aufnehmenden Halterungen
stehen über Rohrleitungen mit einer Ausgabedüse in Verbindung, die als Einwegdüse
ausgebildet ist und nach Gebrauch durch eine neue Düse ersetzt wird.
[0008] Nachteilig bei dieser bekannten Ausgabevorrichtung ist, dass die verwendeten Mischköpfe
nach Leerung der Patronen mit Spachtelmassen und Härterpastenablagerungen gefüllt
sind, die bei längerer Nichtinbetriebnahme des Gerätes verkrusten bzw. erhärten, so
dass dann der Mischkopf ersetzt werden muss.
[0009] Hinzu kommt noch, dass bei diesem bekannten Ausgabegerät für Zwei-Komponenten-Materialien
die Leitungen zur Weiterleitung der auszupressenden Masse nicht am Traggestell, sondern
am Öffnungsvorsprung des Behälters selbst angeordnet sind, so dass sich das Problem
der Abdichtung zwischen Traggestell und Behälter nicht stellt. Desgleichen stellt
sich hier nicht das Problem, wenn die Behälter ihre Auspressmasse direkt ohne Zwischenschaltung
einer weiteren Leitung abgeben.
[0010] Eine Einrichtung zur Halterung eines Behälters mit an dessen Bodenteil vorgesehener
Abfülleinrichtung für die Ausgabe des Behälterinhaltes ist aus der eingangs genannten
US-A-3 957 176 zu entnehmen. Diese bekannte Einrichtung weist ein Standgestell mit
zwei parallel zueinander verlaufenden Tragstäben als Auflage für den Behälter auf.
Seitliche Anschläge begrenzen den so aufgesetzten Behälter, der mittels einer Feststellschraube
lagegesichert wird. Die Ausgabe des Behälterinhaltes erfolgt unter Verwendung von
Druckluft. Aus diesem Grunde weist der Deckelteil des Behälters einen festen und luftdichten
Anschluss für die erforderliche Druckleitung auf, während der Bodenteil des Behälters
mit einer als Gewindestutzen ausgebildeten Durchbrechung als Ausflussöffnung versehen
ist. Nachteilig bei dieser bekannten Einrichtung ist, dass an den jeweils zu entleerenden
Behälter im Bereich dessen Austrittsöffnung im Bodenteil die Abfülleinrichtung angeschlossen
werden muss. Da die Abfülleinrichtung am Bodenteil des Behälters jeweils befestigt
wird, ist ein Ausrichten und Zentrieren des Behälters auf eine fest in dem Traggestell
befestigte Abfülleinrichtung nicht erforderlich, da diese Bestandteil des Behälters
ist. Danach ist die verwendete Abfülleinrichtung nicht fester Bestandteil der den
Behälter tragenden Einrichtung, sondern stellt einen besonderen Teil dar, der bei
Inbetriebnahme des Behälters auf den die Ausflussöffnung begrenzenden umlaufenden
Rand aufgesetzt werden muss. Zähflüssige Spachtelmassen können jedoch nur unter Anwendung
eines hohen Druckes aus einem Behälter oder einer Patrone herausgedrückt werden. Je
grösser die Behälter bemessen sind, desto grösser ist auch der aufzuwendende Druck.
Eine Abfülleinrichtung, die lediglich auf den die Ausflussöffnung begrenzenden Rand
aufgesetzt wird, kann im Anschlussbereich leicht undicht werden, insbesondere dann,
wenn hohe Drücke zum Auspressen des Behälterinhaltes angewendet werden müssen. Erfolgt
dagegen die Anbringung der Abfülleinrichtung vermittels eines Schraubgewindes am Bodenteil
des Behälters, dann ist ein relativ hoher Arbeitsaufwand erforderlich, um einen derartigen
Behälter betriebsbereit zu machen.
[0011] Nach der IT-A-834936 ist ein Gerät zur Aufnahme von drei Kartuschen bekannt, mit
dem der Inhalt der drei Kartuschen gleichzeitig herausgepresst werden kann. Dieses
bekannte Gerät umfasst ein Traggestell mit Zentrierhalterungen für die die auszugebenden
Massen enthaltenden Kartuschen und eine Auspresseinrichtung mit gleichzeitig betätigbaren
Kolbenstangen mit endseitig angeordneten, in den Innenräumen der Kartuschen in Richtung
zur Zentrierhalterung verschieblichen Kolbenplatten, wobei die in diesem Gerät zu
verwendenden Kartuschen eine Querschnittsform und Abmessungen aufweisen, die denen
der Zentrierhalterungen entsprechen. Die Ausgabe der Massen aus den in der IT-A-834936
nicht dargestellten Kartuschen dürfte ähnlich wie bei der DE-A-2 537 022 über düsenartig
ausgebildete Austrittsöffnungen erfolgen, wobei die Austrittsöffnungen der drei Kartuschen
recht weit auseinanderliegend angeordnet sind, so dass ein Teil der zu vermischenden
Massen beim Auftragen auf einen Spachtel an dem relativ kleine Abmessungen aufweisenden
Spachtel vorbeifliessen muss. Hinzu kommt, dass dieses Gerät von Hand betätigbar ist
und dass jede einzelne Kartusche mit einer Ausflusstülle versehen sein muss, da die
Halterung der Kartuschen in dem Gerät nicht ausschliesslich durch die Traggestellkonstruktion,
sondern unter Zuhilfenahme der Ausflusstüllen an den Kartuschen vorgenommen wird,
die in entsprechenden Aussparungen in Endbegrenzungsplatten des Traggestells des Gerätes
gehalten sind.
[0012] Nachteilig bei diesem Gerät ist, dass das Gerät ausschliesslich von Hand betätigbar
ist und dass nach Beendigung des Auspressvorganges noch Masse aus den Kartuschen nachfliesst,
wobei dieser Nachfluss erst gestoppt werden kann, wenn der auf die Masse ausübende
Druck der Presskolben durch Zurückziehen der Hauptkolbenstange aufgehoben wird.
[0013] Die US-A-4033480 beschreibt eine Vorrichtung, mit der aus zwei getrennten Behältern
zwei verschiedene Medien gleichzeitig ausgegeben werden können. Diese Vorrichtung
besteht aus einer Standplatte mit zwei Durchbrechungen, die mit Auslassventilen in
Verbindung stehen. Auf der Standplatte sind zwei Behälter angeordnet, die bodenseitig
mit einer Ausflussöffnung versehen sind. Im Bereich dieser Ausflussöffnungen weisen
die Böden der beiden Behälter aussenliegende Kröpfungen auf, und zwar dergestalt,
dass diese Kröpfungen bei auf der Standplatte angeordneten Behältern in die Durchbohrungen
in der Standplatte eingreifen. Die bei dieser Vorrichtung vorgesehenen bügelartigen
Feststelleinrichtungen dienen nicht ausschliesslich zur Lagesicherung der beiden Behälter
auf der Standplatte, sondern auch dazu, die Deckelteile der beiden Behälter auf den
Behältern selbst zu halten, da die gesamte Vorrichtung mittels Druckluft betrieben
wird. In jedem Behälter ist oberhalb der sich in dem Behälter befindenden Masse eine
Kolbenplatte angeordnet, die mittels Druckluft beaufschlagbar ist, um nach erfolgtem
Öffnen der Ausflussventile die Massen aus den beiden Behältern herausdrücken zu können.
[0014] Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, dass das Betätigen der Kolbenplatten in den
Innenräumen der beiden Behälter mittels Druckluft erfolgt. Es ist nicht auszuschliessen,
dass Druckluft in den Zwischenraum zwischen Kolbenplatte und Behälterwand hindurchströmt,
da eine vollständige Abdichtung im Kolbenplattenrandbereich zur Innenwandfläche eines
jeden Behälters problematisch ist. Beim Entleeren der Behälter bis auf die letzten
Massenreste ist es daher nicht vermeidbar, dass diese Reste mit relativ hohem Druck
aus den geöffneten Auslassventilen herausgedrückt werden, und es somit zu einem Verspritzen
der ausfliessenden Masse kommen kann.
[0015] Hinzu kommt, dass bei der bekannten Vorrichtung die beiden Behälter auf ihren Standplatten
nur durch die Kröpfungen zentriert sind. Jeder Behälter wird lediglich auf seine Standplatte
aufgesetzt und es muss der Behälter so lange verschoben werden, bis die im Bereich
der bodenseitigen Ausflussöffnung des Behälters vorgesehene Kröpfung in die Durchbohrung
in der Standplatte eingreift. Insbesondere, wenn es sich um grossvolumige Behälter
mit relativ hohem Gewicht handelt, ist es sehr mühevoll, den Behälter auf seiner Standplatte
so lange zu verschieben, bis zufällig die Durchbohrung in der Standplatte gefunden
wird, damit die Aussenkröpfung im Bereich der Ausflussöffnung im Bodenteil des Behälters
in die Durchbohrung in der Standplatte eingreift.
[0016] Die bei dieser Vorrichtung verwendeten Behälter weisen an den Behälterbodenplatten
aussenseitig angeformte Kröpfungen im Bereich der bodenseitigen Behälterausflussöffnungen
auf. Die Kröpfung liegt somit nicht in der von der Bodenplatte eines jeden Behälters
gebildeten Ebene. Dies hat zur Folge, dass derart ausgebildete Behälter auf ihrer
Bodenseite nicht ohne weiteres senkrechtstehend auf einer ebenen Fläche abgestellt
werden können. Das direkte Übereinanderstapeln derart ausgebildeter Behälter ist darüber
hinaus schwierig. Die Deckelteile der Behälter sind abnehmbar und müssen wegen der
Anwendung von Druckluft festsitzend auf den Behälterkörpern gehalten werden, was mittels
der vorgesehenen bügelartigen Feststelleinrichtungen erfolgt.
