(19)
(11) EP 0 019 266 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.11.1980  Patentblatt  1980/24

(21) Anmeldenummer: 80102644.4

(22) Anmeldetag:  13.05.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E04F 11/02, E04C 2/36
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB LI NL SE

(30) Priorität: 18.05.1979 DE 2920061

(71) Anmelder: Allstar GmbH für Entwicklung, Marketing und Beratung
D-8500 Nürnberg 50 (DE)

(72) Erfinder:
  • Sommer, Kurt
    D-8500 Nürnberg-Brunn (DE)

(74) Vertreter: Rau, Manfred, Dr. Dipl.-Ing. et al
Rau, Schneck & Hübner Patentanwälte Königstrasse 2
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Treppenstufe


    (57) Eine plattenförmige Treppenstufe weist eine Verbundbauweise auf und ist mit einer Oberflächenbeschichtung versehen. Um eine Treppenstufe, insbesondere für den Wohnungsbau zu schaffen, die hohe Festigkeit, auch für freitragende Konstruktionen bei geringem Gewicht und der Möglichkeit, kostengünstige Werkstoffe einzusetzen, bietet, weist die Treppenstufe einen umlaufenden Rahmen (1) auf, der an seiner Oberseite und an seiner Unterseite mit jeweils einer ihn überdeckenden Platte (5, 6) fest verbunden ist. Bevorzugt weist er an seiner Ober- und seiner Unterseite jeweils eine Furnierplatte (15, 16) und einen Kantenumleimer (17) auf.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine plattenförmige Treppenstufe gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Es sind eine Vielzahl von in ihrem Aufbau und in ihren Eigenschaften verschiedenen Treppenstufen bekannt. So sind Treppenstufen aus massivem Hart- oder Edelholz bekannt. Derartiges massives Holz arbeitet, und zwar besonders deutlich erkennbar, wenn es in großdimensionierten Teilen, wie bei Treppenstufen, verwendet wird. Trotz Oberflächenlackierungen und Versiegelungen dehnt es sich aus oder schwindet entsprechend der klimatischen Einwirkung. Weiterhin verdreht es sich und neigt auch zur Rissebildung. Darüber hinaus sind starke farbliche Abweichungen bei sämtlichen Treppenstufen einer Treppe unvermeidbar. Hinzu kommt, daß ein erheblicher Einsatz von wertvollen Hölzern notwendig ist.

    [0003] Weiterhin ist es bekannt, Treppenstufen aus in mehreren Schichten verleimten Spanplatten herzustellen, wobei rundum eine Oberflächenbeschichtung aus Furnier vorgesehen ist. Wenn die Treppenstufe auf ihrer Unterseite voll auf einer Unterkonstruktion aufliegt, also keine Eigenstabilität benötigt, ist es auch bekannt, lediglich einfache, verhältnismäßig stark ausgebildete, rundum furnierte Spanplatten als Treppenstufen einzusetzen. Spanplatten bestehen aus kurzfaserig zerspantem Holz, das mit Leim verpreßt wird. Sie besitzen nur eine geringe Biegefestigkeit. Diese wird durch Mehrschichtenverleimung zwar verbessert; um die für freitragende Stufen notwendige Festigkeit zu erreichen, müssen derartige Spanplatten aber mindestens 7o mm dick sein. Außerdem wird eine hochwertige Leimbindung, beispielsweise eine Phenolharzbindung mit hohem Phenolharzanteil benötigt.

    [0004] Weiterhin sind Treppenstufen aus in mehreren Schichten längs und quer zur Holzfaserrichtung verleimten Platten, die also wie Sperrholz hergestellt werden, bekannt. Diese Platten werden in Großformaten hergestellt. Bei der Herstellung der Treppenstufen werden aus solchen großen Platten die entsprechenden Formen herausgeschnitten. Dabei entsteht ein hoher Verschnittanteil. Diese Platten sind schwer zu bearbeiten. Durch die vielen zu schneidenden Leimschichten werden die Werkzeuge verhältnismäßig schnell stumpf.

