[0001] Die Erfindung betrifft eine federbetätigte Pendeltür mit einem Federspannhebelpaar,
dessen Befestigung an der Pendeltür, an einer Zarge oder am Türsturz gegenüber der
Schwenkachse der Pendeltür nach innen versetzt ist, wobei das Federspannhebelpaar
an einer Rolle derart anliegt, daß die Pendeltür in Schließrichtung beaufschlagbar
ist und wobei die das Federspannhebelpaar ausbildenden Federspannhebel Ausnehmungen
aufweisen, in die die Rolle in die Ruhelage der Pendeltür eingreift.
[0002] Eine solche Pendeltür mit am Türsturz befestigter Rolle beschreibt die FR-A-1 581
183. Die Federspannhebel sind dort als Blattfedern ausgebildet. Die erwähnten Ausnehmungen
sind an den freien Enden der Blattfedern ausgebildet. Die Rolle befindet sich zwischen
dem Befestigungspunkt des Federspannhebelpaars an der Pendeltür und der Schwenkachse
der Pendeltür.
[0003] Durch diese Konstruktion bedingt, steigt die Schließkraft des Türschließers dieser
bekannten Pendeltür mit wachsendem Öffnungswinkel der Pendeltür an. Im Ruhezustand
der Pendeltür ist die von den Blattfedern auf die Pendeltür ausgeübte Schließkraft
gleich Null oder zumindest sehr gering. Eine solche Charakteristik ist aber nachteilig,
weil schon geringe Winddrücke die Pendeltür öffnen können. Auch muß zum Öffnen der
Pendeltür eine mit wachsendem Öffnungswinkel ansteigende Kraft aufgewendet werden,
was ebenfalls unerwünscht ist. Weiterhin fällt dort nachteilig ins Gewicht, daß sich
die Pendeltür nur bis zu einem Winkel von etwa 45° öffnen läßt. Wird die Pendeltür
über diesen Winkel hinaus aufgeschwenkt, so rastet die Rolle aus der betreffenden
Blattfeder aus, und der Türschließer ist nicht mehr funktionsfähig.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Pendeltür der eingangs genannten
Art so auszugestalten, daß in der Ruhelage ein hoher Schließdruck oder Zuhaltedruck
auf die Pendeltür einwirkt, der zunächst steil ansteigt und dann mit wachsendem Öffnungswinkel
zumindest nicht mehr ansteigt, vorzugsweise abfällt, wobei sehr große Öffnungswinkel
von fühlbar über45° möglich sein sollen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
a) eine als Türschließer wirkende Feder vorgesehen ist, die an den Federspannhebeln
angreift,
b) die Federspannhebel sich über ihre Ausnehmungen hinaus erstrecken und
c) die Befestigung der Federspannhebel als Schwenkbefestigung an der Schwenkachse
des Türschließers ausgebildet ist, die zwischen der Schwenkachse der Pendeltür und
der Rolle angeordnet
[0006] Durch das Merkmal a) wird erreicht, daß die Federspannkraft den jeweils örtlichen
Verhältnissen sehr gut angepaßt werden kann. Dies ist beim geschilderten Stand der
Technik ohne konstruktive Änderungen nicht möglich. Die Feder kann außerdem in einem
jeweils gewünschten Maße vorgespannt werden, wodurch dann ein entsprechender Schließdruck
auch in der Ruhelage auf die Pendeltür einwirkt.
[0007] Das Merkmal b) ermöglicht die angestrebten großen Öffnungswinkel bis etwa 150°. Dasselbe
gilt für das Merkmal c), wodurch die Befestigung des Federspannhebelpaares erfindungsgemäß
viel näher an die Schwenkachse der Tür gerückt wird als dies beim Stand der Technik
der Fall ist.
[0008] Es sind zwar bereits Pendeltüren mit einem Schwenkbereich bis etwa 180° bekannt,
der durch ein kombiniertes Federbandscharnier mit zwei Schwenkachsen je Türflügel
erreicht wird, jedoch haben diese Pendeltüren nicht die neuartige Federcharakteristik
und sind auch konstruktiv aufwendiger.
[0009] Man kann eine weitere Vergrößerung des Schwenkwinkels der Pendeltür in einer Richtung
- d. h. nach innen oder außen - erreichen, wenn die Schwenkachse der Pendeltür gegenüber
der Mittelebene des Türsturzes seitlich versetzbar ist.
