[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung
von nass kaschierten, insbesondere elastischen Textilmaterialien mit guter Luft- und/oder
Wasserdampfdurchlässigkeit.
[0002] Es ist bekannt, Laminate aus elastischen Wirk- und Webwaren, z.B. durch Flammkaschierung
mit einem Polyurethanschaumstoff oder durch Pastenkaschierung herzustellen. Unter
Flammkaschierung versteht man dabei das kontinuierliche Verbinden zweier Textilbahnen
mittels Schaumstoffolien, deren Oberfläche durch Vorbeiführen an Gasbrennern Klebkraft
erhält. Nachteilig bei diesem Verfahren wirkt sich aus, dass man eine spezielle Anlage
zur Durchführung des Verfahrens benötigt und dass die gewünschten Stärken des Schaumstoffes
nicht beliebig variierbar sind. Weiterhin erreicht man nur eine geringe Haftfestigkeit
des Polyurethanschaums zum Textilmaterial (geringe Lebensdauer); die Wärmeisolierung
und der Griff der Laminate sind ausserdem ungenügend.
[0003] Bei der Pastenkaschierung ist die Elastizität des Endartikels durch die Polymerfilmelastizität
gegeben und liegt in der Regel weit unter der Elastizität des Ausgangsmaterials. Neben
dieser Elastizitätseinbusse erreicht man auch keinen befriedigenden Griffausfall.
Ferner ist die Luft-und Wasserdampfdurchlässigkeit sehr niedrig, wodurch das -Trageverhalten,insbesondere
von Sportbekleidungsartikeln, stark beeinträchtigt wird. Ein weiterer Nachteil der
Pastenkaschierung besteht darin, dass man offenstrukturierte Gewebe und Gewirke praktisch
nicht kaschieren kann, da es sehr leicht zu einem Durchschlagender Paste kommt.
[0004] Aus z.B. der deutschen Offenlegungsschrift 2 745 950 sind weiterhin wasserfreste,
trocken kaschierte Laminate bekannt, bei welchen die Schaumzubereitung auf eine textile
Webware aufgebracht und zuerst ohne Hitzehärtung, Vernetzung oder Vulkanisation bei
90 bis 180° C während 1 bis 10 Minuten bis zu einem solchen Feuchtigkeitsgrad getrocknet
wird, dass der Schaum wenigstens stabilisiert wird, worauf die beschichtete Warenbahn
anschliessend mit einer weiteren textilen Warenbahn überdeckt, d.h. trocken kaschiert
wird, und beide Textilbahnen anschliessend zu einem Laminat stets zusammengedrückt
und stets einer Wärmebehandlung unterworfen werden, wobei aufwendige apparative Massnahmen
(Einsatz von geheizten Kalandern) notwendig sind.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, ein neues Verfahren zur kontinuierlichen
Herstellung von nasskaschierten gegebenenfalls elastischen Textilmaterialien bereitzustellen,
wobei die gegebenenfalls vorhandene Elastizität der Ausgangsartikel erhalten bleibt,
die erhaltenen Textilmaterialien eine gute Wärmeisolierung, einen besonders weichen
Griff sowie auch gute Luft- und/oder Wasserdampfdurchlässigkeit aufweisen und eine
gute Haftfestigkeit zwischen der Beschichtung und dem Textilmaterial erreicht wird.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass man als Kaschiermittel
eine verschäumte wässrige Zubereitung verwendet, die ein selbstvernetzendes Copolymerisat
z.B. auf Acrylatbasis und gegebenenfalls ein härtbares Aminoplastvorkondensat enthält,
und dass man diese Zubereitung auf eine textile Warenbahn, die sich im spannungslosen
zustand befindet, aufbringt, eine zweite Wahrenbahn nassaufkaschiert und dann das
Laminat durch Wärme- und gegebenenfalls Drucknachbehandlungen fertigstellt. Hierbei
wird die Zubereitung vor dem Kaschieren nicht getrocknet.
[0007] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur kontinuierlichen
Herstellung von kaschierten, gegebenenfalls elastischen Textilmaterialien mit guter
Luft- und/oder Wasserdampfdurchlässigkeit, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man
auf eine erste textile Warenbahn im spannunglosen Zustand eine verschäumte wässrige
Zubereitung aufbringt, die
(al) ein selbstvernetzendes Copolymerisat auf Acrylatbasis, (a2) ein selbstvernetzendes Vinyl-Acrylat Copolymerisat oder (a3) ein selbstvernetzendes Olefin-Vinyl Copolymerisat,
(b) gegebenenfalls ein härtbares, vernetzendes, polyfunktionelles Aminoplastvorkondensat
oder Aminoplastbildner,
(c) ein oberflächenaktives Verschäumungsmittel,
(d) einen Stabilisator,
(e) gegebenenfalls ein Netzmittel,
(f) gegebenenfalls ein Verdickungsmittel und
(g) ein Amin oder Alkanolamin mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Ammoniak,
[0008] enthält, eine zweite textile Warenbahn gegebenenfalls unter geringer Spannung auf
die beschichtete Seite der ersten Warenbahn nass aufkaschiert, dann trocknet, gegebenenfalls
die beiden Warenbahnen zusammenpresst und anschliessend einer härtenden Wärmebehandlung
unterwirft.
[0009] Gegenstand der Erfindung sind ferner die zur Durchführung des Verfahrens geeigneten
verschäumten wässrigen Zubereitungen der Kaschiermittel sowie das verfahrensgemäss
erhaltene, vorzugsweise elastische Textilmaterial.
[0010] Die wässrigen verschäumten Zubereitungen enthalten stets nur eines der drei Copolymerisate
(a
l), (a
2) oder (a
3), sowie stets die Komponenten (c) , (d) und (g), während die Komponenten (b), (e)
und (f) fakultativ sind. Bevorzugt sind Zubereitungen, welche die fakultative Komponente
(b) enthalten. Gegenüber den Copolymerisaten (a
3) sind die Copolymerisate (a
2) und insbesondere (a
l) bevorzugt.
[0011] Bei den selbstvernetzenden Copolymerisaten auf Acrylatbasis (Komponente (a
l)) handelt es sich vorzugsweise um Copolymerisate aus
(1) 50 bis 95 Gewichtsprozent mindestens eines Methacryl- vorzugsweise Acrylsäureesters
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen im Esterrest,
(2) 1 bis 40 Gewichtsprozent Acrylnitril,
(3) 2 bis 10, vorzugsweise 2 bis 6 Gewichtsprozent einer aethylenisch ungesättigten
aliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, einer äthylenisch ungesättigten
aliphatischen Monocarbonsäure mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen und/oder des gegebenenfalls
methylierten N-Methylolamids dieser Monocarbonsäuren, und
(4) 0 bis 20 Gewichtsprozent einer anderen copolymerisierbaren, ungesättigten Verbindung,
die von den Komponenten (1),(2) und (3) verschieden ist.
[0012] Geeignete Acrylsäureester (Komponente (1)) sind beispielsweise Methyl-, Aethyl-,
Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, 2-Aethylbutyl-oder 2-Aethylhexylacrylat,Allylacrylat,
Benzylacrylat oder Tetrahydrofurfurylacrylat, die einzeln oder als Gemische verwendet
werden können.
[0013] . Bei der Komponente (3) kann es sich um Crotonsäure, Vinylessigsäure, Methacrylsäure,
Acrylsäure, Itaconsäure, Citraconsäure oder Mesaconsäure sowie die N-Methylolamide
oder N-Methoxymethylolamide der genannten Monocarbonsäuren handeln. Im Vordergrund
des Interesses stehen das N-Methylolacrylamid und/oder vor allem die Acrylsäure.
[0014] Als Komponente (4) , die dem ternären System Ester-Nitril-Säure bzw. Ester-Nitril-N-Methylolamid
gegebenenfalls beigemischt und einpolymerisiert werden kann, kommen sowohl solche
in Betracht, die für sich allein polymerisierbar sind, als auch solche, die für sich
allein nicht polymerisierbar sind.
[0015] Unter den Verbindungen der ersten Gruppe sind polymerisierbare, ein- oder mehrfach
ungesättigte Verbindungen geeignet, insbesondere solche mit der Atomgruppierung CH
2 = C<, wie Vinylester anorganischer oder organischer Säuren, z.B. Natriumvinylsulfat,
Vinylacetat, Vinylformiat, Vinylbutyrat oder Vinylbenzoat, ferner Vinylalkylketone,
Vinylhalogenide, wie Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid, Vinylarylverbindungen, wie
Styrol und substituierte Styrole, weiterhin Verbindungen der Acrylsäurereihe, die
von Estern, Nitrilen oder Säuren verschieden sind, wie z.B. Acrylsäure- oder Methacrylsäureamid
oder deren Derivate, ferner analoge Derivate der a-Chloracrylsäure.
[0016] Unter den für sich allein nicht polymerisierbaren Verbindungen seien beispielsweise
erwähnt: Malein-, Fumar-, Croton- oder Itaconsäure oder deren Ester oder Anhydride,
wie etwa Maleinsäureanhydrid, ferner ungesättigte Kohlenwasserstoffe, wie Camphen,
weiterhin ungesättigte, gegen Säuren beständige Aether, wie Isobornylallyläther oder
-diallyläther.
[0017] In Kombination mit N-Methylolamiden werden vorzugsweise die entsprechenden Amide
eingesetzt, da die N-Methylolamide in der Regel durch teilweise Methylolierung der
entsprechenden Amide hergestellt werden, sodass Amid und N-Methylolamid im Gemisch
vorliegen. Die Methylolgruppe kann stets auch in verätherter Form, d.h. als Methyläther
vorliegen.