    [0005] Weiterhin gibt es Treppenstufen aus massivem Stein oder Marmor. Diese Materialien besitzen in der Regel nur eine geringe Festigkeit; sie sind insbesondere bruchempfindlich. Um diese Bruchempfindlichkeit zu reduzieren werden in das massive Material durchgehende Bohrungen eingebracht, die mit Stahl oder glasfaserverstärkten Kunststoffen ausgefüllt werden. Die Enden werden mit Pfropfen aus dem entsprechenden Stein ausgefüllt. Weiterhin ist es bekannt, Treppenstufen aus Stein oder.Marmor in der Weise herzustellen, daß zwei oder mehrere Schichten unter Einlage von Verstärkungszwischenlagen aus Glasfaser oder anderen Materialien miteinander verklebt werden. Die Armierungsverfahren sind außerordentlich aufwendig. Bei der Schicht-Verklebung werden keine für freitragende Konstruktionen notwendige Festigkeiten erreicht. Auf jeden Fall haben derartige Platten ein hohes Gewicht, das wiederum schwere Unterkonstruktionen erforderlich macht.

    [0006] Weiterhin sind Treppenstufen in Hohlkörperkonstruktion aus Stahl oder Aluminium bekannt, die im Wohnungsbau praktisch nicht eingesetzt werden. Sie werden vielmehr üblicherweise im Industriebau oder für außenliegende Flucht- oder Feuertreppen eingesetzt. Sie haben einen hohen Trittschall.

    [0007] Schließlich sind noch Treppenstufen aus mit Stahl armiertem Beton oder Kunststein bekannt, die im anspruchsvollen Wohnungsbau ebenfalls praktisch nicht verwendet werden, sondern vorwiegend im Objekt- oder Außenbau eingesetzt werden.

    [0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Treppenstufe, insbesondere für den Wohnungsbau zu schaffen, die hohe Festigkeit auch für freitragende Konstruktionen bei geringem Gewicht und der Möglichkeit, kostengünstige Werkstoffe einzusetzen, bietet.

    [0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Treppenstufe nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 mit den Merkmalen von dessem Kennzeichnungsteil gelöst.

    [0010] Entscheidend ist, daß die Treppenstufe eine Rahmenkonstruktion aufweist, wobei dieser Rahmen durch obere und untere Platten zu einem festen Verbundkörper verbunden wird. Ein wertvolles Material ist nur noch für die Oberflächenbeschichtung erforderlich; andererseits erbringt diese Rahmenkonstruktion Festigkeitswerte, wie sie nur mit Treppenstufen aus dickem Massivholz oder in Metallkonstruktion oder in armierter Beton- bzw. Kunststeinkonstruktion möglich sind. Der durch den Rahmen und die Platten gebildete Hohl-5raum kann durch Einlagen ausgefüllt sein, wobei insbesondere Hohlzellenwaben aus Natronkraftpappeod. dgl., also aus einem besonders leichten und wenig wertvollen Material sich als in hohem Maße festigkeitserhöhend erwiesen haben. In der Regel werden die mit dem Rahmen eine Hohlkonstruktion bildenden Platten zusätzlich zu der Oberflächenbeschichtung vorhanden sein; wenn für die Oberflächenbeschichtung Materialien eingesetzt werden, die ausgeprägtere Tragfunktionen haben, dann können diese Oberflächenbeschichtungen auch diese Funktion der Platten übernehmen. Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die erfindungsgemäße Treppenstufe eignet sich für den Einsatz bei allen gebräuchlichen Treppenarten. Es kann also praktisch jede Größe und Länge mit allen gängigen Oberflächenbeschichtungen hergestellt werden. Die erfindungsgemäße Treppenstufe ist verzugfrei, sie dehnt sich nicht aus, sie schwindet und sie wirft sich nicht. Sie ist weitgehend resistent gegen Feuchtigkeit und klimatische Einflüsse. Sie weist bei hoher Biegefestigkeit und Trittfestigkeit ein geringes Gewicht auf, was wiederum Vorteile beim Transport, bei der Montage und bei der Bemessung der Unter- und Tragkonstruktionen mit sich bringt. Die erfindungsgemäße Stufe kann in feuerhemmender und unbrennbarer Ausführung ausgeführt werden. Bei einer Oberflächenbeschichtung mit Stein oder Marmor ist nur verhältnismäßig wenig von diesem Material erforderlich.