[0010] Es dient einer Einstellung der Pendeltür relativ zur Zarge, wenn an der Pendeltür
verstellbare Anschläge vorgesehen sind, an denen die Federspannhebel anliegen.
[0011] Falls auf die Federspannhebel als Feststeller dienende Anschläge für die Rolle aufgeschoben
sind, die an ihrem Federspannhebel arretierbar sind, kann die Pendeltür bei einem
bestimmten Öffnungswinkel in der Offenstellung jeweils arretiert werden. Dieser Öffnungswinkel
hängt vom Ort der Festlegung des betreffenden Anschlages auf seinem Federspannhebel
ab.
[0012] Diesbezüglich wird es bevorzugt, wenn die Anschläge an ihrer zur Schwenkachse des
Türschließers weisenden Seite ein flaches Auflaufprofil und an der der Schwenkachse
abgewandten Seite ein steileres Auflaufprofil für die Rolle haben.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
aus denen sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des oberen Endes einer Pendeltür;
Fig.2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 von Fig. 1;
Fig.3 eine Draufsicht auf eine an einem Winkelrahmen befestigte Pendeltür, wobei gleichzeitig
der Schwenkwinkel der Tür dargestellt ist;
Fig. 4 eine weitere Draufsicht, wobei auf die Federspannhebel als Feststeller dienende
Anschläge aufgeschoben sind;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht von Fig. 4.
[0014] Eine Pendeltür 1 ist über Angeln, von denen in Fig. 1 nur die obere Angel 2 zeichnerisch
dargestellt ist, an einer Zarge 3 schwenkbar befestigt. Die Schwenkachse der Pendeltür
ist mit Position 4 bezeichnet.
[0015] Ein federbetätigter Türschließer 5 hat eine Schwenkachse 6. Seine Feder ist bei Position
7 angedeutet. Die Federkraft kann in bekannter Art und Weise über eine Gewindemutter
8, mit der eine Feststellmutter 9 zusammenarbeitet, eingestellt werden.
[0016] Die Feder 7 beaufschlagt zwei Federspannhebel 10, 11, die ein Federspannhebelpaar
ausbilden. Beide Federspannhebel werden mittels der Feder 7 zusammengedrückt, so daß
sie in der zeichnerisch dargestellten Ruhelage der Pendeltür an einer Rolle 12 anliegen.
Diese ist am oberen waagerechten Teil der Zarge 3 oder am oberen Türsturz drehbar
befestigt. In der gezeigten Ruhelage liegt die Rolle 12 in Ausnehmungen 13 der Federspannhebel..
[0017] An der Pendeltür 1 ist weiterhin ein Ansatz 14 befestigt, in den übereinander zwei
Gewindeschrauben 15 eingeschraubt sind, von denen zeichnerisch nur eine dargestellt
ist. Durch eine entsprechende Einstellung der Gewindeschrauben wird die Spreizung
der Federspannhebel 10, 11 eingestellt und damit auch die Lage der Pendeltür relativ
zur Zarge.
[0018] Wird die Pendeltür in Richtung des Doppelpfeiles 16 geöffnet, so wandert dabei die
Rolle 12 aus der Ausnehmung 13 des betreffenden Federspannhebels 10 oder 11 in Pfeilrichtung
17 heraus. Dadurch vergrößert sich der Hebelarm zwischen dem momentanen Antagepunkt
zwischen Rolle 12 und Federspannhebel 10 oder 11 - in Fig. 2 ist dieser Anlagepunkt
die Mitte der Ausnehmung 13 - und der Schwenkachse 6 des Türschließers 5. Bedingt
durch diesen sich hierbei vergrößernden Federarm bleibt die von der Feder 7 ausgeübte
Schließkraft bei sich öffnender Pendeltür gleich. Vorzugsweise verringert sie sich
mit sich vergrößerndem Öffnungswinkel. Dies beruht darauf, daß die von der Feder 7
ausgeübte Schließkraft zwar mit sich vergrößerndem Öffnungswinkel wächst, dieser Anstieg
aber durch den sich gleichzeitig vergrößerndem Hebelarm zwischen dem momentanen Anlagepunkt
des betreffenden Hebelarms an der Rolle und der Schwenkachse des Türschließers zumindest
kompensiert wird.
[0019] Die Versetzung der Schwenkachse 6 des Türschließers nach innen ermöglicht den fühlbar
vergrößerten Öffnungswinkel, weil dadurch das Gehäuse des Türschließers 5 einen größeren
Abstand von der Zarge 3 bzw. der entsprechenden Wand des Gebäudes einnimmt.
[0020] Will man den Öffnungswinkel nach einer Richtung (innen oder außen) noch weiter vergrößern,
so versetzt man die Angel 2 mit ihrer Schwenkachse 4 seitlich, wie in Fig. 2 bei Pos.-2'
und 4' angedeutet. Dies ist durch ein entsprechendes und an die Zarge 3 angeschraubtes
Winkelprofil möglich.
[0021] Die zeichnerisch beschriebene Ausführungsform kann auch abgewandelt werden. Beispielsweise
kann auch die Rolle auf der Oberkante des Türflügels der Pendeltür 1 drehbar befestigt
sein, in welchem Fall dann der Türschließer mit seinen Federspannhebeln an der Unterkante
des Türsturzes befestigt ist.
[0022] Die beschriebenen Pendeltüren sind üblicherweise paarweise angeordnet.
[0023] Der Abstand zwischen den Schwenkachsen 4 und 6 richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten.
Je größer dieser Abstand ist, um so größer wird der mit der Erfindung erzielbare Effekt,
d. h. um so stärker wird die vom Türschließer auf die Pendeltür ausgeübte Rückstellkraft
in Abhängigkeit vom Öffnungswinkel der Pendeltür beeinflußt.
[0024] Durch das Versetzen der Schwenkachse 6 nach innen geht zwar ein gewisses Maß an Durchfahrbreite
verloren, dies beträgt aber nur etwa 50-55mm und fällt daher nicht ins Gewicht.
[0025] In Fig. 3 ist die Pendeltür an einem Winkelprofil 18 befestigt. Fernerhin ist dort
der Öffnungswinkel von 150° eingezeichnet.
[0026] In Fig. 4 und 5 ist auf die Federspannhebel 10, 11 je ein als Feststeller dienender
Anschlag 19 aufgeschoben und an der gewünschten Stelle längs des Federspannhebels
arretiert, beispielsweise mittels einer Schraube. Dadurch kann der Türflügel in geöffnetem
Zustand bei Bedarf arretiert werden.
[0027] Die Anschläge 19 sind stufenlos auf den Federspannhebeln einstellbar. An ihrer zur
Schwenkachse 6 des Türschließers weisenden Seite haben sie ein flaches Auflaufprofil
20 und an der entgegengesetzten Seite ein steileres Auflaufprofil 21.
[0028] Beim Öffnen der Tür gleitet die Rolle 12 somit leicht über den Anschlag 19 hinweg,
während die Tür, bedingt durch den Federdruck, beim Schließen in gewünschtem und einstellbarem
Öffnungswinkel dadurch arretiert wird, daß sich

Rolle 12 an das steilere Auflaufprofil 21 anlegt. Erst durch festeres Drücken der
Tür in Schließrichtung oder durch einen leichten Schwung gleitet die Rolle über den
Anschlag 19 hinweg, und die Tür schließt selbsttätig.
[0029] In Fig. 4 ist die Pendeltür in ihrer geschlossenen Lage und gleichzeitig in einer
geöffneten, arretierten Lage gezeigt.
1. Federbetätigte Pendeltür (1) mit einem Federspannhebelpaar, dessen Befestigung
an der Pendeltür (1), an einer Zarge oder am Türsturz gegenüber der Schwenkachse (4)
der Pendeltür (1) nach innen versetzt ist, wobei das Federspannhebelpaar an einer
Rolle (12) derart anliegt, daß die Pendeltür (1) in Schließrichtung beaufschlagt ist,
und wobei die das Federspannhebelpaar ausbildenden Federspannhebel (10, 11) Ausnehmungen
aufweisen, in die die Rolle (12) in die Ruhelage der Pendeltür eingreift, dadurch
gekennzeichnet, daß
a) eine als Türschließer wirkende Feder (7) vorgesehen ist, die an den Federspannhebeln
(10, 11) angreift,
b) die Federspannhebel (10, 11) sich über ihre Ausnehmungen (13) hinaus erstrecken
und
c) die Befestigung der Federspannhebel (10, 11) als Schwenkbefestigung an der Schwenkachse
(6) des Türschließers ausgebildet ist, die zwischen der Schwenkachse (4) der Pendeltür
(1) und der Rolle (12) angeordnet ist.
2. Pendeltür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (4) der
Pendeltür gegenüber der Mittelebene des Türsturzes (3) seitlich versetzbar ist.
3. Pendeltür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Pendeltür
(1) verstellbare Anschläge (15) vorgesehen sind, an denen die Federspannhebel (10,11)
anliegen.
4. Pendeltür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die
Federspannhebel (10, 11) als Feststeller dienende Anschläge (19) für die Rolle (12)
aufgeschoben sind, die an ihrem Federspannhebel (10, 11) arretierbar sind.
5. Pendeltür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (19) an ihrer
zur Schwenkachse (6) des Türschließers (15) weisenden Seite ein flaches Auflaufprofil
und an der der Schwenkachse (6) abgewandten Seite ein steileres Auflaufprofil für
die Rolle (12) haben.
1. A spring-operated swing door (1) having a pair of tension spring arms whose fastening
to the swing door (1), at a surround or at the door plate facing the swivel axis (4)
of the swing door (1), is positioned towards the inside, the tension spring arm pair
being arranged on a roll (12) in a manner such that the swing door (1) is biased in
the direction of closure, and the tension spring arms (10, 11) comprising the tension
spring arm pair having recesses in which the roll (12) engages when the swing door
is at rest, characterised in that
a) a spring (7), acting as a door closer, is provided, which acts against the tension
spring arms (10,11),
b) the tension spring arms (10, 11) extend outwards beyond their recesses and
c) the fastening of the tension spring arms (10, 11) is provided as rotation-fastening
at the swivel axis (6) of the door closer, which is positioned between the swivel
axis (4) of the swing door (1) and the roll (12).
2. A swing door according to claim 1, characterised in that the swivel axis (4) of
the swing door, facing the central plane of the door plate (3), is capable of lateral
displacement.
3. A swing door according to claim 1 or 2, characterised in that adjustable projections
(15), on which the tension spring arms (10, 11) abut, are provided on the swing door
(1).
4. A swing door according to one of claims 1 tc 3, characterised in that projections
(19) serving to locate the roll (12) are suspended from the tension spring arms (10,
11), which can catch on their tension spring arms (10, 11).
5. A swing door according to claim 4, characterised in that the projections (19) have
a flat profile on that face facing the swivel axis (6) of the door closer (15) and
a steep profile for the roll (12) on that face turned away from the swivel axis (6).
1. Porte oscillante (1) actionnée par ressort avec une paire de leviers sollicités
élastiquement, dont la fixation sur la porte oscillante (1) est disposée vers l'intérieur
par rapport à l'axe de pivotement (4) de la porte oscillante (1) sur un bord ou un
cadre de porte, la paire de leviers sollicités élastiquement s'appuyant sur un rouleau
(12) de sorte que la porte oscillante (1) est sollicitée dans la direction de fermeture,
tandis que les leviers sollicités élastiquement (10, 11) constituant la paire de leviers
sollicités élastiquement présentent des chambrages, dans lesquels s'engage le rouleau
(12) dans la position de repos de la porte oscillante, caractérisée en ce que:
a) est prévu un ressort (7) agissant comme ferme-porte, et qui actionne les leviers
sollicités élastiquement (10, 11),
b) les leviers sollicités élastiquement (10, 11) s'étendent vers l'extérieur au-delà
de leurs chambrages (13), et
c) la fixation des leviers sollicités élastiquement (10, 11) est conçue comme une
fixation oscillant sur l'axe de pivotement (6) du ferme-porte qui est disposé entre
l'axe de pivotement (4) de la porte oscillante (1) et le rouleau (12).
2. Porte oscillante selon la revendication 1, caractérisée en ce que, l'axe de pivotement
(4) de la porte oscillante peut être disposé latéralement par rapport au plan moyen
du cadre de porte (3).
3. Porte oscillante selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que sont prévues
sur la porte oscillante (1) des butées ajustables (15), sur lesquelles reposent les
leviers sollicités élastiquement (10, 11).
4. Porte oscillante selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que sur
les leviers sollicités élastiquement (10, 11) sont enfilées des butées (19) servant
d'arrêt pour le rouleau (12) et qui sont susceptibles d'être fixées sur les leviers
sollicités élastiquement (10, 11).
5. Porte oscillante selon la revendication 4, caractérisée en ce que les butées (19)
ont sur leur côté faisant face à l'axe de pivotement (6) du ferme-porte (15) un profil
d'appui plat et sur leur côté opposé l'axe de pivotement (6) un profil d'appui abrupt
pour le rouleau (12).