[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft neue wässrige Härtefixierbäder für die Verarbeitung
bildmässig belichteter und entwickelter photographischer Materialien.
[0002] Belichtete photographische Materialien werden bei der Verarbeitung einer Nassbehandlung
durch verschiedene Bäder ausgesetzt. Die photographischen Schichten, deren Bindemittel
zum überwiegenden Teil. aus Gelatine oder auch aus anderen kolloiden Stoffen besteht,
werden dabei stark aufgequollen. Sie sind in diesem Zustand weich und können schon
durch geringfügige mechanische Beanspruchung beschädigt oder vom Träger abgelöst werden.
Maschinen für die Verarbeitung photographischer Materialien müssen deshalb besonders
sorgfältig konstruiert werden, damit eine Beschädigung der Schichten nach Möglichkeit
vermieden wird.
[0003] Die Verhältnisse werden weiterhin noch dadurch erschwert, dass die verschiedenen
aufeinanderfolgenden Bäder oft einen stark veränderlichen pH-Wert aufweisen, wodurch
die Schichten innerhalb kurzer Zeiträume wechselnder Quellung unterworfen werden.
Die Gefahr einer mechanischen Beschädigung und Ablösung der Schichten wird dadurch
besonders gross. Noch schwieriger werden die Verhältnisse bei den sogenannten Schnellverarbeitungsverfahren,
bei denen die Behandlungsbäder auf eine erhöhte Temperatur gebracht werden, um damit
die chemischen Vorgänge und das Eindringen der Behandlungsflüssigkeiten in die Schichten
zu beschleunigen. Derartige Schnellverarbeitungen bei erhöhter Temperatur können ohne
spezielle Massnahmen gar nicht durchgeführt werden.
[0004] Eine grundsätzliche Massnahme zum Schutz der photographischen Schichten bezweckt
in erster Linie eine Verminderung des Quellvermögens. Zu diesem Zweck werden den Verarbeitungsbädern,
insbesondere dem Fixierbad, härtende Substanzen zugesetzt, welche die Schichtkolloide
vernetzten und dadurch ihr Quellvermögen vermindern. Es können hiefür grundsätzlich
die in der Photographie allgemein bekannten Härtungsmittel eingesetzt werden. Da jedoch
der Härtungsvorgang in Anbetracht der kurzen Behandlungszeit sehr schnell erfolgen
muss, ist man darauf angewiesen, Härtungsmittel zu verwenden, die praktisch momentan
wirken. Als solche sind insbesondere die Salze drei- und vierwertiger Metalle, wie
Eisen, Chrom, Aluminium oder Zirkon seit längerer Zeit bekannt. Die Salze des Aluminiums
sind wegen ihrer Farblosigkeit und leichten Zugänglichkeit als härtende Zusätze besonders
geeignet.
[0005] Härtende Fixierbäder mit einem Zusatz von Aluminiumsalzen sind z.B. aus der Deutschen
Offenlegungsschrift 2. 205 369, aus den amerikanischen Patentschriften 2 378 247 und
4 046 570 oder aus der Research Disclosure 16768 ( März 1978) bekannt geworden. Gemäss
der amerikanischen Patentschrift. 2 327 004 werden für Härtefixierbäder wasserlösliche
Aluminium- neben Zirkoniumsalzen verwendet.
[0006] Eine Schwierigkeit bei der-Verwendung von Aluminiumsalzen besteht darin, dass diese
nur in saurer wässeriger Lösung beständig sind und schon bei pH-Werten, die wenig
über 4,0 liegen,unlösliche basische Salze abscheiden. Anderseits sind aber photographische
Fixierbäder, die als wesentlichen Bestandteil Salze der Thioschwefelsäure enthalten,
unter sauren Bedingungen unbeständig und neigen zur Abscheidung von elementarem Schwefel.
Man hat diese Schwierigkeit bisher dadurch umgangen, dass man dem Härtefixierbad Komplexierungsmittel
für das Aluminium zusetzte. Die Abscheidung basischer Aluminiumsalze bei pH-Werten
über 4 kann dadurch vermieden werden. Als Komplexierungsmittel für das Aluminium dient
z.B. Borsäure, wie dies in der deutschen Offenlegungsschrift 2 205 369 oder in der
amerikanischen Patentschrift 2 327 004 vorgeschlagen wurde. In der englischen Patentschrit
816 679 werden organische Oxysäuren,wie Citronen- Aepfel- oder Milchsäure als Komplexierungsmittel
vorgeschlagen.
[0007] Als organische Komplexbildner für aluminiumhaltige Härtefixierbäder eignen sich gemäss
der Research Disclosure 16768 (März 1978) auch Iminodiessigsäure oder z.B. 2-Oxypropylen-1,3-diaminotetraessig-
säure. Die Verwendung von 1-Hydroxy-alkylidendiphosphonsäure wird für den gleichen
Zweck in der amerikanischen Patentschrift 4 046 570 vorgeschlagen.
[0008] Mit diesen in der Literatur beschriebenen Komplexbildnern lassen sich Härtefixierbäder