    [0011] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt

    Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe mit Holzrahmen und einer Röhrenspanplatte als Einlage,

    Fig. 2 eine Draufsicht auf die Treppenstufe nach Fig. 1 in aufgebrochener Darstellung,

    Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe mit einer Hohlzellenwabe als Einlage in Teildarstellung,

    Fig. 4 einen Teilausschnitt aus einer Draufsicht auf die Treppenstufe nach Fig. 3 in aufgebrochener Darstellung,

    Fig. 5 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe ohne Einlage,

    Fig. 6 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe mit zusätzlichen den Rahmen verstärkenden Metallträgern,

    Fig. 7 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe mit einer Oberflächenbeschichtung aus Marmor,

    Fig. 8 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe mit einem aus Vierkanthohlprofilen aus Metall gebildeten Rahmen,

    Fig. 9 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe für eine freitragende-Spindeltreppe,

    Fig. 1o eine Draufsicht auf die Treppenstufe nach Fig. 9 in aufgebrochener Darstellung,

    Fig. 11 einen Querschnitt durch eine Treppenstufe ähnlich der nach den Fig. 9 bis 1o mit abgewandelter Rahmenkonstruktion.



    [0012] Die Treppenstufen nach'den Fig. 1 bis 5 weisen jeweils einen - in der Draufsicht regelmäßig rechteckigen - Rahmen 1 auf, der aus zwei äußeren Längsholmen 2 und zwei äußeren Querholmen 3 besteht, die an ihren Enden durch Verleimen fest miteinander verbunden sind (siehe Fig. 2 und 4), so daß dieser umlaufende Rahmen 1 in sich starr ist. Die Längsholme 2 und die Querholme 3 haben einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen, Querschnitt. Sie bestehen bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 5 aus Fichtenholz. Der Rahmen 1 kann - wie aus Fig. 4 hervorgeht - noch mit zwischen den Längsholmen 2 angeordneten Querstegen 4 ausgesteift sein, die im vorliegenden Fall ebenfalls aus Fichtenholz bestehen und etwa gleichen Querschnitt wie die Längs- und Querholme 2, 3 haben. Die Verbindung zwischen Querstegen 4 und Längsholmen 2 ist auch hier durch Verleimen hergestellt.

    [0013] Die Rahmen 1 sind auf ihrer Oberseite und auf ihrer Unterseite jeweils mit einer Platte 5 bzw. 6 fest verleimt, wobei die Verbindung jeweils über die volle Oberseite und die volle Unterseite des Rahmens 1 erfolgt, d. h. die Platte 5 bzw. 6 erstreckt sich bis zum zugeordneten Außenrand des Rahmens 1. Insoweit als Querstege 4 vorhanden sind, erfolgt die Verleimung auch über die volle Berührungsfläche mit diesen Querstegen 4. Die Platten 5, 6 sind vorzugsweise Hartfaserplatten, die sich durch hohe Biegefestigkeit auszeichnen. Hierdurch entsteht ein Hohlkasten außerordentlich hoher Festigkeit. Der durch den Rahmen 1 und die Platten 5, 6 umgrenzte, gegebenenfalls durch Querstege 4 unterbrochene Raum 7 ist mit Einlagen ausgefüllt, die sehr verschiedenartig sein können. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 wird die Einlage durch eine Röhrenspanplatte 8 gebildet, d. h. durch eine Holzspanplatte, die durch ein besonderes, bekanntes Herstellungsverfahren mit parallel zueinander in Längsrichtung verlaufenden Röhren 9 versehen wird, wodurch die Platte insgesamt leichter wird. Eine solche Einlage kann )weiterhin durch normale, also massive Spanplatten 1o gebildet werden, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Derartige durch Platten gebildete Einlagen werden ebenfalls rundum einerseits mit dem Rahmen 1 und andererseits mit den Platten 5, 6 verleimt, so daß sie ebenfalls zur Festigkeit der 'gesamten Treppenstufe beitragen.

    [0014] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 besteht die Einlage aus einer Sechs-Eck-Hohlzellenwabe 11 aus Natronkraftpappe oder anderer geeigneter Pappe. Derartige Hohlzellenwaben sind bekannt und handelsüblich. Die Wabenenden werden jeweils mit den zugeordneten Seiten der Platten 5, 6 durch Leimstege 12 verbunden, wodurch wiederum auch hier ein Verbundkörper entsteht, in dem die lediglich aus Natronkraftpappe oder einer anderen ähnlichen Pappe bestehende Hohlzellenwabe 11 einen erheblichen Beitrag zur Steifigkeit und Festigkeit der Gesamttreppenstufe leistet. Die Verleimung zwischen Hohlzellenwabe 11 und den zugewandten Seiten der Platten 5, 6 kann beim Heißverpressen der Stufe erfolgen. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, werden einzelne Waben 13 in unsymmetrischer Folge mit einem geeigneten Kunststoff ausgefüllt. Dies verbessert zum einen die Trittfestigkeit der Stufe und dient zum anderen der Trittschalldämmung.

