[0001] Die Erfindung betrifft einen Farbkasten für Offset- oder Hochdruckmaschinen mit einer
Farbdosiereinrichtung, die aus einer Vielzahl von dicht nebeneinander angeordneten,
zonenbreiten und auf zonal unterschiedliche Farbspaltdicken einstellbaren Dosierelementen
besteht, die Stütz- und Dosierbereiche aufweisen und deren Stützbereiche unter Federdruck
an der Farbkastenwalze ständig direkt oder indirekt anliegen.
[0002] Aus der DE-AS 26 48 098 ist ein Farbkasten der Eingangs genannten Art bekannt, bei
dem jedes zonenbreite Dosierelement in Achsrichtung der Farbkastenwalze nebeneinander
Stütz- und Dosierbereiche aufweist. Diese bekannte Vorrichtung hat eine Reihe von
Vorteilen, beispielsweise ermöglicht die unabhängige, federnde Abstützung jedes einzelnen
Dosierelements an der Farbkastenwalze eine sich gegenseitig nicht beeinflussende Steuerung
der Farbfilmdicke nebeneinander liegender Zonen. Auch werden Schwankungen der Farbfilmdicke
aufgrund Unrundlaufens der Farbkastenwalze absolut ausgeschaltet. Die bekannte Vorrichtung
bietet somit die Grundlage für eine jederzeit reproduzierbare, feinfühlige, zonenweise
Bestimmung des Farbspalts. Da indessen die Stütz- und Dosierbereiche nebeneinander
angeordnet sind, lassen sich farbfreie Streifen auf der Farbkastenwalze nicht vermeiden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, unter Beibehaltung aller Vorteile einer Vorrichtung
gemäß der DE-AS 26 48 098 die Entstehung von farbfreien Streifen auf der Farbkastenwalze
aufgrund der ständigen Anlage der Stützbereiche zu verhindern.
[0004] Die Erfindung besteht darin, daß der Dosierbereich in Drehrichtung der Farbkastenwalze
gesehen, dem Stützbereich nachgeordnet ist, und daß sich der Dosierbereich jedes Dosierelements
über die volle Zonenbreite erstreckt.
[0005] In dem Raum zwischen den Stützbereichen und den nachgeordneten zonenbreiten Dosierbereichen
kann sich die unter Staudruck stehende Farbe in axialer Richtung der Farbkastenwalze
ausdehnen, wodurch die von den Stützbereichen erzeugten farbfreien Streifen wieder
mit Farbe aufgefüllt werden. Es bedarf somit keiner zusätzlichen Verreibung, um einen
von den farbfreien Streifen eventuell auf die Einfärbung der Druckplatte ausgeübten
schädlichen Einfluß auszuschalten.
[0006] Einige Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnung beschrieben:
[0007] Es zeigt:
Fig. 1 Einen Querschnitt durch einen Farbkasten mit Dosierelementen nach 0, erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Dosierelements mit Dosiermesser.
Fig. 3 Dasselbe Dosierelement in der Seitenansicht.
Fig. 4 Einen Querschnitt durch einen Farbkasten mit als Flachstück ausgebildeten Dosierelementen.
Fig. 5 Einen Querschnitt durch ein solches Flachstück.
Fig. 6 Einen Querschnitt durch einen Farbkasten mit zweiteiligen Dosierelementen.
Fig. 7 Einen Querschnitt durch einen Farbkasten mit zonenbreiten, rakelförmigen Dosierelementen.
Fig. 8 Eine Draufsicht auf ein rakelförmiges Dosierelement mit zwei Stützrollen sowie
Fig. 9 die schematische Darstellung eines zonenbreiten, rakelförmigen Dosierelements
mit Stützarmen unter Zwischenschaltung einer Folie.