[0018] Die Herstellung der erfindungsgemäss zu verwendenden Copolymerisate auf Acrylatbasis
(a
l) erfolgt vorzugsweise in Gegenwart von Emulgatoren. Als Emulgatoren, mit deren Hilfe
die Emulsionen der Ausgangsmaterialien hergestellt werden, kommen solche in Betracht,
die in saurem Medium eine ausreichende Beständigkeit besitzen, wie z.B. saure Fettalkoholschwefelsäureester,
sulfoniertes Ricinusöl, höhere Alkylsulfonate, höhere Oxylalkylsulfonate, insbesondere
octadecanoxysulfonsaures Natrium, vorzugsweise solches, das frei von anderen Salzen
ist; Sulfodicarbonsäureester, z.B. das Natriumsalz des Sulfobernsteinsäuredioctylesters,
höhere Alkylarylsulfonate, ferner Polyglykoläther höhermolekularen Fettalkoholen,
wie Cetyl-, Oleyl- oder Octadecylalkohol, beispielsweise Umsetzungsprodukte von 15
bis 30 Mol Aethylenoxyd auf 1 Mol des Fettalkohols. Es können auch Emulgiermittel
mit ausgesprochener Netzwirkung, wie Octylphenolpolyglykol- äther oder Alkyllaurylpolyäther,
deren gegebenenfalls saure Schwefelsäureester gegebenenfalls in Form ihrer Natriumsalze,
ferner Laurinalkoholpolyglykoläther, Anwendung finden. Es können auch Mischungen von
solchen Emulgatoren, ferner Mischungen von solchen Emulgatoren mit Schutzkolloiden,
verwendet werden.
[0019] Als Polymerisationskatalysatoren können organische oder anorganische Peroxyde oder
Persalze, beispielsweise Peressigsäure, Acetylperoxyd, Benzoylperoxyd, Benzoylacetylperoxyd,
t-Butylhydroperoxyd, Lauroylperoxyd, Wasserstoffsuperoxyd, Percarbonate, Persulfate
oder Perborate zugesetzt werden, die gegebenenfalls zusammen mit z.B. Eisen-II-sulfat
und Natriumformaldehydsulfinat als Redoxkatalysatoren verwendet werden.
[0020] Die als Komponente (a
l) erfindungsgemäss verwendeten Copolymerisate auf Acrylatbasis sind z.B. aus der DE-OS
2 744 256 und der US-PS 3 732 184 bekannt.
[0021] Bevorzugte Copolymerisate (a
1) enthalten
70 bis 90, insbesondere 72 bis 88 Gewichtsprozente der Komponente (1)
5 bis 25, insbesondere 8 bis 22 Gewichtsprozente der Komponente (2)
2 bis 8 Gewichtsprozente der Komponente (3) und
0 bis 10, insbesondere 0 bis 5 Gewichtsprozente der Komponente (4).
[0022] Besonders geeignete Copolymerisate (a
l) werden aus folgenden Monomeren erhalten:
(1) 82 bis 88 Gewichtsprozentenn-Butylacrylatoder Isobutylacrylat,
(2) 8 bis 12 Gewichtsprozenten Acrylnitril,
(3) 4 bis 6 Gewichtsprozenten Acrylsäure; oder
(1) 72 bis 85 Gewichtsprozentenn-Butylacrylat oder n-Butylacrylat/ 2-Aethylhexylacrylat,
(2) 8 bis 22 Gewichtsprozenten_Acrylnitril,
(3) 2 bis 6 GewichtsprozentenN-Methylolacrylamid.
[0023] Die Emulsionscopolymerisate können in partiell neutralisierter Form vorliegen, indem
die Copolymerisation einerseits in Gegenwart geringer Mengen (0,1 bis 1% bezogen auf
die Monomerenmischung) eines Amins z.B. einem Alkanolamin wie Triäthanolamin, durchgeführt
werden kann und andererseits, die Emulsion des Copolymerisats teilweise mit einer
Base,wie z.B. Ammoniak neutralisiert wird.
[0024] Bei den selbstvernetzenden Copolymerisaten auf Basis von Vinylacrylaten (Komponente
(a
2))handelt es sich vorzugsweise um Copolymerisate aus
(1) 20-bis 95 Gewichtsprozenten mindestens eines Methacryl- oder Acrylsäureesters
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen im Esterteil,
(5) 5 bis 80 Gewichtsprozenten eines copolymerisierbaren Vinylesters einer organischen
Säure mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen,
(6) 0 bis 10 Gewichtsprozenten mindestens einer gegebenenfalls methylolierten und
gegebenenfalls mit Alkanolen mit 1 bis 8, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen verätherten
Verbindung der Formel

worin R Wasserstoff oder Methyl, A Methylen oder -CO-, B eine direkte Bindung, -0-
oder -NH-, R2 Alkyl mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und n eine ganze Zahl von 1 bis 11, vorzugsweise
1 bis 3 bedeuten und
(7) 0 bis 10 Gewichtsprozenten einer anderen, copolymerisierbaren Verbindung, die
von den Komponenten (1), (5) und (6) verschieden ist.
[0025] Die Komponente (1), deren spezifische Beispiele vorstehend bereits genannt sind,
kann sowohl zur Herstellung der Copolymerisate auf Acrylatbasis (Komponente (a
l)) als auch zur Herstellung der Copolymerisate auf Basis von Vinylacrylaten (Komponente
(a2)) eingesetzt werden.
[0026] Als Beispiele von Vinylestern für die Komponente (5) seien Vinylformiat, Vinylacetat,
Vinylpropionat, Vinyl-n-butyrat, Vinylisobutyrat, Vinylhexanoat, Vinyllaurat, Vinyl-n-caproat,
Vinylpivalat, Vinylstearat, Vinylisocaproat, Vinylpelargonat, Vinylchloracetat und
Vinylbenzoat genannt.
[0027] Als fakultative Komponente (6) kommen vor allem Acrylamid, Methacrylamid, Allylcarbamat,
Methallylcarbamat, Allylharnstoff, sowie die Umsetzungsprodukte dieser Verbindungen
mit Formaldehyd oder Acetaldehyd, welche gegebenenfalls zusätzlich mit Alkanolen wie
Methanol, Aethanol, n-Propanol, iso-Propanol, n-Butanol, iso-Butanol oder t-Butanol
veräthert sind, in Frage. Die für die Herstellung des Copolymerisates (a
2) gegebenenfalls mitverwendete Komponente (6) stimmt mit der für die Herstellung des
Copolymerisates (a
l) stets eingesetzte Komponente (3) teilweise überein. Dies trifft insbesondere für
methylolierte Komponenten (6) zu.
[0028] Als Komponente (7), die zur Herstellung der Komponente (a
2) dem binären System Acrylester-Vinylester bzw. dem ternären System Acrylester-Vinylester-
z.B. Methylolamid gegebenenfalls beigemischt und einpolymerisiert wird, kommen sowohl
Verbindungen in Betracht, die für sich allein polymerisierbar sind, als auch solche,
die für sich allein nicht polymerisierbar sind.
[0029] Unter den Verbindungen der ersten Gruppe sei insbesondere Acrylnitril erwähnt. Weitere
Vertreter sowohl der für sich allein polymerisierbaren als auch der für sich allein
nicht polymerisierbaren Verbindungen sind mit den für die Komponente (4) vorstehend
erwähnten Vertretern identisch. Somit unterscheidet sich die fakultative Komponente
(7) zur Herstellung der Copolymerisate (a
2) von der fakultativen Komponente (4) zur Herstellung der Copolymerisate (a
l) lediglich dadurch, dass die Komponente (7) zusätzlich Acrylnitril, hingegen kein
Vinylester organischer Säuren wie Vinylacetat sein kann.
[0030] Bei den selbstvernetzenden Olefin-Vinyl-Copolymerisaten (Komponente (a3)) handelt
es sich vorzugsweise um Copolymerisate aus
(5) 50 bis 90 Gewichstprozenten eines Vinylesters einer organischen Säure mit 1 bis
18 Kohlenstoffatomen,
(8) 10 bis 40 Gewichtsprozenten eines Olefins und
(6) -0 bis 10 Gewichtsprozenten einer Verbindung der vorstehend angegebenen Formel
(I).
[0031] Die Komponente (5) und die fakultative Komponente (6) für die Herstellung der Olefin-Vinyl-Copolymerisate
(a
3) sind bei der Herstellung der Vinylacrylat-Copolymerisate (a
2) vorstehend bereits beschrieben worden.
[0032] Bei der Komponente (6) handelt es sich in erster Linie um Aethylen.
[0033] Die Copolymerisate auf Basis Vinylacrylate als Komponente (a
2) und auf Basis Olefin-Vinylverbindungen als Komponente (a
3) sind an sich bekannt und werden auf bekannter Weise, im wesentlichen wie vorstehend
für die Komponente (a
l) angegeben, d.h. vorzugsweise in Gegenwart von Emulgatoren und Katalysatoren der
angegebenen Art hergestellt, wobei für die Herstellung der Komponente (a ) die Anwendung
von Druck zweckmässig ist.
[0034] Bevorzugte Polymerisate (a
2) enthalten
30 bis 90, insbesondere 40 bis 85 Gewichtsprozente der Komponente (1)
10 bis 70, insbesondere 15 bis 60 Gewichtsprozente der Komponente (5)
0 bis 8, insbesondere 0 bis 6 Gewichtsprozente der Komponente (6) und
0 bis 8, insbesondere 0 bis 6 Gewichtsprozente der Komponente (7).
[0035] Besonders bevorzugte Polymerisate (a
2) werden aus
45 bis 83 Gewichtsprozenten n-Butylacrylat,
15 bis 55 Gewichtsprozenten Vinylacetat und
2 bis 6 Gewichtsprozenten einer Monomermischung bestehend aus Acrylamid, N-Methylolacrylamid
und N-Methylolacrylcarbamat
oder aus
45 bis 83 Gewichtsprozenten n-Butylacrylat,
15 bis 55 Gewichtsprozenten Vinylacetat,
2 bis 6 Gewichtsprozenten N-Methylolacrylamid und
0 bis 6 Gewichtsprozenten Maleinsäureanhydrid
erhalten.
[0036] Bevorzugte Copolymerisate (a
3) enthalten
50 bis 85, insbesondere 55 bis 80 Gewichtsprozente der Komponente (5)
15 bis 40, insbesondere 20 bis 35 Gewichtsprozente der Komponente (8) und
0 bis 10, insbesondere 0 bis 8 Gewichtsprozente der Komponente (6).
[0037] Besonders bevorzugte Polymerisate (a
3) werden aus
55 bis 78 Gewichtsprozenten Vinylacetat,
20 bis 35 Gewichtsprozenten Aethylen und
2 bis 8 Gewichtsprozenten Allylcarbamat oder aus
55 bis 78 Gewichtsprozenten Vinylacetat,
20 bis 35 Gewichtsprozenten Aethylen und
2 bis 8 Gewichtsprozenten-N-Methylolallylcarbamat erhalten.
[0038] Als fakultative Komponente (b) der verschäumten wässrigen Zubereitung kommen Additionsprodukte
von Formaldehyd an methylolierbare Stickstoffverbindungen in Frage. Als methylolierbare
Stickstoffverbindungen oder sogenannte Aminoplastbildner seien genannt:
[0039] 1,3,5-Aminotrizine, wie N-substituierte Melamine, z.B. N-Butylmelamin, N-Trihalogenmethylmelamine,
Triazone sowie Guanamine, z.B. Benzoguanamine, Acetoguanamine oder auch Diguanamine.
[0040] Weiter kommen in Frage: Cyanamid, Acrylamid, Alkyl- oder Arylharnstoffe und -thioharnstoffe,
Alkylenharnstoffe oder -diharnstoffe, z.B. Harnstoffe, Thioharnstoffe, Urone, Aethylenharnstoffe,
Propylenharnstoffe, Acetylendiharnstoff, Glyoxalmonourein:oder 4,5-Dihydroxyimidazolidon-2
und deren Derivate, z.B. das in 4-Stellung an der Hydroxygruppe mit dem Rest -CH
2CH
2-CO-NH-CH
2-OH substituierte 4,5-Dihydroxyimidazolidon-2 oder Carbamate niedriger Alkanole, wie
die Carbaminsäuremethyl-, äthyl- oder -hydroxyäthylester.
[0041] Bevorzugt werden die Methylolverbindungen des Harnstoffes, des Aethylenharnstoffes
oder insbesondere des Melamins verwendet.
[0042] Wertvolle Produkte liefern im allgemeinen sowohl vollständig, als auch nur teilweise
methylolierte Produkte, z.B. verätherte oder unverätherte Methylolmelamine, wie das
Di- oder Trimethylolmelamin, bzw. dessen entsprechende Aether, wie die Alkyläther
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, z.B. die n-Butyl-, Isopropyl-, n-Propyl-,
Aethyl- oder vor allem die Methyläther. Als Aminoplastvorkondendate eignen sich sowohl
vorwiegend monomolekulare Verbindungen als auch höher vorkondensierte Produkte.
[0043] Nicht methylolierte Aminoplastbildner der angegebenen Art, vor allem Glyoxalmonourein,
können auch als Komponente (b) eingesetzt werden.
[0044] Die angegebenen Aminoplastbildner und -vorkondensate bilden die wesentlichen Bestandteile
von vielen handelsüblichen Knitterfestmitteln, sodass bei der Komponente (b) im vorliegenden
Fall sowohl von Aminoplastharzen (Aminoplastvorkondensate bzw. Aminoplastbildner)
als auch von Knitterfestmitteln gesprochen werden darf.
[0045] Die Komponenten (c) und (d) sind die Schaumkomponenten, wobei der Stabilisator (d)
ebenso wie die gegebenenfalls mitzuverwendenden Netz- und Verdickungsmittel die Stabilität
der Schäume soweit verbessern können, dass insbesondere eine einheitliche und gleichmässige
Beschichtung der ersten Warenbahn erreicht werden kann.
[0046] Als Verschäumungsmittel kann man jedes oberflächenaktive Mittel verwenden, das einen
stabilen Schaum bilden kann. Das Präparat wird in einer üblichen Verschäumungsvorrichturg
unter Verwendung von Luft oder eines anderen inerten gasförmigen Materials verschäumt.
[0047] Bevorzugte Verschäumungsmittel (c) sind gegebenenfalls äthoxylierte Fettalkohole
mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, Alkylarylsulfonsäuren mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen
im Alkylteil, Alkylsulfonsäuren und Alkylsulfate mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, mit
Schwefel- oder Phosphorsäure veresterte Fettalkohol- oder Alkyl-(C
4-C
12)-phenol - Aethylenoxyaddukte: mit 5 bis 100 Aethylenoxydeinheiten oder deren Alkalimetall-
oder Ammoniumsalze.
[0048] Der Fettalkohol kann gesättigt oder ungesättigt sein und er enthält 8 bis 24, vorzugsweise
12 bis 22 Kohlenstoffatome-. Als Beispiele solcher Alkohole seien Octanol, Decanol,
ferner Lauryl-, Myristyl-, Cetyl-, Stearyl-, Arachyl-, oder Behenyl- oder Oleylalkohol
genannt. Vorzugsweise werden die äthoxylierten Alkohole eingesetzt,wobei ein Aethoxylierungsgrad
von 10 bis 100, insbesondere von 10 bis 30 bevorzugt wird.
[0049] Bei den Alkylarylsulfonsäuren handelt es sich in der Regel um Monosulfonsäuren von
mit Alkyl mit 4 bis 18 Kohlenstoffatome substituierten Naphthalin:oder vor allem Benzol.
Insbesondere Alkylphenylsulfonsäuren mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen im Alkylrest werden
bevorzugt. Alkylsulfonsäuren und Alkylsulfate enthalten in der Regel 8 bis 24 Kohlenstoffatome
im Alkylrest, wie z.B. Na-Lauryl- oder Na-Stearylsulfonat oder vor allem -sulfat.
Bei den mit Phosphorsäure und insbesondere mit Schwefelsäure veresterten Fettalkohol-
oder Alkyl-(C
4 C
12)phenol-Aethylenoxydaddukten handelt es sich um Umsetzungsprodukte aus Fettalkoholen
mit 8 bis 24, insbesondere 12 bis 22 Kohlenstoffatomen (wie angegeben) oder mit geradkettigen
oder verzweigten Alkyl mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen (n-Butyl, n-Hexyl, n-Octyl,
iso-Octyl, tert.-Octyl, n-Nonyl, iso-Nonyl, tert.-Nonyl, n-Decyl oder n-Dodecyl) substituierten
Phenolen und Aethylenoxyd (5 bis 1
00 Mol), die anschliessend verestert und gegebenenfalls in die entsprechenden Alkalimetall-oder
Ammoniumsalze überführt.werden.
[0050] Als Stabilisatoren (d) geeignet sind z.B. Ammonium- oder Aminsalze von Fettsäuren
mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen oder Fettsäure-Alkanolaminumsetzungsprodukte. Bei den
Fettsäuresalzen handelt es sich in der Regel um Lithium-, Natrium-, Kalium-, Ammonium-,
Monoäthanolamin-, Diäthanolamin-, Triäthanolamin- oder Isopropanolaminsalze von z.B.
Capryl-,Caprin-, Laurin-, Myristin-, Palmitin-, Stearin-, Arachin-, Behen-, Lignocerin-,
Olein-, Linol-, Linolen-, Arachidonsäure oder Kokosfettsäure. Amin- und Ammoniumsalze
werden bevorzugt.
[0051] Bei den Fettsäure-Alkanolamin-Umsetzungsprodukten handelt es sich um Produkte, welche
aus Fettsäuren mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, wie schon vorher angegeben, und Alkanolaminen
mit 2 bis 6 Kohlenstoffstomen, wie Aethanolamin; Diäthanolamin, Isopropanolamin oder
Di-isopropanolamin, erhalten werden.
[0052] Beispiele derartiger Umsetzungsprodukte sind das Kokosfettsäurediäthanolamid sowie
das Laurinsäure- oder Stearinsäurediäthanolamid.
[0053] Als Netzmittel (fakultative Komponente (e)) kommen vorzugsweise äthoxylierte Fettalkohole
mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen oder Alkylphenole mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen im
Alkylteil in Betracht. Der Aethoxylierungsgrad beträgt in der Regel 1 bis 9.
[0054] Die Anwesenheit des nicht obligatorischen Netzmittels kann dann wichtig sein, wenn
das verwendete Verschäumungsmittel zwar einen stabilen Schaum bildet, jedoch ein relativ
schlechtes Netzmittel ist; dadurch wird der Schaum nicht gleichmässig genug auf das
Substrat aufgebracht, was Beeinträchtigungen in der Qualität der kaschierten Ware
mit sich bringt.
[0055] Die Menge der Netzmittel - sofern sie verwendet werden - kann z.B. 0.01 bis 1 Gew.%,
bezogen auf die gesamte Zubereitung, betragen.
[0056] Die ebenfalls fakultative Komponente (f) umfasst Verdickungsmittel, wie z.B. gegebenenfalls
modifizierte Cellulose (Alkyl- oder Hydroxyalkylcellulosen), Polyvinylalkohole, Alginate
oder Johannisbrotkernmehle. Synthetische Verdickungsmittel auf Polyacrylbasis kommen
auch in Betracht. Die Verdickungsmittel können ebenfalls zur Stabilisierung der verschäumten
Zubereitungen dienen.
[0057] Bei den Komponenten (a
1), (a
2), (a
3) und (b) bis (f) handelt es sich um dem Fachmann bekannte Verbindungen und Produkte.
