[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schnalle für einen Sicherheitsgurt, bestehend
aus einer Einschubzunge mit zwei symmetrisch seitlich angeordneten Einbuchtungen und
einem Schloß zur Aufnahme der Einschubzunge in einem zwischen zwei Schloßplatten gebildeten
Führungskanal, der an seinen beiden Schmalseiten Schwenkriegel zum Eingriff in die
Einbuchtungen der Einschubzunge aufweist, die in Ausschnitten der Schloßplatten schwenkbar
gehalten sind.
[0002] Bei einer bekannten Schnalle dieser Art (DE-OS 26 5o 498) sind die beiden Schwenkriegel
unabhängig voneinander beweglich. Das hat den Nachteil, daß Fälle denkbar sind, in
denen nur einer der beiden Riegel in die Einschubzunge eingreift, während der andere
unverriegelt bleibt. Dies kann beispielsweise dann geschehen, wenn die Einschubzunge
nur so weit in das Schloß eingeschoben wird, daß nur einer der beiden Riegel in die
zugehörige Einbuchtung einschnappen kann, während der andere noch nicht eingreifen
kann. Dies führt dann zu einer unzureichenden Sicherung der Einschubzunge im Schloß.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schnalle dieser Art zu schaffen,
die die sichere Verriegelung beider Schwenkriegel gewährleistet.
[0004] Die erfindungsgemäßeLösung besteht darin, daß die Schwenkriegel durch eine Getriebeanordnung
zu gemeinsamer Bewegung miteinander verbunden sind. Sie besteht vorzugsweise aus zwei
Hebeln, die an den Enden der Schwenkriegel drehfest angeordnet sind und sich zueinander
hin erstrecken und an ihren Enden formschlüssig ineinandergreifen, indem ein Hebel
das Ende des anderen umfaßt. Sollte es geschehen, daß die Zunge nicht so weit eingeschoben
wird, daß beide Riegel eingreifen, so wird durch die erfindungsgemäße Getriebeverbindung
sichergestellt, daß auch der zuerst von einer Zungeneinbuchtung erreichte Riegel nicht
eingreift. Da dann keiner der beiden Riegel die Zunge festhält, kann dem Benutzer
nicht eine ordnungsgemäße Verriegelung vorgetäuscht werden, obwohl vielleicht nur
einer der beiden Riegel tatsächlich gegriffen hat.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung ist überraschend einfach und unaufwendig, weil ohnehin
auf die Riegelenden je ein Preßteil zur Riegelbetätigung aufgesetzt werden muß. Die
Riegel werden daher zweckmäßigerweise von diesen Preßteilen gebildet, die andererseits
je einen sich im wesentlichen in Längsrichtung des Schlosses erstreckenden Hebel aufweisen,
mit deren Enden ein Öffnungskeil zusammenwirkt.
[0006] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert.
Darin zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Schnalle zwischen den Schloßplatten,
Fig. 2 einen zur Fig. 1 parallelen Schnitt außerhalb einer Schloßplatte,
Fig. 3 einen der Fig. 2 ähnlichen, etwas weiter außen geführten Schnitt, und
Fig. 4 eine den Fig. 1-3 in der Blickrichtung entsprechende Seitenansicht des Schlosses.
[0007] Die Schnalle besteht aus dem Schloß 1 und der Einschubzunge 2. Mit einem Befestigungsteil
3, das seinerseits über ein Seil an der Fahrzeugkarosserie verankert ist, sind zwei
identisch gestaltete Schloßplatten 4 parallel zueinander fest verbunden, von denen
in Fig. 1 die untere und in Fig. 2 die obere erscheint. Sie werden in von dem Befestigungsteil
3 und durch zwischen die Platten 4 eindringende Vorsprünge 6 eines Gehäuses 5, das
das Schloß umgibt, in einem bestimmten Abstand voneinander gehalten. Dieser Abstand
ist so gewählt, daß der zwischen den Platten gebildete Raum wenig weiter ist als die
Einschubzunge 2 dick ist, so daß der Einschubteil 7 der Zunge 2 sicher aber leicht
verschiebbar zwischen den Platten geführt ist. Die Vorsprünge 6 des Schloßgehäuses
bilden ferner Führungsflächen 26 an den Schmalseiten des für die Einführung der Zunge
2 zwischen den Platten 4 gebildeten Führungskanals. Diese Führungsflächen wirken mit
den Kanten des Einschubteils 7 der Zunge 2 zusammen. In Ausschnitten 8, die in beiden
Platten fluchtend und symmetrisch zur Mittelebene des Schlosses vorgesehen sind, ist
je ein Schwenkriegel 9 gehalten. Jeder Schwenkriegel stützt sich an seinem rechts
in Fig. 1 erscheinenden Ende in den zugehörigen Ausschnitten ab. Der linke Teil der
Ausschnitte ist weit genug ausgebildet, um dem Schwenkriegel eine Schwenkbewegung
in die Zungeneinbuchtung hinein bzw. aus dieser heraus zu gestatten. Dabei dreht er
sich um den Berührungspunkt seines rechten Endes mit der zugehörigen Stützfläche der
Ausschnitte 8. Der Berührungspunkt bzw. Schwenkmittelpunkt ist in Fig. 2 bei 18 und
19 angegeben.