    [0015] Die Stufe nach Fig. 6 weist wie die zuvor beschriebenen Stufen einen Rahmen 1 auf, der mit Platten 5, 6 verbunden ist. Die Längsholme 2 des Rahmens 1 sind bei dieser Ausführungsform jeweils an ihrer innenliegenden Seite mit einem Metallträger 14, beispielsweise einem Stahlträger mit Vierkant-Hohlprofil verstärkt, der durch Verleimung über die volle Berührungsfläche mit dem zugeordneten Längsholm 2 verbunden ist. Er erstreckt sich hierbei über die volle Höhe des jeweiligen Längsträgers, so daß er auch mit den Platten 5, 6 verleimt ist. Im Raum 7 innerhalb des Rahmens 1 ist die bereits erwähnte massive Holzspanplatte 1o angeordnet.

    [0016] Anstelle der bereits erwähnten Einlagen können auch Preßplatten aus anderen organischen Stoffen, wie z. B. Stroh, Schilf, Maisstengel od. dgl. verwendet werden. Weiterhin können die Einlagen in situ geschäumt werden oder durch Platten aus Schaumkunststoff gebildet werden. Auch Schüttungen zur Ausfüllung der durch die Rahmen und die Platten umgrenzten Räume kommen in Betracht.

    [0017] Weiterhin können diese Räume 7 durch Metalleinlagen in Wellform oder Gitterform ausgefüllt werden. Schließlich kann bei entsprechend geringen statischen Anforderungen der Raum 7 auch - wie in Fig. 5 ersichtlich - leer bleiben.

    [0018] Dies gilt insbesondere dann, wenn - wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 - eine erheblich zur Biegefestigkeit der Stufe beitragende Oberflächenbeschichtung vorgesehen ist.

    [0019] Die Treppenstufennach den Fig. 1 bis 4 und 6 weisen eine Oberflächenbeschichtung auf, die aus Furnierplatten 15, 16 und Kantenumleimern 17 bestehen. Die in der Regel aus Edelholz und/oder Hartholz bestehenden Furnierplatten 15, 16 und die entsprechenden Kantenumleimer 17 sind einige Millimeter, beispielsweise 2 bis 3 mm stark, und werden ebenfalls flächig mit den zugeordneten Platten 5, 6 bzw. der Außenfläche des aus Holz bestehenden Rahmens 1 verleimt, so daß insbesondere die oberen und unteren Furnierplatten 15, 16 durch den Sperrholzplatteneffekt zur Steifigkeit und Trittfestigkeit der Treppenstufe beitragen.

    [0020] Die Treppenstufen nach den Fig. 7 und 8 zeichnen sich dadurch aus, daß sie keine oberen und unteren Platten 5, 6 aufweisen. Die Ausführung nach Fig. 7 weist wiederum einen Rahmen 1 auf, in dessen Raum 7 eine Röhrenspanplatte 8 angeordnet ist, die in gleicher Weise mit dem Rahmen 1_verbunden ist, wie dies oben bereits beschrieben wurde. Die Ausführungsform nach Fig. 8 weist einen Rahmen 1' auf, dessen Längsholme 2' und dessen in der Zeichnung nicht dargestellte Querhdme durch Vierkant-Hohlprofile aus Metall, insbesondere Stahl gebildet werden, die miteinander verschweißt oder - in Ausnahmefällen - verklebt sind. Der Raum 7 innerhalb des Rahmens 1' ist in diesem Fall wieder mit einer massiven Spanplatte 1o als Einlage ausgefüllt.