[0017] Infolge der bei den Behältern dieser Vorrichtung vorgesehenen Aussenkröpfung im Bereich
der bodenseitigen Ausflussöffnungen ist nicht auszuschliessen, dass, wenn es sich
um grosse und schwere Behälter handelt, der gesamte Bodenteil beim Abstellen der Behälter
auf eine ebene Fläche eingedrückt werden kann, mit der Folge, dass die Aussenkröpfung
im Bereich der bodenseitigen Ausflussöffnung in der Ebene zu liegen kommt, die von
dem umlaufenden Rand der Bodenplatte des Behälters gebildet wird, mit der Folge wiederum,
dass nach einem Aufsetzen eines derart beschädigten Behälters auf die Standplatte
der Vorrichtung die Auskröpfung nicht mehr einwandfrei in die Durchbohrung in der
Standplatte eingreifen kann, so dass bei Inbetriebnahme der Vorrichtung für eine Massenausgabe
Masse zwischen Bodenteil und Standplatte ausfliessen und hier erhärten kann. In diesem
Bereich kann es dann zu Verkrustungen kommen und es ist nicht auszuschliessen, dass
erhärtete Massenteilchen mit in die auszupressende Masse gelangen.
[0018] Ferner sind bei dieser bekannten Vorrichtung die Auslassventile für die beiden Behälter
in einem relativ grossen Abstand voneinander angeordnet, so dass die Massen aus den
beiden Behältern nicht dicht nebeneinanderliegend ausgepresst werden. Dadurch, dass
eine Beaufschlagung der Auspresskolben mit Gasdruck erfolgt, wird zwar eine Fixierung
der Behälter durch die Weiterleitung der Presskraft der Presskolben auf die Behälterböden
erzielt, wobei die Behälterböden durch die Presskraft gegen die Standplatten gedrückt
werden, doch müssen die auf die Behälterdeckel wirkenden Gasdruckkräfte über Schraubknöpfe
und Spannbügel am Traggestell abgestützt und aufgefangen werden. Um jedoch diese zusätzliche
Anpressung durch die Presskräfte wirksam zu machen, dürfen die Behälterdeckel nicht
formschlüssig mit den Behältern verbunden sein, da sonst die auf die Behälterdekkel
einwirkenden Gaskräfte die zur erforderlichen Fixierung dienenden Presskräfte nicht
zur Wirkung kommen lassen würden, sondern müssen über die Schraubknöpfe und an dem
Traggestell befestigte Spannbügel gasdicht gegen die Behälter angepresst werden. Hiernach
ist eine abdichtende Verschraubung der Behälterdeckel über Spannbügel immer erforderlich.
[0019] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung löst die Aufgabe, eine Vorrichtung
zu schaffen, mit der nicht nur Spachtelmassen und Härterpasten gleichzeitig und dosiert
abgegeben werden können, sondern mit der darüber hinaus saubere Massen, ohne eingekrustete
Spachtelmassenteilchen oder sonstige Schmutzstoffe mit zu empfangen, aus den entsprechenden
Behältern über miteinander integrierte Entnahmeöffnungen ausgegeben werden können,
wobei eine Überdosierung der auszugebenden Massen durch Nachfliessen der Behälterinhalte
vermieden wird.
[0020] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung eine Vorrichtung zur gleichzeitigen
und dosierten Abgabe von zähflüssigen Stammassen, insbesondere Spachtelmassen oder
Kitt, und Härterpasten aus dosenförmigen, einen verschiebbaren Pressdeclcel enthaltenden,
bodenseitig mit verschliessbaren Ausflussöffnungen versehenen Behältern mit oder ohne
einem an der Behälterwand angebrachten Tragbügel, bestehend aus einem als U-förmiger
Haltebügel ausgebildeten Traggestell, das plattenartige Zentrierhalterungen für die
dosenförmigen Behälter und eine Auspresseinrichtung mit gleichzeitig betätigbaren
Kolbenstangen mit endseitig angeordneten, in den Innenräumen der dosenförmigen Behälter
in Richtung zur Zentrierhalterung verschieblichen Kolbenplatten aufweist, wobei die
Behälter eine Querschnittsform und Abmessungen aufweisen, die denen der Zentrierhalterung
entsprechen, welche auf dem unteren Bügelschenkel des Traggestells angeordnet sind,
vor, die in der Weise ausgebildet ist, dass
a) an dem Traggestell in dessen oberen Bereich ein mittels Druckluft, Druckgas, hydraulisch
oder elektromotorisch betriebener Arbeitszylinder mit einer senkrecht verfahrbaren
Kolbenstange mit einer endseitig angeordneten Kolbenplatte angeordnet ist,
b) die Zentrierhalterung für den die Stammasse aufnehmenden Behälter aus einer Standplatte
mit einer sich durch den Bügelschenkel erstrekkenden Durchbohrung besteht und der
Behälter mit einer mittigen oder exzentrischen, mittels eines Stopfens oder dgl. verschliessbaren
Ausflussöffnung versehen ist, die von einer auf der Unterseite des Bodenteils des
Behälters ausgebildeten, in die Öffnung in der Standplatte einführbaren Kröpfung begrenzt
ist,
c) der Behälter bodenseitig mit einem umlaufenden, die Standplatte seitlich übergreifenden
Rand versehen ist, dessen Höhe mindestens der Höhe der Kröpfung entsprechend ausgebildet
ist, so dass der Bodenteil unter jeglicher Vermeidung eines Zwischenraumes plan auf
der Oberseite der Standplatte aufsitzt,
d) ein U-förmiger Steuerbügel vorgesehen ist, dessen einer Bügelschenkel parallel
zu der Kolbenstange des Arbeitszylinders verläuft und mit der Kolbenstange an deren
plattenseitigem Ende in Verbindung steht, während der andere Bügelschenkel an seinem
freien Ende einen weiteren Kolben für den die Härterpaste aufnehmenden, in dem Traggestell
gehaltenen Behälter trägt, dessen Ausflussöffnung mit einer Durchbohrung in der Trägerplatte
des Traggestells fluchtend ausgebildet ist,
e) unterhalb der Trägerplatte bzw. der Standplatte eine die die Ausflussöffnung der
Behälter verbindende Durchbrechungen in der Trägerplatte bzw. Standplatte verbindende
Abfülleinrichtung mit dicht nebeneinanderliegenden Ausgabeöffnungen angeordnet ist,
und
f) die Ausflussöffnungen der beiden Behälter mit an dem Traggestell angeordneten Austrittsstutzen
zusammenwirken, die in einem an dem Traggestell angeordneten Abfüllkopf als Abfülleinrichtung
mit Einlassöffnungen und Ausgabeöffnungen zusammengeführt sind, wobei mindestens eine
Ausgabeöffnung mittels eines als Schrägbohrung ausgebildeten Kanals gegenüber der
zugehörigen Einlassöffnung zur anderen Ausgabeöffnung versetzt angeordnet ist, und
der Abfüllkopf mit einem verschwenkbaren Verschlussriegel oder einem plattenförmigen
Schieber versehen ist, wobei der verschwenkbare Verschlussriegel vor der Stirnfläche
des Abfülllkopfes die Ausgabeöffnungen gemeinsam freigebend oder verschliessend verschwenkbar
ist.
[0021] Mit einer derart ausgebildeten Vorrichtung und auf diese ausgerichtete Behälter für
die Stammmasse und die Härterpaste ist die Möglichkeit gegeben, die Behälter bis auf
den letzten Rest zu entleeren. Der Behälter ist in dem Traggestell mittels der Standplatte
zentriert gehalten, so dass die Kolbenplatte des Arbeitszylinders auf die Masse im
Innenraum des Behälters direkt einwirken kann. Bei Betätigung des Arbeitszylinders
wird dann die Kolbenplatte, oder wenn ein gesonderter Pressdeckel im Innenraum des
Behälters angeordnet ist, dieser Pressdeckel in Richtung zur Behälterausflussöffnung
gedrückt, so dass der Behälterinhalt aus der Öffnung des bodenseitig an der Vorrichtung
vorgesehenen Rohrstutzens austritt und gleichzeitig in den bodenseitig vorgesehenen
Abfüllkopf gedrückt wird, wobei die jeweils auszugebenden Mengen durch entsprechende
Betätigung des Absperrventils in der Abfülleinrichtung einstellbar sind.
[0022] Dadurch, dass der Behälter für die Stammasse im Bereich seines Bodens mit einer nach
aussen ausgebildeten Kröpfung ausgebildeten Zentriereinrichtung versehen ist, ist
die Möglichkeit gegeben, dass die Kolbenplatte des Arbeitszylinders im Innenraum des
Behälters auf den Behälterbodenteil bewegt werden kann, so dass der Behälterinhalt
bis auf den letzten Rest aus dem Behälter herausgepresst werden kann. Die den Behälter
in der Vorrichtung zentrierende Standplatte ist im Bereich ihrer der Austrittsöffnung
des Behälters gegenüberliegenden Durchbohrung so ausgebildet, dass in die Öffnung
der Durchbohrung die Kröpfung an der Aussenseite des Behälterbodens einführbar ist,
so dass der Behälter auf der Standplatte mit seinem Bodenteil plan aufliegt. Der umlaufende
Rand des Behälters, der mindestens eine Höhe aufweist, die der Höhe der Auskröpfung
im Bereich der Ausflussöffnung des Behälters entspricht, übergreift seitlich die Standplatte,
so dass ein fester Sitz des Behälters in der Vorrichtung gewährleistet ist, was besonders
vorteilhaft ist, wenn in dem Behälter sich nur wenig Stammasse befindet. Die Standplatte
ist entsprechend ausgebildet, so dass immer eine Zentrierung des Behälters auf der
Standplatte gewährleistet ist.
[0023] Die erfindungsgemäss ausgebildete Vorrichtung ist wieder verwendbar. Ist ein dosenförmiger
Behälter entleert, so wird lediglich ein neuer voller Behälter in die Vorrichtung
eingesetzt und der Behälterinhalt kann mittels des Arbeitszylinders in der jeweils
gewünschten Menge abgegeben werden. Dadurch, dass der Behälter auf die Ausbildung
der Vorrichtung ausgerichtet ist, können für die erfindungsgemäss ausgebildete Vorrichtung
auch nur die hierfür speziell ausgebildeten Behälter verwendet werden.