[0008] Der Farbkasten 1 nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer Bodenplatte 2 und
den Seitenwänden 3, in denen eine Farbkastenwalze 4 gelagert ist. Oberhalb der Bodenplatte
2 sind nebeneinander Druckleisten 5 vorgesehen, die über nicht näher dargestellte
Schrauben mit dem Farbkasten 1 lose verbunden sind. Am unteren Ende der Druckleisten
5 befindet sich die Farbdosiereinrichtung 6. Sie besteht im wesentlichen aus den Dosierelementen
7, die axparallel zur Farbkastenwalze 4 dicht nebeneinander angeordnet sind. Die Druckleisten
5 und die Dosierelemente 7 werden von einer elastischen Folie 8 überdeckt, die im
oberen Bereich des Farbkastens 1 an den Druckleisten 5 befestigt ist. In dem keilförmigen
Raum zwischen der elastischen Folie 8, den Seitenwänden 3 des Farbkastens 1 und der
Farbkastenwalze 4 befindet sich die Druckfarbe 9. Jede zonenbreite Druckleiste 5 stützt
sich auf einer in der Bodenplatte 2 des Farbkastens 1 vorgesehenen Druckfeder 10 ab.
Die zuvor erwähnten Schrauben geben jeder Druckleiste 5 soviel Freiheit in verdikaler
Richtung, daß die Dosierelemente 7 unter Zwischenschaltung der elastischen Folie 8
ständig gegen die Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 angedrückt sind.
[0009] Jedes Dosierelement 7 ist über einen Stellarm 12, einen Lenker J 3, einer Stellmutter
14 und einer Zonenstellschraube 15, die drehbar in dem Farbkasten 1 angeordnet ist,
um seine Längsachse verstellbar. Der Verstellbereich umfaßt die 0-Stellung, in der
keine Farbe in der jeweiligen Zone durchgelassen wird - diese Stellung zeigt Fig.
l - und alle übrigen Einstellungen bis zur maximalen Farbschichtdicke. Das Dosierelement
7 ist, wie die Fig. 2 und 3 insbesondere zeigen, zylindrisch ausgebildet, besitzt
jedoch an einem Teil seines Umfanges eine Abflachung oder exzentrische Abdrehung,
die sogenannte Durchflußnut 16. Diese erstreckt sich allerdings nicht über die gesamte
Länge des Dosierelements 7, sondern läßt an beiden Enden zwei Ringschultern stehen,
die sogenannten Stützbereiche 17. Versetzt zur Durchflußnut 16 und somit auch zu den
Stützbereichen 17 ist im zylindrischen Dosierelement 7 eine sekantale Ausnehmung 18
vorgesehen, in der ein sich über die gesamte Länge des Dosierelementes 7 erstreckendes
Dosiermesser 19 vorgesehen ist. Die Abstreifkante 20 dieses Dosiermessers 19 stellt
den Dosierbereich dar und erhebt sich zumindest bis in eine Ebene mit dem Teil der
Stützbereiche 17, der sich am höchsten über die Durchflußnut 16 erhebt. Das Dosierelement
7 weist ferner noch eine Bohrung 21 auf, in die der Stellarm 12 hineinragt.
[0010] Wie aus der Fig. 1 entnommen werden kann, überdeckt die elastische Folie 8 nicht
nur allt Druckleisten 5, sondern, wie erwähnt, auch die Dosierelemente 7 bis über
die Abstreifkante 20 der Dosiermesser 19 hinweg. Zum Schutz der gesamten Farbdosiereinrichtung
6 ist am Farbkasten 1 ein Abdeckblech 22 vorgesehen. Sein oberes, freies, zu den Dosierelementen
7 hin abgewinkeltes Ende 23 wird noch von der elastischen Folie 8 abgedeckt.
[0011] Durch Betätigen der Zonenstellschraube 15 wird das zugeordnete Dosierelement 7 um
seine Längsachse derart verstellt, daß der Spalt zwischen der Abstreifkante 20 des
zonenbreiten Dosiermessers 19 und der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 verändert
wird. Die elastische Folie paßt sich der Einstellung des Dosiermessers 19 an, d.h.
, sie liegt zufolge des hydrodynamischen Druckes der Farbe 9 ständig auf der Abstreifkante
20 des Dosiermessers 19 auf. Damit bestimmt die Stellung des Dosiermessers 19 die
Farbstreifendicke dieser Zone.
[0012] Das Dosiermesser 9 ist derart weit vom Anlagepunkt 24 der Stützbereiche 17 entfernt
vorgesehen, daß der Zwischenraum groß genug ist, um aufgrund des Staudrucks die elastische
Folie durchzubiegen, so daß die Farbe 9 in axialer Richtung in den Bereich fließt,
in dem die Stützbereiche 17 durch ihre ständige Anlage einen farbfreien Streifen auf
dem Mantel 1 der Farbkastenwalze 4 erzeugen. Trotzt der ständigen indirekten Anlage
der Stützbereiche 17 an der Farbkastenwalze 4 wird somit aufgrund der versetzten Anordnung
der zonenbreiten Dosiermesser 19 eine zonenbreite, kontinuierliche Farbschichtdicke
erzeugt.
[0013] Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen vornehmlich
nur dadurch, daß den Dosierelementen 7 der Farbdosiereinrichtung 6 eine flachstückförmige
Ausbildung verliehen worden ist. Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch ein solches
Flachstück. Die Dosierelemente 7 werden hier also als Schieber eingesetzt.
[0014] Die Zonenstellschraube 15 ragt in eine Gewindebohrung 25 des Dosierelementes 7 hinein
und bewirkt, wenn sie gedreht wird, eine tangentiale Verstellung des Dosierelements
7 relativ zur Farbkastenwalze 4. Eine im Farbkasten 1 befestigte Blattfeder 26 drückt
das zugeordnete Dosierelement 7 ständig in Richtung auf die Farbkastenwalze 4. Dabei
stützt sich das Dosierelement 7 über rippenförmige Stützbereiche 17 unter Zwischenschaltung
der elastischen Folie 8 an der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 ab. Zwischen
den an den Längsseiten 28 des Dosierelements 7 vorgesehenen Stützbereichen 17 befindet
sich eine Durchflußnut 16. Sie ist in Fig. 5 übertrieben groß gezeichnet. Sie braucht
nur eine solche Tiefe aufzuweisen, daß für die maximale, zonale Farbfilmdicke genügend
Farbe hindurchfließen kann.
[0015] An der vorderen Stirnwand 27 jedes als Flachstück ausgebildeten Dosierelements 7
ist ein zonenbreites Dosiermesser 19 befestigt. Seine Abstreifkante 20 überragt die
Stützbereiche 17. Die Höhe der Abstreifkante 20 muß derart sein, daß in der 0-Stellung
des Dosierelements 7 die Abstreifkante 20 und die Stützbereiche 17 gleichzeitig an
der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 anliegen. Auch bei dieser Ausführungsform
sind alle Dosierelemente 7 bis über die Dosiermesser 19 hinweg von der elastischen
Folie 8 gedeckt. Abstreifkante 20 und Stützbereiche 17 liegen also niemals unmittelbar
an der Mantelfläche 11 an.
[0016] Durch Verschieben der Dosierelemente 7 tangential zur Farbkastenwalze 4 wird der
Spalt zwischen der Abstreifkante 20 einschließlich der darüber liegenden Folie 8 und
der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 in der jeweiligen Zone verändert. Dadurch
ändert sich entsprechend die zonale Farbfilmdicke. Obgleich die Stützbereiche ständig
indirekt an der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 anliegen, können sich die dadurch
erzeugten farbfreien Streifen nicht nachteilig auswirken, weil im Zwischenraum zwischen
den Stützbereichen 17 und der Abstreifkante 20 die unter Staudruck stehende Farbe
9 den von den Stützbereichen 17 erzeugten farbfreien Bereich auffüllt.
[0017] Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform eines Farbkastens 1 mit einer Farbdosiereinrichtung
6 nach der Erfindung zeigt aus zwei Teilen bestehende Dosierelemente 7, u. zw. sind
hier auf der Bodenplatte 2 des Farbkastens 1 , genau wie in der Ausführungsform nach
Fig. 1, zonenbreite und unter Druck einer Feder 10 stehende Druckleisten 5 vorgesehen.
An ihrem vorderen Ende weisen diese Druckleisten 5 jedoch Stützbereiche 17 auf, über
die sie sich unter Zwischenschaltung der Folie 8 an der Mantelfläche 1 der Farbkastenwalze
4 abstützen.
[0018] Im vordersten Bereich dieser verfederten Druckleiste 5 ist ein zylindrisches Drehventil
30 um seine Längsachse drehbar gelagert. Es verläuft außerdem koaxial zur Farbkastenwalze
4. Das Drehventil 30 besteht aus einem Zylinder, der genau die Länge der Zonenbreite
aufweist und über einen gewissen Umfangsbereich exzentrisch abgedreht ist. In seinem
konzentrischen Bereich ist er in einem Gleitlager 31 der Druckleiste 5 gelagert. Der
exzentrisch abgedrehte Teilbereich 32 kann durch Stellmittel der Farbkastenwalze 4
gegenübergestellt werden. Die Exzentrizität dieser abgedrehten Fläche bewirkt, daß
über die gesamte Zonenbreite je nach Einstellung zwischen der die Druckleiste 5 und
das Drehventil 30 überdeckenden elastischen Folie 8 und der Mantelfläche 11 1 der
Farbkastenwalze 4 ein verschieden großer Spalt entsteht. Statt der exzentrischen Abdrehung
könnte auch eine Abflachung als Dosierfläche Verwendung finden. Die Stützbereiche
J 7, die, wie erwähnt, an den Druckleisten 5 unmittelbar angeordnet sind, haben eine
rippenförmige Ausbildung, ähnlich wie die in Fig. 5 als Flachstück ausgeführten schieberartigen
Dosierelemente 7. Zwischen den Stützbereichen 17 befindet sich eine in Drehrichtung
der Farbkastenwalze 4 verlaufende Durchflußnut 16 von solchen Ausmaßen, daß selbst
für die maximale Farbspalteinstellung genügend Farbe 9 hindurchfließen kann.
[0019] Jedes zonenbreite Drehventil 30 ist über einen Stellarm l2, einen Lenker 13, eine
Stellmutter 14 und eine Zonenstellschraube 15 um seine Längsachse drehbar.
[0020] Die Zonenstellschraube 15 ist nicht nur über das Handrad 33, sondern zwecks Fernverstellung
auch über den Stellmotor 34 betätigbar. Die jeweilige Stellung der Zonenschraube 15
und damit die Winkellage des Drehventils 30 meldet das von der Zonenstellschraube
J 5 betätigte Potentiometer 35 einer nicht dargestellten Anzeige-, Steuer- oder Regelvorrichtung.
[0021] Fig. 7 zeigt einen Farbkasten 1 mit einer in die Farbe 9 eintauchenden Farbkastenwalze
4 und einer oberhalb des Farbkasten 1 vorgesehenen Farbdosiereinrichtung 6. Letztere
besteht aus einer Reihe von über die Länge des Farbkasten 1 angeordneten Dosierelementen
7, die als zonenbreite Rakel ausgeführt sind. In einer parallel zur Farbkastenwalze
4 verlaufenden Traverse 36 sind für jede Zone Stellmuttern 37 drehbar gelagert, in
die je ein Gewindebolzen 38 hineinragt, dessen freies Ende mit einer Gleitklaue 39
verbunden ist, in der das rakelförmige Dosierelement 7 befestigt ist. Eine in der
Traverse 36 vorgesehene Blattfeder 40 liegt an der Unterseite des rakelförmigen Dosierelements
7 an und drückt dieses in Richtung auf die Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4.
Das vordere Ende des Dosierelements 7 ist mit einer Abstreifkante 20 versehen und
besitzt außerdem stirnseitig, wie insbesondere aus Fig. 8 hervorgeht, zwei Stützarme
41, an denen drehbar Stützrollen 42 gelagert sind. Diese Stützrollen 42 laufen auf
der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4.
[0022] Die jeweilige Lage des rakelförmigen Dosierelements 7 in vertikaler Richtung bestimmt
den Abstand der Abstreifkante 20 von der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4. In
der unteren, ausgezogen dargestellten Position liegt die Abstreifkante 20 an der Mantelfläche
11 an und läßt somit keine Farbe passieren.
[0023] Wird jedoch mittels der Stellmutter 37 das rakelförmige Dosierelement 7 vertikal
aufwärts bewegt, beispielsweise in die strichpunktierte Lage 43, so haben die Stützrollen
41 gleichwohl noch mit der Mantelfläche 11 der Farbkastenwalze 4 Kontakt, da die Blattfeder
40 das Dosierelement 7 in Richtung auf die Farbkastenwalze 4 drückt. Jedoch zwischen
der Abstreifkante 20 und der Mantelfläche 11 befindet sich ein beträchtlicher Spalt,
so daß ein entsprechender zonaler Farbfilm entsteht. Da in Drehrichtung der Farbkastenwalze
4 gesehen, die Stützrollen 42 der Abstreifkante 20 vorgelagert sind, können die durch
sie erzeugten farbfreien Streifen von der Abstreifkante 20 wieder mit Farbe aufgefüllt
werden.
[0024] Da die Dosierelemente 7 außerhalb des Farbkastens 1 und oberhalb des Spiegels der
Farbe 9 vorgesehen sind, brauchen sie nicht von einer Folie 8 abgedeckt zu sein. Alle
zonenbreiten Dosierelemente 7 sind, unmittelbar aneinanderliegend, nebeneinander angeordnet.
Eine völlig unabhängige, streifenfreie Einstellung des Farbfilms jeder Zone ist dadurch
gewährleistet.
[0025] Um die Lebensdauer der rakelförmigen Dosierelemente 7 zu erhöhen, können, wie in
Fig. 9 angedeutet, die Dosierelemente 7 auch bei einer Ausführungsform nach Fig. 7
durch eine elastische Folie 8 abgedeckt sein. In einem solchen Falle kann sich jedes
zonenbreite rakelförmige Dosierelement 7 unmittelbar über Stützarme 41 an der Mantelfläche
11 der Farbkastenwalze 4 abstützen. Die Stützrollen 42 sind dann entbehrlich.
[0026] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt. In der
Regel ist jedes Dosierelement 7 für sich allein, d. h. unabhängig von den anderen
federnd an die Farbkastenwalze 4 angelegt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, mehrere
Druckleisten 5 miteinander zu verbinden und gemeinsam durch ein Federorgan gegen die
Farbkastenwalze 4 anzulegen. Außerdem hat sich gezeigt, daß zwischen dem Abstützpunkt
24 und der Abstreifkante 20 eine Entfernung von etwa 4 mm vorzusehen ist, um ein hinreichendes
Auffüllen der farbfreien Streifen zu gewährleisten. Es ist aber durchaus denkbar,
daß sich durch besondere Ausbildung der Stützbereiche 17 dieser Abstand verringern
läßt. Eine weitere Abwandlungsmöglichkeit der Erfindung besteht noch darin, daß das
Drehventil 30 in der Ausführungsform nach der Fig. 6 durch andere Ventilgestaltungen
ersetzt wird.
TEILELISTE
[0027]
1 Farbkasten
2 Bodenplatte
3 Seitenwände
4 Farbkastenwalze
5 Druckleisten
6 Farbdosiereinrichtung
7 Dosierelementen
8 Folie
9 Druckfarbe
10 Druckfeder
11 Mantelfläche
12 Stellarm
13 Lenker
14 Stellmutter
15 Zonenstellschraube
16 Durchflußnut
17 Stützbereiche
18 Ausnehmung
19 Dosiermesser
20 Abstreifkante
21 Bohrung
22 Abdeckblech
23 abgewinkeltes Ende
24 Anlagepunkt
25 Gewindebohrung
26 Blattfeder
27 Stirnwand
28 Längsseite
29
30 Drehventil
31 Gleitlager
32 exzentrisch abgedrehter Teilbereich
33 Handrad
34 Stellmotor
35 Potentiometer
36 Traverse
37 Stellmutter
38 Gewindestift
39 Gleitklaue
40 Blattfeder
41 Stützarm
42 Stützrolle
43 strichpunktierte Lage
44
45
1. Farbkasten für Offset- oder Hochdruckmaschinen mit einer Farbdosiereinrichtung,
die aus einer Vielzahl von dicht nebeneinander angeordneten, zonenbreiten und auf
zonal unterschiedliche Farbspaltdicken einstellbaren Dosierelementen besteht, die
Stütz- und Dosierbereiche aufweisen und deren Stützbereiche unter Federdruck an der
Farbkastenwalze ständig direkt oder indirekt anliegen,
dadurch gekennzeichnet,
1. 1 daß der Dosierbereich (19, 20, 30) in Drehrichtung der Farbkastenwalze (4) gesehen,
den Stützbereichen (17) nachgeordnet ist und
1.2 daß sich der Dosierbereich (19, 20, 30) jedes Dosierelements (7) über die volle
Zonenbreite erstreckt.
2. Farbkasten nach Anspruch
dadurch gekennzeichnet,
2. 1 daß die Dosierelemente (7) zylindrisch und in Umfangsrichtung verdrehbar ausgebildet
sind,
2.2 ein oder mehrere Stützbereiche (17) aufweisen,
2. 3 die unter Federdruck unter Zwischenschaltung einer Folie (8) an der Farbkastenwalze
(4) anliegen,
2.4 daß, in Längsrichtung der Dosierelemente (7) gesehen, neben oder zwischen den
Stützbereichen (17) Durchflußnuten (J6) in Form von Abflachungen oder Abdrehungen
vorgesehen sind und
2.5 daß an den Dosierelementen (7) in Umfangsrichtung versetzt zu den Stützbereichen
(17), Dosiermesser (19) angeordnet sind,
2. 6 die den Umfang der Dosierelemente (7) mindestens bis zur Ebene der Stützflächen
(17) überragen und
2. 7 die sich jeweils über die ganze Länge des zugeordneten Dosierelements (7) erstrecken.
3. Farbkasten nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
3. 1 daß die Dosierelemente (7) als Flachstück ausgebildet und tangential zur Farbkastenwalze
(4) verschiebbar angeordnet sind,
3.2 daß die Dosierelemente (7) in Verschieberichtung verlaufende, rippenförmige Stützbereiche
(17) aufweisen,
3.3 zwischen denen Durchflußnuten (16) vorgesehen sind und
3.4 die sich unter Zwischenschaltung einer Folie (8) an der Farbkastenwalze (4) abstützen,
und
3. 5 daß am Vorderende jedes Dosierelements (7) je ein zonenbreites Dosiermesser (19)
befestigt ist,
3.6 dessen Abstreifkante (20) die Stützbereiche (17) geringfügig überragen.
4. Farbkasten nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
4. 1 daß jedes Dosierelement (7) mehrteilig ausgeführt ist,
4. 2 daß ein Teil des Dosierelements (7) mit Stützbereichen (17) versehen ist,
4. 3 die unter Federdruck an der Farbkastenwalze (4) ständig direkt oder indirekt
anliegen, und
4.4 daß das andere Teil des Dosierelements (7) eine sich über die ganze Zonenbreite
erstreckende Dosierfläche aufweist und
4. 5 im erstgenannten, mit den Stützbereichen. (J 7) versehenen Teil der Dosierelemente
(7) verstellbar gelagert ist.
5. Farbkasten nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet,
5. 1 daß im Farbkasten (1) über die gesamte Länge der Farbkastenwalze (4) zonenbreite
Druckleisten (5) dicht bei dicht angeordnet sind,
5.2 die unter Federdruck stehen und sich an der Farbkastenwalze (4) vorzugsweise unter
Zwischenschaltung einer Folie (8) über Stützbereiche (17) abstützen,
5.3 daß in den Druckleisten (5) zwischen den Stützbereichen (17) in Drehrichtung der
Farbkastenwalze (4) verlaufende Durchflußnuten (16) vorgesehen sind und
5.4 daß, in Drehrichtung der Farbkastenwalze (4) gesehen, hinter den Stützbereichen
(17) in jeder Druckleiste (5) je ein zonenbreites Drehventil (30) koaxial zur Farbkastenwalze
(4) und um seine Längsachse drehbar gelagert ist.
6. Farbkasten nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
6. 1 daß das Drehventil (30) über einen Teil seines Umfangs exzentrisch abgedreht
ist.
7. Farbkasten nach Anspruch 1, bei dem die Dosierelemente (7) als verschiebbare, zonenbreite
Rakel ausgebildet sind, die tangential zur Farbkastenwalze (4) verschiebbar sind und
in ihrem vorderen Bereich eine Abstreifkante (20) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
7. 1 daß an jedem Dosierelement (7) ein oder mehrere Stützarme (41) vorgesehen sind,
an denen Stützrollen (42) drehbar gelagert sind,
7. 2 die der Abstreifkante (20) vorgelagert sind und über die sich die Dosierelemente
(7) an der Farbkastenwalze (4) abstützen.
8. Farbkasten nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet,
8. 1 daß sich die Dosierelemente (7) unmittelbar über die Stützarme (41) unter Zwischenschaltung
einer Folie (8) an der Farbkastenwalze (4) abstützen.