    [0021] Die beiden Treppenstufen nach den Fig. 7 und 8 weisen als Oberflächenbeschichtungen Platten 19, 2o und seitlich umlaufende Kantenstreifen 21 aus Stein, insbesondere Marmor,auf. Diese Platten 19, 2o und Kantenstreifen 21 weisen in der Regel eine Dicke von 5 bis 8 mm auf und sind ebenfalls flächig mit dem Rahmen 1 bzw. 1' und den Einlagen verleimt, so daß sie selber anstelle der Platten 5, 6 zusammen mit dem Rahmen 1 bzw. 1' und der Einlage eingeschlossenes Kastenprofil mit hoher Festigkeit bilden.

    [0022] Wenn - wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 - außer solchen Platten 19, 2o noch direkt auf dem Rahmen 1 die Platten 5, 6 angeordnet sind, dann ist die Festigkeit der Treppenstufe so hoch, daß auf eine Einlage im Raum 7 verzichtet werden kann.

    [0023] Die bisher beschriebenen Treppenstufen dienen primär dazu, auf einer Unterkonstruktion,' beispielsweise einem entsprechenden Stahlarm oder Betonarm aufzuliegen, auch wenn sie selbstverständlich nach allen Seiten überstehen können. Die Konstruktion mit dem Rahmen 1' nach Fig. 8 ist darüber hinaus auch geeignet, lediglich an ihren Enden durch Aufliegen oder Abhängen gestützt zu werden.

    [0024] Bei der Treppenstufe nach den Fig. 9 und 1o handelt es sich um eine solche für Wendel- bzw. Spindeltreppen, bei der die Stufen lediglich an einem Ende gehalten und ansonsten freitragend sind. Wie aus Fig. 1o ersichtlich ist, sind diese Arten von Treppenstufen in der Draufsicht nicht rechteckig, sondern sich nach außen verbreiternd ausgebildet. Auch hier ist ein Rahmen 1" mit Längsholmen 2" und einem äußeren Querhdm 3a" und einem inneren Querholm 3b" vorgesehen, die wiederum aus Fichtenholz bestehen und miteinander verleimt sind. Die Längsholme 2" sind an ihren Innenseiten mit sich über ihre volle Länge und ihre volle Höhe erstreckenden Metallträgern 14" verstärkt, die aus massiven Stahlbändern bestehen. Zum Innenraum 7" sind noch einmal Längsstege 22 aus Fichtenholz mit rechteckigem Vierkantprofil vorgesehen. Außerdem ist der Rahmen wieder mit quer zu den Längsholmen 2" verlaufenden Querstegen 4" ausgesteift. Die Treppenstufe weist im Bereich des inneren Querholms 3b" eine Bohrung 23 auf, die zur Aufnahme der die Treppe tragenden Spindel dient. Diese Bohrung 23 ist in einer Metallplatte 24 ausgebildet, die mit den beiden Metallträgern 14" verschweißt ist. Wie aus Fig. 1o hervorgeht, beginnen die sich bis zum äußeren Querholm 3a" erstreckenden Längsstege 22 erst neben der Metallplatte 24. der Rahmen 1" ist samt den Metallträgern 14", den Längsstegen 22 und den Querstegen 4" mit oberen und unteren Platten 5" und 6" vedeimt. Zusätzlich sind auch in der oben bereits geschilderten Weise in den Räumen 7" Hohlzellenwaben 11" vorgesehen, die in gleicher Weise mit den Platten 5" und 6" verbunden sind.

    [0025] Die in Fig. 11 nur im Querschnitt dargestellte, in der Draufsicht der Darstellung nach Fig. 1o entsprechenden Treppenstufe ist nicht für eine freitragende Bauweise ausgestaltet, sondern wird auch noch im Bereich ihres äußeren Querholms durch ein tragende Funktionen ausübendes Geländer abgestützt. Aus diesem Grunde sind hier keine Metallträger 14" vorgesehen, sondern die Längsholme 2" sind hier direkt mit den Längsstegen 22 verleimt. Anstelle der Metallplatte 24 ist der Rahmen 1" im Bereich der Spindelbohrung mit massivem, in sich verleimtem Holz ausgelegt. Ansonsten ist der Aufbau wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 und 10. Auch bei diesen Ausgestaltungen ist die Oberflächenbeschichtung durch Furnierplatten 15" und 16" und entsprechende Kantenumleimer 17" vorgenommen.

    [0026] Als Oberflächenbeschichtungen können selbstverständlich außer den bereits erläuterten Materialien alle geeigneten Kunststoffe, wie insbesondere Polyvinylchlorid, Gummi, Teppichwaren, Aluminium oder Edelstahl oder andere Unbrennbare Stoffe, insbesondere für feuerfeste Ausführungen, verwendet werden.