[0024] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass gleichzeitig aus zwei Behältern Stammasse und Härtermasse in dosierten Mengen
so herausgepresst werden, dass die ausgegebenen Mengen dicht nebeneinander auf einer
Unterlage liegen. Die beiden, die Massen aufnehmenden Behälter sind in ihren Durchmessern
derart aufeinander abgestimmt, dass eine parallele Dosierung, d.h. Ausgabe der Massen
in den jeweils erforderlichen Verhältnissen zueinander möglich ist. Hinzu kommt noch,
dass in einfachster Weise das Auspressen des Behälters für die Härterpaste möglich
ist, was mittels des Steuerbügels erreicht wird, der mit dem Arbeitszylinder verbunden
ist. Der für die Härterpaste verwendete dosenförmige Behälter kann in gleicher Weise
ausgebildet sein wie der Behälter für die Stammasse. Die Halterung für den Behälter
mit der Härterpaste kann ebenfalls entsprechend der Standplatte für den Behälter mit
der Stammasse ausgebildet sein und weist eine Zentriereinrichtung auf. Die Ausgabe
der Härterpaste erfolgt mittels des vom Arbeitszylinder für den Behälter mit der Stammasse
zwangsgesteuerten Steuerbügels.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0026] Im folgenden werden verschiedene Abgabevorrichtungen in den Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in einer Ansicht von vorn eine Vorrichtung zum gleichzeitigen und dosierten
Abgeben des Inhaltes eines dosenförmigen Behälters für Stammasse,
Fig.2 in einer Seitenansicht die Vorrichtung gemäss Fig. 1,
Fig. 3 in einer Seitenansicht eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung gemäss
Fig. 1 und 2, jedoch mit einem anders angeordneten Arbeitszylinder für das Herausdrücken
der Stammmasse aus dem Behälter,
Fig. 4 teils in einer Seitenansicht, teils in einem senkrechten Schnitt eine erfindungsgemässe
Vorrichtung zum gleichzeitigen, dosierten Entleeren des Inhaltes von zwei Behältern
für Stammmasse und Härterpaste mit in die Vorrichtung eingesetzten Behältern, wobei
der Presskolben für den Behälter mit der Härterpaste zwangsgesteuert vom Arbeitszylinder
für den Behälter für die Stammasse ist,
Fig. 5 teils in einer Seitenansicht, teils in einem senkrechten Schnitt einen für
die Abgabevorrichtung speziell ausgestalteten, dosenförmigen Behälter,
Fig. 6 in einer Ansicht von vorn zwei in einem Traggestell angeordnete Behälter mit
in eine gemeinsame Abfülleinrichtung mündenden Austrittsstutzen,
Fig. 7 in einer Seitenansicht die Abfülleinrichtung,
Fig. 8 in einer Draufsicht die Abfülleinrichtung nach Fig. 7,
Fig.9 in einer Queransicht die Abfülleinrichtung nach Fig. 7,
Fig. 10 in einer Draufsicht den Verschlussriegel für die Abfülleinrichtung,
Fig. 11 in einer Queransicht den Verschlussriegel gemäss Fig. 10,
Fig. 12 in einer schematischen Seitenansicht eine Abgabevorrichtung mit einem Behälter
und mit einem Adapter,
Fig. 13 in einer Seitenansicht eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung mit zwei
nebeneinanderliegend angeordneten Kartuschen,
Fig. 14 in einer Ansicht von oben die Vorrichtung gemäss Fig. 13,
Fig. 15 in einer Ansicht von vorn die Vorrichtung gemäss Fig. 13 und
Fig. 16 in einer Ansicht von vorn eine aus einer kammartigen Schieberplatte bestehende
Strangabschneideeinrichtung.
[0027] Eine Vorrichtung zum Ausgeben des Inhaltes von dosenförmigen Behältern besteht nach
den in Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausführungsformen aus einem Traggestell 5, welches bügelartig
oder rahmenartig ausgebildet und zur Aufnahme zweier Behälter 100 und 200 ausgebildet
ist. Der Behälter 100 dient zur Aufnahme einer Stammasse, wie Spachtelmasse oder Kitt,
während der Behälter 200 die Härterpaste aufnimmt.
[0028] In den Fig. 1 bis 3 ist abweichend von der Erfindung nur ein Behälter 100 dargestellt.
[0029] Das Traggestell 5 weist zwei in einem Abstand voneinander angeordnete Stege 11, 12
auf, die über einen senkrechten Steg 13 miteinander verbunden sind. Es besteht jedoch
auch die Möglichkeit, die beiden Stege 11, 12 über eine Verbindungsplatte miteinander
zu verbinden. Der eine der beiden Stege dient zur Aufnahme eines Arbeitszylinders
20, während der andere Steg 12 als Standplatte 30 für die zu entleerenden Behälter
100 und 200 vorgesehen ist.
[0030] Der mittels Druckluft, Druckgas, hydraulisch oder elektromotorisch oder von Hand
betriebene Arbeitszylinder 20 ist bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform
auf dem oberen Steg 11 des Traggestells 5 angeordnet. Bei der Ausführungsform nach
Fig. ist der Arbeitszylinder 20 unterhalb des oberen Steges 11 angeordnet, so dass
der Arbeitszylinder 20 zwischen den beiden Stegen 11, 12 zu liegen kommt.
[0031] Der untere Steg 12 des Traggestells 5 ist als Standplatte 30 für die Behälter 100
und 200 ausgebildet und trägt eine mit dem Behälter 100 bzw. 200 verbindbare Abfülleinrichtung
400 (Fig. 1 bis 4). Die Standplatte 30 ist mit einer nachstehend noch näher beschriebenen
Zentriereinrichtung 90 versehen, so dass die an dem Behälter 100 bzw. 200 mittig oder
exzentrisch vorgesehene Ausflussöffnung nach erfolgtem Einsetzen des Behälters in
die Vorrichtung mit den Abfüllrohrstutzen bzw. den Einlassöffnungen eines Abfüllkopfes
410 als Abfülleinrichtung 400 korrespondieren.
[0032] Die beiden Behälter 100 und 200 sind dosenförmig ausgebildet, jedoch besteht auch
die Möglichkeit, den Behälter 200 für die Härterpaste kartuschenförmig auszubilden.
Beide Behälter 100 bzw. 200 sind bodenseitig mit Ausflussöffnungen 106, 206 versehen,
wobei diese Ausflussöffnungen mittig oder exzentrisch in der Bodenplatte der Behälter
angeordnet sein können. Die beiden Ausflussöffnungen 106, 206 sind mittels eines Verschlusselementes,
wie Stopfen, Schraubverschluss oder dgl. 108 verschliessbar. Bei Ingebrauchnahme der
Behälter werden diese Verschlusselemente entfernt.
[0033] Nach der in Fig. 4 dargestellten erfindungsgemässen Ausführungsform besteht das Traggestell
5 aus einem Haltebügel 10 mit einem oberen Steg 11 und einem unteren Steg 12. Die
beiden Stege 11, 12 sind über den Steg 13 miteinander verbunden. Der Haltebügel 10
ist derart angeordnet, dass die Stege 11, 12 waagerecht zu liegen kommen, während
der die Stege 11,12 miteinander verbindende Steg 13 senkrechtstehend ist.
[0034] Der obere Steg 11 trägt den in an sich bekannter Weise ausgebildeten Arbeitszylinder
20, in dem ein antreibbarer, in der Zeichnung nicht dargestellter Kolben angeordnet
ist, dessen Kolbenstange 21 durch eine Durchbohrung 14 im oberen Steg 11 des Haltebügels
10 hindurchgeführt ist. Das in dem Raum zwischen den beiden Stegen 11, 12 liegende
Kolbenstangenende trägt einen plattenförmigen Kolben 22. Ist der Behälter 100 mit
einem in seinem inneren Raum verschieblichen Pressdeckel versehen, so braucht der
Kolben 22 nur so bemessen ausgebildet zu sein, dass eine ausreichende Beaufschlagung
des Pressdeckels erreicht wird. Weist der Behälter 100 keinen in seinem Innenraum
verschieblichen Pressdeckel auf, so weist der Kolben 22 eine Querschnittsform auf,
die dem Querschnitt des Behälters 100 entspricht. Bei 25 ist in Fig. 4 ein Ein- und
Ausschalter für den Arbeitszylinder 20 oder eine andere geeignete Antriebseinrichtung
vorgesehen.
[0035] In der Vorschubbahn des Kolbens 20 des Arbeitszylinders 20 trägt der untere Steg
12 eine dem oberen Steg 11 zugekehrte Standplatte, die einen kreisförmigen, quadratischen
oder rechteckförmigen Querschnitt aufweisen kann. Der Querschnitt der Standplatte
30 richtet sich jeweils nach dem Querschnitt des in die Einrichtung einzusetzenden
Behälters 100.
[0036] Die Standplatte 30 dient zur Zentrierung des Behälters 100 und ist mit einer Zentrierungseinrichtung
90 versehen, die mit dem Behälter 100 zusammenwirkt, worauf nachstehend noch näher
eingegangen wird.
[0037] In der Standplatte 30 ist eine Durchbohrung 31 vorgesehen, die mit einer Durchbohrung
15 im unteren Steg 12 fluchtet. An diese Durchbohrung 15 im unteren Steg 12 schliesst
sich ein Rohrstutzen 16 an, der die Abfülleinrichtung 400 bildet.
[0038] Die Durchbohrung 31 in der Standplatte 30 weist bei dem in Fig.4 gezeigten Ausführungsbeispiel
eine obenseitig verbreiterte Öffnung 31a a auf, auf die nachstehend noch im Zusammenhang
mit der Beschreibung des Behälters näher eingegangen wird.
