[0001] Die Erfindung betrifft einen Automaten zur Abgabe von Speisen und Getränken oder
anderen Erzeugnissen.
[0002] Es sind bereits Automaten der erwähnten Art bekannt, bei denen Aufnahmeräume für
die Erzeugnisse in Sektorenräumen eines Zylinders angeordnet sind, der um eine vertikale
Achse drehbar ist, so daß ein Erzeugnis nach der Öffnung einer Verriegelungseinrichtung
zu einer Öffnung drehbar ist, aus welcher es der Verbraucher herausnehmen kann. Automaten
dieser Art weisen jedoch ziemlich große Abmessungen auf und sind darüber hinaus im
Aufbau der elektrischen Schaltungsanordnung kompliziert, da zusätzlich zu der Verriegelung
auch der Betrieb des Zylinders elektrisch durchgeführt werden muß. Außerdem kann der
Verbraucher nicht den Zustand des Erzeugnisses erkennen, bevor er seine Zahlung geleistet
hat. Das Erzeugnis kann beschädigt oder verletzt sein, da die Möglichkeit besteht,
daß es während der Drehung aus seinem Aufnahmeraum austritt. Auch ist die Reinigung
dieser Art von Automaten schwierig und zeitaufwendig.
[0003] Es sind auch Automaten ähnlicher Art bekannt, bei welchen sichtbare Räume vorgesehen
sind, von denen jeder eine eigene Entnahmeöffnung aufweist. Hierbei ist es im Gegensatz
zu den vorangehend erläuterten bekannten Automaten möglich, das Erzeugnis vor der
Zahlung zu begutachten, und es ergeben sich günstigere Reinigungsmöglichkeiten. Jedoch
muß jeder Aufnahmeraum seine eigene Entnahmeöffnung mit entsprechender Verriegelungseinrichtung
aufweisen. Dadurch ist der Aufbau kompliziert, ergibt ein verhältnismäßig hohes Gewicht,
und die Herstellungskosten liegen ziemlich hoch. Auch ist teilweise die Zuverlässigkeit
der Funktion beeinträchtigte.
[0004] Aus der FR-PS 2 103 702 ist ferner ein Automat ähnlicher Art bekannt, welcher von
der Oberseite her zu öffnen ist und zur Abgabe beispielsweise von Flaschen bestimmt
ist. Die Aufnahmeräume für die Erzeugnisse sind durch einen Deckel abgeschlossen,
welcher aus elastischem Material besteht und während des Betriebes von Hand zu entfernen
und in ein Magazin zu rollen ist. Dadurch ergibt sich aber eine ziemlich komplizierte
Verriegelungseinrichtung. Da der Deckel vollständig aus elastischem Material besteht,
ist er erstens leicht zu brechen und zweitens ziemlich beschwerlich in einen genügend
kleinen Aufnahmeraum einzuführen. Da ferner der Deckel von Hand zu bewegen ist, können
sich insbesondere dann Schwierigkeiten ergeben, wenn die Verriegelungseinrichtung
nicht in Ordnung ist und Kraft angewendet wird, um den Deckel zu öffnen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines gegenüber dem Stand der Technik verbesserten
Automaten, bei welchem eine gleichartige Klappe der Aufnahmeräume für übereinander
eingestellte Erzeugnisse zu einem Zeitpunkt einen Aufnahmeraum öffnet, wenn ein Anschlag
öffnet und die Schwerkraft die Klappe beaufschlagt, damit diese fortlaufend heruntergeht.
Die einzige elektrische Anordnung besteht hierbei aus einem elektromagnetischen Verriegelungsanschlag
der Klappe. Die Erfindung kennzeichnet sich durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 10
[0006] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen.
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Automaten in Teildarstellung
längs der Schnittlinie A-A von Fig. 2 und 3, wobei insbesondere eine Klappe und eine
Verriegelungseinrichtung veranschaulicht sind,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie B-B von Figo 1 und 3,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Automaten in perspektivischer
Ansicht.
[0007] Aus Fig. 1 und 2 ergibt sich eine geeignete Anzahl von Aufnahmeräumen 1 in Übereinanderanordnung
mit darin aufgenommenen Erzeugnissen 2. An der Vorderseite der Aufnahmeräume 1 ist
ein vertikaler Steuerabschlußschieber 3 vorgesehen, längs dessen eine Klappe 4 bestehend
beispielsweise aus rechteckigen Akrylharzteilen 4a gleicher Abmessungen zu gleiten
vermag. Diese Teile 4a sind miteinander verbunden, beispielsweise mittels Scharnieren
5 aus flexiblem Plastikmaterial. Der geeignete Platz für die Scharniere 5 befindet
sich innerhalb des Steuerabschlußschiebers 3, wie sich dies aus Fig. 2 ergibt. Die
Klappe 4, welche auch als Faltschieber bezeichnet werden kann, besteht somit aus den
Teilen 4a und den Scharnieren 5. Die geeigneten Abmessungen der Teile 4a entsprechen
denjenigen der Öffnungen der Aufnahmeräume 1. Ein Bolzen 6 ist jedem Teil 4a an einem
zweckmäßigen Platz zugeordnet. Wenn sich der Faltschieber 4 in seiner obersten Stellung
befindet, kann er aufeinanderfolgend in einer noch zu beschreibenden Weise nach unten
bewegt und gleichzeitig in einem kleinen Raum innerhalb von Wandungen 7-10 unterhalb
des Steuerabschlußschiebers 3 gefaltet werden.
[0008] Eine elektromagnetische Anschlageinrichtung 11 ist an dem Automaten zweckmäßigerweise
unterhalb der Aufnahmeräume 1 angeordnet und wird durch ein herkömmliches (nicht veranschaulichtes)
Münzenschloß sowie ein Wähltastenfeld (nicht veranschaulicht) gesteuert, wodurch ein
(nicht gezeigter) Schalter zur Beaufschlagung der elektromagnetischen Anschlageinrichtung
11 in Betrieb gesetzt wird. Die elektromagnetische Anschlageinrichtung 11 besteht
aus einem Elektromagneten 12 und einem Anschlag 14, welcher durch eine Feder 13 vorgespannt
ist. Es ist auch ein Mikroschalter 15 vorgesehen, welcher unterhalb der elektromagnetischen
Anschlageinrichtung 11 angebracht ist. Der Zweck dieses Schalters liegt in der Unterbrechung
des elektrischen Stromes des Elektromagneten 12 während des Betriebes des Automaten.
[0009] Nach dem Einwurf der richtigen Geldmenge in das (nicht gezeigte) Münzenschloß und
nach dem Drücken der gewählten Taste des (nicht veranschaulichten) Wähltastenfeldes
gelangt ein elektrischer Impuls von der Taste zu dem (nicht veranschaulichten) Schalter,
welcher die anderen möglichen Verriegelungsmechanismen trennt. Gleichzeitig bewirkt
der Impuls, daß der Elektromagnet 12 den Anschlag 14 zu sich heranzieht, so daß der
jedem Teil 4a des Faltschiebers 4 zugeordnete Bolzen 6 freigegeben wird, wodurch der
Faltschieber 4 frei durch die Schwerkraft nach unten fällt.
[0010] Der Mikroschalter 15 ist so angeordnet, daß er den Strom unterbricht, vor oder in
dem Augenblick, wenn der nächste Bolzen 6 zu dem Anschlag 14 gelangt; dieser wird
freigegeben und bewegt sich gegen den Faltschieber 4 unter der Einwirkung der Feder
13, so daß eine Verriegelung zwischen dem Bolzen 6 und dem Anschlag 14 auftritt. Der
Faltschieber ist dabei aus der Stellung I von Fig. 1 in die Stellung II gelangt. Da
der Unterschied zwischen den Stellungen I und II der Höhe des Teils 4a und in ähnlicher
Weise der Höhe des Aufnahmeraumes 1 entspricht, kann das Erzeugnis 2 von dem Aufnahmeraum
1 entnommen werden, welcher sich gerade unterhalb der Stellung I von Fig. 1 befindet.
Gleichzeitig werden bei der Abwärtsbewegung des Faltschiebers 4 die Teile 4a in dem
Magazin 7-10 unterhalb des Steuerabschlußschiebers 3 zusammengefaltet. Die Unterbrechung
des Stromes durch den Mikroschalter 15 macht gleichzeitig das Münzenschloß frei, um
mehr Geld aufzunehmen.