    [0027] In der ohnehin ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel darstellenden Fig. 3 ist noch eine zusätzliche Maßnahme dargestellt, mittels derer ein Verschleiß der die Trittfläche bildenden Furnierplatte 15 im vorderen oberen Kantenbereich, d.h. im Kantenbereich zwischen dieser oberen Furnierplatte 15 und dem Kantenumleimer 17 kompensiert werden kann. In diesem Bereich ist die aus einer Faserplatte gebildete Platte 5 ausgeschnitten und über die volle Länge des vorderen Längsholmens 2 eine leistenförmige Einlage 25 aus dem gleichen Holz, aus dem auch die Furnierplatte 15 besteht, durch Einleimen befestigt. Wenn also in diesem Bereich die Furnierplatte 15 und der obere Rand des Kantenumleimers 17 abgelaufen werden, wird diese leistenförmige Einlage 25 sichtbar, d.h. es wird nicht erkennbar, daß die Trittstufe nicht massiv aus dem Material besteht, aus dem die Furnierplatte 15 und der Kantenumleimer 17 bestehen.

    [0028] Es sei weiterhin ergänzend darauf hingewiesen, daß die Rahmen insoweit, als sie aus Holz bestehen, aus einem langfaserigen Holz, insbesondere Fichte, gebildet sind.


    Ansprüche

    1. Plattenförmige Treppenstufe in Verbundbauweise mit einer Oberflächenbeschichtung, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen umlaufenden Rahmen (1; 1'; 1") aufweist, der an seiner Oberseite und an seiner Unterseite mit jeweils einer ihn überdeckenden Platte (5, 6; 5", 6"; 19, 20) fest verbunden ist.
     
    2. Treppenstufe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Rahmen (1; 1'; 1") und die Platten (5, 6; 5", 6"; 19, 20) umgrenzte Raum (7; 7") mit einer Einlage ausgefüllt ist.
     
    3. Treppenstufe nach Patentanspruch 2, dadurch qekennzeichnet, daß die Einlage fest mit den Platten (5, 6; 5", 6"; 19, 20) und dem Rahmen (1; 1'; 1") verbunden ist.
     
    4. Treppenstufe nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung durch Verleimung gebildet ist.
     
    5. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine Hohlzellenwabe (11; 11") als Einlage.
     
    6. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine Spanplatte (10) als Einlage.
     
    7. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine Röhrenspanplatte (8) als Einlage.
     
    8. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1; 1") durch Querstege (4; 4") ausgesteift ist.
     
    9. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1; 1'; 1") aus miteinander verleimten Längsholmen (2; 2") und Querholmen (3; 3a", 3b") aus Holz besteht.
     
    10. Treppenstufe nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (2; 2") mit Metallträgern (14; 14") versteift sind.
     
    11. Treppenstufe nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (2; 2") aus Holz und die Metallträger (14; 14") miteinander verleimt sind.
     
    12. Treppenstufe nach Patentanspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallträger (14) als Vierkant-Hohlprofile ausgebildet sind.
     
    13. Treppenstufe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1') aus Vierkant-Hohlprofilen aus Metall gebildet ist.
     
    14. Treppenstufe nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Waben (13) mit Kunststoff ausgefüllt sind.
     
    15. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,daß die Längsholme (2") des Rahmens (1") mit Längsstegen (22) bestärkt sind.
     
    16. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere Furnierplatte (15) eine untere Furnierplatte (16) und ein Kantenumleimer (17) vorgesehen sind.
     
    17. Treppenstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenbeschichtungen durch Platten (19, 20) und Kantenstreifen (21) aus Stein gebildet werden.
     
    18. Treppenstufe nach Patentanspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (5, 6; 5", 6") durch Faserplatten gebildet sind.
     
    19. Treppenstufe nach den Patentansprüchen 1 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß im Kantenbereich zwischen vorderem Kantenumleimer (17) und oberer Furnierplatte (15) die Platte (5) mit einem streifenförmigen Ausschnitt versehen und dieser Ausschnitt mit einer leistenförmigen Einlage (25) aus dem Holz der Furnierplatte (15) und des Kantenumleimers (17) ausgefüllt ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht