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EP 0 019 641 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.1983 Patentblatt 1983/32 |
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Anmeldetag: 16.05.1979 |
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Verfahren zur Aufbereitung von Wasser/Kohlenstoff-Suspensionen, die beim Auswaschen
des Gases anfallen, das bei der Vergasung von mineralischen Rohstoffen entsteht
Method of processing carbon-water suspensions, resulting from scrubbing the gas produced
during the gasification of crude mineral materials
Procédé de traitement de suspensions eau-carbone résultant du lavage du gaz obtenu
par gazéification de matières premières minérales
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.1980 Patentblatt 1980/25 |
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Anmelder: |
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- Ruhrkohle Aktiengesellschaft
45128 Essen (DE)
- Ruhrchemie Aktiengesellschaft
D-4200 Oberhausen 13 (DE)
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Erfinder: |
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- Langhoff, Josef, Dr.
D-4220 Dinslaken (DE)
- Seipenbusch, Jürgen
D-4300 Essen 14 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Suspensionen aus kohlenstoffhaltigem
Material und Wasser, die beim Auswaschen des Gases mit Wasser anfallen, das bei der
Vergasung von Kohle entsteht, indem die Suspension eingedickt, mit einem flüssigen
Kohlenwasserstoff innig vermischt, das kohlenstoffhaltige Material aus der Suspension
durch Siebung abgetrennt und zum Ausgangsbrennstoff zurückgeführt und diesem beigemischt
wird, während das Waschwasser erneut in die Waschzone eingeleitet wird.
[0002] Die Kohlenstaubvergasung erfolgt im Gleichstrom von Kohle mit Wasserdampf und Sauerstoff
bzw. Luft im Vergasungsreaktor. Die hierfür benötigten kohlenstoffhaltigen Brennstoffe
werden zunächst zusammen mit Wasser in einer Nassmühle fein aufgemahlen. Die fertige
Suspension gelangt dann über eine Pumpe in den Reaktor, wo sie zusammen mit dem Sauerstoff
und evtl. Wasserdampf vergast wird. Die Reaktion läuft in der Flamme sehr schnell
ab, so dass die mittlere Verweilzeit im Reaktor nur wenige Sekunden beträgt. Das Endprodukt
besteht bei diesem Verfahren in der Hauptsache aus Kohlenoxyd und Wasserstoff. Darüber
hinaus enthält es verhältnismässig grosse Mengen mitgerissener kohlenstoffhaltiger
Feststoffe.
[0003] Die mitgerissenen Feststoffteilchen werden danach durch Berührung der Synthesegase
mit Wasser in üblichen Wascheinrichtungen, wie z.B. Waschkühlern, von den mitgeführten
Feststoffen befreit. Das feststoffbeladene Waschwasser wird dann einem Eindicker zugeführt,
der die Suspension in Feststoff und Waschwasser aufteilt, wobei der Feststoff dem
Einsatzgut zugemischt und das Waschwasser wieder in die Waschzone zurückgeleitet wird.
Durch die Rückführung des Feststoffes kann der Kohlenstoffdurchsatz auf annähernd
100% gebracht werden.
[0004] AusderDE-A-1 216 259isteinVerfahrenzurAufbereitung derartiger Wasser-Kohlenstoff-Suspensionen
bekannt, nach dem die Waschwasserdispersion zunächst mit einer Benzinfraktion vermischt
wird, wodurch die Kohle auf dem Wasser aufschwimmt und so vom Wasser getrennt werden
kann. Eine weitere Entwässerung wird dadurch erreicht, dass die vorhandene Benzinkohlensuspension
anschliessend mit einem Bunkerheizöl gemischt und danach erhitzt wird. Hierdurch verdampft
das Benzin, das anschliessend wieder zum Auswaschen Verwendung finden kann, während
das Gemisch aus Bunkerheizöl und suspendierter Kohle dem Vergasungsreaktor wieder
zugeführt wird.
[0005] Aus der DE-A-1 216 259 ist es auch bereits bekannt, wenigstens einen Teil der Asche
aus den gasförmigen Reaktionsprodukten zu beseitigen, da hierdurch die Brauchbarkeit
und der Wert der später zurückgewonnenen kohlenstoffhaltigen Materialien erhöht werden
kann. Diese Asche fällt nach beschriebenen Verfahren in der Kühlzone durch unmittelbare
Berührung mit dem Wasser automatisch aus und kann in Sintergutform am Boden des Gefässes
abgezogen werden.
[0006] Ferner ist aus der FR-A-2 343 803 bekannt, das kohlenstoffhaltige Material vor der
Rückführung einer Klassierung zu unterziehen und nur den Siebrückstand zum Vergasungsreaktor
zurückzuführen und mit dem Einsatzgut zu mischen.