ohne weiteres soweit stabilisieren, dass sie auch bei pH-Werten über 4 während längerer
Zeit beständig sind. Ein wesentlicher Nachteil besteht jedoch darin, dass sie alle.das
Aluminium mehr oder weniger stark binden und jeweils nur einen geringen, der jeweiligen
Dissoziationskonstante des Komplexes entsprechenden Anteil an Aluminiumionen freisetzen
können. Da komplex gebundenes Aluminium für die Härtereaktion nicht wirksam ist, vermindern
alle Komplexierungsmittel die härtende Wirkung der aluminiumhaltigen Fixierbäder oder
setzen die Geschwindigkeit der Härtungsreaktion in unzulässigem Masse-herab.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, neue Härtefixierbäder zur Verarbeitung
photographischerMaterialien bereitzustellen, die einerseits über eine ausgezeichnete
Stabilität verfügen und andererseits in ihrer Härterwirkungnicht beeinträchtigt sind.
[0010] Es wurde nun gefunden, dass aluminiumhaltige Härtafixierbäder durch Zusatz von Alkali-,
Erdalkali- oder Ammoniumsalzen der Ameisensäure auf einfache und wirksame Weise derart
stabilisiert werden können, dass auch bei pH-Werten von über 4,0 keine wasserunlöslichen
basischen Aluminiumsalze ausgefällt werden, wobei gleichzeitig die Wirksamkeit des
Aluminiums als Härtungsmittel praktisch voll erhalten bleibt.
[0011] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein neues wässriges Härtefixierbad
für die Verarbeitung bildmässig belichteter und entwickelter photographischer Materialien,
insbesondere geeignet für die Verarbeitung bei Temperaturen von über 30°C, gekennzeichnet
durch einen Gehalt von 0,015 bis 0,1 Mal/l eines wasserlöslichen Aluminiumsalzes und
0,05 bis 0,4 Mol/l eines Alkalimetall-, Erdalkalimetall-oder Ammoniumformiats, wobei
das Molverhältnis Formiat (HCOO) zu Aluminiumion (Al
3⊕ )(4 bis 2):1 beträgt.
[0012] Die Menge des Aluminiumsalzes liegt insbesondere im Bereich von 0,05 bis 0,06 MoL/1,
während die bevorzugte Formiatmenge0,15 bis 0,2 Mol/l beträgt.
[0013] Gegenstand der Erfindung sind ferner Härterkonzentrate zur Herstellung der wässrigen,
gebrauchsfertigen Härtefixierbäder, Verfahren zur Herstellung dieser Härtefixierbäder,
sowie die Verwendung dieser Bäder zur Verarbeitung von bildmässig belichteten und
entwickelten photographischen Materialien.
[0014] Bevorzugtes Formiat ist Natriumformiat, während als wasserlösliches Aluminiumsalz,
z.B. Aluminiumchlorid, -sulfat oder -nitrat, ferner die in Wasser leicht löslichen,
unter dem Namen Alaune bekannten Aluminium-Alkalimetalldoppelsalze der Schwefelsäure,
wie z.B. KAL (SO
4)
2. 12 H
20, infrage kommen. Anstelle der Mischung aus einem Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumformiat
und einem wasserlöslichen Aluminiumsalz der angegebenen Art kann man auch direkt Aluminiumformiat
(Ullmann, Enzyklopädie der technischen Chemie, 3. Auglage, 1953, Band 3, Seite 448)
in den Härtefixierbädern verwenden.
[0015] Anstelle des Gemisches aus den beiden Salzen kann das wässrige Härtefixierbad auch
0,015 bis 0,1 Mol/1 Aluminiumformiat enthalten.
[0016] Als weitere übliche Bestandteile enthält das Härtefixierbad ein Alkalimetall- oder
Ammoniumthiosulfat (z.B. 0,3 bis 2 Mol/1), Alkalimetall- oder Ammoniumsalze der schwefligen
Säure, insbesondere Natriumsulfit, Alkalimetallmetabisulfite (-pyrosulfite), insbesondere
Natriummetabisulfit (Na
2S
2O
5), und als Puffersubstanzen und den pH-Wert regulierende Substanzen Essigsäure und/oder
Borsäure sowie deren Salze, wie z.B. Natriumacetat oder Natriumborat (Borax), Alkalihydroxyde,
wie z.B. Natrium- und/oder Kaliumhydroxyd, Amine, insbesondere Alkanolamine mit 2
bis 4 Kohlenstoffatomen je Alkanolrest oder heterocyclische Amine wie z.B. Mono-,
Di- oder Triäthanolamine, die Propanolamine und Isopropanolamine, die Amine des primären,
sekundären oder tertiären Butanols sowie Morpholin.
[0017] Der pH-Wert des erfindungsgemässen Härtefixierbades liegt in der Regel im Bereich
von 3,8 bis 5,0.
[0018] Die Härterkonzentrate zur Herstellung der gebrauchsfertigen wässrigen Härtefixierbäder
können wässrig (giessbar), pastenförmig oder pulverförmig sein oder auch als Tabletten
vorliegen.
[0019] So sind die wässrigen Härtefixierbadkonzentrate z.B. dadurch gekennzeichnet, dass
sie ein wasserlösliches Aluminiumsalz und ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder
Ammoniumsalz der Ameisensäure, wobei das Molverhältnis von Formiat zu Aluminiumionen
zwischen (4 bis 2) : 1 liegt, ferner als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer,
Salze der Borsäure oder Essigsäure und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein
Salz der schwefligen Säure enthalten
/und der pH-Wert des Konzentrats zwischen 3,5 und 4,5 liegt.
[0020] Anstelle des Gemisches aus den Aluminiumsalzen und den Formiaten können die Konzentrate
auch Aluminiumformiat enthalten.
[0021] Aus den Konzentraten erhält man durch Verdünnen mit Wasser (im Verhältnis 1:10 bis
1:30, vorzugsweise 1:20) gebrauchsfertige Härtefixierbäder. Die Zusammensetzung der
pulverförmigen und tablettierten • Härtefixierer entspricht derjenigen der wässrigen
Konzentrate (Wasser ausgenommen). Die tablettierten Zubereitungen enthalten, ferner
in der Regel noch inerte Bindemittel sowie Quellmittel, die die Auflösung der Tablette
in Wasser beschleunigen. Geeignete Quellmittel sind vorzugsweise natürliche und/oder
synthetische Polymere (Hydrokolloide), die durch Wasseraufnahme bis auf das 10- bis
1000-fache ihres Originalvolumens quellen, wie z.B.
[0022] (vernetzte) Copolymere der Acryl- und Methacrylsäure und ihrer
Alkalimetallsalze; (vernetzte) Polyacrylamide;
sulfonierte Polystyrole;
Polyäthylenoxide;
Celluloseäther (Carboxyäthylcellulose, Methylcellulose, Hydroxycellulose, Hydroxymethylcellulose,
Carboxymethylcellulose, Hydroxy- äthylcellulose, Carboxymethyloxyäthylcellulose);
Polyvinylpyrrolidon und Copolymere mit Styrol oder Acrylnitril und Acrylaten, die
gegebenenfalls vernetzt sein können; Polysaccharidcarboxylate;
Polyvinylalkohol und Copolymere mit Styrol oder Acrylnitril und Acrylaten;
Alkalimetallalginate;
Tragantgummi.
[0023] Die prozentualen Anteile, mit denen die Quellmittel in die Tablette eingebracht werden,
können je nach der Art des Quellvermögens des betreffenden Mittels schwanken und werden
in solchen Mengen eingesetzt, dass sie das Volumen der Tablette aus den Härtefixierreagenzien
mindestens verdoppeln.
[0024] Verwendet werden die erfindungsgemässen Härtefixierbäder insbesondere bei der Verarbeitung
von graphischen Filmen und Photomaterialien, ferner von Röntgen- und Mikrofilmen.
Die Verarbeitung erfolgt in der Regel bei Temperaturen über 30°C, z.B. im Bereich
von 30 bis 90°C, vorzugsweise von 30 bis 50°C, wobei vorzugsweise sogenannte automatische
Entwicklungsmaschinen verwendet werden.
[0025] Der Vorteil der erfindungsgemässen Härtefixierbäder zeigt sich besonders dann, wenn
zu einem normalen photographischen Fixierbad nachträglich ein Härter, z.B. in Form
einer konzentrierten wässrigen Lösung eines Aluminiumsalzes zugefügt werden muss.
Konzentrierte Aluminiumsalzlösungen sind stark sauer. Beim Mischen mit dem Fixierbad
wird dieses selbst bei Anwesenheit von Puffersubstanzen, zumindest in der unmittelbaren
Umgebung der Mischteile stark sauer. Die Folge ist eine irreversible Ausscheidung
von elementarem Schwefel. Die üblichen Massnahmen gegen die Schwefelbildung bestehen
darin, für den Mischvorgang einen hochtourigen Rührer einzusetzen, und die Vermischung
möglichst langsam vorzunehmen. In der Praxis können diese Massnahmen nicht immer mit
der erforderlichen Sorgfalt ausgeführt werden; entweder stehen keine hochtourigen
Mischapparate zur Verfügung.. oder die Fixierlösung wird in einer Fertigpackung angeliefert,
welche direkt an die Verarbeitungsmaschine angeschlossen werden kann.
[0026] Ein Härterkonzentrat, welches die angegebenen Bedingungen erfüllt, ist z.B. dadurch
gekennzeichnet, dass es 0,6 bis 1,3 Mol/l eines wasserlöslichen Aluminiumsalzes, 2,2
bis 4,4 Mol/1 eines Erdalkalimetall-, Alkalimetall- oder Ammoniumsalzes der Ameisensäure,
wobei das Molverhältnis von Formiat- zu Aluminiumionen zwischen (4 bis 2) : 1 beträgt,
ferner als pH-regulierende Substanzen und Puffer, Salze der Borsäure oder Essigsäure
und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz der schwefligen Säure enthält,
wobei die Menge der Puffersubstanzen so bemessen ist, .dass der pH-Wert der wässrigen
Konzentratlösung zwischen 3,5 und 4,5 liegt.
[0027] In den nachfolgenden Beispielen beziehen sich Teile und Prozente auf das Gewicht,
sofern nicht anders angegeben.
[0028] Die Beispiele 1 bis 11 betreffen gebrauchsfertige Härterfixierbäder, die Beispiele
12 bis 17 Konzentrate zur Herstellung gebrauchsfähiger Härtefixierbäder.
Beispiel 1:
[0029]

[0030] Der pH-Wert dieser Lösung wird, falls nötig durch Zusatz von etwas Natriumhydroxid
oder Essigsäure auf 4,10 eingesteilt.
Beispiel 2:
[0031]

[0032] Der pH-Wert dieser Lösung beträgt 3,80
Beispiel 3:
[0033]

[0034] Der pH-Wert dieser Lösung beträgt 5,00 unter gleichzeitiger Mitverwendung von Stickstofffreien
mehrwertigen Alkoholen erhalten werden können. Geeignete mehrwertige Säuren sind beispielsweise
Adipinsäure, Phthalsäure oder Hexahydrophthalsäure. Geeignete Stickstoff-freie mehrwertige
Alkohole zur Herstellung der Polyester sind beispielsweise Ethylenglykol, Tetramethylenglykol,
Hexamethylenglykol, Neopentylglykol und Trimethylolpropan.
[0035] 3. Tertiären Aminstickstoff aufweisende Polyetherpolyole des Molekulargewichtsbereichs
300 - 4000, vorzugsweise 800 - 2000, wie sie in an sich bekannter Weise durch Alkoxilierung
von stickstoffhaltigen Startermolekülen erhalten werden können. Geeignete stickstoffhaltige
Startermoleküle sind beispielsweise die oben beispielhaft genannten Aminoalkohole,
Amm oder mindestens 2 N-H-Bindungen aufweisende Amine wie z.B. Ethylendiamin, Anilin,
Toluylendiamin oder Hexamethylendiamin. Geeignete Alkylenoxide zur Herstellung der
Polyether sind beispielsweise Ethylenoxid oder Propylenoxid. Besonders bevorzugt werden
die Propoxilierungsprodukte der genanten Stickstoff-haltigen Startermoleküle eingesetzt.
[0036] Aus den DE-Offenlegungsschriften 2 737 670 und 2 737 671 ist es bekannt, die Beständigkeit
spezieller Polyurethanschaumstoffe gegen Witterungs- und Lichteinflüsse durch bestimmte
Lichtschutzmittel zu erreichen (siehe in diesem Zusammenhang auch "Die Stabilisierung
der Kunststoffe gegen Licht und Wärme", J. Voigt, Springer Verlag (1966)). Derartige
an sich bekannte Lichtschutzmittel für Polyurethanschaumstoffe sind z.B.:
I) Piperidinderivate
[0037] 4-Benzoyloxy-, 4-Salicyloyloxy-, 4-Capryloxy-, 4-Stearoyloxy-, 4-(ß-3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxyphenyl-propionyloxy)-,
4-(3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxybenzoxy)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin; 4-Benzoyloxy-,
4-Salicyloyloxy-, 4-Stearoyloxy- und 4-tert.-Butylbenzoyl-1,2,2,6,6-pentamethylpiperidin;
Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)-sebacat, Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)-suberat,
Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)-dodecandioat, Bis-(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyl)-sebacat;
4-Capryloyloxy-1-propyl-2,2,6,6-tetramethylpiperidin; 4-Capryl- oyloxy-1-allyl-2,2,6,6-tetramethylpiperidin;
4-Benzoylamido-, 4-Acryloxyamido- und 4-Stearoyl- amido-2,2,6,6-tetramethylpiperidin.
[0038] 2,4,6-Tris-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyloxy)-s-triazin, 2,4,6-Tris-(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyloxy)-s-triazin,
2,4,6-Tris-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidylamino)-s-triazin, 2,2,6,6-Tetramethyl-4-ß-cyanoethoxy-piperidin,
1,2,2,6,6-Pentamethyl-4-lauroyloxy-piperidin und Triacetonaminoxim.
Beispiel 8:
[0039]

[0040] Der pH-Wert dieser Lösung beträgt 4,10
Beispiel 9:
[0041]

[0042] Der pH-Wert dieser Lösung beträgt 4,10
Beispiel 10:
[0043]

[0044] Der pH-Wert dieser Lösung beträgt 4,10
Beispiel 11:
[0045]

[0046] Der pH-Wert dieser Lösung beträgt 4,10
Beispiel 12: Härterkonzentrat
[0047]

[0048] Man erhält ein klares Härterkonzentrat, das monatelang ohne Ausscheidung von basischen
Aluminiumsalzen unverändert lagerfähig ist. Zur Zubereitung eines gebrauchsfertigen
Härtefixierbades werden 50 ml des Härterkonzentrates zu 950 ml eines normalen, Natrium-
oder Ammoniumthiosulfat und Natriumsulfit, sowie Borat- und/oder Acetatpuffer enthaltenden
Fixierbades zugefügt und durch Schütteln oder Rühren verteilt. Es erfolgt keine Ausscheidung
von Schwefel; das fertige Härtefixierbad istmonatelang unverändert lagerfähig.
Beispiel 13:
[0049]

Beispiel 14:
[0051]

Beispiel 15:
[0053]

[0055] Die Härterkonzentrate der Beispiele 13 bis 15 zeigen vergleichbar gute Eigenschaften
wie das Konzentrat des Beispiels 12.
Beispiel 16: Konzentrat in Pulverform
[0056] 23,7 g Kaliumaluminiumsulfat-dodecahydrat, (KAl(SO
4)
2.12H
2O) und 10,2 g Natriumformiat werden untereinander vermischt. Man erhält ein stabiles
Pulver. Dies Pulver wird zu einem Fixierbad der folgenden Zusammensetzung gegeben
und unter Rühren darin aufgelöst:

[0057] Das resultierende Härtefixierbad weist einen pH-Wert von 3,9 auf.
[0058] Beispiel 17: Ein graphischer Hochkontrastfilm wird belichtet und dann in einer automatischen
Durchlaufentwicklungsmaschine bei 40°C entwickelt und fixiert.
[0059] Die folgenden Verarbeitungsbäder werden verwendet:
Entwicklungsbad
[0060]

Härtefixierbad
[0062] Nach dieser Verarbeitung sind die Schichten des Materials unbeschädigt; das Material
weist kein Runzelkorn auf.
[0063] Ebenfalls gute Ergebnisse erhält man, wenn man anstelle des Härtefixierbads gemäss
Beispiel 1 die Härtefixierbäder der Beispiele 2 bis 11 oder Härtefixierbäder verwendet,
die aus den Konzentraten der Beispiele 12 bis 16 hergestellt sind.
1. Wässriges Härtefixierbad für die Verarbeitung bildmässig belichteter und entwickelter
photographischer Materialien, insbesondere geeignet für die Verarbeitung bei Temperaturen
von über 30°C, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,015 bis 0,1 Mol/1 eines wasserlöslichen
Aluminiumsalzes und 0,05 bis 0,4 Mol/l eines Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder
Ammoniumformiats enthält, wobei das Molverhältnis Formiat (HCOO⊖) zu Aluminiumion
(A130) (4 bis 2) : 1 beträgt.
2. Härtefixierbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserlösliche
Aluminiumsalz Aluminiumsulfat, Aluminiumnitrat, ein Alaun und insbesondere Aluminiumchlorid
ist.
3. Härtefixierbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formiat Natriumformiat
ist.
4. Härtefixierbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als weitere Bestandteile
ein Alkalimetall- oder Ammoniumthiosulfat, Alkalimetall- oder Ammoniumsalze der schwefligen
Säure, Alkalimetallmetabisulfite, Verbindungen mit Pufferwirkung sowie den pH-Wert
regulierende Verbindungen enthält.
5. Härtefixierbad nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Puffer und die
den pH-Wert regulierenden Verbindungen Salze der Essigsäure und der Borsäure und/oder vorzugsweise Alkanolamine oder Morpholin sind.
6.. Härtefixierbad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkanolamine
Mono-, Di- oder Triäthanolamin sind.
7. Härtefixierbad nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es einen
pH-Wert zwischen 3,8 und 5,0 aufweist.
8. Härtefixierbad nach Anspruch-1, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,15 bis 0,2 Mol/1
des Formiats und 0,05 bis 0,06 Mol/1 des Aluminiumsalzes enthält.
9. Härtefixierbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,015 bis 0,1 Mol/l
Aluminiumformiat enthält.
10. Wässriges Härtefixierbadkonzentrat, zur Herstellung von Härtefixierbädern nach
einem der Ansprüche 1 bis 8 durch Verdünnen mit Wasser im Verhältnis 1:10 bis 1:30,
dadurch gekennzeichnet, dass es ein wasserlösliches Aluminiumsalz und ein Alkalimetall-,
Erdalkalimetall- oder Ammoniumsalz der Ameisensäure, wobei das Molverhältnis von Formiat
zu Aluminiumionen zwischen (4 bis 2) : 1 liegt, ferner als pH-Wert regulierende Substanzen
und Puffer, Salze der Borsäure oder Essigsäure und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls
ein Salz der schwefligen Säure enthält und der pH-Wert des Konzentrats zwischen 3,5
und 4,5 liegt.
11. Wässriges Härtefixierbadkonzentrat, zur Herstellung von Härtefixierbädern nach
Anspruch 9 durch Verdünnen mit Wasser im Verhältnis 1 : 10 bis 1 : 30, dadurch gekennzeichnet,
dass es Aluminiumformiat, als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer Salze der
Borsäure oder Essigsäure und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz der
schwefligen Säure enthält und der pH-Wert des Konzentrats zwischen 3,5 und 4,5 liegt.
12. Pulverförmiger Härtefixierer, dadurch gekennzeichnet, dass er ein wasserlösliches
Aluminiumsalz und ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder Ammoniumsalz der Ameisensäure,
wobei das Molverhältnis von Formiat zu Aluminiumionen zwischen (4 bis 2) : 1 liegt,
fener als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer, Salze der Borsäure oder Essigsäure
und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz der schwefligen Säure enthält..
13. Pulverförmige Härtefixierer, dadurch gekennzeichnet, dass sie Aluminiumformiat,
als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer Salze der Borsäure und Essigsäure und/oder
ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz der schwefligen Säure enthalten.
14. Tablettierte Härtefixierer, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein wasserlösliches
Aluminiumsalz und ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder Ammoniumsalz der Ameisensäure,
wobei das Molverhältnis von Formiat zu Aluminiumionen zwischen (4 bis 2) : 1 liegt,
ferner als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer Salze der Borsäure und Essigsäure
und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz der schwefligen Säure und inerte
Bindemittel sowie Quellmittel, die den Zerfall der Tablette in Wasser bewirken, enthalten.
15. Tablettierte Härtefixierer, dadurch gekennzeichnet, dass sie Aluminiumformiat,
als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer Salze der Borsäure und Essigsäure und/oder
ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz der schwefligen Säure und inerte Bindemittel
sowie Quellmittel, die den Zerfall der Tablette in Wasser bewirken, enthalten.
16.. Verwendung der wässrigen Härtefixierbadkonzentrate, der pulverförmigen oder tablettierten
Härtefixierer nach einem der Ansprüche 11, 13 oder 15 zur Herstellung von wässrigen
Härtefixierbädern nach Anspruch 9.
17. Verfahren zur Herstellung eines gebrauchsfertigen wässrigen Härtefixierbads nach
einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkalimetall- oder
Ammoniumthiosulfat, ein Alkalimetall- oder Ammoniumsalz der schwefligen Säure, ein
Alkalimetabisulfit und Puffersubstanzen enthaltendes Fixierbad mit den wässrigen Härtefixierbadkonzentraten,
den pulverförmigen oder tablettierten Härtefixierern nach einem der Ansprüche 10,
12 oder 14 vermischt.
18. Verfahren zur Herstellung eines gebrauchsfertigen wässrigen Härtefixierbads nach
Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkalimetall- oder Ammoniumthiosulfat,
ein Alkalimetall- oder Ammoniumsalz der schwefligen Säure, ein Alkalimetabisulfit
und Puffersubstanzen enthaltendes Fixierbad mit den wässrigen Härtefixierbadkonzentraten,
den pulverförmigen oder tablettierten Härtefixierern nach einem der Ansprüche 11,
13 oder 15 vermischt.
19. Wässriges Konzentrat, welches durch Vermischen mit einem üblichen Fixierbad im
Verhältnis von 1 : 10 bis 1 : 30 zu einem Härtefixierbad gemäss einem der Ansprüche
1 bis 8 führt, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,6 bis 1,3 Mol/1 eines wasserlöslichen
Aluminiumsalzes, 2,2 bis 4,4 Mol/l eines Erdalkalimetall-, Alkalimetall-oder Ammoniumsalzes
der Ameisensäure, wobei das Molverhältnis von Formiat- zu Aluminiumionen zwischen
(4 bis. 2) : 1 liegt, ferner als pH-Wert regulierende Substanzen und Puffer, Salze
der Borsäure oder Essigsäure und/oder ein Alkanolamin und gegebenenfalls ein Salz
der schwefligen Säure enthält und der pH-Wert der wässrigen Konzentratlösung zwischen
3,5 und 4,5 liegt.
20. - Verfahren zur Herstellung eines gebrauchsfertigen Härtefixierbads nach einem
der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkalimetall- oder Ammoniumthiosulfat,
ein Alkalimetall-oder Ammoniumsalz der schwefligen Säure, ein Alkalimetabisulfit und
Puffersubstanzen enthaltendes Fixierbad in einem Verhältnis von 10 : 1 bis 30 : 1
mit einem Härterkonzentrat gemäss Anspruch 19 vermischt.
21. Verwendung der Härtefixierbäder nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Verarbeitung
von belichteten und entwickelten graphischen Filmen und graphischen Photomaterialien,
ferner von Röntgen- und Mikrofilmen.