[0008] An seinem linken Ende bildet jeder Schwenkriegel eine Stirnfläche zum Zusammenwirken
mit der Einschubzunge. Die Schwenkriegel 9 werden durch eine Feder 1o nach innen in
den Führungskanal gedrängt, um dort in Einbuchtungen 11 der Einschubzunge 2 einzuschnappen.
Insoweit kann die Vorrichtung als bekannt betrachtet werden.
[0009] In Fig. 2 blickt man auf die Außenseite einer Schloßplatte 4 und auf die durch diese
Platte hindurchtretenden Enden der Schwenkriegel 9. Auf diese sind Preßteile 12, 13,
vorzugsweise aus einem reibungsarmen Kunststoff wie Polyamid, unverdrehbar aufgesetzt.
Das Preßteil 12 bildet einen quer zur Schloßlängsrichtung verlaufenden Hebelarm 14.
Diesem streckt sich vom Preßteil 13 ein Hebelarm 15 entgegen. Der Hebelarm 14 ist
an seinem Ende 16 maulartig ausgebildet und umfaßt einen am Ende des anderen Hebels
15 ausgebildeten Kopf 17 passend. Wenn der obere Schwenkriegel in Fig. 2 im Uhrzeigersinn
gedreht wird, bewegt sich das Ende 16 des Hebels 14 nach links, nimmt dabei das Ende
17 des Hebels 15 mit und dreht dadurch den unteren Schwenkriegel im Gegenuhrzeigersinn
und umgekehrt. Die Schwenkriegel können sich daher erst dann beim Einschieben der
Zunge 2 unter der Wirkung der Feder 1o nach innen in die Einbuchtungen der Einschubzunge
bewegen, wenn sie beide die ihnen zugeordnete Einbuchtung erreicht haben.
[0010] Die Preßteile 12, 13 sind in Längsrichtung des Schlosses nach links verlängert. Sie
sind flach ausgeführt und tragen quer zur Ebene der Schloßplatten 4 hochragende Vorsprünge
22, 23, zwischen denen ein Öffnungskeil 24 (Fig. 3) liegt, der sich in einer Ebene
oberhalb der Haupterstreckung der Preßteile 12, 13 erstreckt. Wird der Öffnungskeil
24 durch Druck auf seine Handhabe 25 in Pfeilrichtung nach links gedrückt, so werden
die Vorsprünge 22, 23 auseinandergespreizt, wodurch die Schwenkriegel 9 in Öffnungsstellung
geschwenkt werden.
1. Schnalle für einen Sicherheitsgurt, bestehend aus einer Einschubzunge mit zwei
symmetrisch seitlich angeordneten Einbuchtungen und einem Schloß zur Aufnahme der
Einschubzunge in einem zwischen zwei Schloßplatten gebildeten Führungskanal, der an
seinen beiden Schmalseiten Schwenkriegel zum Eingriff in die Einbuchtungen der Einschubzunge
aufweist, die in Ausschnitten der Schloßplatten schwenkbar gehalten sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkriegel (9) durch eine Getriebeanordnung (14, 15) zu
gemeinsamer Bewegung miteinander verbunden sind.
2. Schnalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkriegel (9) an
ihren Enden je einen Hebel (14, 15) tragen, die sich zueinander hin erstrecken und
an ihren Enden formschlüssig ineinandergreifen.
3. Schnalle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel von auf
die Riegelenden aufgesetzten Preßteilen (12, 13) gebildet sind, die zwei sich im wesentlichen
in Längsrichtung des Schlosses erstreckende Hebel (2o, 21) bilden, deren Enden mit
einem öffnungskeil (24) zusammenwirken.