[0007] Es hat sich aber gezeigt, dass diese bekannten Verfahren die Wirtschaftlichkeit nicht
wesentlich erhöhen. Das wird darauf zurückgeführt, dass der anfallende Feinstaub bei
der Vergasung nach den bisherigen Erfahrungen etwa zur Hälfte aus brennbarem und aus
Asche besteht. Durch die fortlaufende Rückführung des mit dem Synthesegas ausgetragenen
Feststoffes wird sich der Aschegehalt des Einsatzgutes laufend erhöhen. Um die Pumpbarkeit
des Einsatzgutes aufrechtzuerhalten, muss zusätzliches Wasser aufgegeben werden, was
zu einer Verschlechterung des Wirkungsgrades führt. Unter Berücksichtigung der Erkenntnis,
dass der Wirkungsgrad des Vergasungsverfahrens und damit die Wirtschaftlichkeit durch
eine Verringerung des Mineralstoffanteiles im ausgetragenen und zurückgeführten Feststoff
merklich verbessert werden kann, hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein
Verfahren zu entwickeln und vorzuschlagen, mit dessen Hilfe die brennbaren und unbrennbaren
Bestandteile des ausgetragenen kohlenstoffhaltigen Materials möglichst weitgehend
und ohne zu grossen Aufwand voneinander getrennt werden.
[0008] Nach der Erfindung wird das dadurch erreicht, dass die Eindickung der Suspension
auf 200 bis 500 g/I, vorzugsweise 350 g/I, erfolgt, dann mit Heizöl als flüssigem
Kohlenwasserstoff vermischt und die Mischung über ein Sieb mit 0,5 mm Maschenweite
klassiert wird, wobei das kohlenstoffhaltige Material mit dem Siebrückstand und mit
dem Heizöl.dem Ausgangsbrennstoff zugeführt wird.
[0009] Untersuchungen haben bestätigt, dass der Ascheanteil mit zunehmender Kornfeinheit
steigt, so dass durch einfache Abtrennung der feineren Fraktionen der Aschegehalt
der Gesamt-Suspension merklich gesenkt werden kann.
[0010] Der Siebdurchgang, der den grössten Teil an Asche enthält, wird anschliessend vom
Wasser getrennt und aus dem Kreislauf herausgenommen. Der Siebrückstand, der überwiegend
kohlenstoffhaltige Bestandteile aufweist, wird kontinuierlich abgezogen, hydraulisch
vor den Vergasungsreaktor zurückgeführt und mit dem Einsatzgut gemischt. Da es sich
bereits um eine Wasser-Kohlenstoff-Suspension handelt, entfällt eine vorherige Durchmischung.
Die Suspension kann sofort dem Vergasungsreaktor mitaufgegeben oder aber dem Suspensionsbehälter
aufgegeben werden. Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt
darin, dass man mit Hilfe einer apparativ wenig aufwendigen Klassierung eine merkbare
Senkung des Aschegehalts des dem Prozesses wieder zugeführten kohlenstoffhaltigen
Materials erreichen kann. Der beschriebene Vorgang ist weder temperatur- noch druckabhängig
und kann daher auch ohne zusätzlichen verfahrenstechnischen Aufwand durchgeführt werden.
Der Vorteil des Verfahrens ist u.a. auch darin zu sehen, dass durch eine nachgeschaltete
Aufbereitung des mit dem Synthesegas ausgetragenen Feststoffes auch eine Vergasung
von ballastreichen kohlenstoffhaltigen Mineralien wirtschaftlich möglich ist. Ohne
eine solche Aufbereitung würde sich der Gehalt an Unverbrennbarem am Eingang des Reaktors
ansonsten sehr schnell so weit erhöhen, dass kaum noch ausreichende brennbare Anteile
im Einsatzgut vorhanden sind.