[0058] Die wässrigen zu verschäumenden Zubereitungen müssen mit der Komponente (g) leicht
alkalisch gestellt werden. Als Komponente (g) kommen z.B. Dibutylamin, vorzugsweise
Triäthanolamin und insbesondere Ammoniak in Betracht. Vorzugsweise wird als Komponente
(g) die gleiche schwache Base eingesetzt, die gegebenenfalls zur Neutralisation der
Emulsionspolymerisate (a
1), (a
2) oder (a
3) verwendet worden ist.
[0059] Die erfindungsgemäss zu verwendenden Schäume können noch weitere Zusätze enthalten,
wie Harnstoff, Oxydationsmittel, Lösungsmittel (z.B. Diäthylenglykolmonobutyläther
oder 2-Butoxyäthanol) oder Emulgatoren.
[0060] Die verschäumten wässrigen Zubereitungen enthalten in der Regel
10 bis 60 Gewichtsprozente einer der Komponente (al), (a2) oder (a3),
0 bis 10, vorzugsweise 1 bis 10 Gewichtsprozente der Komponente (b),
0,1 bis 5 Gewichtsprozente der Komponente (c), 0,1 bis 5, vorzugsweise
1,5 bis 5 Gewichtsprozente der Komponente (d),je 0 bis 1 Gewichtspro-zent der Komponenten
(e) und (f) und 0,1 bis 1 Gewichtsprozent der Komponente (g).
[0061] Die Erzeugung der Schäume erfolgt
vorzugsweise mechanisch mittels Schnellrührern, Mixern oder auch speziellen Schaumpumpen,
wobei mit letzteren die Schäume auch kontinuierlich hergestellt werden können. Es
hat sich als zweckmässig erwiesen, die einzelnen Komponenten vorzulösen oder vorzudispergieren
bevor sie den Verschäumungsapparaten zugeführt werden. Sofern erwünscht, können die
Schäume auch mit Hilfe von üblichen Treibmitteln hergestellt werden.
[0062] Es hat sich als zweckmässig erwiesen, dass man die Komponenten (c), (d) und gegebenenfalls
(e) zuerst miteinander vermischt und löst und so zu wässrigen Lösungen von 2 bis 60
Gewichtsprozent an. Verschäumungskomponenten gelangt. Ferner ist es auch möglich,
die Komponenten ohne Zusatz von Wasser, jedoch in Gegenwart eines organischen Lösungsmittel
miteinander zu vermischen. , Anschliessend werden dann die übrigen Komponenten zugegeben.
[0063] Erfindungsgemäss haben sich Verschäumungsgrade, d.h. Volumenverhältnisse von unverschäumter
zu verschäumter Zubereitung, von 1:6 bis 1:20, vorzugsweise 1:8 bis 1:15, als geeignet
erwiesen.
[0064] Die erfindungsgemäss eingesetzten Schäume zeichnen sich durch Dichte und Stabilität
aus. Die Blasendurchmesser in den Schäumen betragen etwa 1 bis 100 pm. Die Schaumdichte
kann zwischen 5 und 300 g/1, vorzugsweise zwischen 10 und 200 g/l und insbesondere
zwischen 100 und 200 g/1 liegen. Besonders stabile Schäume werden bei Verwendung von
1,5 bis 5 Gewichtsprozen der Komponente (d) in den wässrigen Zubereitungen erzielt.
[0065] Die Applikation der verschäumten wässrigen Zubereitungen (Schäume) erfolgt bei Raumtemperatur
oder leicht erhöhter Temperatur, d.h. in der Regel in einem Temperaturbereich von
15 bis 40° C.
[0066] Verwendet werden dazu Beschichtungsanlagen mit Kaschiervorrichtung, z.B. Walzen,
Kaschiermaschinenoder Spannrahmen. Der Schaum wird auf die Gewebebahnen aufgespritzt
oder aufgedüst und dann mit einer Streichvorrichtung (Rakel) zu einer gleichmässigen
Schicht (Dicke etwa 0,5 bis 3 mm) verteilt.
[0067] Da vorzugsweise hochelastische Textilmaterialien verwendet werden, ist es wichtig,
dass die Beschichtung und Kaschierung in der gleichen Anlage in einem Arbeitsgang
erfolgen, um z.B. zu grosse mechanische Beanspruchungen der Gewebebahnen (bei einem
Wechsel der Anlage).zu vermeiden.
[0068] Im einzelnen werden im erfindungsgemässen Verfahren die folgenden Verfahrensstufen
durchlaufen: Eine erste Textilbahn läuft spannungslos durch die Beschichtungsanlage,
der Schaum wird aufgerakelt, eine zweite Textilbahn (gegebenenfalls unter nur geringer
Spannung oder vorzugsweise ebenfalls spannungslos) läuft parallel zur ersten und wird
durch leichten Druck auf die Schichtseite der ersten Bahn bei 15 bis 40°C nass aufkaschiert,
anschliessend getrocknet, z.B. bei Temperaturen bis 100°C, dann mechanisch zusammengepresst,
wobei ein Lineardruck von 5 bis 15 kg/cm
2 ausreichend ist, und schliesslich gehärtet, wobei Temperaturen von etwa 100 bis 180°C
benötigt werden.
[0069] Trocknet man bereits bei relativ hohen Temperaturen (100 bis 160°C),so kommt es bereits
in diesem Stadium des Verfahrens zu einer teilweisen Kondensation des Kaschiermittels.
Anschliessend wird wie üblich ausgehärtet. Ein Zusammenpressen der beiden Warenbahnen
erübrigt sich bei dieser Verfahrensvariante. Man erhält:so kaschierte Textilmaterialien,
die sich durch besonders hohe Luft-und/oder Wasserdampfdurchlässigkeit auszeichnen.
[0070] Das Trocknen und Aushärten des:behandelten Substrats kann thermisch oder auch mit
nicht-ionisierender oder ionisierender Strahlung erfolgen. Dabei können alle bekannten
thermischen oder Strahlungsbehandlungen angewendet werden.
[0071] So kann man zum Trocknen oder zur thermischen Aushärtung IR-Lampen, heisse Gase,
Oefen, Heizwalzen oder ähnliche übliche Heizmittel verwenden. Die Strahlungs-aushärtung
kann durch UV Strahlung, Gamma-Strahlung, Elektronenstrahl-Strahlung oder ähnliche
übliche Mittel erfolgen.
[0072] Als textile Substrate kommen in der Regel Gewebe, Gewirke und Vliese in Betracht,
die eine gewisse Elastizität aufweisen. Diese Substrate können aus allen üblichen
natürlichen und synthetischen Fasermaterialien wie Glasfaser, Baumwolle, Leinen, regenerierter
Cellulose, Celluloseacetat (2 1/2- oder Triaacetat), Polyester, Polyacrylnitril, Polyamid,
Polyurethan, Wolle, Seide, Polyolefinen, insbesondere Polypropylen, oder insbesondere
Mischungen verschiedener Fasern hergestellt sein,wobei Mischungen aus elastischen
Polyurethanfasern (3-30) mit Baumwoll-, Polyester- oder synthetischen Polyamidfasern
(70-97) bevorzugt sind. Die aufkaschierte Warenbahn kann von der beschichteten (1.
Warenbahn) verschieden sein. Die textilen Substrate können gefärbt oder bedruckt sein.
[0073] Gegebenenfalls kann man die textilen Substrate vor dem Aushärten noch mit Mitteln
zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften imprägnieren. Hierbei kann das textile,
kaschierte Substrat z.B. durch Aufplatschen, Aufsprühen oder vorzugsweise Foulardieren
in der Regel beim Raumtemperatur imprägniert werden. Solche Mittel sind insbesondere
Hydrophobier- und/oder Oleophobiermittel, wie z.B. wässerige Siliconölemulsionen,
organische Lösungen von Organopolysiloxanen, fettmodifizierte Melaminharze, Fluorchemikalien
oder wasserlösliche Chromkomplexe von Stearinsäure. Derartige Beschichtungen zeigen
eine gute Beständigkeit in der chamischen Reinigung. Selbst bei einem gewissen Verlust
an Wasserdichtigkeit, bleibt bei zusätzlich mit Hydrophobiermitteln imprägnierten
Warenbahnen der Hydrophobiereffekt erhalten.
[0074] Weitere Mittel zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften sind beispielsweise Flammfestmittel,
Bakteriostatika, Bügelfrei- oder wash and wear-Präparate, Weichgriffmittel, Farbstoffe,
Pigmente oder optische Aufheller. Insbesondere bei Verwendung von brom- und/oder phosphorhaltigen
Flammschutzmitteln sind kaschierte Materialien mit permanenten flammhemmenden Eigenschaften
erhältlich. Die Verwendung von Pigmenten ist für die Herstellung von kaschierten Dekorationsstoffen,
z.B. Vorhänge, die lichtundurchlässig sind, von Bedeutung.
[0075] Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man ein festes Textilmaterial, das
vor allem für die Herstellung von luftundurchlässigen, aber wasserdampfdurchlässigen
Sportbekleidungsartikeln, wie Wind- und Skijacken, Skianzügen, Anoraks, Mänteln, insbesondere
Regenmänteln, sowie von Arbeitskleidern, Schutzanzügen und Schlafsäcken eingesetzt
werden kann. Das erfindungsgemäss kaschierte Textilmaterial ist ebenfalls in der Automobilindustrie
für die textile Wageninnenausstattung, insbesondere Himmelausstattung, von Bedeutung.
[0076] Das kaschierte Material besitzt praktisch die Elastizität des Ausgangsmaterials,
wobei die Elastizität bei Verwendung von polyurethanhaltigen Materialien besonders
ausgeprägt ist. Das kaschierte Material weist zudem eine gute Wärmeisolierung sowie
Luft- und/ oder Wasserdampfdurchlässigkeit auf, die über den Verschäumungsgrad und
die Schichtdicke des Kaschiermittels beeinflusst werden können, und zeigt gute bis
sehr gute Haftfestigkeit und einen guten Weichgriff, der gegebenenfalls durch die
Mitverwendung eines Weichgriffmittels noch verstärkt werden kann. Bei Verwendung von
stabilen Schäumen mit relativ hohem Gehalt an Komponente (d) (1,5 bis 5 Gewichtsprozent)
sind Haftfestigkeit und Weichgriff besonders gut und die Luft- und/oder Wasserdampfdurchlässigkeit
auf der ganzen Fläche des kaschierten Materials besonders regelmässig verteilt. Die
Wasch-und Chemischreinigungsbeständigkeit des Materials sind gut. Durch die Verwendung
von verschäumten Polymerisaten der angegebenen Art, ist es auch möglich, offenstrukturierte
Gewebe und Gewirke erfindungsgemäss zu kaschieren, ohne ein Durchschlagen des Kaschiermittels
befürchten zu müssen. Die Verwendbarkeit des vorliegenden Verfahrens auf praktisch
alle Textilarten ist auch besonders vorteilhaft.
[0077] Teile und Prozente in den nachfolgenden Herstellungsvorschriften und Beispiele sind
Gewichtsteile und Gewichtsprozente.
Herstellungsvorschriften
Copolymerisat A: Eine Monomerenmischung bestehend aus
[0078]
84% n-Butylacrylat,
11% Acrylnitril und
5% Acrylsäure
wird in Gegenwart von 2-Oxyoctadecansulfonsaurem Natrium als Emulgator und Kaliumpersulfat
als Katalysator in wässeriger Emulsion nach bekannter Methode copolymerisiert. Man
erhält eine milchig-weisse Emulsion von pH-Wert 5,0 und einen Trockensubstanzgehalt
von 50%.
[0079] Copolymerisat B
1: Eine Monomerenmischung bestehend aus
76 % n-Butylacrylat,
19 % Acrylnitril,
2,5% N-Methylolacrylamid
2,5% Acrylamid
wird in Gegenwart eines Adduktes aus 1 Mol Octylphenol und 40 Mol Aethylenoxyd als
Emulgator, Kaliumpersulfat als Katalysator und einer geringen Menge Itaconsäure nach
bekannter Methode in wässeriger Emulsion copolymerisiert. Man erhält eine milchig-weisse
Emulsion von pH-Wert 5,0 und einem Trockensubstanzgehalt von 50%.
Copolymerisat B2: Eine analoge Emulsion erhält man unter Verwendung einer Monomermischung aus.
[0080]
65 % n-Butylacrylat,
20 % 2-Aethylhexylacrylat,
10 % Acrylnitril,
2,5% N-Methylolacrylamid und
2,5% Acrylamid.
[0081] Copolymerisat C: Eine Lösung von 1,6 Teilen octadecanoxysulfonsaurem Natrium in 62
Teilen destilliertem Wasser wird mit 0,2 Teilen Triäthanolamin, 0,1 Teilen Isoctylalkohol
und 2,65 Teilen 100%iger Acrylsäure versetzt.
[0082] Unter kräftigem Rühren lässt man hierzu bei 20 bis 25°C langsam eine Mischung von
39,6 Teilen 2-Aethylbutylacrylat und 13,2 Teile Acrylnitril zufliessen, wodurch eine
Emulsion entsteht. Die Hälfte dieser Emulsion wird unter Rühren und unter Stickstoff
auf 65°C erwärmt und dann rasch mit einer Lösung von 0,1 Teilen Kaliumpersulfat in
einem Teil destilliertem Wasser versetzt. Nach Einsatz der Polymerisation lässt man
im Verlauf von 1 Stunde die andere Hälfte der Emulsion, der vorher ebenfalls eine
Lösung von 0,1 Teilen Kaliumpersulfat in 1 Teil Wasser beigemischt wurde, zufliessen.
[0083] Nach Beendigung des Zuflusses der Monomeren-Emulsion erhitzt man langsam auf 80 bis
85°C und polymerisiert noch während 2 3/4 Stunden nach. Man erhält eine sehr feinverteilte,
stabile, koagulatfreie Emulsion mit einem Trockengehalt von 50 bis 51%.
[0084] Copolymerisat D: In der nach Vorschrift C beschriebenen Weise emulgiert man 50,16
Teile Isopropylacrylat und 2,64 Teile Acrylnitril in einer Lösung von 1,6 Teilen octadecanoxysulfonsaurem
Natrium in 77 Teilen Wasser, der 2,65 Teile Acrylsäure, 0,2 Teile Triäthanolamin und
0,1 Teile Isooctylalkohol zugesetzt sind.
[0085] Die Hälfte dieser Emulsion wird mit 3,2 Teilen Tetrachlorkohlenstoff versetzt und
zur Polymerisation unter Rühren und Stickstoff auf 55°C erwärmt. Auf Zusatz von 1
Teil einer 10%igen wässrigen Kaliumpersulfatlösung setzt die Polymerisation ein, und
nach Anstieg der Temperatur auf 65°C lässt man die andere, ebenfalls mit 1 Teil 10%iger
Kaliumpersulfatlösung vermischte Hälfte der obigen Emulsion innerhalb 35 bis 40 Minuten
zufliessen und rührt anschliessend unter allmählichem Erwärmen auf 75 bis 85°C noch
1 1/2 bis 2 Stunden. Es entsteht eine reine, stabile, sehr fein verteilte Emulsion
mit einem Polymergehalt von 40 bis 41%.
[0086] Copolymerisat E: Man verfährt wie in Vorschrift C beschrieben, verwendet aber an
Stelle von 50,16 Teilen Isopropylacrylat 44,88 Teile, an Stelle von 2,64 Teilen Acrylnitril
7,92 Teile und an Stelle von 77 Teilen Wasser 72 Teile. Man erhält eine reine, stabile,
feinverteilte Emulsion mit 43% Trockengehalt.
[0087] Copolymerisat F: Unter Verwendung von 42,24 Teilen Isopropylacrylat, 10,56 Teilen
Acrylnitril und 65,5 Teilen Wasser an Stelle der in Vorschrift D angegebenen Menge
dieser Verbindungen und unter Beibehaltung der in jener Vorschrift angegebenen Mengen
für die übrigen Reaktionskomponenten erhält man bei analoger Arbeitsweise eine reine,
stabile, feinverteilte Emulsion mit einem Trockengehalt von 45%.
[0088] Copolymerisat G: Nach der in Vorschrift C beschriebenen Weise emulgiert man 31,68
Teile 2-Aethylhexylacrylat und 21,12 Teile Acrylnitril in einer Lösung von 1,6 Teilen
octadecanoxysulfonsaurem Natrium in 55 Teilen destilliertem Wasser, der ausserdem
noch 2,65 Teile 100%ige Acrylsäure, 0,2 Teile Triäthanolamin und 0,1 Teile Isooctanol
zugesetzt sind. Die Polymerisation erfolgt analog wie in Vorschrift C beschrieben.
Die erhaltene, sehr fein verteilte Emulsion ist praktisch rein und stabil und weist
einen Trockengehalt von 50 bis 51% auf.
[0089] Copolymerisat H: 42,24 Teile Isobutylacrylat, 5,28 Teile Acrylnitril und 5,28 Teile
Benzylacrylat werden nach der in Vorschrift C beschriebenen Weise in einer Mischung
von 1,6 Teilen octadecanoxysulfonsaurem Natrium, 0,2 Teilen Triäthanolamin, 0,1 Teilen
Isooctanol, 2,65 Teilen Acrylsäure und 55 Teilen Wasser emulgiert und polymerisiert.
[0090] Man erhält eine sehr feine, stabile Emulsion mit einem Trockengehalt von 50 bis 51%.
[0091] Im vorstehenden Beispiel kann man unter Belassung der übrigen Bestandteile das Benzylacrylat
durch Tetrahydrofurylacrylat ersetzen.
[0092] Copolymerisat I: Man emulgiert in der nach Vorschrift C beschriebenen Weise eine
Mischung von 47,52 Teilen Isopropylacrylat, 2,64 Teilen Acrylnitril, 2,64 Teilen Acrylsäureamid
in einer Mischung von 65,5 Teilen Kondenswasser, 1,6 Teilen octadecancxysulfonsaurem
Natrium, 2,65 Teilen Acrylsäure, 0,2 Teilen Triäthanolamin und 0,1 Teilen Isooctylalkohol.
Die Hälfte dieser Emulsion erwärmt man unter Stickstoff und Rühren auf 55°C und setzt
1 Teil 10%ige wässrige Kaliumpersulfatlösung zu. Nach Einsatz der Polymerisation und
einem Temperaturanstieg auf 56 bis 58°C lässt man innerhalb 1 Stunde die andere mit
1 Teil 10%iger Kaliumpersulfatlösung vermischte Hälfte der Monomerenemulsion zufliessen.
Nach Beendigung des Zuflusses polymerisiert man noch 3 bis 3 1/2 Stunden bei einer
Temperatur von 80 bis 83°C nach.
[0093] Man erhält eine dünnflüssige, stabile, feinverteilte, praktisch reine Kunstharzemulsion
mit 45% Trockengehalt.
[0094] Copolymerisat J: Verfährt man nach Vorschrift I unter Verwendung einer gleichen Menge
Isobutylacrylat an Stelle von Isopropylacrylat, wobei zudem anstatt 65,5 Teilen nur
55 Teile Wasser verwendet werden, so erhältuman eine reine, feinverteilte, stabile
Emulsion mit 50 bis 51% Trockengehalt.
[0095] Copolymerisat K: Eine Mischung von 44,88 Teilen Isobutylacrylat, 7,92 Teilen Acrylnitril
und 2,64 Teilen Camphen wird in der nach Vorschrift C beschriebenen Weise in 58 Teilen
Wasser, dem 1,6 Teile octadecanoxysulfonsaures Natrium, 0,2 Teilen Triäthanolamin,
2,65 Teilen Acrylsäure und 0,1 Teile Isooctanol zugesetzt sind, emulgiert.
[0096] Der Polymerisationseinsatz in dieser zur Hälfte vorgelegten Emulsion wird nach Erwärmen
auf 63 bis 65°C unter Stickstoff und Rühren durch Zusatz von 1 Teil 10%iger Kaliumpersulfatlösung
erzielt, worauf man bei 70°C die andere Hälfte der Emulsion innerhalb 2 Stunden zufliessen
lässt. Nach beendigtem Zufluss setzt man rasch eine Lösung von 0,1 Teilen Benzoylperoxyd
in 0,8 Teile Benzol zu und polymerisiert noch 4 Stunden bei 80 bis 85°C nach. Nach
üblichem Ausblasen der fertig polymerisierten Emulsion mit Stickstoff kühlt man diese
auf Raumtemperatur ab.
[0097] Die reine, feinverteilte Emulsion des Mischpolymerisates ist stabil und besitzt einen
Trockengehalt von etwa 50%.
[0098] Copolymerisat L: Nach der in Vorschrift C beschriebenen Weise emulgiert man 51,75
Teile Isopropylacrylat, 0,52 Teile Allylacrylat und 0,52 Teile Acrylnitril in einer
Lösung von 1,6 Teilen octadecanoxysulfonsaurem Natrium in 60 Teilen Kondenswasser,
der 2,65 Teile Acrylsäure, 0,2 Teile Triäthanolamin und 0,1 Teile Isooctanol zugesetzt
sind. Die Hälfte der Emulsion wird zur Polymerisation in Stickstoffatmosphäre und
unter Rühren auf 57 bis 58°C erwärmt und mit 1 Teil 10%iger wässeriger Kaliumpersulfatlösung
versetzt. Nach Ansteigen der Temperatur auf 64°C lässt man innerhalb 1 Stunde die
mit 1 Teil 10%iger wässeriger Kaliumpersulfatlösung vermischte andere Hälfte der Emulsion
zufliessen, worauf man noch 3 Stunden bei 83 bis 85°C nachpolymerisiert.
[0099] Die feinverteilte, dünnflüssige Emulsion ist stabil und besitzt einen Trockengehalt
von 48 bis 50%.
[0100] Copolymerisat M: 42,24 Teile Isopropylacrylat, 5,28 Teile Isobor- • nylallyläther
und 5,28 Teile Acrylnitril werden wie nach Vorschrift C in einer Lösung von 1,6 Teilen
octadecanoxysulfonsaurem Natrium in 75 Teilen destilliertem Wasser, der 2,65 Teile
Acrylsäure, 0,2 Teile Triäthanolamin und 0,1 Teile Isooctanol zugesetzt sind, emulgiert.
[0101] Man polymerisiert nach der in Vorschrift C beschriebenen Weise, wobei jedoch nach
Beendigung des Zuflusses der emulgierten Monomeren während 3 1/2 Stunden bei 85 bis
88°C auspolymerisiert wird.
[0102] Die erhaltene Emulsion ist dünnflüssig, feinverteilt, rein und stabil.
[0103] Copolymerisat N: Nach der Vorschrift C beschriebenen Weise emulgiert man 46,93 Teile
Isopropylacrylat und 5,87 Teile Acrylnitril in einer Lösung von 1,6 Teilen octadecanoxysulfonsaurem
Natrium in 75 Teilen Wasser, der 2,65 Teile Methacrylsäure, 0,2 Teile Triäthanolamin
und 0,1 Teile Isooctanol zugesetzt sind. Die Hälfte der Emulsion wird zur Polymerisation
in einer Stickstoffatmosphäre und unter Rühren auf 65 bis 68°C erwärmt und mit 0,5
Teilen 10%iger wässeriger Kaliumpersulfatlösung versetzt. Nach Ansteigen der Temperatur
auf 75°C lässt man innerhalb 1 Stunde die mit 1,5 Teilen 10%iger wässeriger Kaliumpersulfatlösung
vermischte andere Hälfte der Emulsion zufliessen, worauf man noch 3 Stunden bei 81
bis 85°C nachpolymerisiert.
[0104] Die feinverteilte dünnflüssige Emulsion ist stabil und besitzt einen Trockengehalt
von 46 bis 47%.
[0105] Copolymerisat 0: Gleich wie in Vorschrift A beschrieben, wird eine Monomerenmischung
aus 80% n-Butylacrylat, 10% Acrylnitril und 10% Acrylsäure copolymerisiert.
[0106] Man erhält eine Emulsion vom pH-Wert 5,0 und einem Trockensubstanzgehalt von 50%.
[0107] Copolymerisat P: Gleich wie in Vorschrift A beschrieben, wird eine Monomerenmischung
aus 85% Isobutylacrylat, 10% Acrylnitril und 5% Acrylsäure copolymerisiert.
[0108] Man erhält eine Emulsion vom pH-Wert 5,0 und einen Trockensubstanzgehalt von 50%.
Copolymerisat Q:
[0109]
Eine Monomerenmischung bestehend aus
76 % n-Butylacrylat,
19 % Vinylacetat,
3,5 % N-Methylolacrylamid und
1,5 % Maleinsäureanhydrid
wird in Gegenwart von Natriumalkyllaurylpolyäthersulfonat als Emulgator und einer
geringen Menge Natriumvinylsulfat, sowie einem Redoxkatalysator, bestehend aus Eisen-(II)-sulfat,
t-Butylhydroperoxyd und Natriumformaldehydsulfinat in bekannter Weise copolymerisiert.
Der pH der milchig-weissen Emulsion wird auf 5-6 eingestellt (Trockengehalt 45 %).
Copolymerisat R:
[0110]
Eine Monomerenmischung aus
47,5 % n-Butylacrylat,
47,5 % Vinylacetat,
2 % N-Methylolallylcarbamat,
2 % N-Methylolacrylamid und
1 % Acrylamid
wird in Gegenwart eines Addukts bestehend aus 1 Mol Octylphenol und 40 Mol Aethylenoxid
als Emulgator, einer kleinen Menge 2-Acrylamido-2-methyl-propansulfonsäure und einem
Redoxkatalysatorsystem, bestehend aus Eisen(II)-sulfat, t-Butylhydroperoxyd und Natriumformaldehydsulfinat
in bekannter Weise copolymerisiert. Die auf einen pH von 5-6 gestellte milchig-weisse
Emulsion hat einen Trockengehalt von 45 %.
Copolymerisat S:
[0111]
69 % Vinylacetat,
26 % Aethylen,
4 % N-Methylolallylcarbamat und
1 % Acrylamid
werden in Gegenwart eines Addukts, bestehend aus 1 Mol Nonylphenol und 9 Mol Aethylenoxid
als Emulgator, und eines Redoxsystems, bestehend aus Eisen(II)-sulfat, Kaliumpersulfat
und Natriumformaldehydsulfinat, nach bekanntem Verfahren unter Druck polymerisiert.
Die auf einen pH von 5-7 gestellte milchig-weisse Emulsion weist einen Trockengehalt
von 45 % auf.
Copolymerisat T:
[0112]
In ähnlicher Weise wie bei Copolymerisat S können
63 % Vinylacetat
32 % Aethylen
4 % N-Methylolallylcarbamat und
1 % Acrylamid
zu einem Copolymerisat mit 50 % Trockengehalt (pH 5-7) polymerisiert werden.
Copolymerisat U:
[0113]
Eine Monomermischung bestehend aus
65 % n-Butylacrylat,
20 % mit Aethanol teilweise veräthertes n-Methylolacrylamid und
15 % Acrylnitril
wird in Gegenwart eines Alkylphenolpolyglykoläthers als Emulgator, von Kaliumpersulfat
als Katalysator und einer geringen Menge Itaconsäure in wässrig-äthanolischer Emulsion
copolymerisiert. Man erhält eine feinverteilte, stabile Emulsion mit einem Trockengehalt
von 52 bis 53 %.
[0114] Beispiel 1: Auf eine Polyamid-Polyurethan (85:15) Maschenware wird ein wie nachstehend
beschrieben zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel mit einer Schichthöhe von
2,0 mm und einer Geschwindigkeit von 10 m/Minute in einem Strich aufgebracht, dann
eine Baumwoll-Polyurethan (90:10) Maschenware spannungslos nass aufkaschiert und unmittelbar
anschliessend in einen Wärmekanal geleitet und bei 100°C getrock- net. Die Trockenauflage
an Polymerisat beträgt 135 g/m
2. Das mit 10% Restfeuchte aus dem Trockenkanal austretende Material wird auf Raumtemperatur
abgekühlt und kalt zwischen zwei Walzen gepresst. Anschliessend wird 30 Sekunden bei
180°C kondensiert. Die letztgenannte Operation kann mit einer Imprägnierung zur Verbesserung
der Gebrauchseigenschaften, wie z.B. Griff oder wasser- und/oder ölabweisende Eigenschaften
kombiniert werden. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial mit sehr guter Festigkeit
und Elastizität.
[0115] Mit Hilfe einer Verschäumungsanlage vom Typ Hansa-Mixer-Junior (Hansa Werke, Bremen)
wird der Beschichtungsanlage kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 150 g) zugeführt,
der aus folgender Zubereitung hergestellt wird:
1000 Teile der 45%igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B2
35 Teile Aminoplastharz (60%ige wässrige Lösung von mit CH30H veräthertem Dimethylolharnstoff und Hexamethylolmelamin im Gewichtsverhältnis 4:1)
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40%ig, wässrig)
2 Teile Hydroxyäthylcellulose
15 Teile Ammoniak (25%ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30% ig, wässrig)
20 Teile Wasser
[0116] Analog kann man auch die übrigen Copolymerisate zur Herstellung von Schäumen einsetzen.
[0117] Beispiel 2: Auf einer Polyester-Polyurethan (85:15) Maschenware wird ein wie nachstehend
beschriebenen zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel mit einer Schichthöhe von
1,5 mm und einer Geschwindigkeit von 6 m/Minute in einem Strich aufgebracht, dann
eine Baumwoll-Polyurethan (90:10) Maschenware spannungslos nass aufkaschiert undunmittelbar
anschliessend in einen Wärmekanal geleitet und bei 160°C. getrocknet und gleichzeitig
ankondensiert. Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 80 g/m
2. Das aus dem Trockenkanal austretende Material wird auf Raumtemperatur abgekühlt
und ohne zu pressen aufgerollt. Anschliessend wird wie im Beispiel 1 beschrieben auskondensiert,
wobei ebenfalls, wie im Beispiel 1 beschrieben, letztgenannte Operation mit einer
Imprägnierung kombiniert werden kann.
[0118] Man erhält ein kaschiertes Material (Gewicht: 460 g/m ) mit besonders hoher Luft-
und Wasserdampfdurchlässigkeit. Luftdurchlässigkeit: 60-80 l/Sekunde/m
2, Wasserdampfdurchlässigkeit:40-60 g Wasser/m
2/Stunde.
[0119] Mit Hilfe der im Beispiel 1 genannten Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter - Gewicht 120 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird:
1000 Teile der 45%igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B
35 Teile einer 60%igen, wässrigen Lösung von Dimethyloldihydroxy-äthylenharnstoff
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40%ig, wässrig)
5 Teile Hydroxyäthylcellulose
15 Teile Ammoniak (25%ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30Zig, wässrig)
45 Teile Wasser
[0120] Beispiel 3: Ein Polyamid-Polyurethan (94:6) Gewebe wird mit einem wie nachstehend
beschrieben zusammengesetzten Schaum mittels Walzenrakel wie im Beispiel 1 beschrieben
beschichtet und ein Gewebe mit gleicher Faserzusammensetzung spannungslos nass aufkaschiert
und unmittelbar danach wie im Beispiel 1 angegeben getrocknet, abgekühlt und kalt
gepresst. Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 135 g/m
2, Die Fertigstellung erfolgt wie im Beispiel 1 angegeben. Mit Hilfe der im Beispiel
1 genannten Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage kontinuierlich ein wie
im Beispiel 2 beschrieben zusammengesetzter Schaum (Liter-Gewicht 150 g) zugeführt.
[0121] Man erhält ein kaschiertes, elastisches Textilmaterial mit guter Wasserdampf- und
Luftdurchlässigkeit.
[0122] Beispiel 4: Auf eine Polyamid-Polyurethan (80:20) Maschenware wird ein wie nachstehend
beschrieben zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel mit einer Schichthöhe von
1,5 mm und einer Geschwindigkeit von 15 m/Minute in einem Strich aufgebracht, dann
eine Baumwoll-Frotte-Maschenware spannungslos nass aufkaschiert und unmittelbar anschliessend
in einen Wärmekanal geleitet und bei 100°C getrocknet. Die Trockenauflage an Polymerisat
beträgt 100 g/m
2. Das mit 10% Restfeuchte aus dem Trockenkanal austretende Material wird auf Raumtemperatur
abgekühlt und kalt zwischen zwei Walzen gepresst. Anschliessend wird wie im Beispiel
1 beschrieben auskondensiert, wobei dieser Verfahrensschritt mit einer Imprägnierung
kombiniert werden kann.
[0123] Mit Hilfe der im Beispiel 1 genannten Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 150 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird:
1000 Teile der 50%igen wässrigen Copolymerisatdispersion B
25 Teile mit Methanol veräthertes Pentamethylolmelamin
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40%ig, wässrig)
5 Teile Hydroxyäthylcellulose
15 Teile Ammoniak (25%ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30%ig, wässrig)
45 Teile Wasser
[0124] Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial (Gewicht: 540 g/m
2) mit hoher Elastizität und guter Wasserdampf- und Luftdurchlässigkeit. Wasserdampfdurchlässigkeit:
20-30 g Wasser/m
2/Stunde, Luftdurchlässigkeit: 15-25 l/Sekunde/m
2.
[0125] Beispiel 5: Auf eine mit Dispersionsfarbstoffen gefärbte Polyester Wirkware (Velours,
110g/m
2) wird ein wie nachstehend beschrieben zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel
mit einer Schichthöhe von 1,5 mm und einer Geschwindigkeit von 8m/Minute in einem
Strich aufgebracht, dann eine Baumwoll-Polyester (35:65) Wirkware (65 g
/m2) spannungslos nass aufkaschiert und unmittelbar anschliessend in einen Wärmekanal
geleitet und bei 100° C getrocknet. Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 130
g/m
2. Das mit 10 % Restfeuchte aus dem Trokkenkanal austretende, noch heisse Material
wird zwischen zwei nicht geheizten Walzen gepresst. Anschliessend wird das Gewirke
mit einer wässrigen Flotte foulardiert (Flottenaufnahme 60 %) die in Liter 25 g einer
30 %igen wässrigen Emulsion eines perfluorierten Polymerisates als Oleophotiermittel,
20 ml Isopropanol und
1,5 ml Essigsäure (80 %)
[0126] enthält, und einer Wärmebehandlung bei 170°C während 60 Sekunden unterworfen. Man
erhält ein kaschiertes Textilmaterial mit sehr guter Festigkeit, das luftundurchlässig,
jedoch wasserdampfdurchlässig ist und zudem gute wasser-, öl- und fleckabweisende
Eigenschaften aufweist.
[0127] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 250 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird:
1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion R
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40 %ig, wässrig)
5 Teile Hydroxyäthylcellulose
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
45 Teile Wasser.
[0128] Der Schaum kann auch unter Zusatz eines Aminoplastharzes (z.B. 50 %ige wässrige Lösung
einer Mischung aus Dimethyloläthylenharnstoff und einem modifizierten Methylolmelamin
im Gewichtsverhältnis 7:3) hergestellt werden.
[0129] Beispiel 6: Auf ein gebleichtes Baumwollgewebe wird ein wie nachstehend beschrieben
zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel mit einer Schichthöhe von 1,0 mm und
einer Geschwindigkeit von 20 m/Minute in einem Strich aufgebracht, dann eine zweite
Bahn des gleichen gebleichten Baumwollgewebes unter geringer Spannung nass aufkaschiert
und unmittelbar anschliessend in einen Wärmekanal geleitet und bei 100°C getrocknet.
Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 100 g/m
2. Das getrocknete Material wird auf Raumtemperatur abgekühlt und kalt zwischen zwei
Walzen gepresst. Anschliessend wird das Laminat der beiden Baumwollgewebe mit einer
wässrigen Flotte aufgepflatscht, (Flottenaufnahme 70 %), die im Liter
40 g eines fettsäuremodifizierten Hexamethylolmelamin-hexamethyläthers als Hydrophobiermittel,
2,5 g Aluminiumtriglykolat als Härtungskatalysator und
25 g einer 40 Zigen wässrigen Emulsion eines Pentachlorphenolesters als Antimikrobikum
enthält, bei 100 bis 120°C getrocknet und einer Wärmebehandlung bei
150°C während 4 Minuten unterworfen. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial mit
guter Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit,
das zudem wasserabweisende und schimmelresistente Eigenschaften aufweist.
[0130] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 160 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird: 1000 Teile der 50 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion A
35 Teile Aminoplastharz (70 %ige wässrige Lösung von Dimethyloldihydroxy-äthylenharnstoff,
von Pentamethylolmelamin-tetramethyläther und von einem Addukt aus Harnstoff, Isobutyraldehyd,
Formaldehyd und Methanol im Gewichtsverhältnis 30:13:27)
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40 %ig, wässrig)
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
50 Teile Wasser
[0131] Beispiel 7: Auf ein mit Säurefarbstoffen gefärbtes Polyamidgewebe (140 g/m
2) wird ein wie nachstehend beschrieben zusammengesetzer Schaum mittels Walzenrakel
mit einer Schichthöhe von 1,0 mm und einer Geschwindigkeit 10 m/Minute in einem Strich
aufgebracht, dann ein Polyester-Vliess (Isolierwatte) einer Dicke von 10 mm spannungslos
nass aufkaschiert und unmittelbar anschliessend in einen Wärmekanal geleitet und bei
100°C getrocknet. Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 95 g/m2. Das getrocknete
Material wird auf Raumtemperatur abgekühlt und kalt zwischen zwei Walzen gepresst.
Anschliessend wird 30 Sekunden bei 180°C kondensiert. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial
mit sehr guter Festigkeit, guter Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit, das zudem gute
Wärmeisoliereigenschaften aufweist.
[0132] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 155 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird:
1000 Teile der 53 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion U
35 Teile Aminoplastharz (mit Methanol veräthertes Dimethylolglyoxalmonourein)
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40 %ig, wässrig)
8 Teile eines Verdickungsmittel auf Polyacrylsäurebasis
20 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
[0133] Analog kann man auch mengengleich Monoäthanolammoniumlaurylsulfat (40 %ig, wässrig)
bzw. Dimethyl- oder Diäthylaminoäthanolfettsäuresalze an Stelle von Natriumlaurylsulfat
bzw. Ammoniumstearat zur Herstellung des Schaums einsetzen.
[0134] Beispiel 8: Auf eine Polyamid-Polyurethan (80:20) Maschenware wird ein wie nachstehend
beschrieben zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel mit einer Schichthöhe von
2,0 mm und einer Geschwindigkeit von 10 m/Minute in einem Strich aufgebracht, dann
eine BaumwollTricot-Maschenware spannungslos nass aufkaschiert und unmittelbar anschliessend
in einen Wärmekanal geleitet und bei 100°C getrocknet. Die Trockenauflage an Polymerisat
beträgt 140 g/m
2. Das mit 10 % Restfeuchte aus dem Trockenkanal austretende Material wird auf Raumtemperatur
abgekühlt und kalt zwischen zwei Walzen gepresst. Anschliessend wir auf das Laminat
eine wässrige Flotte aufgesprüht (Flottenaufnahme: 65 %), die im Liter
40 g einer wässrigen Emulsion mit Paraffin von Montanwachs und einem Chromkomplexsalz
als Hydrophobermittel,
30 g einer 20 Zigen, wässrigen Emulsion eines perfluorierten Polymerisates als Oleophobiermittel
und
1 ml Essigsäure (80%)
enthält, bei 120°C getrocknet und einer Wärmebehandlung bei 150°C während 3 Minuten
unterworfen. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial (510 g/m
2) mit guter Festigkeit, hoher Elastizität, guter Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit,
das zudem gute öl- und wasserabweisende Eigenschaften aufweist, wobei nicht nur das
Textilmaterial sondern auch die Polymerschicht in der Schaumbeschichtung die wasserabweisenden
Eigenschaften aufweist.
[0135] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 150 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird: 1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B
2
35 Teile einer 75 %igen, wässrigen Lösung von Glyoxalmonourein (Knitterfestmittel)
200 Teile einer 18 %igen, wässrigen Emulsion mit Paraffin von Hexamethylolmelamin-hexaäthyläther
(Hydrophobiermittel)
20 Teile einer 15 %igen, wässrigen Lösung eines Gemisches aus Kokosfettsäurediäthanolamid,
Fettalkoholpolyäthylenglykoläthern und Fettsäurepolyäthylenglykolestern (Schaum- und
Stabilisierungsmittel )
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
80 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
20 Teile Wasser
[0136] Beispiel 9: Auf ein Polyamidstapelgewebe (140 g/m
2) wird ein wie nachstehend beschrieben zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel
mit einer Schichthöhe von 1,0 mm und einer Geschwindigkeit von 20 m/ Minute in einem
Strich aufgebracht, dann eine zweite Bahn des gleichen Gewebes spannungslos nass aufkaschiert
und unmittelbar anschliessend in einen Wärmekanal geleitet und bei 100°C getrocknet.
Die Trocken- auflage an Polymerisat beträgt 115 g/m
2. Das getrocknete Material wird auf Raumtemperatur abgekühlt und kalt zwischen zwei
Walzen gepresst. Anschliessend wird das Laminat mit einer wässrigen Flotte foulardiert
(Flottenaufnahme: 60 %) in Liter
60 g eines Silikonpräparates als Hydrophobiermittel,
9 g eines Zirkon-Fettsäurederivates (20 %) als Härtungskatalysator und
2 ml Essigsäure (80 %)
enthält, und einer Wärmebehandlung bei 150°C während 5 Minuten unter-
worfen. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial mit guter Festigkeit, Luft- und
Wasserdampfdurchlässigkeit, das zudem gute wasserabweisende Eigenschaften und einen
angenehmen Griff aufweist.
[0137] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 215 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird: 1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdisperion S
35 Teile Aminoplastharz (Dimethyloläthylenharnstoff)
15 Teile einer 15 %igen, wässrigen Lösung eines Gemisches aus Polyoxyäthylen-2-cetyläther
und Kokosfettsäuredimethylolamid im Gewichtsverhältnis 4:1 (Schaum- und Stabilisierungsmittel)
25 Teile einer 18 %igen, wässrigen Lösung eines Gemisches aus Kokosfettsäuredimethylolamid,
aus einem Kondensationsprodukt aus 1 Mol p-Nonylphenol und 9 Mol Aethylenoxyd und
aus Lauryltriglykoläthersulfat im Gewichtsverhältnis 10:12:7 (Schaum- und Netzmittel)
3 Teile Hydroxyäthylcellulose
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
80 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
27 Teile Wasser.
[0138] Analog kann man auch 1000 Teile der 50 %igen, wässrigen Copolymerisatdisperion T
zur Herstellung des Schaums einsetzen.
[0139] Beispiel 10: Auf ein Glasfasergewebe wird ein wie nachstehend beschrieben zusammengesetzter
Schaum mittels Walzenrakel mit einer Schichthöhe von 1,5 mm und einer Geschwindigkeit
von 8 m/Minute in einem Strich aufgebracht, dann ein flammfestausgerüstetes Baumwoll-Gewirke
(verwendetes Flammschutzmittel: 3-Dimethylphosphono-propionsäure-methylolamid) spannungslos
nass aufkaschiert und unmittelbar anschliessend in einen Wärmekanal geleitet und bei
100°C getrocknet.
[0140] Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 100 g/m
2. Das mit 10 % Restfeuchte aus dem Trockenkanal austretende Material wird auf Raumtemperatur
abgekühlt und kalt zwischen zwei Walzen gepresst. Anschliessend wird 30 Sekunden bei
180°C kondensiert. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial mit guter Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit,
das zudem permanent flammfest ausgerüstet ist.
[0141] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 150 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird:
1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B2
35 Teile einer 75 %igen, wässrigen Lösung von Glyoxalmonourein (Knitterfestmittel)
120 Teile Decabromdiphenyloxyd (Flammschutzmittel)
10 Teile Natriumlaurylsulfat (40 %ig, wässrig)
0,5 Teile Hydroxyäthylcellulose
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
75 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
10 Teile Wasser
Beispiel 11: Auf ein mit Aluminium bedampftes Polyestergewebe
[0142] (200 g/m
2) wird ein wie nachstehend beschrieben zusammengesetzter Schaum mittels Walzenrakel
mit einer Schichthöhe von 1,5 mm und einer Geschwindigkeit von 20 m/Minute in einem
Strich aufgebracht, dann eine Baumwoll-Polyester (67:33) Gewebe (120 g/m
2) mit geringer Spannung nass aufkaschiert und unmittelbar anschliessend in einem Wärmekanal
geleitet und bei 100°C getrocknet. Die Trockenauflage an Polymerisat beträgt 90 g/m
2. Das getrocknete Material wird auf Raumtemperatur abgekühlt und kalt zwischen zwei
Walzen gepresst. Anschliessend wird das Laminat mit einer wässrigen Flotte foulardiert
(Flottenaufnahme: 50 %) die in Liter'
[0143] 30 g einer 26 %igen, wässrigen Emulsion in Perchloräthylen von einem Dimethylpolysiloxan
und einem Polyäthylenwachs im Gewichtsverhältnis 2,8:1 als Weichgriffmittel
enthält, bei 100 bis 120°C getrocknet und einer Wärmebehandlung bei 150°C während
4 Minuten unterworfen. Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial, das lichtundurchlässig
und wärmereflektierend ist und zudem gute Griffeigenschaften aufweist.
[0144] Mit Hilfe der in Beispiel 1 angegebenen Verschäumungsanlage wird der Beschichtungsanlage
kontinuierlich ein Schaum (Liter-Gewicht 130 g) zugeführt, der aus folgender Zubereitung
hergestellt wird:
1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B2
50 Teile Aminoplastharz (50 %ige, wässrige Lösung von Dimethyloläthylenharnstoff und
einem modifizierten Methylolmelamin im Gewichtsverhältnis 7:3)
5 Teile 2-Amino-2-methyl-l-propanol Hydrochlorid (Härtungskatalysator)
150 Teile Titandioxyd
10 Teile eines schwarzen Pigmentfarbstoffes für Textildruck
2 Teile Hydroxyäthylcellulose
20 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
60 Teile Ammoniumstearat (30 %ig, wässrig)
100 Teile Wasser
[0145] Beispiel 12: Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch einen Schaum
ein, der aus folgender Zubereitung hergestellt wird:
1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B2
35 Teile einer 75 %igen, wässrigen Lösung von Glyoxalmonourein (Knitterfestmittel)
10 Teile einer 38 %igen, wässrigen Lösung von Monoäthanolammoniumlaurylsulfat (Verschäumungsmittel)
2 Teile eines pulverförmigen Verdickungsmittels auf Zellulosebasis
75 Teile einer 35 %igen Lösung von Ammoniumstearat und Ammoniumnitrat im Gewichtsverhältnis
5,7:1 (Stabilisierungsmittel)
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
20 Teile Wasser
[0146] Man erhält ein kaschiertes Textilmaterial, das die in Beispiel 1 angegebenen Eigenschaften
aufweist.
[0147] Gleiche Ergebnisse werden ebenfalls erzielt, wenn der Schaum aus einer der 3 nachfolgenden
Zubereitungen hergestellt wird:
Analoge Zubereitung unter Ersatz von
1000 Teilen der 45 %igen Copolymerisatdispersion B2 durch
1000 Teile der 50 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B1.
1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion B
35 Teile einer 75 %igen, wässrigen Lösung von Glyoxalmonourein (Knitterfestmittel)
10 Teile einer 38 %igen, wässrigen Lösung von Monoäthanolammoniumlaurylsulfat (Verschäumungsmittel)
2 Teile eines pulverförmigen Verdickungsmittel auf Zellulosebasis
75 Teile einer 35 %igen Lösung von Ammoniumstearat und Ammoniumnitrat im Gewichtsverhältnis
5,7:1 (Stabilisierungsmittel)
200 Teile einer 18 %igen, wässrigen Eumulsion mit Paraffin von
[0148] Hexamethylolmelamin-hexaäthyläther (Hydrophobiermittel)
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
20 Teile Wasser
1000 Teile der 45 %igen, wässrigen Copolymerisatdispersion R
35 Teile einer 75 %igen, wässrigen Lösung von Glyoxalmonourein (Knitterfestmittel)
10 Teile einer 38 %igen, wässrigen Lösung von Monoäthanolammoniumlaurylsulfat (Verschäumungsmittel)
3 Teile eines pulverförmigen Verdickungsmittels auf Zellulosebasis
75 Teile einer 35 %igen Lösung von Ammoniumstearat und Ammoniumnitrat im Gewichtsverhältnis
5,7:1 (Stabilisierungsmittel)
15 Teile Ammoniak (25 %ig, wässrig)
50 Teile Wasser