[0011] Eine Beschickung des Automaten wird durchgeführt, wenn sich der Faltschieber 4 in
seiner untersten Stellung befindet. Die Erzeugnisse 2 werden in jeden Aufnahmeraum
1 gestellt, wobei die elektromagnetische Anschlageinrichtung 11 durch einen (nicht
gezeigten) Nebenschlußschalter abgetrennt ist. Danach wird der Faltschieber in seine
oberste Stellung hochgezogen.
[0012] Der in Fig. 3 veranschaulichte Automat umfaßt drei Teilautomaten in Nebeneinanderanordnung.
An der in Blickrichtung von Fig. 3 linken Seite sind ein Tastenfeld und ein Münzenschloßmechanismus
16 vorgesehen. Jedoch ist es möglich, noch mehrere Teilautomaten nebeneinander in
gleicher Weise anzuordnen.
[0013] Der beschriebene Automat hat gegenüber dem Stand der Technik mehrere Vorteile. Insbesondere
kann er gewichtsmäßig leichter als bisher gebaut werden, da die bewegten Massen sehr
gering sind. Ferner weist der Automat lediglich einen beweglichen elektrischen Bestandteil
auf, so daß die Gefahr einer Fehlfunktion gering ist. Auch kann auf Wunsch Niederspannung
verwendet werden, die bisweilen aus Sicherheitsgründen. notwendig ist. Das Beschicken
und das Reinigen sind sehr leicht durchführbar, und der Verbraucher kann stets das
Erzeugnis in Augenschein nehmen, das er kauft.
[0014] Der erfindungsgemäße Automat kann auch in Verbindung mit Kühleinrichtungen oder Magazinen
verwendet werdeno
1. Automat zur Abgabe von Speisen und Getränken oder anderen Erzeugnissen, umfassend
zwischen Steuerabschlußschiebern eine sich vorzugsweise in Vertikalrichtung bewegende
Tür, wobei ein Steuersystem vorgesehen ist, um die Bewegung der Tür zu steuern, dadurch
gekennzeichnet, daß eine abwärts gerichtete aufeinander folgende Bewegung der Tür
(4) bei freigegebenem Steuersystem (11, 15) und Schwerkrafteinwirkung erfolgt.
2. Automat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tür (4) aus Teilen (4a)
besteht, welche miteinander verbunden sind, und daß die Teile (4a) vorzugsweise Rechteckform
und gleiche Abmessungen aufweisen, so daß die Abmessungen der Teile (4a) denjenigen
der Öffnungen von Aufnahmeräumen (1) entsprechen.
3. Automat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe
der nach abwärts gerichteten aufeinander folgenden Bewegung der Tür (4) der Höhe eines
Aufnahmeraumes (1) entspricht.
4. Automat nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (4a)
aus geeignetem uneerbrechlichen sowie transparenten Material, vorzugsweise Akrylyl-Material
bestehen.
5. Automat nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (4a)
miteinander durch Scharniere (5) verbunden sind, die vorzugsweise aus geeignetem flexiblen
Plastikmaterial bestehen.
6. Automat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniere (5) innerhalb
des Steuerabschlußschiebers (3) vorgesehen sind.
7.Automat nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (4a)
der Tür (4) während der Abwärtsbewegung der Tür in ein Magazin (7-10), vorzugsweise
gerade unterhalb eines Steuerabschlußschiebers (3), faltbar sind.
8. Automat nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bolzen (6)
an jedem Teil (4a), vorzugsweise an dessen Innenseite, angebracht ist.sowie dortselbst
in gleicher Form und Lage.
9. Automat nach einem der Ansprüche 1-8, gekennzeichnet durch einen Anschlag (14),
welcher mit dem Steuersystem (12, 13, 15) verbunden ist.
10. Automat nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung
der Tür (4) durch den Bolzen (6), den Anschlag (14) und das Steuersystem (12, 13,
15) durchführbar ist.
11. Nebeneinanderanordnung mehrerer Automaten nach einem der Ansprüche 1-10 in Verbindung
mit einem Münzenschloß und einem Wähltastenfeld.