[0011] Nach der Erfindung wird die Wasser-Kohlenstoff-Suspension zunächst auf einen bestimmten
Feststoffgehalt eingedickt, danach mit einem flüssigen Kohlenwasserstoff innig vermischt
und anschliessend klassiert. Hierdurch tritt eine Umnetzung der kohlenstoffhaltigen
Teile ein, die zu einer Agglomeration der kohlenstoffhaltigen Teile führt, so dass
bei der anschliessenden Klassierung der schlackenreiche Feststoff mit dem Wasser durch
das Sieb hindurch ausgetragen wird. Hierbei hat sich überraschend gezeigt, dass sich
die Oberflächeneigenschaften der eingesetzten kohlenstoffhaltigen Mineralien auch
durch die Vergasung bzw. Teilvergasung nicht ändern. Der aus dem Gasstrom ausgewaschene
Feststoff wird zunächst auf eine für das Umnetzungsverfahren geeignete Konzentration
eingedickt, um den Verbrauch an Öl möglichst gering und den Erfolg des Umnetzungsverfahrens
möglichst günstig zu gestalten. Die Konzentration beträgt erfindungsgemäss 200 bis
500 g/I, vorzugsweise 350 g/I. Danach wird der Eindickerunterlauf mit 5 bis 20 Gew.-%,
vorzugsweise 8 bis 10 Gew.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt, mit handelsüblichem
Heizöl intensiv gemischt. Die hierbei auftretende Agglomeration betrifft ausschliesslich
die kohlenstoffhaltigen Substanzen, aufgrund der bereits vorab erwähnten gleichgebliebenen
Oberflächeneigenschaften. Hierdurch ist es dann einfach möglich, die Suspensionen
aus agglomerierten kohlenstoffhaltigen Teilen, schlackereichem Feststoff und Wasser
einem Sieb von 0,5 mm aufzugeben und den dann erhaltenen Siebrückstand dem Reaktor
wieder zuzuführen und mit dem Einsatzgut zu mischen. Der Siebrückstand kann ohne weitere
Vorbehandlung zugemischt werden, weil das noch an den Feststoffteilchen anhaftende
Heizöl den nachfolgenden Vergasungsprozess nicht behindert, sondern vielmehr sogar
fördert. Da es sich auch hierbei um eine Wasser-Kohlenstoff-Suspension handelt, kann
die Suspension auch unmittelbar in den Vergasungsreaktor eingebracht werden. Eine
weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, dass in das erfindungsgemässe Verfahren
eine Zerkleinerung zwischengeschaltet wird. So kann z.B. der Eindickerunterlauf auf
<0,1 1 mm aufgemahlen werden. Hierdurch wird der Trenneffekt des erfindungsgemässen
Verfahrens durch eine optimalere Umsetzung verbessert.
1. Verfahren zur Aufbereitung von Suspensionen aus kohlenstoffhaltigem Material und
Wasser, die beim Auswaschen des Gases anfallen, das bei der Vergasung von Kohle entsteht,
indem die Suspension eingedickt, mit einem flüssigen Kohlenwasserstoff innig vermischt,
das kohlenstoffhaltige Material aus der Suspension durch Siebung abgetrennt und zum
Ausgangsbrennstoff zurückgeführt und diesem beigemischt wird, während das Waschwasser
erneut in die Waschzone eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindickung
der Suspension auf 200 bis 500 g/l, vorzugsweise 350 g/I, erfolgt, dann mit Heizöl
als flüssigem Kohlenwasserstoff und die Mischung über ein Sieb mit 0,5 mm Maschenweite
klassiert wird und der Siebrückstand zusammen mit dem anhaftenden Heizöl dem Ausgangsbrennstoff
zurückgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eindickerunterlauf
mit 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt, mit Heizöl gemischt wird.
3. Verfahren nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, dass der Eindickerunterlauf auf
<0,1 mm weiter zerkleinert wird.
1. Method of processing suspensions of carbonaceous material and water, which are
produced by scrubbingthe gas obtained inthe gasification of coal, in which the suspension
is thickened, intimately mixed with a liquid hydrocarbon, the carbonaceaus material
is separated from the suspension by filtration and returned to, and mixed with, the
initial fuel material, while the wash water is again led to the wash zone, characterised
in that the suspension is thickened to 200 to 500 g/l, preferably 350 g/l, then mixed
with fuel oil as the liquid hydrocarbon, and the mixture is classified over a sieve
having a 0.5 mm mesh width, and the classification residue is returned together with
accompanying fuel oil as the initial fuel material.
2. Process according to claim 1, characterised in that the tickened suspension is
mixed with 5 to 20 weight %, based on the solids content, of fuel oil.
3. Process according to claim 2, characterised in that the tickened suspension is
further comminuted, to less than 0.1 mm.
1. Procédé de préparation de suspensions d'un matériau carboné et d'eau, qui apparaissent
lors du lavage du gaz qui se produit dans la gazéification du charbon, la suspension
étant épaissie et intimement mélangée à un hydrocarbure liquide, le matériau carboné
étant séparé par tamisage de la suspension et ramené au combustible initial auquel
il est mélangé, tandis que l'eau de lavage est réintroduite dans la zone de lavage,
caractérisé en ce que la suspension est épaissie jusqu'à 200 à 500 g/I, de préférence
350 g/I, et mélangée ensuite à du mazout comme hydrocarbure liquide, le mélange étant
calibré par passage dans un tamis de mailles de 0,5 mm de largeur, et le refus de
tamisage avec le mazout y adhérant étant ramenés au combustible initial.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le produit sortant de l'épaississeur,
en proportion de 5 à 20% en poids par rapport à la teneur en matière solide, est mélangé
à du mazout.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le produit sortant de l'épaississeur
est en outre réduit en poudre de grains inférieurs à 0,1 mm.