[0039] Wie Fig. 4 zeigt, ist das Traggestell 5 neben der Aufnahme eines Behälters 100 für
die Aufnahme eines weiteren Behälters 200 für die Härterpaste ausgebildet. Hierfür
weist das Traggestell 5 eine Halterung 150 auf, die in das Traggestell 5 integriert
ist. Die Halterung 150 ist derart ausgebildet, dass der Behälter 200 senkrechtstehend
in der Einrichtung gehalten ist. Der Behälter 200 kann ebenfalls mit einem in dem
Behälterinnenraum in Behälterlängsrichtung verschieblichen Pressdekkel 230 versehen
sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, Behälter 200 zu verwenden, die keinen
Pressdeckel 130 aufweisen. Bodenseitig ist der Behälter 200 mit einer Ausflussöffnung
206 versehen.
[0040] Der untere Bereich der Halterung 150 kann entsprechend der Standplatte 30 ausgebildet
sein und dient dann ebenfalls entsprechend dem Behälter 100 zur Zentrierung des Behälters
200. Die Standplatte 30 kann jedoch auch so ausgebildet sein, dass sie Zentriereinrichtungen
90 für den Behälter 100 und den Behälter 200 aufweist.
[0041] Entsprechend Fig. 4 ist an die Standplatte 150a der Halterung 150 für den Behälter
200 ein Rohrstutzen 216 derart angeschlossen, dass der Rohrstutzen 216 mit der Ausflussöffnung
206 des Behälters 200 fluchtet.
[0042] Das Entleeren des Behälters 200 erfolgt mittels eines Steuerbügels 300, der bei der
in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform U-förmig ausgebildet ist. Die beiden Bügelschenkel
302, 303 des Steuerbügels 300 sind über einen Bügelsteg301 miteinander verbunden.
Von den beiden Bügelschenkeln 302, 303 ist der dem Arbeitszylinder 20 zugekehrte und
parallel zu diesem liegende Bügelschenkel 302 durch eine in dem oberen Bügelschenkel
11 des Haltebügels 10 des Traggestells 5 vorgesehene Durchbohrung 305 hindurchgeführt.
Mit seinem freien Ende 302a ist der Bügelschenkel 302 des Steuerbügels 300 an dem
Kolben 22 des Arbeitszylinders 20 befestigt. Der Bügelschenkel 302 weist eine Länge
auf, die mindestens der Höhe des Behälters 100 entspricht, so dass in der tiefsten
Stellung des Kolbens 22 des Arbeitszylinders 20 der Bügelsteg 301 des Steuerbügels
300 oberhalb des umlaufenden Randes des Behälters 100 zu liegen kommt (Fig. 4).
[0043] Der andere Bügelschenkel 303 des Steuerbügels 300 weist eine dem Bügelschenkel 302
entsprechende Länge auf und trägt an seinem freien Ende 303a einen im Innenraum des
dosenförmigen Behälters geführten plattenförmigen Kolben 322, der, wenn der Behälter
200 mit einem Pressdeckel 230 versehen ist, diesen beaufschlagt.
[0044] Entsprechend der Bewegung des Kolbens 22 des Arbeitszylinders 20 wird auch der Kolben
322 des Steuerbügels 300 bewegt, so dass gleichzeitig beim Auspressen der Stammasse
aus dem Behälter 100 Härterpaste aus dem Behälter 200 herausgedrückt wird. In bezug
auf ihre Durchmesser sind die beiden Behälter 100, 200 so aufeinander abgestimmt,
dass bei einem Herauspressen von Stammasse in dem jeweils erforderlichen Verhältnis
Härterpaste aus dem Behälter 200 herausgedrückt wird. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit,
den Steuerbügel 300 so auszubilden, dass eine Dosierung von Härterpaste und Stammasse
in dem jeweils erforderlichen Verhältnis erfolgt.
[0045] Der in den Haltebügel 10 der Vorrichtung einsetzbare Behälter 100 für die Stammasse
ist gemäss Fig. 5 dosenförmig ausgebildet und weist einen kreisförmigen, quadratischen
oder rechteckförmigen Querschnitt auf. Die Querschnittsform des Behälters 100 steht
in Übereinstimmung mit der Querschnittsform der Standplatte 30 des Haltebügels 10.
[0046] Der Behälter 100 weist eine senkrechte Behälterwand 101 auf und ist für den Transport
nach erfolgtem Einfüllen der Spachtelmasse mittels eines Deckelteils 102 verschlossen.
Der Behälterbodenteil ist bei 103 angedeutet. Mit 104 ist der Innenraum des Behälters
100 bezeichnet.
[0047] In dem Innenraum 104 des Behälters 100 ist ein in Behälterlängsrichtung frei verschieblicher
Pressdeckel 130 angeordnet, der aus einem plattenförmigen Zuschnitt mit einem seitlichen,
nach oben abgewinkelten, umlaufenden Rand besteht und der eine Querschnittsform und
einen Durchmesser aufweist, die der Querschnittsform und dem Durchmesser des Behälters
100 entspricht. Das Verschieben des Pressdeckels 130 im Innenraum 104 des Behälters
100 erfolgt mittels des Kolbens 22 bei entsprechender Betätigung des Arbeitszylinders
20.
[0048] Die Querschnittsform des Behälters 100 und sein Durchmesser entsprechen der Querschnittsform
und dem Durchmesser der Standplatte 30, so dass ein auf die Standplatte 30 aufgesetzter
Behälter 100 mit seinem Bodenteil 103 die Standplatte 30 abdeckt.
[0049] Der Behälter 100 ist ferner bodenseitig mit einem umlaufenden Rand 105 versehen,
wobei die Ausbildung dieses Randes in bezug auf die Ausbildung des Behälterbodenteils
103 derart ist, dass, wenn ein Behälter 100 auf der Standplatte 30 abgesetzt ist,
der umlaufende Rand 105 des Behälters 100 den umlaufenden seitlichen Rand der Standplatte
30 abschnittsweise umgreift, so dass die Standplatte 30 zur Zentrierung des Behälters
100 in der Entleerungseinrichtung dient.
[0050] Im Bodenteil 103 des Behälters 100 ist die Ausflussöffnung 106 vorgesehen. Diese
Ausflussöffnung 106 ist verstärkt durch eine Aussenkröpfung 107, so dass die Ausflussöffnung
106 mittels eines Verschlusstopfens 108 aus Kunststoffen oder dgl. verschliessbar
ist. Die auf der Aussenseite des Behälterbodenteils 103 ausgebildete und die Ausflussöffnung
106 begrenzende Kröpfung 107 weist eine Höhe auf, die geringer ist als die Höhe des
umlaufenden Randes 105 des Behälters 100, der über den Bodenteil 103 verlängert ausgebildet
ist (Fig. 4 und 5).
[0051] Damit bei einer Betätigung des Pressdeckels 130 über den Kolben 22 bei einer Betätigung
des Arbeitszylinders 20 der Behälterinhalt aus der Ausflussöffnung 106 des Behälters
100 herausgedrückt wird, sind die Ausflussöffnung 106 in dem Behälterbodenteil 103
und die Öffnung 31 der Durchbohrung 31 in der Standplatte 30 miteinander fluchtend,
so dass die durch die Ausflussöffnung 106 gedrückte Stammasse durch die Durchbohrung
31 in der Standplatte 30 und die sich hieran anschliessende Durchbohrung 15 in dem
unteren Steg 13 in dem Rohrstutzen 16 und somit zur Ausgabe gelangen kann.
[0052] Ist die Ausflussöffnung 106 in dem Behälterbodenteil 103 exzentrisch angeordnet,
so ist auch die Öffnung 31a der Durchbohrung 31 in der Standplatte 30 exzentrisch
angeordnet. Wesentlich ist, dass bei auf die Standplatte 30 aufgesetztem Behälter
100 seine Ausflussöffnung 106 sich mit der Öffnung 31 der Durchbohrung 31 in der Standplatte
30 deckt.
[0053] Die Öffnung 31a der Durchbohrung 31 in der Standplatte 30 ist mit einer Formgebung
versehen und derart ausgebildet, dass bei auf die Standplatte 30 aufgesetztem Behälter
100 die Aussenkröpfung 107 im Bereich der Ausflussöffnung 106 an dem Behälterbodenteil
103 in dieser Öffnung 31 a zu liegen kommt, damit der Behälter 100 mit seinem Bodenteil
103 unter Vermeidung eines jeglichen Zwischenraumes plan auf der Oberseite der Standplatte
30 zu stehen kommt. Diese spezielle Ausgestaltung der Öffnung 31a a der Durchbohrung
31 in der Standplatte dient gleichzeitig beim Aufsetzen eines Behälters 100 zu dessen
Zentrierung, und zwar insbesondere dann, wenn die Ausflussöffnung 106 in den Behälterbodenteil
103 und die Durchbohrung 31 in der Standplatte 30 exzentrisch zur Behältermitte angeordnet
sind. Die spezielle Ausgestaltung des Bodenteils 103 des Behälters 100 und die der
Standplatte 30 ergänzen sich zu der Zentriereinrichtung 90.
[0054] Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Behälter 100 eine Höhe
auf, die dem Abstand der beiden Stege 11, 12 des Haltebügels 10 des Traggestells 5
entspricht. Der Kolben 22 des Arbeitszylinders 20 kann ebenfalls plattenförmig ausgebildet
sein und eine Form und einen Durchmesser aufweisen, der der Form und dem Durchmesser
des Pressdeckels 130 im Innenraum 104 des Behälters 100 entspricht. Bei der Verwendung
eines derart ausgebildeten Kolbens 22 in Form einer Platte ist gewährleistet, dass
der Pressdeckel 130 bei einer Betätigung des Arbeitszylinders 20 gleichmässig druckbeaufschlagt
wird. Das Einsetzen des Behälters 100 in den Haltebügel 10 erfolgt dann durch seitliches
Ankippen und Aufsetzen des Bodenteils 103 des Behälters auf die Standplatte 30 und
anschliessendes Senkrechtstellen des Behälters, so dass der Behälterbodenteil 103
auf der Standplatte 30 aufsitzt, während der umlaufende Behälterrand 105 diese seitlich
umgreift und somit durch sie zentriert in dem Haltebügel gehalten ist.
[0055] Für eine zusätzliche Halterung des Behälters 100 in dem Haltebügel 10 können Halteeinrichtungen,
beispielsweise in Form von Spannfedern 120,121, vorgesehen sein, die mit ihren bodenseitigen
Enden 120a, 121 a seitlich an der Standplatte 30 befestigt sind, während ihre oberen
freien Enden 120b, 121 b mit Eingriff haken 125, 125a versehen sind, die bei auf die
Standplatte 30 aufgesetztem Behälter 100 in den oberen umlaufenden Rand des Behälters
eingreifen und somit dem Behälter 100 einen zusätzlichen Halt im Haltebügel 10 geben.
Die Anzahl der Spannfedern kann beliebig gewählt sein. Sie wird sich nach der Grösse
der jeweils verwendeten Behälter richten. Die bodenseitige Befestigung der Spannfedern
120,121 an der Standplatte 30 ist derart, dass in keiner Weise ein seitliches Übergreifen
der Standplatte 30 von dem umlaufenden Rand 105 des Behälters 100 behindert wird.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Spannfedern 120, 121 bodenseitig an dem
unteren Steg 12 des Traggestells 5 zu befestigen (Fig. 4). Jedoch auch andersartig
ausgebildete Halterungen für den Behälter 100 auf der Standplatte 30 können vorgesehen
sein.
[0056] Ist der Behälter 100 mit einem Bügel 110 versehen, der mittels Anschlusseinrichtungen
111, 111 an der Behälterwand 101 befestigt ist, so können zur Befestigung der Spannfedern
120,121 deren Eingriffhaken 125, 125a in diese Anschlusseinrichtungen 111,111 a eingreifen.
[0057] Die Höhe der jeweils verwendeten Behälter 100 richtet sich nach dem Abstand der beiden
Stege 11, 12 des Haltebügels 10. Vorteilhafterweise wird die Abgabevorrichtung so
ausgerichtet sein, dass sie 5-Kilogramm-Behälter für die Stammasse aufnehmen kann,
jedoch auch kleinere und grössere Behälter sind verwendbar, wenn die Vorrichtung entsprechend
dimensioniert ist.
[0058] Entsprechend der Ausgestaltung des Behälters 100 kann auch der Behälter 200 ausgebildet
sein. Der Behälter 200 braucht in dem Traggestell 5 nicht mittels Halterungen gehalten
sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Behälter 200 freistehend auf seiner
ihm zugeordneten Standplatte zu befestigen.
[0059] Um mit der gleichen Abgabevorrichtung auch Behälter unterschiedlicher Grösse einsetzen
zu können, sind die beiden Stege 11, 12 in ihrem Abstand veränderbar ausgebildet.
Um den Abstand zwischen den beiden Stegen 11, 12 verändern zu können, ist der die
Stege 11, 12 miteinander verbindende Steg 13 teleskopartig ausgebildet, so dass die
beiden Stege 11, 12 gegeneinander oder auseinandergezogen werden können. Wesentlich
ist hierbei eine entsprechende Dimensionierung des Arbeitszylinders, so dass dessen
Kolbenstange eine entsprechende Länge aufweist, wenn Behälter 100 mit kleiner Höhe
verwendet werden. Wenn Behälter 100 unterschiedlicher Höhe verwendet werden, so ist
wesentlich, dass alle diese Behälter so ausgelegt sind, dass sie auf die Standplatte
30 mit ihrem umlaufenden Rand 105 aufsetzbar sind und dass die Ausflussöffnungen 106
der Behälter im Bereich der Durchbohrung 31 der Standplatte 30 zu liegen kommen. Der
Haltebügel 10 kann an einer Wand oder dgl. befestigt werden.
[0060] Wie Fig.6 in einer vereinfachten Darstellung zeigt, sind die Austrittsöffnungen der
beiden Behälter 100, 200 mit einem gemeinsamen Abfüllkopf 410 verbunden.
[0061] Der Abfüllkopf 410, der die Abfülleinrichtung 400 darstellt, ist mit einem Verschlussriegel
411 versehen und als allgemein prismatischer Körper ausgebildet, der eine kreissegmentartig,
ballig ausgebildete Stirnfläche 415 aufweist (Fig. bis 9). An der Oberseite 443 des
Abfüllkopfes 410 sind zwei Einlassöffnungen 421, 424 vorgesehen, die jeweils den Ausflussöffnungen
der beiden Behälter 100, 200 zugeordnet sind. Die Ausgabeöffnung 423, die der Einlassöffnung
421 für die Zuführung der Härterpaste zugeordnet ist, ist mit der Einlassöffnung 421
mittels eines als Schrägbohrung 422 ausgebildeten Kanals verbunden. Hierdurch ist
die Ausgabeöffnung 423 gegenüber der Einlassöffnung 421 zu der Ausgabeöffnung 426
für die Zuführung der Spachtelmasse näher angeordnet. Beidseitig der Ausgabeöffnung
423 ist stirnflächenseitig eine Nut 429 ausgebildet. Die Endabschnitte 439, 440 der
Stirnfläche 415 und der Seitenflächen 416,417 sind als Fasen 427, 428 ausgebildet.
Die Nut 429 kann jedoch auch ein in die Nut eingesetztes Dichtelement aufweisen.
[0062] An den Seitenflächen 416, 417 sind Ausnehmungen 418 ausgebildet, in denen Lagerzapfen
einsetzbar sind, um die der Verschlussriegel 411 verschwenkbar ist. Der Schwenkbereich
des Verschlussriegels 411 ist begrenzt durch einen oberen Anschlag 419 und einen unteren
Anschlag 420. Beide Anschläge 419, 420 sind an den Seitenflächen 416 angeordnet, sie
können beispielsweise durch über die Ebene der Seitenfläche 416 vorstehende Zapfen
gebildet sein.
[0063] Der Verschlussriegel 4 weist einen U-förmigen Querschnitt auf und besteht aus einem
Längssteg 431, an dem endabschnittseitig jeweils ein Quersteg 434, 435 angeordnet
ist. Die Querstege 434, 435 weisen Durchbrechungen 436, 437 auf, in die die in den
Ausnehmungen 418 gelagerten Lagerzapfen einführbar sind. An dem Quersteg 434 ist ferner
ein Verbindungsglied 438 für einen Handgriff 421 vorgesehen.
[0064] An der dem Abfüllkopf 410 abgewandten Fläche des Längssteges 431 sind den Ausgabeöffnungen
423, 426 zugeordnete Verschlusstutzen 413, 414 mit jeweils einer zu den Ausgabeöffnungen
423, 426 offenen Ausnehmung 432, 433 angeordnet. Beidseitig zu den Längsseiten des
Längssteges 431 können, den Verschlusstutzen 413, 414 zugeordnet, Dichtungsleisten
441, 442 angeordnet sein (Fig. 9), die sich zwischen der Fase 439 und der Nut 429
bzw. der Nut 429 und der Nut 430 erstrecken. Diese Dichtungsleisten 441, 442 sind
vorzugsweise so ausgebildet, dass sie ein Abscheren der aus den Ausgabeöffnungen 423,
426 austretenden Massen ermöglichen, ohne dass nach Beendigung des Dosiervorganges
Reste der ausgegebenen Masse verbleiben.
[0065] Die Nut 429 dient dazu, bei geschlossenem Abfüllkopf 410 ein Vermischen von aus der
Ausgabeöffnung 423 austretender Härterpaste mit aus der Ausgabeöffnung 426 austretender
Stammasse zu verhindern. Die in der Stirnfläche 415 ausgebildete Nut 430 dient ebenfalls
dazu, aus der Ausgabeöffnung 423 austretende Härterpaste aufzunehmen.
[0066] Mit dem Abfüllkopf 410 ist ein gemeinsames Abfüllen von in getrennten Behältern 100,
200 befindlichen Stammassen und Härterpasten möglich. Durch die in unmittelbarer Nähe
zueinander liegenden Ausgabeöffnungen 423, 426 ist es möglich, die Härterpaste und
die Stammasse auch auf kleinen Spachteln aufzubringen, ohne dass ein Materialverlust
auftritt. Der Verschlussriegel 411 kann jedoch auch andersartig ausgebildet sein.
So besteht die Möglichkeit, den Verschlussriegel mit Dichtungskörpereinsätzen zu versehen,
über die Ausgabeöffnungen verschliessbar sind.
[0067] Werden in der erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung Behälter 100, 200 mit unterschiedlichen
Grössen verwandt, dann sind die Bügelschenkel 302, 303 des Steuerbügels 300 in ihren
Längen veränderbar ausgebildet, so dass ein einwandfreies Auspressen der Inhalte der
beiden Behälter 100, 200 gewährleistet ist. Diese Längenverstellbarkeit der Bügelschenkel
302, 303 kann durch eine teleskopartige Ausgestaltung eines jeden Bügelschenkels erfolgen.
[0068] Nach einer weiteren Ausführungsform gemäss Fig. 13 bis 15 ist das Traggestell 5 der
Gesamtvorrichtung so ausgebildet, dass in diesem zwei Behälter bzw. Kartuschen 100
und 200 nebeneinanderliegend angeordnet sind. Von den beiden Behältern 100, 200 nimmt
dann der grössere Behälter 100 die Spachtelmasse oder den Kitt auf, während der andere,
mit 200 bezeichnete Behälter beispielsweise eine Härtersubstanz enthält, die für ein
schnelles Erhärten der Spachtelmasse oder des Kitts erforderlich ist.
[0069] Auch die in Fig. 13 bis 15 dargestellte Vorrichtung ist mit einer Strangabschneideeinrichtung
500 versehen. Diese Strangabschneideeinrichtung 500 besteht aus einem plattenförmigen
Schieber 521a, der ein U-förmiges Profil mit den Schenkeln 522 und 523 aufweist, die
über einen Steg 524 miteinander verbunden sind, an den der Arbeitszylinder 525 für
das Verschieben des Schiebers 520 verbunden ist.
[0070] Der Abstand der beiden Schenkel 522, 523 des Schiebers 521 a entspricht dem Abstand
der Ausgabeöffnungen 502, 502a der beiden zugehörigen Entleerungsstutzen. Die Breitenbemessung
eines jeden Schenkels 522 bzw. 523 ist derart, dass im abgesenkten Zustand des Schiebers
521 jede der beiden Ausgabeöffnungen 502, 502a völlig und insbesondere luftdicht abgedichtet
ist.
[0071] Die bodenseitigen Kanten der Schenkel 522, 523 des plattenförmigen Schiebers 521
sind messerartig als Schneidkanten 522a und 523a ausgebildet, so dass auch mit einer
derart ausgebildeten Strangabschneideinrichtung ein einwandfreies Abtrennen des Massestranges
zur Beendigung eines Entnahmevorganges gewährleistet ist.
[0072] Die Frontplatte 515 des Traggestells 5 ist dann mit einer entsprechenden Anzahl von
Durchbrechungen bzw. Entleerungsstutzen versehen. Die Strangabschneideinrichtung 500
besteht bei dieser Ausführungsform aus einer kammartig ausgebildeten Schieberplatte
621 mit einer der Anzahl der Ausgabeöffnungen der Entleerungsstutzen entsprechenden
Anzahl dieser plattenförmigen Zinken 622, 623 und 624 (Fig. 16). Die Anzahl dieser
plattenförmigen Zinken 622 bis 624 richtet sich jeweils nach der Anzahl der in dem
Traggestell 5 untergebrachten Kartuschen. Jede Zinke 622 bis 624 ist so ausgebildet
und bemessen, dass die entsprechenden Austrittsöffnungen bei abgesenkter Stellung
des Schiebers 621 luftdicht verschlossen sind. Die unteren Kanten des kammartig ausgebildeten
Schiebers 621 sind ebenfalls messerartig als Schneidkanten 622a, 623a und 624a ausgebildet,
so dass der Entnahmevorgang für alle in dem Traggestell 5 untergebrachten Behälter
gleichzeitig unterbrochen werden kann. Auch in diesem Falle ist ein einwandfreies
Abtrennen der Massestränge möglich.
[0073] Eine entsprechend Fig. 13 bis 16 ausgebildete Vorrichtung gewährleistet, dass unabhängig
von dem Viskositätsgrad der Inhalte der Behälter beim Abfüllen zur Beendigung des
Abfüllvorganges ein blitzartiges Abschneiden des Massestranges von den noch in den
Behältern sich befindenden Massen möglich ist, ohne dass dabei ein Strangabschnitt
der Abfüllmasse aus dem Entleerungsstutzen heraushängt und durch Luftzufuhr erhärten
kann, so dass für eine erneute Entnahme des Behälterinhaltes erst der Entleerungsstutzen
von der erhärteten Masse befreit werden muss. Ein derartiger vorzunehmender Reinigungsvorgang
entfällt bei dieser Vorrichtung, da gleichzeitig nach dem erfolgten Abtrennen des
Massestranges die Entnahmeöffnung luftdicht verschlossen ist, so dass bei einer erneuten
Entnahme des Behälterinhaltes die ursprüngliche Konsistenz der Masse zur Verfügung
steht und nicht erst ein erhärteter, tropfenartiger Abschnitt des Stranges entfernt
werden muss.
[0074] Durch die Ausgestaltung einer Strangabschneideinrichtung mit einem kammartig ausgebildeten
Schieber ist die Möglichkeit gegeben, die Austrittsöffnungen von mehreren Entleerungsstutzen
gleichzeitig und einwandfrei zu verschliessen, wenn die Vorrichtung so ausgebildet
ist, dass mehrere mit hochviskosen Massen gefüllte Behälter oder Kartuschen untergebracht
werden müssen, deren Inhalte beispielsweise zu Vermischungszwecken oder bei einer
gewünschten Erhöhung der Abfüllgeschwindigkeit gleichzeitig einem Entleerungsvorgang
unterworfen werden sollen.
[0075] Um auch Behälter 100 bzw. 200 mit unterschiedlichen Abmessungen aufweisenden Ausflussöffnungen
106 verwenden zu können, ist entsprechend Fig. 12 auf dem Traggestell 5 ein Adapter
700 angeordnet, der mit einer Durchbohrung 701 versehen ist, die entsprechend der
Anordnung der Auslassöffnung 106 mittig oder exzentrisch angeordnet sein kann. Diese
Durchbohrung 701 verbindet die Ausflussöffnung 106 des Behälters 100 bzw. 200 mit
der Eintrittsöffnung Abfülleinrichtung 400, wozu die obere Öffnung 702 der Durchbohrung
701 der jeweiligen Grösse und Abmessung der Ausflussöffnung 106 des Behälters 100
bzw. 200 angepasst ist, während die untere Öffnung 703 der Durchbohrung 701 der Grösse
und der Abmessung der Eintrittsöffnung der Abfülleinrichtung 400 entspricht. Werden
Behälter mit anderen Ausflussöffnungsabmessungen verwendet, so wird jeweils der auf
diese Abflussöffnungen abgestimmte Adapter 700 verwendet.
1. Vorrichtung zur gleichzeitigen und dosierten Abgabe von zähflüssigen Stammassen,
insbesondere Spachtelmassen oder Kitt, und Härterpasten aus dosenförmigen, einen verschiebbaren
Pressdeckel (130, 230) enthaltenden, bodenseitig mit verschliessbaren Ausflussöffnungen
(106, 206) versehenen Behältern (100, 200) mit oder ohne einem an der Behälterwand
angebrachten Tragbügel (110), bestehend aus einem als U-förmiger Haltebügel (10) ausgebildeten
Traggestell (5), das plattenartige Zentrierhalterungen für die dosenförmigen Behälter
und eine Auspresseinrichtung mit gleichzeitig betätigbaren Kolbenstangen (21, 303)
mit endseitig angeordneten, in den Innenräumen der dosenförmigen Behälter in Richtung
zur Zentrierhalterung verschieblichen Kolbenplatten (22, 322) aufweist, wobei die
Behälter eine Querschnittsform und Abmessungen aufweisen, die denen derZentrierhalterung
entsprechen, welche auf dem unteren Bügelschenkel des Traggestells (15) angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass
a) an dem Traggestell (5) in dessen oberen Bereich ein mittels Druckluft, Druckgas,
hydraulisch oder elektromotorisch betriebener Arbeitszylinder (20) mit einer senkrecht
verfahrbaren Kolbenstange (21) mit einer endseitig angeordneten Kolbenplatte (22)
angeordnet ist,
b) die Zentrierhalterung zumindest für den die Stammasse aufnehmenden Behälter (100)
aus einer Standplatte (30) mit einer sich durch den Bügelschenkel (12) erstreckenden
Durchbohrung (31) besteht und der Behälter (100) mit einer mittigen oder exzentrischen,
mittels eines Stopfens od.dgl. (108) verschliessbaren Ausflussöffnung (106) versehen
ist, die von einer auf der Unterseite des Bodenteils (103) des Behälters (100) ausgebildeten,
in die Öffnung (31a) in der Standplatte (30) einführbaren Kröpfung (107) begrenzt
ist,
c) der Behälter (100) bodenseitig mit einem umlaufenden, die Standplatte (30) seitlich
übergreifenden Rand (105) versehen ist, dessen Höhe mindestens der Höhe der Kröpfung
(107) entsprechend ausgebildet ist, so dass der Bodenteil (103) unter jeglicher Vermeidung
eines Zwischenraumes plan auf der Oberseite der Standplatte (30) aufsitzt,
d) ein U-förmiger Steuerbügel (300) vorgesehen ist, dessen einer Bügelschenkel (302)
parallel zu der Kolbenstange (21) des Arbeitszylinders (20) verläuft und mit der Kolbenstange
an deren plattenseitigen Ende (bei 302a) in Verbindung steht, während der andere Bügelschenkel
(303) an seinem freien Ende einen weiteren Kolben (322) für den die Härterpaste aufnehmenden,
in dem Traggestell (5) gehaltenen Behälter (200) trägt, dessen Ausflussöffnung (206)
mit einer Durchbohrung in der Trägerplatte (12) des Traggestells (5) fluchtend ausgebildet
ist,
e) unterhalb der Trägerplatte (12) bzw. der Standplatte (30) eine die die Ausflussöffnung
(106, 206) der Behälter (100, 200) verbindende Durchbrechungen in der Trägerplatte
bzw. Standplatte verbindende Abfülleinrichtung (400) mit dicht nebeneinanderliegenden
Ausgabeöffnungen (423,426) angeordnet ist, und
f) die Ausflussöffnung (106, 206) der beiden Behälter (100, 200) mit an dem Traggestell
(5) angeordneten Austrittsstutzen (405,406,16,216) zusammenwirken, die in einem an
dem Traggestell (5) angeordneten Abfüllkopf (410) als Abfülleinrichtung (400) mit
Einlassöffnungen (421, 424) und Ausgabeöffnungen (423, 426) zusammengeführt sind,
wobei mindestens eine Ausgabeöffnung (423) mittels eines als Schrägbohrung (422) ausgebildeten
Kanals gegenüber der zugehörigen Einlassöffnung (421) zur anderen Ausgabeöffnung (426)
versetzt angeordnet ist, und der Abfüllkopf (410) mit einem verschwenkbaren Verschlussriegel
(411) oder einem plattenförmigen Schieber (521, 521 a, 621) versehen ist, wobei der
verschwenkbare Verschlussriegel (411) vor der Stirnfläche (415) des Abfüllkopfes (410)
die Ausgabeöffnungen (423, 426) gemeinsam freigebend oder verschliessend verschwenkbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die beiden Stege
(11, 12) miteinander verbindende Steg (13) des U-förmigen Haltebügels (10) zur Abstandsveränderung
teleskopierbar ausgebildet und mit einer Feststelleinrichtung versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Abfüllkopf
(410) abgewandten Fläche des Steges (431) des Verschlussriegels (411) den Ausgabeöffnungen
(423, 426) zugeordnete Verschlussstutzen (413, 414) mit jeweils einer zu den Ausgabeöffnungen
(423, 426) offenen Ausnehmung (432, 433) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussriegel
(411) vor der Stirnfläche (415) des Abfüllkopfes (410) in einem durch einen oberen
Anschlag (419) und einen unteren Anschlag (420) festgelegten Schwenkbereich verschwenkbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem einen Quersteg
(434) ein Verbindungsglied (438) für einen Handgriff (412) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abfüllkopf
(410) stirnflächenseitig zwischen den Ausgabeöffnungen (423, 426) eine Nut (429) oder
ein in die Nut eingesetztes Dichtungselement ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig der
Ausgabeöffnung (423) für die Härterpaste vertikal in der Stirnfläche (415) ausgebildete
Nuten (429, 430) vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den Eckabschnitten
(439, 440) der Stirnfläche (415) und der Seitenfläche (416, 417) Fasen (427, 428)
ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (150)
für den dosenförmigen Behälter (200) bodenseitig eine der Standplatte (30) entsprechend
ausgebildete Standplatte (150a) aufweist und der Behälter (200) entsprechend dem Behälter
(100) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Standplatten
(30, 150a) zu einer Baueinheit zusammengefasst sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bügelschenkel
(303, 302) des Steuerbügels (300) in ihren Längen veränderbar ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfülleinrichtung
(400) als Strangabschneideinrichtung (500) ausgebildet ist, die aus einem die Ausgabeöffnung
(502, 502a) in der Trägerplatte (12) bzw. Standplatte (30, 150) des Traggestells (5)
verschliessenden plattenförmigen Schieber (521, 521 a, 621) besteht, der in dem Traggestell
(5) im Bereich der Ausgabeöffnungen (502, 502a) mittels eines Arbeitszylinders (525)
verschieblich angeordnet und dessen untere Kante messerartig als Schneidkante ausgebildet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die nebeneinanderliegend
angeordneten Ausgabeöffnungen (502, 502a) mit einer Strangabschneideinrichtung (500)
in Wirkverbindung stehen, die aus einem die Ausgabeöffnungen (502, 502a) verschliessenden,
plattenförmigen Schieber (521) besteht, der in dem Traggestell (5) im Bereich der
Ausgabeöffnungen (502, 502a) mittels eines Arbeitszylinders (525) verschieblich angeordnet
und dessen untere Kante messerartig als Schneidkante ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangabschneideinrichtung
(500) aus einer U-förmig ausgebildeten Schieberplatte (521 a) besteht, deren Schenkel
(522, 523) im Bereich ihrer unteren Kanten messerartig als Schneidkanten (522a, 523a)
ausgebildet sind, in deren Bewegungsbahn die Ausgabeöffnungen (502, 502a) für die
Behälter (100, 200) angeordnet sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangabschneideinrichtung
(500) aus einer kammartig ausgebildeten Schieberplatte (621) besteht, die eine der
Anzahl der Ausgabeöffnungen (502, 502a) entsprechende Anzahl von plattenförmigen Zinken
(622, 623, 624) aufweist, deren unteren Kanten messerartig als Schneidkanten (622a,
623a, 624a) ausgebildet sind, in deren Bewegungsbahn die Ausgabeöffnungen für die
Behälter (100, 200) angeordnetsind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Traggestell
(5) mit Führungen (511, 512) zur Aufnahme der Schieberplatte (521, 521 a, 621) versehen
ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Standplatte
zwischen der Ausflussöffnung (106) des Behälters (100, 200) und der Eintrittsöffnung
der Abfülleinrichtung (400) als ein in dem Traggestell (5) angeordneter Adapter (700)
ausgebildet ist, der eine mittige oder exzentrische, die Ausflussöffnung des Behälters
(100, 200) der Eintrittsöffnung der Abfülleinrichtung (400) miteinander verbindende
Durchbohrung aufweist, deren Öffnung (702) an dem einen Ende der Durchbohrung (701)
der Grösse und den Abmessungen der Ausflussöffnung (106) des Behälters (100, 200)
entsprechend und deren andere Öffnung (703) der Grösse und den Abmessungen der Eintrittsöffnung
der Abfülleinrichtung (400) entsprechend ausgebildet ist.
1. Apparatus for the simultaneous, dosed dispensing of viscous stock substances, particularly
fillers or cement, as well as hardener pastes from can-like containers (100, 200)
with a movable pressure lid (130, 230) and provided on one side with closable discharge
openings (106, 206) and with or without a supporting bow (110), which is fixed onto
the container wall, comprising a supporting frame (5) in the form of a U-shaped stirrup
(10) having plate-like centering holding devices for the can-like container and a
squeezer with two simultaneously operable piston rods (21, 303) at the end of which
piston plates (22, 322) are arranged, which can be moved into the inner areas of the
can-like containers towards the centering holding device, whereby the containers have
a cross section and dimensions corresponding to those of the centering holding device,
which are arranged on the lower stirrup leg of the supporting frame (15), characterized
in that
a) in the upper area of the supporting frame (5) a working cylinder (20) is arranged,
operated by means of compressed air, compressed gas, hydraulically or electromotively,
and having a vertically displaceable piston rod (21) with a piston plate (22) arranged
at the end,
b) the centering holding device at least for the container (100) receiving the stock
substance consists of a stand plate (30) with a through-bore (31) through the leg
(12) of the bow, and the container (100) is provided with a central or eccentric discharge
opening (106), which can be sealed by means of a stopper or the like (108), which
is limited by a bend (107) formed on the underside of the base part (103) of the container
(100) and which can be inserted into the aperture (31 a) in the stand plate (30),
c) the container (100) is provided at the bottom with an all-round edge (105), which
overlaps the stand plate (30) at the sides and the height of which corresponds at
least to the height of the bend (107) so that the base part (103) is positioned absolutely
level allowing no intermediate space on the upper side of the stand plate (30),
d) a U-shaped control stirrup (300) is provided, one leg of which (302) is parallel
to the piston rod (21) of the working cylinders (20) and connected to the piston rod
at its plate-side end (at 302a) whilst the other stirrup leg (303) carries at its
free end a further piston (322) for the container (200) which receives the hardener
paste and which is held in the supporting frame (5), the discharge opening (206) of
the container (200) being aligned with a through-bore in the carrier plate (12) of
the supporting frame (5),
e) below the carrier plate (12) or the stand plate (30) an emptying device (400) is
provided connecting the through-bores in the carrier plate or stand plate which connect
the discharge openings (106,206) of the containers (100, 200) and the emptying device
(400) has closely juxtaposed discharge openings (423, 426), and
f) the discharge opening (106, 206) of the two containers (100, 200) cooperate with
the outlet pipe connections (405, 406, 16, 216) arranged on the supporting frame (5),
the said pipe connections being brought together in an emptying head (410) as an emptying
device (400) with inlet openings (421, 424) and discharge openings (423, 426), whereby
at least one discharge opening (423) is positioned at a distance from the other discharge
opening (426) via a channel which is formed as an oblique bore (422) opposite the
associated inlet opening (421), and the emptying head (410) is provided with a locking
bolt (411), which can be pivoted, or a plate-like slider (521, 521a, 621), whereby
the said locking bolt (411) can be pivoted in front of the end surface (415) of the
emptying head (410) so as to free or seal the discharge openings (423,426).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the leg (13) connecting the
two legs (11, 12) of the U-shaped holding stirrup (10) is constructed in a telescopic
manner for changing the intermediate distance and with a clamping device.
3. Apparatus according to claims 1 and 2, characterized in that on the surface of
the leg (431) of the locking bolt (411) which is turned away from the emptying head
(410) the discharge pipe connections (413, 414) associated with the discharge openings
(423, 426) are arranged having, in each case, one recess (432, 433) open towards the
discharge openings (423,426).
4. Apparatus according to claims 1 to 3, characterized in that the locking bolt (411)
can be pivoted in front of the end surface (415) of the emptying head (410) in a pivot
area defined by an upper stop (419) and a lower stop (420).
5. Apparatus according to claims 1 to 4, characterized in that a connection part (438)
for a handle (412) is constructed on the one crossbar (434).
6. Apparatus according to claims 1 to 5, characterized in that on the end surface
side of the emptying head (410) a groove (429) or a sealing element inserted into
the groove is provided between the discharge openings (423, 426).
7. Apparatus according to claims 1 to 6, characterized in that on either side of the
discharge opening (423) grooves (420, 430), constructed vertically in the end surface
(415), are provided for the hardener paste.
8. Apparatus according to claims 1 to 7, characterized in that chamfers (427, 428)
are formed at the corner portions (439, 440) of the end surface (415) and lateral
surfaces (416,417).
9. Apparatus according to claims 1 to 8, characterized in that the mounting support
(150) for the can-like container (200) has on its base side a stand plate (150a) constructed
so as to the stand plate (30) and the container (200) is constructed so as to correspond
to the container (100).
10. Apparatus according to claim 9, characterized in that the two stand plates (30,
150a) are combined into a structural unit.
11. Apparatus according to claims 1 to 10, characterized in that the two stirrup legs
(303, 302) of the control stirrup (300) are constructed so as to enable variation
in length.
12. Apparatus according to claims 1 and 2, characterized in that the emptying device
(400) is constructed as a strand-cutting device (500) comprising a plate-like slide
(521, 521 a, 621) closing the discharge openings (502, 502a) in the carrier plate
(12) or stand plate (30, 150) of the supporting frame (5) the slide being displaceably
arranged by means of a working cylinder (525) in the vicinity of the discharge openings
(502, 502a) in the supporting frame (5) and whose lower edge is constructed in a knife-like
manner as a cutting edge.
13. Apparatus according to claim 12, characterized in that the juxtaposed discharge
openings (502, 502a) are in working connection with a strand-cutting device (500),
which comprises a plate-like slide (521) which closes the discharge openings (502,
502a) and is arranged so as to be displaceable by means of a working cylinder (525)
in the vicinity of the discharge openings (502, 502a) in the supporting frame (5)
and the lower edge of which is constructed in a knife-like manner as a cutting edge.
14. Apparatus according to claim 13, characterized in that the strand-cutting device
(500) comprises a U-shaped slide plate (521 a), the legs (522, 523) of which are constructed
in a knife-like manner as cutting edges (522a, 523) in the vicinity of their lower
edges and in the path of movement of which the discharge openings (502, 502a) for
the containers (100, 200) are arranged.
15. Apparatus according to claim 13, characterized in that the strand-cutting device
(500) comprises a slide plate (621) constructed in a comb-like manner having a number
of plate-like prongs (622, 623, 624) corresponding to the number of discharge openings
(502, 502a) and the lower edges of which are constructed in a knife-like manner as
cutting edges (622a, 623a, 624a) and in the path of movement of which the discharge
openings for the containers (100, 200) are arranged.
16. Apparatus according to claims 13 to 15, characterized in that the supporting frame
(5) is provided with guides (511, 512) for receiving the slide plate (521, 521 a,
621).
17. Apparatus according to claims 1 to 16, characterized in that between the discharge
opening (106) of the container (100, 200) and the inlet opening of the emptying device
(400), the stand plate is constructed as an adaptor (700) arranged in the supporting
frame (5), the adaptor having a central or eccentric through-bore connecting the discharge
opening of the container (100, 200) and the inlet opening of the emptying device (400),
the size and dimensions of the aperture (702) at the one end of the through-bore (701)
corresponding to those of the discharge opening (106) of the container (100, 200),
whilst the size and dimensions of its other aperture (703) correspond to those of
the inlet opening of the emptying device (400).
1. Dispositif de distribution simultanée et dosée de masses de base visqueuses, en
particulier de mastic ou de mastic d'étanchéité, et de pâtes à durcisseur, se trouvant
dans des récipients en forme de boîtes (100, 200) contenant un couvercle presseur
translatable (130, 230) et pourvus sur le fond d'orifices d'écoulement (106, 206)
pouvant être obturés, comportant ou ne comportant pas d'étrier porteur (110), fixé
sur la paroi du récipient, se composant d'un cadre porteur (5) formé comme un étrier
de support en forme de U (10) qui présente des fixations de centrage de type plaque
pour les récipients en forme de boîtes et un dispositif destiné à exprimer le contenu
des récipients comprenant des tiges de pistons (21,203) pouvant être actionnées simultanément
et présentant des plaques de pistons (22, 322) placées à leurs extrémités, translatables
à l'intérieur de récipients en forme de boîtes dans le sens de la fixation de centrage,
les récipients présentant une section transversale et des dimensions qui correspondent
à celles des fixations de centrage qui sont placées sur la branche d'étrier inférieur
du cadre porteur (5), caractérisé
a) en ce qu'un cylindre moteur (20), actionné par air comprimé, gaz comprimé, de façon
hydraulique ou par un moteur électrique, et comprenant une tige de piston (21) pouvant
se déplacer verticalement et une plaque de piston (22) située à ses extrémités est
placé sur le cadre porteur (5) dans la partie supérieure de celui-ci,
b) que la fixation de centrage tout au moins du récipient contenant la masse de base
(100) se compose d'une plaque fixe (30) avec une perforation (31) qui traverse la
branche d'étrier (12) et que le récipient (100) est pourvu d'un orifice d'écoulement
(106) situé au milieu de la plaque ou de façon excentrée et pouvant être obturé au
moyen d'un bouchon ou équivalent (108), orifice qui est délimité par une coudure (107)
formée sur la face inférieure du fond (103) du récipient (100) et pouvant être introduite
dans l'orifice (31 a) de la plaque fixe (30),
c) que le récipient (100) est pourvu en son fond d'un bord (105) l'entourant qui recouvre
la plaque fixe (30) sur le côté, bord dont la hauteur correspond au moins à la hauteur
de la coudure (107), si bien que le fond (103) repose de manière plane sur la face
supérieure de la plaque fixe (30) en évitant de former quelque espace intermédiaire
que ce soit,
d) qu'un étrier de commande en forme de U (300) est prévu, dont l'une des branches
(302) est parallèle à la tige de piston (21) du cylindre moteur (20) et est reliée
à la tige de piston à son extrémité se trouvant du côté de la plaque (en 302a), tandis
que l'autre branche de l'étrier (303) porte à son extrémité libre un autre piston
(322) pour le récipient devant contenir la pâte à durcisseur et se trouvant dans le
cadre porteur (5), l'orifice d'écoulement (206) du récipient s'alignant sur une perforation
faite dans la plaque de support (12) du cadre porteur (5),
e) qu'un dispositif de soutirage (400) reliant les découpures faites dans la plaque
de support ou la plaque fixe reliant les orifices d'écoulement (106, 206) des récipients
(100, 200) est placé sous la plaque de support (12) ou la plaque fixe (30) et comporte
des orifices de distribution (423, 426) situés à proximité les uns des autres et
f) que les orifices d'écoulement (106, 206) des deux récipients (100, 200) coopèrent
avec des tubulures de sortie (405, 406, 16, 216) placées sur le cadre porteur (5)
qui sont réunies en une tête de soutirage (410) placée sur le cadre porteur (5) conçue
comme dispositif de soutirage (400) avec des orifices d'admission (421, 424) et des
orifices de distribution (423, 426), parmi lesquels au moins un orifice de distribution
(423) est placé de façon décalée par rapport à l'autre orifice de distribution au
moyen d'un canal formé comme une perforation oblique (422) en face de l'orifice d'admission
(421) correspondant et la tête de soutirage (410) étant pourvue d'un verrou de fermeture
(411) qui est pivotant ou d'un coulisseau en forme de plaque (521, 521 a, 621), le
verrou de fermeture pivotant (411) étant pivotant devant la face (415) de la tête
de soutirage (410) et débloquant ou fermant en commun les orifices de distribution
(423, 426).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse (13) reliant
les deux traverses (11, 12) de l'étrier de support en forme de U (10) est formée de
façon télescopique pour varier l'écartement entre les traverses et est pourvue d'un
dispositif de blocage.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que des tubulures
de fermeture (413, 414) attribuées aux orifices de distribution (423, 426) avec respectivement
un creux ouvert (432, 433) vers les orifices de distribution (423, 426) sont placées
le long de la face de la traverse (431) du verrou de fermeture (411) qui est opposée
à la tête de soutirage (410).
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le verrou de fermeture
(411) est pivotant devant la face (415) de la tête de soutirage (410) dans une zone
de pivotement déterminée par un butoir supérieur (419) et un butoir inférieur (420).
5. Dispositif selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un raccord (438)
pour une poignée (412) est formé sur une des traverses transversales (434).
6. Dispositif selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une rainure (429)
est prévue sur la face de la tête de soutirage (410) entre les orifices de distribution
(423, 426) ou qu'un élément d'étanchéité est placé dans la rainure.
7. Dispositif selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que des rainures (429,
430) formées verticalement das la face (415) sont prévues des deux côtés de l'orifice
de distribution (423) de la pâte à durcisseur.
8. Dispositif selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que des biseaux (427,
428) sont formés aux arêtes (439, 440) de la face (415) et de la face latérale (416,
417).
9. Dispositif selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la fixation (150)
du récipient en forme de boîte (200) présente sur le côté du fond une plaque fixe
(150a) formée de façon correspondante à la plaque fixe (30) et que le récipient (200)
est formé de façon correspondante au récipient (100).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les deux plaques fixes
(30, 150a) sont réunies en un élément de construction.
11. Dispositif selon les revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les deux branches
d'étrier (302, 303) de l'étrier de commande (300) sont conçues de façon extensible.
12. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le dispositif
de soutirage (400) est conçu comme dispositif coupeur de coulée continue (500) consistant
en un coulisseau en forme de plaque (521, 521a, 621) obturant l'orifice de distribution
(502, 502a) de la plaque de support (12) ou de la plaque fixe (30, 150), coulisseau
placé de manière à être translatable dans le cadre porteur (5) dans la zone des orifices
de distribution (502, 502a) au moyen d'un cylindre moteur (525) et dont l'arête inférieure
est formée comme un tranchant de couteau.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les orifices de distribution
(502, 502a) situés les uns à côté des autres sont en relation effective avec un dispositif
coupeur de coulée continue (500), consistant en un coulisseau en forme de plaque (521)
obturant les orifices de distribution (502, 502a), placé de manière à être translatable
dans le cadre porteur (5) dans la zone des orifices de distribution (502, 502a) au
moyen d'un cylindre moteur (525) et dont l'arête inférieure est formée comme un tranchant
de couteau.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif coupeur
de coulée continue (500) consiste en une plaque coulissante (521 a) en forme de U,
dont les branches (522, 523) sont formées comme des tranchants de couteau (522a, 523a)
dans la zone de leurs arêtes inférieures, les orifices de distribution (502, 502a)
des récipients (100, 200) étant placés dans leurs parcours de déplacement.
15. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif coupeur
de coulée continue (500) consiste en une plaque coulissante (621) formée comme un
peigne, qui présente un nombre de dents en forme de plaques (622, 623, 624) correspondant
au nombre des orifices de distribution (502, 502a), dents dont les arêtes inférieures
sont formées comme des tranchants de couteau (622a, 623a, 624a), les orifices de distribution
des récipients (100, 200) étant placés dans leurs parcours de déplacement.
16. Dispositif selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé en ce que le cadre
porteur (5) est pourvu de glissières (511, 512) pour le logement de la plaque coulissante
(521, 521 a, 621 ).
17. Dispositif selon les revendications 1 à 16, caractérisé en ce que la plaque fixe
est formée entre l'orifice d'écoulement (106) du récipient (100, 200) et l'orifice
d'admission du dispositif de soutirage (400) comme un adaptateur (700) placé dans
le cadre porteur (5), qui présente une perforation reliant, de façon centrée ou excentrée,
l'orifice d'écoulement du récipient (100, 200) à l'orifice d'admission du dispositif
de soutirage (400), perforation dont l'orifice (702), à l'une des extrémités de la
perforation (701), est formé de taille et de dimensions correspondantes à celles de
l'orifice d'écoulement (106) du récipient (100, 200) et dont l'autre orifice (703)
est formé de taille et de dimensions correspondantes à celles de l'orifice d'admission
du dispositif de soutirage (400).